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Wendefenster Wendefenster sind in verschiedenen Ausführungsformen
bekannt. Um eine, Schwenkbarkeit des Fensterflügels zu ermöglichen, werden beispielsweise
lotrechte Spurzapfen verwendet, die mittag oder seitlich oben und unten in entsprechende
Lagerausnehmungen des Fensterrahmens einfassen.
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Die Dichtung der Fensterflügel im geschlossenen Zustand des Fenstürs
wird bei bekannten Jendefenstern beispielsweise durch Keilleisten erzielt, die seitlich
und oben-und unten in eine entsprechend ausgebildete, längsverlaufende Nut des Fensterrahmens
einfassen.
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Zum Öffnen eines derartigen bekannten Fensters durch Verschwenken
des Flügels wird durch Betätigen eines Handgriffes über ein Getriebe einmal der
Fensterrahmen angehoben, so daß er aus der unteren Dichtung freikommt, und zum anderen
über ein Gestänge die seitlichen und oberen Keilleisten aus der Nut des Fensterrahmene
herausgezogen. Dadurch ist der Fensterflügel allseits
freigegeben
und kann um die Spurzapfen geschwenkt werden. Bekannt sind auch Blumenfenster, bei
denen Blumen und Gewächse auf einer starr mit der Fensterbrüstung verbundenen Bank,
bzw. in in der Fensterbrüstung angeordneten Blumenkästen vorgesehen sein können.
Bei diesen Blumenfenstern ergeben sich jedoch Schwierigkeiten, wenn das Fenster
oder ein Flügel des Fensters geöffnet werden soll. Eine Schwenkbewegung des fensterflü-#;els
ist nicht möglich, ohne dadie Blumen von der Fensterbank heruntergenommen werden
müssen. Bei Anordnung der B1uiden in Blumenk#3gten scheidet eine Öffnungsbewegung,
bei der der Fensterfli.igel oder ein Teil des Fensterflügels nach innen bewegt wird,
von vornherein aus. Aus diesem Grunde konnten Vendefenster bisher als Blumenfenster
keine Verwendung finden.
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Durch die Erfindung wird ein Wendefenster vorgeschlagen, bei dem eine
finit dem schwenkbaren Fensterteil verbundene Bank zur Aufnahme von Blumen und Gewächsen
vorgesehen ist. Bei einer Schwenkbewegung dieses erfindungsgemäßen dendefensters
zur Öffnung wird durch die Verbindung von Fensterrahmen und Blumenbank diese mit
nach außen, bzw. nach innen, verschwenkt.
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Zwecrl>>läßigerweise ist der Fensterrahmen allseits in der Breite
der Blumenbank ausgebildet, so daß ein Kasten entsteht, dessen Außenwand die Fensterscheibe
und dessen untere Wand durch die Blumenbank gebildet wird. Der Kasten, der aus verstrebten
Holzrahmen zusammengesetzt ist, kann auf den jeweils außenliegenden, bzw. sichtbaren
Oberflächen mit einem Kunstatoffbelag,
in Form von aufgeklebten
oder festgeschraubten Platten versehen sein. Diese Platten besitzen eine auLerordentliche
Widerstandsfähigkeit gegenüber Schlag- und Witteruzlgseinfliissen. Darüber hinaus
kann durch unterschiedliche Farbgebung der Platten jede gewünschte Farbtönung oder
Farbkombination des Fensters erreicht werden.
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Zur Aufnahme der Blumen und Gevr@ichse sind zweclcriäi3igerweise Kästen
vorgesehen, die aus Blech oder einem anderen Jeeigneten, dichten 1.iaterial bestehen
können und in dein durch den Fensterrahmen gebildeten durchlaufenden, kastenförmigen
Raum stehen.
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Gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung sind in der Bodenwand des
Fensterrahmens, auf der bei geschlossenem Fenster außenliegenden Seite, Öffnungen
vorgesehen, durch die Frischluft in den Blumenkasten eintreten kann. Weiter ist
es vorteilhaft, unterhalb der Blumenkästen eine wasserdichte IYanne im 2ensterrahmen
vorzusehen, di#@ init Wasser gefüllt vierden kann. Über eine Verbindung zwischen
Wanne und dem Innern der Blumenkästen, beispielsweise über einen Saugdocht, der
durch den Boden der Blumenkästen hindurchgeführt ist, 1;ann ständig aus diesem Vorratsbehälter
Wasser in die Blumenkästen gesogen werden. Die Blumen werden dadurch ständig mit
der erforderlichen Feuchtigkeit versehen, ohne daß wie bisher regelmäßig in gewissen
Abständen Wasser in die Blumenkästen gegossen werden muß.
