DE1608069A1 - Verfahren zum Elektroschlackeumschmelzen fuer die Herstellung von Metallgussbloecken und Anlage zur Durchfuehrung des Verfahrens - Google Patents
Verfahren zum Elektroschlackeumschmelzen fuer die Herstellung von Metallgussbloecken und Anlage zur Durchfuehrung des VerfahrensInfo
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Description
Pesfentenwöffe -
. ZELLENTIN & LUYKEH
München 22
München 22
Zv/eibrüdiensic &
Institut elektrosvarki imeni 25« IPebruar 1968
EoO. Patona Gp/L/Hu
Kiew / UdSSR P 19 924-
Verfahren zum Elektroschlackeumschmelzen für die
Herstellung iron Metallgußblöcken und Anlage zur Durchführung des Verfahrens
Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Anlage zum
Blektroschlackeumschmelzen abschmelzbarer Elektroden und
kann insbesondere zur Herstellung yon Gußblöcken aus hitze"-beständigen
und hochfesten Wälzlager-, Werkzeug- und Baustählen und Legierungen verwendet werden.
Ein bekanntes Verfahren zum Elektroschlackeumschmelzen besteht
darin, daß in einer gekühlten Kokille ein flüssiges Schlackebad geschaffen wird, in das ein oder mehrere Metallrohlinge
mit ihrem unteren Ende eingetaucht werden, die als abschmelzbare Elektrode dienen, indem durch die Elektrode
und das Schlackebad elektrischer Strom geleitet wird. Beim
Fließen des elektrischen Stromes wird im Schlackebad die
Wärme frei, die für das Schmelzen des Metallrohlings erforderlich ist. Das vom Rohling abgeschmolzene Metall wird in
der Kokille wie ©in Gußstück geformt.
109809/0417
_ 2 —
In der Segel ist der Querschnitt der abschmelzbaren Elektrode
um ein Mehrfaches geringer als der Querschnitt der Öffnung der Kokille» Deshalb ist die Höhe des zu erschmelzenden
Gußblockes "bedeutend geringer als die Länge der umzuschmel/zenden
Elektrode. Zur Aufrechterhaltung des Schmelzvorganges der Elektrode ist es notwendig, die Kokille oder
die Elektrode zu verschieben, damit die Elektrode nicht aus dem Schlackebad austritt, was zu einer Unterbrechung des
Stromkreises führt»
In dem sowjetischen Urheberschein 195 ^82 sind z.B. Anlagen
beschrieben, die Yorrichtungen zum Verschieben der Elektrode oder der Kokille aufweisen. Diese Torrichtungen sind als
Wagen mit einem Elektrodenhalter oder einer Plattform, auf der die Kokille angeordnet ist, ausgebildet und bewegen sich
entlang von !Führung s säulen.
Gewöhnlich ist der Raumbedarf der Führungssäulen insbesondere in Anlagen zum Schmelzen von über 10 to schweren Gußblöcken
sehr erheblich, während die Vorrichtungen zum Verschieben der Elektrode oder der Kokille große Tragfähigkeit
aufweisen müssen. Deshalb sind diese Anlagen konstruktiv kompliziert und erfordern, große Stellflächen und Baumhohen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein verbessertes Verfahren und eine Anlage zur Herstellung von Metallguß-
BAD ORIQlNAL ^ -^. χ. r:'
1 098 09 /OA 1 7 ...3
■blöcken durch Elektroschlackeumschmelzen abschmelzbarer
Elektroden anzugeben, die kein gegenseitiges "Verschieben
der Kokille und der Elektrode zur Aufrechterhaltung des Schmelzvorganges an der abschmelzbaren Elektrode erfordern.
Diese Aufgabe wird bei einem Verfahren zur Herstellung von
MetalIgußblöcken durch Elektroschlackeumschmelzen von mindestens
einer abschmelzbaren Elektrode in einer gekühlten .Kokille, erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß zum Umschmelzen
eine in Bezug auf die Kokille fest angeordnete Elektrode verwendet und daß entsprechend dem Abschmelzen der Elektrode
Schlacke in das 'Schlackebad eingebracht wird.
