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DE1608069A1 - Verfahren zum Elektroschlackeumschmelzen fuer die Herstellung von Metallgussbloecken und Anlage zur Durchfuehrung des Verfahrens - Google Patents

Verfahren zum Elektroschlackeumschmelzen fuer die Herstellung von Metallgussbloecken und Anlage zur Durchfuehrung des Verfahrens

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DE1608069A1
DE1608069A1 DE19681608069 DE1608069A DE1608069A1 DE 1608069 A1 DE1608069 A1 DE 1608069A1 DE 19681608069 DE19681608069 DE 19681608069 DE 1608069 A DE1608069 A DE 1608069A DE 1608069 A1 DE1608069 A1 DE 1608069A1
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DE
Germany
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mold
electrode
slag
melting
bath
Prior art date
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DE19681608069
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DE1608069C (de
DE1608069B2 (de
Inventor
Medowar Boris I
Paton Boris J
Baglaj Witalij M
Latas Jurij V
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Institut Elektrosvarki Imeni E O Patona Akademii Nauk Ukrainskoi Ssr
Original Assignee
Institut Elektrosvarki Imeni E O Patona Akademii Nauk Ukrainskoi Ssr
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Priority claimed from SU1136880A external-priority patent/SU256799A1/ru
Application filed by Institut Elektrosvarki Imeni E O Patona Akademii Nauk Ukrainskoi Ssr filed Critical Institut Elektrosvarki Imeni E O Patona Akademii Nauk Ukrainskoi Ssr
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Publication of DE1608069B2 publication Critical patent/DE1608069B2/de
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C22METALLURGY; FERROUS OR NON-FERROUS ALLOYS; TREATMENT OF ALLOYS OR NON-FERROUS METALS
    • C22BPRODUCTION AND REFINING OF METALS; PRETREATMENT OF RAW MATERIALS
    • C22B9/00General processes of refining or remelting of metals; Apparatus for electroslag or arc remelting of metals
    • C22B9/16Remelting metals
    • C22B9/18Electroslag remelting

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Manufacturing & Machinery (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Metallurgy (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Manufacture And Refinement Of Metals (AREA)

Description

Pesfentenwöffe -
. ZELLENTIN & LUYKEH
München 22
Zv/eibrüdiensic &
Institut elektrosvarki imeni 25« IPebruar 1968
EoO. Patona Gp/L/Hu
Kiew / UdSSR P 19 924-
Verfahren zum Elektroschlackeumschmelzen für die Herstellung iron Metallgußblöcken und Anlage zur Durchführung des Verfahrens
Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Anlage zum Blektroschlackeumschmelzen abschmelzbarer Elektroden und kann insbesondere zur Herstellung yon Gußblöcken aus hitze"-beständigen und hochfesten Wälzlager-, Werkzeug- und Baustählen und Legierungen verwendet werden.
Ein bekanntes Verfahren zum Elektroschlackeumschmelzen besteht darin, daß in einer gekühlten Kokille ein flüssiges Schlackebad geschaffen wird, in das ein oder mehrere Metallrohlinge mit ihrem unteren Ende eingetaucht werden, die als abschmelzbare Elektrode dienen, indem durch die Elektrode und das Schlackebad elektrischer Strom geleitet wird. Beim Fließen des elektrischen Stromes wird im Schlackebad die Wärme frei, die für das Schmelzen des Metallrohlings erforderlich ist. Das vom Rohling abgeschmolzene Metall wird in der Kokille wie ©in Gußstück geformt.
