DE1614737A1 - Kleinst-Scheibentrimmerkondensator - Google Patents
Kleinst-ScheibentrimmerkondensatorInfo
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Description
PATENTANWÄLTE Dipl.-Ing. MARTIN LICHT
Dr. REINHOLD SCHMIDT
Dipl.-Wirtsch.-Ing. AXEL HANSMANN
Dipl.-Phys. SEBASTIAN HERRMANN
Oppenau, den 2.8.1967
Mein Zeichen: 4368
Dr.Sch/M
L -J
16U737
Stettner & Co., lauf / Pegnitz Kleinst-Scheibentrimmerkondensator
Gegenstand der Erfindung ist ein elektrischer Scheibentrimmer, z.B. in keramischer Ausführung, in einer äußerst gedrängten xäauweise,
der sich auch leicht aus mehreren Einzeltrimmern zu einem Mehrfachtrimnier in einer -Baueinheit zusammenfassen und mit angebauten
Spulen zu KIeinstschwingkreisen zusammenstellen läßt.
Die "bisher bekannten Miniatur-Scheibentrimmerkondensatoren mit gegeneinander
verdrehbarem Stator und Hotor lassen sich unter einer gewissen Größe nur mit Schwierigkeit herstellen und sind in ihren
zur Größe in Beziehung gesetzten erreichbaren Kapazitäten und Regelbereichen
schon durch das Vorhandensein der Drehachse beschränkt,
deren Anteil am Gesamtraumbedarf mit immer weiter getriebener
Kleinheit immer größer wird, .Beispiele für solche Miniaturtrimmer
von 5 mm Durchmesser bietet die deutsche Patentschrift Ur. 1 189 649.
Ziel der Erfindung ist es nun, in Fällea^ in denen man mit den Abmessungen
nooh erheblich unter diose GrSBanordnung gehen und b®~
sonders auch Hehyfaohtrimmer sxtrem kleiner Abmessungen herstel-
009823/0466
Dr. REINHOLD SCHMIDT, 7603 OPPENAU, Postfach 25, AHniendplatz 4, Telefon: (07804) 710 *'*
len will, den ganzen zur verfugung stehenden Haum für die Erreichung
einer hohen Endkapazität noch besser ausnutzen zu können, als es mit den bisherigen Miniaturtrimmern der Pail ist«
Zu diesem Zweck wird im Gegensatz zu den bekannten Scheibentrimmern
eine neuartige Bauart verwendet, bei der erfindungsgemäß
die die Belegungen tragenden i'eile Stator und üotor unter Zwisohensetzung
einer planparallelen Dielektrikumsplatte ohne körperliche
Drehachse durch eine Spannhülse aus Isolierstoff mit ihren Eeibflachen derart federnd zusammengehalten werden, daß
die Belegungen τοπ Stator und Kotor zur Kapazitätsänderung gegenseitig
verdrehbar sind« Durch die Einsparung der Drehachse kann man nun das ganze verfügbare Volumen für die Erreichung
einer hohen Endkapazität ausnutzen« Der üotor wird mit seinen Flächenelektroden vermittels einer Spannhülse aus Isolierstoff
gegen eine dünne dielektrische Schicht, z.B. aus Keramik mit
hoher Dielektrizitätskonstante, gedrückt, die auf der gegenüberliegenden Seite ein, oder im ü'alle eines Mehrfachtrimmers
mehrere metallische Elektrodenpaare aufweist. Diese dünne planparallele Platte ist mit der metallisierten Seite auf einem
planen, als urund.- oder Stützkörper dienenden Block befestigt,
der z.B. in quer zu der genannten planen Fläche verlaufenden Bohrungen und auf einer Seitenfläche in Form von Metallband em
die elektrischen Anschlüsse trägt,,
Die durch die Spannhülse aufrechterhaltene Spannung kann duron
zwischengelegte lellerfedern verstärkt werden· Zweckmäßig wird
eine Spannhülse aus elastischem Werkstoff, wie Polystyrol, Polyäthylen,
Polyvinylchlorid oder dergleichen verwendet, die aus
009823/0455
BAD
einem federnden Klemmkörper U-förmigen Querschnitts "bestellt, dessen
"beide Wandungsschenkel das aus einem oder mehreren Irimmereinheiten
"bestehende Aggregat umfaßt, an seinem Stegteil Öffnungen für Schraubenzieher zum Verstellen dahinter befindlicher
Rotor-Verstellschlitze "besitzt, und an seinem dem Stegteil gegenüberliegenden
x'eil durch. Verschweißen verschließbar ist, ζ,,Β.
