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P a t e n t a n m e l d u n g ============================= des Herrn
DrO Karl H. Sengewald, 4801 Kunsebeck (Westfalen) "Tragetasche aus thermoplastischer
Kunststoffolie und Verfahren zu ihrer Herstellung" Die Erfindung betrifft eine Tragetasche
aus thermoplastischer Kunststoffolie mit an beiden Längsseiten angebrachten Seitenfalten1eincr
Bodenschweißnaht und einer Jeden Tragetaschenwandung zugeordneten innen angebrachten
Griffrandverstärkungen mit Grifflochausstanzung.
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Bekannt ist eine Textiltragetasohe aus Polyäthylen, die mit Seitenfalten
und mit einer Bodenschwei#naht
versehen ist und die an den beiden
breiten oberen Rindern, vorzugsweise im Innern der Tasche, jeweils einen mit einer
Faltkante versehenen Verstärkungsstreifen aus steifem Material, zum Beispiel aus
Karton, Kunststoff oder dergleichen aufweist, so daß der obere Rand der Tasche mit
den Verstärkungestreifen übereinander faltbar ist und eine Tragleiste bildet. Die
Randverstärkung erstreckt sich somit über die gesamte Breite der Tragetasche und
auch über die gesamten Bereiche der Seitenfalten. Die vorgenannte bekannte Textiltrsgetasche
hat den Nachteil, daß sie schwierig herzustellen ist. Auch fordern die sich über
die gesamte Breite der Tasche erstreckenden Verstärkungsstreifen einen hohen Materlalaufwand.
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Schließlich haben diese, sich über die gesamte Breite der Tasche und
somit auch über die Breite der eitenfalten erstreckenden Verstärkungsstreifen den
Nachteil, daß sie eine 80 starke Verdickung der Tragetasche an ihrem oberen Einfülirand
darstellen, daß sich Tragetaschen dieser Ausbildung nur schlecht und nicht raumsparend
stapeln lassen.
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Die bekannten Tragetaschen oder -beutel dieser Art werden aus Folienschlauchabschnitten
herg.stellt, die entlang einer Abschnittkante nach Einschlagen der Seitenfalten
zur Bildung des Bodens abgeschweißt werden. Bei derartigen Tragetaschen ist es außerordentlich
schwierig, die oberen
streifenförmigen Randverstärkungen an der
Innenfläche der Taschenseitemwände entland des oberen Öffnungsrandes anzubringen,
da hierzu der obere, zu verstärkende Öffnungsrandbereich aufgezogen werden n'uß,
bevor die Randverstärkung eingebracht und zum Bespiel angeklebt oder angeschweißt
werden kann. Diese hierbei erforderlichen Arbeitsgänge lassen sich praktisch nur
von Hand durchtUhren, wodurch die Herstellung derartiger Taschen außerordentlich
erschwert und verteuert wird.
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Die an sich bekannte Anbringung der Randverstärkung en an der Außenseite
der Taschenseitenwände hat sich in der Praxis nicht bewährt. da die Randverstärkungen
im Gebrauch dazu neigen, sich infolge der vielfäligen Beanspruchungen zu lösen.
Außerdem führen die außen angebrachten Randverstärkungen leicht zu einem Verhaken
der Taschen untereinander, wenn diese in üblicher Weise in Stapeln zum Gebrauch
bereit liegen und von diesen ftir eine Verwendung abgenommen werden.
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Die Erfindung geht von der Aufgabe aus, eine Tragetasche zu schaffen,
die die vorgenannten Nachteile nicht aufweist und den weiteren Vorteil bringt, daß
ihre gesamte Außenfläche mit vergleichsweise einfachen Mitteln druckbar ist. Zur
Lösung dieser Aufgabe ist bei einer
Trage tasche aus thermoplastischer
Kunststoffolie mit an beiden Längsseiten angebrachten Seitenfalten, einer Bodenschweißnaht
und einer Jeden Tragetasehenwandung zugeordneten innen angebrachten Gri ffrandver
-stärkung mit zugeordneter Griftlochausstanzung, erfindungsgemäß vorgeschlagen,
daß die Tragetasohe gebildet ist aus einer bedruckten Flachbahn, wobei die Flachbahn
in der Mittellängsachse oder im Bereich der Mittellängsachse umgeschlagen ist, die
Tragetapphe an nur einer längsverlaufenden Kante eine Längsschweißnaht aufweist
und die Griffrandverstärkungen durch vorzugsweise aufgeklebte Verstärkungsfolien
aus Kunststoff jeweils eine Breite aufweisen, die etwa bis zu den Faltkanten der
Seitenfalten bei flach liegender Tragetasche reicht.
