DE1668542A1 - Verfahren zur Herstellung der Schwefelsaeureester von Zellulose und Staerke - Google Patents
Verfahren zur Herstellung der Schwefelsaeureester von Zellulose und StaerkeInfo
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Description
BIPL. ING. G. PULS SCHWEIÖEHSTHASSE 8
»R.E.T.PBCHMANN tki-kfok 82 08 51
u"33 662 16685Α1_
Beschreibung zu der Patentanmeldung
PURDUE RESEARCH FOUNDATION" betreffend
"Verfahren zur Herstellung der Schwefelsäureester von Zellulose und Stärke".
Die Erfindung bezieht sioh auf ein Verfahren zur Herstellung von Zellulosesulfaten und Stärkesulfaten.
Schwefelsäureester von Zellulose und Stärke sind durch eine Reihe von in der Literatur beschriebenen Verfahren hergestellt
worden, die jedoch alle verschiedenen Naohteile aufweisen. So
führen z. B. viele dieser bekannten Verfahren zu einem beträchtlichen Abbau, d. h. zur Depolymerisierung der Zellulose oder
Stärke während des Veresterungsprozesses, so daß das Molekulargewicht des so hergestellten Schwefelsäureesters nicht annähernd
so hoch ist, wie ohne einen solchen Abbau. Dies führt zu Produkten, die für viele Zwecke, einschließlich derjenigen, die auf
der Gelbildung und der kolloiden Natur des Schwefelsäureester
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«· 2 —
.und seiner Salze beruhen, weniger gut geeignet sind. Es wurden
auoh andere Methoden vorgeschlagen, die in Gegenwart von tertiären
Aminen, wie Triäthylamin, Pyridin und dgl., durchgeführt werden.
Die dabei entstehenden Ester liegen jedoch in Form e.ines organischen
Salzes vor, z. B. eines Pyridiniumsalzes, das entfernt und beispielsweise durch Natrium oder Wasserstoff ersetzt werden
muß, um das endgültig gewünschte Produkt zu erhalten, und nebenbei den Verbrauoh von verhältnismäßig teuren organischen Chemikalien
zu vermeiden·
Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zur Herstellung von Sohwefelsäureestern von Zellulose oder Stärke, bei dem die
Zellulose baw. Stärke wenig oder gar nicht abgebaut wird, so daß
das Endprodukt Kolloideigenschaften hat und bis zu einem vorbestimmten
Grad substituiert ist.
Allgemein gesprochen wird, wie auoh an den Beispielen gezeigt wird, ein Komplex von Sohwefeltrioxyd und Dimethylsulfoxyd gebildet,
der als Sulfonierungsreagens für Zellulose oder Stärke ver- * wendet wird.
Bas Vermisohen der Zellulose bzw· Stärke mit einem Verdünnungsmittel, vorzugsweise mit Bimethylsulfoxyd, erleichtert die
Gewinnung des Sulfatisierungsproduktes nach der Reaktion· Bas vorherige Vermisohen der Zellulose bzw« Stärke mit einem solchen
Verdünnungsmittel verringert die durch das Erwärmen auftretenden Probleme und verhindert den Abbau zu dem Zeitpunkt, wo die
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Zellulose .bzw. Stärke mit dem Reaktionskomplex- in Berührung kommt.
Bei der Herstellung des Reaktionskomplexes kann ein verhältnismäßig
großer molarer Oberschuß von Dimethylsulfoxyd je Mol Schwefeltrioxyd vorhanden sein. Bei der Durchführung der Reaktion ·
mit Zellulose oder Stärke ist ein Überschuß an Dimethylsulfoxyd erwünscht, wobei man vorzugsweise vorher die Zellulose bzw.
Stärke mit einer weiteren Menge Dimethylsulfoxyd vermischt» Andere
organische Lösungsmittel können jedoch ebenfalls als Verdünnungsmittel für die Zellulose verwendet werden, z. B, Chloroform,
Benzol u* dgl.
Ein Überschuß an Dimethylsulfoxyd in dem Komplex erleiohtert die Wärmeführung während der Sulfonierung. Das Dimethylsulfoxyd
kann im Gewichtsverhältnis von 1 : 1 bis 1 : 5o oder mehr zu der
Zellulose oder Stärke verwendet werden. So können beispielsweise bei 1oo g Zellulose 1oo bis 5ooo g Dimethylsulfoxyd verwendet
werden und selbst nooh größere Mengen Verdünnungsmittel sind nioht
ausgeschlossen.
