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DE1646490A1 - Verfahren zur Herstellung von leicht zu zerkleinernden,feinkristallinen Stuecken aus geschmolzenen und wieder erstarrten Metalloxyden - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von leicht zu zerkleinernden,feinkristallinen Stuecken aus geschmolzenen und wieder erstarrten Metalloxyden

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Publication number
DE1646490A1
DE1646490A1 DE19671646490 DE1646490A DE1646490A1 DE 1646490 A1 DE1646490 A1 DE 1646490A1 DE 19671646490 DE19671646490 DE 19671646490 DE 1646490 A DE1646490 A DE 1646490A DE 1646490 A1 DE1646490 A1 DE 1646490A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
melt
casting
casting mold
solidified
cooling
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DE19671646490
Other languages
English (en)
Inventor
Martin Dr Blanke
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Dynamit Nobel AG
Original Assignee
Dynamit Nobel AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Dynamit Nobel AG filed Critical Dynamit Nobel AG
Publication of DE1646490A1 publication Critical patent/DE1646490A1/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C04CEMENTS; CONCRETE; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES
    • C04BLIME, MAGNESIA; SLAG; CEMENTS; COMPOSITIONS THEREOF, e.g. MORTARS, CONCRETE OR LIKE BUILDING MATERIALS; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES; TREATMENT OF NATURAL STONE
    • C04B35/00Shaped ceramic products characterised by their composition; Ceramics compositions; Processing powders of inorganic compounds preparatory to the manufacturing of ceramic products
    • C04B35/622Forming processes; Processing powders of inorganic compounds preparatory to the manufacturing of ceramic products
    • C04B35/653Processes involving a melting step
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C30CRYSTAL GROWTH
    • C30BSINGLE-CRYSTAL GROWTH; UNIDIRECTIONAL SOLIDIFICATION OF EUTECTIC MATERIAL OR UNIDIRECTIONAL DEMIXING OF EUTECTOID MATERIAL; REFINING BY ZONE-MELTING OF MATERIAL; PRODUCTION OF A HOMOGENEOUS POLYCRYSTALLINE MATERIAL WITH DEFINED STRUCTURE; SINGLE CRYSTALS OR HOMOGENEOUS POLYCRYSTALLINE MATERIAL WITH DEFINED STRUCTURE; AFTER-TREATMENT OF SINGLE CRYSTALS OR A HOMOGENEOUS POLYCRYSTALLINE MATERIAL WITH DEFINED STRUCTURE; APPARATUS THEREFOR
    • C30B29/00Single crystals or homogeneous polycrystalline material with defined structure characterised by the material or by their shape
    • C30B29/10Inorganic compounds or compositions
    • C30B29/16Oxides
    • C30B29/22Complex oxides
    • C30B29/26Complex oxides with formula BMe2O4, wherein B is Mg, Ni, Co, Al, Zn, or Cd and Me is Fe, Ga, Sc, Cr, Co, or Al

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  • Ceramic Engineering (AREA)
  • Crystallography & Structural Chemistry (AREA)
  • Metallurgy (AREA)
  • Structural Engineering (AREA)
  • Manufacture And Refinement Of Metals (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von leicht zu zerkleinernden, feinkristallinen Stücken aus geschmolzenen und wieder erstarrten Metalloxyden Die Erfindung betrifft ein neues VerfpLhren zur Herstellung von leicht zu zerkleinernden, feinkristallinen Stücken aus gesch:rolzenen und wieder erstarrten, weitgehend kieselsäurefreien Metalloxyden, beispielsweise aus Korund" Zirkonkorund, Mullit, Chrommagnesia und Spinell.
  • D e se Metalloxyde werden als gekörnte Werkstoffe gleicher oder unterschiedlicher Korngröße in der keramischen Industrie verwendet, um die Widerstandsfähigkeit von feuerfesten Formkörpern gegen den Angriff von Schmelzen und Metalldämpfen zu steigern und die Feuerfestigkeit zu erhöhen. Körnungen aus Schmelzkorund und Zirkonkorund haben außerdem regen ihrer Härte eine große Bedeutung für die Schleifmitteli.ndustrie. Damit diese Eigenschaften der feuerfester.. Formkörper tatsächlich auch immer erreicht werden, ist eine gleichbleibende Qualität sowie eine feinkristalline Struktur und äußerst geringe Porosität der gekörnten Werkstoffe erforderlich.