Es ist vorteilhaft, harte zerkleinerte Schlacke zu verwenden
und damit den Eaum zwischen der Elektrode und der Kokille
so anzufüllen, daß während des Schmelzens über dem
Schlackebad eine Schicht harter Schlacke ist, die allmählich
je nach dem. Abschmelzen der Elektrode in das Schlackebad
gelangt.-
Hierdurch wird eine gleichmäßige Speisung des Schlackebades in der Kokille sowie ein Schutz des Bades gegen die
umgebende Atmosphäre gesichert; gleichzeitig dient die
Schicht aus harte!? Sehlacke über dem Bad als Adsorptionsmittel
für Gase, die sich beim Schmelzen des Metall entwickeln. - ' ;
109600/041 -1 . "**4
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Ein weiterer Vorteil des vorgeschlagenen Verfahrens besteht
darin, daß das Schlackebad entsprechend dem Schmelzen neuer Mengen harter Schlacke ständig regeneriert wird, was das
Raffinieren des Metalls verbessert. .
Der Eaum zwischen der Elektrode und der Kokille kann aber
auch vorzugsweise im voraus mit flüssiger Schlacke gefüllt werden, die dann erstarrt. Die erstarrte Schlacke gelangt je
nach dem Abschmelzen der Elektrode unter der 'Einwirkung des
eigenen Gewichtes in das Schlackebad.
Die flüssige Schlacke kann insbesondere periodisch je nach
dem Abschmelzen der-Elektrode dem Schlackebad zugesetzt werden,
indem sie von oben in den Spalt zwischen der Elektrode und der Kokille gegossen
In einer Reihe von Fällen ist es vorteilhaft die abschmelzbare
Elektrode ke gel stumpf fÖ rmig auszuführen uhL diese in
eine kegelstumpfförmige Kokille mit der größeren Grundfläche
nach oben einzusetzen. Dann ist bei gleicher Konizität der Elektrode und der Kokille ein derartiger Zustand erreich-.bar,
bei dem trotz Zusetzen von Schlacke die Tiefe des Schlackebades konstant bleibt, während das Volumen des
Schlackebades mit der Ausweitung der Kokille von unten nach oben zunehmen wird.
BAD OFtf©lNAL
109609/0417
Es ist noch' günstiger, wenn die Konizität der Elektrode
die Konizität des Innenraumes der Kokille etwas übersteigt,
damit die Hohe des erschmolzenen Gußblockes geringer als die
Länge des abgeschmolzenen Seiles der Elektrode bleibt und
damit die Tiefe des Schlackebades beim Steigen des Schlackebadspiegels
während des Erschmelzens. des Gußblockes zunimmt
und ein optimales Verhältnis zwischen der Tiefe des Schlackebades
und dem Durchmesser der"Kokille an der Stelle, an
der sich das Schlackebad jeweils befindet, gesichert wird,,
Der Vorteil der Verwendung kegelstumpfförmiger Elektroden
liegt darin, daß diese Elektroden durch Gießen des Metalls
in einer Roheisenkokille hergestellt werden können, während diese früher durch Schmieden, Walzen oder in Stranggußanlagen
hergestellt wurden. Die Praxis hat auch bewiesen, daß die konische Form der Kokille mit einer Ausweitung nach oben
eine■günstigere, von unten nach oben ausgerichtete Kristallisation
des Gußblockes bewirkt.
Zur Herstellung nichtkegelstumpfförmiger Gußblöcke werden
bevorzugt prismatische oder zylindrische Elektroden verwendet und diese in nichtkegelstumpfförmigen Kokillen oder in
Kokillen, die eine geringe Aueweitung nach unten aufweisen,
umgeschmolzen. Insbesondere muß in diesem Fall der Querschnitt
der Elektrode mindestens das 0,9-fache des entspre-
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10980 9
chenaen inneren Querschnittes der Kokille betragen. Das
ist deshalb nötig, damit die Tiefe des Schlackebades am
Ende des Schmelzvorganges die technologisch zulässige Grenze nicht überschreitet.
Bei Verwendung kegel stumpf förmiger prismatischer und zylindrischer
Elektroden weisen diese vorteilhaft an ihrem oberen Teil einen Bund auf, damit auf Elektrodenhalter verzichtet
werden kann und die Elektrode, sich in der Kokille mit ihrem Bund unmittelbar auf eine Kontaktvorrichtung zur
Stromzufuhr stützen kann. Diese Kontaktvorrichtung ist in einer bevorzugten Anlage zur Durchführung des erfindungsgemäßen
Verfahrens im oberen Teil der Kokille angeordnet und von dieser elektrisch isoliert.
