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DE1644760A1 - Verfahren zum Herstellen von UEberzuegen - Google Patents

Verfahren zum Herstellen von UEberzuegen

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Publication number
DE1644760A1
DE1644760A1 DE19661644760 DE1644760A DE1644760A1 DE 1644760 A1 DE1644760 A1 DE 1644760A1 DE 19661644760 DE19661644760 DE 19661644760 DE 1644760 A DE1644760 A DE 1644760A DE 1644760 A1 DE1644760 A1 DE 1644760A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
parts
oxazoline
mixture
coatings
solvents
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DE19661644760
Other languages
English (en)
Inventor
Franz Dr Riemhofer
Wolfgang Dr Seeliger
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Huels AG
Original Assignee
Chemische Werke Huels AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Chemische Werke Huels AG filed Critical Chemische Werke Huels AG
Publication of DE1644760A1 publication Critical patent/DE1644760A1/de
Pending legal-status Critical Current

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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08FMACROMOLECULAR COMPOUNDS OBTAINED BY REACTIONS ONLY INVOLVING CARBON-TO-CARBON UNSATURATED BONDS
    • C08F220/00Copolymers of compounds having one or more unsaturated aliphatic radicals, each having only one carbon-to-carbon double bond, and only one being terminated by only one carboxyl radical or a salt, anhydride ester, amide, imide or nitrile thereof
    • C08F220/02Monocarboxylic acids having less than ten carbon atoms; Derivatives thereof
    • C08F220/04Acids; Metal salts or ammonium salts thereof
    • C08F220/06Acrylic acid; Methacrylic acid; Metal salts or ammonium salts thereof

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Medicinal Chemistry (AREA)
  • Polymers & Plastics (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Paints Or Removers (AREA)
  • Addition Polymer Or Copolymer, Post-Treatments, Or Chemical Modifications (AREA)

Description

164A760
CHEMISCHE WERKE HÜLS AG 4-370 Mari, den 9. 2. I97O
- Patentabteilung - 2063/H0
Unser Zeichen: O.Z. 2159 Verfahren zum Herstellen von Überzügen
Es ist bekannt, daß in 2-Stellung durch Alkenylreste, insbesondere durch Vinyl- oder Isopropenylreste substituierte 4,4-Dialkyl-Δ -oxazoline radikalisch polymerisiert werden können; | auch Copolymerisationen dieser Oxazolinderivate mit anderen olefinisch ungesättigten, radikalisch polymerisierbaren Verbindungen wurden bereits beschrieben. Für die Polymeren und Copolymeren wird als Verwendungszweck u.a. die Herstellung von harten, klaren, farblosen und glänzenden Überzügen angegeben (Deutsche Patentschrift 1 067 4}7, USA-Patentschriften 2 831 858 und 2 897 182, französische Patentschriften 1 367 und 1 385 727). Diese Überzüge weisen jedoch eine sehr schlechte Beständigkeit gegenüber Lösungsmitteln auf.
Es ist aus J. org.*Chem. Ijj, 802 (I950) auch bekannt, daß der Oxazolinring gegenüber Säuren bei erhöhten Temperaturen unbeständig ist. Es tritt eine Aufspaltung des Ringes an der Sauer- * stoffbrücke ein, die in der Regel zu den in ß-Stellung des Alkylrestes substituierten N-Alky!carbonsäureamiden führt: bei der Einwirkung von wäßrigen Mineralsäuren bilden sich N-(ß-Hydroxyalkyl)-carbonsäureamide, bei der Einwirkung von Carbonsäuren N- (ß:-Acyl oxy alkyl) -carbonsäureamide.
Nach der deutschen Auslegeschrift 1 050 540 hat man die Reaktion von Bisoxazolinen mit Dicarbonsäuren bereits zur Darstellung von hochmolekularen, linearen, carbonsäureester- und carbonsäureamidgruppenhaItigen Polykondensaten ausgenutzt.
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Bei diesem Verfahren muß unter Ausschluß von Wasser bei hohen polyamidbildenden Temperaturen gearbeitet werden. Die resultierenden Produkte eignen sich zur Herstellung von Pasern und Folien.
Es wurde nun gefunden, daß man auf einfache Weise Überzüge hoher Qualität herstellen kann, indem man 2-Alkenyl-Δ^oxazoline mit ^,ß-ungesättigten Carbonsäuren und gegebenenfalls anderen äthylenisch ungesättigten, radikalisch polymerisierbaren Verbindungen in Gegenwart von Aminen copolymerisiert und das resultierende Copolymerisat durch Erwärmen aushärtet.
