DE1671075B2 - Herstellung von zement - Google Patents
Herstellung von zementInfo
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Description
Es ist bekannt, daß hydraulicher Zement sehr hoher Festigkeit insbesondere mit frühzeitiger hoher
Festigkeit durch Mahlen von Zementklinker auf eine Feinheit entsprechend einer spezifischen Oberfläche
von 6000 cmVg oder mehr, gemessen nach der Blaine-Methode, erzeugt wird. Solch eine Fernzerkleinerung
zur Erzeugung eines Gutes, das als ultrafeiner Zement bezeichnet werden kann, wird normalerweise
in Kugelmühlen durchgeführt. In den Zerkleinerungsprozessen wird eine beträchtliche
Wärmemenge entwickelt, wodurch die Gesamttemperatur in der Mühle angehoben wird.
Dies ist unerwünscht, hauptsächlich weil der Zement z. B. wegen der Dehydratisierung des in ihm
ίο enthaltenen Gipses verschlechtert werden kann. Auf
diese Weise wird das Gleichgewicht der Zusammensetzung und als Folge davon die Abbindeeigenschaft
verändert. Dies bewirkt einen Verlust der Festigkeit des Endproduktes. Zusätzlich kann die hohe Tempeis
ratur mechanische Teile der Mahlanlage, z.B. die Lager, beschädigen. Die Wärmeentwicklung kann
weiter die Temperatur der Luft, welche durch die Mühle gezogen wird, zu solch einem hohen Wert anheben,
daß dadurch ein Beutel- oder Sackfilter oder
so ein elektrostatischer Abschalter zur Entfernung von
Staub aus der durch die Mühle gezogenen Luft beschädigt wird. Insbesondere wird die Abscheidung in
einem elektrostatischen Abscheider im wesentlichen reduziert, wenn die Temperatur der Luft über 120° C
as ist. Überdies ist die Neigung der Mahlkörper und der
Mühlenausgleitung mit feinem Zement beschichtet zu werdeii, so daß die Mahlkörper weniger wirkungsvoll
verden, größer, je höher die Temperatur in der Mühle ist. Dieses Beschichten der Mahlkörper kann
im gewissen Ausmaß durch die Verwendung sogenannter Mahlhilfen verringert werden, aber sogar
dann ist es möglich, nur eine verhältnismäßig kleine Klinkermenge zu mahlen, so daß der Durchsatz niedrig
gehalten werden muß, da andererseits die Zer-
kleinerung nicht zufriedenstellend fein ist.
Die Nachfrage nach ultrafeinem Zement ist steigend. Es ist daher ein Hauptziel der Erfindung, ein
neues Verfahren zur Herstellung ultrafeinen Zementes zu schaffen.
Erfindungsgemäß wird gewöhnlicher Portlandzement gekühlt und anschließend in einer Mühle mit
Mahlkörpern, die so klein sind, daß ihr durchschnittliches Gewicht nicht mehr als 6 g beträgt, zerkleinert.
Gewöhnlicher Portlandzement, dessen Feinheit üblicherweise einer spezifischen Oberfläche von 3000
bis 5000 cm2/g, gemessen nach der Blaine-Methode, entspricht, ist ohne weiteres verfügbar und bildet ein
sehr geeignetes Ausgangsmaterial zur Herstellung ultrafeinen Zementes. Da die Vorzerkleinerung der
Klinker auf eine dem Portlandzement entsprechende Feinheit nicht in der Mühle durchgeführt wird, in der
das ultrafeine Mahlen stattfindet, erhöht die während der Vorzerkleinerung entwickelte Wärme nicht die
Temperatur, die während des abschließenden Zer-
kleinerns erreicht wird. Die Kühlung des Ausgangsmaterials, bevor es in die Mühle eingesetzt wird, in
welcher der ultrafeine Zement hergestellt wird, bedeutet, daß während der Zerkleinerung weniger Kühlung
erforderlich ist und somit ein höherer Mühlehausstoß erzielt werden kann.
