DE1534650A1 - Verfahren und Vorrichtung zur Regelung der Fraestrommelrotation und des Laengsvorschubs fuer Maschinen zum Vortrieb unterirdischer Strecken - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zur Regelung der Fraestrommelrotation und des Laengsvorschubs fuer Maschinen zum Vortrieb unterirdischer StreckenInfo
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Description
-l!i2. Jabbusch
Patentanwalts Patent- und Gebrauohsmusterhilfsanmeldung
8aschinenfabrik Habegger AG., Industriestraße, 3600 Thun,
Schweiz .
Verfahren und Vorrichtung zur Regelung der Frästrommelrotafcion
und des Längsvorschubs für IKlas'chinen zum Vortrieb unte:
irdischer Strecken
Die Erfindung betrifft ein Verfahren sowie eine Vorrichtung zur Regelung der Rotation und des Vorschubs von Frästrommeln
in Maschinen zum Vortrieb unterirdischer Strecken, wie Stollen, Tunnels, Kanäle, Schächte oder dergleichen. Insbesondere
bezieht sich die Erfindung auf Maschinen, die nach dem in der deutschen Patentschrift Wr. 1'002'YTS^beschriebenen Verfahren
arbeiten.
Bisher sind schon verschiedene Regelungen für Stollenbohrmaschinen
bekannt, die aber unabhängig von der Belastung der Fräseraggregate arbeiten, obwohl diese Belastung je nach Gesteinsfestigkeit,
Härte und Formation das ausschlaggebende Kriterium für die jeweils höchstzulässige Vortriebsgeschwin«
digkeit darstellt. Die einzelnen Fräser besitzen bei diesen Maschinen nur reine Ueberlastungs-Schutzeinrichtungen, seien
dies nun beim Antrieb durch Elektromotore die Verwendung von Sicherungen, Bimetallrelais oder Uiärmefühler, oder von Sicherheitsventilen
beim Antrieb durch Hydraulikmotoren«, Verstellt wird nur die Rotationsgeschujindigkeit der Trommel,und die
Vorschubgeschwindigkelt, welche beiden Parameter nach Gefühl
vom Iflaschinenführer gewählt werden müssen und dabei erfahrungsgemäsa
aus einem gewissen Sicherheitsgefühl heraus zu tief bleiben. Dadurch arbeiten diese Maschinen zumeist weit unter
der vorgesehenen Wennleistung und daher unwirtschaftlich.
Trommel- und Vorschubhydraulik haben wegen der notwendigen Verstellmöglichkeit meist Pumpen mit veränderlichen Fb'rderrnnngen,
die mit Hilfe von bekannten Druckreglern die eingestellte Belastung halten.
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Die deutsche Patentschrift Nr. Γ'ΟΟ2'775 sieht eine Regelautomatik
vor, die aber nur,den Vortrieb der Maschine regeln soll und ausserdem Einrichtungen zum Schutz gegen Beberlastung
enthält. Die Regelautomatik wird v/om IKlitdrehmoment gesteuert,
ujei'ches von den Fräsmesserköpfen auf den Messerkopfträger,
den sog. Drehschild, ausgeübt wird.
Diese Regelautomatik hat sich aber in der Praxis nicht bewährt, da erstens eine besondere, recht komplizierte Bauart
der gesamten Maschine erforderlich ist. Ausserdem ist diese Regelautomatik recht träge und sehr störanfällig.
Demgegenüber liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine
Regalungseinrichtung und ein Regelvsrfahren für Vortriebsmaschinen
zu schaffen, die dauernd eine optimale Auslastung der Maschine gewährleisten und trotzdem die notwendige Sicherheit
gegen Ueberlastungen bietet.