Jede verfügbare Form von Zellulose kann verwendet werden, wobei die Wahl von dem Reinheitsgrad und der Art des zu erzielenden
Produktes abhängt« Langfaserige Baumwolle ergibt das beste Produkt, ist aber verhältnismäßig teuer. Chemisch bearbeitete
Baumwoll-Linters sind eine bevorzugte Zellulosequelle. Auch die
aus Holz gewonnene Zellulose kommt in Frage und sogar Holzmehl kann verwendet werden, besonders die Arten, die verhältnismäßig
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reich an Zellulose und arm an lignin und anderen Bestandteilen sind j allerdings führt Holzmehl zu Produkten verhältnismäßig
niedriger Qualität. Der Ausdruck "Zellulose", wie er hier und in den "beigefügten Patentansprüchen gebraucht wird, schließt
Zellulose aus verschiedenen Quellen und in den obigen Formen ein»
Ebenso kann jede Art von Stärke, wie wachsartige Maisstärke,
Kartoffelstärke, lapiokastärke u. dgl, verwendet werden. Die
verwendete Stärke kann entweder in ihrer natürlichen Form vorliegen oder vorgelatiniert sein.
Die Reaktionstemperatur kann verschieden hoch sein, jedoch
arbeitet man vorzugsweise bei Raumtemperatur, d. h. bei 15 bis
25° 0. Die Reaktionszeit für die so gut wie vollständige Veresterung liegt bei einer halben Stunde bis zu mehreren Stunden,
je nach der gewählten Temperatur und der Konzentration der Reaktionspartner, einschließlich des Verdünnungsmittels und des
Schwefeltrioxyds in der Reaktionsmischung.
Da der Komplex aus Schwefeltrioxid und Dimethylsulfoxyd
vorzugsweise mit Wasser reagiert, muß die Ausgangszellulose trocken sein, sonst wird der Komplex durch Reaktion mit Wasser
vorzeitig verbraucht.
Das bei der Veresterung unmittelbar anfallende Produkt kann durch Zugabe der berechneten Menge von wässriger Alkalilauge
oder von verdünntem Ammoniutnhydroxyd, -carbonat oder -bicarbonat
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neutralisiert werden, worauf aus der neutralen Lösung durch Zugabe
eines niedrigen Alkohols oder von Aoeton oder einem anderen mit Wasser mischbaren Lösungsmittel das gewünschte Produkt ausgefällt
wird.
Die erhaltenen Produkte sind Halbester von Schwefelsäure. Somit ist eines der ursprünglichen in Schwefelsäure vorhandenen
Wasserstoffionen noch frei, um durch Reaktion Salze zu geben. So
ist beispielsweise im Falle des erfindungsgemäß hergestellten Natriumzellulosesulfatesters eine der Valenzen der Schwefelsäure
mit einer Hydroxylgruppe der Zellulose verestert, während die andere durch Salzbildung mit einem Natriumion neutralisiert ist.
In den Beispielen, welche die Erfindung näher erläutertn, bedeuten "DMSO" Dimethylsulfoxyd und "SG" den Substitutionsgrad.
Die Viskosität in wässriger Suspension bei der angegebenen Konzentration wurde mit einem abgeänderten Ubbelohde-Viskosimeter
bestimmt.
Flüssiges Sohwefeltrioxyd (1o ml) wurde unter Rühren innerhalb
1o Minuten tropfenweise zu 1oo ml im Eisbad gekühltem Dimethylsulfoxyd
zugefügt. Die farblose Lösung wurde im Kühlschrank aufbewahrt und innerhalb 45 Minuten naoh Herstellung verwendet.
Vor Gebrauoh wurde die endgültige Konzentration an Sohwefeltrioxyd
in 2 ml der Lösung durch Hinzufügen von 5o ml Wasser und Titration mit o,2-n Natriumhydroxydlösung bestimmt·
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-6- (668542
1 g Whatman-Zellulose wurde in eine lösung von Dlmethylsulfoxyd, die die gewünschte Menge Schwefeltrioxyd enthielt, eingerührt
und naoh einigem Rühren 25 ml destilliertes Wasser zugefügt. Die Lösung wurde dann mit festem Natriumbicarbonat neutralisiert
und das Polymere durch Zugabe von Äthanol ausgefällt. Der Niederschlag wurde in Wasser aufgelöst und mehrere Tage lang
gegen destilliertes Wasser dialysiert; die wässrige lösung wurde unter vermindertem Druck konzentriert und das Polymere durch Gefriertrocknung
isoliert. Dabei wurde das Molverhältnis Schwefeltrioxyd / D-Glukoseeinheit, die Temperatur und die Zeit variiert.
Die angewandte Whatman-Zellulose war "Column Chromedia G3?-2
Zellulosepulver11.
Die durch Verändern des Molverhältnisses von Schwefeltrioxyd zu D-Glukoseeinheit erzielten Resultate sind in Tabelle I aufgeführt.
Dabei wurde jeweils.1 g Whatman-Zellulosepulver in 65 ml Dimethylsulfoxyd (DMSO) -lösung mit wechselnden Mengen des wie
oben beschrieben dargestellten Komplexes zur Reaktion gebracht. Die in Tabelle I aufgeführten Reaktionen wurden alle bei 25° C
und einer Stunde Reaktionsdauer durchgeführt. Der SG der Produkte
wurde nach der Sohöniger'sche.n Yerbrennungsmethode (s. "Quantitative.
