DE1526485A1 - Bremsvorrichtung fuer Brennkraftmaschinen - Google Patents
Bremsvorrichtung fuer BrennkraftmaschinenInfo
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- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F01—MACHINES OR ENGINES IN GENERAL; ENGINE PLANTS IN GENERAL; STEAM ENGINES
- F01L—CYCLICALLY OPERATING VALVES FOR MACHINES OR ENGINES
- F01L13/00—Modifications of valve-gear to facilitate reversing, braking, starting, changing compression ratio, or other specific operations
- F01L13/06—Modifications of valve-gear to facilitate reversing, braking, starting, changing compression ratio, or other specific operations for braking
- F01L13/065—Compression release engine retarders of the "Jacobs Manufacturing" type
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F01—MACHINES OR ENGINES IN GENERAL; ENGINE PLANTS IN GENERAL; STEAM ENGINES
- F01L—CYCLICALLY OPERATING VALVES FOR MACHINES OR ENGINES
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Description
Bremsvorrichtung für Brennkraftmaschinen
Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Bremsen oder Verzögern der Geschwindigkeit oder Drehzahl
einer Brennkraftmaschine durch öffnen eines Auslai3ventils
eines Kolbenzylinders an oder nahe dem Ende eines Kompressionshubes,
so daß aus dem Zylinder komprimiertes Gas freigegeben wird und damit die Energie austreten gelassen wird,
die sonst an den Kolben angelegt werden würde.
Der allgemeine Zweck der Erfindung besteht darin, einen
verbesserten Steuermechanismus für diesen Zweck zu schaffen, der zufolge seiner begrenzten Anzahl von Teilen wirtschaftlich
herzustellen ist, wenig Raum einnimmt, so daß er zur Verkörperung in einer Maschine praktisch ist, und der in
seiner Arbeitsweise für die beabsichtigten Zwecke wirksam und zuverlässig ist, und zwar zufolge seines außerordentlich
schnellen Wirksamwerdens und Unwirkaamwerdens.
Die Erfindung ist insbesondere für Motorfahrzeuge geeignet als eine Hilfseinrichtung für die übliche Bremsvorrichtung
zum Verzögern der Geschwindigkeit eines Fahrzeuges ι
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BA0
— ρ —
wenn dies erforderlich ist. Eine solche Notwendigkeit besteht
insbesondere bei schweren Lastkraftfahrzeugen, um die
Belastung der üblichen Bremsen aufzuteilen bzw. zu verringern. Liese Notwendigkeit kann sich ergeben, wenn das
Fahrzeug lange steile Gefälle herabfährt, in Fällen des Versagens der Bremse und in anderen Situationen.'
Weitere Zwecke und Vorteile der Erfindung gehen aus der
nachfolgenden Beschreibung hervor, in welcher die Erfindung an-hand der Zeichnung beispielsweise erläutert ist.
Fig. 1 ist eine schematische Ansicht eines Schwingarmes,
welcher den Auslaßventilen eines Zylinders einer Bank von mehreren Zylindern einer Brennkraftmaschine
mit Brennstoffeinspritzung oder einer Lieselinaschine zugeordnet ist, die eine über Kopf
liegende bzw. obenliegende nockenwelle aufweist, die mit dem Schwingarm zusammenarbeiten kann, um
die Auslaßventile des Zylinders zu dem gewöhnlichen Zeitpunkt zu öffnen, und welchem die Erfindung
zugeordnet ist, um wahlweise das öffnen an oder nahe dem Ende eines Kompressionshubes
des Kolbens hervorzurufen.
Fig. 2 ist eine Schnittansicht nach Linie 2-2 der Fig. 1,
in welcher die Anordnung der Schwingarmwelle gezeigt ist, wie sie sich in der körperlichen
Struktur dargestellt,
Fig. 3 ist eine Einzelansicht, in welcher die Stellung des Hilfsnockens relativ zur Verriegelungskolbenfeder dargestellt ist.
Fig. 3 ist eine Einzelansicht, in welcher die Stellung des Hilfsnockens relativ zur Verriegelungskolbenfeder dargestellt ist.