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_ 2 —
In der Segel ist der Querschnitt der abschmelzbaren Elektrode um ein Mehrfaches geringer als der Querschnitt der Öffnung der Kokille» Deshalb ist die Höhe des zu erschmelzenden Gußblockes "bedeutend geringer als die Länge der umzuschmel/zenden Elektrode. Zur Aufrechterhaltung des Schmelzvorganges der Elektrode ist es notwendig, die Kokille oder die Elektrode zu verschieben, damit die Elektrode nicht aus dem Schlackebad austritt, was zu einer Unterbrechung des Stromkreises führt»
In dem sowjetischen Urheberschein 195 ^82 sind z.B. Anlagen beschrieben, die Yorrichtungen zum Verschieben der Elektrode oder der Kokille aufweisen. Diese Torrichtungen sind als Wagen mit einem Elektrodenhalter oder einer Plattform, auf der die Kokille angeordnet ist, ausgebildet und bewegen sich entlang von !Führung s säulen.
Gewöhnlich ist der Raumbedarf der Führungssäulen insbesondere in Anlagen zum Schmelzen von über 10 to schweren Gußblöcken sehr erheblich, während die Vorrichtungen zum Verschieben der Elektrode oder der Kokille große Tragfähigkeit aufweisen müssen. Deshalb sind diese Anlagen konstruktiv kompliziert und erfordern, große Stellflächen und Baumhohen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein verbessertes Verfahren und eine Anlage zur Herstellung von Metallguß-
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■blöcken durch Elektroschlackeumschmelzen abschmelzbarer Elektroden anzugeben, die kein gegenseitiges "Verschieben der Kokille und der Elektrode zur Aufrechterhaltung des Schmelzvorganges an der abschmelzbaren Elektrode erfordern.
Diese Aufgabe wird bei einem Verfahren zur Herstellung von MetalIgußblöcken durch Elektroschlackeumschmelzen von mindestens einer abschmelzbaren Elektrode in einer gekühlten .Kokille, erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß zum Umschmelzen eine in Bezug auf die Kokille fest angeordnete Elektrode verwendet und daß entsprechend dem Abschmelzen der Elektrode Schlacke in das 'Schlackebad eingebracht wird.
Es ist vorteilhaft, harte zerkleinerte Schlacke zu verwenden und damit den Eaum zwischen der Elektrode und der Kokille so anzufüllen, daß während des Schmelzens über dem Schlackebad eine Schicht harter Schlacke ist, die allmählich je nach dem. Abschmelzen der Elektrode in das Schlackebad gelangt.-
Hierdurch wird eine gleichmäßige Speisung des Schlackebades in der Kokille sowie ein Schutz des Bades gegen die umgebende Atmosphäre gesichert; gleichzeitig dient die Schicht aus harte!? Sehlacke über dem Bad als Adsorptionsmittel für Gase, die sich beim Schmelzen des Metall entwickeln. - ' ;
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Ein weiterer Vorteil des vorgeschlagenen Verfahrens besteht darin, daß das Schlackebad entsprechend dem Schmelzen neuer Mengen harter Schlacke ständig regeneriert wird, was das Raffinieren des Metalls verbessert. .
Der Eaum zwischen der Elektrode und der Kokille kann aber auch vorzugsweise im voraus mit flüssiger Schlacke gefüllt werden, die dann erstarrt. Die erstarrte Schlacke gelangt je nach dem Abschmelzen der Elektrode unter der 'Einwirkung des eigenen Gewichtes in das Schlackebad.
Die flüssige Schlacke kann insbesondere periodisch je nach dem Abschmelzen der-Elektrode dem Schlackebad zugesetzt werden, indem sie von oben in den Spalt zwischen der Elektrode und der Kokille gegossen
In einer Reihe von Fällen ist es vorteilhaft die abschmelzbare Elektrode ke gel stumpf fÖ rmig auszuführen uhL diese in eine kegelstumpfförmige Kokille mit der größeren Grundfläche nach oben einzusetzen. Dann ist bei gleicher Konizität der Elektrode und der Kokille ein derartiger Zustand erreich-.bar, bei dem trotz Zusetzen von Schlacke die Tiefe des Schlackebades konstant bleibt, während das Volumen des Schlackebades mit der Ausweitung der Kokille von unten nach oben zunehmen wird.
