DE1607608C3 - Schlägermühle - Google Patents
SchlägermühleInfo
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B02—CRUSHING, PULVERISING, OR DISINTEGRATING; PREPARATORY TREATMENT OF GRAIN FOR MILLING
- B02C—CRUSHING, PULVERISING, OR DISINTEGRATING IN GENERAL; MILLING GRAIN
- B02C13/00—Disintegrating by mills having rotary beater elements ; Hammer mills
- B02C13/02—Disintegrating by mills having rotary beater elements ; Hammer mills with horizontal rotor shaft
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- B02C—CRUSHING, PULVERISING, OR DISINTEGRATING IN GENERAL; MILLING GRAIN
- B02C13/00—Disintegrating by mills having rotary beater elements ; Hammer mills
- B02C13/26—Details
- B02C13/282—Shape or inner surface of mill-housings
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- B02C13/00—Disintegrating by mills having rotary beater elements ; Hammer mills
- B02C13/26—Details
- B02C13/286—Feeding or discharge
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- Engineering & Computer Science (AREA)
- Food Science & Technology (AREA)
- Crushing And Pulverization Processes (AREA)
Description
Die Erfindung betrifft eine Schlägermühle zum Zerkleinern inhomogener Stoffe, insbesondere Müll,
bestehend aus einem Hammermühlenrotor, der in einem nach unten durch einen im Querschnitt halbkreisförmigen
Siebkorb begrenzten Gehäuse gelagert ist, das im Oberteil geneigt einander zugeordnet einen Einfüll- und
einen Wirbelschacht aufweist, wobei die Achse des Wirbelschachtes etwa in Richtung der Tangente des
Rotorkörpers verläuft, die etwa von der Mitte des oberen Aufstiegsquadranten des Rotorkörpers ausgeht
und sich mit der Achse des Aufgabeschachtes außerhal des größten Schlägerkreisumfanges schneidet.
Schlägermühlen der genannten Art sind bekannt, di im weitesten Sinne für inhomogene Stoffe, beispielswei
■3 se Steinkohle, Haus- und Industriemüll, Futtermittel oc
dgl. verwendet werden (US-Patentschriften 12 35 86; und 14 20 354). .
Eine andere bekannte Mühle (deutsche Patentschrif 11 64 214a) besteht aus einem Hammermühlenrotor, de:
ίο in einem weitgehend geschlossenen Gehäuse unterge
bracht ist, auf dem in Distanz voneinander über dei oberen Auf- und Abstiegsquadranten der Schläger eir
senkrechter Einfüll- und ein ebenfalls senkrechte; Wirbelschacht angeordnet ist. Insbesondere für dk
Zerkleinerung von Müll ist diese Vorrichtung nich geeignet, wenn vermieden werden soll, daß die
unzerkleinerbaren Müllbestandteile, wie beispielsweise Konservendosen od. dgl., nicht das im Unterteil des
Mühlengehäuses angeordnete Sieb bzw. den Rost belasten sollen. Gleiches gilt für eine Schlagmühle
(deutsche Patentschrift 4 88 715), bei der die Anschlußstutzen für den Blaswind und das Mahlgut oder für beide
gemeinsam an dem äußeren Mühlenumfang in der Drehebene der Schläger angeordnet sind, wobei die
Einführung der Ströme in einer zum Drehsinn der Schläger entgegengesetzten Richtung erfolgt, zumal bei
dieser Mühlenausbildung eine Trennung der inhomogenen Mahlgutbestandteile nicht möglich ist.
Eine weitere bekannte Hammermühle (US-Patentschrift 20 45 688) besteht ebenfalls aus einem Hammermühlenrotor,
der in einem teilweise nach oben erweiterten Gehäuse zur Ausbildung einer Prallkammer
im Unterteil des dort siebförmig ausgebildeten Gehäuses untergebracht ist, wobei sich an die Prallkammer
nach oben der Einfüllschacht und zur Seite, der Prallkammer gegenüberliegend, ein Fremdkörperauffangraum
anschließt. Nichtmahlbare Teile des aufgegebenen Mahlgutes werden vom Rotor in die Prallkammer
geschleudert und gelangen von dort unter Kreuzung des Mahlguteinfüllweges in die Fremdkörperaustragskammer.