  • Bekanntlich durchläuft eine Metalloxydschmelze beim Abkühlen ein Kristallisationsmaximum? die Größe der gebildeten Kristalle ist von der Verweilzeit in diesem Maximum ahhZ#ngig. Da aber heim Abkühlen der Schmelze der Kern langsamer erstarrt als die Randschichten, ist die t?err:eilzeit im Kristallisationsmaximum unterschiedlich, und die Kristalle wachsen im Kern weiter, his die untere Temperaturgrenze des Kristallisationshereiches erreicht ist. Hierauf ist zurückzuführen, daß im Kern vorzugsweise ein grohkristallines und in der Randschicht ein feinkristallines Gefüge entsteht, deren Unterschiede die Qualität der Werkstoffe ungünstig beeinflussen. Deren homogenes Gefüge wird weiterhin dadurch beeinträchtigt, daß die aus den Verunreinigungen der Rohstoffe entstehende Matrix vor der Kristallisationsfront nach innen wandert und sich dort ansammelt. Enthält die Schmelze mehrere Metalloxyde, so haben die erstarrten Gußstücke Bereiche unterschiedlicher Zusammensetzung, da die Schmelze an dem Metalloxyd verarmt, das zuerst auskristallisiert. Auch hierrei schreitet die Entmischung von außen nach irren derart fort, daß im Kern eine Restschmelze anderer Zusammensetzung verbleibt, Ein weiterer Nachteil ist darin zu sehen, daß manche Schmelzer. stark ausgasen, so daß ein porenhaltiges Gefüge entsteht.
  • Es muß außerdem berücksichtigt werden, daß auch die chemische Zusammensetzung der Schmelze beim Abkühlen häufig eine entscheidende Rolle spielt, selbst wenn deren Einfluß bei den Metalloxyden nicht so ausgeprägt ist wie hei den Caleium-Aluminium-Silikaten, zu deren die Hochofenschlacke gehört und die mit den Gläsern verwandt sind; denn bei dielen bildet sich bei schneller Abkühlung eine glasartige Struktur aus.
  • Ein feinkristallines Gefüge ist an sich anzustreben, weil dadurch Hirte und Widerstandsfähigkeit der Werkstoffe gegen chemische und mechanische Einflüsse erhöht wird. Dieses feinkristalline Gefüge erschwert aber das Zerkleinern der erstarrten Schmelze ganz erheblich. Während nämlich glasartig erstarrte Schmelzen temperaturwechselempfindlich sind und infolgedessen bei der Abkühlung leicht zerspringen, sind kristallin erstarrte Schirelzen x-esentlich widerstandsfähiger. Bei diesen sind indessen die grotkristallinen weniger fest und zerspringen beim Abkühlen leichter als die feinkristallinen erstarrten Schmelzen. Gekörnte feuerfeste Metalloxyde stellt man bisher meist so her. daß man einen großen Bleck von mehreren Tonnen Gewicht schm:i-lzt und auf diesen eine schwere Eisenbirne aus großer Höhe viele Male fallen läßt. Die abgesprengten Teile zerschlägt man mit einem Vorschlaghammer bis zu der Grcße, die vom Backenbrecher tewältigt werden kann. A.a`i@'= ießerÜ t-zerden brauchbare Stücke aussortiert.
  • Bei. den Calcium-Illurninium-Silikaten ist es außerdem bekannt. Hochofenschlacke, die für die Zementherstellung Lest immt ist, in eine Kokill- zu gießen, deren Querschnitt so ausgetildet ist, daß die ganze Masse in glasigem Zustand erkaltet und hierbei durch Spannungsauslösung eire weitgehende Zerspii.terung eintritt Weiterhin ist es bekannt, die Schlacke, wenn sie für Baustoffe verwendet werden soll. auf einem Gießbett in dünner Schicht von etwa 2'3 cm Stärke auszugießen und anschließend zu Schotter zu =per arteten.