Als 2-Alkenyl-Δ -oxazoline eignen sich insbesondere die 2-Vinyl- und 2-(if-Alkyl)-vinyl-derivate, in denen die Alkylgruppe 1 bis 4 Kohlenstoffatome enthält; vorzugsweise werden die 2-Vinyl-, 2-Isopropenyl- und 2-(But-1f-en-2*-yl)-&2-oxazoline eingesetzt, Verbindungen dieser Art lassen sich radikalisch gut polymerisieren.
Als et ,ß-ungesättigte Carbonsäuren können Acrylsäure und deren Substitutionsprodukte wie Methacrylsäure und Crotonsäure eingesetzt werden. Geeignet sind auch oL ,ß-ungesättigte Dicarbonsäuren wie Fumarsäure, Maleinsäure, Itaconsäure und Citraconsäure sowie deren Monoester. Vorzugsweise werden Acrylsäure und Methacrylsäure eingesetzt.
Als gegebenenfalls mit einzusetzende, äthylenisch ungesättigte Comonomere sind beispielsweise Acrylsäureester, Methacrylsäureester und Styrol geeignet.
Als Amine können Ammoniak, primäre, sekundäre und tertiäre aliphatisch?, cycloaliphatische, heterocyclische oder aromatische Amine, wie z.B. n-Butylamin, Cyclohexylamin, Anilin, Diäthylamin, Piperidin, Morpholin, N-Methylanilin, Triäthylamin, N-Äthylpiperidin, N-Äthylmorpholin, N,N-Dimethylanilin,
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Pyridin und Dimethylaminoäthanol, eingesetzt werden» "Vorzugsweise worden flüchtige, tertiäre Amine verwendet, deren Basizität größer als die des Oxazolinringes ist; besonders geeignet ist Triethylamin. Aber auch geringer basische, am Stickstoff nicht vollständig substituierte Amine führen zu guten Ergebnissen.
Die Zusammensetzung des Copolymeren wird in der Regel so gewählt, daß das Polymere äquivalente Mengen an Oxazolinringen und Carboxylgruppen enthält, jedoch ist ein Überschuß an einer der beiden Komponenten unschädlich. Grundsätzlich ist es möglieh, die 2-Alkenyl-A -oxazoline in jeder gewünschten Menge einzupolymerisieren; es hat sich aber gezeigt, daß der Einbau von 5 bis 15 Gewichtsprozent Oxazolin und mindestens der äquivalenten Menge an Carbonsäuren in das Copolymere ausreichend ist, um den gewünschten, dichten Vernetzungsgrad zu ermöglichen. Die Einpolymerisation dieser Mengen stellt daher eine bevorzugte Ausführungsform der Erfindung dar. Die Zusammensetzung der Polymeren wird weiterhin so abgestimmt, daß durch geeignete Kombination von weichmachenden und hartmachenden Comonomeren die für den jeweiligen Verwendungszweck optimalen Eigenschaften erzielt werden.
Die Copolymerisation kann sowohl in Substanz als auch in unpolaren oder polaren Lösungsmitteln durchgeführt werden; die erhaltenen Polymerisate können in jedem beliebigen Lösungsmittel gelöst bzw. mit jedem beliebigen Lösungsmittel verdünnt werden, sofern dieses mit dem ursprünglichen Lösungsmittel mischbar ist. Als Lösungsmittel können die üblichen Lacklösungsmittel verwendet werden, jedoch kann man die Polymerisation auch in Alkoho ■len, wie beispielsweise iso-Propanol, Kthylglykol (Äthylenglyko1-monoäthylather) oder Butylglykol (Xthylenglykol-monobutyläther), durchführen, wobei man dann Polymerlösungen erhält, die in jedem Verhältnis mit Wasser verdünnt werden können. Solche wäßrigen Systeme werden heute wegen ihrer Ungefährlichkeit (keine Brand- und Explosionsgefahr, geringere Giftigkeit) und
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der verminderten Geruchsbelästigung immer mehr bevorzugt. Die Copolymerisation in einem mit Wasser mischbaren Lösungsmittel stellt daher eine bevorzugte Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens dar.
