DE1502047B2 - Spanndorn fuer werkstuecke - Google Patents
Spanndorn fuer werkstueckeInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf einen Spanndorn für Werkstücke, bei dem durch axiales Verschieben
von Spannkonus und Spannhülse eine radiale Verformung der durch Längsschlitze unterteilten Hülse
erfolgt und so zum Aufspannen eines Werkstückes dient.
Derartige Spannvorrichtungen sind bereits in verschiedenen Ausführungsformen bekannt. Es wurde
z. B. schon vorgeschlagen, zum Aufspannen eines Werkstückes ein elastisches Glied durch axiale Kraft
über Keilflächen gegen den zu verspannenden Teil zu drücken oder eine Spannhülse aus zwei ineinanderliegenden
Ringen zu bilden, die sich längs axial erstreckender Kegelflächen berühren und durch axiale
Druckeinwirkung radial elastisch verformen. Des weiteren ist es bekannt, eine Rollkupplung als Spannstück
zu verwenden, bei der auf einem Zwischenkegel in Käfigen geführte und gegenüber der Längsachse
geschwenkte Spannrollen angeordnet sind.
Diese Spannvorrichtungen haben sich in der Praxis nicht immer bewährt, da durch eindringende Späne
oftmals ungleichmäßige Spannungen der Einzelsegmenie
hervorgerufen werden und insbesondere bei schweren Werkstücken leichtbleibende Verformungen
der einzelnen Segmente auf Grund zu geringer Eigensteifigkeit aufgetreten sind. Auch hat es sich bei
Spreizfedern mit einer in Längsrichtung geschlitzten Spannhülse gezeigt, daß die freien Enden der Einzelsegmente
gegenüber dem Mittelstück und den anderen Enden stärker ausgebogen werden. Dadurch wird das
Werkstück konisch aufgespannt und ein unbefriedigender Rundlauf hervorgerufen. Insbesondere
bei großen Werkstücken mit einer verhältnismäßig kurzen Spannbohrung wird diese Erscheinung störend
empfunden.
Aufgabe der Erfindung ist es, außer der weitgehenden Behebung der angeführten Mängel, eine
Spannhülse zu schaffen, die auf ihrer gesamten Länge zum Einspannen eines Werkstückes zu verwenden
ist. Die Aufspannlänge an der neuen Spannhülse soll größer sein als bei den bisher bekannten Spannhülsen,
bei denen das Werkstück nur im Bereich der Keilstücke verspannt wird. Die Behinderung beim
Bearbeiten von Stirnflächen eines Werkstückes, die durch vorstehende Teile einer Spannhülse gegeben
ist, soll vermieden werden. Das ist insbesondere für sehr kurze Werkstücke vorgesehen, die außerdem
zuverlässig aufgespannt sein müssen.
Darüber hinaus soll die Spannhülse einfacher herzustellen sein im Vergleich zu bekannten Spannhülsen,
die besondere Führungen für die radial verschiebbaren Druckstücke und die axial verschiebbaren Teile
benötigen oder bei Spannvorrichtungen, bei denen Keile verwendet werden, die in Ausnehmungen einer
Hülse eingelegt und mittels axial verschiebbarer keilförmiger Bauteile gegen das Werkstück gepreßt
werden.
Gemäß der Erfindung wird dies bei einem Spanndorn für Werkstücke, bei dem durch axiales Verschieben
von Spannkonus und Spannhülse eine radiale Verformung der durch Längsschlitze unterteilten
Hülse, dadurch erreicht, daß an den inneren Enden der Längsschlitze quer dazu verlaufende Ausnehmungen
vorgesehen sind, so daß um parallel zur Hülsenachse verlaufende Achsen schwenkbare
Spannlappen gebildet sind, die jeweils von Kegelflächen des Spannkonus beaufschlagt sind.
Die erfindungsgemäße Aufgabe kann an einem Spanndorn für Werkstücke der obengenannten Art:
auch dadurch gelöst werden, daß die Längsschlitze j längs von Sekanten der Spannhülse angeordnet sind,
so daß um parallel zur Hülsenachse verlaufende Achsen schwenkbare Achsen gebildet sind, die von
Druckgliedern .beaufschlagt sind.
