DE1671923C3 - Hermetisch abgedichtetes zylindrisches Trockenelement, dessen becherförmige Aussenelektrode von einer Kunststoffhülle umgeben ist und Verfahren zu seiner Herstellung - Google Patents
Hermetisch abgedichtetes zylindrisches Trockenelement, dessen becherförmige Aussenelektrode von einer Kunststoffhülle umgeben ist und Verfahren zu seiner HerstellungInfo
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Description
Durch das Hauptpatent wurde ein hermetisch abgedichtetes, zylindrisches Trockenelement bekannt, dessen
becherförmige, beispielsweise aus Zink bestehende Außenelektrode vvn einer Kunststoffhülle umgeben ist,
die mit einem gezackten zylindrischen Abschnitt um einen am Becherboden angebrachten Kontaktteil umgeschlagen
und von einem L-förmigen Metallring auf den Zinkbecher aufgepreßt ist, wobei sich der als
Dichtkapsel ausgebildete Kontaktteil vom Becherboden bis auf den anschließenden zylindrischen Abschnitt
des Zinkbechers erstreckt, der hier einen Teil verrin
gerten Durchmessers aufweist, auf den von innen nach außen nacheinander der Kontaktteil, die Kunststoffhülle
und der Metallring aufgepreßt sind.
Es kann vorkommen, daß sich im Laufe bestimmter Verwendungen, bei denen beispielsweise das elektrochemische
Element eine große Leistung erbringen muß, die Kunststoffhülle unter der Wirkung der während des
elektrochemischen Vorgangs entwickelten Gase aufbläht. Ein solches Aufblähen kann sehr nachteilige Folgen
haben, z. B. kann dadurch der Austausch der Elemente, die in einem Lager der vor ihnen gespeisten f>5
Vorrichtung angeordnet sind, erschwert, wenn nicht sogar verhindert werden, weil sie sich in diesem Lager
vprlilpmmpn
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, diesen Nachteil zu beseitigen, d.h., ein Trockenelement zu
schaffen, das einerseits dicht ist und andererseits im Betrieb seine Dimensionen bewahrt.
Bei einem Trockenelement der eingangs beschriebenen Art und gemäß dem Hauptpatent 14 96 242 ist die
Erfindung dadurch gekennzeichnet, daß die Kunststoffhülle einen über das obere offene Ende des Zinkbechers
hinausragenden Abschnitt aufweist, der über eine geschlossene Deckfläche in einen nach unten ragenden
und an der Innenelektrode des Trockenelements anliegenden zentralen Ringflansch übergeht, daß die Kunststoffhülle
auf der Innenseite ihrer Deckfläche mit radialen Rippen versehen ist, die sich zwischen dem Abschnitt
und dem zentralen Ringflansch erstrecken, und daß sich der MetaMring über die gesamte Länge der
Kunststoffhülle erstreckt und im Bereich ihrer Deckfläche nach innen umgeschlagen ist.
Die Erfindung betrifft weiter ein Verfahren zur Herstellung
eines derartigen Trockenelements, welches dadurch gekennzeichnet ist, daß der Metallring durch
Uinfanssreduzierung auf dem mit den aktiven Massen des Elements gefüllten Zinkbecher aufgebracht wird,
dessen unterer Teil mit der Dichtkapsel vorsehen worder,
ist und der mit der Kunststoffhülle verkleidet worden isi.
Bei dem erfindungsgemäßen Trockenelement treten keine Verformungen mehr infolge einer internen Gasentwicklung
auf, da die über die ganze Länge des Trokkenelements gezogene Metallhülle derartige Verformungen
verhindert. Für die Diffusion der Gase nach außen steht zwar nur eine geringe Oberfläche zur Verfügung,,
aber die diffundierende Gasmenge wird durch den höheren zulässigen Innendruck gegenüber dem
Trockenelement gemäß dem Hauptpatent wieder vergrößert.
Da der die äußere Elektrode bildende Zinkbecher nicht mehr zum Abdichten des Elements beiträgt,
braucht die mechanische Festigkeit seines Bodens nicht mehr wie früher durch Verhindern seines elektrochemischen
Angriffs aufrechterhalten zu werden.
Außerdem muß, weil die Metallumhüllung auf der gesamten
Höhe der Kunststoffhülle ist, der Zinkbecher nicht mehr die Funktion der mechanischen Festigkeit
erfüllen, die er am oberen Teil des Elements zu gewährleisten hatte. Folglich kann in dem erfindungsgemäßen
Trockenelement derjenige Teil des Zinkbechers entfallen, der über die Höhe der aktiven Masse hinausragt.