Das Amin wird in der Regel in einer den Carboxylgruppen äquivalenten Menge zugesetzt, jedoch ist dies nicht unbedingt erforderlich. Auch mit geringeren Aminmengen sind ohne Schwierigkeiten lösliche, unvernetzte Produkte erhältlich. Aminüberschuß ist in jedem Falle unschädlich, da er die Polymerisation nicht behindert, die Eigenschaften des erhaltenen Produkts nicht beeinträchtigt und auch der anschließenden Härtung nicht im Wege steht.
Die erfindungsgemäß hergestellten Copolymerisate sind als solche oder auch in Verdünnung mit den üblichen Lacklösungsmitteln oder mit Wasser bei Zimmertemperatur und bei mäßig erhöhten Temperaturen in verschlossenen Gefäßen lange Zeit haltbar, ohne daß vorzeitige Gelierung oder unerwünschte Viskositätszunahme eintritt. Zur Herstellung der Überzüge werden die Lösungen der Polymerisate eventuell pigmentiert, auf die zu überziehenden Gegenstände aufgebracht und bei Temperaturen von 100 bis 2000C 15 bis 6o Minuten lang eingebrannt} dabei läuft die vernetzende Reaktion zwischen den Oxazolinringen und den Carboxylgruppen ab. Die resultierenden glänzenden Filme haben sehr gute mechanische Eigenschaften; sie sind bei geeigneter Wahl der Polymerzusammensetzung zugleich hart, und dehnbar, haften sehr gut auf der Unterlage und weisen ausgezeichnete Beständigkeiten gegenüber polaren und unpolaren Lösungsmitteln auf. Die wäßrigen Polymerlösungen sind auch für Elektrolackierungen geeignet.
Das Verfahren der Erfindung hat überraschenden Charakter. Polymerisiert, man nämlich das Monomerengemisch in Abwesenheit von Aminen, so findet während der Polymerisation auch die zu die-
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sem Zeitpunkt unerwünschte Vernetzung statt; es entstehen unlösliche und unbrauchbare Produkte. Durch die Zugabe von Aminen wird diese Vernetzung verhindert; die Polymerisation führt dann zu linearen Polymerisaten. Darüber hinaus verhindert das Amin eine vorzeitige Vernetzung beim Aufbewahren der Polymerisate; es sorgt also für eine ausreichende Lagerstabilität der Anstrichmittel, ohne andererseits den beim Einbrennen ablaufenden, erwünschten Vernetzungsvorgang zu behindern.
Aus der Deutschen Auslegeschrift 1 223 088 ist zwar bekannt, | daß durch Zusatz von tertiären Aminen eine vorzeitige Reaktion zwisohen den Carboxylgruppen eines ölmodifizierten Alkydharzes und den Oxirangruppen eines epoxydierten Fettöls verhindert werden kann. Durch diese bekannte Maßnahme wird das Verfahren der vorliegenden Anmeldung aber nicht nahegelegt. Der Vernetzungsvorgang, von dem das erfindungsgemäße Verfahren Gebrauch macht, besteht ja in der Reaktion von Carboxylgruppen mit Oxazolinringen. Außerdem gelangen gemäß der genannten Auslegeschrift zwei verschiedene langkettige Verbindungen zum Einsatz, während beim vorliegenden Verfahren nur ein Polymerisat verwendet wird. Darüber hinaus wird bei dem bekannten Verfahren das Amin dem Gemisch der beiden fertigen, vorgebildeten Substanzen zugesetzt; beim erfindungsgemäßen Verfahren wird da- i gegen die Herstellung des Polymerisates durch den Amin-Zusatz überhaupt erst möglich.
Das erfindungsgemäße Verfahren wird durch die folgenden Beispiele erläutert; alle Teile sind Gewichtsteile.
Beispiel 1
Ein Gemisch aus 100 Teilen Xylol, 86 Teilen Butanol, 14 Teilen Triäthylamln, 100 Teilen Methacrylsäuremethylester, 75 Teilen Acrylsäurebutylester, 15 Teilen 2-Isopropenyl-& oxazolin, 10 Teilen Acrylsäure und 2 Teilen Azo-diisobuttersäurenitril wird unter Stickstoff 6 Stunden lang auf 75°C
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erwärmt. Es resultiert eine klare Lösung. Umsatz: 97,5 #
Viskosität der 30 #igen Lösung: I76 cP Stickstoffgehalt: 1,32 %
Aus 200 Teilen dieser Polymerlösung, 60 Teilen Titandioxid und 14O Teilen Xylol-Butanol-Gemisch (1:1) wird eine Lackfarbe hergestellt, die auf Glas- und Blechplatten aufgebracht und bei I30 bzw. 180°C 30 Minuten lang eingebrannt wird. Die so hergestellten Filme haben eine sehr gute Beständigkeit gegen Aceton, Xylol, Benzin-Benzol-Gemisch und Wasser, haften gut auf der Unterlage und weisen bei einer Schichtdicke von 30 bis 40/A eine Pendelhärte (nach König) von I57 bzw. I59 Sekunden sowie eine Tiefung (nach Erichsen) von 8,5 bzw. 6,5 mm auf.