  • ras Erstarren einer Schmelze in Form eines großen Blöckes hat den Nachteil, daß der Kern infolge des großen ttes unter der Einuirkung des Lichtbogens heiß bleibt und nur langsam erstarrt, während die Randschichten, bewcnderG wenn sie gekühlt werden, um den Eisenmantel des Schmelzgefäßes vor einem Durchbruch zu schützen, schnell erstarren. Auf diese Weise entsteht in den Randschichten e_n feinkristallines Gefüges das zum Kern hin in Kristalle vvn mehr als der zehnfachen Größe übergeht. Außerdem ist es unvermeidlich, daß sich die Zusammensetzung der erstarrenden Schmelze durch Ausseigern der Matrix und Ausscheiden von Metalloxyden mit höherer Kristallisationsgeschwindigkeit verändert. Auf diesem Wege ist somit kein hcmogenes feinkrIstallIreN Gefüge zu erhalten, und man ist gezvrarger" die minderwertigen Körnungen auszulesen und zu Jerwerfeno Wie bereits erwähnt, ist es zwar beim Gießen von Hochofenschlacke, die zu Zement verarbeitet werden soll und nach dem Abkühlen in überwiegend glasigem Zustand vorliegen muß, bereits bekannt. die Schlackenschmelze in gut wärmeleitenden festen Formen in geringer, ihrer Neigung zur Unterkühlung angepaßten Querschnitten erstarren zu lassen und weiterhin schnell abzukühlen, so daß die ganze Masse in überwiegend glasigem Zustand erstarrt und aufgrund der entstehenden Spannungen leicht zersplittert. Würde man aber Schmelzen, die unter Kristallisation erstarren, derart abkühlen, so würden vom Gutkörper nur ein paar Ecken und Kanten abspringen, da kristallisierte Stücke wesentlich temperaturwechselbeständiger sind als Glas.
  • Wie ebenfalls bereits erwähnt, ist es bekannt, die Schlacke in dünner Schicht auf Gießbetten auszugießen, doch muß diese Schlacke dann anschließend von Hand aufbereitet werden. Die-.
  • Gesamtporosität einer solchen Schlacke liegt bei etia 24 bis 38 $; diese Porosität ist für Metalloxyde aber viel zu hoch, da bei diesen die Gesamtporosität beispielsweise nur 10 9d betragen darf, um die gewünschte Qualität zu erreichen. Kurde man mehrere dünne Schichten übereinander gießen, so bestände außerdem die Gefahr, daß die untere Schicht von neuem ausgast und daß ihre Kristalle wachsen.
  • Es wurde nunmehr gefunden, daß es unter bestimmten Voraussetzungen möglich ist, feinkristalline Stücke aus geschmolzenen und wieder erstarrten, weitgehend kieselsäurefreien Metalloxyden herzustellen, die sich leicht zerkleinern lassen. Das neue Verfahren ist dadurch gekennzeichnet, daß man die Metalloxydschmelze in Form kleiner Gußaggregate durch vielseitiges -Abkühlen mit Zonen unterschiedlichen Schwundes erstarren läßt.
  • Mit Hilfe zweckmäßig und erfindungsgemäß gebauter Gießformen kann man Kühlgeschwindigkeiteund Kristallisationsgeschwindigkeit so aufeinander abstimmen, daß in den Stücken ein feinkristallines Gefüge entsteht und.'--gleichzeitig durch vielseitiges Abkühlen mit Zonen unterschiedlichen Schirundes Spannungen erzeugt werden, die die Stücke auseinandersprengen oder aber zumindest,ihr Zerkleinern erleichtern. Mit dieser gesteuerten Abkühlung wird vermieden, daß man die Gußkörper ohne Rücksicht auf den Kristallisationsfort- -schritt schnell abkühlen muß, damit sie zerspringen oder leicht zerteilt werden können. Die Kühlgeschwindigkeit läßt sich erfindungsgemäß so einstellen, daß die Gußkörper feinkristallin und homogen und gleichzeitig leicht zu zerkleinern sind.
