DE1685552C3 - Vorrichtung zum Absaugen von Flugstoffen und Abfallfasern von einer Karde - Google Patents
Vorrichtung zum Absaugen von Flugstoffen und Abfallfasern von einer KardeInfo
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Description
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine
Vorrichtung zum Absaugen von Flugstoffen und Abfallfasern von einer Karde gemäß Oberbegriff des
Anspruchs 1.
Mit der Produktionserhöhung in der Textilindustrie im. immer höheren Produktionsgeschwindigkeiten und
mit einer dementsprechenden Verwendung konventioneller Karden bei immer höheren Geschwindigkeiten
stellt das Herausblasen oder das Herausstieben von Fusseln, Staub und Flugstoffen ein großes Problem dar,
da hierbei die Luft im Kardenraum mit Flusen und Flugstoffen sehr stark angereichert wurde und die
Maschinen einen Überzug von Fusseln, Staub, Flugsto?- fen und dgl. erhielten, so daß sich die Arbeitsbedingungen
im Raum stark verschlechterten. Ferner führen insbesondere die mit Flusen und Flugstoffen überladene
Luft und die damit bedeckten Maschinen zu einem Abfall der Produktion und zu einem Kardenband
minderer Qualität Im Hinblick auf dieses Problem wurden pneumatische Reinigungsvorrichtungen entwikkelt
Ein Bereich der Maschine, in dem ein Ausblasen von Fusseln, Staub und Flugstoffen in erheblichem Maße
auftritt, liegt in der Nähe der Einzugswalze und der Vorreißerwalze. Dieses Herausblasen kommt aufgrund
der hohen Geschwindigkeit der Oberflächenluftströmungen, welche durch die schnelle Rotation des
Vorreißers und der Trommel erzeugt und durch den Vorreißerdeckel und das Abfallsieb komprimiert werden,
zustande und aufgrund der Neigung der Fasern, bei und nahe dem Vorreißer vom Vlies gelöst und
abgetrennt zu werden, während das Vlies über den Vorsprung oder über die Überhöhung des Einzugstisches
gebogen und dem schnell rotierenden Vorreißer zugeführt wird. Weitere Fasern und Fremdstoffe
werden durch die komprimierten Oberflächenluftströmungen aus dem Vlies herausgelöst, während dieses
unter den Vorreißer bewegt wird und tragen erheblich zur Anreicherung der in der Atmosphäre aufgewirbelten
Fasern bei, da ein erheblicher Teil der Oberflächenluftströme unter der Vorreißerabdeckung heraus in die
die Einzugswalze und die übliche rückwärtige Messerplatte (knife plate) der Trommel umgebende Atmosphäre
eintritt.
Aus der GB-PS 7 62 403 ist eine Vorrichtung der eingangs genannten Art bekannt. Bei der bekannten
Vorrichtung ist die Kardentrommel im oberen Bereich an einem umlaufenden Deckel und im vorderen Bereich
von einer Messerplatte abgedeckt Die Vorreißerwalze, welcher eine Einzugswalze vorgelagert ist, ist mit einer
Abdeckeinrichtung versehen. Der Messerplatte gegenüberliegend sind Bleche angeordnet, die zusammen mit
seitlichen Wandungen einen Saugkasten bilden. In einer der seitlichen Wandungen sind Ansaugstutzen angeordnet,
um aus dem durch die verschiedenen Abdeckungen gebildeten Saugkasten die Flugstoffe und Abfallfasern
abzusaugen. Bei der bekannten Einrichtung umfaßt die Absaugeinrichtung einen Teil des umlaufenden Deckels,
die Einzugswalze und die Vorreißerwalze. Da das Absaugen nicht an gezielten Stellen erfolgt, sondern in
dem gesamten genannten Bereich, wird eine sehr hohe Absaugleistung notwendig. Ferner ist bei der bekannten
Vorrichtung der Bereich zwischen der Kardentrommel und der Vorreißerwalze geschlossen, was zur Folge hat,
daß die Fasern und Flusen, die beim Übergang des Vlieses vom Vorreißer zur Trommel freiwerden, nicht
ohne weiteres in die Absauganlage gelangen können.