Dies ist nur unter Ausschaltung des subjektiven Gefühls des tflaschinenführers möglich. Oeder Messerkopf der Maschine mit
den am Umfang eingesetzten Werkzeugen besitzt eine bestimmte Antriebsleistung (Wennleistung) durch einen angebauten Elektroodsr
Hydraulikmotor. Es kann daher je nach dem Widerstand, den die verschiedenen Gesteine und ihre Formation dem
Eindringen der Schneidwerkzeuge entgegensetzen, das Zerspanungs volumen pro Zeiteinheit grosser oder klsiner sein. Damit muss
auch zur Erreichung eines optimalen Vortriebs bei kleinerem Schnittdruck die Trommeldrehzahl und Vorschubgeschwindigkeit
ansteigen, während beide bei hohem Schnittdruck des Gesteins herabgesetzt werden müssen. Die Fräser-Wennleistung soll ständig erreicht, jedoch nicht überschritten werden.
Dia Erfindungsaufgaba w,ird nun dadurch galb'st, dass die Rotatianageschwindigkeit
dsr dia Fräsaggregis tragenden Trommel
und der in Richtung der Streckenachsa wirkende Längsvorschub
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von Regelimpulsen gesteuert weirden, die won der Belastung dar
Fräserantriebe abgeleitet sind.
Als Regelimpuls wird bei Elektromotorantrieb die Stromstärke,
bei Hydraulikmotoren der Oeldruck verwendet. Von der Stromstärke wird je nach Belastung ein Ueber- oder Unterstromrelais
. betätigt , und dieses schaltet einen IDendeschütz^ zur
Verstellung der Fördermenge der Trommelpumpe, Bei Hydraulikantrieb
erfolgt die Schaltung des Ulendsschützes über zwei Druckschalter. Durch Aenderung der Fördermenge an der Trommelpumpe
kann.die Drehzahl der Trommel variiert werden, was sich auf die Spantiefe der Werkzeuge und damit auf die Belastung
der Fräserantriebsmotoren auswirkt.
Der Regelimpuls für den Vorschub wird nicht direkt von den'
Fräsern, sondern über einen Tachodynamo vom Trommelantrieb abgenommen. Damit wird eine direkte Abhängigkeit zwischen
Tromaeldrehzahl und Vorschubgeschwindigkeit und zugleich eine
Verzögerung gegenüber den Stromschwankungen der Fräsmotoren erzielt.·Wit dem Impuls vom Tachodynamo wird ein Hydraulik-Servoventil
verstellt und dadurch die Oelrnenge für den Vorschubzylinder der Maschine dosiert. Bei steigender Trommel-.
drehzahl wird auch die Vorsehubgeschwindigkeit erhöht, bei sinkender Trommeldrehzahl wird auch die Vorsehubgeschwindigkeit
vermindert.
Die erfindungsgemässe Regelung weist also den grossen Vorteil
auf, dass als Regelimpuls die Belastung der Fräseraggregate herangezogen wird und dieser Impuls zur Verstellung der Trümer meldrehung und von dieser abgeleitet, der Vorschubsgeschwin-
digkeit dient. Es kann dadurch die Maschine immer mit maxima-00
P ler Belastung der Fräser^ eingesetzt werden, da bei Ueberlast
-^ automatisch die Trommel- und Vorschubgeschwindigkeit herab-
^ gesetzt, bei zu schwacher Belastung erhöht werden. Alle Vor-"■"*
gänge gehen dabei unabhängig vom fflaschinenführer für sich..
Weitere Einzelheiten und Erfindungsmerkmale ergeben sich aur.
flor f nlgondon ßoschrnibung von Ausf ührun^boinpiRlcn, din in
BAD ORIGINAL
der Zeichnung veranschaulicht sind. Es zeigen:
Fig. 1 den Schaltplan der Verstelleinrichtung für die Tram·
melpumpe mit Stromrelais und Wendeschutz;
Fig. 2 ein typisches Belastungsbild (Stromaufnahme) eines Fräserantriebsmotors;
Fig. 3 den Schaltplan der Vorschubzylinder-Regelung mit Tachodynamo, Servoventil und Hydraulikanlage;
Fig. 4 ein Koordinatensystem mit dem Zusammenhang zwischen Trommeldrehzahl und Vorschubgeschuiindigkeit;
Fig. 5 den Schaltplan der Regelvorrichtung bei stufenloser
Drehzahlverstellung der Fräsermotoren durch Impuls vom Vorschubdruck;
Fig. 6 'die §chemazeichnung einer Tunnelfräsmaschine im
Längsschnitt;
Fig. 7 einen Tunnelquerschnitt zur Darstellung der Messerkopf- und der Trommelrotation.