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Die Dichtung des Fensterrahmens gegenüber dem Blendrahmen kann in
bekannter Weine mit Hilfe von verschieblichen Keilleisten
erfolgen,
die in entsprechend geformte Nuten des Fensterrahmens bei geschlossenem Fenster
einfassen. Für die Öffnung des Fensters ist ein durch einen Handgriff zu betätigendes
Getriebe vörgesehen, das einmal den Fensterflügel anhebt und zum anderen
über ein Gestänge die seitlichen und oberen Keilleisten aus den Nuten herausführt.
Danach kann das Fenster um die senkrechten, oberen und unteren Spurzapfen geschwenkt
werden.
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' Gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung ist ein durch
den Handgriff zu betätigendes Doppelgetriebe vorgesehen, das je
nach Stellung
des Handgriffes entweder nur die obere Keilleiste anhebt, oder in der vorstehend
beschriebenen Weise den Fenster-
flügel anhebt und alle Keilleisten außer
Eingriff bringt.
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Weitere Einzelheiten und Vorteile der Erfindung werden nachfolgend@an
einem Ausführungebeispiel anhand der Zeichnungen erläutert. In den Zeichnungen
stellen dar: Fig. 1 die Gesamtansicht eines Fensters, teilweise ge-
schnitten,
in schematischer Darstellung Fig. 2 einen Vertikalschnitt durch den unteren Teil
des
Fensterrahmens Fig. 3 einen Schnitt durch den oberen Teil des
Fensterrahmene Fig. 4 einen Horizontalschnitt durch den seitlichen Teil
des
Fensterrahmens Fig. 5 bis Fig. 8 Details des erfindungsgemäßen Doppelgetriebes
Fig.
9 ein weiteres Detail des Getriebes.
In Fig. 1 ist ein Ausführungsbeispiel
des erfindungsgemäßen Wendefensters dargestellt. Der rechteckige, bewegliche Flügel
1 kann um mittig angeordnete Spurzapfen 2 und 3 verschwenkt werden. Ein äußerer,
das Fensterumgebender Blendrahmen 4 ist in üblicher Weise reit der haibung der Mauerwerksöffnung
verbunden (s. Fig. 3 und 4). Der obere Spurzapfen 2 ist bei dein dargestellten Ausführungsbeispiel
mit dem beweglichen Fensterrahmen 1 in einem Lagerkörper 5 verbunden. Das obere
Ende des bpurenzapfens 2 faßt in eine Ausnehmung 6 eines mit dem Blendrahmen verbundenen
Lagerkörpers 7 drehbar und axial verschieblich ein. Der Spurzapfen ist dabei durch
eine ebenfalls für sich auf- und abwärts verschiebliehe Keilleiste 8 hindurchgeführt.
Der untere Spurzapfen 3 ist mit dem Blendrahmen 4 verbunden und faut mit seinem
oberen Ende in einen Lagerkörper 9 des-beweglichen Fensterrahmens 1 ein. Zur Stützung
des Fensterrahmens in geschlossenem Zustand sind mit Abstand vom mittleren Spurzapfen
weitere `lragzapfen 10 und 11 vorgesehen, deren Wirkungsweise weiter unten im Zusammenhang
mit dem Betätigungsgetriebe 12 für das Öffnen und Schließen des Fensters beschrieben
werden wird.
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Gemäß der Erfindung soll eine Bank zur Aufnahme von Blumen und Gewächsen
mit dem schwenkbaren Fensterrahmen verbunden sein.
