DE1536209C3 - Handwerkszeug zum Spannen eines in einer Hülse selbst arretierenden Binde gurtes - Google Patents
Handwerkszeug zum Spannen eines in einer Hülse selbst arretierenden Binde gurtesInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Handwerkzeug zum Spannen eines in einer Hülse selbst arretierenden
Bindegurtes um insbesondere Drahtbündel, wobei das eine Ende des Bindegurtes durch die Hülse gehalten
wird, mit einer Spannvorrichtung, deren Greifbacke das andere Ende des Bindegurtes sicher
erfaßt, und mit einem Scherblatt, das den Bindegurt beim Auftreten einer voreinstellbaren Spannung zwischen
Hülse und Greifbacke zertrennt, indem bei Erreichen dieser Spannung das Scherblatt an die bindegurtspannende
Mechanik der Spannvorrichtung angekuppelt wird.
Es ist ein Handwerkzeug der. gattungsgemäßen Art bekanntgeworden,, mit dem ein ein Bündel od. dgl.
umschlingender Bindegurt bei einer gewünschten Spannung des Bindegurtes durchgeschnitten werden
kann. Bei dem bekannten Handwerkzeug, das als Zange ausgebildet ist, kann diese gewünschte Bindegurtspannung
vor der Benutzung eingestellt werden.
Dazu trägt die" bekannte Spannzange an der einen Zangenbacke eine G reif stelle und an der anderen
Zangenbacke ein Widerlager, gegen das ein Scherblatt gedrückt werden kann. Wenn der Bindegurt mit
Hilfe der Greifstelle stramm gezogen wird, wird einmal die Spannung erreicht, bei der die komplizierte
Kupplung das Scherblatt betätigt und so der Bindegurt abgeschnitten wird.
Nachteilig an dieser Spannzange ist, daß die Kupplung sehr aufwendig ist und die Zange als Ganzes
verhältnismäßig sperrig gebaut ist. Die Zangenbauweise wirkt sich insofern nachteilig aus, als die
Spangenbacken beim Arbeitsvorgang einen gewissen Spielraum beanspruchen und so an besonders
beengten Stellen hinderlich sein können.
Es ist daher Aufgabe der Erfindung, ein Handwerkzeug zum Spannen und Abschneiden von Biridegurten
zu schaffen, das eine verbesserte Kupplung aufweist und die Nachteile der Zangenbauweise vermeidet.
Erfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, daß das Scherblatt über einen Kipphebel und
Auslösehebel über ein Gelenk an die Spannschiene angekuppelt ist und die Abscher- und Spannvorrichtung
über einen weiteren, durch einen Stift mit dem Gelenk verbundenen Hebel mittels eines Abzugshebels
gegen die Wirkung einer zwischen Werkzeuggehäuse und Spannschiene gespannten Feder betätigt
wird.
Um dem Handwerkzeug eine handliche · und zweckmäßige Gestalt zu geben, hat der Rahmen vorzugsweise
die Form eines pistolenartigen Gehäuses, wobei dessen Griff die Einrichtung zur Begrenzung
der Bindegurtspannung enthält und dessen nach vorn abstehender Lauf die Abscher- und Spannvorrichtung
aufnimmt.
Durch die Erfindung wird erreicht, daß ein einfacher
gebautes Handwerkzeug zum Spannen und Abschneiden von Bindegurten gleichzeitig besser unter
ungünstigen Arbeitsbedingungen, wie etwa beengten Raumverhältnissen, eingesetzt werden kann.
Bei einer Ausführungsform der Erfindung ist eine Laufrolle am Ende der Auslösehebel angeordnet und
wirkt mit einer verschwenkbar am Rahmen gelagerten Rastklinke formschlüssig zusammen, wobei die
mit einer Ausnehmung versehene Rastklinke den Formschluß mit Hilfe eines Spannbügels so lange
aufrechterhält, bis die voreingestellte Bindegurtspannung erreicht ist, woraufhin durch eine Herausbewegung
der Laufrolle aus ihrer Ausnehmung das Auslösehebelpaar verschwenkt und damit der Bindegurt
durch das Scherblatt getrennt wird.
Als weitere Ausgestaltung der Erfindung kann in der Deckplatte des Handgriffs ein Fenster vorgesehen
sein, und es können sich neben dem Fenster Bezugsünien befinden, wobei eine mit einer Markierungslinie
versehene Platte in dem Handgriff entsprechend der durch den Einstellknopf hervorgerufenen
Bewegung verschiebbar angeordnet ist, so daß die sich mitbewegende Markierung die voreingestellte
Federspannung sichtbar macht.
Die Bindegurtspannung kann bei dem erfindungsgemäßen Handwerkzeug auch dadurch voreingestellt
werden, daß die Auslösehebel an eine Ankerplatte angelenkt sind, die sich bei Erreichen der vorgesehenen
Bindegurtspannung von dem Permanentmagneten abhebt.
Ferner können die Auslösehebel an einem in einem Zylinder dichtend bewegbaren Kolben angelenkt
sein, der bei Erreichen einer voreinstellbaren Bindegurtspannung durch Druckausgleich im Zylinderraum
den Kolben freigibt.
Mit dem erfindungsgemäßen Handwerkzeug können an Drahtbündeln Bindegurte u. dgl. unter gleichbleibenden,
voreingestellten Spannungen rasch und mühelos angebracht werden. Das Handwerkzeug ist
,narrensicher, von verhältnismäßig einfacher Konstruktion, und es besitzt eine lange Lebensdauer.
Seine Lebensdauer wird insbesondere dadurch gefördert, daß ein Hämmern der den Bindegurt durchschneidenden
Teile gegen andere Teile nach Beendigung des Schneidvorganges vermieden wird.