Es liegt auf der Hand, daß sich bei dieser Mühlenbauart die Wege des Einfüllgutes und die der
zum Fremdkörperaustragsraum fliegenden Teile ständig kreuzen, wodurch einerseits in die Fremdkörperkammer
gehörende Teile wieder mitgerissen werden und andererseits ohne weiteres mahlbare Anteile des
zugeführten Mahlgutes von den nicht mahlbaren Teilen mitgerissen in die Fremdkörperkammer gelangen.
Eine ähnliche nachteilige Situation ergibt sich bei einer anderen bekannten Hammermühle (deutsche
Patentschrift 1151717), die aus einem waagrecht
gelagerten Hammerrotor besteht, bei dem das Mahlgut durch einen Aufgabeschacht von oben zugeführt wird
und der auf seiner Unterseite von einem Siebrost umgeben ist, wobei am Mühlengehäuse eine Fremdkörperkammer
mit Entleerungsklappe zur Aufnahme unzerkleinerbarer Gegenstände vorgesehen ist. Die
Fremdkörperkammer ist dabei seitlich eines das Mühlengehäuse nach oben verlängernden Wirbel-Schachtes
angeordnet und mit diesem mittels einer gemeinsamen Haube verbunden. Auf Grund dieser
Ausbildung erfolgt die Aufgabe des Mahlgutes regellos oberhalb des Schlagkreises des Hammerrotors. In den
Wirbelschacht von den Schlägern hineingeschleuderte Fremdkörper fallen, sofern sie nicht sofort ausgetragen
werden, in den Bereich der Schläger zurück. Damit gelagen auch unzerkleinerbare Mahlgutbestandteile in
den oberen Abstiegsquadranten des Rotors und werden
3 4
Hammerrotors. In den Wirbelschacht von den ausmündet, daß seine Achse die Achse des Aufgabe-Schlägern
hineingeschleuderte Fremdkörper fallen, Schachtes innerhalb des Aufgabequadranten des
sofern sie nicht sofort ausgetragen werden, in den Rotorkörpers schneidet.
Bereich der Schläger zurück. Damit gelangen auch Durch die erfindungsgemäße Anordnung der
unzerkleinerbare Mahlgutbestandteile in den oberen 5 Bodenrutschfläche des geneigten Aufgabeschachtes
Abstiegsquadranten des Rotors und werden zwang- in der genannten Höhe und die wiederum geneigte
läufig von den Schlägern über das Sieb gequetscht, Zuordnung des Wirbelschachtes zum Aufgabeschacht
wodurch unnötig hoher Verschleiß am Siebrost ein- wird erreicht, daß im wesentlichen keine Überschneitreten
kann. Da die Fremdkörperaustragskammer am dung der Wege des eingefüllten Mahlgutes und der
oberen Ende des Wirbelschachtes zu diesem parallel io tangential abgeschleuderten unzerkleinerbaren Teile
und unmittelbar seitlich benachbart angeordnet ist, stattfindet. Da die unzerkleinerbaren Teile im oberen
können die unzerkleinerbaren Teile nur nach einer Aufgabequadranten des Rotors an diesen heranseitlichen
Umlenkung, die ihrer eigentlichen Flug- geführt werden, ist ihnen auch die Möglichkeit gerichtung
nicht entspricht, in die Fremdkörper- nommen, in den Abstiegsquadranten zu gelangen, von
austragskammer gelangen. Dies hat zur Folge, daß 15 dem aus sie unvermeidbar zwischen die Hämmer des
die unregelmäßig über den ganzen Querschnitt des Rotors und den Siebkorb bzw. Siebrost gelangten.