In Fig. 1 ist der Schaltplan für die Verstelleinrichtung der
Trommelpdimpe zu sehen. Die beiden Fräser-Antriebsmotoren
la und Ib sind im gezeigten Beispiel Drehstrom-Asynchrommotoren
und haben als Zuleitung je 3 Phasen und einen Schutzleiter. Bei beiden' Motoren Ip und Ib hängen an einer Phase
die Stromwandler 2a und 2b zur Herabsetzung der hohen Strom stärken im Regelkreis. Den Stromuuandlern 2a und 2b sind je
ztuei Stromrelais 3a, 3b; 3a1, 3b' parallel geschaltet, von
denen eines als Uebnrstromrelais 3a, das andere als Unterstromrelais
3b uiirkt. Die Funktion der Relais ergibt sich aus dem in Fig. ? gezeigten Verlauf der Stromaufnahmekurvc? -4
eines Fräser-Antrinbsmotors la. Die obere Linip 5 symbolisiert
die Nennleistung des Motors, din untere Linir:· 6 z.B.
BO % der- Nennleistung. Zwischen den Linien 5 und 6 kann die
Stromaufnahmo £;chiuankon, ohne dass die Regclunq nimjrrift.
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Ulird der Nennstrom (Linie 5) von einem Fräser überschritten,
zieht eines der beiden Ueberstromrelais 3a, 3a1 an und SKtoiia
schliesst den Steuerk-rsis der Spule 7 am UJendeschütz 8. Dadurch
wird der Verstellmotor 9 eingeschaltet^. Sinkt hingegen
dia Stromaufnahme unter die Linie 6, so zieht das Unterstramrelais
3b bzuj. 3b1 an und schliesst den Steuerkreis der Spule
10 am Uiendeschütz 11, luobei jedoch jetzt der Verstellmotor 9
in entgegengesetzter Drehrichtung i^st läuft.
Ueber Schnecke 12 und Schneckenrad 13 wird je nanh der Drehrichtung
des Verstellmotors 9 eine Gewindespindel 14 auf-
oder abbeiuegt und damit die Hydraulikpumpe 15 geschwenkt,
Die Hydraulikpümpe 15 ist als AxialkolbenpiümpB ausgebildet,
bei der durch Schwenkung des Pumpenkörpcrs die Fördermenge
verändert u/erden kann. Mit grosser werdendem Schwenkwinkel steigt auch die Fördermenge an. Von der Mittellage ausgehend,
u/äre eine Schiuenkung der Pumpe 15 nach oben und unten und dadurch
auch eine Umkehrung der Förderrichtung möglich, jedoch wird bei der gezeigten Schaltung diese Umkehr durch einen
Hydraulikschieber 16 bemirkt. Die Schwenkung der Pumpe 15 erfolgt nur nach einer Seite, und dazu wird die Beujegungsmöglichkeit
der Gewindespindel 14 durch nicht dargestellte Endschalter begrenzt.
Angetrieben· ujird die Axialkolbenpumpe 15 von einem Drehstrommotor
17 mit konstanter Drehzehl. Das OeI wird von der Pumpe
15 aus dem Tank 18 angesaugt und zum Trommelmotor 19 gedrückt.
Auch der Trommelmotor 19 ist ein Axialkolbenmotor, hat jedoch einen unveränderlichen Schwenkwinkel, d.h. er arbeitet mit
konstanter Schluckmenge pro Umdrehung. Je nach Einstellung
der Trommelpumpe 15 ändert sich die Drehzahl des Trommolmotors
19; seine Drehrichtung kann mit dem Hydraulikachieber 16
gRiüitic-rt werden, iflit der Trommelmotorwelle ist ein Ritzel 20
gekoppelt, dessen Verzahnung in den Zahnkranz 21 der Fräsertrommel
22 eingreift und diese dreht. Die Lagerung der Fräsertrommel
22 erfolgt über eine grosse Kugeldrehverbindung 23 fioder Kreuzrollen im feststehenden Antriebsschild 24, an dem
auch der Trommelmotor 19 befestigt ist.