An Hand der Zeichnungen werden nun Ausführungsbeispiele der Erfindung näher beschrieben. In
den Zeichnungen stellt dar die
F i g. 1 eine Seitenansicht eines Handwerkzeuges nach der Erfindung, und zwar in einem Betriebszustand,
in dem das Handwerkzeug einen Bindegurt aufgenommen hat und zum Spannen des Bindegurtes
um das Bündel herum betätigt werden soll,
F i g. 2 eine Draufsicht auf das Handwerkzeug, jedoch ohne Bündel und Bindegurt,
F i g. 3 eine Ansicht des Griffes des Handwerkzeuges von hinten nach F i g. 1,
Fig. 4 einen Ausschnitt aus einer Querschniitsansicht
nach Linie 4-4 in F i g. 1,
F i g. 5 eine vergrößert gezeichnete Frontansicht des Handwerkzeuges, von der Linie 5-5 in F i g. 1
aus gesehen, wobei der Bindegurt weggelassen und eine Endplatte am Werkzeug zum Teil weggelassen
wurde, um das Scherblatt zu zeigen, das am vorderen Ende des Handwerkzeuges angeordnet ist,
F i g. 6 eine Seitenansicht des Handwerkzeuges in dem Betriebszustand, wie er in F i g. 1 dargestellt ist,
wobei jedoch der Bindegurt und eine Deckplatte am Griff des Handwerkzeuges weggelassen sind, um einige
ίο der im Innern des Handwerkzeuges. vorgesehenen
Teile zu zeigen, von denen bestimmte Teile im Querschnitt dargestellt sind,
F i g. 7 eine der F i g. 6 ähnliche Darstellung des Handwerkzeuges, die die Stellungen der Teile nach
Betätigung des Handwerkzeuges zum Spannen des Bindegurtes und vor dem Durchschneiden des Bindegurtes
zeigt, wobei bestimmte Teile des Handwerkzeuges der Übersichtlichkeit halber weggelassen sind,
F i g. 8 eine der F i g. 7 ähnliche Darstellung, die die Stellung der Teile umittelbar nach Betätigung des
Scherblattes zeigt,
Fig. 9 einen Ausschnitt aus einer Seitenansicht des
unteren Teiles des Griffes des Handwerkzeuges bei abgenommener Deckplatte, wobei ein Einstellknopf
in eine Stellung bewegt worden ist, die sich von der in den vorstehenden Figuren dargestellten Stellung
unterscheidet, wobei die Spannung geändert wird, bei der der Bindegurt durchgeschnitten wird, wobei ferner
eine Abwandlung gezeigt ist, die eine unabsichtliehe Veränderung einer eingestellten Spannung verhindert,
Fig. 10 einen Ausschnitt aus einer Seitenansicht des unteren Teiles des Griffes des Handwerkzeuges
bei abgenommener Deckplatte, wobei die Ausführungsform mit Ankerplatte und Permanentmagnet
dargestellt ist,
F i g. 11 eine der F i g. 10 ähnliche Darstellung, wobei die Ausführungsform mit Kolben und Zylinder
dargestellt ist.
Wie aus den F i g. 1 bis 6 zu ersehen ist, weist das Handwerkzeug nach der Erfindung ein pistolenförmiges
Gehäuse auf mit einem Handgriffteil und einem nach vorn vorstehenden Teil gleich dem Lauf
einer Pistole. Der Hauptteil des pistolenförmigen Handwerkzeuges besteht aus einem Rahmen 20 aus
Aluminium oder einem ähnlichen Material und weist einen Griff 21 und einen nach vorn abstehenden
Lauf 22 auf. Der Griff 21 ist vertieft, wodurch eine Seitenwandung 23 geschaffen wird. Der rückwärtige
Umfangsteil des Griffes 21 wird von einem seitlich verlaufenden Flansch 24 gebildet, der sich nach unten
erstreckt und sich in einem unteren Flansch 25 fortsetzt. Dieser untere Flansch 25 erstreckt sich
seinerseits nach vorn und setzt sich am unteren Ende in einem ähnlichen Flansch 26 fort, der den vorderen
Umfangsteil des Griffes 21 bildet. Wie am besten aus der F i g. 6 zu ersehen ist, setzt sich das obere Ende
des rückwärtigen Flansches 24 in den nach rückwärts gerichteten Flansch 28 fort, dessen rückwärtiges
Ende sich in einem nach oben ragenden Flansch 29 fortsetzt. Das obere Ende des Flansches 29 setzt sich
seinerseits in einem nach vorn gerichteten Flansch 30 fort. Das am weitesten vorn gelegene Ende des Flansches
30 ist nach unten abgebogen. Die Flansche 28, 29 und 30 bilden eine U-förmige Halterung für eine
verhältnismäßig kräftige Druckfeder 33.
Der oben beschriebene Griff 21 des Handwerkzeuges wird von einer Deckplatte 34 abgeschlossen, die
mit den nach innen abgebogenen seitlichen Flanschen 35 versehen ist, die den gleichen Umriß aufweisen
wie die oben beschriebenen Flansche 24, 25, 26, 28, 29 und 30 und mit diesem zusammenpassen.
An der Seitenwandung 23 sind geeignete Ansätze 36 und 37 vorgesehen, die ein Innengewinde zur Aufnahme
der Schrauben 38 und 39 aufweisen, die sich durch an der Platte 34 vorgesehene Öffnungen hindurcherstrecken
und die Platte auf den Flanschen 24, 25, 26, 28, 29 und 30 festhalten. Der Flansch 24
schließt daher den Griff des Werkzeuges mit den in diesem angeordneten Teilen ab.
Der nach vorn abstehende Lauf 22 des Rahmens weist einen allgemein rechteckigen Querschnitt auf
(Fig.4) sowie einen Längsschlitz 40, in dem eine in der Längsrichtung verlaufende Spannschiene 41 verschiebbar
gelagert ist.
Das vorderste Ende des nach vorn abstehenden Laufes'22 des Rahmens ist mit einem seitlich vorstehenden
Ansatz 50 versehen, der eine ebene, senkrecht verlaufende Vorderseite 51 und eine schräg abfallende
Rückseite 52 aufweist (F i g. 7). Oberhalb des dreieckigen Ansatzes ist der vorderste Teil des
Laufes 22 des Rahmens mit einem seitlich vorstehenden Gcgenlager 53 versehen, dessen Unterseite sich
über dem dreieckigen Ansatz 50 befindet, wodurch ein Schlitz 54 zur Aufnahme des freien Endes 55
eines als Ganzes mit 56 bezeichneten Bindegurtes geschaffen wird. An dem einen Ende 58 des Bindegurtes
56 ist ein Verbinder 57 befestigt, wobei das freie Ende des Bindegurtes 56 um ein Bündel 59 herumgelegt und durch eine öffnung am Verbinder 57 hindurchgeführt
wird, so daß um das Bündel herum eine geschlossene Schlinge gebildet wird, wie in Fig.]
dargestellt. Bei solchen Bindegurten wird die Schlinge durch Ziehen am freien Ende 55 des Bindegurtes
zusammengezogen, während eine Bewegung des Endes 58 und des Verbinders 57 vorzugsweise
verhindert wird. Der Verbinder 57 ist bei derartigen Bindegurten mit einem Verriegelungsmittel versehen,
das auf den sich im Verbinder befindenden Teil des freien Endes 55 des Bindegurtes einwirkt und nach
dem Straffziehen der -Schlinge ein Lockern der Schlinge verhindert.