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Die erfindungsgemä#e Tragetasche hat viele Vorteile.
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Zunächst ist sie, ausgehend von einer Flachbahn, hergestellt, leicht
allseitig bedruckbar, sowohl innen als auch außon, wobei weiterhin ein Druck auch
an den Flächen vorhanden ist oder sein kann, der die Seitenfalten bilden. Die Tragetasche
ist bei innen liegenden Verstärkungsetreifen auf einfache Weise voll maschinell
herstellbar. Die Verstärkungsfolien, die eine Breite aufweisen, die etwa bis zu
den Faltkanten der Seitenfalten bei flach liegender Tragetasohe reichen,
bringen
duroh diese Bemessung in der Breite keine Verdickung der Tragetasche, so daß sich
mehrere Tragetaschen sehr leicht stapeln lassen. Ein weiterer Vorteil ist, daß das
Umschlagen der Flachbahn zur Bildung des Halbschlauches sehr genau erfolgen kann
und somit die miteinander zu verschweißenden Kanten an nur einer Längsaeite genau
fuohten, so daß die nur eine Längsschwei#naht sehr sicher anzubringen ist.
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Nach einem weiteren erfindungsgemäßen Merkmal wird vorgeschlagen,
daß sich die Verstärkungsfolien über die Gesamte Höhe der Tragetasche erstrecken.
Diese Lösung bringt den weiteren Vorteil, daß die Zonen der Tragetasche, die höchsten
Beanspruchungen ausgesetzt sind, duroh Verstärkungsfolien verstärkt sind, während
die Bereiche an den Seiten der Tragetasche und somit der Seitenfalten nicht durch
Verstärkungsfolien verstärkt sind. Dabei ergibt sich insgesamt, daß die Tragetasche
erfindungsgemäßer Ausbildung, die nur in den Zonen höchster Beanspruchung verstärkt
ist, mit einem vergleichsweise geringen Materialaufwand herzustellen ist, well unnötige
Dicken der Tragetaschenwandung im Bereich, wo sie nicht notwendig sind, vermieden
sind.
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Nach einem weiteren erfindungsgemä#en Merkmal wird vcrgesohlagen,
daß die Seitenfalten an der einen Tragetaschenkante eine unterschiedliche Tiefe
haben und die Seitenfalte größerer Tiefe an ihrer nach außen ragenden Kante mit
der Kante der zugeordneten Schlauchwandung durch eine Längsschwei#naht verbunden
ist, weiterhin Jede der beiden Wandungen der Tragetasche bei ebener Ausbildung der
Außenfläche an ihren einander zugekehrten Innenseiten mit angebrachten, vorzugsweise
aufgeklebten Verstärkungen versehen ist, die sich bei gleichbleibender Dicke über
die gesamte Höhe der Tragetasche erstrecken und die Bodenschwei#naht die Tragetaschenwandungen
mit den Verstärkungen und den Seitenfalten verbindet.
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Nach einem weiteren erfindungsgemä#en Merkmal wird vorgeschlagen,
daß die Dicke der verstärkten Wandung einer Tragetaschenseite entspricht dem nicht
verstärkten Wandungsteil im 13reich der Seitenfalten an den Tragetaschenrändern
zusätzlich der Dicke einer Seitenfalte. Es ist Jedoch auch möglich, da# die Dicke
der verstärkten Wandung an einer Tragetaschenseite grö#er ist als die Dicke der
nicht verstärkten Wandung im Bereich der Seitenfalten an den Tragetaschenxändern
zusätzlich der Dicke einer Seitenfalte.
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Nach einem weiteren erfindungsgemä#en Merkmal wird vorgeschlagen,da#
der Griffrand Uber den oberen Rand der Tragetasche vorsteht und die horizontal verlaufende
Symmetrieachse
der ovalen Grifflochausstanzung in Höhe des oberen
Tragetaschenrandes angeordnet ist.
