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Vorrichtung zur Ermöglichung einer Entzunahme von Gegenständen aus
einem Behälter.
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Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Ermöglichung einer zeitlich
vorbestimmbaren, regelmäßigen Entnahme von Gegenständen aus einem Behälter, bei
der durch Betätigung eines öffnungsmechanismus jeweils eine bestimmte Anzahl der
Gegenstände zur Entnahme bereitgestellt wird.
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Eine derartige Vorrichtung eignet sich insbesondere fUr die Aufbewahrung
von Medikamenten, da diese einerseits in den meisten Fällen nur bei regelmäßiger
Einnahme den gewünschten Erfolg herbeifghren und andererseits eine unregelmäßige
Einnahme oder ein Mißbrauch der Medikamente zu schweren gesundheitlichen Sohäden
fAhren kann.
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Es sind Behälter fUr Tabletten bekannt, in denen jede Tablette oder
eine bestimmte Anzahl von Tabletten in einem besonderen Fach aufbewahrt werden,
das mit einer sich auf den Einnahmezeitpunkt beziehenden Beschriftung versehen ist.
So ist beispielsweise auf einem Behälter für die Aufbewahrung von ovulationshemmenden
Hormontabletten Jeweils für Jede Tablette der Wochentag der Einnahme aufgedruckt.
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Dadurch ist zwar die versehentliche Einnahme von zwei Tabletten an
einem Tage vermieden; diese Maßnahme hilft Jedoch nicht gegen das Vergessen. Die
bei Anwendung der genannten Hormontabletten auftretende Versagerquote wird ausschließlich
auf unregelmßige Einnahme der Tabletten zurückgeführt.
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Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die vorgenannten Schwierigkeiten
zu vermeiden.
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Die erfindungagemäße Lösung der gestellten Aufgabe besteht in erster
Linie darin, daß eine mittels eines Schaltwerkes zeitlich gesteuerte Sperreinrichtung
die Entnahme von Gegenständen außerhalb der vorgesehenen Zeit verhindert, Gemäß
einem weiteren Schritt der Erfindung ist die Sperreinrichtung derart gestaltet,
daß sie bei Nichtentnahme der freigegebenen Gegenstände innerhalb eines bestimmten
Zeitraumes eine Entnahme für einen längeren als den zwischen zwei Einnahmezeiten
liegenden Zeitraum verhindert. Bei Verwendung der erfindungsgemäßen Vorrichtung
für die Aufbewahrung von ovulationshemmenden Hormontabletten beträgt vorteilhafterweise
der Zeitraum, während dem die Sperreinrichtung eine Entnahme verhindert, das siebenfache
des zwischen zwei Entnahmezeitpunkten liegenden Zeitraumes. Dadurch ist gewährleistet,
daß die vorgesehene Zwangspause, die eingelegt werden muß, wenn einmal die Einnahme
einer Tablette versäumt worden ist, auch tatsächlich eingehalten wird.
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In weiterer Ausgestaltung der Erfindung löst das Schaltwerk bei der
Bereitstellung der Gegenstände oder nach Ablauf einer beßtimsten Zeit nach der Bereitstellung
ein Signal aus, so da# eine laufende Überwachung der Vorrichtung nicht erforderlich
ist.
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Das Schaltwerk kann sowohl durch ein Federwerk als auch elektrisch
angetrieben werden. Bei Verwendung eines Feder werkes sollte dieses eine Laufdauer
von mindestens sechsunddreißig
Stunden haben. Es kann aber auch
ein elektronischer Wacker mit 24-Stunden-Stellmöglicikeit verwendet werden.
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Zweckmäßigerweise sind die Zeiträume -zwischen zwei Einnahmezeitpunkten
durch Verstellen oder Austauschen eines Teiles der Sperreinrichtung veränderbar.
Dadurch kann die Vorrichtung Jedem beliebigen Verwendungszweck angepaßt werden.