In der DE-PS 15 10 314 wird weiterhin vorgeschlagen, einen Saugkasten vorzusehen, der eine Reihe von
Ansaugöffnungen aufweist, die auf die Messerplatte hin gerichtet sind. Durch diese Öffnungen gelangen die
abzusaugenden Partikel einmal von dem oberhalb der Öffnung angeordneten umlaufenden Deckel, und andererseits
durch eine Öffnung zwischen der Messerplatte und der Vorreißerabdeckung. Zwischen der Abdek-
kung des Vorreißers und dem Saugkasten ist ein Zwischenraum freigelassen, um zwischen der Einzugs-Y.'alze
und den Absaugöffnungen einen Absaugkanal zu schaffen. Bei der Vorrichtung gemäß diesem Vorschlag
ist es jedoch nicht möglich, einen ausi eichenden Luftstrom zum Ansaugen von Abfallstoffen aus dem
Bereich der Einzugswalze abzusaugen, wenn der Bereich zwischen der Vorreißerwalze und der Kardentrommel
zur Atmosphäre hin offen ist
Aus der US-PS 30 77 641 ist eine Absauganordnucg
bekannt, die eine mit Löchern versehene Walze aufweist, welche oberhalb der Vorreißerwalze angeordnet
ist Eine Abdeckung reicht über die Vorreißerwalze, die mit den Löchern versehene Absaugwalze und die
Kardentrommel, wobei eine tangential zur Kardentrommel
gerichtete Saugöffnung innerhalb der gelochten Walze angeordnet ist Bei dieser Vorrichtung
können z. B. Fasern, die an der Einzugswalze anfallen, nicht ohne weiteres in das Saugrohr gelangen.
In der FR-PS 14 21 552 ist ein Absaugkasten vorgesehen, mit dem Abfallfasern aus dem Bereich
unter einem die Vorreißerwalze abdeckenden Mantel absaugt Bei dieser Anordnung ist z. B. ein Absaugen der
von der Deckelkette abfallenden Fasern nicht möglich.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung der eingangs genannten Art anzugeben,
mit der gezielt sowohl die im Bereich der Einzugswalze anfallenden Fasern als auch die Abfallfasern erfaßt
werden können, die in dem freien Raum zwischen der Kardentrommel, dem Vorreißer und der oberhalb des
Vorreißers über eine Umlenkrolle geführten Deckelkef ■■
te anfallen.
Ausgehend von einer Vorrichtung der eingangs genannten Art wird diese Aufgabe erfindungsgemäß
durch die im kennzeichnenden Teil des Anspruchs 1 angegebenen Merkmale gelöst.
Die erfindungsgemäße Vorrichtung besitzt einmal im Bereich der Einzugswalze eine Ansaugöffnung, um die
dort anfallenden Fasern abzusaugen. Weiterhin ist auf der anderen Seite, d. h. gegenüber der Messerplatte eine
Ansaugöffnung vorgesehen. Mit dieser letztgenannten Ansaugöffnung werden die kurzen Fasern und Flusen
abgesaugt, die dem von dem Vorreißer zur Trommel sich bewegenden Vlies entstammen und in den offenen
Bereich zwischen Vorreißerwalze und Kardentrommel gelangen. Weiterhin gelangen von dem Decke! die von
diesem herabfallenden Fasern in diese Ansaugöffnung. Ein wesentlicher Vorteil der erfindungsgemäßen Vorrichtung
besteht darin, daß die Fusseln und kurzen Fasern, welche bislang entweder in die Atmosphäre
geblasen wurden oder zusammen mit relativ schweren Staubteilen, mit Schmutz und mit Fremdkörpern unter
den Vorreißer und durch den Abfallrost gelangten, jetzt mit Hilfe des Saugkastens gesondert aufgefangen
werden und separat gesammelt werden können. Das anfallende Nebenprodukt weist eine dementsprechend
hohe Qualität auf.