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Es ist noch' günstiger, wenn die Konizität der Elektrode die Konizität des Innenraumes der Kokille etwas übersteigt, damit die Hohe des erschmolzenen Gußblockes geringer als die Länge des abgeschmolzenen Seiles der Elektrode bleibt und damit die Tiefe des Schlackebades beim Steigen des Schlackebadspiegels während des Erschmelzens. des Gußblockes zunimmt und ein optimales Verhältnis zwischen der Tiefe des Schlackebades und dem Durchmesser der"Kokille an der Stelle, an der sich das Schlackebad jeweils befindet, gesichert wird,,
Der Vorteil der Verwendung kegelstumpfförmiger Elektroden liegt darin, daß diese Elektroden durch Gießen des Metalls in einer Roheisenkokille hergestellt werden können, während diese früher durch Schmieden, Walzen oder in Stranggußanlagen hergestellt wurden. Die Praxis hat auch bewiesen, daß die konische Form der Kokille mit einer Ausweitung nach oben eine■günstigere, von unten nach oben ausgerichtete Kristallisation des Gußblockes bewirkt.
Zur Herstellung nichtkegelstumpfförmiger Gußblöcke werden bevorzugt prismatische oder zylindrische Elektroden verwendet und diese in nichtkegelstumpfförmigen Kokillen oder in Kokillen, die eine geringe Aueweitung nach unten aufweisen, umgeschmolzen. Insbesondere muß in diesem Fall der Querschnitt der Elektrode mindestens das 0,9-fache des entspre-
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chenaen inneren Querschnittes der Kokille betragen. Das ist deshalb nötig, damit die Tiefe des Schlackebades am Ende des Schmelzvorganges die technologisch zulässige Grenze nicht überschreitet.
Bei Verwendung kegel stumpf förmiger prismatischer und zylindrischer Elektroden weisen diese vorteilhaft an ihrem oberen Teil einen Bund auf, damit auf Elektrodenhalter verzichtet werden kann und die Elektrode, sich in der Kokille mit ihrem Bund unmittelbar auf eine Kontaktvorrichtung zur Stromzufuhr stützen kann. Diese Kontaktvorrichtung ist in einer bevorzugten Anlage zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens im oberen Teil der Kokille angeordnet und von dieser elektrisch isoliert.
Zur Herstellung von kegel stumpf förmigen Gußblöcken ist die Kokille vorteilhaft aus mindestens zwei in vertikaler Ebene trennbaren !Geilen ausgeführt, die mit einer Vorrichtung verbunden sein können, die zum Auseinanderführen dieser Teile in entgegengesetzten Eichtungen beim Ausheben des Gußblokkes dient.
Ein wesentlicher Vorteil des Gegenstandes der Erfindung besteht vor allem in einer Vereinfachung und Verbilligung der Anlagen zum Elektroschlackeumschmelzen sowie auch in einer Vereinfachung des Betriebes dieser Anlagen.
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Einen weiteren Vorteil "bilden die günstigen elektronischen Daten der Anlagen, die dadurch erreicht werden, daß die Stromzuführungen von der Spannungsquelle zur Anlage verhältnismäßig kurz und parallel zueinander in geringem Abstand angeordnet sind. Das verkleinert den Wirk- und den induktiven Widerstand des Stromkreises der Anlage.
Die Erfindung ermöglicht es. die Hohe der Anlagen und dementsprechend die Höhe der Betriebshallen, in denen diese aufgestellt werden, wesentlich zu reduzieren* sowie auch die in Anspruch genommene Aufstellfläche zu vermindern.