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Pig. 4 und 5 sind den Fig. 1 und 2 entsprechende Ansichten im Betriebszustand.
Pig. 6 ist eine der Fig. 2 ähnliche Ansicht, wobei jedoch
eine Abwandlung in der Einrichtung zum Bebrenzen des Ausmaßes der Bewegung des Verriegelungskolbens
dargestellt ist.
Pig. 7 ist eine Schnittansicht nach Linie 7-7 der Fig. Fig. 8 ist eine schematische Ansicht der Erfindung gemäß
einer abgewandelten Auaführungsform bei Anwendung
an einem Zylinder einer Brennkraftmaschine, bei welcher keine obenliegende Nockenwelle vorhanden
ist.
Fig. 9-iet eine Schnittansicht nach Linie 9-9 der Fig.8.
Gemäß den *ig. 1 bis 5 ist die ürfindunt bei Anwendung
an einer Brennkraftmaschine mit Brennstoffeinspritzung oder
einer Eieselmaachine dargestellt, und zwar an einem Zylinder
10 einer Bank oder Eeihe von Kolbenzylindern. Ler Kolben
kann ein Viertaktkolben oder ein Zweitaktkolben sein. Lie übliche Einrichtung zum Einspritzen von Brennstoff und zum
Einlassen von Luft, die dem Zylinder 10 zugeordnet ist, ist nicht dargestellt, da nur so viel von der ikiaschine dargestellt
ist, wie e3 zum Verständnis der x-rfindunfe erforderlioh
ist. Der Zylinder 10 weist zwei Auslaßventile 11 auf, die gewöhnlich durch die übliche Federeinrichtung 12 in geschlossenem
Zustand gehalten sind. Beide Ventile 11 können in die Oi*fenstellung gebracht werden mittels eines geaein-
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samen Schwingarmes 13, der an einer Schwingarmwelle 14 angelenkt
ist. Der Schwingarm 13 kann durch eine Überkopf bzw. obenliegende Auslaßnockenwelle 15, die in unterbrochenen
Linien dargestellt ist,betätigt werden, um die Auslaßventile 11 zur gewöhnlichen Zeit in dem Kreislauf &ee zugehörigen
Kolbens 16 zu öffnen und weiterhin an oder nahe dem finde des Kompressionshubes des Kolbens 16 zu öffnen.
Die Nockenwelle 15 kann auf übliche V/eise mittels einer Kurbelwelle (nicht dargestellt) betätigt werden. He Nockenwelle
15 trägt einen regelmäßigen bzw. gewähnlichen Nocken
17 (in unterbrochener Linie dargestellt), der zu der gewöhnlichen Zeit in einem Kolbenkreislauf mit einer Rolle
zusammenarbeiten kann, die intern Schwingarm 13 angeordnet
ist, um den letzteren zum Offnen der Auslaßventile 11 zu verschwenken. Lie Nockenwelle 15 trägt weiterhin einen
Hilfsnocken 19 (in unterbrochener Linie dargestellt), der mit einem Verriegelungskolben 21 in dem Schwingarm 13 zusammenarbeiten
kanr, um ein Verschwenken des Schwingarmes 13 zum Öffnen der Auslaßventile 11 an oder nahe dem Ende
eines Kompressionshubes hervorzurufen, wobei der Zeitpunkt
des Öffnens solcher Ventile 11 durch die Winkelstellung des
Nockens 19 auf der Nockenwelle 15 bestimmt ist.