Gegenüber der aus der GB-PS 7 62 403 bekannten Anordnung zeichnet sich die erfindungsgemäße Vorrichtung
dadurch aus, daß der Bereich zwischen Vorreißerwalze und Kardentrommel zur Atmosphäre
hin offen ist. Hierdurch können die beim Übergang von der Vorreißerrolle auf die Kardentrommcl anfallenden
F:lusen direkt zur Absaugvorrichtung gelangen. Sowohl
diese Flusen als auch die von der Einzugswalze herrührenden Flusen und Fasern werden gezielt
abgesaugt. Gegenüber dem Vorschlag aus der DE-PS 15 10 314 zeichnet sich die Erfindung dadurch aus, daß
direkt im Bereich der Einzugwalze Ansaugöffnungen angeordnet sind, während der Saugkasten direkt auf der
Vorreißerabdeckeinrichtung montiert ist, wohingegen
bei der Vorrichtung gemäß der DE-PS 1510 314 ein Kanal zwischen Abdeckeinrichtung und dem Saugkasten
ausgebildet ist
Eine Weiterbildung der Vorrichtung ist in Anspruch 2 angegeben. Bei dieser Ausbildung des Saugkastens ist
eine äußerst einfache Montage möglich. Da die ίο Vorreißerabdeckungen an die entsprechende Vorreißerwalze
angepaßt sind und dementsprechend eine bekannte Wölbung aufweisen, eignet sich diese
Vorrichtung besonders gut als Zusatzeinrichtung für schon installierte Maschinen.
Die in Anspruch 3 angegebene konstruktive Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Vorrichtung zeichnet
sich durch einen besonders einfachen Aufbau aus, mit dem eine gute Saugwirkung erzielt wird.
Durch die Ausbildung der Vorrichtung gemäß Anspruch 4 wird ein gleichmäßiges Absaugen über die
gesamte Länge des Saugkastens gewährleistet
Durch die in Anspruch 5 angegebene Maßnahme wird die Saugwirkung im Bereich der Einzugswalze noch
verstärkt Besonders wirksam werden die von der Deckelkette herabfallenden Flusen und Fasern abgesaugt,
wenn die Vorrichtung gemäß den Merkmalen des Anspruchs 6 ausgestaltet wird. Durch die trichterförmige
Rinne fallen die einzelnen Fasern und Flusen direkt vor die Ansaugöffnung. Bei der in Anspruch 7
3» angegebenen Weiterbildung der erfindungsgemäßen
V( rriehtung wird gewährleistet, daß sowohl die im Bereich zwischen Vorreißerwalze und Kardentrommel
anfallenden Fasern als auch die von dem Deckel herabfallenden Fasern direkt zu der der Messerplatte
zugewandten Absaugöffnung gelangen.
Im folgenden wird ein Ausführungsbeispiel der Erfindung anhand der Zeichnung näher erläutert
F i g. 1 zeigt eine Seitenansicht einer Karde, auf der eine gesonderte, in sich geschlossene Absaugeinrich-
·»<> tung angeordnet ist, welche den neuen erfindungsgemäßen
Saugkasten umfaßt;
F i g. 2 zeigt in perspektivischer Darstellung den neuen erfindungsgemäßen Saugkasten, welcher über
der Vorreißerabdeckung einer üblichen Karde angeord-■»"
> net ist;
F i g. 3 zeigt in einem vergrößerten Teilschnitt entlang der Linie 3-3 in Fig.2, wie der Saugkasten in
seiner richtigen Arbeitsstellung über der Vorreißerabdeckung angeordnet ist;
in F i g. 4 ist eine perspektivische Ansicht des von der
Maschine getrennten Saugkastens von oben und einer Stirrseite gesehen;
F i g. 5 ist eine perspektivische Ansicht des Saugkastens ähnlich Fig.4, jedoch von unten und von der
>"' anderen Stirnseite gesehen.
