DE1658112A1 - Verfahren und Anlage zur Wasserreinigung nach dem Belebungsverfahren,insbesondere zur biologischen Vollreinigung - Google Patents
Verfahren und Anlage zur Wasserreinigung nach dem Belebungsverfahren,insbesondere zur biologischen VollreinigungInfo
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- P a t e n t a n s p r ü c h e 1. Verfahren zur Wasserreinigung nach dem Belebungsverfahren, insbesondere zur biologischen Vollreinigung, mit Aufspaltung der Belebungsstufe, in der das Wasser umgewälzt, mit Rücklaufschlamm beschickt und belüftet wird, in eine hochbelastete Belebungsphase (Phase I) und eine dieser nachgeschalteten schwach belastete belebungsphase (Phase II), sowie gegebenenfalls mit einer nachgeschalteten I#achklärstufe, dadurch gekennzeichnet, daß man mindestens einen Teil des Ablaufes der Phase I mit mindestens einem Teil des Rücklaufschlammes mischt und das Gemisch teilweise der Phase I und teilweise der Phase II zuführt.
- 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Gesamtmenge des der Phase I und der Phase II zugeführten Rücklaufschlammes mit dem Gesamtablauf der Phase I gemischt wird. 3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die der Phase I und der Phase II zugeführten Teilmengen des Gemsiches in-ihrer Menge unabhängig voneinander geregelt werden. 4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Rücklaufsählamm der Phase II und/oder gegebenenfalls aus der Nachklärstufe regelbar abgezogen wird. 5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Sauerstoffeintrag fUr Phase I und II unabhängig voneinander geregelt wird. 6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß in Phase I und Phase II eine Umwälzung mit unabhängig voneinander regelbarer Fließgeschwindigkeit erzeugt wird. 7. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß in Phase II eine Umwälzung mit einer Fließgeschwindigkeit erzeugt wird, deren horizontale Komponente von einem Maximalwert im Bereich der Oberfläche nach unten abnimmt und im unteren Bereich vorzugsweise Null oder nahezu Null beträgt. 8. Verfahren nach Anspruch 7.dadurch gekennzeichnet, daß die Fließgeschwindigkeit in Phase I im Bereich der Oberfläche 20 bis 50 cm/sec beträgt. 9. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Schlai#mbelastung in Phase I bis 2u zehn mal, vorzugsweise bis zu fünfmal und insbesondere bis zu zweimal größer als in Phase II eingeregelt wird. 10. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Schlammbelastung in Phase I auch über 1,5 BU 59 insbesondere über 2kg ESB 5 pro Kilogramm Trockensubstanz eingeregelt wird bei Einhaltung der biologischen Vollreinigungsbedingungen in Phase II. 11. Schlammbelebungsanlage zur Durchführung des Verfahrens nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß ein erstes mit Belüftungseinrichtungen versehenes Belebungsbecken (Becken I) und ein zweites mit Belüftungseinrichtungen versehenes Belebungsbecken (Becken II) durch eine Fördereinrichtung verbunden sind, deren Zufluß an das Becken I sowie einen Rücklaufschlammkanal und deren Abfluß an das Becken I sowie an das Becken II angeschlossen ist. 12. Anlage nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Fördereinrichtung als lotrecht und/oder schräg nach oben führender Mischkamin ausgebildet ist. 13. Anlage nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Fördereinrichtung, vorzugsweise ihre Ablaufleitung, mit einer Überschußschlammabzugsvorrichtung versehen_ ist. 14. Anlage nach Anspruch 12 und 13, dadurch gekennzeichnet, daß die Überschußschlammabzugsvorrichtung am oberen Ende des Misch- und Förderkamins, vorzugsweise auf der Seite des Beckens I, angeordnet und als Schlammrinne ausgebildet ist. 15. Anlage nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß die Schlammrinne für den Überschußschlamm an mindestens einem Ende einen regelbaren Ablauf besitzt, der vorzugsweise durch einen Schieber absperrbar ist. 16. Anlage nach einem der Ansprüche 11 bis 15, dadurch gekennzeichnet, daß an dem Ablauf oder den Abläufen der Fördereinrichtung verstellbare Überfallkanten angeordnet sind. 17. Anlage nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, daß die Überfallkanten in der Höhe oder in der Länge verstellbar sind. 18. Anlage nach Anspruch 14 oder 15, dadurch gekennzeichnet, daß die Rinne für den Überschußschlamm gleichzeitig eine Überfallkante für die Abflußleitung der Fördereinrichtung bildet. 