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Während zur Regelung der Trommeldrehzahl der Impuls direkt
won den Fräsermatoren la und Ib abgenommen wird, erfolgt:die
Regelung der Vorschubgeschwindigkeit in Abhängigkeit von der
Trommeldrehzahl (siehe Fig., 3). Von der Welle des Trommelpumpenmotors
19 wird ausser dem Ritzel 20 noch ein Tachodynamo 25 angetrieben, dessen abgegebene Spannung mit steigender
Drehzahl ebenfalls höher u/ird. Die Umwandlung dieses elektrischen
Impulses in die variable Ausfahrgeschiüindigkeit des ·
hydraulischen Vorschubzylinders 26 erfolgt über ein bekanntes
Proportional-Servoventil 27 mit zweistufigem Aufbau.
Wie die Figur 3 zeigt, besteht die erste Stufe des Ventils aus
einem Strahlrohr 28, das durch ein symmetrisches Drehmagnetsystem 29 angetrieben u/ird. Das Strahlrohr 28,durch das ständig
eine sehr kleine Menge Drucköl fliesst, dienet als Vorsteuerung der zweiten Stufe* Diese ist ein wollig ausgeglichener
Kolben 30, dar mit Ueberdeckung Null den Zu- und Abfluss des Drucköls zum uOrschubzylinder 26 steuert. In der
!Mittelstellung des Strahlrohres 28 u/ird die kinetische Energie
des austretenden Oeles in den beiden Vorsteuerkanälen
31a und 31b in gleicher Weise in potentielle Druckenergie.
zurückverwandelt. Der Kolben 30 u/ird auf beiden Stirnseiten
mit gleichem Druck beaufschlagt und nimmt seine (Klittellage
ein. Dies u/ird durch eine Rückführfeder 32 unterstützt,
lliird dia Spule 33 des Magnetsystems vom Strom des Tachodynamos
25 erregt, so verlässt das Strahlrohr 28 seine fflittellage und
bringt dadurch auch den Kolben 30 aus dar (Wittellage heraus.
3e hoher also dia Trommeldrehzahl ist, desto höher ist die
vom Tachodynamo 25 erzeugte Stromstärke und desto stärker die Abweichung das Strahlrohres 28 und die Verstellung des Kolbens
30. Dia zweite Spule 34 des Drahmagnetsystems 29 ist nicht
angeschlossen, so dass der Ausschlag das Strahlrohres 28 nur nach siner Saite erfolgt.
Das zur Bewegung das Vo/rschubzylinders 26 notwendige Drucköl
wird von einer durch einen Drehstrommotor 35 angetriebenen Hydraulikpumpe 36 erzeugt. Angesaugt wird das OeI aus dem Tank
37 und von der Pumpe 36 zum Servoventil 27 gedrückt. Dort
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wird durch den Kolben 30 je nach Lage des Stahlrohres 28 eine bestimmte Oelmenge zum Zylinder 26 zur Erzeugung der Vorschubbewegung
geleitet, der Rest fliesst in den Tank 37 zurück. Ein Ueberströmventil 38 schützt den Hydraulikkreislauf
vor Ueberlastungen.
Mit dieser Schaltung ist ein direkt proportionales VerHältnis
zwischen Trommeldrehzehl nyR und Vorschubgeschwindigkeit
Sw gegeben, wis dies aus der Linie 39 in Fig. 4 hervorgeht.
Um jedoch auch andere Verhältniswerte zwischen Trommel und Vorschub wählen zu können, wird in die Leitung vom Tachodynamo
25 zur Spule 33 ein Potentiometer eingebaut. Dadurch kann je nach Potentiometereinstellung die Vorschubgeschwindigkeit
schneller (gemäss Linie 41, Fig. 4) oder langsamer (Linie 42) als die Trommeldrehzahl ansteigen.
