DE1508223B1 - Schwimmerverschluss zum Zurueckhalten der Schlacke waehrend des Abstiches bei Abstichkonvertern - Google Patents
Schwimmerverschluss zum Zurueckhalten der Schlacke waehrend des Abstiches bei AbstichkonverternInfo
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Description
körper verwendet, dessen spezifisches Gewicht deut- io erst dann verschlossen wird, wenn die gesamte erlich
größer ist als das der Schlacke, aber kleiner ist schmolzene Stahlmenge abgeflossen ist. Das wird mit
Sicherheit dann erreicht, wenn das Raumgewicht den 1,1- bis 1,8-fachen Wert des Raumgewichtes der
flüssigen Schlacke hat. Das geeignete Raumgewicht
als das des Stahls. Auf diese Weise sänkt er durch die Schlacke und schwimmt auf dem Metall. Durch
eine entsprechende Formgebung ist er in der Lage,
beim Entleeren des Konverters die Schlacke in der 15 läßt sich dadurch erzielen, daß ein feuerfester Stein
Konvertermündung zurückzuhalten, während der mit passendem Raumgewicht gewählt wird oder daß
Stahl unter ihm abfließen kann. Eine solche Vor- ein leichterer Stein mit metallischen Verstrebungen
richtung ist jedoch für Abstichkonverter wegen der oder Platten beschwert wird.
anderen Abstichart nicht anwendbar. Die Zeichnung stellt ein Ausführungsbeispiel der
Bei Abstichkonvertern, beispielsweise einer Besse- 20 erfindungsgemäßen Vorrichtung dar und erläutert
merbirne, ist es bekannt, das tiefliegende Stichloch ihre Funktionsweise.
durch einen von außen einführbaren oder einen in F i g. 1 zeigt einen Konverter im Schnitt mit der
der Art einer Stopfenstange bei Stahlpfannen gestal- Verschlußvorrichtung;
teten Verschlußkörper zu verschließen. F i g. 2 stellt die Verschlußvorrichtung mit der Aus-
Ein schlackenfreier Abstich ist hiermit jedoch nicht 25 klingvorrichtung dar;
möglich, da erst beim Ausfließen von Schlacke aus F i g. 3 und 4 geben weitere Ausführungen des
dem Abstichloch sichergestellt ist, daß der flüssige Verschlußkörpers wieder.
Stahl vollständig ausgeleert ist. Der Konverter 1 befindet sich in Abstichstellung,
Es ist ferner bekannt, bei kippbaren Öfen einen so daß der erschmolzene Stahl 2 durch das Abstich-Schwimmkörper
durch einen gekühlten in den Ofen 30 loch 3 abfließen kann. Die Schlacke 4 ruht auf Grund
hineinreichenden Schaft in einer bestimmten Lage ihres geringeren spezifischen Gewichtes auf dem
zu halten. Dieser Schaft behindert jedoch das unge- Stahl 2. Oberhalb des Abstichloches 3 schwimmt der
hinderte Absinken des Schwimmers. erfindungsgemäße Schwimmerverschluß. Er besteht
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen aus einem feuerfesten scheibenförmigen Verschlußselbsttätig arbeitenden Schwimmerverschluß zu schaf- 35 körper 5, dessen Durchmesser mindestens doppelt so
fen, der frei auf dem Stahlbad schwimmt, seine groß ist wie der Durchmesser des Abstichloches 3.
Lage bis zum Abstichende beibehält und das An diesen Verschlußkörper 5 schließt sich nach
Abstichloch dann verschließt, wenn der Stahl aus- unten eine feuerfest ummantelte metallische oder
geleert ist. feuerfeste Führungsstange 6 an, die die Aufgabe hat,
Gelöst wird diese Aufgabe erfindungsgemäß da- 40 den Schlußkörper 5 über dem Abstichloch 3 zu zendurch,
daß der Schwimmkörper an seiner Unterseite trieren. Am oberen Ende des Verschlußkörpers 5 ist
eine Haltestange 7 angebracht, die mit einer Ausklingvorrichtung 8 lösbar verbunden ist. Die Ausklingvorrichtung
8 besteht aus einem Rohr 9 mit Ver-
Haltestange aufweist, die zum Einbringen des 45 strebungen 10, in deren Öffnungen 11 die Halte-Schwimmerverschlusses
in den Konverter in eine Aus- stange 7 der Verschlußvorrichtung eingeführt ist. In
dem Rohr 9 befindet sich eine Stange 12, die an ihrem einen Ende eine nicht gezeichnete bekannte
Spannvorrichtung und an ihrem anderen Ende ein
des Abstichloches, während das Raumgewicht das 50 Rohrstück 13 zur Aufnahme der Haltestange 7 auf-1,1-bis
1,8-fache des Raumgewichtes der flüssigen weist. Auf diese Weise läßt sich die Haltestange 7
Schlacke beträgt.