mittels eines die Enden der Wandungsschenkel verbindenden Verschlußstreifens
aus Kunststoff. Die Rotoren sind kurze zylindrische Körper mit einem Schlitz an der oberen Kreisfläche und
sitzen in entsprechenden Ausnehmungen der Hülse, die sie mit der metallisierten Kreisfläche gegen die dielektrische Schicht
drückt« Die Schlitze in den üotoren sind durch Bohrungen in der
Spannhülse mit einem Schraubenzieher zum Zweck des Kapazitätsabglei
chs zugänglich»
Als Werkstoff werden die nach den jeweiligen Anwendungszwecken ■
und geforderten Eigenschaften auszuwählenden bewährten Srimmer-Werkstoffe
benutzt, z.B. "bei keramischer Ausführung die bekannten keramischen Kondensatorbaustoffe mit Dielektrizitätskonstanten
in den Frenzen zwischen 6 und 250 gemäß dem liormblatt
DIN 41920» wo geeignete Isolierstoffe auf Seite 2, Abschnitt 2.5.1, 2.5o1o1 und 2.5.1.2 angegeben sind.
Als Ausführungsbeispiel der Erfindung wird anhand der Zeichnungen ein Dreifach-Kleinst-Scheibentrimmerkondensator beschrieben,
dessen Abmessungen so klein sind, daß die Zeichnungen den liegenstand
in fünffacher vergrößerung darstellen, üs zeigen!
009823/CK55
-A-
Fig. 1 einen Kleinst-Ereifach-Scheibentrimmer nach der Erfindung
in fünffach vergrößerter Gesamtansicht von oben,
2 derselbe von unten gesehen,
Fig» 3 derselbe im Schnitt längs der Linie A-B der Figo 1,
Fig. 4 derselbe im Schnitt längs der Linie C-D der Fig. 1,
Fig. 5 die Spannhülse dieses i'r immers für sich von oben gesehen,
Figo 6 dieselbe im Schnitt längs der Linie E-F der Fig. 5»
Fig. 7 dieselbe im Schnitt längs der Linie G- - H der Fig, 5,
noch unverschlossen,
Fig. 8 eine Vorderansicht des zugehörigen Statorblocks für sich,
Fig. 9 derselbe in Ansicht von oben,
Fig.10 derselbe im Schnitt längs der Linie I - K der Fig. 8,
Fig.11 eine Vorderansicht eines Botors in .Richtung des nach
außen geöffneten Verstell-Schlitzes,
Fig. 12 derselbe Rotor von unten, also in iiichtung auf die Belagseite
gesehen,
Fig.13 derselbe von oben gesehen,
Fig· H derselbe in Seitenansicht gesehen in dichtung des nach
innen geöffneten Belagtrennschlitzes und
Fig.15 ein Satz von Einzelteilen eines Dreifachtrimmers herausgezeichnet
ohne Spannhülse, BAD CRJGiMAL
009823/0455 ./.
16H737
In einer aus thermoplastischem Werkstoff bestehenden Kunststoff-Spannhülse
5, wie sie in verschiedenen Ansichten in den Figuren
5 Ms 7 gezeigt ist, sind im dargestellten Beispiel drei
Kleinst-Trimmer vereinigt,» Zu diesem Zweck enthält die U-profilförmige
klammerartige, an den beiden Bndseiten Offene Hülse 5
in ihrem oberen Stegteil drei Durchtrittsöffnungen 8, durch welche man mit einem Schraubenzieher zum Verstellen der darunterbefindlichen
Rotoren greifen kann. Kleine x'renn- und Haltelappen
10 im oberen i'eil der Spannhülse sorgen für die gegenseitige
Isolierung der Einzeltrimmer. An der einen Seitenwand befinden sich Durchführungsöffnungen 9 für die Kondensator-Zuleitungen 6»
Uach dem Einbringen des Kondensator-Aggregats wird die Hülse unten
durch einen eingelegten Kunststoffstreifen 7 (Fig. 4) abgeschlossen
und zugeschweißt.
Unter den Durchgriff-Öffnungen 8 liegen die drei Rotoren 3 aus
Steatit des l'yps Ker 221 mit zwei auf ihrer Unterseite angebrachten
halbkreisförmigen Metallbelegungen 13, die durch einen eingebrachten Schlitz 12 voneinander getrennt sind (J?ige 12 und 14) ο
Auf der Oberseite enthält das Rotorplättchen den Bedienungsschlitz
11.