Organic Microanalysis11 von A, Steyermark, Academic Press,
New York (1961), Seite 276) bestimmt. Die Grenzviskosität, ausgedrückt
in Deciliter je Gramm, wurde durch Viskositätseessungen in o,o5-n wässrigen Natriumchloridlösungen mittels eines abgeänderten
TJbbelohde-Tiskosimeters bestimmt (s, "Handbuch der Chemie und Teohnologie der Öle 1", 34o Z~19o8_7 von l.Ubbelohde),
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!Tabelle I
Molverhältnis $> Ausbeute an lös- Sulfat- Viskosität
Schwefeltrioxyd: liohem,nicht dialy- SG (dl/g) D-Glukoseeinheit sierbarem Polymer
3 : 1
6 : 1
9 : 1
21 : 1
| 93,8 | 1,3o | 1,29 |
| 1oo | 1,53 | 1,3o |
| 1oo | 1,63 | 1,39 |
| 1oo | 1,59 | 1,39 |
Wenn pulverisierte Whatraan-Zellulose in Dimethylsulfoxyd "bei
25° C mit verschiedenen Schwefeltrioxydkonzentrationen behandelt
wird, erfolgt eine Sulfonierung in verschiedenem Ausmaß, wie dies in Tabelle I gezeigt ist. Niedrige Konzentrationen von Schwefeltrioxyd
führen bei einstündiger Einwirkung nicht zur vollkommenen Auflösung der Zellulose, So wurdaiz. B. bei einem Molverhältnis
von Schwefeltrioxyd : D-Glukose einheit von 3 : 1 93,8 56 der
Zellulose gelöst, während vollständige lösung erst bei Molverhältnissen von 6 : 1 und höher eintrat.
Bei weiteren Versuchen mit je 1 g Zellulosepulver in 65 ml
DMSO-lösung wurden die Reaktionszeiten variiert und so viel SO^rDMSO Komplex (dargestellt nach Beispiel 1) verwendet, daß
sich ein Molverhältnis von Schwefeltrioxyd : D-Glukoseeinheit
von 6 : 1 ergab. Die Umsetzung wurde bei 25° G durchgeführt»und der S.G. und die Viskosität wie in Beispiel 1 bestimmt.
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1868542
gab eile II
Zeit $> Ausbeute an lös-(min)
Hohem,nicht dia-
lysierbarem Polymer
S. G.
Viskosität (dl/g)
| 7 | 97 | 1,55 | 1,17 |
| 15 | 1oo | 1,62 _ | 1,21 |
| 5o | 1oo | 1,55 | 1,41 |
| 6o | 1oo | 1,55 | 1,5o |
| 18o | 1oo | 1,55 | 1,52 |
Wie aus Tabelle II ersichtlich, läßt sich durch längere Einwirkung, des Reaktionsmediums auf die Zellulose kein Vorteil
erzielen und die Reaktion kann daher bis zur Auflösung der Zellulose durchgeführt werden, längere Reaktionsdauer kann zu
größeren Mengen an dialysierbarem Material von niedrigem Molekulargewicht
führen, ohne den G-rad der Sulfonierung zu erhöhen· Die milde Natur des in Beispiel 2 angewandten Sulfonierungsverfahrens
zeigt sich daran, daß eine Verlängerung der Reaktionszeit den Substitutionsgrad und die Viskosität kaum verändert.
Bei weiteren Versuchen wurde Ig Zellulosepulver in 3o ml
5dmS0 mit dem SO,.DMSO-Eomplex (dargestellt nach Beispiel 1) bei
einem Molverhältnis von SO, : D-Glukoseeinheit von 6 : 1 umgesetzt, wobei die Reaktionstemperatur verändert wurde. Der S.G.
und die Viskosität wurden wie in Beispiel 1 bestimmt.
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I a b e 1 1 e III
Reaktions- Reaktionstemperatur dauer °0 (Minuten)
% Ausbeute an
löslichem
Polymer
Sulfat-Viskosität S.a. dl/g
| 25° | 7 | 97 | 1>53 | 1,17 |
| 25° | 15 | 1oo | 1,62 | 1,21 |
| 5o° | 7 | 1oo | 1,46 | o,58 |
| 5o° | 15 | 1oo | 1,61 | o,52 |
| 1oo° | 5 | 1oo | 1,25 | o,54 |
| 1oo° | 15 | 1oo | 1,o6 | o,21 |
Wie in Tabelle III gezeigt, beschleunigt eine !Temperatursteigerung
die Sulfonierung bei allen Reagenskonzentrationen etwas, erhöht aber auch stark das Ausmaß der Depolymerisation
der Zellulose, wie aus dem Viskositätsabfall bei !Temperaturanstieg
ersichtlich ist.