  • Überraschenderweise wurde festgestellt, daß Zonen unterschiedlichen Schwundes ausreichen, um im Gußkörper die erforderlichen Spannungen zu erzeugen, die ihn trotz einer feinkristallinen Struktur zu sprengen vermögen. So kann man beispielsleise Gießformen mit nichtparallelen Wänden verwenden, in denen trapezförmige Gußkörper hergestellt werden, die auch bei langsamer Abkühlung ausreichende innere Spannungen erhalten. Diese entstehen dadurch, daß die schmale Zone des Querschnitts stärker schwindet und schneller abkühlt als die breite Zone. Beim Schwund bilden sich auf der einen Seite Druckspannungen, auf der anderen Zugspannungen aus und der Gußkörper zerspringt. Da die Einstellung der Kühlgeschwindigkeit unabhängig von dem Entstehen dieser Spannungen möglich ist, kann das Kristallv; achstum nach oben begrenzt und damit die Ausbildung einer grobkristallinen Struktur vermieden werden.
  • Die Erfindung wird nachstehend anhand einiger einfacher Beispiele im Zusammenhang mit der Zeichnung erläutert. Zn Fig. 1 ist ein Formkörper dargestellt, der aus einer Korundschmelze gegossen wurde, die bei der Abkühlung von 2000°v auf Raumtemperatur mit einem Schund von 1,8 % erstarrt. Zwischen der oberen und der unteren Zone des Formkörpers liegt dann im Querschnitt, wenn die obere Kante (a) 400 mm die untere Kante (b) 200 mm mißt, eine Schwunddifferenz von 3,6 mm (0,018x 200j vor, wodurch im Formkörper ein durchgehender Riß entsteht; die Kante (a) klafft um diesen Betrag auseinander. Da Korundformkörper eine sehr hohe innere Festigkeit haben (Kaltdruckfestigkeit mehr als 2000 kg/cm 2), öffnet sich dieser Spalt nicht allmählich, sondern der Körper springt infolge der inneren Spannungen. Diese werden noch dadurch verstärkt, daß die untere Zone wegen des geringeren Raum- und Wärmeinhalts schneller abkühlt als die obere. Man braucht den Gußkörper also nicht schnell abzukühlen, damit er springt, sondern kann die Schmelze so erstarren lassen, daß-sie ausreichend lange im Kristallisationsmaximum verweilt. In der Praxis zeigte es sich, daß mindestens ein Winke. (a) des Gießquerschnitts größer sein muß als 100o, um das Zerspringen zu sichern. Bei Schmelzen mit geringer Kristallisationsgeschwindigkeit empfiehlt es sich, die Höhe des Trapezes des Formkörperquerschnitts zu vergrößern, während man bei Schmelzen mit hoher Kristallisationsgeschwindigkeit die Höhe verringert, um das Wachsen von großen Kristallen zu verhindern. Auch im Falle eventueller Ausseigerungen sollte man die Querschnittshöhe gering halten, um das Vordringen der Kristallisationsfront zum Zentrum zu erleichtern.
  • Die Abkühlungsgeschwindigkeit der Gießform kann durch entsprechende Isolation verringert.werden, beispielsi-:eise bei Graphitformen durch Einbetten in Isoliermasse. Ftir schnellere Abkühlung verwendet man zweckmäßig Eisenformen, vorzugsweise aus Hämatiteisen. Die erhaltenen Formkörper können im allgemeinen bereits ohne weiteres Zerkleinern dem Backenbrecher zugeführt werden. Ihre Struktur entspricht den Anforderungen in bezug auf Homogenität und feinkristallinem Gefüge. Man erreicht somit nicht nur eine Qualitätsverbesserung, sondern erhebliche Arbeitsersparnis.
  • Selbstverständlich wird die Qualität der Formkörper auch durch die Beschaffenheit der Schmelze beim Abkühlen bestimmt, und deshalb sollte für ein gutes Ausgasen gesorgt werden. Um dies zu erreichen, kann man die Gießform in Pendelschwingungen versetzen oder in senkrechter Richtung stossen, so daß die Gasblasen aus der steifer werdenden Schmelze herausgeschleudert werden. Letzteres lä.ßt sich in einfacher Weise dadurch bewerkstelligen, daß man den Gießkragen während des Pendelns über mehrere Höcker fahren läßt.