Die Erfindung wird nun anhand von Ausführungsbeispielen unter Bezugnahme auf die Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen:
]?ig, 1 eine schematische Darstellung einer erfindungsgemäßen Anlage mit einer kegelstumpfförmigen Kokille zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens zur Herstellung von Metallgußstücken;
Eig.. 2 die Anlage nach Fig. 1 ohne abschmelzbare Elektro-r den in Draufsicht;
EIg. 3 . eine schematische Darstellung der gegenseitigen Anordnung der abschmelzbaren Elektrode und der Kokille, bei der die Elektrode Und die Kokille die gleiche Konizität aufweisen;
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Fig. 4- eine schematische Darstellung der gegenseitigen
Anordnung der abschmelzbaren Elektrode und der Ko-" kille, bei der die Konizität der Elektrode die der Kokille übersteigt;
Fig. 5 eine schematische Darstellung einer zweiten erfindungsgemäßen Anlage mit einer kegelstumpfförmigen Kokille, die zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens zur Herstellung von Metallgußblöcken verwendet wird.
Die in Fig. 1 und 2 dargestellte Anlage weist eine kühlbare kegelstumpfförmige, sich nach oben ausweitende Kokille 1 auf, . die auf einer Bodenplatte 2 mit einem Einfülltrichter 3 montiert ist. Der Einfülltrichter 3 ist über einen Kanal 4- in der Bodenplatte 2 mit dem Innenraum 5 der Kokille 1 verbunden und dient zum Eingießen der flüssigen Schlacke in diese Kokille. An der oberen Stirnfläche der Kokille 1 ist eine
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Kontaktvorrichtung zur Stromzufuhr befestigt, die mit Hilfe einer dielektrischen Zwischenlage 6 von der Kokille isoliert ist und zwei Teile in Form von Halb ringen aufweist. tJber Zuleitungen 8 ist die Kontaktvorrichtung 7 mit einer Schiene 9 verbunden, die an eine Wechsel- oder Gleichstromquelle angeschlossen ist (in der Zeichnung nicht dargestellt).
Eine abschmelzbare kegelstumpfförmige Elektrode 10 (die als ein in einer Roheisenkokille gegossener Gußblock verwendet
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werden, kann), die ihrer Größe nach, dem Innenraum der Eokille 1 nahezu gleich, ist, wird so in. die Kokille eingebracfat, daß das untere Ende dieser Elektrode 10 in das Schlackebad eintaucht (in Fig, 1 nicht dargestellt) und ihr oberer Bund 11 auf der Kontaktvorrichtung 7 aufsitzt.
Im oberen Teil der Kokille 1 ist weiter eine zweiteilige Eontaktvorrichtung 12 zur Stromzufuhr befestigt, die über Zuleitungen 13 mit einer Schiene 14 verbunden ist, die ebenfalls an die Stromquelle angeschlossen ist. Die Elektrode 10 kann gleiche oder größere Konizität als die Kokil-Ie aufweisen. .
Jür einen stabilen Ablauf des tTmschmelzvorganges muß dem Schlackebad-je nach dem Abschmelzen der Elektrode 10 harte zerkleinerte Schlacke zugeführt werden. Diese wird dem Raum zwischen Elektrode 10 und Kokille 1 aus einem Behälter über eine Rinne 16 durch eine Einfülltür (aus der Zeichnung ■ nicht ersichtlich) im Bund 11 der Elektrode zugesetzt.
Zum Ausheben des erschmolzenen Gußblockes (nicht dargestellt) aus der Kokille ist diese aus zwei in vertikaler Ebene trenn-
■te - -
baren Teilen 1a und Ib ausgeführtf an jedem dieser Teile ist ein H&lbring der Kontaktvorrichtung 7 befestigt. Das Auseinandernehmen der Teile 1a und 1b der Kokille Λ beim
Ausheben des Gußblockes wird mit Hilfe einer Vorrichtung
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vorgenommen, die in einer Ebene senkrecht zur Achse der Kokille 1 schwenkbare Hebel 18 aufweist, welche mit den Teilen 1a und 1b dieser Kokille verbunden sind. Die geöffnete Kokille 1 ist in Fig. 2 gestrichelt dargestellt.
Die Besonderheit dieser Anlage besteht also einmal daian. daß die Elektrode 10 und die Kokille 1 kegel stumpf föicmig sich nach oben ausweitend mit gleichen oder annähernd gleichen Konuswinkeln ausgeführt sind und andererseits auch darin, daß die Elektrode 10 in Bezug auf die Kokille 1 nicht verschiebbar befestigt ist.