1 g Natriumzellulosesulfatpolymer, das in einer dreistündigen Reaktion bei 25° O und einem Molverhältnis von SChwefeltrioxyd
zu D-Grlukoseeinheit von 6 r 1 aus Wjniatman-Zellulosepulver hergestellt
worden war und einen Sulfat-S.ö-, von 1fo9 und eine*
Grenzviskosität von 1,80 dl/g hatte, wurde in I00 ml einer o,15-n
wässrigen Natriumohloridlösung gelöst. Das Polymere wurde bei
25° O unter stufenweiser Erhöhung der Ithanolkonzentration um
2,5 $ fraktioniert. Jedesmal nach Zugabe von Äthanol wurde die lösung zentrifugiert und die erhaltenen Niederschläge gesammelt,
in Wasser gelöst und in gewogene Becher, die OeIit enthielten,
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- 1ο -
hineingespült. Each dreistündigem Trocknen "bei 6o° wurden die
sind Becher gewogen und die Menge des Polymeren "bestimmt. Die fiesultate/
der Tabelle IT zu entnehmen. Der S.G. und die Viskosität der
Polymerfraktionen wurden wie in Beispiel 1 bestimmt.
Fraktion $ Äthanolkon- ^ Ausbeute an Sulfat- Viskosität
zentration Zellulosesulfat*- S.G-. dl/g
niederschlag
| 1 | 4o,o | 2o,o | 1,11 | 2,35 |
| 2 | 42,5 | 12,5 | 1,o8 | 2,oo |
| 3 | 45,o | 25,5 | 1,o8 | 1,28 |
| 4 | 47,5 | 17,o | 1,o3 | o,43 |
| 5 | 6o, ο | 16,o | 1,12 | o,22 |
Wie aus Tabelle IV hervorgeht, war die bei einem Molverhältnis von Schwefeltrioxyd : D-Glukoseeinheit von 6:1 bei 25° O
3 Stunden lang sulfonierte Zellulose ziemlich einheitlich in der Molekulargewichtsverteilung} dies läßt auch eine durch stufenweise
Zugabe von Äthanol zu. einer 1 #igen wässrigen Lösung des sulfonierten Produktes erhaltene lällungskurve erkennen. Ungefähr
65 $ des Polymeren fällt zwischen .Äthanolkonzentrationen von
und 5o $ aus. Die gefällten Fraktionen sind alle ziemlich einheitlich
hinsichtlich des Sulfatestergehaltes, obwohl sie die erwarteten Viskositätsunterschiede, entsprechend einer normalen
Molekulargewichtsverteilung, zeigen.
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In einer weiteren Versuchsreihe wurde durch tropfenweise
Zugabe von flüssigem Schwefeltrioxyd zu 1oo ml Tetrachlorkohlenstoff
und 1o ml Dimethylsulfoxyd in einem eisgekühlten 5oo ml-Dreihalskolben
mit Trockenrohr, Rührer und Tropftrichter festes
Schwefeltrioxyd-Dimethylsulfoxyd hergestellt. Der weiße Festkörper wurde in einem groben Sinterglastrichter gesammelt, wobei man
ein Gummituch benützte, um Durchgang von Luft durch den Komplex zu verhindern. Die Komplexverbindung wurde mit trockenem Aceton J
gewaschen und dann mit 1 g Whatman-Zellulose bei 25° C unter Zusatz
von wechselnden Mengen Dimethylsulfoxyd 2o Minuten in einem Mörser in einer "Dry-Boxw, die kontinuierlich mit einem Stickstoff
strom gespült wurde, verrieben. Das bei der eintretenden Reaktion erhaltene polymere Produkt wurde in Wasser gelöst, mit
Natriumbicarbonat neutralisiert und wie oben beschrieben isoliert.
Die Resultate sind in Tabelle V aufgeführt. Dabei war das Molverhältnis von SO_ in dem Komplex zur D-G-lukoseeinheit in der
Zellulose gleich 21 t 1, die verwendete Menge DMSO geht aus Spalte 2 hervor. Der S.G. und die Viskosität des daraus resultierenden
Zellulosesulfatproduktes wurden analog Beispiel 1 bestimmt.
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| Di methylsulf- | - 12 - | Sulfat es'. G. |
1668S42 | |
| oxyd (ml) | atelle V | 1,27 | ||
| 5 | 1,28 | |||
| Polymer | 1o | Löslich | 1,6ο | Viskosität |
| 15 | $> Ausbeute | dl/g | ||
| a | 7,2 | |||
| "b | 1oo,o | 1,o7 | ||
| C | 99,7 | 1,o5 | ||
Wie Tabelle V zeigt, erhält man bei einer hohen Konzentration an Schwefeltrioxyd-Dimethylsulfoxydkomplex mit sehr kleinen Mengen
an Dimethylsulfoxyd bei einer Reaktionsdauer von 3 Stunden bei
25° C ein Zellulosesulfat mit einem S.G. von"1,3 -1,6 und einem
zufriedenstellenden Viskositätswert.