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Nach einem weiteren Merkmal der Erfindung ist der Teil der Sperreinrichtung,
der die Bereit-stellung der Gegenstände zur Entnahme bewirkt, derart gestaltet,
daß die ZeitrOume zwischen Jeweils zwei Entnahmezeitpunkten verschieden groß sind.
Bei Verwendung der Vorrichtung zur Aufbewahrung von Medikamenten, kann beispielsweise
im Laufe des Tages in bestimmten Abständen eine Entnahme ermöglicht werden, während
im Laufe der Nacht eine Entnahme nicht möglich ist. Es kann Jedoch auch, wie es
für die Einnahme von ovulationshemmenden Hormontabletten vorgeschrieben ist, zunächst
einundzwanzig Tage lang täglich eine Tablette bereitgestellt und im Anschluß daran
für sieben weitere Tage die Entnahme verhindert werden.
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Damit nach Ablauf des größeren Zeitraumes, während dem eine Entnahme
nicht möglich war, wieder an den Beginn der Entnahmemöglichkeit erinnert wird, steht
der Teil der Sperre in richtung, der die Bereitstellung der Gegenstände bewirkt,
mit einer Signalanlage in Verbindung, die nach Ablauf eines der größeren Zeiträume
zwischen zwei Entnahmezeitpunkten ein Signal auslöst. Die Signalanlage, die möglichst
elektrisch
betrieben wird, kann dabei auf eine bestimmte Warnzeit,
beispielsweise dreißig Minuten, eingestellt sein.
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Als Stromquelle für das Schaltwerk und die Signalanlage eignet sich
besonders ein Nickel-Kamium-Akkumulator, der durch ein Ladegerät im Netzstecker
oder im Autobatteriestecker aufgeladen werden kann.
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Um den Füllzustand der Vorrichtung Jederzeit feststellen zu können,
ist der Behälter mit einer Klarsiohtscheibe versehen.
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Um einen Mißbrauch durch Kinder und Unbefugte zu verhindern, können
die Gegenstände nach Bereitstellung nur mittels eines Spezialschlüssels aus dem
Behälter entnommen werden.
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Die Erfindung ist anhand der Zeichnung, in der ein Ausführungsbeispiel
des Gegenstandes der Erfindung dargestellt ist, näher erläutert. Es zeigen: Fig.
l'einen Behälter für Tabletten in Vorderansicht, bei abgenommener Vorderwand, Fig.
2 einen Spezialachlüssel, Fig. 3 einen Schnitt nach der Linie III-III in Fig.1,
Fig. 4 ein Schaltbild, Fig. 5 einen Behälter für Tabletten in perspektivischer Ansicht,
Fig. 6 und Fig. 7 je einen Spezialschlüssel, Fig. 8 einen Behälter für Tabletten
in Frontansicht mit Federuhrwerk,
Fig. 9 eine Rückansicht des Behälters
in Fig. 8 mitzabgenommener Rückwand, Fig. 10 einen Schnitt nach der Linie X - X
in Fig. 8 und Fig. 9.
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In einem Gehäuse 1 (Fig. 1 und 3) ist ein elektrisch oder mechanisch
angetriebenes Uhrwerk 2 untergebracht, auf dessen Stundenzeigerwelle 3 die Scheibe
4 verstellbar befestigt ist, die am Umfang eine ausgesparte Nut besitzt. In diese
Nut fällt die Fühlnocke 5 des federnden Steuerhebels 6 beispielsweise Jeweils um
6.00 Uhr und um 18.00 Uhr täglich.
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Etwa dreißig Minuten nach diesen Zeitpunkten, also um 6.30, bzw. um
18.30 Uhr ist die Fühlnocke 5 wieder in die Ruhestellung. angehoben Am vorderen
Ende des Steuerhebels 6 befindet sich der Steuerkopf 7, der jeweils einen der drei
Raststifte 8, 9, 10 oder dien Schaltstift 11 blockiert. Der Steuerkopf 7 ist so
geformt, daß er bei eingerasteter Fühlnocke 5 die Stifte 9 und 11 passieren läßt.