  • Besonders vorteilhaft und vor allem auch platzsparend ist die in Fig. 2 und Fig. 3 dargestellte Vorrichtung. Sie besteht aus einer langgestreckten, senkrecht stehenden,.in der Längsrichtung geteilten Gießform 1, deren Wand 2 zahlreiche Stufen 3 hat. In dieser Form entsteht somit ein Gußkörper mit zahlreichen Querschnittsänderungen, dessen Schwund bei der Abkühlung in jeder Stufe andere Werte hat, so daß Zug- und Druckspannungen entstehen. Darüber hinaus wird durch die bogenförmige Ausbildung des waagerechten Querschnitts erfahrungsgemäß die Rißbildung zusätzlich gefördert. Kühlrohre 4 sind- vorgesehen, falls die Schmelze schnell kristallisieren und ein übermäßiges @:achsen der Kristalle zu befürchten sein sollte oder falls Entmischungen verhindert werden sollen. Die Wasserkühlung_5 am Einlauf der Gießform soll verhindern, daü Eisen in Lösung geht. Nach dem Erstarren und Zerspringen des Gußstranges in einzelne Segmente wird die Wand 2 der Gießform abgehoben, z.B. durch Betätigung von Preßluftzylindern 6, worauf die einzelnen Stücke aus der Form herausfallen. Um das Ausgasen zu erleichtern, kann diese Form an Rädern aufgehängt, gependelt und dabei über Höcker gefahren werden, oder man. kann sie in an sich bekannter Weise mit Schwingfedern ausstatten und durch einen Exzenter antreiben.
  • Ein weiteres Beispiel für eine Gießform zeigt Fig. 4. Sie besteht aus der finit einer schwenkbaren Platte 8 verschlossenen Form 7 aus Hämatiteisen mit dem Graphiteinsatz g. Sobald die Schmelze im unteren Teil der Formerstarrt, wird die Verschlußplatte 8 ausgeschwenkt und der aus der Form austretende Gußstrang von den Rollen 10 aufgefangen. Diese legen sich an den Gußstrang durch äußeren Druck an und ziehen ihn mit Hilfe eines vorgeschalteten Getriebes nach unten. Durch die Abkühlung entstehen im Gußstrang starke Spannungen infolge Schwunddifferenzen, die den Strang zerspringen lassen. Man kann zusätzlich noch erstarrte Schmelzabfälle in die Schmelze geben, die sich infolge der Erwärmung ausdehnen, während sich der Gußstrang durch die Abkühlung zusammenzieht, so daß dann erhebliche Spannungen entstehen. Die Schmelzabfälle fördern außerdem das Entgasen der Schmelze, verhindern aber das Ausseigern und übermäßige Wachsender Kristalle sowie die Entmischung und wirken als Kristallisationskeime. Diese Vorrichtung ist besonders vorteilhaft für eine kontinuierliche Verfahrensführung.
  • Ähnliche Vorteile bietet die in Fig. 5 dargestellte.Gießform mit senkrechten Wänden 11 und Kühlrohr 12, das durch Rollen 13 bewegt wird und am unteren Ende mit dem Boden llk der Gießform verbunden ist. Das Rohr kann gegebenenfalls eine Kühlflüssigkeit oder Berieselungseinrichtungen enthalten. Der Einlauf der Gießform ist zweckmäßig wassergeltühlt. Der Gußstrang wird, sobald ein Teil der Schmelze erstarrt ist, mit dem Boden 14 nach unten gezogen und zerspringt aufgrund der dabei auftretenden Spannungen. Diese Gießform hat den besonderen Vorteil, daß die Schmelze beim Erstarren unmittelbar an der Stelle beeinflußt wird, die am häufigsten zu Beanstandungen Anlaß gibt, nämlich im Kern. Das Entstehen großer, Kristalle, das Entmischen und Ausseigern-werden durch die allseitige Kühlung vermieden, deren Intensität variiert werden kann, indem man die Innenseite des Rohres mit Wasser oder Luft kühlt. -Selbstverständlich können die verschiedenen Gießformen auch in längeren Reihen kombiniert werden, beispielsweise auf Förderbändern, um das Verfahren gemäß der Erfindung kontinuierlich durchzuführen, wobei auch eine Automatisierung möglich ist. Hierzu wird beispielsweise ein aus schalenförmigen Segmenten bestehendes Förderband eingesetzt, wobei-die Querwände dieser Gießschalen heruntergezogen sein können, damit die Schmelze aus einer bereits gefüllten Schale in die nächste ablaufen kann. Das Förderband kann aber auch eine fortlaufende, mit'Trennwänden versehene Gießmulde bilden, in der die Schmelze in Form kleiner, durch die Trennwände gebildeten Aggregate durch vielseitige Abkühlung mit Zonen unterschiedlichen Schwundes erstarrt.