Vergleichsversuch 1
Ein Gemisch aus 100 Teilen Xylol, 100 Teilen Butanol, 100 Teilen Methacrylsäuremethylester, 75 Teilen Acrylsäurebutylester, 15 Teilen 2-Isopros»enyl- Δ -oxazolin, 10 Teilen Acrylsäure und 2 Teilen Azo-diisobuttersäurenitril wird unter Stickstoff auf 75°C erwärmt. Bereits nach 2,5 Stunden ist das Reaktionsgemisch dick und in sämtlichen Lösungsmitteln unlöslich geworden; es ist bereits während der Polymerisation Vernetzung eingetreten.
Beispiel 2
Ein Gemisch aus 183,5 Teilen Methacrylsäuremethylester, 10 Teilen 2-Isopropenyl-A2-oxazolin, 6,5 Teilen Acrylsäure, 9,1 Teilen Tr.iäthylamin und 10 Teilen Azo-diisobuttersäurenitril wird 0,5 Stunden lang unter Stickstoff auf 75°C erwärmt und dann schnell abgekühlt. Das erhaltene feste Polymere ist in Aceton, iso-Propanol oder iso-Propanol-Wasser-Gemisch löslich. Durch Auftragen und Einbrennen der resultierenden Lacke ließen sich glänzende Filme mit einer sehr guten Lösungsmittelbeständigkeit und hoher Pendelhärte gewinnen.
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VerRleichsversuch 2
Das gleiche Gemisch, jedoch ohne Triäthylamin, wird ebenfalls unter Stickstoff auf 75°C erwärmt. Es resultiert ein Produkt, das in allen Lösungsmitteln unlöslich ist.
Beispiel 3
Ein Gemisch aus 155 Teilen iso-Propanol, 55 Teilen Triäthylamin,
55 Teilen 2-Isopropenyl-λ -oxazolin, 35 Teilen Acrylsäure und 2 Teilen Azo-diisobuttersäurenitril wird unter Stickstoff 4 Stunden lang auf 75°C erwärmt. Dabei wird ein-Umsatz von 79 % erzielt.
Die erhaltene klare Polymerlösung kann mit Wasser oder Benzol verdünnt werden. Bei I30 oder 18O°C eingebrannte, unpigmentierte Filme sind in allen Lösungsmitteln unlöslich.
Vergleichsversuch 3
Ein Gemisch aus 210 Teilen iso-Propanol, 55 Teilen 2-Isoprope-
nyl-Δ -oxazolin, 35 Teilen Acrylsäure und 2 Teilen Äso-diisobuttersäurenitril wird unter Stickstoff auf 75°C erwärmt. Bereits nach 2 Stunden ist das Reaktionsgemisch dick und in sämtlichen Lösungsmitteln unlöslich geworden; es ist bereits während der Polymerisation Vernetzung eingetreten.
Beispiel
Ein Gemisch aus 19Q,85 Teilen Xylol-Butanol-Gemisch (3 : 1), 9,15 Teilen Triäthylamin, 100 Teilen Acrylsäurebutylester, 83#5 Teilen Methacrylsäuremethylester, 10 Teilen 2-Isopropenyl- -Δ -oxazolin, 6,5 Teilen Acrylsäure und 4 Teilen Azo-diisobuttersäurenitril wird unter Stickstoff 6 Stunden lang auf 75°C erwärmt. Man erhält eine klare Lösung.