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Gemäß einer besonders vorteilhaften Ausgestaltung des Erfindungsgedanken,
die in Fig. 2 dargestellt ist, ist der untere, waagerechte Teil 13 des beweglichen
Fensterrahmens 1 kastenförmig
ausgebildet, derart, daß ein im Querschnitt
U-förmiger, oben offener Behälter 14 entsteht. (s. Fig. 2) In diesen Kasten, dessen
Wände 15, 16 und 17 aus Holz bestehen können, ist ein weiterer kastenförmiger Behälter
18 eingesetzt, der vorzugsweise aus Zink-Blech oder aus einem anderen, wasserdichten,
haltbaren Material besteht. In den Kästen 18, von denen in Längsrichtung des Fensters
gesehen mehrere nebeneinanderstehen können, sind die Blumen und Gewächse (nicht
dargestellt) eingepflanzt. Zur Versteifung des durch die Wandunben 15, 16 und 17
gebildeten Fensterrahmenkastens sind an den Ecken in Längsrichtung verlaufende Streben19
und 20 vorgesehen. Eine weitere in Längsrichtung verlaufende Strebe 21 ist im Bereich
der Auflage des Fensterrahmens auf dem Blendrahmen 4 vorgesehen.
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Zur Zuführung von Frischluft in den Kasten 14 mit den Blumen'ist die
untere Tand 16 mit mehreren nach außen offenen Durchlaßkanälen 22 vorgesehen, und
zwar in dem Teil der Wandung 16, der bei geschlossenem Fenster außen liegt. Die
Blumenkästen 18 stehen, wie Fig. 2 erkennen läßt, nicht unmittelbar auf dem Boden
des Fensterrahmen-Kastens, sondern durch Anordnung von Stützkörpern 23 und 24 sind
die Kästen 18, deren Breitenabmessung geringer ist, als die entsprechende Innenabmessung
des Kastens 14,' allseits frei. Die durch die Kanäle 22 eintretende Frischluft kann
so nach allen Seiten um die Kästen herumgeführt werden.
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Unterhalb der Blumenkästen 18 ist.eine in Längsrichtung des Fensterrahmens
verlaufende Wanne 25 vorgesehen, die mit einem geeigneten, dichten Material, beispielsweise
Blech 26,ausgeschlagen
ist. Die Bodenwand 2? der Blumenkästen 18
ist mit einer Anzahl von Öffnungen 28, 29 versehen, durch die Wasser in die Wanne
25- eintreten kann, und zwar beim Begießen der Blumen, wenn das Wasser durch die
in den Blumenkästen befindlichen Öffnungen hindurchsickert. Bei dem dargestellten
Ausführungebeispiel ist die Wanne 25 nur in dem nach innen gekehrten Teil des Fensterrahmen-Kastens
vorgesehen. Im übrigen Teil ist eine in Richtung auf die Wanne abwärts geneigte
Auffangplatte 30 vorgesehen, die beispielsweise aus Kunststoff bestehen kann, und
die das auf den Öffnungen 29 austretende Wasser in die Wanne 25 leitet.
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ZweckmäLigerweise wird die Wanne 25 völlig mit Wasser gefüllt.und
über geeignete Mittel, beispielsweise Saugdochte 31, die durch die Öffnung 28 oder
29 hindurchgeführt sind und in das in der Wanne befindliche Wasser eintauchen, kann
aus diesem Vorrat ständig die erforderliche Flüssigkeitsmenge den Pflanzen im Blumenkasten
18 zugeführt werden. Zur Feststellung des Wasserstandes in der Wanne 25 kann ein
Kanal 32 mit einem dichten Fenster 33 vorgesehen sein. Zweckmäßig ist der VerschluB
dieses Känales 32 mit dem Fenster 33 abnehmbar, beispielsweise durch Gewinde, so
daß im Bedarfsfall das in der Wanne 25 stehende Wasser über den Kanal 32 abgelassenwerden
kann.
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Zweckmäßig ist das Dichtungsblech 26 der Wanne, über deren Rand hinaus
verlängert und bedeckt die Innenfläche der Wandung 15 des Fensterrahmen-Kastens.
Zusätzlich kann zum weiteren Schutz ein Abdeckblech 34 vorgesehen sein.