19. Anlage nach einem der Ansprüche 11 bis 18, dadurch gekennzeichnet, daß die Fördereinrichtung in an sich bekannter Weise eine Mammutpumpe aufweist. 20. Anlage nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet:, daß die Mammutpumpe einen nach unten offenen Belüftungskasten aufweist, bei dem mindestens ein Teil einer Seitenwand eine Kammform mit nach unten offenen Zwischenräumen hat. 21. Anlage nach einem der Ansprüche 11 bis 20, dadurch gekennzeichnet, daß zur Belüftung desBeckens I und des Beckens II an sich bekannte Belüftungsrotoren vorgesehen sind. 22. Anlage nach Anspruch 21, dadurch gekennzeichnet, daß die Rotoren im Becken I und im Becken II eine unterschiedliche BelUftungsleistung aufweisen. 23. Anlage nach Anspruch 22, dadurch gekennzeichnet, daß einer oder mehrere der vorhandenen Rotoren mit einem Abschnitt in das Becken I und mit einem anderen Abschnitt in das Becken II eintaucht, wobei die Abschnitte verschiedene Plattenbestückung aufweisen. 24. Anlage nach einem der Ansprüche 11 bis 23, dadurch gekennzeichnet, daß das Becken I und das Becken II jeweils ringförmig in sich geschlossen sind. 25. Anlage nach Anspruch 24, dadurch gekennzeichnet, daß das Becken II das Becken I ringförmig umgibt. 26. Anlage nach Anspruch 25, dadurch gekennzeichnet, daß der Ablauf aus dem 3ecken I, das Mischen mit dem Rücklaufschlamm und der Zulauf des Gemisches zum becken I und zum ßecken.II gleichmäßig verteilt,'längs mindestens eines Teiles des Außenumfangs des Beckens I bzw. des Innenumfanges des Beckens II, vorzugsweise längs des gesamten Umfanget, erfolgt. 27. Anlage nach einem der Ansprüche 24 bis 26, dadurch gekennzeichnet, daß ein Nachklärbecken das Becken II ring förmig umgibt. 28. Anlage nach Anspruch 27, dadurch gekennzeichnet, daß das Becken II und das gachklärbecken einen gemeinsamen Schlammsumpf aufweisen, an den die Rücklaufschlammleitung angeschlossen ist. 29. Anlage nach einem der Ansprüche 11 bis 28, dadurch gekennzeichnet, daß das iAachklärbecken mit Ablaufrinnen mit horizontal oder vertikal angeordneten Einlaufschlitzen versehen ist, wobei die Einlaufschlitze in der Weise angeordnet und dimensioniert sind, daß sich die Eintauchtiefe der Beläftungsrotoren selbsttätig proportional zur abfließenden Wassermenge regelt. 30.Anlage nach einem der Ansprüche 11 bis 29, dadurch gekennzeichnet, daß in das Becken II und gegebenenfalls in das Nachklärbecken, insbesondere im unteren Bereich, Querwände senkrecht zur horizontalen Fließrichtung eingebaut sind.
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Cited By (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FR2365527A1 (fr) * | 1976-09-24 | 1978-04-21 | Attisholz Cellulose | Procede de purification biochimique d'eaux residuaires domestiques, industrielles ou melangees |
| FR2412501A1 (fr) * | 1977-12-23 | 1979-07-20 | Schreiber August | Procede et installation d'epuration des eaux residuaires au moyen de boues activees |
| EP0017191A1 (de) * | 1979-04-02 | 1980-10-15 | Menzel GmbH. + Co. | Verfahren zur Durchführung und Regelung von chemischen bzw. biochemischen Prozessabläufen in zwei oder mehreren hintereinandergeschalteten Reaktionsstufen oder Becken |
| EP0620191A1 (de) * | 1993-04-10 | 1994-10-19 | Stadt Bad Soden | Verfahren und Vorrichtung zur Reinigung von Rohabwasser mit Nährstoffelimination |
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1967
- 1967-08-11 DE DE1658112A patent/DE1658112C3/de not_active Expired
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