Das Potentiometer 40, welches eine stufenlase Aenderung des
Proportionalitätsfaktors bewirkt, kann durch einen Stufenschalter
mit entsprechend bemessenen, zwischen den Schalterkontakten angeordneten Teilwiderständen ersetzt werden. Auch
ist es möglich, die Potentiometerachse bzw. den Bedienungsknopf
mit Raststellungen zu versehen. Auf diese Weise kommt eine stufenweise Veränderung des Proportionalitätsfaktors zustande.
Die eben beschriebene Regelvorrichtung basiert auf dem Antrieb
der Fräser mit konstanter Drehzahl, z,B. durch Drehstram-Asynchronmotoren. Es kann.jedoch auch vorteilhaft sein,
zur besseren Anpassung der Schnittgeschwindigkeit an das zu fräsende Gestein die !messerkopfdrehzahl stufenlos verstellbar
zu machen.Dies geschieht z.B. durch Verwendung von Gleichstrom-Nebenschlussmotoren
43a und 43b als Fräserantriebe (Fig. 5). Da jedoch heute kaum mehr Gleichstromnetze zur
Vetfügung stehen, muss der Drehstrom durch Gleichrichter oder, wie in Fig. 5 gezeigt, durch einen Leonardsatz umgeformt wer-.den.
Ein Drehstrommotor 44 (Kurzschlussläufer) wird aus dem
Netz gespeist und treibt einen Gleichstrom-Generator 45, der
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seine Erregerspannung vom Gleichstromgenerator 46 erhält. Die Erregerspannung für den Generator 45 ist über einen Widerstand
47 einstellbar und beeinflusst den vom Generator 45 abgegebenen Gleichstrom durch entsprechende Aanderung seiner
Spannung. iKlit der vom Gleichstromgenerator 45 gelieferten,
in weiten Grenzen veränderlichen Spannung werden nun die Fr**aserantriebsmotoren 43a und 43b gespeist, wodurch deren
Drehzahl stetig einstellbar wird. Es handelt sich jetzt noch darum, einen belastungsabhängigen Regelimpuls für die Drehzahleinstellung
zu erhalten. Als Mass für die Bearbeitbarkeit das Gesteins und die zu wählende Schnittgeschu/indigkeit
wird der notwendige Vorschubdruck gemessen.
Im Schaltplan (Fig. 5) wird dies durch Einbau einer Druckmessdose 48 zwischen Vorschubzylinder 26 und der Verspannung
erreicht.
Die Umwandlung der mechanischen Druckkraft in ein entsprechendes elektrisches Hiless-Signal erfolgt mit Dehnungsmessstreifen
49, die sich in der Druckmessdcbse 48 befinden. Vier
Dehnungsmessstreifen 49 sind so geschaltet, dass sie eine
lühaatstonesche Brücke ergeben. U/irkt eine Kraft auf die
Druckdose 48 ein, so kommt die Brücke aus dem elektrischen Gleichgewicht. Die dabei auftretende Diagonalspannung entspricht
in ihrer Grosse der auf die Druckdose 48 wirkenden Kraft, womit die mechanische IKIessgrBsse in eine elektrische
flflessgrösse umgewandelt ist. Zur Anpassung an wechselnde Gebirgsverhältmisse
muss die Abhängigkeit zwischen Vorschubdruck und Fräserdrehzahl verstellbar sein. Dies wird durch
Aenderung der an die Messbrücke angelegten Spannung mit Hilfe
eines Potentiometers 50 erreicht, wobei jeweils ein anderer Spannungs-Gleichgewichtszustand herrscht.
So wie bei der Trommelregelung die Stromstärke, wird hier die Spannung· zur Schaltung eines Ueberspannungsrelais 51 und eines Unterspannungsrelais 52 verwendet, tl/ird ein festgelegter
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maximaler Vorschubdruck (entsprechend einer bestimmten Spannung)
überschritten, so zieht das Ueberspannungsrelais 51 an und schliesst den Stromkreis der Spule 53 am iüendeschütz
54 des Verstellmotors 55. Dadurch wird dieser eingeschaltet.
Sinkt dagegen der Vorschubdruck unter einen bestimmten U/ert,
so zieht das Unterspannungsrelais 52 an und schliesst den Steuerkreis der Spule 56 am Iüendeschütz 57, wobei jedoch jetzt
der Verstellmotor 55 in entgegengesetzter Drehrichtung läuft.