Wirbelschachtes zurückfallenden unzerkleinerbaren Die in der obigen Kennzeichnung definierte Neigung
Teile wieder auf den Rotor gelangen, und zwar des Wirbelschachtes hat außerdem den Vorteil, daß
einerseits in den Bereich des Aufstiegsquadranten dieser Schacht etwa in Richtung der im Aufgabe-
und andererseits in den Bereich des Abstiegs- 20 quadranten angesetzten mittleren Tangente liegt, woquadranten
des Rotors. Die unzerkleinerbaren Teile durch hochgeschleuderte Teile mehr oder weniger
werden dabei unvermeidbar zwischen Rotor und geradlinig diesen Schacht passieren und ohne wesent-Siebkorb
eingezogen. Neben diesem Nachteil ist ein fiche Aufzehrung ihrer Flugenergie etwa durch
weiterer Nachteil dadurch gegeben, daß der Einfüll- mehrmaliges Anprallen direkt zur Austragsöffnung
schacht relativ hoch am Wirbelschacht ansetzt, wo- 25 gelangen können. Ferner hat aber diese Neigung des
durch die Gefahr besteht, daß auch ohne weiteres Wirbelschachtes noch den Vorteil, daß nicht zur
zerkleinerbare Teile der Mahlgutaufgabe von den Austragsöffnung gelangende unzerkleinerbare Teile
entgegenfliegenden unzerkleinerbaren Teilen nach nicht einfach ungeordnet in den gesamten oberen
oben mitgerissen werden und in die Fremdkörper- Wirkbereich des Rotors gelangen können, sondern
austragskammer gelangen. 3° lediglich wiederum in den Aufgabequadranten, von
Die beiden Mühlen nach den USA.-Patentschriften dem aus sie wiederum in den Wirbelschacht durch
1235 868 und 1420 354, wie sie einleitend genannt Schlagwirkung befördert werden,
sind und an die auch die vorliegende Erfindung Selbstverständlich ist dabei ein mehrmaliges Aufunmittelbar anknüpft, da auch diese beiden Mühlen prallen beispielsweise einer Konservendose oder zumindest teilweise die Nachteile der vorerwähnten 35 eines Blecheimers mit einer weitgehenden Defor-Mühlen aufweisen, haben insbesondere den Nachteil mation seiner ursprünglichen Form verbunden, so der Überschneidung der Wege des aufgegebenen daß dieser Gegenstand gewissermaßen immer flug-Mahlgutes und der nicht mahlbaren Teile. fähiger wird und dadurch schließlich zur Austrags-
sind und an die auch die vorliegende Erfindung Selbstverständlich ist dabei ein mehrmaliges Aufunmittelbar anknüpft, da auch diese beiden Mühlen prallen beispielsweise einer Konservendose oder zumindest teilweise die Nachteile der vorerwähnten 35 eines Blecheimers mit einer weitgehenden Defor-Mühlen aufweisen, haben insbesondere den Nachteil mation seiner ursprünglichen Form verbunden, so der Überschneidung der Wege des aufgegebenen daß dieser Gegenstand gewissermaßen immer flug-Mahlgutes und der nicht mahlbaren Teile. fähiger wird und dadurch schließlich zur Austrags-
Außerdem sind die räumlichen Verhältnisse in öffnung am Wirbelschacht gelangen kann,
diesen Mühlen, d. h. insbesondere im Bereich der 40 Ähnlich wie bei den beiden Mühlen (USA.-
Mündung des Sichtschachtes zu eng. Patentschriften 1 235 868 und 1 420 354), von denen
Der Erfindung liegt demgemäß die Aufgabe zu- die vorliegende Erfindung im wesentlichen ausgeht,
gründe, diese Nachteile zu beseitigen, d. h. eine weist der erfindungsgemäße Wirbelschacht an seinem
Schlägermühle, insbesondere für die Zerkleinerung oberen Ende eine Abknickung auf. Dieser Schacht
von Müll, zu schaffen, bei der zum Zwecke der Ver- 45 und diese Abknickung sind so ausgerichtet, daß sie
Schleißminderung eine Beaufschlagung des Siebes im wesentlichen die Wurfparabeln von durch den
bzw. Rostes mit unzerkleinerbaren Teilen mit Sicher- Rotor hochgeschleuderten Teilen einschließen. Unzerheit
