DE1659191A1 - Bewehrungsmatte fuer den Stahlbetonbau - Google Patents
Bewehrungsmatte fuer den StahlbetonbauInfo
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Description
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Bewehrungsmatte für den Stahlbetonbau
Die Erfindung bezieht sioh auf eine Bewehrungsmatte für den Stahlbetonbau, bestehend aus einem Gitterwerk
von in Längsrichtung verlaufenden, untereinander durch Stege od. dgl. verbundenen Doppelstäben in einer Ebene
und quer dazu liegenden Querverteilern in einer benachbarten Ebene.
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Bei den bekannten Matten dieser Art liegen die Doppelstäbe in einer Ebene, die parallel zur Ebene
der Querverteiler istj die Enden der Doppelstäbe sind außerdem unverbunden.
In den letzten Jahren verwendet man wegen des
geringen Arbeitsaufwandes zunehmend Baustahlgittermatten anstelle des Rundstahles für die Bewehrung
von Stahlbetonplatten u.dgl. Nachteilig ist dabei, daß Stoßstellen durch Überlappung abgefangen werden müssen, und daß sich Schwierigkeiten bei der
Ausführung der Anschlußstellen zwischen Platten, Trägern, Rosten u.dgl. ergeben. Die Ausbildung dieser
Anschlüsse erfolgt in der Praxis entweder durch Verwendung von Zulagen aus Rundstahl im Bereich der
Anschlußstellen oder aber durch Zerschneiden des Endverteilers einer Matte, um eine genügende Haftlänge
für die Hauptbewehrungsstäbe erreichen zu können.
Weitere Ansohlußschwierigkeiten ergeben sich bei der Herstellung der zunehmend verwendeten Stahlbetonfertigteile.
Die Ausführung der Anschlüsse erfolgt bei fast allen solchen Systemen durch Verbindungsschlaufen
aus Rundstahl. Die Stoßstelle zweier Fertigteildeckenplatten über einer tragenden Wandscheibe
beispielsweise erfordert einen Anschluß durch in die Deckenplatten einbetonierte, sich übergreifende
Schlaufen aus Rundstahlj außer dem aufwändigen Einbringen dieser Verbindungsschlaufen und dem
großen Stahlverbrauch für ihre notwendige Haftlänge in den Fertigteilen selbst und in der Vergußfuge ist
dabei noch eine große Wandstärke erforderlich.
Bei anderen bekannten Systemen wird die Verbindung der Pertigteildeckenplatten untereinander sowie
ihre Verbindung mit anderen Stahlbeton- oder Betonfertigteilen durch Aussparungen und nach der Montage
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eingelegte Rundstahlstäbe und deren Verguß gelöst.
Die erfindungsgemäße Matte unterscheidet sich bekannten gegenüber dadurch, daß die Stäbe jedes
Doppelstabes mindestens an einem Ende desselben miteinander, vorzugsweise durch einen Steg, verbunden
sind und daß jeder Doppelstab zur Gänze oder mindestens an einem Endbereich in. einer senkrecht zur
Ebene der Querverteiler liegende Ebene angeordnet ist. Dies hat den Vorteil, daß die Matten einen
sicheren Anschluß aneinander und an Träger od.dgl. ermöglichen, wobei zusätzlich Steckbindungen in den
Enden der Doppelstäbe vorgesehen werden können, wodurch sich eine material-, kosten- und raumsparende
Ausbildung der Anschlüsse sowie eine vorzügliche Verankerung der verbundenen Teile in Beton ergibt, Die
erfindungsgemäßen Matten lassen sich mit Vorteil auch bei der Verbindung von Stahlbetonfertigteilen verwenden.
Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung verschiedener
Ausführungsformen. Es zeigen: die Fig. bis 4 eine erste Ausführungsform, und zwar in Fig.
in Draufsicht, in Fig. 2 in Seitenansicht, in Fig. in einem Schnitt nach der Linie 3-3 der Fig. 1, in
Fig. 4 im Detail A der Fig. 3, die Fig. 5 bis 8 ähnliche Darstellungen einer zweiten Ausführungsform,
Fig. 9 eine zu Fig. 6 ähnliche Darstellung einer dritten Ausführungsform, die Fig. 10 bis 12 und 13
bis 15 zu den Fig. 1 bis 3 ähnliche Darstellungen einer vierten und fünften Ausführungsform, die Fig.
und 17 Draufsichten auf zwei weitere Ausführungsformen, Fig. 18 einen Vertikalschnitt durch eine Stahlbetonkonstruktion
mit einer Platte, die mit einer erfindungsgemäßen Matte bewäart ist, Fig. 19 einen Vertikalschnitt
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durch eine Fertigteilkonstruktion unter Verwendung der Matten nach den Pig. 5 bis 9, Fig. 20 das Schaubild
einer Matte nach den Fig. 5 biß 8 in Winkelforra,
Fig. 21 eine Seitenansicht eines aus Matten nach den Fig. 1 bis 4 zusammengesetzten Bewehrungsteiles, die
Fig. 22 eine Draufsicht auf eine Matte mit verschieden langen Doppelstäben, Fig. 23 einen aus zwei solchen
Matten gebildeten Bewehrungsteil, die Fig. 24 und 25 sind ähnliche Darstellungen einer hiezu abgeänderten
Ausfuhrungsform, Fig. 2b zeigt eine Ausbildung einer
Matte mit nach oben aufgebogenen Enden der Doppelstäbe und Fig. 27 deren Einbau in einer Deckenkonstruktion,
Fig. 28 eine Draufsicht auf eine letzte Ausführungsform, Fig. 29 die zugehörige Seitenansicht und
Fig. 30 eine hiezu abgeänderte Ausführung.
Bei der in den Fig. 1 bis 4 dargestellten Matte sind übliche Bistahlstäbe in parallelen Vertikalebenen
unter Belassung eines Abstandes voneinander angeordnet und durch in einer Horizontalebene liegende Querverteiler
2 miteinander durch Schweifiung verbunden. Die Ausbildung der Stäbe 1 ist dabei so getroffen, daß die
Stäbe 2 jeweils an der Stelle eines Quersteges 5 der
Stäbe 1 verlaufen, daß zwischen den Kreuaungsstellen
der Doppelstäbe 1 mit der den Querstäben 2, mindestens ein, bevorzugt, wie in Fig. 2 ersichtlich, zwei Querstege
3 liegen, und daß die Stäbe 1 am Ende durch einen solchen Quersteg 3 verbunden sind. Anstelle von Bistjrfalxlstäben
können auch Doppelstäbe verwendet werden, die durch Querstege aus Metall, Kunststoff od. dgl. in beliebiger
Weise untereinander verbunden sind.
Die Ausbildung nach den Fig. 5 bis 8 unterscheidet sich von der vorhergehend beschriebenen dadurch, daß nur
die Endbereiche 4 der Doppelstäbe 1 in Vertikal ebenen liegeiif die zwischen diesen Endbereichen liegenden Teile
der Doppelstäbe liegen in einer zur Ebene der Querverteiler
2 parallelen Horizoiifalebene.
- 4 10S885/0349
Gewünschtenfalls kann bei dieser Ausbildung wie in Fig.9
gezeigt, auch nur ein Endbereich 4 des Doppelstabes 1 in einer Vertikalebene liegen. Die Herstellung solcher Stäbe
erfolgt durch Verdrehen der Endbereiche 4 um die Stablängsachse um einen Winkel von 90°.
Uach beiden Ausführungsformen gemäß den Pig. 10 bis 12 einerseits und 13 bis 15 anderseits, die im Prinzip
den Ausführungen nach den Pig. 1 bis 4 und 5 bis 8 entsprechen, sind auch die Querverteiler 2, anstelle aus
einfachen geraden Stäben zu bestehen, durch Stäbe aus Bisiäil gebildet, die in einer Horizontalebene liegen.
Wie aus Pig. 13 ersichtlich, kann gewünschtenfalls im
Querverteiler 2 jeweils ein weiterer Quersteg zwischen seinen Befestigungspunkten an den Längsstäben 1 vorgesehen
werden.
Die Querverteiler 2 können aber auch unter einem Winkel, wie gemäß den Pig. 16 und 17 von 45 , geneigt
zu den Längsstäben 1 angeordnet sein, wobei die Kreuzungsstellen zweckmäßig zwischen den Querstegen 3 liegen.