Claims (1)

  1. F a t e n t a n s p r ü c h e 1.) Verfahren zur Herstellung von leicht zu zerkleinernden, feinkristallinen Stücken aus geschmolzenen und wieder erstarrten, weitgehend kieselsäurefreien Metalloxyden, dadurch gekennzeichnet, daß man die Metalloxydschmelze in Form kleiner Aggregate durch vielseitiges Abkühlen mit Zonen unterschiedlichen Schwundes erstarren läßt-: 2.) Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man gegebenenfalls kühlbare Gießformen mit nichtparallelen Wänden verwendet, bei denen mindestens ein Winkel des Gießquerschnittes größer als 10(? ist. 3.) Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß man eine zweiteilige, durch Verschieben der beiden Formteile zu öffnenden Gießform mit einer nicht profilierten und einer vorzugsweise sägezahnartig profilierten Mand verwendet. 4-.) Verfahren nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß man als Gießform eine zunächst mit einer Bodenplatte versehene Stranggießform verwendet, in der die Bodenplatte später durch die erstarrte Schmelze ersetzt ist. 5.) Verfahren nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß man eine Gießform verwendet, deren Gießraum von einem Kühlrohrdurchsetzt ist. 6.) Verfahren nach Anspruch 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß man eine durch Pendelschwingungen und/oder Stoßbehand d Jung der Gießform ausgegaste Metalloxydschmelze erstarren läßt. 7.) Verfahren nach Anspruch 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß man in die in der Gießform noch nicht erstarrte Schmelze stückiges Gut einträgt. 8.i Verfahren nach Anspruch l bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß man Gießformen aus Hämatiteisen oder Graphit verwendet. . 9.) Verfahren nach Anspruch $, dadurch gekennzeichnet, daß man thermisch isolierte Graphitformen verwendet. 10.) Verfahren nach Anspruch 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß man Gießformen mit von einem Kühlmittel durchflossenen Wänden verwendet. 11.) Verfahren nach Anspruch 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß man als Gießform ein durch Trennwände unterteiltes Förderband verwendet,--wobei die Trennwände-nur so hoch sind, daß die Schmelze von einem Fach ins nächste überlaufen kann.
DE19671646490 1967-10-13 1967-10-13 Verfahren zur Herstellung von leicht zu zerkleinernden,feinkristallinen Stuecken aus geschmolzenen und wieder erstarrten Metalloxyden Pending DE1646490A1 (de)

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DE19671646490 Pending DE1646490A1 (de) 1967-10-13 1967-10-13 Verfahren zur Herstellung von leicht zu zerkleinernden,feinkristallinen Stuecken aus geschmolzenen und wieder erstarrten Metalloxyden

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE102010047095A1 (de) * 2010-10-01 2012-04-05 Center For Abrasives And Refractories Research & Development C.A.R.R.D. Gmbh Polykristalline Al2O3-Körper auf Basis von geschmolzenem Aluminiumoxid

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE102010047095A1 (de) * 2010-10-01 2012-04-05 Center For Abrasives And Refractories Research & Development C.A.R.R.D. Gmbh Polykristalline Al2O3-Körper auf Basis von geschmolzenem Aluminiumoxid

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