vermieden wird, wobei die zerkleinerbaren und kleinerbare Teile, deren Wurfparabel steiler verläuft,
weniger flugfähigen Teile zumindest weitgehend prallen an einer in Flugrichtung liegenden Fläche ab
direkt im Wirkbereich des Rotors verbleiben, wäh- 50 und fliegen in einer Richtung weiter, die nicht mehr
rend unzerkleinerbare Teile, sofern sie nicht direkt in den Wirbelschacht zurückführt,
in die Austragskammer gelangen, nur in den oberen Um die Tendenz nicht direkt in die Austragsöff-Aufstiegsquadranten des Rotors zurückfallen sollen, nung gelangender unzerkleinerbarer Mahlgutteile, in um von dort wieder direkt in die Austragskammer den Aufgabequadranten des Rotorkörpers zurückgeschleudert zu werden. 55 zufallen, noch zu unterstützen, ist vorteilhaft die
in die Austragskammer gelangen, nur in den oberen Um die Tendenz nicht direkt in die Austragsöff-Aufstiegsquadranten des Rotors zurückfallen sollen, nung gelangender unzerkleinerbarer Mahlgutteile, in um von dort wieder direkt in die Austragskammer den Aufgabequadranten des Rotorkörpers zurückgeschleudert zu werden. 55 zufallen, noch zu unterstützen, ist vorteilhaft die
Diese Aufgabe ist mit einer Schlägermühle der ein- Wand des Wirbelschachtes, gegen die die Drehrichgangs
genannten Art gelöst, die nach der Erfindung tung des Rotors weist, derart ausgebildet, daß sie
dadurch gekennzeichnet ist, daß der Aufgaben- sprungschanzenartig in den Bereich oberhalb des
schacht unter etwa 45° seitlich in einer solchen Höhe Rotors und über den Abstiegsquadranten des Rotors
in das Mühlengehäuse mündet, daß seine Boden- 60 hineinragt, wobei natürlich die unmittelbar gegen den
schurre bei gedachter Verlängerung auf die waage- Rotor gerichtete Fläche als geschlossene Fläche ausrechte
Schnittlinie zwischen dem aufsteigenden Teil gebildet ist und aus dem Mahlraum weiter nach oben
des Rotorumfanges und der waagerechten Symmetrie- verlängert in die »Sprungschanze« übergehen kann,
ebene des Rotors trifft und der Wirbelschacht, der in Bei der erfindungsgemäßen Schlägermühle werden
an sich bekannter Weise einen freien Querschnitt hat, 65 also nicht zerkleinerbare Bestandteile daran gehindert,
welcher im wesentlichen dem freien Querschnitt des in den Bereich des Siebrostes einzudringen. Auch
Mühlengehäuses entspricht, unter einem solchen wenn derartige Mahlgutbestandteile aus dem Wirbel-Winkel
auf der gegenüberliegenden Gehäuseseite schacht zurückprallen bzw. zurückrutschen, bleibt
durch die besondere V-förmige Zuordnung des Wirbelschachtes und des Aufgabeschachtes und gegebenenfalls
durch die Anordnung der sprungschanzenartigen Rutsche die Stelle des erneuten Eintrittes
dieser unzerkleinerbaren Bestandteile in den Mahlbereich nicht dem Zufall überlassen, sondern
diese Teile gelangen zwangläufig immer wieder in den Bereich der Schläger innerhalb des Aufgabequadranten
und können von dort zwangläufig nur in den Wirbelschacht hinein geschleudert werden. Damit ist
einerseits eine größtmögliche Sicherheit zur Schonung des Siebrostes gewährleistet, und andererseits werden
Betriebsstörungen, die bei anderen bekannten Vorrichtungen durch Verklemmen unzerkleinerbarer
Teile in den Spalten des Siebrostes eintraten, vermieden. Es können sich durch die erfindungsgemäße
Ausbildung auch, wie erwähnt, keine ungünstigen Überschneidungen des Weges der Mahlgutaufgabe
und der abgeschleuderten Teile ergeben, da bereits vorteilhaft die Zufuhrstelle des Mahlgutes im Sinne
eines Sichteffektes ausgebildet ist. Vor allem müssen die abgeschleuderten unzerkleinerbaren Teile nicht
dem zufließenden Mahlgutstrom entgegenfliegen.