Zur Herstellung von kegel stumpf förmigen Gußblöcken ist die
Kokille vorteilhaft aus mindestens zwei in vertikaler Ebene trennbaren !Geilen ausgeführt, die mit einer Vorrichtung verbunden
sein können, die zum Auseinanderführen dieser Teile in entgegengesetzten Eichtungen beim Ausheben des Gußblokkes
dient.
Ein wesentlicher Vorteil des Gegenstandes der Erfindung besteht
vor allem in einer Vereinfachung und Verbilligung der
Anlagen zum Elektroschlackeumschmelzen sowie auch in einer Vereinfachung des Betriebes dieser Anlagen.
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109809/04 1 7 *··7·
Einen weiteren Vorteil "bilden die günstigen elektronischen
Daten der Anlagen, die dadurch erreicht werden, daß die Stromzuführungen von der Spannungsquelle zur Anlage
verhältnismäßig kurz und parallel zueinander in geringem
Abstand angeordnet sind. Das verkleinert den Wirk- und den
induktiven Widerstand des Stromkreises der Anlage.
Die Erfindung ermöglicht es. die Hohe der Anlagen und dementsprechend die Höhe der Betriebshallen, in denen diese
aufgestellt werden, wesentlich zu reduzieren* sowie auch
die in Anspruch genommene Aufstellfläche zu vermindern.
Die Erfindung wird nun anhand von Ausführungsbeispielen unter Bezugnahme auf die Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen:
]?ig, 1 eine schematische Darstellung einer erfindungsgemäßen
Anlage mit einer kegelstumpfförmigen Kokille zur
Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens zur Herstellung von Metallgußstücken;
Eig.. 2 die Anlage nach Fig. 1 ohne abschmelzbare Elektro-r
den in Draufsicht;
EIg. 3 . eine schematische Darstellung der gegenseitigen Anordnung
der abschmelzbaren Elektrode und der Kokille, bei der die Elektrode Und die Kokille die gleiche
Konizität aufweisen;
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Fig. 4- eine schematische Darstellung der gegenseitigen
Anordnung der abschmelzbaren Elektrode und der Ko-"
kille, bei der die Konizität der Elektrode die der Kokille übersteigt;
Fig. 5 eine schematische Darstellung einer zweiten erfindungsgemäßen
Anlage mit einer kegelstumpfförmigen
Kokille, die zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens zur Herstellung von Metallgußblöcken verwendet
wird.
Die in Fig. 1 und 2 dargestellte Anlage weist eine kühlbare
kegelstumpfförmige, sich nach oben ausweitende Kokille 1 auf,
. die auf einer Bodenplatte 2 mit einem Einfülltrichter 3 montiert
ist. Der Einfülltrichter 3 ist über einen Kanal 4- in
der Bodenplatte 2 mit dem Innenraum 5 der Kokille 1 verbunden
und dient zum Eingießen der flüssigen Schlacke in diese Kokille. An der oberen Stirnfläche der Kokille 1 ist eine
7
Kontaktvorrichtung zur Stromzufuhr befestigt, die mit Hilfe einer dielektrischen Zwischenlage 6 von der Kokille isoliert ist und zwei Teile in Form von Halb ringen aufweist. tJber Zuleitungen 8 ist die Kontaktvorrichtung 7 mit einer Schiene 9 verbunden, die an eine Wechsel- oder Gleichstromquelle angeschlossen ist (in der Zeichnung nicht dargestellt).
Kontaktvorrichtung zur Stromzufuhr befestigt, die mit Hilfe einer dielektrischen Zwischenlage 6 von der Kokille isoliert ist und zwei Teile in Form von Halb ringen aufweist. tJber Zuleitungen 8 ist die Kontaktvorrichtung 7 mit einer Schiene 9 verbunden, die an eine Wechsel- oder Gleichstromquelle angeschlossen ist (in der Zeichnung nicht dargestellt).
Eine abschmelzbare kegelstumpfförmige Elektrode 10 (die als
ein in einer Roheisenkokille gegossener Gußblock verwendet
1098Q9/Ö417 ---9
■ - 9 -
werden, kann), die ihrer Größe nach, dem Innenraum der Eokille
1 nahezu gleich, ist, wird so in. die Kokille eingebracfat,
daß das untere Ende dieser Elektrode 10 in das Schlackebad eintaucht (in Fig, 1 nicht dargestellt) und
ihr oberer Bund 11 auf der Kontaktvorrichtung 7 aufsitzt.