Wie bereits beschrieben, ist die Spannschiene 41 im Längsschlitz 40 verschiebbar gelagert und vorzugsweise
mit einem in Längsrichtung verlaufenden Schlitz 60 versehen, durch den sich eine Schraube 61
hindurchcrstrcckt, die in den Lauf 22 eingeschraubt ist und deren Kopf 62 an der Außenseite der Spannschiene
41 an den Längsseiten des Schlitzes 60 anliegt. Auf diese Weise wird die Spannschiene 41 im
Schlitz 40 festgehalten. Das vordere Ende der Spannschiene 41 trägt eine seitliche vorstehende Schraube
63, auf der eine Greifbackc 64 verschwenkbar gelagert
ist, die an der Oberseite mit Zähnen 65 versehen ist, die in die Unterseite des freien Endes 55 des Bindegurtes
56 eingreifen. An der Rückseite der Greifbacke 64 ist eine nicht dargestellte Feder vorgesehen,
die mit dem einen Ende an der Spannschiene 41 befestigt ist und die mit dem änderen Ende an der
Wandung einer an der Greifbackc 64 vorgesehenen Ausnehmung anliegt und die Greifbacke 64 beständig
im Uhr/eigergegensinnc zu drehen sucht (s. Fig. I). Dieses Mittel /um beständigen Beaufschlagen
einer Greifklaue, wie die Greifbaeke 64, in einem Sinnt; um eine Achse, die in diesem I7IiIIc die
Schraube 63 isl, isl an sich bekannt, so daß eine Beschreibung
der Feder entbehrlich ist. Steht die Spannschiene 41 in der in der Fig. 1 dargestellten
vorderen Stellung, so liegt die Vorderseite 66 der Greifbacke 64 an der Rückseite 52 des dreieckigen
Ansatzes 50 an, wodurch die Greifbacke 64 an die in den F i g. 1 und 6 dargestellte Normalstellung gebracht
wird.
Oberhalb der Greifbacke 64 ist die Spannschiene 41 mit einem seitlich vorstehenden Gegenlager 67
ίο versehen, das über der Greifbacke 64 gelegen ist und
zum Abstützen der Oberseite des freien Endes 55 des Bindegurtes 56 dient, wenn die Zähne 65 des Greifgliedes
64 in das freie Ende 55 des Bindegurtes eingreifen.
Unterhalb der Spannschiene 41 ist auf einem Stift 71 an der Seite des Laufes 22 ein nach vorn vorstehender
Kipphebel 70 verschwenkbar gelagert. Gegebenenfalls kann der Stift in eine am Lauf 22 vorgesehene
Bohrung eingepreßt werden und ruht in einer am Kipphebel 70 vorgesehenen entsprechenden Öffnung,
wie in der F i g. 4 dargestellt. Das vordere Ende des Kipphebels 70 erstreckt sich bis zu einer
etwas unterhalb des dreieckigen Ansatzes 50 gelegenen Stelle, und das vordere Ende des Kipphebels ist
mit zwei nach vorn vorstehenden Fingern 72 und 73 versehen, die in zwei an einem Scherblatt 76 vorgesehene
entsprechende Schlitze 74 und 75 hineinragen. Die obere Kante 77 des Scherblattes ist zu einer
Messerschneide angeschärft, wobei der Körper des Scherblattes 76 auf der Vorderseite des dreieckigen
Ansatzes 50 gleitbar gelagert ist. Der Körper des Scherblattes ist mit einem langgestreckten Schlitz 78
zur Aufnahme einer Schraube 79 versehen, die durch den Schlitz 78 hindurchgeführt und in den dreieckigen
Ansatz 50 eingeschraubt ist. Das Scherblatt 76 wird in dieser Stellung von einer Deckplatte 80 verschiebbar
festgehalten, die am vorderen Teil des Werkzeuges mittels der Schraube 79 und mittels
einer weiteren Schraube 81 befestigt ist, die in das vordere Ende des Laufes 22 eingeschraubt ist, wie
am besten aus der F i g. 5 zu ersehen ist. Die Deckplatte 80 ist mit einem Schlitz versehen, der mit dem
bereits genannten Schlitz 54 zusammenpaßt." Die Normalstellungen des Kipphebels 70 und des Scherblattes
76 sind in den F i g. 1 und 6 dargestellt, wobei jedoch darauf hingewiesen wird, daß bei einer Verschwenkung
des Kipphebels 70 um den Stift 71 im Uhrzeigersinne nach diesen Figuren das Scherblatt
76 nach oben geschoben wird, wobei die messerar-* tige obere Kante 77 in Schneidkontakt mit dem
freien Ende 55 des Bindegurtes 56 gebracht wird.
Das Handwerkzeug ist mit einem sich nach vorn und nach unten erstreckenden Abzugshebel 85 ausgestaltet.
Zwei seitlich auf Abstand stehende Flansehe 88 und 89 des Abzugshebels 85 sind am oberen
Ende mit einem Stift 91 verschwenkbar gelagert. Das eine Ende des Stiftes 91 steckt in einer öffnung an
der Seitenwandung 23 des Griffes des Rahmens, und das andere Ende steckt in einer öffnung 92 an der
Deckplatte 34, wie aus der F i g. 1 zu ersehen ist. Dieser Stift 91 stellt für den Abzugshebel 85 und für
andere Teile des Werkzeuges eine ortsfeste Achse dar, die unten beschrieben werden.