Darüber hinaus wird in Weiterbildung durch ein vorteilhaftes Hochziehen der Prallplatte bis in den
Wirbelschacht hinein ein Ausbeulen der in Drehrichtung des Rotors liegenden Gehäuse- bzw.
Schachtwand, wie sie bei bekannten Mühlen auftritt, mit Sicherheit verhindert, und es ist möglich, das Gehäuse
selbst und den Wirbelschacht relativ leicht auszuführen.
Die erfindungsgemäße Schlägermühle wird nachfolgend an Hand der zeichnerischen Darstellung eines
Ausführungsbeispieles näher erläutert.
In dieser Darstellung zeigt schematisch
F i g. 1 eine Seitenansicht der erfindungsgemäßen Schlägermühle,
In dieser Darstellung zeigt schematisch
F i g. 1 eine Seitenansicht der erfindungsgemäßen Schlägermühle,
F i g. 2 einen Längsschnitt durch die Schlägermühle gemäß F i g. 1 und
F i g. 3 einen Längsschnitt durch den oberen Teil des Wirbelschachtes.
Die Schlägermühle 1 ist mit einem horizontal gelagerten Rotorkörper 2 ausgestattet, der im unteren
Teil eines Gehäuses 3 von einem bogenförmigen Siebrost 4 umgeben ist. Der obere Gehäuseteil besteht
beispielsweise aus auf schwenkbaren Teilen 5 und 6, die V-förmig in bezug auf eine senkrechte Trennfuge
7 abgeschrägt sind. Das aufschwenkbare Gehäuseteil 6 ist mit einem Aufgabeschacht 8 mit
Bodenrutschfläche 8' ausgestattet, wobei der Aufgabeschacht entweder mit diesem aus einem Stück
gefertigt oder an diesem befestigt ist. Die Bodenrutschfläche 8' setzt dabei maximal in Höhe des
Endes des senkrecht stehend gedachten Rotordurchmessers am Teil 6 an. Die Schwenkbewegung der Gehäuseteile
5 und 6 erfolgt mittels Schraubspindeln 9, 9' um die Drehpunkte 10,10', wodurch der
Mühleninnenraum im Bedarfsfall zugänglich wird. Oberhalb des Mühlengehäuses ist ein in Drehrichtung
schräg nach oben die Gehäuseteile 5, 6 verlängernder und in geeigneter Weise abgestützter (nicht dargestellt)
Wirbelschacht 11 für die unzerkleinerbaren Mahlgutbestandteile vorgesehen. Durch die V-förmige
Abschrägung der aufschwenkbaren Gehäuseteile 5 und 6 zur senkrechten Trennfuge 7 hin kann
die Schwenkbewegung der beiden Gehäuseteile 5, 6 ausgeführt werden, ohne daß der am Stützrahmen
befestigte Wirbelschacht 11 abgehoben werden oder an der Schwenkung des einen oder anderen Teiles
teilnehmen muß.