Nach einer vorteilhaften Weiterbildung kann zur Erleichterung der Schwenkbewegung der Spannlappen Ic
im Bereich deren Schwenkachsen eine achsparallele Je
ίο querschnittsmindernde Aussparung nach Art einer Ij
Nut od. dgl. vorgesehen werden. |i
Zur Übertragung der radial gerichteten Kraft auf [
die Spannlappen können ferner den Kegelflächen der axial verschiebbaren Hülse radial gerichtete Bolzen
zugeordnet werden, die unmittelbar auf die Spannlappen oder auf in achsparallelen Ausnehmungen
angeordneten Druckgliedern einwirken.
Werden bei einem Spanndorn gemäß der Erfindung die Längsschlitze derart angeordnet, daß die Schwenkachse
der Spannlappen jeweils parallel zu der Hülsenachse verläuft, wird in zuverlässiger Weise ein ungleichmäßiges
Aufspannen eines Werkstückes vermieden. Die Spannlappen werden nämlich bei der erfindungsgemäßen Ausführung auf ihrer ganzen Länge
gleichmäßig ausgebogen, so daß dadurch die Rundlaufgenauigkeit eines Werkstückes erheblich verbessert
wird. Auch die Herstellung einer solchen Spannvorrichtung verursacht keine großen Kosten, da die
Spannhülse lediglich mit Schlitzen versehen werden muß, um das gewünschte Ausspreizen der Spannlappen
mit Hilfe der Kegelflächen zu erzielen. Ferner wird in zufriedenstellender Weise ein Eindringen von
Spänen oder anderen Fremdstoffen, durch die Beschädigungen an den Spannvorrichtungen auftreten
können, vermieden.
Weitere Einzelheiten einer Spannvorrichtung gemäß der Erfindung sind an Hand einiger Ausführungsbeispiele
in der Zeichnung dargestellt und nachfolgend näher erläutert. Hierbei zeigt
Fig. 1 eine erfindungsgemäße Spannvorrichtung
im Längsschnitt nach der Linie I-I der F i g. 2,
F i g. 2 einen Schnitt nach der Linie H-II der Fig. 1,
F i g. 3 einen Teil der abgewickelten Spannhülse, F i g. 4 ebenfalls einen Teil einer abgewickelten
Spannhülse mit wechselweise ausschwenkbaren Spannlappen,
F i g. 5 eine weitere Ausführungsform einer Spannhülse im Längsschnitt,
Fig. 6 einen Teilschnitt durch die Ausführungsform nach F i g. 5.
In den Fig. 1 bis 3 ist mit 11 ein an einer nicht dargestellten. Maschine zu befestigender Flansch bezeichnet,
der mit einer sich axial erstreckenden Hülse 12 versehen ist.,Die Hülse 12 dient hierbei als Spannhülse,
auf der das^durch die strichpunktierten Linien dargestellte Werkstück 24 in einfacher Weise aufgespannt
werden soll, um bearbeitet zu werden.
Die Hülse 12 ist zu diesem Zweck mit sich in Achsrichtung erstreckenden Ausschnitten 19 und
quer dazu verlaufenden Ausnehmungen 20 versehen, durch die die Mantelfläche der Hülse 12 in Spannlappen
22 unterteilt wird. Um das Ausschwenken der Spannlappen 22 zu erleichtern, sind ferner in die
Hülse 12 achsparallele Einschnitte 21 eingearbeitet, mittels denen der Querschnitt der Hülse 12 im Bereich
der mit 25 bezifferten Schwenkachse der Lappen 22 geschwächt wird.