Unterhalb der drei Rotoren, die durch die genannten kleinen Zwisohemmnde 10 der Spannhülse am seitlichen Verschieben gehindert
sind, li®gt die als dielektrische Schicht wirksam® Platte 2
aus einem handelsüblichen keramiaohen. Material H 470 mit einer
von etwa 55» Sie ist planparallel geschliffen und trägt auf
BAD
009823/Q455 ./.
16U737
_ 6 - "
einer Seite eine Versilberung 14·
einer Seite eine Versilberung 14·
Unter dieser Dielektrikumsplatte 2 liegt als Sockel ein Ötütz-
oder ü-rundkörper 1, dessen Oberseite ebenfalls eine Metallisierung
15 trägt und mit der metallisierten Ji1Iäohe 14 der
Dielektrikumsplatte 2 vereinigt ist. In den so gebildeten Statorblock oder Sockel 1 sind wiederum Schlitze 16 eingearbeitet, durch
welche der aus den Belägen 14 und 15 gebildete vereinigte Metallbelag
(im folgenden als Statorbelag 15 bezeichnet) in Teilabschnitte unterteilt ist, die je zur Hälfte zu den drei i'eilkondensatoren
mit den zugehörigen Rotoren 3 gehören. Die Rotoren werden von oben noch zusätzlich durch winzige Tellerfedern 4 gegen den so gebildeten
gemeinsamen Stator 1 gedrückt, wobei die Kotorbelegungen
paarweise den entsprechenden Stator-Teilbelegungen 15 auf der
andern Seite der bei der .Bildung der Schlitze 16 ebenfalls geschlitzten
Dielektrikumsplatte 2 gegenüberliegen (Pig. 15).
Der Stator besteht z.B. aus Steatit vom '£yp KER 221 nach DIF
40685 oder aus Porzellan oder sogar aus Kunststoff. Der Hotor besteht vorzugsweise aus Keramik im Hinblick auf die wünschenswerte
Formstarrhext und die Anbringbarkeit gut haltbarer Metallbeläge.
Die Auswahl -geschieht nach der jeweils erforderlichen
Dielektrizitätskonstante und deren Temperaturkoeffizienten.
Brauchbare Werkstoffe sind z.B. solche der Bezeichnungen
P 100 mit DK * 6,5 und TK « +100· 10""6,
Έ 033 mit BK » 22 und TK « -33ΊΟ"6,
N 470 rait DK =» 53-60 und TK « -470· 10~6 und
N 750 mit DK = 90 und TK » -750ΊΟ""6 nach. VDJä 0560 Teil
009823/0455 "
16U737
Anstelle solcher keramischen Ausführungen können aber auch Kunststoffteile für Rotor, Stator und dielektrische Schicht
benutzt werden.
Für den Anschluß der Kondensatorbelegungen sind die Statorbelegungen
14/15 nach einer Seite des Statorblocks 1, über Silberstege
18 an Querbohrungen 17 innerhalb des Blocks zu den dort angebrachten Anschlußdrähten 6 geführt (Fig. 8 und 15).
Zweckmäßig ist es, die bekannte sogenannte "Differentialschaltung11
anzuwenden, wie sie z.B. in der oben genannten deutschen Patentschrift Nr. 1 189 649 für die dortigen Figuren 1 bis «
6 beschrieben ist. Das hat den Vorteil, daß man keine Anschlüsse an die .Belegungen des beweglichen Rotorteils braucht. Dabei
sind dann also nur die Statorbeläge 14/15 galvanisch mit der Spannungsquelle verbunden, und die Kapazität wird durch
Serienschaltung wirksam. Bine nähere .Beschreibung dieser bekannten
Schaltungsart erübrigt sich. Bs dürfte/genügen, auf
die Anordnung und Ausgestaltung der von den Statorbelegungen 14/15 zu den Anschlußdrähten 6 führenden Ansohlußbelegungen
und Bohrungen 17 in den Figuren 3, 4, 8, 9, 10 und 15 zu verweisen»
Statt der als ueispiel dargestellten Ausführung des Trimmers
mit Serienschaltung kann die gleiche ürundanordnung nach der Erfindung auch in der Form angewandt werden, daß die Normal-
BAD
009823/0A55
schaltung, wie sie z.B. für die Figuren 7 "bis 12 in der
erwähnten deutschen Patentschrift Nr. 1 189 649 beschrieben ist, verwendet wird. JEPür diesen Zweck muß der Rotor dann mit einem Schleifkontakt verbunden werden, während am Stator anstelle der jetzt vorhandenen beiden Belege nur einererforderlich ist.
erwähnten deutschen Patentschrift Nr. 1 189 649 beschrieben ist, verwendet wird. JEPür diesen Zweck muß der Rotor dann mit einem Schleifkontakt verbunden werden, während am Stator anstelle der jetzt vorhandenen beiden Belege nur einererforderlich ist.