» Der Verriegelungskolben 21 wird wahlweise derart gesteuert,
daß er nur bei Bedarf mit dem Hilfsnocken 19 zusammenarbeiten kann. Der Verriegelungekolben 21 ist in
einem Sockel oder einer Bohrung 22 angeordnet, die unter
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dem Hilfsnocken 19 in der oberen Fläche des Schwingarmes
gebildet iat. Der Verriegelungskolben 21 ist hydraulisch, über eine begrenzte Strecke aufwärts über die Überfläche
des Schwingarmes 13 in eine in Fig. 5 wiedergegebene Stellung bewegbar, in welcher seine vorragende Fläche mit
dem Hilfsnocken 19 in Eingriff treten kann, wenn die Nockenwelle 15 sich dreht. .Ein Anschlag 23, der durch eine Schraubeneinrichtung
24 an der Oberfläche des Schwingarmes 13 verankert ist, weist eine lippe 25 auf, welche über der Bohrung
22 hängt und mit dem Verriegelungskolben 21 zusammenarbeitet, um dessen Aufwärtsbewegung zu begrenzen. Eine an
dem Anschlag 23 verankerte Feder 26 weist zwei gegabelte Arme 27 auf, welche über der oberen Fläche des Verriegelungen
kolbens 21 liegen und sie konstant nach unten drücken. Die Arme der Feder 26 dienen dazu, die Rückkehr des Verriegelungskolbens
21 in die gewöhnliche Stellung außerhalb der Drehbahn des Hilfsnockens 19 schnell zurückzuführen, wenn
hydraulischer Druck unter dem Verriegelungskolben 21 aufgehoben wird. Der Hilfsnocken 19 ist, wie aus Fig. 3 ersichtlich,
für Drehung durch die Nockenwelle 15 in der Gabelung 28 zwischen den Armen der Feder 26 derart angeordnet, daß
er mit dem Verriegelungskolben in dessen gehobener Stellung \
in Eingriff tritt. '■
Die Einrichtung zum Steuern der Bewegung des Verriegelungskolbens 21 weist ein Solenoidventil 29 auf, das durch
die Bedienungsperson wahlweise betätigt werden kann. Ein
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Handschalter (nicht dargestellt) an dem Armaturenbrett oder ein der Fußbremse oder einer anderen zweckentsprechenden
Einrichtung zugeordneter Schalter kann für diese wahlweise Betätigung verwendet werden» Das Solenoidventil 29 hat
einen gewöhnlich entregten Zustand, wie in ^ig. 1 dargestellt,
in welchem ein Einlaß- oder Zufuhrdurchgang 31, der über eine Pumpe 32 mit dem Maschinenölsumpf (nicht dargestellt)
verbunden ist, von der Verbindung mit der Bohrung 22 des Verriegelungskolbens 21 abgesperrt ist. Wenn das
Solenoidventil 29 sich in seinem erregten oder betätigten Zustand befindet, wie er in *'ig. 4 dargestellt ist, sperrt
es einen Entlastungsdurchgang 33, der mit dem Ölsumpf verbunden ist ab und bringt den Mnlaßdurchgang 31 mit einem
Auslaßdurchgang 34 in Verbindung, wodurch hydraulisches Druckmittel von dem Sumpf durch den Auslaßdurchgang 34 hindurch
in eine Kammer 35 strömt, die von dem Inneren der Schwingarmwelle 14 gebildet ist. Das Druckmittel strömt
dann von dieser Kammer 35 aurch eine Öffnung 36 in eine Kammer 37 eines Steuerventils 38. Das Steuerventil 38 weist
einen Schlagventilsitz 39 auf, der auf einer ringförmigen Schulter an dem Boden einer Gegenbohrung 42 ruht, die in
einer Seite des Schwingarmes 13 gebildet ist. Ein Verschlußstück 43, das in die Gegenbohrung 42 eingeschraubt ist, hat
einen kurzendigen Rand, der an dem Schlagventilsitz 39 anliegt. Durch diese Ausführung wird ein schmaler Raum innerhalb
des Randes über oem Schlagventilsitz 39 geschaffen,
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in welchem ein Schlag- oder Scheibenventil 45 relativ zu einer mittleren Öffnung des Sitzes 39 bewegbar ist. Das
Schlagventil 45 ist', wie in *'ig. 1 dargestellt, gewöhnlich
in offener Stellung gehalten, und zwar mittels eines Lagerfingere 46, wodurch die Ventilkammer 37 über das offene
Schlagventil 45 mit radialen Öffnungen verbunden ist, die ihrerseits mit einem Durchgang 47 in dem Schwingarm 13 in
Verbindung stehen. Der Durchgang 47 ist mit dem Bodenende der Verriegelungskolbenbohrung 22 verbunden. Der Lagerfinger
46 eretreckt sich mit Spielraum bei 48 durch ein Kopfende eines Entlastungskolbens bzw. Bodenkolüens 49 und
er weist einen Kopf 51 auf, der in dem Inneren des Kolbens 49 auf einer Feder 52 ruht. Die Feder drückt den Kopf 51
des Lagerfingere 46 relativ zu dem Kolben 49, so daß ein Site 53 um die Basis des Fingers 46 herum gewöhnlich den
Spielraum 48 abschließt. Die Vorspannung der Feder 52 hält gewöhnlich den Kolben 49 und den Lagerfinger 46 gehoben,
eo daß der Ringer 46 das Schlagventil 45 von dem äitz 39
weg hält, wie es in Fig. 1 dargestellt ist. Jäine leichte 'Feder 50 hält das Schlagventil 45 in Hichtung gegen den
Site 39 gedrückt.