Zum
Schutz der außenliegenden Flächen der Holzteile des Fensters gegen Iffitterungseinflüsse
und dgl. ist der gesamte Fensterrahmen und auch der Blendrahmen mit einer Kunststoffplatte
versehen. Vorzugsweise sind glasartige Kunststoffplatten 35 auf die iiolzteile aufgeklebt
oder an diesenHolzteileri festgeschraubt. Dieser Belag kann je nach Verwendungszweck
und je nach den besonderen Wünschen verschiedenfarbig, sowie mit glatter oder rauher
Oberfläche ausgebildet sein. Die freien Ränder der Kunststoffplatte 35 sind jeweils
mit einer U-förmigen Ziereinfassung 36 versehen (s. auch Fig. 3 und 4).
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Der obere Rand der Blumenkästen 18 ist durch eine ebenfalls aus Kunststoffplatten
4estehende Einfassung 37 überdeckt, wobei in gewissen Abständen schlitzartige Öffnungen
38 für den Durchtritt der Frischluft vorgesehen sind.
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Die Anordnung der Einfassung 37 geht auch besonders deutlich aus Fig.
4 hervor.
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Gemäß einem weiteren Vorschlag der Erfindung ist der gesamte schwenkbare
Fensterrahmen 1 in der Breite des unteren Kastens 14 ausgeführt. Die jeweilige Einzelausgestaltung
ist aus dem Detailschnitt der Fig. 3 und 4 ersichtlich. Fig. 3 zeigt einen Schnitt
durch den Fensterrahmen im oberen Bereich. Die obere Fläche des Fensterrahmens ist
vorzugsweise dachartig ausgebildet und durch bereits genannte Kunststoffplatten
39 und 40 abgedeckt.
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Der eigentliche tragende Rahmen wird durch eine in Längsrichtung verlaufende
mittlere Strebe 64, sowie durch eine
innenliegende Strebe 42 und
eine@außenliegende U-förmige Schürze 43 gebildet. Die Streben sind durch waagerechtliegende
Verbindungsstäbe 44 und 45 miteinander verbunden. Die nach innen gekehrte FläcXe
ist wiederum durch eine Kunststoffplatte 41 abgeschlossen, die auf der Außenseite
in die Schürze 43 einfaßt. Die Schürze 43 bildet zugleich die Fassung der außenliegenden
Fensterscheibe 46. Vor der Fensterscheibe 46 ist an einer weiteren in Längsrichtung
verlaufenden Strebe 47 in üblicher Weise eine Jalousie 49 aus einzelnen Lamellen
aufgehängt. Die,Betätigungeleine 49 für diese Jalousie führt durch die Schürze 43
hindurch zur Innenseite des Fensters, so daß eine Betätigung von innen möglich ist.
Den äußeren Abschluß bildet wieder eine ringsherum verlaufende Kunststoffplatte
50.
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Auf der Innenseite den Fensters ist eine Strebe 51 vorgesehen, die
im wesentlichen der Strebe 47 entspricht und an der mittels Laufschiene 52 Vorhänge
53 befestigt sein können. Auch auf dieser Innenseite bildet eine Kunststoffplatte
54 den Abschluß: ' Der senkrechte Teil den Feneterrahmens, der im Prinzip ähnlich
ausgebildet ist, ist im Schnitt in Fig. 4 dargestellt.
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An den Eckpunkten Bind jeweils senkrecht verlaufende Streben
55 und 56 vorgesehen, eine weitere .Strebe 57 verläuft mittig:
Wie Fig. 4 erkennennläßt, ist der Rahmen in diesem Bereich doppelwandig ausgebildet,
und zwar durch Anordnung einer innenliegenden vorzugs-weise aus Holz bestehenden
Wandung 58.
Auf der nach innen gekehrten Seite den
Rahmens ist in der Wandung 58 eine vorzugsweise über die gesamte
Höhe des Fensterrah-
mens verlaufende, schwenkbare Klappe 59 vorgesehen,
die eine Verlängerung der Gardinenschiene 52 in den gebildeten Hohlraum des
Fensterrahmens
ermöglicht. Bei Nichtbenutzung der Gardine 53
kann diese in den
im Fensterrahmen gebildeten Hohlraum geschoben
werden. Die Außenflächen des
senkrechten Rahmenteiles bestehen
wiederum aus Kunststoffplatten 60, 61,
die auf der Innenseite
mit einer isolierten Schicht 62, beispielsweise aus
einem Schaum-
stoff, versehen sind.