Wie am deutlichsten aus den Fi g. 1 und 2 hervorgeht,
eignet sich die Erfindung insbesondere zur Verwendung in Kombination mit einer Karde 10, welche eine
Kardentrommel 11 und eine Vorreißerwalze 12 umfaßt. 1(1 Ein der Vorreißerwalze benachbarter Teil der
Trommelaußenfläche wird durch eine hintere Messerplatte 13 überdeckt, der obere Teil der Außenfläche der
Vorreißerwalze wird durch eine, erfindungsgemäß in einem geringen Abstand von der Messerplatte 13 (knife
plate) angeordnete Vorreißerhaube oder Abdeckung 14
überdeckt, so daß eine Öffnung oder ein Zwischenraum ^entsteht, welcher sich quer /.ur Maschine erstreckt. Ein
Wickel W des von der Karde zu verarbeitenden
Texnilmaterials wird der Vorreißerwalze 12 mit Hilfe
einer Einzugswalze 16 über einen Einzugtisch 15 zugeführt.
Das vordere, der Vorreißerwalze 12 benachbarte Ende des Einzugtisches 15 umfaßt ein aufrechtstehendes
Endteil oder eine Überhöhung 17, welche sich zwischen den A'.iftenPächen der Vorreißerwalze 12 und der
Eiruugswalze 16 erstreckt und über welche der Wickel
W kurz vor dem Aufgeben auf die Vorreißerwalze 12 geführt wird. Die Vorreißerwalze 12 und die Trommel
ro'ieren mit einer wesentlich größeren Geschwindigkeit als die Einzugswalze 16, so daß eine große Menge
kurzer Fasern aus dem Wickel W herausgelöst wird, wenn dieser dicht über den Vorsprung oder die
Überhöhung 17 am vorderen Ende des Einzugtisches 15 hinweg, der Vorreißerwalze 12 zugeführt wird. Der
Wickel Wunterliegt einer Reinigung, wobei Verunreinigungen,
wie Schmutz, Staub und Flugstoffe aus dem Vlies entfernt werden, während dieses sich über den
unteren Teil der Außenfläche der Vorreißerwalze 12 bewegt und vor dessen Aufgabe auf die schnell
rotierende Trommel 11 und die dieser zugeordnete Deckelkette 18.
Der Bereich unterhalb der Karde 10 ist im allgemeinen geschlossen, um zu verhindern, daß kurze
Fasern, Schmutz, Staub, Flugstoffe, Fusseln und andere Fremdkörper, welche während der Verarbeitung aus
dem Vlies entfernt werden, in die die Karde umgebende Atmosphäre gelangen und ein großer Teil der
entstehenden Fusseln, Flugstoffe usw. wird in der Tat in dem geschlossenen Bereich unterhalb der Karde
aufgefangen. Trotz dieser Vorsichtsmaßnahme werden jedoch gewöhnlich beträchtliche Mengen an Fusseln,
Flugstoffen usw. durch die öffnung zu beiden Seiten der Vorreißerabdeckung 14, d. h. zwischen der Vorreißerwalze
12 und der Einzugswalze 16 einerseits und zwischen der Vorreißerabdeckung 14 und der hinteren
Messerplatte 13 andererseits hindurch und in die die Karde umgebende Atmosphäre ausgeschleudert. Der
bisher beschriebene Aufbau ist üblich. Die vorliegende Erfindung betrifft das Führen und Auffangen der Fasern
und Fremdstoffe, welche bei der konventionellen Kardeneinrichtung an diesen beiden Stellen freigegeben
werden.
Erfindungsgemäß sind eine Sauganlage und ein Auffang-Sammelbehälter 20 an geeigneter Stelle an der
Karde 10 angeordnet, von welchen sich ein Saugrohr 21 zu einem Saugkasten 22 erstreckt, welche über der
Vorreißerabdeckung 14 angeordnet ist.