In dem dem Gehäuseteil 5 benachbarten Bereich des Wirbelschachtes 11 kann eine sprungschanzenartige
Rutsche 12 für die unzerkleinerbaren Mahlgutteile vorgesehen sein, die nicht direkt aus der
öffnung 14 des Wirbelschachtes 11 herausfliegen. Diese Rutsche 12 hat die Aufgabe, die zurückgeschleuderten
oder zurückrutschenden nicht zerkleinerbaren Teile in ihrer Tendenz noch zu unterstützen,
in den Bereich des Mahlgutaufgabequadranten 15 zurückzufallen. Die hier gezeigte Form
der Rutsche 12 ist für die Erzielung dieses Effektes natürlich nicht zwingend, sondern letztlich abhängig
von der Dimensionierung der ganzen Mühle und den zu erwartenden Wurf- und Flugverhältnissen. Es
kann die Form der Rutsche 12 insbesondere konvex oder auch spitzwinklig ausgeführt sein. Wesentlich ist
hierbei, daß die zurückrutschenden Teile von dem höchsten Punkt der Rutsche 12 in den Bereich des
Mahlgutaufgabequadranten 15 gelangen. Vorteilhaft ist es, eine nach oben verlängerte Prallplatte 5' anzuordnen,
an die sich ein nach oben geneigtes Rutschenblech 12' anschließt. Diese Prallplatte 5'
kann mit vorspringenden Nasen 5" ausgestattet sein, die im oberen Bereich der Prallplatte mit Spitzen
nach unten, und mit weiteren Nasen 5'", die im unteren Bereich der Prallplatte im eigentlichen Einzugsraum
16 der Schläger mit nach oben gerichteten Spitzen ausgestattet sind, versehen sein.
Am oberen Ende ist der Wirbelschacht 11 mit einer abgeknickten Ablenkwand 13, die als Prallplatte
ausgebildet sein kann, versehen, die in ihrer Winkelstellung zum Wirbelschacht so ausgerichtet
ist, daß gegen sie prallende Mahlgutteile in die Austragsöffnung 14 gelangen.
Die als Prallplatte 13' ausgebildete Ablenkwand 13 kann (F i g. 3) in ihrer Winkelstellung zur Gehäusewand
verstellbar ausgeführt sein.
Durch eine derartige Verstellbarkeit ist eine Veränderung der lichten Weite des oberen Wirbelschachtes
möglich und damit eine zusätzliche Möglichkeit zur Klassierung der auszutragenden Mahlgutteile
gegeben. Eine derartige Ausbildung hat insbesondere Vorteile bei der Aufbereitung verschiedener
anderer Güter, z. B. von Holzabfällen. Holzabfälle, Abschnitte von Baumstümpfen u. dgl.
werden dabei so zerkleinert, daß sie als lange Späne durch den Siebrost 4 ausgetragen werden. Diese
Holzstücke sollen nicht mit einem Schlag zerkleinert, sondern hochgeworfen werden, um sie sich entsprechend
ihrer Faserrichtung zu den Schlägern orientieren und wieder in den Aufgabequadranten 15
gelangen zu lassen, wo sie weiter zerspant werden. Dabei verhindert die verstellbare Platte 13' ein
Herausfliegen unzerkleinerter großer Holzstücke aus der Auslaßöffnung 14, und es ist möglich, die Prallplatte
13' so einzustellen, daß nur ganz bestimmte Stücke, wie z. B. Äste, die sich an den Holzstücken
befinden, herausgeschleudert werden. Eingeschlossene Metallteile, wie Nägel, Schrauben, Bandeisen an
Trägern u. dgl., verlassen die Mühle hingegen durch die Austragsöffnung 14.