Während der Zerkleinerung der Klinker würden solche sehr kleinen Mahlkörper keine Wirkung haben,
da ihr Eigengewicht verglichen mit dem Gewicht der Klinkerstücke zu gering sein würde. Aber es ist
gefunden worden, daß sie beim Zerkleinern von Portlandzement zu ultrafeinem Zement eine ausgezeichnete
Zerkleinerungswirkung besitzen. Es wurde auch gefunden, daß solche sehr kleinen Mahlkörper, so-
r.
3 4
gar ohne Verwendung von Mahlhilfen, in keinem Kühler zur Kühlung des Portlandzementes und eine
merklichen Ausmaß beschichtet werden. mit dem Kühler verbundene Mühle mit einer Füllung
Die erfindungsgemäße Zerkleinerung wird jedoch sehr kleiner Mahlkörper zur Aufnahme des gekühl-
durch eine Zugabe einer Mahlhilfe, z. B. Triäthanol- ten Zementes ein, wobei die Mühle, wie oben be-
aniin, weiter verbessert. 5 schrieben, vorzugsweise einen Stauring und eine Aus-
Der Portlandzement, der zu ultrafeinem Zement laßkammer einschließt. Da diese Mühlenform keinen
zerkleinert wird, kann aus einem Lagersilo erhalten herkömmlichen Zwischenboden hat, besteht keine
werden, in welchem er einige Zeil gelagert wurde und Gefahr, daß der Zwischenboden verstopft, noch die
sich somit auf oder nahe bis auf Raumtemperatur Notwendigkeit, abgenutzte Mahlkörper zu ersetzen,
abkühlte. Vorzugsweise ist aber die ganze Herstellung »o Sogar sehr kleine abgenutzte Mahlkörper haben einen
kontinuierlich. Der Zementklinker wird bis auf die Zerkleinerungseffekt. Natürlich sind in der bevor-Feinheit
des gewöhnlichen Portlandzementes in einer zugten Anlage eine Mühle zur Zerkleinerung der
üblichen Mühle zerkleinert. Dann geht der gemahlene Zementklinker zu gewöhnlichem Portlandzement, der
Zement durch einen Kühler, von welchem er einer Kühler und die Mühle, welche zur ultrafeinen ZerMühle
zugeführt wird, um zu ultrafeinem Zement 15 kleinerung verwendet wird, alle in Reihe geschaltet,
durch sehr kleme Mahlkörper zerkleinert zu werden. Eine erfindungsgemäße beispielhafte Anlage wird
Ein geeigneter Kühler ist ein Kammerkühler, in wel- an Hand der schaubildlichen Darstellung beschrieben,
chem der Wärmeaustausch zwischen Zement, der in Es stellt dar
der Kammer fließt, und Wasser, das die Kammer- F i g. 1 ein Fließschema,
der Kammer fließt, und Wasser, das die Kammer- F i g. 1 ein Fließschema,
wand von außen berührt, stattfindet, wie er in der 20 Fig. 2 einen Schnitt durch das Auslaßende der
deutschen Patentschrift 11 51 211 beschrieben und Zementmühle zur Ultrafeinzerkleinerung in dieser
beansprucht ist. Anlage.
In bekannten Mühlen, in welchen grobes Material In der in Fig. 1 dargestellten Anlage fließen
mittels einer Füllung loser Mahlkörper zerkleinert Zementklinker und jede geringe Menge an Zusatzwird,
ist es üblich, das Innere der Mühle in zwei oder »5 bestandteilen, wie z. B. Gips, als kontinuierlicher
mehrere Mahlkammern zu unterteilen, welche durch Strom zu einer Wiege- und Einsatzstation 1, weiche
perforierte Zwischenboden voneinander getrennt sind. aus getrennten Wiege- und Einsatzeinheiten besteht.