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Zur Herstellung der vorbeschriebenen Tragetasche wird vorgeschlqen,
daß aur eine Flachbahn jeweils im gleichmä#igen Abstand zur Löngsmittelachse der
Flachbahn zwei Verstärkungsstreifen aufgelegt und befestigt werden, vorzugsweise
durch eine Kaschierklebung, dann die Flachbahn in der Mittellängsachse um 1800 zu
einem Halbschlauch umgeschlegen, dann durch Längsschwei#en der Halbschlauch geschlossen,
die Seitenfalten eingeregt, danach eine Querabschwei#ung mit einem Trennschnitt
zur Bildung des Tragetaschenbodens und zum Trennen der Tragetasche vos Schlauch
vorgenommen wird.
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Ein weiterer Vorschlag geht dahin, daß beim Halbschlauch an dessen
beiden Längskanten Seitenfalten eingelegt werden in der Weise, daß die Seitenfalten
an einer Schlauchkante zueinander eine unterschiedliche Tiefe haben, dann die Seitenfalte
grö#erer Tiere an ihrer nach außen ragenden Kante Mit der Kante der anliegenden
Schlauchwandung durch eine Längsschwei#naht verbunden wird.
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Weiterhin wird vorgeschlagen, daß gleichzeitig oder nachfolgend mit
der Querabschweißung und dem Trennschnitt das Griffloch und die Kontur des oberen
Tragetaschenrandes ausgestanzt wird.
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Die Erfindung ist in der Zeichnung an Hand eines Ausführungsbeispieles
näher erläutert. Sie beschränkt sich nicht auf dt. dargestellte Ausbildungsform,
vielmehr sind weitere, im Rahmen der Erfindung liegende Abwandlungen möglich.
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Es zeigen: Fig. 1 die erfindungsgemäße Tragetasche in Seitenansicht,
Fig. 2 eine Flachfolie mit aufgelegten Verstärkungsstreifen zum Herstellen der Tragetasche
nach Fig. 1 im Schnitt und in perspektivischer Darstellung, Fig. 3 einen Schnitt
durch die Tragetasche nach Fig. 1 entsprechend der dortigen Linie III-III.
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Die Tragetasche 10 besteht aus thermoplastischer Kunststoffolie. Sie
ist hergestellt ausgehend von einer in Fig. 2 dargestellten Flachfolie 11, deren
in der Zeichnung nach Fig. 2 unten liegende Fläche 12 bedruckt ist. Diese Flachfolie
11 Ist sehr einfach zu bedrucken, aznd zwar auf gesamter Fläche Nach dem Bedrucken
der Flachfolie 11 werden auf die nicht bedruckte Seite zwei Verstärkungsstreifen
13 und 14 aufgebracht, die von glelcher Ausbildung sind. Sie werden räumlich angeordnet
symmetrisch zur Mittellängsachse 15 der Flachbahn 11.
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Das Aufbringen erfolgt kontinuierlich mit Hilfe eines Kaschierkle@ers,
der es ermöglicht, pro Minute etwa 160 m der Verstärkungen 13 und 14 aufzubringen.
Die Anwendung eines Kaschierklebers hat den Vorteil, da# neben der angegebenen hohen
Geschwindigkeit des Aufbringens kein Verziehen der Folie 11 stattfindet und diese
au#en vollkommen glatt bleibt0 Es könnte auch eine Hei#siegelung der Verstärkungen
13 und 14 aus thermoplastischem Kunststoff mit der Flachfolie 11 stattfinden. Auch
könnte eine Verschwei#ung der Folienlagen stattfinden. Vortellhafte Anwendung findet
jedoch der kaschierkleber aus eiaem Zwel-Komponenten-Kleber.
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Nachdem die Verstärkungsstreifen 13 und 14 in der vorbeschriebenen
Weise und vorbeschriebenen Ortslage aufgebracht sind, wird die Folie 11 um die Mittellängsachse
15 in angegebener Pfeilrichtung 16 um 1800 umgeschlagen.
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Dadurch liegen die Verstärkungsstreifen 13 und 14 genau gegenüber,
wie das auch aus Fig. 3 bei der fertigen Tragetasche ersichtlich ist.
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Nachdem die Flaohfolie 11 somit zu einem Schlauch umgeschlagen worden
ist, der an dem in der Zeichnung dargestellten linken Rand offen ist, werden in
den Schlauch am rechten Rand der Schlauches die Seitenfalten 17 und 18 eingelegt
und u linken Sohlauchrund die Seitenfalten 19 und 20. Die Faltlinie 21 zwischen
den Seitenfalten 17 und 18 entspricht dann der Nittellängsachse 15 der ursprünglichen
Flachfolie 11.