Gemäß F i g. 4 und 5 umfaßt der Saugkasten 22 einen Hohlkörpertei! oder eine Saugkammer 24, welche durch
ein aufrechtstehendes, im allgemeinen gekrümmtes Oberteil 25 gebildet wird. Zwei längliche, relativ
schmale Seitenwände 26, 27 sind an den gegenüberliegenden Längskanten der oberen Deckfläche 25
befestigt und erstrecken sich von diesem Oberteil 25 zu einer Bodenwand 30, die vorzugsweise der Krümmung
der Vorreißerabdeckung 14 angepaßt ist, auf welcher
diese, wie am deutlichsten aus Fig.3 hervorgeht,
angeordnet werden kann. So angeordnet erstrecken sich die Seitenwände 26,27 in entsprechenden Ebenen,
welche nahe der Achse der Vorreißerwalze zusammenlaufen.
Die Stirnflächen der Düse werden durch Stirnwände 31,32 verschlossen. Ein Nippel 33 erstreckt
sich von der Stirnwand 31 nach außen und bildet eine Verbindung zwischen dem Inneren der Saugkammer 24
und dem Saugrohr 21. Die Seitenwände 26, 27 haben jeweils sich in Längsrichtung erstreckende schlitzartige
Saugöffnungen 34 und 35, welche sich im wesentlichen über die gesamte Länge der jeweiligen Seitenwand
zwischen der. Stirnwänden 31 und 32 erstrecken.
Der Saugkasten 22 ist cieiart dimensioniert, daß bei
~> Anordnung über der Vorreißerabdeckung gemäß F i g. 3 die Einsaugöffnung 34 unmittelbar über der Einzugswalze
16 liegt, während die Einsaugöffnung 35 über der Verbindungsstelle zwischen Vurreißerabdeckung 14
und hin !er der M esserplatte 13 angeordnet und auf diese
in gerichiei ist. Der unmittelbar über der Einzugswalze
gelegene Bereich kann durch einen Klappdeckel 36 getrennt verschlossen werden, der nahe der Verbindungsstelle
zwischen Düsenoberteil und Seitenwand 26, etwa wie bei 37 dargestellt, an der Düse angelenkt ist.
Das freie Ende des Klappdeckels 36 ruht auf üblichen
Vliesführungen 40 nahe der Längskanten des Einzugtisches. Der in dieser Weise angeordnete und als
Verlängerungsplatte dienende Deckel 36 überdeckt die Einsaugöffnung 34 ebenso wie die Einzugswalze und
schließt den Bereich rund um die Einzugswalze teilweise ab und erhöht somit die Saugwirkung an dieser Stelle.
Die Vorreißerwalze rotiert mit einer großen Geschwindigkeit in dem durch den Pfeil in den Zeichnungen
angedeuteten Drehsinn und erzeugt dabei Oberflächenluftströmungen, welche zwischen der Vorreißerwalze
12 und der Vorreißerabdeckung 14 komprimiert werden, worauf diese komprimierten Luftströmungen
zum einen Teil an der Kante der Abdeckung 14 nahe der Einzugswalze 16 und zum anderen Teil durch den Spalt
3d 5 zwischen der Abdeckung 14 und der hinteren
Messerplatte 13 freigegeben werden. Die Luftströmungen sind mit Flusen beladen und traten bisher mit
erheblicher Geschwindigkeit in die Atmosphäre aus. Der verbleibende geringe Anteil der durch die hohe
ι") Rotationsgeschwindigkeit des Vorreißers erzeugten
Oberflächenluftströmung gelangte in den geschlossenen Bereich unterhalb der Karde. Die Einsaugöffnung 35
dient ferner dazu, Luftoberflächenströmungen abzufangen, welche durch die schnell rotierende Trommel 11
·»» erzeugt werden und weiche durch den Spalt S gelangen;
sie dient so dazu, den Überatmosphärendruck der Luft innerhalb des geschlossenen Bereichs unter der
Kardenmaschine zu entlasten.
Wie am deutlichsten aus F i g. 3 hervorgeht, liegt der
·<> Klappdeckel 36 licht über der Einzugswalze 16, so daß
ein offener Raum über der Einzugswalze entsteht, welcher mit der Saugöffnung 34 in Verbindung steht.