Bei weiteren Versuchen ließ man 1 g Zellulose, so wie sie
aus verschiedenen Rohmaterialien gewonnen wurde, bzw. 1 g Stärke in 1o bis 2o g Dimethylsulfoxyd quellen. Danach wurde so viel
fester Schwefeltrioxyd-Dimethylsulfoxydkomplex hinzugegeben, daß.
sich ein Molverhältnis von Schwefeltrioxyd zu Anhydro-D-Glukoseeinheit
von 6 : 1 einstellte.
Der feste Schwefeltrioxyd-Dimethylsulfoxydkomplex war durch tropfenweise Zugabe von flüssigem Schwefeltrioxyd (15 ml) zu 5o
ml. Dimethylsulfoxyd bei 17 - 18° C unter Rühren hergestellt worden.
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I668S42
Der Komplex wurde durch grobes Sinterglas gefiltert und mit Methylenchlorid gewaschen, um überschüssiges Dimethylsulfoxyd
zu entfernen. Sein Gehalt an Schwefeltrioxyd wurde durch alkalimetrische Tritation bestimmt» Die Komplexbildung zwischen Dimethylsulfoxyd
und Schwefeltrioxyd ist eine exotherme Reaktion. Um Überhitzung mit daraus folgender Dunkelfärbung und teCtigem Kochen der
Mischung zu vermeiden, muß das Schwefeltrioxyd langsam zu dem gut gerührten und unter 15° 0 gekühlten Dimethylsulfoxyd zugegeben
werden.
Material Tempera- Reaktionstur, °ö zeit, min,
Sulfat- Viskosität Viskosität S.G. dl/g cps-1 fo Was
serlösung
| Whatman- Zellulose |
15° | 15 | 1,48 | 1,4 | 1o |
| Zellophan- schnitsel |
15° | 3o | 1,52 | 1,4 | 15 |
| Avicel | 15° | 15 | 1,65 | 1,1 | 17 |
| Zellulose gewonnen aus TrL- acetafc |
15° | 15 | 1,6o | 0,8 | 9 |
| Holzsulfit brei |
15° | 15 | 1,23 | 3,o | 41 ο |
| Baumwoll fasern |
25° | 24o | 1,8o | 4,o | 11oo |
| Maisstärke | 15° | 15 | 2,oo | 1,6 | 51 |
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-H- 1668642
Bei den in Beispiel 6 besehriebenen Versuchen wurde der
Sulfitbrei (Acetylierungsqualität) von Rayonier Inc., Whippany, Ή. J,f die mikrokristalline Zellulose (Avicel) und die Zellophanschnitzel
von der EMC Corporation, American Viscose Div., Marcus Hook, Penn., und die Maisstärke von Corn Products Company, Argo,
111., bezogen. Die handelsübliche Zellulose (Avicel), die Whatman-Zellulose,
der Sulfitbrei, die Baumwolle und die Maisstärke v/urden umgesetzt wie erhalten. Das Zellulosetriacetat, hergestellt nach
der Methode von langhe, G-enung und Mench (s. "Methods in Carbohydrate
Chemistry", Band III, Seite 194, Verlag R. I. Whistler rand M. 1, Wolfrom, Academic Press, New York /T96J5/), wurde nach
der Methode von Cumberbrich und Harland (J. Textile, Inst., 49 f
1679 /^958/) regeneriert.
Das in Beispiel 6 angewendete Verfahren, d. h. die Zugabe von festem SCHwefeltrioxyd-Dimethylsulfoxydkomplex zu Zellulose
oder Stärke, die in Dimethylsulfoxyd vorgequollen worden war, ergab gute Sulfonierungen. Wie bereits erwähnt, vermischt man
vorzugsweise die Zellulose bzw. Stärke mit Dimethylsulfoxyd, ehe ' man sie der Umsetzung mit dem erfindungsgemäßen Komplex unterwirft.
Die vorgequollene Zellulose bzw. Stärke erwies sich als reaktionsfähiger als die nicht vorgequollene Zellulose bzw. Stärke
Die Verwendung von festem Sohwefeltrioxyd-Dimethylsulfoxydkomplex zur Sulfonierung der Zellulose bzw. Stärke ist bevorzugt,
da Schwefeltrioxyd in dieser Form reaktionsfähiger ist. Wenn
Sohwefeltrioxyd dem Dimethylsulfoxyd zugefügt wird, verbindet
sioh, wie festgestellt wurde, mit der Zeit das Schwefeltrioxyd
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immer mehr mit einem etwa vorhandenen Überschuß an Dimethylsulfoxyd.