Nachstehend wird die Arbeitsweise dieser Anlage und des Verfahrens zur Herstellung von Gußblöcken in dieser Anlage für die Fälle beschrieben, daß die Konizität der Elektrode 10 und der Kokille 1 gleich ist und daß die Konizität der Elektrode 10 die der Kokille 1 überschreitet.
Durch das Einschalten der Stromversorgung wird auf die Elektrode 10 und die Kokille 1 Spannung gegeben. In die Kokille 1 wird durch den Einfüll trichter 3 soiriel vorher geschmolzene Schlacke eingebracht, daß das untere Ende der Elektrode 10 in die Schlacke eintaucht. Dabei setzt der Schmelzvorgang der Elektrode 10 ein. Der Baum zwischen der Elektrode 10 und der Kokille 1 wird mit der harten Schlacke gefüllt. Insbesondere soll während des Schmelzens über dem
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Schlackebad eine Schicht harter Schlacke liegen, die allmählich je nach dem Herunterschmelzen der Elektrode 10 in das Bad gelangt. Dadurch wird ein besseres Raffinieren des Metalls "bewirkt. - '
Das Volumen des Schlackebades kann aufrechterhalten werden, indem periodisch flüssige Schlacke in den Spalt zwischen der Elektrode 10 und der Kokille 1 eingebracht wird. Dieser Baum kann auch im voraus mit flüssiger Schlacke gefüllt werden, die dann durch intensive Wärmeabfuhr durch die Wände der Kokille 1 und die Elektrode 10 erstarrt. Je-nach dem Abschmelzen der Elektrode 10 gelangt die erstarrte Schlacke ebenfalls in das. Schlackebad.
Aus der schematischen Darstellung der Fig. 3 und 4· werden die Verhältnisse zwischen der Länge des umgeschmolzenen Teiles der Elektrode, der Höhe des zu erschmelzenden Gußblockes und der Tiefe des Schlackebades während des Umschmelzens in • Abhängigkeit von der Konizität der Elektrode 10 und der Kokille 1 ersichtlich.
Bei Gleichheit der Konuswinkel «c und ß der Kokille 1 (Fig. 3) und der Elektrode 10 und bei vorgegebener Tiefe h des Schlackebades kann die Gleichheit der Fläche der Elektrode .10 an ihrem abzuschmelzenden Ende (die Spiegel AA und ΑΛΑ' des Schlackebades entsprechen dem Beginn und dem Ende des
bad Schmelzvorganges) und der Fläche des MetallVspiegels 19
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(Spiegel BB und B1B') des zu erschmelzenden Gußblockes 20 im Laufe des Schmelzens gewährleistet werden.
Unter diesen Bedingungen sind zwar während des Schmelzens unter Zugabe harter Schlacke in den Raum zwischen der Elektrode 10 und der Kokille 1 die Tiefen h und h' des Schlackebades gleich groß, das Verhältnis der Tiefe des Schlackebades zum Durchmesser der Kokille (an der Stelle der Anordnung des Schlackebades) vermindert sich-jedoch, wodurch die Entladungsstrecke ο zwischen der Elektrode 10 und dem Spiegel des Metallbades 19 am Ende des.Vorganges geringer als am Anfang des Vorganges wird und Bogenentladungen zwischen der Elektrode 10 und dem Metallbad 19 möglich werden.
Wenn die Konizität der Elektrode 10 gegenüber der Kokille 1 (Pig. 4-) derart vergrößert wird (ß1^ 0*-'), daß das Verhältnis der Tiefe des Schlackebades zum Durchmesser der Kokille während des gesamten Schmelzvorganges konstant bleibt, wird sowohl hl ^ h als auch d !> ö sein.
Da in diesen !Fällen das Volumen des Schlackebades ständig zunimmt, ist es zweckmäßig, die zugeführte Leistung durch eine Erhöhung der Spannung zu vergrößern.