Durch die Öffnungen dieses Raums und über die Oberfläche der Einzugswalze 16 wird Luft gezogen,
■">" welche diese Einzugswalze von Fusseln und kurzen
Fasern befreit, die auf der geriffelten Einzugswalze 16 hängengeblieben sind, nachdem diese die Wickelwatte
IVdem Vorreißer zugeführt hat, wobei bemerkt werden
muß, daß die Einzugswalze 16 gemäß F i g. 3 entgegen dem Uhrzeigersinn rotiert, d.h. in Richtung von der
Überhöhung 17 des Einzugstisches 15 zum Klappdeckel 36 hin. Eine Staubwalze zur Reinigung der Einzugswalze
ist daher nicht erforderlich.
In ähnlicher Weise werden die kurzen Fasern und
wi Flusen, welche von der Wickelwatte W freigegeben
werden, während dieser über die Überhöhung 17 auf den Vorreißer 12 geführt wird, in den Raum unterhalb
des Klappdeckels 36 geführt und von den auf der Oberfläche des Vorreißers entstehenden Luftströmun-
n' gen sowie von der in die öffnungen dieses Hohlraums
und über die Einzugswalze strömenden Luft in die Einsaugöffnung 34 getragen.
Die Einsaugöffnung 35 befindet sich nahe der
Die Einsaugöffnung 35 befindet sich nahe der
hinteren Messerplatte 13 und dem Spalt S zwischen dieser Platte 13 und der Vorreißerabdeckung 14 Durch
die so angeordnete Einsaueöffnung 35 werden die durch den Spalt S entweichenden u:id dem von dem Vorreißer
zur Trommel sich bewegenden Vlies entstammenden, kurzen Fasern und Flusen mit sich tragenden Oberflächenluftströmungen
von der Trommel und dem Vorreißer abgezogen. Es ist verständlich, daß erfindungsgemäß
die längliche Leiste aus Holz oder Metall, welche bisher verwendet wurde, um den Spalt S
abzuschließen und ein Herausblasen an dieser Stelle zu vermeiden, entfernt wurde, um den Spalt S für einen
gesteuerten Abzug der Luftströme und der Flusen freizulegen.
Die rückwärtige Messerplatte 13 und die ihr benachbarte, nach unten auf die Messerplatte 13
gerichtete Oberfläche der oberen Deckfläche 25 bilden unter der schleifenförmigen Umlenkung der Deckelkette
18 eine offene Rinne, in welche Batzen von Flusen von der Deckelkette und aus den Zwischenräumen
zwischen den Deckeln herabfallen, wenn die Deckelkette um die über dem Vorreißer gelegene Umlenkrolle
geführt wird. Die Batzen von Flusen, welche so auf den
Grund der trogartigen Rinne fallen, werden wirkungsvoll in die Einsaugöffnung 35 eingezogen.
Vorzugsweise erweitern sich die Einsaugöffnungen 34
und 35 beide von ihren Enden nahe dem Stutzen 33 zur Stirnwand 32 des Saugkastens 22 hin, um ein
gleichmäßiges Absaugen über die gesamte Saugkastenlänge zu gewährleisten.
Ein wesentlicher Vorteil der vorliegenden Erfindung besteht darin, daß die Fusseln und kurzen Fasern,
welche bislang entweder in die Atmosphäre geblasen wurden oder zusammen mit relativ schweren Staubteilchen,
mit Schmutz und mit Fremdkörpern unter den Vorreißer und durch den Abfallrost gelangten, jetzt mit
Hilfe des Saugkastens 22 gesondert aufgefangen werden und in einem Sammelbehälter im wesentlichen
frei von Schmutz usw. gesammelt werden. Es ist ersichtlich, daß gemäß vorliegender Erfindung die
relativ leichten, am Vorreißersieb vom Vlies getrennten kurzen Fasern und Fusseln von anderem unerwünschten,
relativ schwerem Material getrennt werden, so daß beim Kardieren oder Krempeln im Vergleich zu bisher
bekanntgewordenen Reinigungssystemen ein Nebenprodukt höherer Qualität entsteht.