Dies drückt sich in den immer niedriger werdenden Titern aus, die "beim Neutralisieren des Gemisches gegen Phenο!phthalein
mit Alkali erhalten werden. Es wurde festgestellt, daß ein Schwefeltrioxyd-Dimethylsulfoxydkomplex, der größere Mengen an
Dimethylsulfoxyd enthält - wie dies der Pail ist, wenn der Komplex
in Kontakt mit Dimethylsulfoxyd längere Zeit, beispielsweise 24 Stunden, stehen gelassen wird - weniger reaktiv ist als ein
frisch hergestellter Komplex. Dieses Problem spielt aber bei der Verwendung von festem Sehwefeltrioxyd-Dimethylsulfoxydkomplex, t)
der beim Aufbewahren bei Raumtemperatur stabil Ist und seine Reaktionsfähigkeit auch bei längerer Aufbewahrung beibehält, keine
Rolle. Ebenso ist ein frisch hergestellter Sulfonierungskomplex selbstverständlich in Lösung besonders reaktionsfähig. Bei Anwendung
in Lösung ist daher der frisch hergestellte Komplex bevorzugt.
Bei Anwendung von festem Komplex auf vorgequollene Zellulose
oder Stärke, wie in den in Tabelle VI aufgeführten Versuchen beschrieben, erhält man gewöhnlich in 15 Minuten bei 15° ein vollkommen
wasserlösliches Produkt, ohne daß man besonders große Mengen an Dimethylsulfoxyd verwenden muß. Wie Tabelle VI zeigt,
ergibt dieses Verfahren Zellulosesulfate mit hoher Viskosität. Baumwollfasern verlangen eine längere Reaktionszeit und ein
. höheres Molverhältnis von Schwefeltrioxyd-Dimethylsulfoxydkomplex
: D-Glukoseeinheit, da sonst nach 15 Minuten ein unlösliches Produkt vom S.G. O,71 erhalten wird. Damit das erhaltene Zel'lulosesulfat
wasserlöslich Ist, muß, wie festgestellt wurde, der S«.G. größer als 1,o sein.
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Bei Verwendung von festem Schwefeltrioxyd-Dimethylsulfoxydkomplex,
wie in Beispiel 6, kann die Reaktion mit einer kleinen, zum Quellen der Zellulose bzw. Stärke ausreichenden Menge Dimethylsulfoxyd
durchgeführt werden. Die angewendete Menge hängt von der Quellneigung der Zellulose bzw. Stärke ab. Wenn die
Zellulose bzw. Stärke eine größere Quellneigung hat, wird sie mehr Dimethylsulfoxyd adsorbieren und entsprechend wird mehr
gebraucht und umgekehrt.
Zellulose bzw. Stärke eine größere Quellneigung hat, wird sie mehr Dimethylsulfoxyd adsorbieren und entsprechend wird mehr
gebraucht und umgekehrt.
In einer weiteren Versuchsreihe wurde 1 g Zellulose oder Maisstärke zunächst mehrere Stunden in 4o ml Dimethylsulfoxyd
gequollen. Dann wurde eine Dimethylsulfoxydlösung hinzugegeben, die so viel Schwefeltrioxyd enthält, daß das Molverhältnis
Schwefeltrioxyd : D-G-luko se einheit gleich 6 : 1 ist. In jedem Falle betrug das Gesamtvolumen nach Hinzufügen der Dimethylsulfoxydlösung 65 ml. Reaktionstemperatur: 250O.
Schwefeltrioxyd : D-G-luko se einheit gleich 6 : 1 ist. In jedem Falle betrug das Gesamtvolumen nach Hinzufügen der Dimethylsulfoxydlösung 65 ml. Reaktionstemperatur: 250O.
Die Ergebnisse zeigt die Tabelle VII:
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Tabelle YII
Material Reaktions- Ausbeute an was- Sulfat- Viskosität zeit (h) serlöslichem Ma- S.G-. dl/g
terial in $
| Whatman- Zellulose |
3 | 1oo | 1,81 | o,8o |
| Zellophan schnitzel |
3 | 1oo | 1,65 | o,84 |
| Avicel | 3 | 1oo | 1,83 | 0,64 |
| Zellulose gewonnen aus Tri- acetat |
3 | 1oo | 1,65 | o,54 |
| Holzsulfit brei |
3 | 1oo | 1,72 | 1,6o |
| Zellulose gewonnen aus Baurawoll-Iin- ters durch Phosphorsäure |
4 | 89,2 | 1,31 | 2,6o |
| Baumwoll- linters |
24 | 94,o | 1,4o | 2,6o |
| Maisstärke | 3 | 1oo | 2,2o | 1,6o |
Die in Spalte 1 aufgeführten Ausgangsstoffe waren dieselben, i
wie die in Tabelle VI aufgeführten. Wie Tabelle VII zeigt, ergab die hier angewandte Arbeitsweise Produkte von niedrigerer Viskosität
als beim Arbeiten naoh Beispiel 6.