Im oberen Teil der Kokille 1 ist weiter eine zweiteilige
Eontaktvorrichtung 12 zur Stromzufuhr befestigt, die über Zuleitungen 13 mit einer Schiene 14 verbunden ist, die
ebenfalls an die Stromquelle angeschlossen ist. Die Elektrode 10 kann gleiche oder größere Konizität als die Kokil-Ie
aufweisen. .
Jür einen stabilen Ablauf des tTmschmelzvorganges muß dem
Schlackebad-je nach dem Abschmelzen der Elektrode 10 harte
zerkleinerte Schlacke zugeführt werden. Diese wird dem Raum
zwischen Elektrode 10 und Kokille 1 aus einem Behälter
über eine Rinne 16 durch eine Einfülltür (aus der Zeichnung
■ nicht ersichtlich) im Bund 11 der Elektrode zugesetzt.
Zum Ausheben des erschmolzenen Gußblockes (nicht dargestellt)
aus der Kokille ist diese aus zwei in vertikaler Ebene trenn-
■te - -
baren Teilen 1a und Ib ausgeführtf an jedem dieser Teile
ist ein H&lbring der Kontaktvorrichtung 7 befestigt. Das
Auseinandernehmen der Teile 1a und 1b der Kokille Λ beim
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vorgenommen, die in einer Ebene senkrecht zur Achse der
Kokille 1 schwenkbare Hebel 18 aufweist, welche mit den Teilen 1a und 1b dieser Kokille verbunden sind. Die geöffnete
Kokille 1 ist in Fig. 2 gestrichelt dargestellt.
Die Besonderheit dieser Anlage besteht also einmal daian.
daß die Elektrode 10 und die Kokille 1 kegel stumpf föicmig sich nach oben ausweitend mit gleichen oder annähernd gleichen
Konuswinkeln ausgeführt sind und andererseits auch darin, daß die Elektrode 10 in Bezug auf die Kokille 1 nicht
verschiebbar befestigt ist.
Nachstehend wird die Arbeitsweise dieser Anlage und des
Verfahrens zur Herstellung von Gußblöcken in dieser Anlage
für die Fälle beschrieben, daß die Konizität der Elektrode
10 und der Kokille 1 gleich ist und daß die Konizität der
Elektrode 10 die der Kokille 1 überschreitet.
Durch das Einschalten der Stromversorgung wird auf die Elektrode
10 und die Kokille 1 Spannung gegeben. In die Kokille 1 wird durch den Einfüll trichter 3 soiriel vorher geschmolzene
Schlacke eingebracht, daß das untere Ende der Elektrode 10 in die Schlacke eintaucht. Dabei setzt der Schmelzvorgang
der Elektrode 10 ein. Der Baum zwischen der Elektrode
10 und der Kokille 1 wird mit der harten Schlacke gefüllt. Insbesondere soll während des Schmelzens über dem
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Schlackebad eine Schicht harter Schlacke liegen, die allmählich
je nach dem Herunterschmelzen der Elektrode 10 in
das Bad gelangt. Dadurch wird ein besseres Raffinieren des
Metalls "bewirkt. - '
Das Volumen des Schlackebades kann aufrechterhalten werden,
indem periodisch flüssige Schlacke in den Spalt zwischen
der Elektrode 10 und der Kokille 1 eingebracht wird. Dieser Baum kann auch im voraus mit flüssiger Schlacke gefüllt werden,
die dann durch intensive Wärmeabfuhr durch die Wände
der Kokille 1 und die Elektrode 10 erstarrt. Je-nach dem
Abschmelzen der Elektrode 10 gelangt die erstarrte Schlacke
ebenfalls in das. Schlackebad.
Aus der schematischen Darstellung der Fig. 3 und 4· werden
die Verhältnisse zwischen der Länge des umgeschmolzenen Teiles
der Elektrode, der Höhe des zu erschmelzenden Gußblockes
und der Tiefe des Schlackebades während des Umschmelzens in
• Abhängigkeit von der Konizität der Elektrode 10 und der Kokille
1 ersichtlich.