Nach Beendigung des Schmelzvorganges wird der Abbrand entfernt und der Gußblock 20 aus der Kokille gehoben. Die erschmolzenen Gußblöcke werden vorteilhaft auf Schmiedehämmern
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. ■ — 13 - ■'. ■ . ■; ■' ■ . ■ '
und -pressen weiter verarbeitet.
Bei einer anderen Ausfuhrungsform (Fig. 5) weist die Anlage, eine prismatische oder zylindrische Kokille 21 auf, in der auf ähnliche Weise eine prismatische oder kegelstumpf förmige Elektrode 22 angeordnet ist, die mit ihrem
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Bund 23 auf eine ringförmige Eontaktvorrichtung zur Stromzufuhr abgestützt ist. Die Kontaktvorrichtung ist an der oberen Stirnfläche der Kokille 21 montiert und von dieser mit Hilfe einer -Zwischenlage 25 elektrisch isoliert«,
Die -Speisung der Anlage wird von einer (in der Zeichnung nicht dargestellten) Wechsel- oder Gleichstromquelle mittels Stromzuführungen 26 vorgenommen.
Die Kokille 21 kann einen Innenquerschnitt aufweisen, der sich nach unten, zur Erleichterung des Aushebens des Gußblockes nach unten etwas vergrößert.
Eine Bodenplatte 27 und ein Einfülltrichter 28 sind den beschriebenen ähnlich. Zum Ausheben des Gußblockes aus der Kokille 21' ist die Bodenplatte 2? in vertikaler Sichtung beweglich ausgeführt und auf eine (Tragplatte 29 aufgesetzt, die mit einer (nicht dargestellten) Senkvorrichtung verbunden ist.
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Eine wichtige Voraussetzung für die Arbeit dieser Anlage "besteht darin daß der Querschnitt der Elektrode 22 mindestens das O,9-£acae des entsprechenden inneren Querschnittes der Kokille 21 betragen muß.
Hur auf diese ¥eise "bleibt die Differenz zwischen den linearen Geschwindigkeiten des Abschmelzens der Elektrode und des Ansetzens des Gußblockes minimal, und die Tiefe des Schä\lckebades übersteigt am Ende des Schmelzvorganges nicht die technologisch zulässige Grenze.
Im Verlauf des Schmelzvorganges nimmt das Volumen des Schlackebades ebenfalls je nach dem Abschmelzen der Elektrode 22 zu, und es wird notwendig y die zuzuführende Leistung zu vergrößern. Die in dieser Anlage hergestellten Gußblöcke sind hauptsächlich zur weiteren Verarbeitung in Walzenstraßen bestimmt.
Es sind hier besonders einfache Ausführungsbeispiele der Erfindung mit nur einer abschmelzbaren Elektrode beschrieben.
Elektroden
Es können jedoch auch zwei oder dreiVgleichzeitig umgeschmol zen werden,, die in Reihe (bifilares Schema)in Stern- oder in Dreieck geschaltet sind. Dabei soll sich die Querschnitts summe der Elektroden dem inneren Querschnitt der Kokille nähern.
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Die Erfindung ist somit nicht auf die beschriebenen Ausführung sf ormen beschränkt, vielmehr können daran vom Fachmann Abwandlungen vorgenommen werden, ohne den Rahmen der Erfindung zu verlassen.
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Claims (1)

ZELiE -Τ IU YKEN.. öücv l· „r.ciiün 22 rucfcensfr. 6 23. Februar 1968 Gp/L/Hu P 19 924 Patentansprüche
1. Verfahren zur Herstellung von Metallgußblocken durch Elektroschlackeumschmelzen von mindestens einer abschmelzbaren Elektrode in einer gekühlten Kokille, dadurch gekennzeichnet, daß zum Umschmelzen eine in Bezug auf die Kokille fest angeordnete Elektrode verwendet und daß entsprechend dem Abschmelzen der Elektrode Schlacke in das Schlackebad eingebracht wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Eaum zwischen der Elektrode und der Kokille mit einer harten zerkleinerten Schlacke gefüllt wird, die von dort entsprechend dem Abschmelzen der Elektrode in das Schlakkebad gelangt.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß in den Eaum zwischen der Elektrode und der Kokille flüssige Schlacke eingegossen wird, die dort erstarrt und im Laufe des Umschmelzens entsprechend dem Abschmelzen der Elektrode in das Schlackebad gelangt.