Es wurde so ein verbesserter Saugkasten am Vorreißerende der Karde geschaffen, welche kurze
Fasern und Fusseln effektiv und selektiv entfernt, sobald diese aus dem Vlies durch übliche Krempeltechniken
entfernt worden sind.
Hierzu 3 Blatt Zeichnungen
Claims (7)
1. Vorrichtung zum Absaugen von Flugstoffen und Abfallfasern von einer Karde mit einer Kardentrommel,
die im oberen Bereich von einem Deckel und im hinteren Bereich von einer Messerplatte abgedeckt
ist, einer Einzugswalze und einer Vorreißerwalze, die mit einer Abdeckeinrichtung versehen ist, sowie
mit einem an eine Absauganlage angeschlossenen Saugkasten, der im Abstand gegenüber der Messer- ι ο
platte angeordnet ist und dieser Platte gegenüberliegende Saugöffnungen aufweist, wobei oberhalb der
Einzugswalze der Vorreißerwalze Luft r.bgesaugt wird, dadurch gekennzeichnet, daß der
Bereich zwischen der Vorreißerwalze (12) und der Kardentrommel (11) zur Atmosphäre hin offen ist
und der Saugkasten (22) unmittelbar auf der Abdeckeinrichtung (14) der Vorreißerwalze (12)
angebracht und mit zur Einzugswalze (16) hin gerichteten Saugöffnungen (34) versehen ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Saugkasten (22) eine der
Außenfläche der Vorreißerabdeckung (14) angepaßte, gewölbte Bodenwand (30) aufweist
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Bogenlänge der Saugkastenbodenwand
(30) kleiner ist als die Bogenlänge der Vorreißerabdeckung (14) und der Saugkasten (22)
etwa mittig über der Vorreißerabdeckung (14) angeordnet ist und seine obere Deckfläche (25)
ebenfalls gewölbt ist, wobei Bodenwand (30) und Deckfläche (25) des Saugkastens (22) durch die
Seitenwände (26, 27) verbunden sind, die sich etwa radial zur Vorreißerwalze (12) erstrecken.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Saugkasten (22)
Stirnwände (31, 32) aufweist, deren eine (31) einen Nippel (33) trägt, und daß die Saugöffnungen (34,35)
schlitzförmig sind und sich zu der den Nippel (33) tragenden Stirnwand (31) hin verjüngen. -to
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, gekennzeichnet durch einen Klappdeckel (36), der
sich von dem Saugkasten (22) oberhalb der der Übergangsstelle des Vlieses zwischen Einzugswalze
(16) und Vorreißerwalze (12) benachbarten Saugöff- « nung (34) in geringem Abstand oberhalb der
Einzugswalze (16) erstreckt.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Saugkasten (22) in
einem Abstand von der hinteren Messerplatte (13) >o
der Trommel (11) angeordnet ist und mit dieser eine trichterförmige Rinne unterhalb der schleifenförmigen
Umlenkung der Deckelkette (18) bildet.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die trichterförmige Rinne durch einen
>> Spalt (5) mit dem Raum zwischen der Vorreißerwalze (12) und der Kardentrommel (11) verbunden ist.
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|---|---|---|---|---|
| DE102010022479A1 (de) | 2010-06-02 | 2011-12-08 | TRüTZSCHLER GMBH & CO. KG | Vorrichtung an einer Karde ode Krempel mit einer garnierten Trommel und einem benachbarten garnierten Vorreißer |
| DE102017008105A1 (de) * | 2017-08-28 | 2019-02-28 | Hubert Hergeth | Absaugung |
-
1967
- 1967-01-20 DE DE1967J0032815 patent/DE1685552C3/de not_active Expired
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE1685552B2 (de) | 1979-01-04 |
| DE1685552A1 (de) | 1971-04-15 |
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