Die vier Stifte 8 bis 11 sind auf dem Schaltrad 12 angebracht, das durch eine Zahnradübersetzung
1 t 4 vom Federhaus 13 angetrieben wird. Die Drehung des Schaltrades 12 wird dadurch
gehemmt, daß die Stifte 8 bis 11 zu folgenden Zeiten am Steuerkopf 7 anliegen: Raststift
8@ von 18 Uhr bis 18.30 Uhr, Raststift 9 von 18.30 bis 6,00 Uhr, Raststift 10 von
6.00 Uhr bis 6.30 Uhr und Schaltstift 11 von 6.30 - 18.00 Uhr.
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Des Federhaus 13 ist drehbar um seine Zentralachse, die auf der Rückseite
fest im Uhrgehäuse 1 montiert ist. Auf seiner
Frontseite trägt das
Federhaus 13 ein Zahnrad r4, das über ein Zwischenrad 15 den Tablettenspeicher 16
antreibt und zwar so, daß zwischen Zahnrad 14 und Tablettenspeicher 16 eine Untersetzung
von 7 : 1 besteht. Der Tablettenspeicher 16 führt also eine volle Umdrehung in achtundzwanzig
Tagen aus in Jeweils drei kleinen und einem großen Schritt pro Tag. Der große Schaltschritt
erfolgt täglich um 18.00 Uhr.
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Der Tablettenspeicher 16 besitzt am Umfang -einundzwanzig Bohrungen
oder Kammern 17, welche die Tabletten 18 aufnehmen.
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Auf einem Viertel des Umfanges, entsprechend einer Zeit von sieben
Tagen, fehlen die Bohrungen, dafür verläuft hier ein Pausensegment 19. Der Tablettenspeicher
16 ist drehbar im Uhrgehäuse 1 und wird durch eine Stützrolle 20 gehalten.
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Die Entnahme der Tabletten erfolgt durch eine drehbare Klappe 21,
die durch eine Feder 22 ständig geschlossen gehalten wird. Durch Rechtsdrehung des
abziehbaren Sicherheitsschlüssels 23 (Fig. 2) in der oberen Hälfte des Schlüssellochs
24 wird der Heb 25 zur Seite- gedrückt und dadurch die Klappe 21 um etwa 40' Grad
geöffnet, so daß die Tablette in die Entnahmeschale 26 fällt.
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In einer Nut er Klappe 21 sitzt freibeweglich der abgewinkelte Schaltarm
27, der durch die Verlängerung der Feder 22 in seiner position federnd festgehalten
wird. Der aus Isoliermaterial bestehende Schaltarm 27 kann durch den Schaltstift
11 um etwa 45 Grad aus seiner Ruhelage gedrückt werden, bis er den Steuerkopf 7
beiseitesohiebt und in der.
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Rastklinke 28 einrastet.
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Der Schaltarm 27 kann nur durch den langen Schalt stift 11 betätigt
werden. Die kurzen Raststifte 8, 9 und 10 erreichen die Ebene des Schaltarmes 27
nicht.
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Die Auslösung des Alarms durch die Vorrichtung geschieht folgendermaßen:
Ab 18.00 Uhr täglich liegt eine Tablette in der Entnahmeposition und kann durch
Schlüsseldrehung entnommen werden.
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Dabei wird der Schaltarm 27 so weit nach unten bewegt, daß er nach
Loslassen des Schlüssels 23 an der linken Seite des Schaltstiftes 11 anliegt. Falls
die Entnahme der Tablette vergessen wird, schaltet die Uhr am anderen Morgen um
6.00 Uhr auf Raststift 10 weiter. Damit bertihrt der Schalt stift 11 die Feder 22
und löst Alarm aus. Der Alarm kann sofort durch Entnahme der Tablette beendet werden.