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Besondere Aufmerksamkeit ist der Abdichtung des Fensters
im
geschlossenen Zustand gewidmet. Diese Dichtung wi.d ringsherum durch Keilleisten
gebildet, die in die entsprechenden Nuten ein-
fassen. Der untere Rahmenteil
13 des Fensters weist eine im
Querschnitt konische Nut 66, auf, in die
eine entsprechend geform-
te Leiste 63 des unteren Blendrahmens 4 einfaßt.
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Anden Seiten und oben be:-;teht
die Dichtung,
wie aus den
Fig. 3 und
4 ersichtlich, aus relativ zum Fensterrahmen
ver-
| schieblichen Keilleisten 8, 65. Die Keilleisten 8 und 65
werden |
| im/ |
| in dem Querschnitt U- förmigen,Blendrahnen 6? bzw. 68 gehalten. |
Im geschlossenen Zustand des Fenstern fassen die Keilleisten
8
und
65 mit konischen Nasen 69 in entsprechend
ausgebildete Nutezt
des senkrechten und waagerechten Rahmenteilen
des Fensterflügels
ein. Die durch die Ausgestaltung den Blendrahmenn
gebildete Ausnehmung
zur Aufnahme der Keilleiste 64 bzw.
65 ist in Richtung
auf die
offene Seite leicht verjüngend sungebildet,
derart, ds.B die
entsprechend geformte Keilleiste im geschlossenen Zustand des Fensters mit enger
Passung und damit mit guter Dichtung an den zugeordneten Flfchen der Blendrahmenteile
anliegt.
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Zum Öffnen des Fensters werden die Keilleisten £3, 65 aus den Nuten
des Fensterrahmens herausgezogen und zugleich wird der Fensterflügel angehoben,
derart, daß die unters Rahmenfläche oberhalb der Leiste 63 des unteren Blendrahmens
4 liegt und damit das Fenster frei drehbar ist. Für die Durchführung dieser Öffnungsbewegungen
sowie der Schließbe,,tegizngen ist ein Getriebe 12 vorgesehen, daß von der Fengterinnen-eite
-nittels Handgriff 70 betäti-t wi^d. Schwenkbewegungen des Handgriffes 70 werden
über ein innerhalb des Blendrahmens gelagerten. Zahnr<^.d 71 in eine hin- oder
hergehende Be.re,pizng einer Zahnritange 72 um-ewandelt. Auf den seitlichen Verld.n"?er_"ixien
73 bzw. 74 de- Z?hnstange befinden sich Kurvenbahnen 75, 76, 77, auf denen bei der
Bewegunder Zahnstange der Spurzapfen 3 sowie die Stützzapfen 10 . und 11 mit Rollen
78 ablaufen. Die Kurvenbahnen sind so aus--ebildet, daB beim Öffnen des Fensters
der Zapfen und damit der Fensterflügel 1 bis über die Randkante der Keilleiste 63
hinreg an?ehoben wird.
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Die BEKtigung der Zahnstange 72 wird über ein weiteres Gest.;,.nJ,e
79 in eine Hubbewegung der oberen Keilleiste 8 umgewandelt, durch die diese aus
der oberen Nut des Fensterrahmens herausgehoben wird, und zwar um einen Betrag,
der der Hubbewegung des Fensters nlizs der Tiefe der Nut im oberen Fensterrahmen
entspricht.
