DE1640070A1 - Hochspannungskabel mit Stoerspannungsunterdrueckung - Google Patents
Hochspannungskabel mit StoerspannungsunterdrueckungInfo
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- H01—ELECTRIC ELEMENTS
- H01B—CABLES; CONDUCTORS; INSULATORS; SELECTION OF MATERIALS FOR THEIR CONDUCTIVE, INSULATING OR DIELECTRIC PROPERTIES
- H01B7/00—Insulated conductors or cables characterised by their form
- H01B7/0063—Ignition cables
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- Ignition Installations For Internal Combustion Engines (AREA)
- Insulated Conductors (AREA)
- Spark Plugs (AREA)
Description
Fujikura Cable Works Limited 1 6 A Q 0 7
4«2, l«chotne, Fukagawa Heikyu«cho, Koto«Ku
Tokio, Japan
Hochspannungskabel mit Störspannungsunterdrückung
Die Erfindung betrifft Hochspannungskabel mit Störspannungsunterdrückung,
insbesondere zur Verwendung bei Zündanlagen von Verbrennungsmotoren. Unter den beispielsweise in Kraft«
fahrzeugen verwendeten elektrischen Einrichtungen erzeugt die Zündanlage die kräftigsten Störspannungen in einem sehr breiten
Frequenzbereich, die die verschiedenstens Nachrichtenübertragungs«
anlagen, beispielsweise Rundfunk, Fernsehen u.a. stark stören.
Zur Unterdrückung dieser Störspannungen werden in bekannter Weise Widerstände in die Zündanlagen eingesetzt« Dabei lie^t
jedoch die Hochfrequenzspannung an einem kurzen Widerstandskörper an, so daß der wirksame Widerstand insbesondere im Frequenz«
bereich oberhalb von 100 MHz herabgesetzt ist und die Stör« Spannungsunterdrückung verschlechtert wird.
Es ist daher erwünscht, ein widerstandsbehaftetes Kabel zu verwenden, dessen elektrischer Widerstand so hoch als möglich
ist, sdiange der Zündfunken biaw, Zündvorgang nicht beeinträchtigt
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wird. Die Verwendung eines Metalld.r£ides als Widerstandskörper
mit einem hohen Widerstand von etwa 10 « 30 KOhm je m, dessen
Durchmesser etwa dem eines üblichen Kupferdrahtes entspricht, ist jedoch sehr teuer unä weder wirtschaftlich noch praktisch.
Folglich muß man ein marktgängiges Widerstandsmaterial auf einen Durchmesser von etwa 0, 1 mm bis O-, 05 mm bringen und
diese feinen Drähte mit möglichst großer Länge in ein Kabel einbringen, um dessen Widerstand zu erhöhen.
Bei herkömmliehen drahtgewickelten Widerständen wird ein feiner
Widerstandsdraht direkt und dicht auf einen isolierenden Kern mit kreisförmigem Querschnitt gewickelt, und der so gebildete
Drahtwiderstand mit einem Isolator, beispielsweise Vinyl, beschichtet.
Bei solchen Widerständen ist jedoch die Zahl der aus dem Widerstands draht auf den Kern gewickelten Windungen be«
schränkt, und folglich ist es nicht möglich, den Widerstand über einen Grenzwert hinaus zu erhöhen. Mit anderen Worten, wenn
die-Windungszahl des feinen Widerstands drahte s zur Erhöhung
des Widerstandes stark vergrößert wird, können sich Widerstands«
Schwankungen aufgrund von Kurzschlüssen zwischen den Windungen ergeben, die durch Verlagerungen des aufgewickelten Drahtes bei
im Betrieb auftretenden mechanischen Spannungen und Biegungen entstehen. Andererseits werden bei einer Verringerung des Draht«
durchmessers zur Vergrößerung des Widerstandes der Kontakt am
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Anschlußpunkt, die mechanische Festigkeit am Verbindungspunkt
der Drähte mit dem Anschluß und die Handhabung aufgrund der Empfindlichkeit von Drähten verschlechtert, deren Durchmesser
gleichoder kleiner als 0, 1 mm ist«
Die Erfindung hat sich die Aufgabe gestellt, ein widerstandsbehaftetes
Kabel mit hohem Widerstand zu schaffen, bei dem die erläuterten Nachteile vermieden sind« Das erfindungsgemäße
Kabel ist gekennzeichnet durch eine aus feinem metallischen Widerstandsdraht mit kleiner Steigung und Durchmesser gewickelten
Primärwendel, eine aus der Primärwendel um einen Isolierkern gewickelten Sekundärwendel und eine IsoMerbeschichtung
der Sekundär wendel*
Durch den erfindungsgemäßen Aufbau des Kabels in Form einer Doppelwendel wird die Gesamtlänge des Widerstandsdrahtes und
damit der Widerstand des Kabels je Längeneinheit wesentlich erhöht. Die Gefahr von Unterbrechungen und Widerstandsänderungen
ist wesentlich vermindert, da durch den Aufbau des Kabels in Form einer Doppelwendel eine hohe Flexibilität erreicht wird, ohne daß