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Umsatz: 100 %
Viskosität der 4o #igen Lösung: 270 cP Stickstoffgehalt: 0,62 %
Aus 200 Teilen dieser Polymerlösung, βθ Teilen Titandioxid und 14O Teilen Xylol-Butanol-Gemisch (3 : 1) wird eine Lackfarbe hergestellt, die auf Glas- und Blechplatten aufgebracht und bei I30 bzw. 180°C J50 Minuten lang eingebrannt wird. Die resultierenden Überzüge haben gute Beständigkeit gegen Lösungsmittel sowie eine gute Haftfestigkeit; sie weisen bei einer Schichtdicke von 30 bis 40/u Pendelhärten von 139 bzw. 149 Sekunden sowie Erichsen-Tiefungen von 9*7 bzw. 8,3 mm auf.
Beispiel 5
Ein Gemisch aus 181,7 Teilen Xylol-Butanol-Gemisch (3 : 1), 18,3 Teilen Triäthylamin, 100 Teilen Acrylsäurebutylester, 67 Teilen Methacrylsäuremethylester, 20 Teilen 2-Isopropanyl- -Δ -oxazolin, I3 Teilen Acrylsäure und 4 Teilen Azo-diisobuttersäurenitril wird unter Stickstoff 6 Stunden lang auf 75°C erwärmt. Es resultiert eine klare Lösung. Umsatz: 100 %
Viskosität der 40 #igen Lösung: 500 cP Stickstoffgehalt: 1,55 %
Aus dieser Polymerlösung werden - wie im Beispiel 4 - Filme ψ hergestellt, die neben ausgezeichneten Lösungsmittelbeständigkeiten und Haftfestigkeiten Pendelhärten von 155 bzw. 154 Sekunden und Erichsen-Tiefungen von 8,8 bzw. 6,6 mm aufweisen.
Beispiel 6
Ein Gemisch aus 100 Teilen Methacrylsäuremethylester, 75 Teilen
ο Acrylsäurebutylester, 15 Teilen 2-Isopropenyl-& -oxazolin und 10 Teilen Acrylsäure wird innerhalb von 3 Stunden in ein auf 75°C erwärmtes Gemisch aus 186 Teilen iso-Propanol, 14 Teilen Triäthylamin und 4 Teilen Azo-diisobuttersäurenitril getropft.
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Anschließend wird die Temperatur noch 5 Stunden lang auf 75°C gehalten. Es entsteht eine klare Lösung.
Umsatz: 100 %
Viskosität der 40 #igen Lösung: 600 cP Stickstoffgehalt: 1,41 %
Lackfarbe 1: Aus 200 Teilen dieser Polymerlösung, 6o Teilen Titandioxid und 14O Teilen Xylol wird eine Lackfarbe hergestellt, die auf Glas- und Blechplatten aufgebracht und bei 150 bzw. 18O°C 30 Minuten lang eingebrannt wird. Die so hergestellten Filme haben sehr gute Beständigkeiten gegen Lösungsmittel und sehr gute Haftfestigkeiten; sie. weisen Pendelhärten von 139 bzw. 159 Sekunden und Erichsen-Tiefungen von 8,0 bzw. 6,5 mm auf.
Lackfarbe 2: Aus 200 Teilen dieser Polymerlösung, 60 Teilen Titandioxid und 274 Teilen Wasser wird eine Lackfarbe hergestellt, die auf Glas- und Blechplatten aufgebracht und bei 130 bzw. 1800C 30 Minuten lang eingebrannt wird. Die so hergestellten Überzüge haben ebenfalls sehr gute Beständigkeiten gegen Lösungsmittel und sehr gute Haftfestigkeiten] sie weisen Pendelhärten von 147 bzw. I63 Sekunden und Erichsen-Tiefungen von 8,0 bzw. 6,6 mm auf.
Beispiel 7
Ein Gemisch aus 100 Teilen Methacrylsäuremethylester, 75 Teilen Acrylsäurebutylester, I5 Teilen 2-Isopropenyl-&2-oxazolin und 10 Teilen Acrylsäure wird innerhalb von 3 Stunden in ein auf 75°C erwärmtes Gemisch aus I93 Teilen iso-Propanol, 7 Teilen Triethylamin und 4 Teilen Azo-diisobuttersäurenitril getropft. Anschließend wird die Temperatur noch 5 Stunden lang auf 75°C gehalten. Es entsteht eine klare Lösung. Umsatz: 100 %
Viskosität der 40 #igen Lösung: 786 cP Stickstoffgehalt: 1,48 %
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Die aus dieser Polymerlösung unter den gleichen Bedingungen wie in Beispiel 6 hergestellten überzüge haben die gleichen Eigenschaften wie die Filme des Beispiels 6.