Zwischen den Flanschen 88 und 89 des Abzugshcbels
85 ist ein Bctätigungsglied 95 angeordnet, dessen unterer Teil mittels eines Querstiftes 96 zwischen
den Flanschen 88 imd 89 befestigt ist. Der obere Teil
des Betüliguiigsgliedes 95 weist etwa die Form eines
7 8
Hundeschenkels auf (vgl. Fig. 7), und das oberste Radius nur etwas größer ist als der Radius der Lauf-Ende
des Bctäligungsgliedes ist auf dem ortsfesten rolle 123, wobei die Ausnehmung 127 in den Fig. 6
Stift 91 verschwenkbar gelagert. Zwischen den Stif- und 7 etwas rechts vom Stift 126 liegt. Die Rastten
91 und 96 weist das Betätigungsglied 95 einen klinke 125 weist am rechten Ende einen nach oben
eingesetzten Stift 97 auf, auf dem das eine Ende 5 verlaufenden Teil 128 auf, der in einer schräg verlaueines
Hebels 98 verschwenkbar gelagert ist. Das an- fenden Leitfläche 129 endet. Das andere Ende der
dere Ende des Hebels 98 ist mit einem Stift 99 gelen- Rastklinke. 125 ist um einen Stift 130 verschwenkbar
kig verbunden, der an einem Gelenk 100 zwischen gelagert, der zwischen den oberen Enden zweier
dessen Enden befestigt ist. Am oberen Ende des Ge- Arme 131 und 132 eines Spannbügels 133 angeordlehkes-
100 ist ein Stift 101 befestigt, der in einen io net ist. Die beiden Arme 131 und 132 sind am untesenkrechten
langgestreckten Schlitz 102 hineinragt, ren Ende durch einen Steg 134 miteinander verbunder
am rückwärtigen Ende der Spannschiene 41 vor- den. Zwischen den beiden Armen 131 und 132 ist
gesehen ist. Das. untere Ende des Gelenkes 100 ist eine Platte 135 verschiebbar gelagert, die an sich geauf
einem Stift 103 verschwenkbar gelagert, der seit- genüberliegenden Seiten mit den in Längsrichtung
lieh verläuft und in zwei einander gleiche, auf Ab- 15 verlaufenden Ausnehmungen 136 versehen ist, in destand
stehende AuslösehebeJ 104 und 105 eingesetzt nen die beiden Arme 131 und 132 verschiebbar gelaist,
die unten beschrieben werden. gert sind und die die Platte zwischen den Armen
Das rückwärtige Ende der Feder 33 im oberen führen. Die Platte 135 ist ferner mit einer sich an ih-
rückwärtigen Teil des Werkzeughandgriffes zwischen rem unteren Ende öffnenden Ausnehmung 137 ver-
den Flanschen 28, 29 und 30 liegt an der Innenseite 20 sehen. Wie aus Fig. 6 zu ersehen ist, wird das obere
des Flansches 29 an, während das vordere Ende der Ende der Platte von einem quer verlaufenden Teil
Feder gegen das eine Ende 110 eines als Ganzes mit 138 abgeschlossen. An der Innenseite dieses quer
111 bezeichneten Rückführjoches drückt. Dieses verlaufenden Teiles 138 ist ein mit einem Innenge-
Rückführjoch 111 weist zwei nach vorn vorstehende winde versehener Ansatz 139 vorgesehen, in den das
Arme 112 und 113 auf (von denen nur der Arm 113 25 obere Ende einer Spannstange 140 eingeschraubt ist.
in der F i g. 7 zu sehen ist). Die vordersten Enden der Das untere Ende dieser Spannstange 140 erstreckt
Arme 112 und 113 sind mit Hilfe von zwei Stiften sich durch eine Öffnung am Steg 134 des Spannbü-
114 mit den oberen Teilen der Flansche 88 und 89 gels 133 und durch eine ähnliche Öffnung am
des Abzugshebels 85 etwas unterhalb des ortsfesten Flansch 25 am unteren Teil des Werkzeughandgriffes
Stiftes 91 gelenkig verbunden. Die Feder 33 sucht 30 hindurch. Auf das untere Ende der Spannstange 140
daher über das Joch 111 den Abzugshebel 85 bestän- ist ein Querstift 150 aufgeschraubt, der auf der
dig im Uhrzeigersinne nach den Fi g. 1 und 6 zu ver- Spannstange von einem zweiten Querstift 151 festgc-
schwenken. halten wird, so daß sich der Querstift nicht drehen
Es wurde bereits erwähnt, daß das untere Ende kann.
des Gelenkes 100 auf einem Stift 103 verschwenkbar 35 In.der Ausnehmung 137 des Spannbügels 135 ruht
gelagert ist, der in die beiden auf Abstand stehenden eine Druckfeder 155, die mit dem oberen Ende an
Auslösehebel 104 und 105 eingesetzt ist. Wie aus den der Innenseite des quer verlaufenden Teiles 138 an-
F i g. 6 und 7 zu ersehen ist, liegen diese Auslösehe- liegt. Das untere Ende dieser Druckfeder 155 liegt an
bei 104 und 105 an der Innenseite der oberen Teile der Oberseite des Steges 134 an, der zwischen den
der beiden Flansche 88 und 89 an. Die Auslösehebel 40 Armen 131 und 132 verläuft.
104 und 105 weisen an den vordersten Enden einen Die beiden Enden des am untersten Ende der
eingesetzten und seitlich verlaufenden Stift 120 auf. Spannstange 140 befestigten Stiftes erstrecken sich
Dieser Stift erstreckt sich in einen sich nach rück- durch zwei Flügel 160 und 161 eines Einstellknopfes
wärts öffnenden Schlitz 121 hinein, der am rückwär- 162 hindurch; wobei die beiden Flügel 160 und 161
!igen Ende des Kipphebels 70 vorgesehen ist, der das 45 durch einen Quersteg 163 miteinander verbunden
Scherblatt 76 betätigt, um den Bindegurt durchzu- sind. Das Außenende jedes Flügels 160, 161 verläuft
schneiden (vgl. Fig. 6). Die beiden Auslösehebel gekrümmt, wie bei 164 dargestellt, während an den
weisen dieselbe Gestalt auf und sind am vorderen entgegengesetzten Seiten eines jeden Flügels ebene
und oberen Teil etwa hundeschenkelartig ausgestal- Flächen 165 und 166 vorgesehen sind. Jeder der Flutet,
wobei jeder Auslösehebel am oberen Ende um 5° gel 160, 161 ist an der ebenen Fläche 165 mit einer
den ortsfesten Stift 91 verschwenkbar gelagert ist. nach außen gerichteten Leiste 167 versehen sowie
An den rechten unteren Enden der beiden Auslö- mit einer nach außen'vorstehenden Leiste 168 an der
sehebc! 104 und 105 ist zwischen diesen ein Stift 122 ebenen Fläche 166. Wie aus den Fig. 1,3,6.7 und 8
befestigt, der eine Laufrolle 123 trägt. Diese Lauf- zu ersehen ist, liegen die ebenen Flächen 165 der
rolle wirkt mit einer verschwenkbaren Rastklinke 55 Flügel 160 und 161 des Einstellknopfes 162 an der
125 zusammen. Die Rastklinke 125 ist auf einem Außenseite des Flansches 25 des Handgriffes des
Stift 126 verschwenkbar gelagert, der mit dem einen Werkzeuges an. Bei der in diesen Figuren dargcstell-Ende
in eine öffnung an einem nicht dargestellten ten Stellung der Spannstange 140 und der Platte 135
Ansatz an der Innenseite der Scitenwandung 23 ein- bewirkt der nach unten gerichtete Druck der Druckgesetzt ist, die die eine Seite des Werkzeughandgrif- 6° feder 155 auf den Steg 134 des Spannbügels 133, daß
fcs bildet. Das andere Ende des Stiftes 126 (das dem die Arme 131 und 132 des Spannbiigels auf den Stift
Auge des Betrachters der Fig. 6 und7 zugewandt 130 beständig einen nach unten gerichteten Zug ausist)
sitzt in einer öffnung an einem ähnlichen Ansatz üben, bei dem die Rastklinkc 125 nach diesen Figuan
der Innenseite der Deckplatte 34 des Griffes. Der ren im Uhrzeigergegensinne kräftig beaufschlagt
Stift 126 stellt daher eine ortsfeste Achse dar, um die 65 wird. Die Laufrolle 123 an den Auslöseheheln 104
die Rastklinke 125 verschwenkt werden kann. Die und 105 ruht normalerweise in der Ausnehmung 127
Rastklinke 125 ist an der Oberseite mit einer zylin- der Rastklinke 125. Die Beaufschlagung der Rastdrisehen
konkaven Ausnehmung 127 versehen, deren klinke 125 wird daher als vorherbestimmte hem-
mende Kraft auf die Auslösehebel 104 und 105 übertragen.