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Aus Fig. 3 ist ersichtlich, daß die in der Ansicht vordere Eeutelwandung
22 eine geringere Breite aufweist als die hintere Beutelwandung 23. Weiterhin hat
die Seitenfalte 20 eine geringere Tiefe als die Seitenralte 19. Auf der linken Seite
ist somit ein Überstand der Seitenfalte 19 über den linken vorderen Tragetaschenrand
24 vorhanden. Auch steht die hintere Wandung 23 Uber diese Kante 24 vor. Diese Anordnung
ist vorhanden, damit
der außenliegende Rand 19a der Seitenfalte
19 und der Rand 23a der Rückwand 23 durch eine Längsschwei#-naht 25 miteinander
fortlaufend verbunden werden, ohne durch den Schlauchrand 24 bzw die Seitenfalten
19 und 20 behindert zu sein. Die dazu erforderlichen Schweißbalken, die auch Rollen
darstellen können, sind mit 26 und 26a bezeichnet.
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Nach der Anbringung der Längsschwei#naht wird absatzweise die Querschwei#ung
27 mit dem Trennschnitt 28 zur Bildung des Beutelbodens und zum Abtrennen einer
Tragetasche vom Schlauch angebracht. Gleichzeitig mit dieter Querabschwei#ung 27
und dem Trennschnitt 28 kann auch die Kontur der Grifflochausztanzung 29 und auch
die Konus des Tragegriffes 30 ausgeatanzt sein. Es sei verstanden, daß anstelle
der dargestellten ovalen Griftlochausstanzung 29 auch ein nicht zu einem Ring geschlossener
Schnitt tllr eine Grifflochausnehmung angebracht sein kann.
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Neben der in Fig. 1 dargestellten Ausbildung mit einem Tragegriff
30, der Uber den oberen Tragetaschenrand 31 vorsteht, kann der obere Tragetaschenrand
auch ausschlie#-lich horlzontal verlaufend ausgebildet und somit die Grifflochaustanzung
29 unterhalb des Tragetaschenrandes 31 angeordnet sein.
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Die Verstärkungen 13 und 14 innerhalb der Tragetasohe an den einander
zugekehrten Flächen der Wandung 22 und 23 erstrecken sich nicht nur über die gesamte
Höhe der Tragetasche, sondern auch über eine wesentliche Breite der Tragetasche.
Sie haben eine sol che Breite, daß sie sich bis zum nahen Bereich der Faltlinie
21 der Seitenfalten 17 und 18 und der Faltlinie 32 der Seitenfalten 19 und 20 erstrecken.
Die Verstärkungen 13 und 1514 haben weiterhin vorzugsweise eine Dicke, die der Dicke
der Folie 11 entspricht. Dadurch wird gewKhrleistet, daß bei einander anliegenden
Verstärkungen 13 und 14 bei flachem Beutel bzw. flacher Tragetasche die gesamte
Dicke der Tragetasche über die gesamte Trageaschenbreite gleich ist. Um trotz vergleichsweise
möghoher dünner Folie eine Tragetasche hoher Formsteifigkeit und Festigkeit zu erhalten,
können die Verstärkungen 13 und 14 aus einem Folienmaterial bestehen, das vergleichsweise
fest oder starr ist. Es ist jedoch auch möglich, die Dicke der Verstärkungen 13
und 14 größer zu wählen als die Dicke der Folie 11, insbesondere unter Berücksichtigung
des Merkmals, daß die Verstärkungen 13 und 14 eine vergleichsweise große Breite
haben und somit bei flachliegender Tragetasche mit entspr.chend großer Fläche einander
anliegen, so daß aufeinandergestapelte Tragetaschen nicht vom Stapel abrutzchen.
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Die erfindungsgemä#e Lösung ergibt nunmehr eine Talagetasche, die
bei einem vergleichsweise geringen Materialaufwand eine große Tragfähigkeit besitzt
und die zugleich außen allseitig bedruckt sein kann und orzugsweise bedruckt ist,
auch an den Au#enflächen der Seitenfalten 17. 18 sowie 19 und 20.
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- Ansprüche -