Die Hubbewegung des senkrechten Gestänges 79 erfolgt durch die Wirkung schräger
Gleitkanten 80, 81 an den Enden der Verlängerungen 73 und 74.Die Darstellung der
Fig. 1 zeigt das geschlossene Fenster. Zum Öffnen des Fensters muß der Handhebel
70 um einen Winkelbetrag nach links verschwenkt werden, was eine entgegengesetzt
gerichtete Bewegung der Zahnstange mit den Verlängerungen 73 und 74, sowie den schrägen
Gleitkanten 80 und 81 zur Folge hat. Durch diese Bewegung werden.einmal die Zapfen
3, 10 und 11, zum anderen das Gestänge 79 angehoben und das Fenster am oberen und
unteren Rand von der KeAdichtung frei. Die Ausbildung des bisher beschriebenen Getriebes
mit den Gleitkanten 80, 81, sowie dem seitlichen Gestänge 79 ist ausführlich im
Patent 1 730 901 beschrieben, auf das hier Bezug genommen wird. Für das Zurückziehen
der seitlichen Keilleiste 65 ist das vorzugsweise in dein Hohlraum 82 des seitlichen
Blendrahmens angeordnete Gestänge 79 mit einem starren Führungszapfen 83 (oder einer
Führungsrolle) versehen, der in eine schrägverlaufende Gleitkulisse 84 der Keilleiste
einfaßt (s. Detail-Fig. 9). Die Gleitkulisse 84 kann über ein in Längsrichtung der
Keilleiste 65 verlaufendes Winkeleisen 85 mit dieser verbunden sein. Eine auf- oder
abwärts gerichtete Bewegung des Gestänges 79 und damit des über einen starren Arm
86 mit. dem Gestänge verbundenen Zapfens 83 haben eine Horizontalverschiebung der
Keilleiste 65 zur Folge, und zwar um einen Betrag, der der Länge und Neigung der
Gleitkulisse 84 entspricht. Der Zapfen 83 kann an seinem in die
Gleitkulisse
einfassendes Ende zweckmäßigerweise mit einer Rolle versehen sein (nicht dargestellt).
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Gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung soll die obere Keilleiste
8 zugleich als Lüftungselement dienen, und zwar dadurch, daß diese Keilleiste unabhängig
von der Betätigung des Fensterflügels angehoben werden kann, derart, daß durch Abheben
vom Fensterflügel ein Lüftungsschlitz frei wird. Um dieser Forderung gerecht zu
werden, ist das Betätigungsgetriebe 12 zweiteilig ausgebildet, und zwar kann der
Handgriff 70 je nach Stellung ein oder zwei Räder 71 und 87 bewegen (s. Fig. 5).
Jedem Zahnrad ist eine Zahnstange 72, bzw. 88 zugeordnet, von denen die innenliegende
beispielsweise mit Verlängerungen 73 und 74 für die Kurvenbahnen 75., 76 und 77
versehen ist. In der Darstellung der Fig. 1 ist dieser Teil des Getriebes vornliegend
und damit sichtbar. Die zweite Zahnstange 88 kann über ein in Fig. 1 verdecktes
Verlängerungsgestänge mit den Gleitkanten 80 und.81, sowie mit dem senkrechten Gestänge
79 verbunden sein. Eine Betätigung beider Zahnstangen 72 und 88 würde also den vorstehend
beschriebenen C9ffnungavorgang des Fensters einleiten, d. h: sämtliche Keilleisten
zurückziehen und das Fenster anheben. Bei Betätigung der in der zeichnerischen Darstellung
hintenliegenden Zahnstange 88 allein würde lediglich das Gestänge 79 angehoben und
damit die seitlichen Keilleisten, sowie die obere Keilleiste zurückgezogen werden.
Das Fenster bleibt in der an sich geschlossenen, unbeweglichen Stellung, wobei an
den Seiten und oben
schlitzförmige Lüftungsöffnungen entstehen.
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Die'für die Bewegung der Keilleiste, sowie des Fensters, erforderliche
Handgriffstellung ist aus den Detaildarstellungen der Fig. 5-bis 8 ersichtlich.
Die Zahnräder 71 und 87, die in einem üblichen Gehäuse 90 gelagert sind, weisen
zentrische, kantig ausgebildete Öffnungen auf, im vorliegenden Beispiel quadratische
Öffnungen 91 und 92. Diese Mittelöffnungen besitzen unterschiedliche Kantenlängen.