Beim Arbeiten der beschriebenen Ausführung ermöglicht die
Erregung des Solenoidventils 29 ein Pumpen von öl aus dem
Sumpf durch das Solenoidventil 29 hindurch zu der Innenkammer 35 des Schwingarmes 13 und von dieser durch die
Öffnung 36 zu der Kammer 37 des Steuerventils 38. Das Sumpf-
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öl, das unter einem konstanten Pumpendruck von etwa 3,5 kg /cm (50 psi) steht, wirkt über das Kopfende des Kolbens 49
und drückt diesen zusammen mit dem finger 4 6 als eine Einheit gegen den Widerstand der Feder 52 nach unten, so daß
das Schlagventil 45 auf seinen Sitz 39 herabfallen*kann. Nach diesem Vorgang erzwingt sich das unter Druck stehende
Sumpföl seinen Weg a» dem Schlagventil 45 vorbei in den Durchgang 47, der zur Unterseite des Verriegelungskolbens
21 führt und bewirkt, daß dieser von dem Schwingarm 13 gegen den Widerstand der Feder 26 vorragt, bis er durch den
Anschlag 23 gegen weitere Auswärtsbewegung begrenzt ist, wie es in Fig« 5 dargestellt ist. Das Schlagventil 45 wirkt,
wenn es durch den Finger 46 nicht abgestützt ist, als Rückschlagventil,
welches eine Strömung von Suinpföl zu der
Bohrung 22 des Verriegelungskolbens 21 zuläßt, eine Rückkehr aus dieser jedoch blockiert, so daß der Verriegelungekolben
21 in seiner bewegten Stellung solange hydraulisch verriegelt ist, wie das Solenoidventil 29 in seinem erregten
Zustand gehalten wird. Während der Verriegelungekolben 21 so verriegelt ist, bringt die Drehung der Nockenwelle
15 den Hilfsnocken 29 in Kämmeingriff mit dem vorragenden
Verriegelungskolben 21 an oder nahe dem Ende des Kompressionshubes des Maschinenkolbens 16. Lies bewirkt
ein Schwenken des Schwingarmes 13 nach unten und ein Öffnen der Auslaßventile 11 des Kolbenzylinders, so daß in dem
Kolbenzylinder befindliches komprimiertes Gas zur Atmosphäre entweichen kann. Die Ventilrückkehrfedern 12 wirken
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danach dahingehend, die Auelaßventile 11 zu schließen, und
zwar während der Abwärtsbewegung des dem Kompressionshub folgenden Hubes. Solange wie das Solenoidventil 29 erregt
gehalten ist, wird bei Drehung der Nockenwelle 15 dieser Kämmvorgang des Hilfsnockens 19 wiederholt. Der regelmäßige
bzw. gewöhnliche Nocken 17 verschwenkt trotz der vorragenden Stellung des Verriegelungskolbens 21 weiterhin den
Schwingarm 13 wie gewöhnlich, um die Auslaßventile 11 zu
öffnen.