Um unzerkleinerbare Mahlgutbestandteile, falls falls dies gewünscht sein sollte, in Intervallen auszutragen,
kann die Austragsöffnung 14 mit einer Verschlußklappe 17 ausgestattet sein. Diese Klappe ist
vorteilhaft mit einem Hebelarm 18 versehen, an dem
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ein Gewicht 19 einstellbar angeordnet ist, so daß sich liehe Bewegungsenergie nicht mitgeteilt wird und sie
die Verschlußklappe 17 bei entsprechender Auflast unmittelbar durch den Siebrost 4 ausgetragen wervon
angesammelten unzerkleinerbaren Bestandteilen den können. Die unzerkleinerbaren Mahlgutbestandselbsttätig
öffnet. Falls dies nicht gewünscht ist, kann teile werden demgegenüber von den Schlägern des
die Betätigung der Verschlußklappe 17 durch einen 5 Rotorkörpers 2 erfaßt und im wesentlichen in tan-Schwenkhebel
20 vorgenommen werden. gentialer Richtung in den Wirbelschacht 11 geschleu-
Der Aufgabeschacht 8 und der Wirbelschacht 11 dert, den sie, je nach mitgeteilter Energie, direkt
sind so einander zugeordnet, daß sich ihre verlänger- durch die Auslaßöffnung 14 verlassen oder in dem
ten Mittelachsen in an sich bekannter Weise außer- sie über die Rutsche 12 bzw. 12' wieder nach unten
halb des Wirkbereiches der Schläger des Rotorkör- io rutschen und auf Grund des vorgegebenen Rückfall-
pers 2, aber innerhalb des Aufgabequadranten 15 winkeis wieder in den Bereich des Aufgabequadran-
schneiden. Die sich schneidenden, verlängerten ten 15 zurückfallen.
Mittelachsen bilden einen Winkel von vorzugsweise Je nach Beschaffenheit und Gestalt der nicht zer-
etwa 80°. Im Bedarfsfall kann jedoch auch eine kleinerbaren Teile werden diese hierbei, wie bereits
andere Winkelstellung der verlängerten Mittelachsen 15 erwähnt, stufenweise deformiert und immer wieder in
zueinander gewählt werden, wobei jedoch wesentlich den Austragssichtschacht geschleudert, bis sie diesen
ist, daß der Wirbelschacht 11 und der Aufgabe- schließlich ebenfalls durch die öffnung 14 verlassen
schacht 8 V-förmig zueinander stehen und daß der können.
Schnittpunkt der verlängerten Mittelachsen im Be- Zerkleinerbare Bestandteile, die nicht sofort durch
reich des Aufgabequadranten 15 liegt. 20 Schlag zertrümmert werden, werden zum größten Teil
Das in die Schlägermühle aufgegebene Mahlgut gegen die Prallplatte 5' geschleudert. Sofern sie in
bewegt sich über die Bodenrutschfläche 8' des Auf- den Wirbelschacht 11 gelangen, rutschen sie aus diegabeschachtes
8 und erreicht bei kontinuierlicher Zu- sem wieder in den Wirkbereich der Hammer des
führung eine Füllhöhe, die im Bereich der Einmün- Rotorkörpers 2 zurück und werden sicherlich bereits
dung des Aufgabeschachtes in das Mühlengehäuse 25 nach dem ersten Rückfall zerschlagen, nachdem sie
etwa bis zu der in F i g. 2 mit F bezeichneten Gera- bereits einmal angeschlagen wurden. Die Zerkleineden
reicht. Diese liegt etwa in der Mitte zwischen rungswirkung der Prallplatte 5' wird durch die
der Mittelachse des Aufgabeschachtes 8 und seiner Nasen 5" noch erhöht. Außerdem bewirkt die Stel-Bodenrutschfläche.