Bei Benutzung des in den F i g. 1 bis 8 dargestellten Handwerkzeuges wird der Bindegurt 56 um ein
Drahtbündel 59 od. dgl. herumgelegt, und das freie Ende 55 des Bindegurtes wird durch den ,Verbinder
■57 hindurchgeführt. Will der Benutzer des Handwerkzeuges den Bindegurt um das Bündel spannen
und das freie Ende 55 abschneiden, so wird das freie Ende 55 seitlich in den Schlitz 54 am vorderen Ende
des Handwerkzeuges eingeschoben, wie in der F i g. I
dargestellt. Befindet sich das Handwerkzeug in dem in den F i g. 1 bis 6 dargestellten normalen Betriebszustand,
dann gestattet die Greifbacke 64, die von dem dreieckigen Ansatz 50 in eine »Offen«-Stellung
bewegt worden ist, das mühelose Einführen des freien Endes 55 des Bindegurtes zwischen der Greifbacke
und dem Gegenlager 67 an der Spannschiene 41. Nach dem Einführen des Bindegurtes in das
Handwerkzeug in der in der Fig. 1 dargestellten
Weise erfaßt der Benutzer das Werkzeug mit der Hand und zieht an dem oder drückt auf den Abzugshebel 85, wobei dieser um den ortsfesten Stift 91 im
Uhrzeigergegensinne verschwenkt wird. Durch diese Bewegung des Abzugshebels 85 wird die auf diesen
ausgeübte Kraft über das Betätigungsglied 95, den Stift 97, den Hebel 98 und über den Stift 99 auf das
Gelenk 100 übertragen, wobei das Gelenk um den Stift 103 im Uhrzeigersinne verschwenkt wird. Diese
auf das Gelenk übertragene Kraft und die hierdurch bewirkte Bewegung haben zur Folge, daß der Stift
101 am oberen Ende des Hebels 100 die Spannschiene 41 nach rechts zieht. Nachdem die Vorderseite
66 der Greifbacke 64 sich von dem dreieckigen Ansatz 50 entfernt hat, kann die Greifbacke sich sofort
im Uhrzeigergegensinne drehen, wobei ihre Zähne 65 an der Unterseite des freien Endes des
Bindegurtes angreifen. Bei fortgesetzter Bewegung der Spannschiene 41 nach rechts legt sich der Verbinder
57 des Bindegurtes an die Vorderseite der Deckplatte 80 des Handwerkzeuges an, wobei die
weitere Bewegung der Spannschiene 41 nach rechts ein Straffziehen des Bindegurtes 56 um das Bündel
59 bewirkt. Wenn sich die Spannung im freien Ende 55 des Bindegurtes zwischen dem von dem vorderen
Ende des Werkzeuges gebildeten Backen und dem von der Greifbacke 64 und dem Gegenlager 67 gebildeten
Backen erhöht, so verstärkt sich die auf den Stift 103 am unteren Ende des Gelenkes 100 ausgeübte
seitliche Kraft fortgesetzt, wobei diese Kraft von dem Stift 103 auf die beiden Auslösehebel 104 und
105 übertragen wird. Wie oben erwähnt, sind die Auslösehebel 104 und 105 um den Stift 91 verschwenkbar
gelagert. Unter der Einwirkung der sich verstärkenden Kraft auf die Auslösehebel 104 und
105 würden sich diese um den Stift 91 drehen, wenn auf sie von der Rastklinke 125 nicht eine hemmende
Kraft ausgeübt würde. Wenn die Spannung im Bindegurt 56 einen vorherbestimmten Höchstwert erreicht,
dann erreicht die auf den Stift 103 und auf die Auslösehebel 104 und 105 ausgeübte seitliche Kraft
einen Wert, bei dem die von der Rastklinke 125 ausgeübte hemmende Kraft überwunden wird. In diesem
Zeitpunkt drückt die Laufrolle 123 die Rastklinke 125 im Uhrzeigersinne in die in F i g. 8 dargestellte
Stellung, und bei dieser Bewegung schnellt die Laufrolle 123 aus der Ausnehmung 127 heraus und hebt
dabei sofort die auf die Auslösehebel 104 und 105 ausgeübte hemmende Kraft auf oder vermindert sie,
so daß die Auslösehebel 104 und 105 sofort aus ihrer •Normalstellung in die in F i g. 8 dargestellte Stellung
herumschwenken können. Diese Bewegung der Auslösehebel 104 und 105 um den Stift 91 im Uhrzeigergegensinne
bewirkt, daß der Stift 120 an den vorderen Enden der Auslösehebel den Kipphebel 70 auf
dem Stift 71 im Uhrzeigersinne in die in F i g. 8 dargestellte Stellung dreht, wobei das Scherblatt 76 nach
ίο oben bewegt wird mit der Folge, daß die obere
Kante 77 das freie Ende 55 des Bindegurtes abschneidet.