Normalerweise hat jede Kammer eine Mahlkörper- Je eine für jedes der Bestandteile, welche anschliefüllung,
deren Größe vom Grad der geforderten Fein- ßend zusammen zu Portlandzement gemahlen werheit
des zerkleinerten Produktes abhängt. Die Zwi- 30 den sollen. Diese Einheiten sind so miteinander verschenböden
wirken hauptsächlich als Siebe, inJem sie bunden, daß die verschiedenen Bestandteile in den
dem zerkleinerten Material erlauben hindurchzugehen, Verhältnissen abgegeben werden, die für die geaber
die Mahlkörper zurückhalten. Am Auslaß der wünschte Analyse des ultrafeinen Zementes gefordert
letzten Kammer der Mühle oder am Auslaß der werden. Von der Wiege- und Einsatzstation 1 gelangt
Mühlen, die nur eine Kammer haben, ist gewöhnlich 35 die Mischung als ein kontinuierlicher Strom π in eine
ein ähnlicher Boden angeordnet, um zu verhindern, übliche Rohrmühle 2 zur Herstellung von Portlanddaß
die Mahlkörper die Mühle verlassen. Das zer- zement. Der gemahlene Zement verläßt die Mühle
kleinerte Produkt kann die Mühle direkt durch einen als ein kontinuierlicher Strom ρ und tritt in einem
Boden verlassen, der die Abschlußwand einer Mahl- Zementkühler 3 ein. Von diesem fließt der nahe bis
kammer bildet, oder es kann bei Mühlen des Über- 40 an Raumtemperatur abgekühlte Portlandzement als
lauftyps diese durch eine hohle Achse odsr durch kontinuierlicher Strom q in eine Feinzerkleinerungseinen
hohlen Lagerzapfen, der einen Boden an sei- mühle 4, in welcher er zu ultrafeinem Zement durch
nem Eintritt hat, verlassen. Wenn in solch einer sehr kleine Mahlkörper gemahlen wird. Der anfal-Mühle
sehr kleine Mahlkörper verwendet werden, lende ultrafeine Zement verläßt die Mühle 4 als ein
neigen diese dazu, den zu ihrer Zurückhaltung vor- 45 kontinuierlicher Strom r. Eine Mahlhilfe wird mittels
gesehenen perforierten Zwischenboden zu verstopfen. einer Dosiervorrichtung 5 als ein Strom s in die
Die zur erfindungsgemäßen ultrafeinen Zerkleinerung Mühle 4 zusammen mit de*n gekühlten Portlandverwendete
Mühle ist vorzugsweise eine Rohrmühle zement eingespeist.
mit einem hohlen Lagerzapfen am Auslaßende. Wie In jeder der Mühlen 2 und 4 wird in geringen
in der DT-Anmeldung S 110 491III/50 c beschrieben, 50 Mengen Wasser eingespritzt, um die Temperatur
hat sie einen eingebauten Stauring, welcher einen innerhalb der Mühle zu regeln und um eine feuchte
Zwischenboden zwischen einer Mahlkammer und Atmosphäre zum Schutz des Gipses gegen Dehydiaeiner
Auslaßkammer, die in den Lagerzapfen führt, tisierung zu schaffen. Der sich ergebende gesteuerte
bildet, wobei die Auslaßkammer mit Mitteln zur Zu- Anstieg des Feuchtigkeitsgehaltes der Luft, welche
rückführung der Mahlkörper in die Mahlkammer 55 durch die Mühle gezogen wird-, ist vorteilhaft, indem
durch den Stauring versehen ist. Auf diese Weise auf diese Weise die Luft für den nachfolgenden
werden die sehr kleinen Mahlkörper von der Aus- Durchgang durch einen Elektroabscheider zur Zulaßkammer
im wesentlichen im selben Maße, wie sie rückhaltung von Staub angemessen konditioniert wird,
in diese eintreten, kontinuierlich zurückgeführt, und In F i g. 2 ist das Auslaßende der Mühle 4 in
meistens verläßt nur ein kleiner Teil die Mühle mit 60 einem senkrechten Schnitt dargestellt. Die Mühle hat
dem zerkleinerten Gut. Der ultrafeine Zement selbst eine Mahlkammer 6 und einen hohlen Lagerzapfen 7.