Lieber Schnecke 58 und Schneckenrad 59 mit Gewindespindel 60
mird eine [flutter 61 mit Schleifkontakt 62 je nach Drehrichtung
des Verstellmotors 55 hin- oder herbewegt und damit der
Uliderstand 47 für den Generator 45 geregelt. 3eder Stellung
des Schleifers 62 entspricht eine bestimmte Drehzahl der Fräsermotoren
43a und 43b.
Die "Regelung der Trommelgeschwindigkeit erfolgt durch Abnahme
der IKiotorströme über Stromwandler 63a und 63b und Ueberstromrelais
64a und 64b bzw. Unterstromrelais 65a und 65b für die
Erregung der Spulen 7 und 10 am Iüendeschütz 8 und 11 des Verstellmotors
9 für das Schwenken der Trommelpumpe 15. Die Schaltung stimmt ab Stromwandler 63a und 63b vollkommen mit
Fig. 1 überein.
Zum besseren Verständnis der Funktion dar einzelnen Maschinenteile
zeigt Fig. S, den Längsschnitt durch einen Tunnel mit
der Gesteinsfräsmaschine in Schemaform. Den tragenden Teil stellt der oben und unten durch Gleitschuhe im Tunnel geführte
Antriebssehild 24 dar. Er nimmt am Innenumfang die Kugeldrehverbindung
23 zur Lagerung der Fräsertrommel 22 auf und
trägt den Trommelantrisbsmotor 19 mit Ritzel 20. Die Fräsertrommel
22 wird über ihren Innenaahnkranz 21 vom Ritzel 20 des Trommelmotors 19 angetrieben. In zwei gegenüberliegenden
Nischen der Trommel 22 werden dis Fräseraggregate, bestehend
aus fflesserssheibe 66a und 66b, Reduktionsgetriebe 67a und
67b und Antriebsmotor la und Ib montiert. Fig. 7 zeigt dazu
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im Tunnelquerschnitt dis Messerscheiben 66a und 66b mit den Werkzeugen 68 und das Gleichlauf«Fräaverfahren durch Rotation
der Trommel 22 und der Messerscheiben 66a und 66b.
Zur_ Erzeugung des Vorschubdruckes tuird zwischen einer im
Tunnel hydraulisch verspannten Säule 69 und dem Antriebsschild 24 der Vorschubzylinder 26 eingebaut. Während seines
Hubes tuird dsr Antriebsschild 24 mit der Trommel 22 und
den Fräsern in Vorschubrichtung gedrückt.
Dann wird die Säule 69 gelöst und durch Einziehen des Zy-.
linders 26 nachgezogen. Bei Ausstattung der Fräser mit drehzahlregelbaren Motoren 43a und 43b suird, uiie oben beschrieben,
zuuischen dem Vorschubzylinder 26 und der Säule ■ 59 eins Druckmessdose 48 angeordnet.
Alle Schaltrelais der eben beschriebenen Vorrichtungen
können in vorteilhafter Weise durch schaltkontaktlose
elektronische Bauteile, wie Transistoren, Thyristoren etc. ersetzt werden«
909801/0172
Claims (9)
- Patentansprüchel.V Verfahren zur Regelung von Rotation und Vorschub von .Frästromraeln in Maschinen zum Vortrieb unterirdischer Strecken, dadurch gekennzeichnet, dass zur Erreichung eines den jeweiligen Gebirgsverhältnissen entsprechenden maximalen Vertriebs die Rotationsgeschuiindigkeit der die Fräsaggregate tragenden Trommel und der in Richtung der Streckenachse wirkende Längsvorschub von Regelimpulsen gesteuert werden, dia von der Belastung der Fräsantriebe abgeleitet sind«
- 2.- Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorschubgeschwindigkeit von der Trommeldrehzahl abhängig ist.
- 3.- Verfahren nach Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass das an den Fräsaggregaten, vorzugsweise Fräser- messerkopfen, auftretende Drehmoment als Stellgrösse der Regelung dient.