Das Mahlgut fällt von da aus lung dieser Nasen eine günstige Ablenkung des von nahezu senkrecht nach unten in Richtung des Sieb- 30 der Platte 5' herabfallenden zerkleinerten Materials,
rostes 4 und gelangt damit unmittelbar in den Be- so daß die Anordnung dieser Nasen zu einer zureich
der aufsteigenden Schläger des Rotorkörpers 2, sätzlichen Schonung des Siebrostes 4 führt. Die
der sich in bezug auf die in F i g. 2 gezeigte Schnitt- Flächen 5', die sich nach unten an die sprungdarstellung
im Gegenuhrzeigersinn dreht. Die zer- schanzenartige Rutsche 12 anschließen, kann selbstkleinerbaren
Mahlgutbestandteile werden sofort 35 verständlich eine für eine Prallwirkung günstige entdurch
Schlag zertrümmert, so daß ihnen eine wesent- sprechende Ausbildung erfahren.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (6)
1. Schlägermühle zum Zerkleinern inhomogener Stoffe, insbesondere Müll, bestehend aus einem
Hammermühlenrotor, der in einem nach unten durch einen im Querschnitt halbkreisförmigen Siebkorb
begrenzten Gehäuse gelagert ist, das im Oberteil geneigt einander zugeordnet einen Einfüll- und
einen Austragsschacht aufweist, wobei die Achse des Austragsschachtes etwa in Richtung der Tangente
des Rotors verläuft, die etwa von der Mitte des oberen Aufstiegsquadranten des Rotors ausgeht und
sich mit der Achse des Einfüllschachtes außerhalb des größten Schlägerkreisumfanges schneidet, d a durch
gekennzeichnet, daß der Aufgabeschacht (8) unter etwa 45° seitlich in einer solchen
Höhe in das Mühlengehäuse mündet, daß seine Bodenschurre (8') bei gedachter Verlängerung auf
die waagerechte Schnittlinie zwischen dem aufsteigenden Teil des Rotorumfanges und der waagerechten
Symmetrieebene des Rotors (2) trifft und der Wirbelschacht (11), der in an sich bekannter Weise
einen freien Querschnitt hat, welcher im wesentlichen dem freien Querschnitt des Mühlengehäuses
entspricht, unter einem solchen Winkel auf der gegenüberliegenden Gehäuseseite ausmündet, daß
seine Achse die Achse des Aufgabeschachtes (8) innerhalb des Aufgabequadranten (15) des Rotorkörpers
schneidet.
2. Mühle nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß am Ende des Wirbelschachtes eine gegen
die Austragsöffnung (14) geneigte Ablenkwand (13) angeordnet ist.
3. Mühle nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Wirbelschacht (11) in Form
einer derart geneigten sprungschanzenartigen Rutsche (12) ausgebildet ist, daß die verlängert gedachte
Rutschenebene im Aufgabequadranten (15) endet.
4. Mühle nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Innenraum des
Mühlengehäuses mit einer an sich bekannten Prallplatte (5') versehen ist, die sich im Bereich des
Wirbelschachtes (11) in einer geneigt angesetzten Rutsche (12') fortsetzt.
5. Mühle nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß im Bereich der
Ablenkwand (13) am oberen Teil des Wirbelschachtes (11) eine Prallplatte (13') schwenk- und
einstellbar angeordnet ist.
6. Mühle nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Austragsöffnung
(14) des Wirbelschachtes (11) mit einer schwenkbaren Verschlußklappe (17) versehen ist.
Priority Applications (3)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1607608A DE1607608C3 (de) | 1968-02-27 | 1968-02-27 | Schlägermühle |
| BE726597D BE726597A (de) | 1968-02-27 | 1969-01-08 | |
| NL696900637A NL142095B (nl) | 1968-02-27 | 1969-01-15 | Hamermolen. |
Applications Claiming Priority (3)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1607608 | 1968-02-27 | ||
| DE1607608A DE1607608C3 (de) | 1968-02-27 | 1968-02-27 | Schlägermühle |
| DE19681802819 DE1802819A1 (de) | 1968-10-12 | 1968-10-12 | Schlaegermuehle |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1607608A1 DE1607608A1 (de) | 1970-08-20 |
| DE1607608C3 true DE1607608C3 (de) | 1980-06-19 |
Family
ID=27669607
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1607608A Expired DE1607608C3 (de) | 1968-02-27 | 1968-02-27 | Schlägermühle |
Country Status (2)
| Country | Link |
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-
1968
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-
1969
- 1969-01-15 NL NL696900637A patent/NL142095B/xx unknown
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| NL142095B (nl) | 1974-05-15 |
| NL6900637A (de) | 1969-08-29 |
| DE1607608A1 (de) | 1970-08-20 |
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Legal Events
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|---|---|---|---|
| C3 | Grant after two publication steps (3rd publication) | ||
| 8339 | Ceased/non-payment of the annual fee |