In diesem Zeitpunkt wird die Spannschiene 41 rasch weiter nach rechts gezogen, wobei die rückwärtige,
schräg abfallende Kante der G reif backe 64 den Kopf 62 der Schraube 61 berührt mit der Folge, daß
die Greifbacke 64 kurzzeitig in die Normalstellung bewegt wird, wie in F i g. 8 mit unterbrochenen Linien
dargestellt, wobei das abgeschnittene Ende 55 des Bindegurtes freigesetzt wird. Dieser Vorgang hat
normalerweise zur Folge, daß das abgeschnittene Ende 55 des Bindegurtes aus dem Griff der Greifbacke
64 entfernt wird.
Sofort nach dem Abschneiden des Endes 55 des Bindegurtes, "wobei die« von dem Stift 103 auf die
Auslösehebel 104 und 105 ausgeübte seitliche Kraft erheblich vermindert wird, bewegt die schräg verlaufende
Leitfläche 129 der Rastklinke 125 die Laufrolle 123 in einer Rückkehrbewegung in die zylindrische
konkave Ausnehmung 127 zurück, so daß die Auslösehebel-104 und 105 sofort in die Normalstellung
zurückkehren. Bei dieser Rückkehrbewegung der Auslösehebel 104 und 105 erfolgt eine sofortige
Rückkehr des Kipphebels 70 und des Scherblattes 76 in deren Normalstellung. Der Benutzer des Handwerkzeuges gibt ferner den Abzugshebel 85 wieder
frei, so daß die Feder 33. über das Rückführungsjoch
111 den Abzugshebel 85 in dessen Normalstellung zurückführen kann, wie in den Fig. 1 und6 dargestellt.
Diese Rückführung des Abzugshebels 85 in die Normalstellung bewirkt, daß der Hebel 98 und das
Gelenk 100 in die in der F i g. 6 dargestellten Stellungen zurückkehren. Bei der Rückkehrbewegung des
Gelenks 100 wird die Spannschiene 41 nach links in die in den F i g. 1 und 6 dargestellte Normalstellung
bewegt, wobei die Greifbacke 64 von der schräg abfallenden Rückseite 52 am dreieckigen Ansatz 50 in
die .Normalstellung zurückbewegt wird.
Aus der Beschreibung ist zu ersehen, daß durch Drehen des Einstellknopfes 162 um die Achse der
Spannstange 140 die Platte 135 wahlweise angehoben oder abgesenkt werden kann, wobei wahlweise
der Druck der Druckfeder 155 und damit die hemmende Kraft verändert werden kann, die von der
Rastklinke 125 auf die Auslösehebel 104 und 105 ausgeübt wird. Hierbei kann wahlweise der auf das
freie Ende 55 des Bindegurtes 56 im Zeitpunkt des Abschneidens ausgeübte Zug verändert werden. Gegebenenfalls
kann die Platte 135 mit einer Markierungslinie 135 a versehen werden. Diese Markierungslinie
kann von dem Benutzer durch ein an der Platte 34 des Handgriffs vorgesehenes Fenster 34 a
beobachtet werden, wobei die Höhe der Markierungslinie 135 a im Fenster die Stärke der hemmenden
Kraft anzeigt, die auf die Platte 135 und den Steg 134 ausgeübt wird, so daß im Bindegurt 56 eine
vorherbestimmte Spannung erzeugt werden kann. Gegebenenfalls können an der Außenseite der Deck-
11 '■ 12
platte 34 des Handgriffes am Fenster 34 a auch Be- 105 eine vorherbestimmte Hemmkraft aus in etwa in
zugslinien 34 b vorgesehen werden. derselben Weise, wie der oben beschriebene Aufbau.
Eine weitere Möglichkeit zur wahlweisen Verände- Wird beim Spannen eines Gurtes die von dem Stift
rung der auf die Auslösehebel 104 und 105 ausgeüb- 103 auf die Auslösehebe! 104 und 105 ausgeübte
ten hemmenden Kraft besteht darin, den Einstell- 5 seitliche Kraft so groß, dann wird die Hemmkraft
knopf 162 um die Achse des Stiftes 150 um 180° zu plötzlich überwunden, wobei das klappenartige Glied
drehen. Wie aus den Figuren zu ersehen ist, ist der 191 und .dessen Ankerplatte 195 in einer Schwenkbe-
Stift 150 im Einstellknopf 162 exzentrisch gelagert. wegung nach oben vom Magneten 196 abgezogen
Der Einstellknopf kann daher im Uhrzeigersinne auf wird, so daß die Auslösehebel sofort um den Stift 91
dem Stift 150 aus der in den Fig. 1,6,7 und8 in die io herumschwenken und die Abscherklinge betätigen
in der F i g. 9 dargestellte Stellung gedreht werden. können.
Bei dieser Drehbewegung wirken die Nockenflächen Die F i g. 11 zeigt eine weitere Abwandlung der
164 an den Flügeln 160 und 161 des Knopfes auf die Vorrichtung zum Ausüben einer Hemmkraft, bei der
Unterseite des Flansches 25 des Handgriffes ein und auf dem Stift 122 ein Hebel 200 verschwenkbar geladrücken
dabei den Stift 150 aus der in.der Fig.6 15 gert ist, dessen unteres Ende eine Gelenkverbindung
dargestellten Lage in diet in der Fig. 9 dargestellte. mit dem Kolbenbolzen 201 eines Kolbens 202 auf-Lage.