Wenn das Solenoidventd.1 29 entregt wird, kehrt es in
seine gewöhnliche in Pig. 1 dargestellte Stellung zurück. Der Zufuhr- oder Einlaßdurchgang 31 ist dann wiederum gegenüber
dem Auslaßdurchgang 34 abgesperrt, und der Auslaßdurchgang 34 steht über das Solenoidventil 29 in Verbindung
mit dem Entlastungsdurchgang 33. Der Entlastungsdurchgang 33 ist durch ein Entlastungsventil 54 gesteuert, das ein
Fließen von Druckmittel in dem Auslaßdurchgang 34 zum Sumpf ermöglicht, so daß der Arbeitsmitteldruck in der
Pingerkammer 37 aufgehoben wird. Wenn dies stattfindet, wird der Kolben 49 durch seine Feder 52 mit dem Pinger 46
nach oben zurückgeführt, um das Schlagventil 45 wiederum zu öffnen. Wenn das hydraulische Arbeitsmittel unter dem
Verriegelungekolben 21 (dann über die verbundenen Durchgänge, das offene Schlagventil 45 und das Entlastungsventil 54 zum
Sumpf freigegeben wiro, führt der Hilfsnocken 19 beim erneuten
Berühren des Verriegelungekolbena 21 diesen in seine
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normale Stellung in seiner Bohrung 22 zurück, wenn nicht die Niederdrückwirkung der Ruckkehrfeder 26 diea bereits
ausgeführt hat. Wenn der hydraulische Druck in dem Solenoidventil 29 auf etwa 0,14 kg/cm (2 psi) fällt, wenn das hydraulische
Arbeitsmittel durch das Entlastungsventil 54 hindurch zum Sumpf strömt, kann das zuletzt genannte Ventil
sich schliei3en, wodurch die das Solenoidventil 29 mit dem Durchgang 47, der zu der Verriegelungskoloenbohrung 22
führt, verbindenden Durchgänge mit dem verbleibenden hydraulischen Arbeitsmittel auf einem Druck von etwa 0,14 kg/
cm gefüllt bleiben. Der Verriegelungskolben 21 verbleibt
jedoch in seiner unwirksamen Stellung an dem Boden seiner Bohrung 22, da der Druck von 0,14 kg/cm des verbleibenden
Arbeitsmitteis in den zugeordneten Durchgängen nicht ausreicht, um ihn aus seiner Bohrung 22 gegen den Widerstand
der Verriegelungsfeder 26 heraus zubewegen.
Wenn während der Zeit, während welcher das Solenoidventil 29 erregt ist, der Druck in der Kammer 37 des Steuerventils
38 aus irgendeinem Grunde einen Druck von etv/a 3,5 kg/cm (50 psi) überschreiten sollte, wirkt der übermäßige
Druck über den Sjbielraum 48 auf den Kopf 51 des Fingers 46, um diesen gegen die Feder 52 niederzudrücken,
so daß der Spielraum 48 nicht mehr abgeschlossen ist, wonach der übermäßige Druck durch strömendes Arbeitsmittel
freigegeben wird, das rund um den Kopf 51 des Pingers 46 und durch das offene Bodenende des Kolbens 49 zu einer mit
dem Sumpf verbundenen Entlastungsöffnung 55 strömt.
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Eine hydraulische Schmierleitung 56, die von dem SoIenoidventil
29 unabhängig ist und Öl mit einem Druck von
• ρ
weniger als 0,14 kg/cm führt, hat eine Verbindung mit dem
Schwingarm 13, um diesen relativ zu der Schwingarinwel] e 14
über feine Öffnungen (nicht dargestellt) zu schmieren. Dieses Öl dient weiterhin dazu, die hydraulischen Lurch^änge
zwischen dem Solenoidventil 29 und der Kolbenbohrung 22 während derjenigen Zeit gefüllt zu halten, während welcher
der Verriegelungskolben 21 und das Solenoidventi] 29 unwirksam
gemacht sind. Ein Vorteil dieser Anordnung besteht darin, daß die gefüllten Durchgänge es dem Verrie^elungskolben
21 ermöglichen, auf die Erregung des Solc-noidventils
29 unmittelbar anzusprechen und sich in seine wirksame Stellung zu bewegen. Ein Vorteil des Entlastungsventile 54
besteht darin, daß es ein unmittelbares entlasten des Lrucks in der Kammer 37 und unter dem Verriegelun^sKolben 21 ermöglicht,
bo daß der Kolben 21 schnell unwirksam gedacht werden kann.