fließt ohne irgendeine Behinderung aus der Mühle Sie hat außerdem einen Stauring 8 mit einer zentralen
und wird ohne ein Hilfsmittel abgegeben, während öffnung, welche von einem kegelstumpfförmigen
bei den üblichen Verfahren zur Mahlung ultrafeinen konischen Ring 11 umgeben ist. Auf der Auslaßseite
Zementes der gemahlene Zement aus der Mühle aus- 65 des Stauringes 8 befindet sich eine Auslaßkammer 9
getragen wird, indem er von einem Luftstrom mit- mit einer zentralen in den hohlen Lagerzapfen 7
gerissen wird. führenden Auslaßöffnung. Um diese öffnung sind
Die Erfindung schließt als eine Neuanlage einen Schaufeln oder Schöpfgefäße 13 zur Anhebung des
sehr feinen Zementes und zur Unterstützung von dessen Eintritt in den Lagerzapfen angeordnet.
Die Mahlkammer 6 enthält eine Füllung sehr kleiner Mahlkörper. Diese werden größtenteils am Verlassen
der Mahlkammer 6 durch den Stauring 11 gehindert. Jene, die in die Auslaßkammer 9 gehen,
werden von Hebern 12 erfaßt, und es ist gefunden worden, daß sie im Betrieb durch diese Heber zu der
Kammer 4 im wesentlichen in derselben Menge zurückgeführt werden, wie sie in die Kammer 9 eintreten.
Zusätzliche Auslaßkammern können, wie es in der DT-Anmeldung S 110 491 III/50 c beschrieben ist,
durch die Anordnung von einem oder mehreren weiteren dem Stauring 8 identischen Stauringen gebildet
werden, wenn es erforderlich ist, um die Trennung der Mahlkörper von dem ultrafeinen Zement zu verbessern.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (6)
1. Verfahren zum Herstellen von ultrafeinem Zement, dadurch gekennzeichnet, daß
gewöhnlicher Portlandzement gekühlt wird und anschließend in einer Mühle (4) von Mahlkörpern,
die so klein sind, daß deren durchschnittliches Gewicht nicht mehr als 6 g beträgt, gemahlen
wird.
2. Verfahren zum Herstellen von ultrafeinem Zement, dadurch gekennzeichnet, daß ps das Zerkleinern
von Zementklinker auf die Feinheit des gewöhnlichen Portlandzementes in einer Mühle
(2), den Durchlauf des gemahlenen Zementes durch einen Zementkühler (3), das Abgeben des
gekühlten Zementes in eine Mühle (4) und dort das Zerkleinern zu ultrafeinem Zement durch
Mahlkörper umfaßt, wobei die Mahlkörper so klein sind, daß ihr durchschnittliches Gewicht
nicht mehr als 6 g beträgt.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß eine Mahlhilfe zu dem Portlandzement
zugegeben wird, der in der Mühle (4) zerkleinert wird.
4. Anlage zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
sie einen Kühler (3) zur Kühlung des Portlandzementes und eine mit dem Kühler (3) verbundene
Mühle (4) mit einer Füllung sehr kleiner Mahlkörper, deren durchschnittliches Gewicht
nicht mehr als 6 g beträgt, zur Aufnahme des gekühlten Zements umfaßt.
5. Anlage zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß
es eine Mühle (2) zur Zerkleinerung von Zementklinker zu gewöhnlichem Portlandzement, einen
Kühler (3) zur Kühlung dieses Zementes und eine Mühle (4) mit einer Füllung sehr kleiner Mahlkörper,
deren durchschnittliches Gewicht nicht mehr als 6 g beträgt, umfaßt, wobei diese Geräte
alle in Reihe geschaltet sind.
6. Anlage nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Mühle (4), die eine Füllung
sehr kleiner Mahlkörper hat, eine Rohrmühle mit einem hohlen Lagerzapfen (7) am Auslaßende
und einem eingebauten Stauring (8) ist, der einen Zwischenboden zwischen einer Mahlkammer (6)
und einer Auslaßkammer (9) bildet, die in den Lagerzapfen (7) führt, wobei die Auslaßkammer
(9) mit Mitteln (12) zur Zurückführung der Mahlkörper durch den Stauring (8) in die Mahlkammer
(6) versehen ist.
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| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| BHV | Refusal |