Falls der halbstündige Alarm nicht beachtet wird, dreht sich das, Schaltrad 12 um
6.30 Uhr weiter, der Schaltstift 11 erfaßt den Schaltarm 27 und bewegt ihn nach
rechts. Der Schaltarm 27 drückt damit den Steuerkopf 7 zur Seite und rastet in der
Rastklinke 28 ein. Damit ist keine Heizung mehr vorhanden und der Tablettenspeicher
dreht sich weiter bis zum, Beginn der sieben einnahmefreien tage, d,b, bis der an
der Klappe 21 befestigte Fühlstift 29 durch das Pausensegment 19 herabgedrückt wird
und sich damit die Klappe 21 etwas öffnet Durch diese Bewegung wird der Schaltarm
27 aus der Rastklinke 28 gezogen und der Schaltstift 11 wird durch den Steuerkopf
7 gestoppt.
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Während der sieben einnahmefreien Tage unterbleibt der Alarm, da die
Klappe 21 durch das Anliegen des Fühlstiftes 29 am
Pausensegment
19 geöffnet bleibt. Erst am letzten Tag der Einnahmepause schließt sich die Klappe
21 soweit, daß um 6 Uhr ein kurzer Erinnerungsalarm ausgelöst wird. Dadurch wird
an die erneute Befüllung des Speichers gemahnt. Wird dies dennoch varsäumt, so wird
zwei Tage danach - zum letztmöglichen-Zeitpunkt-Daueralarm ausgelöst.
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Die Befüllung des Speichers während der Einnahmepause geschieht in
folgender Weise: Die Vorrichtung wird nach rechts umgelegt. Der Schlüssel 23 wird
in die vom Hebel 25 freigegebene untere Hälfte des Schlüsselloches 24 gesteckt und
im Uhrzeigersinn gedreht, eo daß sich der Bart des Schlüssels 23 nach links bewegt.
Dabei öffnet er die Verschlußklinke 30 und die um die Achse 31 drehbare Bodenhälfe
32 klappt vollständig auf. Durch Drehen des Schlüssels 23 gegen den Uhrzeigersinn
wird Jetzt der Hebel 25 in der Offenstellung blockiert.
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In den Hohlraum zwischen Klappe 21 und Tablettenspeicher 16 werden
nun alle einundzwanzig Tabletten eingefüllt.
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Durch das Öffnen der Bodenhälfte 32 wird die Außenverzahnung des Federhauses
13 zugänglloh. Dieses wird nun gegen den Uhrzeigersinn gedreht und damit die Feder
gespannt. Durch diese Bewegung dreht ich der Tablettenspeicher 16 ebenfalls gegen
den Uhrzeigersinn und die Tabletten fallen einzeln in die Kammern 17 des Speichers
16. Das Schaltrad 12 dreht sich im Uhrzeigersinn; die Stifte 9 und 11 drücken abwechselnd
die schrage Flanke des Steuerkopfes 7 nach rechts und hemmen damit deR ungewollten
Ablauf des Federwerkes während des Füllens.
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Wesentlich ist, daß nach erfolgter1efüllung die Stellung
tes
Speichers 16 und des Schaltrades 12 genau die gleiche ist wie vorher, der Tablettenspeicher
16 also exakt eine volle Umdrehung durchführt. Daher sind am Umfang des Schaltrades
12 vier Farbsektoren angebracht, die durch ein Fenster des Zifferblattes ständig
sichtbar sind. In zeitlicher Reihenfolge sind die Farben grün, blau, rot und gelb
gewählt worden, die Farbsektoren sind in der Zeichnung nicht dargestellt.
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Zur Vermeidung von Irrtümern wurde folgende Einrichtung vorgesehen:
Das Zwischenrad 15, das durch den federnden Andruckhebel 33 gehalten Wird, hat gegen
das Zahnrad 14 ein Übersetzungsverhältnis von 6 t 7. Bei sieben Umdrehungen des
Federhauses 13 -entsprechend einer Umdrehung des Tablettenspeichers 16 -führt es
genau sechs Umdrehungen aus.