Bei Gleichheit der Konuswinkel «c und ß der Kokille 1 (Fig. 3)
und der Elektrode 10 und bei vorgegebener Tiefe h des
Schlackebades kann die Gleichheit der Fläche der Elektrode
.10 an ihrem abzuschmelzenden Ende (die Spiegel AA und ΑΛΑ'
des Schlackebades entsprechen dem Beginn und dem Ende des
bad Schmelzvorganges) und der Fläche des MetallVspiegels 19
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(Spiegel BB und B1B') des zu erschmelzenden Gußblockes 20
im Laufe des Schmelzens gewährleistet werden.
Unter diesen Bedingungen sind zwar während des Schmelzens
unter Zugabe harter Schlacke in den Raum zwischen der Elektrode 10 und der Kokille 1 die Tiefen h und h' des Schlackebades
gleich groß, das Verhältnis der Tiefe des Schlackebades
zum Durchmesser der Kokille (an der Stelle der Anordnung des Schlackebades) vermindert sich-jedoch, wodurch die
Entladungsstrecke ο zwischen der Elektrode 10 und dem Spiegel
des Metallbades 19 am Ende des.Vorganges geringer als
am Anfang des Vorganges wird und Bogenentladungen zwischen der Elektrode 10 und dem Metallbad 19 möglich werden.
Wenn die Konizität der Elektrode 10 gegenüber der Kokille 1
(Pig. 4-) derart vergrößert wird (ß1^ 0*-'), daß das Verhältnis
der Tiefe des Schlackebades zum Durchmesser der Kokille während des gesamten Schmelzvorganges konstant bleibt, wird
sowohl hl ^ h als auch d !>
ö sein.
Da in diesen !Fällen das Volumen des Schlackebades ständig
zunimmt, ist es zweckmäßig, die zugeführte Leistung durch eine Erhöhung der Spannung zu vergrößern.
Nach Beendigung des Schmelzvorganges wird der Abbrand entfernt
und der Gußblock 20 aus der Kokille gehoben. Die erschmolzenen Gußblöcke werden vorteilhaft auf Schmiedehämmern
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. ■ — 13 - ■'. ■ . ■; ■' ■ . ■ '
und -pressen weiter verarbeitet.
Bei einer anderen Ausfuhrungsform (Fig. 5) weist die Anlage,
eine prismatische oder zylindrische Kokille 21 auf, in der auf ähnliche Weise eine prismatische oder kegelstumpf förmige Elektrode 22 angeordnet ist, die mit ihrem
24
Bund 23 auf eine ringförmige Eontaktvorrichtung zur Stromzufuhr
abgestützt ist. Die Kontaktvorrichtung ist an der
oberen Stirnfläche der Kokille 21 montiert und von dieser mit Hilfe einer -Zwischenlage 25 elektrisch isoliert«,
Die -Speisung der Anlage wird von einer (in der Zeichnung nicht dargestellten) Wechsel- oder Gleichstromquelle mittels
Stromzuführungen 26 vorgenommen.
Die Kokille 21 kann einen Innenquerschnitt aufweisen, der sich nach unten, zur Erleichterung des Aushebens des Gußblockes
nach unten etwas vergrößert.
Eine Bodenplatte 27 und ein Einfülltrichter 28 sind den beschriebenen
ähnlich. Zum Ausheben des Gußblockes aus der
Kokille 21' ist die Bodenplatte 2? in vertikaler Sichtung
beweglich ausgeführt und auf eine (Tragplatte 29 aufgesetzt,
die mit einer (nicht dargestellten) Senkvorrichtung verbunden
ist.
Ό417
Eine wichtige Voraussetzung für die Arbeit dieser Anlage
"besteht darin daß der Querschnitt der Elektrode 22 mindestens das O,9-£acae des entsprechenden inneren Querschnittes
der Kokille 21 betragen muß.
Hur auf diese ¥eise "bleibt die Differenz zwischen den linearen
Geschwindigkeiten des Abschmelzens der Elektrode und des Ansetzens des Gußblockes minimal, und die Tiefe des
Schä\lckebades übersteigt am Ende des Schmelzvorganges nicht
die technologisch zulässige Grenze.
Im Verlauf des Schmelzvorganges nimmt das Volumen des
Schlackebades ebenfalls je nach dem Abschmelzen der Elektrode
22 zu, und es wird notwendig y die zuzuführende Leistung
zu vergrößern. Die in dieser Anlage hergestellten Gußblöcke sind hauptsächlich zur weiteren Verarbeitung in Walzenstraßen
bestimmt.
Es sind hier besonders einfache Ausführungsbeispiele der Erfindung
mit nur einer abschmelzbaren Elektrode beschrieben.