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4. .Verfahren nach. Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß entsprechend dem Abschmelzen der Elektrode periodisch flüssige Schlacke durch den Spalt zwischen Elektrode und Kokille in das Schlackebad eingebracht wird.
5« Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 45 dadurch gekennzeichnet, daß die abschmelzbare Elektrode kegelstumpf förmig ausgebildet und mit ihrer größeren Grundfläche nach oben in eine kegelstumpfförmige Kokille eingesetzt wird. .. : .
6. Verfahren nach Anspruch 5? dadurch gekennzeichnet, daß die Elektrode mit einer Konizität ausgeführt wird, die gleich oder größer als die Konizität der Kokille ist,
7. Verfahren nach einem der Ansprüche Λ bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß prismatische oder zylindrische Elektroden mit einem Q,uerschniti7 verwendet werden, der mindestens das Öv9-fahhe des entsprechenden inneren Querschnittes, der Kokille beträgt.
8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7» dadurch gekennzeichnet, daß Elektroden verwendet werden, die an ihrem oberen Teil einen Bund aufweisen, mit dem sie sich auf einer Kontaktvorrichtung zur Stromzufuhr der Kokille abstürzen»
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9. Anlage zur Durchführung des Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis 8, die eine Bodenplatte und eine gekühlte Kokille aufweist, in de,r die abschmelzbare Elektrode angeordnet ist, die ebenso wie die Kokille mit Hilfe einer Kontaktvorrichtung an eine Stromquelle angeschlossen ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Kontaktvorrichtung (7, 24-) zur Stromzufuhr an die Elektrode (10, 22) unmittelbar am oberen Teil der Kokille (1, 21) angebracht und gegen diese elektrisch isoliert ist.
10. Anlage nach Anspruch 9, zur Durchführung des Verfahrens nach den Ansprüchen 5 und 6, dadurch gekennzeichnet, daß die kegelstumpfförmige Kokille (1) mindestens aus zwei in vertikaler Ebene trennbaren Teilen (1a und 1b) besteht.
11. Anlage nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß eine Vorrichtung (17) zum Trennen der Teile (1a und 1b) der Kokille (1) für das Ausheben des Gußblockes vorgesehen ist.
BAD
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1.
Leerseite
DE19681608069 1967-02-25 1968-02-23 Verfahren zur Herstellung von Metall gußblocken durch Elektroschlackeumschmelzen und Anlage zur Durchfuhrung des Verfahrens Expired DE1608069C (de)

Applications Claiming Priority (9)

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SU1136880 1967-02-25
SU1136881 1967-02-25
SU1136880A SU256799A1 (ru) 1967-02-25 Способ электрошлакового переплава
SU1136881 1967-02-25
SU1150103 1967-04-20
SU1150103A SU265149A1 (ru) 1967-04-20 Способ электрошлакового переплава
SU1173639 1967-07-17
SU1173639 1967-07-17
DEJ0035772 1968-02-23

Publications (3)

Publication Number Publication Date
DE1608069A1 true DE1608069A1 (de) 1971-02-25
DE1608069B2 DE1608069B2 (de) 1973-01-25
DE1608069C DE1608069C (de) 1973-08-16

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Publication number Publication date
SE345481B (de) 1972-05-29
FR1579522A (de) 1969-08-29
BE711199A (de) 1968-08-23
US3746075A (en) 1973-07-17
AT297958B (de) 1972-04-25
GB1209197A (en) 1970-10-21
DE1608069B2 (de) 1973-01-25

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