- 4.- Verfahren nach Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Stromaufnahme der Frässrantriebsmotoren als ein Blass das Drehmomentes als Stellgrösse für die Regelung verwendet wird.
- 5.- Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorschubgeschwindigkeit der Trommeldrehzahl direkt proportional ist^
- 6.- Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Proportionalitätefaktor in Stufen oder stufenlos einstellbar ist.
- 7,- Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass bei stufenlos regelbaren Fräserantriebsmotoren deren flreh-"9 09808/077 2zahl vom auftretenden Vorschubdruck gesteuert wird.
- 8,- Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Ansprüchen 1 bis 5, gekennzeichnet durch Drehstrojiv-Asynchronmotoren (la, Ib) als Fräserantriebsmotoren, durch mittels Stromwandler (2a, 2b)- erregbare, parallel geschaltete lieber- und Unterstromrelais (3a, 3b), welche mit U/endeschützen (8, 11) zum drehrichtungsabhängigen Antrieb eines Verstellmotors (9) verbunden sind, durch eine vom Verstellmotör (9) beeinflussbare Hydraulikpumpe (15) und durch einen hydraulisch von der Pumpe (15) beaufschlagten Antriebsmotor (19) zum Antrieb der Frästrommel (22).
- 9.- Vorrichtung nach Anspruch 7, gekennzeichnet durch die Ausbildung der Hydraulikpumpe (15) als einseitig schwenkbare Axialkolbenpumpe, weiterhin gekennzeichnet durch die Anordnung eines Hydraulikschiebers (16) zur Umkehrung des won der Pumpe (15) erzeugten Druckmittelflusses, und durch Ausbildung des hydraulischen Antriebsmotors (19) als Axialkolbenmotor mit pro Umdrehung konstanter Druckmittel-Schluckmenge.10.- Vorrichtung nach Ansprüchen 7 und 8, gekennzeichnet durch Anordnung eines Tachodynamos (25) auf der Achse des Hydraulikmotors (19), weiterhin gekennzeichnet durch ein an sich bekanntes 4- Uiege-Proportional-Servoventil (27) mit zweistufigem Ajfbau, dessen Drehmagnetsystem (29) über ein Potentiometer oder einen U/iderstandsstufenschalter (40) mit dem Tachodynamo (25) verbunden ist, durch einen Druckkolben (26) zum Vorschub der Frästrommel (22), durch eine Hydraulik- i£! pumpe (36) zur Beaufschlagung des Druckkolbens (26) über ^ Cas Servoventil (27), und durch ein auf der Druckseite der oo Pumpe (36) angeordnetes Ueberstrom-Sicherheitsventil (38)._ 11.- Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach ^*3 Anpruch 7, gekennzeichnet durch von Generatoren (44, 45) N> gespeiste Gleichstrom-Nebonschlussmotoren (43a9 43b) als fräserantr i aim , durch innen aus LMo L chs tromq^iuu-aLn r (ab) und Hüijü Jiu i dt; rs Land i<i7) bustuhundun L r roijurstrumis ro i i; ■■*+#***■BADfür die Gleichstrommotoren (43a, 43b), durch einen Stellkreis, welcher aus einer zwischen einer Stütze (69) im Stollen und dem l/orschubzylinder (26) angeordneten Druckmessdose (48) mit vier in Form einer ÜJheatstone-Brücke verbundenen Dehnungsmessstreifen (49), einem Potentiometer (50) zur Verstellung des Brückengleichgewichtes und aus parallel geschalteten Ueber- und Unterspannungsrelais (51,52) besteht, und durch einen Regelkreis zur Einstellung des Regelwiderstandes (47), welcher aus UJendeschützen (54, 57), drehrichtungsabhängigem Stellmotor (55) und Stellmechanik (5.8-61) bestehende Regelkreis durch die Spannungsrelais (51,52) erregbar ist, ■12.- Vorrichtung nach Ansprüchen 8 - 11, dadurch gekennzeichnet, dass zur Auswertung der Regelimpulse schaltkontaktlose elektronische Bauteile anstelle von Schaltrelais verwendet sind.9 0 9 8 0 8/0772
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