Beispiele 8 bis 12
Je ein Gemisch aus 100 Teilen Methacrylsäuremethylester, 74
ο Teilen Acrylsäurebutylester, 15 Teilen 2-Isopropenyl-A -oxazolin und 11 Teilen Acrylsäure wird innerhalb von 3 Stunden in ein auf 75°C erwärmtes Gemisch getropft, das 4 Teile Azodiisobuttersäurenitril, wechselnde Mengen iso-Propanol und wechselnde Mengen verschiedener Amine enthält; die Menge und Art der variierten Gemischkomponenten sind in folgender Tabelle aufgeführt:
Beispiel Teile iso-Propanol Teile und Art Amin
8 183 17 Triäthylamin
9' 188 12 konz. Ammoniak
10 184 16 Cyclohexylamin
11 186 14 Piperidin
12 181 19 N,N-Dimethylanilin
Bei allen Polymerisationen erhält man klare Lösungen. Durch Mischen von je 200 Teilen dieser Lösungen, 60 Teilen Titandioxid und 197 Teilen iso-Propanol stellt man Lackfarben her. Diese werden auf Glas- und Blechplatten aufgebracht und bei 130 bzw. 18O0C 30 Minuten lang eingebrannt. Die Eigenschaften der Überzüge sind innerhalb der Fehlergrenzen identisch. Alle weisen sehr gute Lösungsmittelbeständigkeiten und Haftfestigkeiten auf, die Pendelhärten liegen zwischen 147 und 152 bzw. 154 und 160 Sekunden; die Erichsen-Tiefungen liegen zwischen 8,0 und 8,4 bzw. 6,6 und 7,0 mm.
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Beispiel 13
Ein Gemisch aus 100 Teilen Styrol, 75 Teilen Acrylsäurebutyl-
p
ester, I5 Teilen 2-Isopropenyl-A -oxazolin. und 10 Teilen Acrylsäure wird innerhalb von 3 Stunden in ein auf 75°C erwärmtes Gemisch aus 186 Teilen iso-Propanol, 14 Teilen Triäthylamin und 4 Teilen Azo-diisobuttersäurenitril getropft. Anschließend wird die Temperatur noch 9 Stunden lang auf 75°C gehalten, und nach 6 Stunden Reaktionszeit v/erden weitere 4 Teile Azo-diisobuttersäurenitril zugegeben. Es entsteht eine klare Lösung.
Umsatz: 98,2 %
Viskosität der 40 ^igen Lösung: 92 cP Stickstoffgehalt: 1,26 %
Aus 200 Teilen dieser Polymerlösung, 60 Teilen Titandioxid und 14O Teilen Xylol wird eine Lackfarbe hergestellt, die auf Glas- und Blechplatten aufgebracht und bei I30 bzw. 18O°C 30 Minuten lang eingebrannt wird. Die so hergestellten Filme haben gute LösungsmitteibestärKligke-i-· und Haftfestigkeit; sie weisen Pendelhärten von IO5 "dew, 168 Sekunden und Erichsen-Tiefungen von 9,1 bzw, 8,2 mm auf.
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Claims (2)

- 12 - O.Z. 2159' 9.2.1970 pMt.ont,nn:>prUcho
1. Verfahren zum Herstellen von Überzügen,
da durch gekennzeichnet, daß
man 2-Alkenyl-A -oxazoline mit cC ,ß-ungesättigten Carbonsäuren und gegebenenfalls anderen äthylenisch ungesättigten, radikalisch polymerisierbaren Verbindungen in Gegenwart von Aminen copolymerisiert und das resultierende Copolymerisat durch Erwärmen aushärtet.
2. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß man in das Copolymerisat 5 bis 15 Gewichtsprozent 2-Alkenyl-
-Δ -oxazolin unc
e inpolymeris iert,
-Δ -oxazolin und mindestens die äquivalente Carbonsäuremenge
5· Verfahren nach Anspruch 1 und 2,
Oadurch gekennzeichnet, daß
mn die Polymerisation in Lösungsmitteln ausführt, die mit Wasser mischbar sind.
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Neiv Unterlagen
DE19661644760 1966-12-24 1966-12-24 Verfahren zum Herstellen von UEberzuegen Pending DE1644760A1 (de)

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DEC0041060 1966-12-24

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DE19661644760 Pending DE1644760A1 (de) 1966-12-24 1966-12-24 Verfahren zum Herstellen von UEberzuegen

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