In Pig. 16 ist jeder Querverteiler 2 wieder aus einem einfachen geraden Stab und in Pig. 17 aus einem Doppelstab
gebildet.
Das Zusammenschweissen der Stäbe 1, 2 untereinander
kann sowohl an jeder Kreuzungsstelle als auch nur in einigen derselben erfolgen.
Wie aus Pig. 18 ersichtlich, kann die erfindungsgemäße
Matte nach den Pig. 1 bis 4 leicht und sicher mit den verschiedenen Teilen einer Stahl betonkonstruktion verbunden
werden.
Die Verwendung der erfindungsgemäßen Matte nach den
Fig. 5 bis 9 ist bei Fertigteilkonatruktionen besonders
vorteilhaft j Pig. 19 zeigt eine damit hergestellte Verbindung bei einer Fertigteilkonstruktion mit einem Wandteii
5 und Fertigteildecken 6 mit den in dieaer Weiss
erfindungsgemäß ausgebildeten Bewehrungsmatten. Ein Querstab 7 ist als Steckverbindung zwischen die Doppelstäbe
hinter dem Quersteg 3 in dem zu vergießenden Raum 8 zwischen den Stirnwänden der Deckenteile 6 eingeschoben.
Um auch Stabelemente, wie Träger, Stützen u.dgl. und deren Anschlüsse oder Verbindungen armieren zu können,
läßt sich die erfindungsgemäße Bewehrungsmatte auch in Winkelform herstellen. Eine solche Matte nach den Fig.5
bis 8, in eine Winkelform gebogen, veranschaulicht die Fig. 20. Fig. 21 zeigt einen aus einer Matte nach den
Fig. 1 bis 4 zusammengesetzten Bewehrungsteil, der sich
besonders für Stützen eignet.
Weitere Anwendungsmöglichkeiten erschließen sich den erfindungsgemäßen Matten dadurch, daß man sie als Teile
eines genormten Baukastensystemes verschiedener Mattenlängen mit gleichen oder verschiedenen Stäilquerschnittsflachen
ausbildet. In diesem Falle besteht sie in an sich bekannter Verlegeweise aus zwei für sich getrennten,
untereinander gleich oder verschieden ausgebildeten Mattenteilen, von denen jeder kürzer ist als die Platten-=
Stützweite und die durch Aufeinanderlegen, und zwar von je einem Ende der Stützweite aus, zu der den statischen
Erfordernissen genügenden, gestaffelten Flächenbewehrung zusammensetzbar sind.
So zeigt Fig. 22 einen Mattenteil 10, dessen Doppelstäbe 1 am rechten Ende verschieden lang und unverbunden
sind. Die aus zwei solchen Mattenteilen 10, 10' durch Übereinanderlegen von den Enden der Stützweite
gebildete Bewehrung veranschaulicht Fig. 24; man er-
hÄlt so eine gestaffelte Flächenbewehrung. Durch Wahl
entsprechend langer Mattenteile und deren Übergriff kann dem jeweiligen Lastfall entsprochen werden, ohne
daß ein Zuschneiden der Matten erforderlich ist.
- 6
Durch noniusartiges Verschieben der "beiden Mattenteile
gegeneinander kann außerdem eine beliebige Stützweite innerhalb eines bestimmten Bereiches beherrscht v/erden,
der einer Stufe des Baukastensystems entspricht. Bei Erreichen der maximalen oder minimalen Stützweite in
diesem Bereich erfolgt erforderlichenfalls der Übergang zixr benachbarten Stufe des Baukastensystems.
Die Ausbildungen nach den Fig. 23 und 25 unterscheiden
sich denen nach den Pig. 22 und 24 gegenüber dadurch, daß die Querverteiler, wie im Falle der Fig. 16, unter
45° geneigt su den Doppelstäben 1 liegen. Wie aus Fig.25 hervorgeht, ergibt sich dabei im Mittelfeld, wo sich die
Mattenteile 10,10* überlappen, durch die geneigten Querverteiler
2 ein Nets von sich in vier Richtungen kreuzenden Stäben.