In den Fig. 6 und 7 ist eine abgeänderte Ausführung für
die Einrichtung zum Begrenzen des Ausmaßes der Bewegung des Verriegelungekoleene 21 relativ zu dem Schwingarm 13 dargestellt.
Gemäß dieser Fig. ist der Verriegelungskulben 21a mit einem wuerloch 76 gebildet. Ein Anschlagstift 77 mit
einem Durchmesser, der kleiner als der Lurchaesser des
Loches 76 ist, ist in dem Schwirgarm 13 befestigt und erstreckt sich durch das Loch 76. Der obere Wandbereich des
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Loohs 76 liegt unter der Spannung einer Rückkehrfeder 78
auf dem Anschlagstift 77 in der gewöhnlichen unwirksamen Stellung des Verriegelungskolbene 21a. Die Feder 78 ist in
einer Bohrung 79 direkt unter dem Anschlagetift 77 angeordnet
und sie endet an ihrem Boden auf einem Vere<fhlußetück
80. Die Bohrung 79 hat einen kleineren Durchmesser als der Anschlagstift 77, und, wenn der Verriegelungekolben 21a hydraulisch
betätigt wird, arbeitet der untere Wandbereich des Loches 76 mit dem Stift 77 zusammen, um das Ausmaß des
Vorragens des Verriegelungskolbens 21 a aus seiner Bohrung 22 zu begrenzen.
In den Fig. 8 und 9 ist die Erfindung bei Anwendung an · einem Kolbenzylinder 57 dargestellt, der zwei Auslaßventile
58 aufweist, die in einer Brennkraftmaschine durch eine Nockenwelle 60 betätigbar sind, die keine obenliegende
Nockenwelle ist. Die Auslaßventile 58 sind durch eine Brücke
59 miteinander verbunden. Ein Schwingarm 61 ist gegen die Brücke 59 verschwenkbar, um die Auslaßventile 58 in die
offene Stellung zu bewegen. Die übliche Feuereinrichtung 62
hält die Ventile 58 gewöhnlich geschlossen. Der Schwingarm 61 ist um eine Welle 63 relativ zu der Brücke 59 der Auslaßventile
58 mittels der einen oder der anderen von zwei Schubstangen 64 und 65 verschwenkbar, mit welchen der
Schwingarm 61 gemeinsam verbunden ist. Die Schubstange 64 trägt ein Nockennachlaufglied bzw. Hebeglied 66, welohee
gewöhnlich auf einem regelmäßigen bzw. gewöhnlichen Nocken
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67 der Nockenwelle 60 ruht. Der Nocken 67 arbeitet mit dem Nachlaufglied 66 zusammen, um die Schubstange 64 zu heben
und den gemeinsamen Schwingarm 61 zu verschwenken, um ein öffnen der Auslaßventile 58 zur gewöhnücken Zeit in dem
Kreislauf des Maschinenkolbens 68 hervorzurufen. Die andere Schubstange 65 trägt an ihrem Ende ein Hub- bzw. Schwanzstück
69, das sich in dem Maschinenblock 70 verschiebbar bewegen kann. Ein Verriegelungskolben 12 ist in und aus
einer Bohrung 73 verschiebbar, die in dem Schwanzstück gebildet ist. Ein Hilfsnocken 74, der ebenfalls von der
Nockenwelle 60 getragen ist, kann mit dem Verriegelungskolben 72 bei Bedarf zusammenarbeiten, um den Schwingarm
zu verschwenken und ein Öffnen der Auslaßventile 58 an oder nahe dem Ende eines Kompressionshubes des Kolbens 68 der
Maschine hervorzurufen. Die Feder 26, die bei 23 an dem Maschinenblock 70 verankert ist, hält den Verriegelungskolben 72 gewöhnlich in seiner Bohrung 73 frei von dem sich
drehenden Hilfsnocken 74. Ein in dem Schwanzstück 69 verankerter Stift 75, der sich in einem Schlitz des Verriegelungskolbens
72 erstreckt, kann mit einer Endschulter 76 des Kolbens 72 zusammenarbeiten, um die Auswärtsbewegung
des Verriegelungskolbens 72 relativ zu dem Schwanzstück auf ein gewünschtes Ausmaß zu begrenzen, so daß der Verriegelungskolben
72 mit dem Hilfsnocken 74 richtig zusammenarbeiten kann. Das Steuerventil 38 ist bei dieser Ausführungsform