Wird, nachdem das Zahnrad 24 auf die Hülse 12 geschoben ist, die in die Hülse 12 eingesetzte Welle
13 über den Gewindeansatz 14 durch Verdrehen der Mutter 15 oder durch Maschinenkraftspannung,
beispielsweise mittels eines Hydraulikkolbens, nach links bewegt, so drücken die auf der Welle 13 angeordneten
oder mit dieser fest verbundenen Keile 16, da sie durch den Wellenbund 23 an einer Verschiebung
gehindert werden, mit ihren Keilflächen 17 gegen die Keilflächen 18 der Lappen 22, so daß diese
um die Achse 25 radial nach außen geschwenkt werden. Die Lappen 22 werden somit mit ihrer
Außenfläche gegen das Zahnrad 24 gepreßt, und zwar auf ihrer gesamten axialen Erstreckung. Der
Wellenbund 23 dient außerdem zur Führung der Welle und zur Abdichtung des Spannhülseninnenraumes,
um das Eindringen von Fremdstoffen zu verhindern. Ein Verkanten, ein ungleichmäßiges
Spannen oder eine ungerade Lagerung des Zahnrades wird dabei in zuverlässiger Weise verhindert, ohne
daß dazu ein großer Bauaufwand erforderlich wäre. Bei der in Fig.4 gezeigten Abwicklung einer
gegenüber F i g. 3 andersartig geschlitzten Spannhülse
41 sind achsparallele und achssenkrechte Einschnitte
42 bzw. 43 derart angeordnet, daß die Spannlappen 44 wechselweise um die Schwenkachsen 45 ausgeschwenkt
werden können. Dadurch kann die Halterung eines Werkstückes weiter verbessert werden.
In der Spannhülse 51 nach den F i g. 5 und 6 sind achsparallele Bohrungen 57 eingearbeitet, in denen
Bolzen 54 eingesetzt sind, um ein Ausschwenken der durch die Schlitze 59 gebildeten Spannlappen 55 auf
ihrer gesamten axialen Länge zu ermöglichen. Auf die Bolzen 54 wirken in Ausnehmungen 56 angeordnete
Stifte 53 ein; die durch ein Verspannen der mit Keilflächen versehenen Büchsen 52 radial nach
außen gedrückt werden und somit das Ausschwenken der Lappen 55 bewirken.
Um diese Schwenkbewegung zu erleichtern, sind ferner im Bereich der Schwenkachsen der Spannlappen
55 weitere achsparallele, querschnittsmindernde Ausnehmungen 58, z. B. Bohrungen, in die
Spannhülse 51 eingearbeitet.
Claims (4)
1. Spanndorn für Werkstücke, bei dem durch axiales Verschieben von Spannkonus und Spannhülse
eine radiale Verformung der durch Längsschlitze unterteilten Hülse erfolgt, dadurch
gekennzeichnet, daß an den inneren Enden der Längsschlitze (19) quer dazu verlaufende
Ausnehmungen (20) vorgesehen sind, so daß um parallel zur Hülsenachse verlaufende Achsen (25)
schwenkbare Spannlappen (22) gebildet sind, die jeweils von Kegelf lachen des Spannkonus beaufschlagbar
sind.
2. Spanndorn für Werkstücke, bei dem durch axiales Verschieben von Spannkonus und Spannhülse
eine radiale Verformung der durch Längsschlitze unterteilten Hülse erfolgt, dadurch gekennzeichnet,
daß" die Längsschlitze (59) längs von Sekanten der Spannhülse (51) angeordnet
sind, so daß um parallel zur Hülsenachse verlaufende Achsen (58) schwenkbare Spannlappen
(55) gebildet sind, die von Druckgliedern (53) beaufschlagbar sind.
3. Spanndorn für Werkstücke nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß zur Erleichterung
der Schwenkbewegung der Spannlappen (22; 44; 55) im Bereich deren Schwenkachse (24; 45) eine achsparallele, querschnittsmindernde
Aussparung (21; 58) nach Art einer Bohrung od. dgl. vorgesehen ist.
4. Spanndorn für Werkstücke nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß
zur Übertragung der radial gerichteten Kraft auf die Spannlappen den Kegelflächen der axial verschiebbaren
Hülse (52) radial gerichtete Bolzen (53) zugeordnet sind, die unmittelbar auf die
Spannlappen (55) oder auf in achsparallelen Ausnehmungen (57) angeordnete Druckglieder (54)
einwirken. , ,
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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