Die dem Endteil 4 gegenüberliegenden Endteile 9 der Doppelstäbe einer Matte nach Fig* 9 können auch, wie in
Fig. 26 unter Weglassung der Querverteiler dargestellt, etwa unter 4 5° aufgebogen sein, um in der Zone großer
Querkräfte, z.B. im Falle einer Deckenkonstruktion nach Fig. 27, einen günstigen Verlauf der Längsbev.'ehrung su
ermöglichen.
Als Variante der bisher beschriebenen Bewehrungsmatten in Flächen- oder in Winkelform kann auch die nach
den Fig.28 und 29 gewählt werden, die als Doppel stab einen zu einer geschlossenen Schleife zusammengebogenen Stab
aufweist. Die Fig. 30 seigt eine v/eitere Abänderung hierin, bei welcher der Doppels*©) 1 in U-Form gebogen ist
und dessen beide Schenkel somit nur an einera Ende verbunden sind.
Im Rahmen der Erfindung sind weitere Abänderungen an den beschriebenen Ausführungsformen möglich.
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Claims (1)
- Patentansprüche:1. !Bewehrungsmatte für den Stahlbetonbau, bestehend aus·einem Gitterwerk von in Längsrichtung verlaufenden, untereinander durch Stege od.dgl. verbundenen Doppelstäben in einer Ebene und quer dazu liegenden Querverteilern in einer benachbarten Ebene, dadurch gekennzeichnet, daß die Stäbe jedes Doppelstabes (1) mindestens an einem Ende desselben miteinander, vorzugsweise durch einen Steg (3), verbunden sind/und daß jeder Doppelstab (1) zur Gänze oder mindestens an einem Endbereich wie an sich bekannt, in einer senkrecht zur Ebene der Querverteiler (2) liegenden Ebene angeordnet ist.2. Malte nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß jeder Endbereich (4) der in bekannter Weise parallel zur Ebene der Querverteiler (2) liegenden Doppelstäbe (1) um ihre Längsachse um 90° verdreht ist (lig. 5 bis 8).3. Matte nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Querverteiler (2) durch paarweise unter Selassung eines Abstandes nebeneinanderliegende, untereinander verbundene Doppelstäbe gebildet sind (Fig. 10 bis 15).4. Matte nach Anspruch 3» dadurch gekennzeichnet, daß die Doppelstäbe der Querverteiler (2) untereinander auoh zwischen den Kreuzungssteilen mit den Längsstäben (1) verbunden sind (Pig. 13).5. Matte nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß sie in an sich bekannter Verlegeweise aus zwei für sich getrennten Teilen (10, 10')- besteht, von denen jeder kürzer ist als die Plattenstützweite und die durch Aufeinanderlegen, und zwar von je einem Ende der Stützweite aus, zu der den statischen Erfordernissen genügenden, gestaffelten Flächenbewehrung zusammensetzbar sind, und daß die beiden Mattenteile109885/0349„ue Urne«lagen iah. /.■/..-. ■165919t(10,1O1), die untereinander gleich oder verschieden ausgebildet, insbesondere gleich oder verschieden lang sind, genormte Teile eines Baukastensystemes verschiedener Mattenlängen mit gleichen oder verschiedenen Stahlquerschnittsflächen bilden (!»ig. 24,25).6. Matte nach Anspruch 5» dadurch gekennzeichnet, daß die Querverteiler (2) geneigt zu den Doppelstäben (1) angeordnet sind, wodurch sich in der Zone der Überlappung der Mattenteile ein bei deren Verschiebung gleichbleibendes Netz von sich in mindestens drei Riohtungen kreuzenden Stäben ergibt (!ig. 16,17).7. Matte nach einem der Ansprüche 1 bis 4» dadurch gekennzeichnet, daß ein Ende (9) des Doppelstabes (1) aus der Ebene der Matte herausgebogen ist, vorzugsweise unter einem Winkel von 45° (3?ig. 26).8. Matte nach einem der vorhergehenden Anspüche, dadurch gekennzeichnet, daß sie in Winkelf-orm ausgebildet ist (Fig. 20).109885/034940 .Leerseite
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| C3 | Grant after two publication steps (3rd publication) |