der Erfindung gemäß der Darstellung in dem Ma-
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schinenblock 70 angeordnet. Beim Arbeiten dieaer Auaführungafonn
der Erfindung bewirkt der der reguläre Nocken 67 zu dem gewöhnlichen Zeitpunkt in einem Kreislauf des betreffenden
Maschinenkolbens 68 das öffnen der Auslaßventile 58, um
den Austritt der verbrauchten Gase zu ermöglichen. Wenn es gewünscht wird, für Brems zwecke die Maschinendrehzahl zu
verzögern, wird das entsprechende Solenoidventil 29 betätigt, wodurch der Verriegelungskolben 72 durch hydraulische
Wirkung bewegt wird, so daß er in dem durch den Stift 75 zugelassenen Ausmaß vorragt und außerhalb seiner Bohrung
73 in dem Weg des sich drehenden Hilfsnockens 74 verriegelt wird, wenn das hydraulische Arbeitsmittel von dem Solenoidventil
29 durch das Steuerventil 38 zu der Bohrung 73 des VerrSqgelungskolbens 72 strömt. Der Hilfsnocken 74 arbeitet
danach mit dem vorragenden Verriegelungskolben 72 zusammen, um den Schwenkarm 61 zum Offnen der Auslaßventile 58 an oder
nahe dem Ende des Kompressionshubes des Kolbens 68 der Maschine zu öffnen. Nach diesem Kämmvorgang bewirken die
Ventilfedern 62 ein Widerschließen der Auslaßventile 58, welchem ein Abwärtsbewegen während des dem Kompressionshub
folgenden Hubes folgt. Der reguläre Nocken 6-7 bewirkt weiterhin trotz der vorragenden Stellung des Verriegelungskolbens
72 zu dem gewöhnlichen Zeitpunkt in dem Kreislauf des- '
Kolbens 68 der Maschine das öffnen der Auslaßventile 58. Entregung des Solenoidventils 29 bewirkt eine Rückkehr des
zur Rückseite des Verriegelungskolbens 72 gelangten Öles
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duroh das Steuerventil 36 und das Solenoidventil 29 zum
Suapf gemäß vorstehender Beschreibung.
Bei den vorgenannten Anwendungen der Erfindung ist zu
verstehen, daß durch die Auslaßventile hindurch kein Brennstoff vergeudet wird, wenn diese geöffnet werden und der
Kolbenzylinder von Druckluft entlastet wird. Die Maschine ist mit einem Üblichen Mechanismus zum Absperren der Brennstoffzufuhr versehen. Dieser Mechanismus (nicht dargestellt)
kann eine Übliche Brennstoffbemessungseinrichtung, ein
Solenoidventil oder eine andere zweckentsprechende Steuerung sein, die bei Freigabe des üblichen Brennstoffsteuerfußhebels durch die Bedienungsperson wirksam wird, um den
Brennetoffluß zu der Maschine abzusperren.
Ea ist weiterhin zu verstehen, daß die Erfindung ebenfalle sur Verwendung mit Maschinen geeignet ist, die
Zündkerzen aufweisen.
009812/0380 bad original
Claims (11)
- PatentansprücheΜ. Bremsvorrichtung für eine Brennkraftmaschine, die einen Kolbenzylinder mit einem Auslaßventil aufweist, das gewöhnlich durch eine Feder geschlossen gehalten ist, mit einem zum Offnen des Ventils betätigbaren Mechanismus und mit einer JDrehnockeneinrichtung, die mit dem Mechanismus zusammenarbeitet, um das Ventil zu einem gewöhnlichen Zeitpunkt in dem Kreislauf des Kolbens des Kolbenzylindere zu öffnen, gezeichnet durch eine Hilfsdrehnockeneinrichtung (19) und einen von dem Mechanismus (13) getragenen hydraulisch betatigbaren Verriegelungskolben (21), der einen hydraulisch betätigten Zustand, in welchem die Hilfsdrehnockeneinrichtung (19) mit ihm zusammenarbeiten kann, um den Mechanismus zum öffnen des Ve tils (11) zu einem anderen als dem gewöhnlichen Zeitpunkt zu öffnen, und der einen gewöhnlichen Zustand hat, in welchem er hinsichtlich eines solchen Zusammenarbeitens mit der Hilfsdrehnockeneinrichtung unwirksam ist.