Die Erfindung wird nachfolgend an Hand einiger bevorzugter Ausführungsbeispiele mit Hilfe der F i g. 1
bis 11 näher erläutert. Es zeigt
F i g. 1 einen Schnitt durch ein elektrochemisches Element gemäß der Erfindung,
F i g. 2, 3 und 4 Schemata von drei aufeinanderfolgenden Stufen der Herstellung eines Elements gemäß
der Erfindung,
F i g. 5 und 6 schematische Schnitte durch zwei abgewandelte Ausführungsformen einer Metallumhüllung
vor dem Anordnen auf der Kunststoffhülle eines elektrochemischen Elements,
F i g. 7 eine zur Hälfte geschnittene Ansicht eines elektrochemischen Elements gemäß der Erfindung,
F i g. 8 eine Draufsicht auf das Element nach F i g. 7,
F ig. 9 eine zur Hälfte geschnittene Ansicht einer weiteren Ausführungsform des elektrochemischen Elements
gemäß der Erfindung,
F i g. 10 eine Draufsicht auf das Element nach F i g. 9, und
fig. 11 einen Halbschnitt durch die im Element gemäß
den F i g. 9 und 10 verwendete Kunsisioffhülle.
Das Element gemäß F i g. 1 umfaßt eine depolarisierende
verdichtete Preßmasse oder ein Agglomerat 1, die gegebenenfalls auf der Basis von Mangandioxid gefertigt ist, einen als positive Elektrode dienenden Kohlestift
2, dessen oberer mit Nuten 10 versehener Teil von einer Metallkappe 3 bedeckt ist, sowie einen vorzugsweise
zu einer Paste gelierten Elektrolyt 4 und einen Zinkbecher 5.
Eine aus Psppendeckel bestehende Isolierscheibe 6 und eine aus Kraftpapier bestehende Schale 7 gewährleisten
die Zentrierung der Preßmasse im Becher; eine Dichtkapsel 8 ist auf dem Boden des Zinkbechers im
Durchmesser reduziert. Der Zinkbecher ist in eine Kunststoffhülle 9 mit einem dünnen Mantel gewaltsam
eingebracht und ist mit den aktiven Massen des Elements gefüllt. Sie kann insbesondere wegen der Kappe
3 und den Nuten 10 am Ende des Kohlestifts 2 nicht herausgezogen werden, die die Abdichtung gewährleisten.
Der untere Teil der Hülle ist kreneliert (gezackt) und auf den Boden der Kapsel umgeschlagen. Nach
dem Anordnen der Kappe 3 wird der obere Teil des Kohlestifts 2 mit einer die Dichtungswirkung erhöhenden
Wachsschicht 11 bedeckt.
Gemäß der Erfindung ist die Kunststoffhülle 9 auf ihrem zylindrischen Teil mit einer beispielsweise aus
Aluminium bestehenden Metallumhüllung 12 versehen, die auch am Boden und am oberen Teil des elektrochemischen
Elements aufliegt.
in den Schemata gemäß den F i g. 2,3 und 4 sind drei
aufeinanderfolgende Schritte des Verfahrens zum Herstellen eines erfindungsgemäßen elektrochemischen
Elements dargestellt.
F i g. 2 zeigt das elektrochemische Element bevor die Metallumhüllung durch Reduzierung ihres Durchmessers
auf die Kunststoffhülle aufgebracht wird.
F i g. 3 zeigt das elektrochemische Element während der Durchmesserreduzierung der Metallumhüllung auf
der Kunststoffhülle. F i g. 4 zeigt das elektrochemische Element während des Umbiegens des oberen Teils der
Metallumhüllung auf die Kunststoffhülle.
Die Anordnung nach F i g. 2 und 3 umfaßt ein Rohr 16 mit einer Durchmessereinschnürung an einem reduzierenden
Konus 14: ein Rammstößel 13 arbeitet mit einem Gegendruckstößel 15 zum Nachobenfahren zusammen.
Der Becher, der mit den aktiven Massen des Elements gefüllt ist, an seinem unteren Teil mit der Dichtkapsel
versehen, mit der Kunststoffhülle 9 verkleidet, noch nicht umgefaltet und in der Metallumhüllung 12
gehalten ist, die einen gekrümmten unteren Teil 28 aufweist, wird in das Innere des oberen Teils des Rohrs 16
mit der Durchmessereinschnürung eingebracht.