Bei dieser Bewegung des Stiftes 150 nach un- weist. Dieser Kolben 202 ist in einem Zylinder 203
ten wird die Platte 135 abgesenkt und dabei die dichtend bewegbar, der im unteren Teil des Hand-Kraft
der auf den Spannbügel 133 einwirkenden griffes des Werkzeuges angebracht und mit einem
Druckfeder 155 verstärkt mit der Folge, daß die auf 20 oder mehreren Dichtungsringen 204 versehen ist. Am
die Auslösehebel 104 und 105 ausgeübte vorherbe- unteren Ende des Zylinders ist ein trichterförmiger
stimmte Hemmkraft verstärkt wird. Dies verstärkt Ventilsitz 205 vorgesehen, der sich nach unten in
wiederum die vorherbestimmte Spannung, die im einem sich durch den Zylinderkopf und durch den
freien Ende 55 des Bindegurtes kurz vor dem Ab- Flansch 25 des Handgriffes erstreckenden Kanal 206
schneiden erzeugt wird. 25 fortsetzt. Auf dem Ventilsitz ruht ein Ventilglied Die F i g. 9 zeigt den Einstellknopf 162 aus der in 207, dessen Schaft 208 sich vom Ventilglied aus
der F i g. 6 dargestellten Stellung um die Achse der durch den Kanal 206 zur Außenseite des Werkzeuges
Spannstange 140 um 90° gedreht. Nimmt der Ein- erstreckt. Auf das Außenende des Ventilschaftes 208
stellknopf diese in F i g. 9 dargestellte Stellung ein, so ist eine Einstellmutter aufgeschraubt, und zwischen,
kann eine in eine Gewindebohrung am Flansch 25 30 dieser Einstellmutter 209 und der Unterseite des
eingeschraubte Feststellschraube 180 vorgesehen Flansches 25 ist eine Feder 210 angeordnet. Die Fewerden,
die verhindert, daß ein Benutzer unbeabsich- der 210 drückt das Ventilglied 207 beständig in die
tigterweise den Einstellknopf 162 um die Achse der Schließstellung auf dem Ventilsitz 205. In einem sich
Spannstange 140 dreht, während zugleich eine Dre- von dem Inneren des Zylinders zur Außenseite des
hung des Einstellknopfes aus einer Einstellung für 35 Werkzeuges erstreckenden Kanal ist ferner ein Kueine
große Spannung in eine Einstellung für eine gelventil 211 angeordnet sowie eine Feder 212, die
kleine Spannung und umgekehrt und die Achse des das Kugelventil beständig in die Schließstellung auf
Querstiftes 150 möglich ist. Ist eine Benutzung des einen Ventilsitz drückt, wie in der Fig. 11 darge-Einstellknopfes
162 nicht erwünscht, so kann an stellt. Auch bei dieser Ausführung wird auf die Aus-Stelle
der Schraube 180 eine Kopfschraube verwen- 40 lösehebel 104 und 105 eine vorherbestimmte Hemmdet
werden, deren Kopf auf der Leiste 168 am Ein- kraft ausgeübt, so daß in einem Gurtende 55 eine
stellknopf anliegt. vorherbestimmte Spannung erzeugt wird, bevor die-Die F i g. 10 zeigt eine magnetische Hemmvorrich- ses abgeschnitten wird. Beim Spannen des Gurtendes
tung, die in dem Werkzeug nach der Erfindung ver- 55 sucht die von dem Stift 103 auf die Auslösehebel
wendet wird, mit der auf die Auslösehebel 104 und 45 104 und 105 ausgeübte seitliche Kraft die Platten
105 eine vorherbestimmte Hemmkraft ausgeübt wer- herumzuschwenken, wobei der Kolben 202 im Zylinden
kann. Bei dieser Vorrichtung entfällt die Lauf- der 203 von dem Hebel 200 nach oben gezogen wird,
rolle 123, an deren Stelle ein Hebel 190 tritt, der Hierbei wird zwischen dem Kolbenkopf und dem Zyzwischen
den Auslösehebeln auf dem Stift 122 ver- linderkopf ein Unterdruck erzeugt mit der Folge, daß
schwenkbar gelagert ist. Der Hebel 190 ist am unte- 50 auf die Teile eine vorherbestimmte Hemmkraft ausren
Ende mittels eines Stiftes 192 an ein klappenarti- geübt wird. Verstärkt sich die von dem Stift 103 auf
ges Glied 191 angelenkt. Dieses klappenartige Glied die Auslösehebel 104 und 105 ausgeübte Kraft, dann
191 ist seinerseits auf einem Stift 193 verschwenkbar erreicht der Unterdruck im Zylinder einen Wert, bei
gelagert, der in zwei an der Innenseite des Flansches dem das Ventilglied 207 vom Sitz abgehoben wird,
26 am Handgriff des Werkzeuges vorgesehenen An- 55 so daß Luft durch den Kanal 206 in den Zylinder
Sätze 194 eingesetzt ist. Das klappenartige Glied 191 einströmen kann mit der Folge, daß Druckausgleich
kann gleich dem Handgriff des Werkzeuges aus eintritt und die auf die Auslösehebel 104 und 105
einem unmagnetischen Material, z.B. aus Alumi- ausgeübte Hemmkraft aufgehoben wird, so daß die
nium bestehen, wobei an der Unterseite des Gliedes Auslösehebel die Abscherklinge 76 betätigen kön-
191, z. B. mittels Schrauben, eine Ankerplatte 195 60 nen. Nach dem Abschneiden des Gurtendes 55 und
aus einem magnetisierbaren Material, z. B. Eisen, be- bei der Rückkehr der Teile des Werkzeuges in deren
festigt ist, die mit einem Permanentmagneten 196 zu- Ausgangsstellung unter der Einwirkung der Feder 33
sammenwirkt, der in den Handgriff im unteren Teil wird der Kolben 202 in seine Normalstellung zurückeingesetzt
ist und an der Gebrauchsstelle von den geführt, wie in der Fig. 11 dargestellt. Bei dieser
Ansätzen 197 und 198 festgehalten wird. Bei dieser 65 Rückkehrbewegung des Kolbens wird die Luft im
Konstruktion übt der Permanentmagnet 196 über die Zylinder durch den Kanal abgeführt, in dem sich das
Ankerplatte 195, das klappenartige Glied 191 und Kugelventil 211 befindet,
über den Hebel 190 auf die Auslösehebel 104 und Bei der in der Fig. 11 dargestellten pneumati-
über den Hebel 190 auf die Auslösehebel 104 und Bei der in der Fig. 11 dargestellten pneumati-
sehen Einrichtung kann die auf die Auslösehebel 104 und 105 ausgeübte Hemmkraft wahlweise verändert
werden und damit die im Gurt 56 erzeugte vorherbestimmte Spannung, zu welchem Zweck die auf den
Schaft 208 aufgeschraubte Einstellmutter 209 benutzt wird. Durch Drehen der Einstellmutter 209
kann der Druck der Feder 210 verändert werden und damit der Wert, bei dem das Ventilglied 207 in die
Offenstellung springt, wobei die auf die Auslösehebel 104 und 105 ausgeübte Hemmkraft aufgehoben wird,
so daß die Auslösehebel auf dem Stift 91 herumschwenken und das Scherblatt 76 betätigen.