Das Ende des Handgriffes 70 iät mit einem zweiteiligen Betätigungszapfen 93 versehen,
der im Querschnitt die gleiche Form aufweist wie die Mittelöffnungen. Dieser
Betätigungszapfen 93 ist zweiteilig ausgebildet, und zwar weist der untenliegende
Abschnitt 94 eine Kantenlänge auf, die der Öffnung 92 entspricht, während
die Kantenlänge des Abschnittes 95 der der Öffnung 91 gleich ist. Das Verhältnis
der Kantenlängen ist so gewählt, daß der Abschnitt 94 in der Öffnung 91 frei drehbar
ist. Bei einer abgehobenen Stellung des Handgriffes, bei der der Abschnitt 95 außer
Eingriff mit der Öffnung 91 ist, kann das Zahnrad 87 durch Verschwenken des Handgriffes
betätigt werden, während das Zahnrad 71 in Ruhe bleibt. In der eingeschobenen
Stellung des Handgriffes befinden sich daher beide Abschnitte 94 und 95 mit den
jeweils zugeordneten Mittelöffnungen 91 und 92 in Angriff und der berei1b
beschriebene Öffnungsvorgang kann eingeleitet werden.
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Das Getriebe kann auch in abgwandelter Form Verwendung
finden,
derart, daß bei Betäti,rung des Randgriffes in abgehobener Stellung lediglich die
obere Keilleiste 8 angehoben wird. Bei dieser letztgenannten Ausführungsform ist
die Zahnstange 88 über ein besonderes, nicht dargestelltes, senkrechtes Gestänge,
das dem Gestänge 79 entspricht, mit der oberen Keilleiste 8 verbunden, während die
vornliegende Zahnstange 72 die Verlängerungen mit den Kurvenbahnen 75, 76, 77 aufweist
und mit dem Gestänge 79 mit der Betätigungseinrichtung für die seitliche Keilleiste
65 verbunden ist. Die Betätigung des Getriebes kann dabei wieder in der bereiia
beschriebenen Weise erfolgen.
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Die bereits genannten Stützzapfen 10 und 11 sind auch an den oberen
Enden mit Gabelrollen 96 versehen. Im geschlossenen Zustand faBt das obere Ende
dieser Zapfen ebenfalls in die keilförmige Nut 66 des unteren Rahmens ein.
Um eine Schwenkbewegung zu ermöglichen, ist im Bereiah de:. Stützzapfen 10 und 11
in den Rahmen eine Gleitrinne eingelassen, die senkrecht zur Da:Lsbellungsebene
der Fig. 1 verläuft und deren Tiefe der Tiefe der Nut 66 entspricht. Bei einer Schwenkbewegung
verlaufen die Rollen 96 der Stützzapfen 10 und 11 in dieser Gleitrinne, so daß der
Fensterrahmen frei be.:.,eglich ist.
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Die Tragfähigkeit des gesamten Fensterrahmens ergibt sich einmal aus
der räumlichen Ausgestaltung des Fensterrahmens. Im Bereich des Spurzapfens 3 ist
jedoch im unteren Rahmenteil 13 eine querverlaufende Tragstrebe 97 mit ausreichenden
Dimensionen vorgesehen, die die punktförmig eingeleitete Stützkraft des Zapfens
3 in statisch einwandfreier Weise aufnimmt und verteilt.
Wie bereits
erwähnt, sind freie Flächen oder Holzflächen. des Fensters im-wesentlichen mit Kunststoffplatten
belegt, die wiederum mit einer Ziereinfassung 36 versehen sind. Die 3efestigung
der Kunststoffplatten kann durch Klebung oder durch geeignete Verbindungsmittel
wie Schrauben, Nägel und dgl, vorgenommen sein, wobei letztere durch Zierkappen
abgedeckt sein können.
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Die genannte Ausgestaltung kann auch bei den Blendrahmenteilen angewendet
werden.
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Das in den Zeichnungen dargestellte Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen
Wendefenters gibt hinsichtlich der Detailausgestaltungen nur eine der möglichen
Formen an. Im Prinzip kann die Anordnung einer mit. dem Fenster schwenkbaren Blumenbank
bei jedem Wendefenster, auch bei mehrflügeligen Wendefenstern, vorgesehen sein.
Weiterhin muß die Ausführung der Dichtungen nicht auf die beschriebene Form beschränktsein,
sondern jede geeignete Ausgestaltung einer Fensterdichtung kann im Zusammenhang
mit dem erfindungsgemäßen Wendefenster zum Einsatz kommen. Schließlich sei noch
hervorgehoben, daß die Rahmenteile nicht notwendigerweise aus Holz bestehen müssen,
sondern die beschriebene Blumenbank kann auch bei Metallfenstern Verwendung finden.