In den vorstehenden Beispielen wurde das Heaktionsgemisoh
auf folgende Weise aufgearbeitet: In den in einem Eisbad gekühlten Kolben wurden 5o ml destilliertes Wasser und 3 Tropfen Phenol-
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-ie- I668542
phthalein-Indikatorlösung eingebracht, worauf mit 6 #iger Natronlauge
langsam neutralisiert wurde. Die Mischung wurde dann 3o Minuten feerührt und gegebenenfalls noch Natronlauge zur Aufrechterhaltung
der Neutralisation zugegeben. Das Polymere wurde dann mit Äthanol ausgefällt, in 25o ml Wasser gelöst und mehrere
Tage gegen destilliertes Wasser dialysiert. Die wässrige Lösung wurde unter -vermindertem Druck auf ungefähr 15ο ml eingeengt.
Eine Probe wurde angesäuert und das Polymere mit Ithanol ausgefällt.
Wenn bei Zugabe von Bariumchlorid zu der überstehenden Flüssigkeit ein Niederschlag von Bariumsulfat auftrat, wurde
das Polymere noch weiter dialysiert. In der konzentrierten, wässrigen Lösung wurde ein pH-Wert von 7 bis 7,5 eingestellt.
Die neutrale Lösung wurde durch ein Sinterglas mittlerer Porengröße gefiltert und das Produkt durch Gefriertrocknung isoliert.
Die Auswirkung des Sulfat-Substitutionsgrädes auf die Intrinsic-Viskosität
(analog Beispiel 1 bestimmt) geht aus Tabelle VIII hervor:
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Tabelle VIII
| Sulfat- S.G. |
Viskosität dl/g |
|
| Zellulose | 1,1o | 1,8o |
| Whatman | 1,62 | 1,2o |
| 1,81 | o,8o | |
| 1,44 | o,98 | |
| Avicel | 1,83 | o,64 |
Zellulose, gewon- 1,3o nen aus Triacetat 1,65
o,54
Wie gezeigt, nimmt die Intrinsic-Viskosität im gleichen
Masse a"b, wie der Substitutionsgrad zunimmt. Die in Spalte 1 aufgeführten Ausgangsmaterialien waren dieselben wie oben.
Die verschiedenen Zellulosesulfate bzw. das Stärkesulfat in den labeilen VI und VII verbanden sich mit Protein und fällten
dies aus 2 ?6igen wässrigen lösungen von Eialbutnin oder Gelatine
aus. Lösungen aus ZelluloseBUlfaten bzw. Stärkesulfat mit einer
Grenzviskosität von «ehr als ο,45 wurden durch Bariumionen,
nicht aber durch Oaloiumiontn ausgefällt· Zellulose- oder Stärkesulfate mit einem Substitutionsgrad von 1 ί 5 oder höher wurden
durch Kaliumionen ausgefällt. In diesen Fällungstesten wurden
jeweils 1 ml einer 1 Jßigen Lösung von sulfonierter Zellulose
'bzw. Stärke mit 1 ml der folgenden Lösungen behandelt: 2 ?6ige
Elalbuminlösung; 2 jiige Gelatinelösungϊ 3 #ige Galciumohloridlöflungi gesättigte Kaliumehloridlösung und 3 #ige Bariumohlorid-
. lösung·
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Die erfindungsgemäßen sulfonierten Produkte können zum
Verdicken von Klebstoffen verwendet werden. Ein Klebstoff, tier's
gestellt durch Zugabe von 15 g Knochenleim zu 1o5 car Wasser,
hatte eine Viskosität von 2,ο cps bei 45° C und 12 cps bei 25° O.
Wurde dieser leim durch Zugabe von 13,5 g Knochenleim und 1,5 g
■ζ
erfindungsgemäßes Katriumzellulosesulfat auf 1o5 cm Wasser hergestellt,
dann betrug seine Viskosität ■*&& 39o cps bei 45° O und
95o ops bei 25° O.
Der Dimethylsulfoxyd-Schwefeltrioxydkomplex, der erfindungsgemäß zur Sulfonierung von Zellulose und Stärke verwendet wird,
ist eine neue Verbindung. Bei alkalimetrißcher litration wurde
gefunden, daß der Komplex Dimethylsulfoxyd und Schwefeltrioxyd in einem molaren Verhältnis von 1 : 1 enthält. Wie erwähnt,
bildet sich der Komplex bei Zugabe von z. B. 5o bis 55 g Schwefeltrioxyd
zu z, B. 1oo g Dimethylsulfoxyd. Der Komplex beginnt auszufallen, wenn ungefähr 4o der 5o bis 55 g Schwefeltrioxyd
zugefügt worden sind.