Wenn der Abzugshebel 85 betätigt wird, entspricht die an dem Stift 101 angreifende Kraft der Spannung
im Gurt, und bei einer bestimmten Einstellung des Einstellknopfes 162 wird der Gurt immer dann
durchgeschnitten, wenn die von dem Stift 103 auf die Auslösehcbel 104 und 105 ausgeübte Kraft einen bestimmten
Wert erreicht. Ferner rühren die auf die Stifte 101 und 103 ausgeübten Kräfte allein aus der
auf den Stift 99 ausgeübten Betätigungskraft her, so daß die Summe der auf die Stifte 101 und 103 einwirkenden
Kräfte gleich der auf den Stift 99 ausgeübten Kraft ist. Da zwischen den Abständen zwischen
allen drei genannten Stiften eine gleichbleibende abmessungsmäßige Beziehung besteht, so steht auch die
Kräi'tcbezichung zwischen diesen Stiften fest. Wird z. B. der Stift 99 in der Mitte zwischen den Stiften 101 und
103 angeordnet, wie bei der dargestellten Ausführungsform der Erfindung, so ist die auf den Stift 101
einwirkende Kraft gleich der auf den Stift 103 einwirkenden Kraft, die den halben Wert der auf den
Stift 99 einwirkenden Kraft aufweist. Beim Abschneiden des Gurtendes weist die Spannung im Gurt
für eine bestimmte Einstellung des Einstellknopfes 162 immer denselben Wert auf und ist unabhängig
von der über den Stift 99 ausgeübten Betätigungskraft. Ferner wird die Spannung im Gurt, bei der das
Abschneiden erfolgt, nicht dadurch verändert, daß die Fingerkraft an verschiedenen Stellen des Abzugshebels 85 ausgeübt wird, oder durch andere veränderliche
Kräfte, z. B. der Rückholfeder 33, die den Abzugshebel 85 in die Ausgangsstellung zurück-■
führt.
Obwohl das Scherblatt 76 sich während des
Durchschneidens sehr rasch bewegt, beginnt der gespannte Gurt schon kurzzeitig vor dem vollständigen
ao Abschneiden des Gurtendes 55 sich abzutrennen, so
daß die Spannschiene 41 sich· etwas nach rechts verschieben kann. Diese Bewegung führt zu einer Verminderung
der an den Stiften 101 und 103 angreifenden Kräfte und damit der am Kipphebel 70 und
Scherblatt76 angreifenden Kräfte, wodurch Hammereffekte am Kipphebel und am Scherblatt vermindert
oder vermieden werden, wenn diese das Ende des Schneidhubes erreichen.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
Claims (9)
1. Handwerkzeug zum Spannen eines in einer Hülse selbst arretierenden Bindegurts um insbesondere
Drahtbündel, wobei das eine Ende des Bindegurts durch die Hülse gehalten wird, mit
einer Spannvorrichtung, deren Greifbacke das andere Ende des Bindegurts sicher erfaßt, und mit
einem Scherblatt, das den Bindegurt beim Auftreten einer voreinstellbaren Spannung zwischen
Hülse und Greifbacke zertrennt, indem bei Erreichen dieser Spannung das Scherblatt an die
bindegurtspannende Mechanik der Spannvorrichtung angekuppelt wird, dadurch gekennzeichnet,
daß das Scherblatt (76) über einen Kipphebel (70) und Auslösehebel (104, 105) über
ein Gelenk (100) an die Spannschiene (41) angekuppelt ist und die Abscher- und Spannvorrichtung
über einen weiteren, durch einen Stift (99) mit dem Gelenk (100) verbundenen Hebel (98)
mittels eines Abzughebels (85) gegen die Wirkung einer zwischen Werkzeuggehäuse und
' Spannschiene gespannten Feder (33) betätigt wird.
2. Handwerkzeug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Rahmen (20) die Form
eines pistolenartigen Gehäuses hat, dessen Griff (21) die Einrichtung zur Begrenzung der Bindegurtspannung
enthält und dessen nach vorn abstehender Lauf (22) die Abscher- und Spannvorrichtung
aufnimmt.
3. Handwerkzeug nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß eine Laufrolle
(123) am Ende der Auslösehebel (104, 105) angeordnet ist und mit einer verschwenkbar
am Rahmen (20) gelagerten Rastklinke (125) formschlüssig zusammenwirkt, wobei die mit
einer Ausnehmung (127) versehene Rastklinke den Formschluß mit Hilfe eines Spannbügels
(133) so lange aufrechterhält, bis die voreingestellte Bindegurtspannung erreicht ist, woraufhin
durch eine Herausbewegung der Laufrolle (123) aus ihrer Ausnehmung (127) das Auslösehebelpaar
(104, 105) verschwenkt und damit der Bindegurt durch das Scherblatt (76) getrennt wird.
4. Handwerkzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Greifbacke
(64) an einer geraden Spannschiene (41) angeordnet ist.
5. Handwerkzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Spannbügel
(133) durch eine Feder (155) vorgespannt wird.
6. Handwerkzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß in der Deckplatte
(34) des Handgriffs (21) ein Fenster (34 a) vorgesehen ist und sich neben dem Fenster Bezugslinien
(34 b) befinden, wobei eine mit einer Markierungslinie (135 a) versehene Platte (135)
in dem Handgriff (21) entsprechend der durch den Einstellknopf (162) hervorgerufenen Bewegung
verschiebbar angeordnet ist, so daß die sich mitbewegende Markierung (135a) die voreingestellte
Federspannung sichtbar macht.
7. Handwerkzeug nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Auslösehebel
(104, 105) an eine Ankerplatte (195) angelenkt sind, die sich bei Erreichen einer vorgesehenen
Bindegurtspannung von dem Permanentmagneten (196) abhebt.
8. Handwerkzeug nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Auslösehebel
(104, 105) an einem in einem Zylinder (203) dichtend bewegbaren Kolben (202) angelenkt
sind, der bei Erreichen einer voreinstellbaren Bindegurtspannung durch Druckausgleich im
Zylinderraum den Kolben freigibt.
9. Handwerkzeug nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß am Zylinder (203) ein federbeaufschlagtes
Druckausgleichventil (207) angeordnet ist, das bei der voreingestellten Federkraft
den entstandenen Unterdruck ausgleicht.
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| C3 | Grant after two publication steps (3rd publication) | ||
| E77 | Valid patent as to the heymanns-index 1977 | ||
| 8339 | Ceased/non-payment of the annual fee |