Das Abdichten des Abstichloches geschieht in der
Weise, daß der Schwimmerverschluß bei liegendem
Konverter eingeführt und mit Hilfe der Ausklingvor- 55
richtung so auf das Metallbad abgesenkt wird, daß
die Führungsstange in das Abstichloch greift und
daß der auf dem Metallbad schwimmende Verschlußkörper das Abstichloch dann verschließt,
wenn die gesamte erschmolzene Stahlmenge abge- 60 Schmelzen sind die Ränder des Abstichloches stark flössen ist. ausgefressen, so daß der Verschlußkörper nach F i g. 2
Weise, daß der Schwimmerverschluß bei liegendem
Konverter eingeführt und mit Hilfe der Ausklingvor- 55
richtung so auf das Metallbad abgesenkt wird, daß
die Führungsstange in das Abstichloch greift und
daß der auf dem Metallbad schwimmende Verschlußkörper das Abstichloch dann verschließt,
wenn die gesamte erschmolzene Stahlmenge abge- 60 Schmelzen sind die Ränder des Abstichloches stark flössen ist. ausgefressen, so daß der Verschlußkörper nach F i g. 2
Die Vorteile der beschriebenen Vorrichtung und Arbeitsweise sind die Vermeidung der Rückphospho-
mit einer durch das Stahlbad mit Spiel in das Abstichloch des Konverters hineinragenden Führungsstange versehen ist und an seinem oberen Teil eine
klinkvorrichtung einsetzbar ist.
Der Durchmesser des erfindungsgemäßen Verschlußkörpers ist mindestens doppelt so groß wie der
festklemmen. Beim Lösen der Spannvorrichtung fällt die Verschlußvorrichtung aus der Halterung
heraus.
Die in F i g. 2 dargestellte Form des Verschlußkörpers 5 eignet sich besonders dann, wenn das Konvertermauerwerk
noch neu ist. Die flache Scheibe mit der ebenen Grundfläche gewährleistet ein gutes
Abdichten des Abstichloches. Nach etwa 100
rung, die Verhinderung des Abbrandes von Aluunwirksam
wird. In diesem Fall ist es zweckmäßig, die Form des Verschlußkörpers der Veränderung des
Abstichloches anzupassen. Hier haben sich die trop-
minium, Silicium und Mangan in der Pfanne durch 65 fenförmige Ausführung nach F i g. 3 und die kegelige
die FeO-haltige Konverterschlacke und eine erheb- Ausführung nach F i g. 4 bewährt,
liehe Verbesserung der Pfannenhaltbarkeit. Ferner Während des Abstiches wird der Schwimmerverist
das Zurückhalten der Schlacke mit der erfindungs- Schluß in den Konverter 1 eingeführt und die Füh-
Claims (3)
1. Schwimmerverschluß zum Zurückhalten der Schlacke während des Abstiches bei Abstichkonvertern,
wobei der Verschluß frei auf dem Stahlbad, schwimmt, dadurch gekennzeichnet,
daß der Schwimmkörper (5) an seiner Unterseite mit einer durch das Stahlbad (2) mit
Spiel in das Abstichloch (3) des Konverters (1) hineinragenden Führungsstange (6) versehen ist
und an seinem oberen Teil eine Haltestange (7) aufweist, die zum Einbringen des Schwimmerverschlusses
(5 bis 7) in den Konverter in eine Ausklinkvorrichtung (9 bis 13) einsetzbar ist.
2. Schwimmerverschluß nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Durchmesser des
Verschlußkörpers (5) mindestens doppelt so groß ist wie der Durchmesser des Abstichloches.
3. Schwimmerverschluß nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß das
Raumgewicht des Schwimmerverschlusses (5 bis 7) das 1,1- bis 1,8-fache des Raumgewichtes der
flüssigen Schlacke beträgt.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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