bei der Biegung des Kabels oder bei größeren Zugkräften der Widerstandsdraht direkt beansprucht wird«
Eine Weiterbildung der Erfindung empfiehlt, daß der Widerstandsdraht der Primärwendel um einen dünnen Isolierkern gewickelt ist»
Dadurch läßt sich das mechanische und elektrische Verhalten 109843/021 0
weiter verbessern»
In ihrer weiteren Ausgestaltung sieht die Erfindung vor, daß ein aus Isoliermaterial bestehender Abstandshalter zwischen benachbarten Windungen der Sekundär wendel liegt« Der Abstandshalter
verhinder Berührungen und Kurzschlüsse zwischen den benachbarten Windungen der Sekundärwendel«
Zur Sicherstellung eine zuverlässigen Anschlusses an das Kabel sieht eine Weiterbildung der Erfindung vor, daß der Endabschnitt
der Primärwendel um die Isolierbeschichtung gefaltet und eine Anschlußhülse über die Isolierschicht geschoben ist« Gegenüber
einem herkömmlichen Anschluß, bei dem der feüne Widerstandsdraht selbst entweder direkt oder unter Vermittlung eine Stiftes
an einen Anschluß geführt ist, läßt sich auf diese Weise eine dauerhafte und sichere Verbindung schaffen, insbesondere dann,
wenn die Primärwendel um einen dünnen Isolierkern gewickelt ist«
Die Erfindung wird nachfolgend in Verbindung mit der Zeichnung noch näher beschrieben. Es zeigen:
Fig« 1 und 2 ein erstes Ausfügirungsbeispiel der Erfindung, wobei in Pig, 1 die Primärwendel und in
Fig. 2 die teilweise geschnittene Seitenansicht des widerstandsbehafteten Kabels dargestellt ist;
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Fig, 3 und 4 ein zweites Ausführungsbeispiel der Erfindung, wobei in Fig. 3 die Primärwendel
mit auf einen Isolierkern gewickeltem Widerstand« draht und in Fig. 4 eine teilweise geschnittene
Seitenansicht des widerstandsbehafteten Kabels dargestellt sind;
Fig. 5 eine Abwandlung des zweiten Ausführungsbeispiels, bei dem ein Abstandshalter zwischen benachbarte
Windungen der Sekundärwicklung eingefügt ist;
Fig. 6 einen Querschnitt durch den Anschlußbereich des ™
widerstandsbehafteten Kabels;
Fig. 7 eine grafische Darstellung der Stör eigenschaften
in Abhängigkeit von der Frequenz für das wider« standsbehaftete Kabel nach der Erfindung im
Vergleich zu einem bekannten Kabel.
Das erste Ausführungsbeispiel der Erfindung gemäß Fig. 1 und 2
weicht von dem zweiten Ausführungsbeispiel nur dadurch ab, daß
die Primärwendel nicht auf einen dünnen Isolierkern gewickelt
ist. Es soll daher nur das zweite Ausführungsbeispiel anhand der
Figuren 3 und 4 im einzelnen erläutert werden.
Auf den dünnen Isolierkern 1, der beispielsweise aus Polyvinyl« chlorid, Polyäthylen, Nylon, Fischdarm, Glasfasern, Baumwolle
faden o.a. besteht, ist ein metallischer Widerstands draht 2 unter
Bildung einer Primärwendel gewickelt. Die Primärwendel ist um einen Isoliertem 3 aus ähnlichem Material wie das des dünnen
Isolierkerns 1 gewickelt und bildet eine Sekundärwendel» Die Se« 109843/0210
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kundärwendel ist mit einer Isolierschicht 4 aus natürlichem oder synthetischen Gummi ader einem Kunststoff (Polyäthylen
oder Polyvinylchlorid) versehen.
Wie oben erläutert, ist bei diesem Ausführungsbeispiel die Primärwendel,
die durch den um den dünnen Isolierkern 1 gewickelten Widerstandsdraht 2 besteht, um den Isolierkern 3 unter Bildung
einer Sekunflärwendel gewickelt» Es ist daher möglich, die Länge
des metallischen Widerstandsdrahtes 2 je Längeneinheit des Zündkabels zu vergrößern mit dem Ergebnis, daß der Widerstand je
Längeneinheit des Kabels größer und die Störunterdrückung besser wird. Bei der Wicklung des metallischen Drahtes 2 um den
dünnen Isolierkern 1 läßt sich zur Erzielung des gewünschten Widerstandes die Steigung der Wendel leicht ändern. Dadurch
können nicht nur hochfrequente Stör ströme sonder auch ein Störstrom verhältnismäßig niedriger Frequenz leicht unterdeückt
werden.
Bei dem ersten Ausführungsbeispiel gemäß Fig# 1 und 2 wird kein
Isolierkern 1 benutzt, sondern der metallische Widerstandsdraht 2 ist selbsttragend mit gleicher Steigung und gleichem Durchmesser
zur Bildung der Primärwendel gewickelt. Diese Wiederum ist um den Isolierkern 3 gewickelt und bildet die Sekundärwicklung,
die eine Isolierschicht 4 trägt.