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Zwei gegensinnig gezahnte Sperräder 34 und 35 sitzen freibeweglich
auf den Achsen der Zahnräder 14 und 15 und werden durch die Sperrklauen 36 und 37
gesperrt. Auf der Frontseite tragen beide Sperräder 34, 35 die Blockierstifte 38.
bzw. 39, welche die Wippe 40 betätigen können. Die Wippe 40 ist drehbar um das Ende
des Anßruckhebels 33; sie wird durch die Blattfeder 41 in ibrer Mittellage gehalten.
Beim Betriebsablauf des Speichers laufen beide Blqckierstifte 38, 39 nach vier,
bzw. fühf Tagen in der gazeiqhneten Stellung auf die Außenkanten der Wippe 40 auf
und verharren in dieser Lage bis zum Ablauf des Federwerkes. Sobald@man das Federhaus
13 entgegen dem Uhrzeigersinn aufzieht, werden beide Stifte 38, 39
von
dieser Ruhestellung wegbewegt, Nach einer Umdrehung des Federhauses 13 drückt der
Blookierstift 58 die Wippe 40 nach unten und gleitet über sie hinweg. Nach einer
weiteren Siebteldrehung drückt der Blockierstift 39 das andere Ende der Wippe 40
nach unten und passiert ebenfalls. Erst nach genau sieben Umdrehungen des Federhauses
13 hat das Sperrad 35 sechs volle Drehungen auageführt, beide Blockierstifte 38,
39 treffen gleichzeitig auf die Wippe 40 und blockieren damit den weiteren Aufzug.
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Die Auslösung des akustischen Warnalarms beim Vergessen der Tablettenentnahme
ist aus Fig. 4 zu ersehen, Von 6.00 Uhr bis 6.30 Uhr berührt der Schaltstift 11
die Feder 22. Damit fließt Strom vom Minuspol des Nickel-Kadmium-Akkumulators 45
über das Uhrgehäuse 1, das Schaltrad 12, den Schaltstift 11 und die Feder 22 zum
Uhrkontakt 46. Dieser Kontakt 46 wird alle zwei bis drei Minuten beim Hochsohnellen
des elektromagnetischen Uhraufzuges 47 für ein bis vier Sekunden - je nach Größe
der Batteriespannung - geschlossen. Bei geschlossenem Kontakt 46 fließt der Strom
über den Signal geber 48 zum Pluspol @der Batterie 45. Der Uhraufzug 47 ist stets
an die Batterie 45 angeschlossen, die. so dimensioniert ist, daß sie auch ohRe Netzanechluß
vollen Betrieb für mehrere Monate gewähtleistet. Zum Erreichen einer höheren Ganggenauigkeit
des Uhrwerkes ist es empfehlenswert, die Batterie 45 ständig mit dem Netzanschlußkabel
49 oder dem Autoanschlu#kabel 50 aufzuladen. Nur bei Netzbetrieb kann die Skalenbeleuchtung
51 über den Druckknopfkontakt 52 kurzzeitig eingeschaltet werden, da nur bei eingestecktem
Netzkabel
der Hilfskontakt 53 der AnschluBbuchse 54 Spannung führt.
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Neben ihrer Aufgabe als Tablettenspeicher kann die Vorrichtung auch
als elektronischer Wecker benutzt werden.
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Zur Einstellung der Weckzeit ist ein 24-Stunden-Stellrad 55 vorgesehen,
dessen Rückseite eine Nocke trägt. Diese fällt einmal täglich in die Nut des Zahnrades
56, das über Zahnrad 57 mit einer Untersetzung von 2 : 1 durch die Stundenzeigerwelle
3 angetrieben wird. Damit berührt der Eontaktstift 58 den Wochentagestern 59, der
durch den Bügel 60 gehalten wird und täglich durch den Schaltstift 61 weitergeschaltet
wird. Die beiden Felder für "Samstag" und "Sonntag" des siebenzackigen Wochentagssternes
59 sind isoliert, daher wird das Wecksignal am Wochenende nicht betätigt. Durch
den Stellhebel 62 können folgende Betriebsarten des Weckers gewählt werden: "täglich",
"nur werktags", "aus".