Patentansprüche!
009823/0455
Claims (1)
- I t s t t ii © 3? & SOoo S b/vl £' / "3?©gnitsatent aneprüeli©1β / KleinstescheifeentrimmerlEoiidensator^ dadurch gekennzeichnet& ^-^^ daß die di© Belegungen tragenden i'eil© stator (1) und Bot or (3) unter Zwisohensstzung einer planparallelen Bi platte (2) ohne körperliche Brehachs© duj?oh eine Spannhülse (5) aus Isolierstoff mit ihren ÄeiMläeken derart federnd zusammengehalten werden, daß die .Belegungen (15 13) von Stator und Botor zur Kapazitätsänderung gegenseitig verdreh!) ar sincL2« Irimmisr nach Jnspruoh. 19 dadw.roh gekennzeiohnets daß als Isolierstoff für die Spannhülse Kunststoff dient0 wi@ Poljstyrolj Poljäthylen und Polyvinylchloride3· Irimmer nach Jtaspruoh 1 oder 2, dadureh gek@nn.sselohnetff daß die durch di® Spannhülse aufrechterhaltene Spannung duroh zmsohen· gelegt® iS9ll©2?f©ä@rß (4)" verstärkt16U737 JtOβ trimmer naoh .Ansprüchen 1 vmA 2$ t^raroh gekennzeichnet, daß ät® Imisrfcstoff-Spannhülse aus eisern federnden Klammerkörper U^fosaigea Querschnitts beste&t, der mit seinen beides Wa&üußi$3BQhenkeXn das aus siasui oder mehreren irimmereinheiten "bestehende Aggregat umfaSt, an seinem Stegteil Öffnungen (8) für Schraubenzieher sum Verstellen der dahinter befindliohen Eotor-Terstellsohli-Sse (11) besitzt, und an seinem dem Stegteil gegenüberliegenden ieil durch Verschweißen verschließbar ist9 z.B. mittels eines die Snden der Wandungssch@nl£©l Yerbirj-äs^iden V srscäluj streif ens (7) aus Kunststoff O5* T?.;/Immer nach Anspruch 4t dadurch gekeimzelc^et, daß einer der Wanöungsschenkel Durchbrscsli'angen (9) für äas Durchführen ύοώ. liischlußdrähten (6) besitzt.6· £rimiü©r naoh Anspruch 4» dadurch gekennzeichnet, daß der odei die aus Isolierstoff beatehenden Rotoren an ihrer den von außen zugänglichen Verstellschlitzen gegenüberliegenden Seite je zwei halbkreisförmige, durch eine schlitzförmige Unterbrechung (12) gegeneinander isolierte Metallbelegungen (13) tragen, denen auf der andern Seite der Dielektrikumsplatte (2) gleichfalls je zwei durch einen Schlitz (16) getrennte itator-Metallbelegungen (15) ip?r nüberstehen.7e Irimmts1 ase'i 4aspi?ii€:5i@a 1 Me '&, äaämrofe gekennzeichnet, daßBAD ORIGINAL009823/0455 ,nur die Statorbeläge (15) galvanisch mit ü©3? Spannungsquelle- verbunden sinä und die Kapazität durch Serienschaltung wirksam wird©8. Trimmer nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 "bis 7» dadurch gekennzeichnets daß die Statorbelegungen (15) zwischen der planen Dielektrikumsplatte (2)9 die mit ihrer Uelagseite (,14) der Statorbelegung gegenübersteht^, und der ebenfalls planen Oberfläche eines mit der genannten Platte verbundenen Oberfläche des Blocks (1) liegen·9· Trimmer nach Anspruch 89 dadurch gekennzeichnet j daß die Anschlußbelegungen (18) der ütatorbelegungen (15) über eine Seite des Statorblocks (1), sodann durch Querbohrungen (17) innerhalb des .Blocks au den dort eingelöteten Anschlußdrahten (6) geführt sind.10. Mehrfachtrimmer nach Ansprüchen 1 bis 9» dadurch gekennzeichnet, daß in einer gemeinsamen Spannhülse (5, 10) mehrere Rotoren (3) isoliert einem gemeinsamen Statorblock (1) gegenübergestellt sind, dessen an einer gemeinsamen Dielektrikumsplatte (2) liegende Belegung (,15) durch schlitzförmige Unterbrechungen (16) in die der Anzahl der Motoren entsprechende Anzahl von 'i!eilbelägen unterteilt ist«BAD ORiCNAL009023/0455L e e r s e i t
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