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Bei den beiden Ausführungsbeispielen werden blanke Drähte benutzt.
Es lassen sich jedoch auch metallische Widerstands drähte verwen«-·
den, die mit einer Isolierschicht versehen sind, beispielsweise Emaillelack, Polyäthylen, Polyester, Polyurethan, Folmal«Harz.
Bei den bevorzugten Ausführungsbeispielen der Erfindung ist ein Abstandshalter 5, beispielsweise ein Baumwollfaden, zwischen
benachbarten Windungen der Sekundärwicklung um den Isolierkern gewickelt, wie in Fig. 5 gezeigt.
Der Anschluß an das Zündkabel nach der Erfindung erfolgt zweckmäßig
entsprechend der Darstellung nach Fig, 6. Der Endabschnitt der Primärwendel mit um den dünnen Isoliqrkern gewickeltem
Widerstandsdraht ist um die Außenfläche der Isolierschicht 4 ge« faltet, und der gefaltete Teil ist in die Anschlußhülse 6 eingesetzt.
Für die zweite Ausführungsform sei folgendes Beispiel gegeben?
B β is ρ i
Widerstandsdrahts
Material: Ni«Cr«Draht
Ni 77% oder mehr, Cr 19«21 %
C 0, 15% oder weniger, Si 0, 75 « 1, 5 %
Mn 2, 5 % oder weniger, Fe 1, 0 % o, weniger
Durchmesser: 0, ι
elektr« Widerstand etwa 550 Ohm/m,
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Isolierkern der Primärwendel:
Material J Polypropylen^ aden
Durchmesser: 0,47 mm Primärwendel:
Der Widerstandsdraht ist um den dünnen Isolierkern in Form einer offenen Wendel gewickelt.
Außendurchmesser: 0, 57 mm
Windungszahl je Längeneinheit: 34/cm Isolierkern der Sekundärwendel:
Material: Glasfaser«Faden oder Polyäthylen«Glycol«
Telphthalat (Handelsname Tetolon)~Faser« Faden,
Durchmesser: 1, 0 mm Sekundärwendeli
Die Primärwendel ist um den Isolierkern zusammen mit einem Abstandshalter in Form eines Baumwollfadens ge«
gewickelt»
Außendurchmesseri 2, 0 mm
Windungszahl der Primärwendel je Längeneinheit 11/cm
Isolierschicht;
Material: Vinyl oder Gummi«Polychloropren
Dickes Vinyl 2, 5 mm
Gummi 1, 9 mm
) 2t 5 mm Polychloropren 0, 6 mm
Endgültiger Außendurchmesser: 7 mm Elektrischer Widerstand! 16 kOhm/m,
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Wenn dieses Widerstandskabel in der Zündanlage eines Kraft«
fahrzeugmotors mit 4 Zylindern von 1000 ecm eingesetzt wird,
ergeben sich folgende Längen:
von der Zündspule zum Verteiler 380 mm
vom Verteiler zum ersten Zündkerzenstecker 180 mm
vom Verteiler zum zweiten Zündkerzenstecker 250 mm
vom Verteiler zum dritten Zündkerzenstecker 300 mm
vom Verteiler zum vierten Zündkerzenstecker 390 mm
Für eine Drehzahl des Motors von 1500 U/min sind die Stör«
spannungen in Abhängigkeit von der Frequenz für ein Kabel ohne Widerstandsdraht und für ein Kabel nach der Erfindung in Fig. 7
dargestellt,- Die ausgezogene Kurve A gilt für den ersten Fall und
die gre strichelte Kurve B für den zweiten Fall, Die Meßwerte für die Kurven wurden in einer Entfernung von 10 m vom Kraftfahr«
zeug bei einer Höhe von 4 m über der Erde ermittelt. Wie die grafische Darstellung zeigt, ist erfindungsgemäß die Störfeld«
stärke in einem großen Frequenzbereich wesentlich herabgesetzt.
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Claims (4)
- .Λ fi6 401);/OΙΌANSPRÜCHE1# Hochspannungskabel, insbesondere Zündkabel, mitStörspannungsunterdrückung,gekennzeichnet durch eine aus feinem metallischen Widerstands« draht (2) mit kleiner Steigung und Durchmesser gewickelten Pri« märwendel, eine aus der Primärwendel um einen Isolierkern(3) gewickelten Sekundärwendel und eine Isolierbeschichtung (4) der Sekundär wendel.
- 2. Hochspannungskabel, insbesondere Zündkabel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Widerstands draht(2) der Primärwendel um einen dünnen Isolierkern (1) gewickelt ist.
- 3. Hochspannungskabel, insbesondere Zündkabel, dadurch gekennzeichnet, daß ein aus Isoliermaterial bestehender Abstands« halter (5) zwischen benachbarten Windungen der Sekundär wendel liegt.
- 4. Anschluß für das Hochspannungskabel, insbesondere Zündkabel nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Endabschnitt der Primärwendel um die Isolierbeschichtung (4) gefaltet und eine Anschlußhülse (6) über die Isolierbeschichtung geschoben ist (Fig. 6).109843/0210
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