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Im Normalfall fließt der Weckerstrom vom Kontaktstift 58 über den
Widerstand 63 und den Uhrkontakt 46.zum Signalgeber 48. Durch diese Anordnung werden
etwa zehn kurzzeitige Töne im Abstand von zwei Minuten erzeugt. Falls ein dauerndes
Wecksignal erwünscht ist, kann dies mit dem Knopf 64 vorgewählt und wieder abgestellt
werden. Die kurzzeitige Weckung wird dadurch nicht beeinflußt. Selbstverständlich
kann durch den Kontaktstift 58 auch ein eingebautes Transistorradio anstelle des
Signalgebers 48 eingeschaltet werden, Jedoch ist hierbei der höhere Stromverbrauch
zu berUcksichtigen'.
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Außer der beschriebenen Art des Speicherantriebs sind zahlreiche weitere
Methoden möglich, z. z,B; manueller Weitertransport durch die Tablettenentnahme,
Antrieb direkt durch-das Uhrwerk, Antrieb durch Elektromotor oder Elektromagnet,
Federaufzug durch Elektromotor usw. Die meisten dieser Ausführungsformen verringern
aber die Zuverlässigkeit oder erhöhen die Herstellungskosten.
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Eine geringfügige Änderung der beschriebenen Konstruktion kann die
Neubefüllung des Tablettenspeichers erleichtern.
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Wie in Fig. 5 schematisch dargestellt> wird die Welle 70 der Antriebsfeder
71 mit dem Spezialschlüssel 72 (Fig. 6) durch ein verdecktes Schlüsselloch von der
Rückseite her im Uhrzeigersinn aufgezogen und damit die Antriebsfeder 71 gespannt,
ohne daß sich der Speicher 73 oder das Schaltrad 74 mitdreht. Dies wird verhindert
durch einen Bügel 75, der bei eingestecktem Schlüssel 72 das Antriebszahnrad 76
blockiert, das nur über einen Sperrtrieb 77 von der Feder 71 angetrieben wird. Erst
bei vollem Aufzug der Antriebsfeder 71 schnappt ein durchsichtiges Türchen 78 aus
einem Ausschnitt am Umfang des kreisrunden Deckglases (nicht dargestellt). Dadurch
kann das aus durchsichtigem Kunststoff bestehende Deckglas in seiner Halterung 79
gedreht werden, durch den freigewordenen Ausschnitt können nun die Tabletten einzeln
von der Frontseite her in die einundzwanzig Kammern 80 gelegt werden. Das Furchen
78 ist ständig durch eine Feder vorgespannt, sein Aufschnappen wird durch ein mit
der äußeren Windung der Antriebefeder 71
verbundenes Gestänge 81
bewirkt, Jedoch nur bei gleichzeitig geöffneter Entnahmeklappe 82. Fig.-5 zeigt
außerdem die Möglichkeit des Speicherantriebs mittels eines Kunststoff- oder Stahlfadens
83. Das Speicherrad 73 wird dabei durch zwei innenliegende-StUtzrollen 84 gehalten
und der Faden 83 durch eine Spannrolle 85 gespannt.
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Als eleganteste Lösung der Befüllung ist eine entsprechende Verpackung
in Streifen-, Kassetten- oder Ringform durch die Tablettenhersteller anzustreben.
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In den Figuren 8, 9 und 10 ist ein weiteres Ausführungsbeispiel mit
Federuhrwerk und federbetriebenem Läutwerk dargestelit.
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Im Gehäuse 101 eines Acht-Tage-Weckers 102 ist ein Tablettenspeicher
103 in Ringform frei drehbar gelagert.