Fügt man das Schwefeltrioxyd zu einem großen Überschuß von Dimethylsulfoxyd hinzu, so fällt der Komplex nicht aus. Eine
auf diese Weise frisch hergestellte Lösung erwies sich als besonders geeignet für die Sulfonierung. Die volle Stärke des
Schwefeltrioxyds ist für die Reaktion ausnutzbar, und je größer die Menge an Schwefeltrioxyd ist, desto größer ist der SuIfonierungsgrad.
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Wenn die lösung von Schwefeltrioxyd in Dimethylsulfoxyd vor Benutzung zur Sulfonierung längere Zeit stehen bleibt,
wird ein bestimmter Prozentsatz des vorhandenen Sohwefeltrioxyds als Sulfonierungsmittel unbrauchbar. Der Grund dafür,
daß ein Teil des Schwefeltrioxyds zur Sulfonierung nicht mehr verfügbar ist, besteht in einer laufenden Komplexbildung zwischen
Dimethylsulfoxyd und Schwefeltrioxyd, wodurch das molare Verhältnis von Dimethylsulfoxyd zu Sohwefeltrioxyd Über ein
Verhältnis von 1 : 1 hinaus anwächst. Im gleichen Maß, wie das molare Verhältnis von Dimethyleulfoxyd zu Schwefeltrioxyd in
dem Komplex weiter zunimmt, nimmt die Reaktionsfähigkeit des ™
Komplexes ab.
Bei der praktischen Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens ist die Verwendung eines Sulfönierungskomplexes mit
1 bis ungefähr 3 Mol Dimethylsulfoxyd je Mol Schwöföltrioxyd
bevorzugt. Es wurde gefunden, daß solche Komplexe bei der Sulfonierung
von Zellulose bzw. Stärke zu einem Minimum an Abbau führen.
Den erfindungsgötnäßen Sulfoni#rungskomplexdn, die fe«i der
Sulfonierung von Zellulose oder Stärke nur jsu dinem Minimum an
Zersetzung oder Abbau führen, köfflsst detanaoh vorzugsweise folgende
iOrmel zu ι
OH^ \
XS*0 I , BQ3
109024/1860
-22- 16685α
wobei χ in einem Bereich von 1 "bis ungefähr 3 liegen kann. Vor-,
zugsweise ist χ gleich 1, da der Komplex in dieser Form die
größte Menge an Schwefeltrioxyd enthält, und daher hei der
Sulfonierung von Zellulose oder Stärke "besonders reaktionsfähig ist«
Batentansprüohe
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Claims (9)
1. Verfahren zur Herstellung der Schwefelsäureester von
Zellulose oder Stärke, dadurch gekennzeichnet , daß man die Zellulose bzw. Stärke mit einem Sulfonierungskomplex
aus Schwefeltrioxyd und Dimethylsulfoxyd umsetzt.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch g e k e η η zeichnet
, daß die Umsetzung "bei Raumtemperatur durchgeführt wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der gebildete Ester aus dem Reaktionsgemisch
durch Zugabe eines mit Wasser mischbaren Lösungsmittels
ausgefällt und gewonnen wird.
4. Verfahren nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekenn
zeichnet , daß man die Zellulose mit einer derartigen Menge des Komplexes aus Schwefeltrioxyd und Dimethylsulfoxyd
umsetzt, daß das Mol-verhältnis von SChwefeltrioxyd zu D-GKLukoseeinheit
ungefähr 14 2 1 beträgt.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1-4» dadurch gekennzeichnet , daß die Umsetzung in Gegenwart eines
organischen Verdünnungsmittels durchgeführt wird.
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6. Verfahren nach, einen] der Ansprüche 1-5» dadurch
gekennzeichnet , daß man Zellulose oder Stärke verwendet, die vor der Umsetzung in Dimethyls.ulfoxyd vorgequollen
ist.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1-6, dadurch g e · kennzeichnet , daß der Sulfonierungskomplex in fester
Form verwendet wird.
8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1-7» dadurch g e ■
kennzeichnet , daß der Sulfonierungskomplex in
Dimethylsulfoxydlb'sung, frisch hergestellt, verwendet wird.
9. Verfahren nach einem der Ansprüche 1-8, dadurch g e - kennzeichnet , daß der Sulfonierungskomplex der
Formel
worin χ gleich 1 bis 3, vorzugsweise gleich 1 ist, entspricht.
1o. Zur Sulfonierung von Zellulose oder Stärke nach Anspruch
1-9 geeignete Komplexe der Verbindung der Formel
worin χ gleich 1 bis 3, Toreugsweise gleich 1 ist.
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Applications Claiming Priority (2)
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Publications (1)
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| US5521303A (en) * | 1994-10-13 | 1996-05-28 | Cv Therapeutics, Inc. | Method of manufacturing non-absorbable synthetic sulfated polysaccharides |
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