Df Stößel 13 bewirkt bei seinem Abwärtshub, daß
sich die Metallumhüllung durch Reduzierung des Durchmessers auf die Kunststoffhülle 9 auflegt und das
Ganze in den reduzierenden Konus 14 hineinstößt.
Während dieser Bewegung drückt der Gegendruckstößel 15 auf den unteren Teil 28 der Metallumhüllung
12 und der untere krenelierte Teil der Kunststoffhülle 9 wird ohne Materialverstärkung zwischen der Dichtkapsel
und dem Teil 28 umgeschlagen.
Vorzugsweise weisen der obere Rand der Umhüllung 12 und derjenige des reduzierenden Rohrs 16 eine geringfügig
erweiterte Form auf, wie in den Figuren dargestellt, so daß das Einführen des von seiner Kunststoffhülle
9 umgebenen elektrochemischen Elements in die Umhüllung 12 erleichtert ist
In F i g. 4 ist ein Falzwerkzeug 17 dargestellt, das
nach dem vorstehend beschriebenen Reduzier-Arbeitsgang den oberen Teil der Metallumhüllung 12 auf den
5 oberen Teil der Kunststoffhülle 9 und insbesondere auf ihren oberen Rand 29 umbiegt
In F i g. 2 ist eine Metallumhüllung 12 dargestellt, die
vor dem Reduzieren auf der Kunststoffhülle 9 einen gekrümmten unteren Teil 28 aufweist; wie in F i g. 5
•o dargestellt, kann jedoch ebensogut eine im oberen Teil
anstatt im Boden gekrümmte Umhüllung verwendet werden. Gemäß F i g. 6 kann auch eine Umhüllung verwendet
sein, die die Form eines Bechers annimmt, dessen Bodenfläche für den Durchtritt der Metallkapsel
des elektrochemischen Elements eine ausreichend große Öffnung aufweist, ohne daß jedoch mit dieser Kapsel
ein elektrischer Kontakt geschlossen wird.
Das Hauptmerkmal der erfindungsgemäßen Anordnung besteht darin, daß auch der obere Teil der Kunststoffhülle
mechanisch verstärkt ist und sich folglich unter der Wirkung von Gasen, die sich im Element bilden,
nicht verformt; dieser Teil d..r Kunststoffhülle kann folglich dünner ausgebildet werden. Dadurch ist, wenn
der obere Teil der MetallumhüHung mit Einkerbungen oder Durchlöcherungen versehen ist, so daß die Kunststoffhülle
teilweise frei bleibt, die Diffusion der Gase nach außen unterstützt.
In F i g. 7 und 8 ist eine zur Hälfte geschnittene Ansicht einer bzw. eine Draufsicht auf eine Ausführungsform
eines erfindungsgemäßen elektrochemischen Elements dargestellt.
Die den Elementen gemäß F i g. 1 entsprechenden Elemente sind mit den gleichen Bezugszeichen versehen.
Derjenige Teil der Kunststoffhülle, der die depolarisierende Preßmasse 1 überdeckt, weist eine Materialverstärkung
18 auf, auf der der Zinkbecher 5, der gleich hoch ist wie die depolarisierende Preßmasse 1, in Anlage
kommt.
Ein elektrolytisches Papier 20 ist zwischen die Preßmasse i und die vertikalen Wände des Zinkbechers 5
eingebracht; mittels eines beschichteten Scheiders 19 kann der Zinkbecherboden elektrochemisch arbeiten.
Zwischen demjenigen Teil der Kunststoffhülle, der den Zinkbecher 5 überdeckt und demjenigen Teil, der an dem Kohlestift 2 anliegt, verlaufen radiale Rippen 23; sie dienen zum Verstärken des oberen Teils des Elements. Diese Rippen bilden einen Teil der Kunststoffhülle.
Zwischen demjenigen Teil der Kunststoffhülle, der den Zinkbecher 5 überdeckt und demjenigen Teil, der an dem Kohlestift 2 anliegt, verlaufen radiale Rippen 23; sie dienen zum Verstärken des oberen Teils des Elements. Diese Rippen bilden einen Teil der Kunststoffhülle.
In Fig.9 bzw. 10 ist eine zur Hälfte geschnittene
Ansicht der bzw. eine Draufsicht auf eine weitere Ausführungsform eines elektrochemischen Elements gemäß
der Erfindung dargestellt; Fig. 11 zeigt eine zur Hälfte geschnittene Ansicht der verwendeten Kunststoffhülle.