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Die Stundenzeigerwelle 104 treibt über eine Untersetzung von 1 s 14
die Wochenscheibe 105 an, die am Umfang sieben Nocken 106 aufweist. Jeweils eine
Nocke 106 erfaßt den radial beweglichen Hebel 107 und nimmt ihn langsam gegen den
Uhrzeigersinn mit, bia der Hebel 107 die gezeichnete Auswurfstellung erreioht hat,
Das freie Ende des Hebels 107 drückt dabei gegen den Alarmhebel 108; die ser löst
bei Erreichen der gezeichneten Stellung das Läutwerk 109 aus. Nun wird durch manuellen
Vollaufzug des Uhrwerk 102 der Exzenter 110 im Uhrzeigersinn gedreht.
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Er greift in die Klauen 111 des Hebels 107 ein und drückt diesen
radial nach außen gegen die Tablette 112 im Tablettenspeicher 103. Die Tablette*112
wird durch die Auswurföffnung 113 freigegeben und der Tablettenspeicher 103 wird
durch den Hebel 107 um eine Kammerbreite im Uhrzeigersinn transportiert. Gleichzeitig
passiert der Hebel 107 die Nocke 106 (in Fig. 8 nicht gezeichnet) und er wird erst
hinter der Nocke 106 durch die Feder .114 radial zurückgezogen. Durch geeignete
Formgebung des Hebels 107 kann die Tablettenentnahme im Zeitraum von zwölf Stunden
vor und bis zu dreißig Minuten nach der Alarmgabe erfolgen.
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Wird die Tablettenentnahme trotz des Alarms versäumt, so nimmt die
Nocke 106 den Hebel 107 mit. Er führt in sieben Tagen eine volle Umdrehung aus und
befindet sich erst am siebten Tage wieder in der Auswurfstellung. Während dieser
sieben Tage kann keine Tablette entnommen werden und der Alarm unterbleibt.
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Das Gehäuse 101 besteht aus einer vorderen Schale 115 und einer hinteren
Schale 116, die gegeneinander verdreht werden können. Die-hintere Schale 116 ist
am freien Ende des Ausrückhebels 117 befestigt, Beim Verdrehen der hinteren Sohale
116 wird über die Sperrklinke 118 das Sperrad 119 mitgenommen und dreht. das starr
verbundene Zahnrad 120 im Uhrzeigersinn (Fig. 9). Damit dreht sich das Federhaus-Zahnrad
121 gegen den Uhrzeigersinn, bis die gemeinsame Uhrwerk-und täutewerkfeder voll
gespannt ist. Beim Weiterdrehen kommt das Zahnrad 120 gegen den Widerstand der
Feder
122 außer Eingriff mit dem Federhaus-Zahnrad 121 und treibt Je-tzt das Exzenterzahnrad
123 an, das den Exzenter 110 betätigt.
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Zur Befüllung der Vorrichtung wird die vordere Gehäuseschale 115 durch
Druck auf die Klinke 124 abgenommen und der freiliegende leere Tablettenspeicher
103 durch eine volle Packung ersetzt oder von Hand mit Tabletten gefüllt.
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Auch bei geöffneter vorderer Gehäuseschale 115 ist ein Eingriff in
das Uhrwerk nicht möglich, da die Uhrzeiger 125 durch das innere Deckglas 126 geschützt
sind.
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In der Zeichnung nicht dargestellt ist die Verschlußklappe, welche
die Auswurföffnung 113 verschließt und gleichzeitig den Tablettenspeicher 103 in
der gewünschten Lage blockiert.
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Ferner wurde nicht dargestellt der Fühlhebel, der bei leerem Tablettenspeicher
103 dessen Weitertransport verhindert und gleichzeitig den Zugang zur Klinke 124
freigibt.
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Die Wochenscheibe 105 kann fur andere Anwendungsfälle gegen eine andere
Scheibe mit beliebiger Nockenzahl und beliebigen Nockenabständen ausgetauschi werden.
Soll das Uhrwerk wasser- und staubgesohtitzt sein, so kann anstelle der Wochenscheibe
105 eine Stahlscheibe mit entsprechend vielen Magnetpolen verwendet werden. Der
Hebel 107 wird in diesem Fall mit einem Dauermagneten ausgerüstet.