Elektroden
Es können jedoch auch zwei oder dreiVgleichzeitig umgeschmol
zen werden,, die in Reihe (bifilares Schema)in Stern- oder
in Dreieck geschaltet sind. Dabei soll sich die Querschnitts summe der Elektroden dem inneren Querschnitt der Kokille
nähern.
109809/0417 ,,
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Die Erfindung ist somit nicht auf die beschriebenen Ausführung
sf ormen beschränkt, vielmehr können daran vom Fachmann Abwandlungen vorgenommen werden, ohne den Rahmen der
Erfindung zu verlassen.
1Ö98Ö9/0A17 .
Claims (1)
1. Verfahren zur Herstellung von Metallgußblocken durch
Elektroschlackeumschmelzen von mindestens einer abschmelzbaren Elektrode in einer gekühlten Kokille,
dadurch gekennzeichnet, daß zum
Umschmelzen eine in Bezug auf die Kokille fest angeordnete Elektrode verwendet und daß entsprechend dem Abschmelzen
der Elektrode Schlacke in das Schlackebad eingebracht wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Eaum zwischen der Elektrode und der Kokille mit einer
harten zerkleinerten Schlacke gefüllt wird, die von dort entsprechend dem Abschmelzen der Elektrode in das Schlakkebad
gelangt.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß in den Eaum zwischen der Elektrode und der Kokille flüssige
Schlacke eingegossen wird, die dort erstarrt und im Laufe des Umschmelzens entsprechend dem Abschmelzen der
Elektrode in das Schlackebad gelangt.
1 0 Ö 8 0 9 / 0 4 1 7
4. .Verfahren nach. Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß entsprechend dem Abschmelzen der Elektrode periodisch flüssige Schlacke durch den Spalt zwischen Elektrode
und Kokille in das Schlackebad eingebracht wird.
5« Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 45 dadurch
gekennzeichnet, daß die abschmelzbare Elektrode kegelstumpf
förmig ausgebildet und mit ihrer größeren Grundfläche nach oben in eine kegelstumpfförmige Kokille
eingesetzt wird. .. : .
6. Verfahren nach Anspruch 5? dadurch gekennzeichnet, daß
die Elektrode mit einer Konizität ausgeführt wird, die
gleich oder größer als die Konizität der Kokille ist,
7. Verfahren nach einem der Ansprüche Λ bis 4, dadurch gekennzeichnet,
daß prismatische oder zylindrische Elektroden mit einem Q,uerschniti7 verwendet werden, der mindestens das Öv9-fahhe des entsprechenden inneren Querschnittes,
der Kokille beträgt.
8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7» dadurch gekennzeichnet,
daß Elektroden verwendet werden, die an ihrem oberen Teil einen Bund aufweisen, mit dem sie sich
auf einer Kontaktvorrichtung zur Stromzufuhr der Kokille
abstürzen»
9803/041 7 ...3
1608059
-χ -
9. Anlage zur Durchführung des Verfahrens nach einem der
Ansprüche 1 bis 8, die eine Bodenplatte und eine gekühlte Kokille aufweist, in de,r die abschmelzbare Elektrode
angeordnet ist, die ebenso wie die Kokille mit Hilfe einer Kontaktvorrichtung an eine Stromquelle angeschlossen
ist, dadurch gekennzeichnet,
daß die Kontaktvorrichtung (7, 24-) zur Stromzufuhr an die Elektrode (10, 22) unmittelbar am oberen
Teil der Kokille (1, 21) angebracht und gegen diese elektrisch isoliert ist.
10. Anlage nach Anspruch 9, zur Durchführung des Verfahrens nach den Ansprüchen 5 und 6, dadurch gekennzeichnet,
daß die kegelstumpfförmige Kokille (1) mindestens aus
zwei in vertikaler Ebene trennbaren Teilen (1a und 1b) besteht.
11. Anlage nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß eine Vorrichtung (17) zum Trennen der Teile (1a und 1b)
der Kokille (1) für das Ausheben des Gußblockes vorgesehen ist.
BAD
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1.
Leerseite
Applications Claiming Priority (9)
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| SU1136881 | 1967-02-25 | ||
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| SU1150103A SU265149A1 (ru) | 1967-04-20 | Способ электрошлакового переплава | |
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| SU1173639 | 1967-07-17 | ||
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Publications (3)
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