Diejenigen Elemente, die den in den F i g. 1, 7 und 8
entsprechen, sind in diesen Figuren mit den gleicher Bezugszeichen versehen.
Die Metallumhüllung 12' hat die Form eines Bechers dessen Bodenfläche zum Durchtritt der Metallkappe 3 mit einer Öffnung 30 versehen ist. Der obere Teil dei Umhüllung 12' ist weiterhin mit Durchlöcherungen 21 versehen, durch die die Oberfläche des Oberteils 31 dci Kunststoffteile 9 teilweise unbedeckt ist.
Die Metallumhüllung 12' hat die Form eines Bechers dessen Bodenfläche zum Durchtritt der Metallkappe 3 mit einer Öffnung 30 versehen ist. Der obere Teil dei Umhüllung 12' ist weiterhin mit Durchlöcherungen 21 versehen, durch die die Oberfläche des Oberteils 31 dci Kunststoffteile 9 teilweise unbedeckt ist.
Wie aus F i g. H ersichtlich, weist die Kunststoffhülle einen oberen Bund 22 auf, der verhindern soll, daß die
Metailumhüllung 12' in Berührung mit dem Kohlestift 1 oder der Kappe 3 gelangt. Weiterhin hat sie eine Mate
rialverstärkung 18, die als Anlage für den Zinkbecher 5 dient; diese Materialverstärkung kann jedoch fortgelassen
werden und dann kommt der Zinkbecher in Anlage am unteren Teil der Rippen 23, die den oberen Teil des
Elements verstärken sollen.
Das Oberteil 31 der Kunststoffhülle 9 ist dünner und ermöglicht dadurch eine bessere Diffusion der Gase. Es
kann beispielsweise eine Stärke der Größenordnung von 0,4 mm haben.
Das untere, krenelierte Ende 27 der Kunslstoffhüll ist in bezug auf den Mantel 26 dünner ausgebildet, s
daß Materialverdickungen beim Umlegen dieses Teil auf die Dichtkapsel 8 vermieden sind.
Weiterhin haben der auf dem Kohlestift 2 auflieger de Teil der Kunststoffhüllc sowie der auf der Vertika
wand der Dichtkapsel 8 aufliegende Teil Rillen 24 bzv 25, die zur Verbesserung der Dichtung dienen.
Hierzu 9 Blatt Zeichnungen
Claims (2)
1. Hermetisch abgedichtetes zylindrisches Trokkenelement,
dessen becherförmige, beispielsweise S aus Zink bestehende Außenelektrode von einer
Kunststoffhülle umgeben ist, die mit einem gezackten zylindrischen Abschnitt um einen am Becherboden
angebrachten Kontaktteil umgeschlagen und von einem L-förmigen Metallring auf den Zinkbeeher
aufgepreßt ist, wobei sich der als Dichtkapsel ■usgebildetc Kontaktteil vom Becherboden bis über
den anschließenden zylindrischen Abschnitt des Zinkbechers erstreckt, der hier einen Teil verringerten
Durchmessers aufweist, auf den von innen nach außen nacheinander der Kontaktteil, die K^nststoffhülle
und der Metallring aufgepreßt sind, nach Patent 14 96242, dadurch gekennzeichnet,
daß die Kunststoffhülle (9) einen über das obere offene Ende des Zinkbechers (5) hinausragenden Abschnitt
(18) aufweist, der über eine geschlossene Deckfläche in einen nach unten ragenden und an
der Innenelektrode (2) des Trockenelements anliegenden zentralen Ringflansch übergeht, daß die
Kunststoffhülle (9) auf der Innenseite ihrer Deckfläehe mit radialen Rippen (23) versehen ist, die sich
zwischen dem Abschnitt (18) und dem zentralen Ringflansch erstrecken, und daß sich der Melallring
(12,12') über die gesamte Länge der Kunststoffhülle
(9) erstreckt und im Bereich ihrer Deckfläche nach innen umgeschlagen ist.
2. Verfahren zum Herstellen des Trockenelements nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß der Metallring (12,12') durch Umfangsreduzierung
auf dem mit den aktiven Massen des Elements gefüllten Zinkbecher (5) aufgebracht wird, dessen
unterer Teil mit der Dichtkapsel (8) versehen worden ist und der mit der Kunststoffhülle (9) verkleidet
worden ist.
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