- 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der zum Öffnen des Ventile betätigbare Mechanis (13) ein Schwingarm ist.
- 3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, äaß'der Verrie^elungskolben (21) in einer Bohrung (22) des Schwingarmes (13) bewegbar angeordnet ist.
- 4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, gekennzeichnet durch eine Rückkehrfeder (26), welche den Ver-009812/0380 Badriegelungskolben (21) in seine gewöhnliche Stellung dauernd vorspannt.
- 5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Kolbenzylinder (10) eine Mehrzahl von Auslaßventilen (11) aufweist und daß der Schwingarm (13) allen Auslaßventilen gemeinsam ist und verschwenkbar ist, um alle Ventile zu öffnen.
- 6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß eine Steuereinrichtung (29, 38) zum wahlweisen Steuern des Flusses von hydraulischem Betätigungsöl zu dem Verriegelungskolben (21) und Einschließen hinter dem Verriegelungskolben vorgesehen ist.
- 7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuereinrichtung (29, 38) eine Durchgangs einrichtung (34, 47) aufweist, die unter dem Verriegelungskolben (21) mit der Bohrung (22) verbunden ist, ferner eine hydraulische Öldruckzufuhrleitung (31), ein Solenoidventil (29) mit einem erregten Zustand, in welohem es die Zufuhrleitung (31) mit der Durchgangseinrichtung (34, 47) verbindet, und ein Steuerventil (38) in der Durchgangseinrichtung aufweist, das auf die Strömung von Drucköl von dem Solenoidventil in die Durchgangseinrichtung anspricht, um einen Ölfluß durch die Durchgangseinrichtung zu der Bohrung des Verriegelungskolbens zu ermöglichen und die Rückkehr von ül von der Bohrung zu dem Solenoidventil abzusperren.
- 8. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß in dem Steuerventil (38) ein Druckentlastungsventil (51)009812/038$ bad originalvorgesehen ist, das auf einen vorbestimmten maximalen Druck in der Durchgangseinrichtung (34, 47) anspricht.
- 9. Vorrichtung nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuereinrichtung (29, 38) eine Entlastungsöffnung (33) in dem Solenoidventil (29) aufweist, das einen entregten Zustand hat, in welchem es die Durchgangeeinrichtung (34, 47) mit der Entlastungsöffnung verbindet und die Zufuhrleitung (31) absperrt, und daß das Steuerventil (38) auf Entregung des Solenoidventils anspricht, um die Verriegelungskoloenbohrung (22) über die Durchgangseinrichtung mit der üntlastungsöffnung (33) zu verbinden.
- 10.Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß ein Druckentlastungsventil (54) vorgesehen ist, daß auf hydraulischen Druck in der Lurchgangseinrichtung über einem vorbestimmten Minimum anspricht und die Jäntlastungsöffnung (33) steuert.
- 11. Vorrichtung nach Anspruch 10, gekennzeichnet durch eine Schwingarmwelle (14), welche den Schwingarm (13) schwenkbar abstützt und eine Innenkammer (35) begrenzt, die zwischen dem Steuerventil (38) und dem Solenoidventil (29) einen Teil der Durchgangseinrichtung (34, 47) bildet,eine Schmierleitung (56), die unabhängig von dem Solenoidventil die Innenkammer (35) dauernd mit hydraulischem Arbeitsmittel versorgt mit einem Druck, welcher das vorbestimmte Minimum nicht überschreitet, und durch kleine Öffnungen in der Schwingarmwelle, welche ein Fließen von Schmiermittel zu dem Schwingarm (13) ermöglichen.009812/038$ 6Ad on/GWAr
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