DE1501019A1 - Verdampferthermostat - Google Patents
VerdampferthermostatInfo
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Classifications
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- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F25—REFRIGERATION OR COOLING; COMBINED HEATING AND REFRIGERATION SYSTEMS; HEAT PUMP SYSTEMS; MANUFACTURE OR STORAGE OF ICE; LIQUEFACTION SOLIDIFICATION OF GASES
- F25B—REFRIGERATION MACHINES, PLANTS OR SYSTEMS; COMBINED HEATING AND REFRIGERATION SYSTEMS; HEAT PUMP SYSTEMS
- F25B49/00—Arrangement or mounting of control or safety devices
- F25B49/02—Arrangement or mounting of control or safety devices for compression type machines, plants or systems
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Description
Verdampferthermostat
Die Erfindung bezieht sich auf einen Verdampferthermostaten, bei dem eine einstellbare Sollwertfeder und ein thermostatisches
Syel.tiifl auf ein elektrisches Kontaktsystem wirken
und zur Festlegung der Abschalttemperatur während einer neben dem Normalbetrieb Torgesehenen, willkürlich einschaltbaren
Gefrierperiode eine Zusatzfeder vorgesehen ist. ·
Bei Kälteanlagen ergibt sich häufig die Forderung nach einem erhöhten Kältebedarf, beispielsweise wenn in einem Kühlschrank
Eis bereitet werden soll oder wenn ein Gefrierschrank frisch beladen wird. In diesem Fall muß der Motorverdichter,
der normalerweise nur intermittierend arbeitet, auf Dauerlauf geschaltet werden. Dies geschieht üblicherweise dadurch, daß der Verdampferthermostat auf eine so
niedrige Temperatur-Einstellung gebracht wird, daß der gewünschte Dauerlauf die Folge ist.
Nachteilig hierbei ist es jedoch, daß der Benutzer häufig diese Dauerlauf-Einstellung vergißt, so daß der Motor
länger als erforderlich ununterbrochen läuft, was seiner Lebensdauer abträglich ist.
Es ist zwar bereits bekannt, eine Kälteanlage durch zwei
thermostatische Systeme zu kontrollieren, von denen das eine dem Normalbetrieb und das andere dem Betrieb bei
tieferen Temperaturen zugeordnet ist. Eine solche An-
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Ordnung erfordert aber einen unverhältnismäßig großen Aufwand, insbesondere zwei thermostatische Arbeitselemente, z. B.
Membrandosen.
Ferner ist eine Schaltvorrichtung der eingangs beschriebenen Art bekannt, bei der der durch das thermostatische System
und die Sollwert-Feder belastete Hauptarm eines elektrischen Schnappsystems zusätzlich über eine Schalthebel-Anordnung
durch eine schräg gestellte Zusatzfeder, die normalerweise parallel zum Hauptarm verläuft, in einer Richtung gegen die
Sollwert-Feder belastet wird. Hierbei muß die Sollwert-Feder stark dimensioniert werden. Der Zeitpunkt des Öffnens des
elektrischen Kontaktes ist nicht exakt festgelegt. Außerdem kann die willkürlich eingeschaltete Gefrierperiode mit Hilfe
des Schalterhebels durch Unbefugte wieder aufgehoben werden.
Sodann ist ein Verdampferthermostat mit einstellbarem Temperaturbereich
und halbautomatischer Entfrostungsvorrichtung bekannt,
die es gestattet, durch willkürliches Einschalten der Entfrostungsperiode die Temperatur in Kühlanlagen für einen
gewissen Zeitraum gegenüber der Temperatur im Normalbetrieb heraufzusetzen. Bei dieser Vorrichtung wirken im Normalbetrieb
die Sollwert-Feder und über eine sehr starr ausgebildete Zusatzfeder die Membrandose des thermostatischen Systems
gegeneinander über ein Hebelsystem auf ein elektrisches Kontaktsystem« Dessen Schaltelement kann mittels eines Abtauknopfes
in seiner offenen Stellung so lange verriegelt werden, bis die gewünschte höhere Temperatur erreicht ist. Dies geschieht
durch Zusammenwirken der Zusatzfeder und der Membrandose· Hierbei müssen die Sollwert-Feder und die Zusatzfeder
sehr stark dimensioniert werden.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung anzugeben, mit Hilfe derer es auf eine einfachere, wirtschaftlichere
und sicherere Art als bisher möglich ist, durch willkürliches Einschalten der Gefrierperiode die Temperatur
in einer Kühlanlage für einen gewissen Zeitraum gegenüber der im Normalbetrieb herrschenden Temperatur herabzusetzen.
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Diese Aufgabe wird bei einem eingangs beschriebenen Verdampferthermostaten
dadurch gelöst,, daß zum Einschalten der Gefrierperiode das elektrische Kontaktsystem verriegelbar ist und daß
die Zusatzfeder im Normalbetrieb zusammen mit der Sollwert-Feder und dem thermostatischen System auf das Kontaktsystem
und während der Gefrierperiode nur zusammen mit dem thermostatischen System auf die Verriegelungsvorrichtung wirkt.
Bei dieser Konstruktion braucht die Sollwert-Feder nur im
Normalfall wirksam zu sein und eine relativ kleine Stellkraft auszuüben, da sie hierbei von der Zusatzfeder unterstützt
wird. Während der Gefrierperiode ist allein die Zusatzfeder wirksam, während die Sollwert-Feder durch Verriegelung unwirksam
gemacht wird. Daher kann mit einer relativ kleinen und schwachen Sollwert-Feder gearbeitet werden. Das Kontakt-,
system steht während der Gefrierperiode nicht unter dem Einfluß irgend sicher Federkräfte, sondern wird durch die Verriegelungsvorrichtung
in einer ganz bestimmten Lage gehalten, in der es niob1'- zu stark belastet ist. Der Ab schalt Zeitpunkt
ergibt sich sehr exakt durch den Zeitpunkt der Entriegelung.
K: dem willkürlichen Einschalten einer .;&xrierperiode kann
diese bis zu ihrer selbsttätig herbeigeführten Beendigung nicht durch Unbefugte unterbrochen werden.
Eine besonders einfache Konstruktion wird gebildet durch einen ersten, das Kontaktsystem betätigenden Hebel, an dem die Sollwertfeder
angreift und der durch eine Handhabe, z. B. einen Druckknopf, mit einer Verriegelungsklinke in Eingriff gebracht
werden kann, und durch einen zweiten Hebel, an dem das thermostatische System und die Zusatzfeder angreifen, der mittels
eines Anschlages am ersten Hebel sich abzustützen und mittels eines Mitnehmers die Verriegelungsklinke zu lösen vermag.
Die Erfindung wird nachstehend anhand eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiels näher erläutert. Dort ist
in schematischer Darstellung ein erfindungsgemäßer Verdampferthermostat in vier Betriebsstellungen veranschaulicht, nämlich
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Fig. 1 im Normalbetrieb bei geschlossenem Eontaktsystem,
Fig. 2 im Normalbetrieb bei geöffnetem Kontaktsystem,
Fig. 3 während der Gefrierperiode in der Verriegelungsstellung und ■
Fig. 4 am Ende der Gefrierperiode während der Entriegelung.
An einem ersten Hebel 1, der in einem festen Drehpunkt 2 gelagert ist, greift eine Sollwert-Feder 3 an. Die S«-i.lwert-Feder
ist durch einen Verstellmechanismus axial lsammendrückbar, von dem lediglich sein Verstellhebel 4 dargestellt ist,
der über eine Justierschraube 5 und einer Federteller 6 die Sollwert-Feder 3 beeinflußt. Ein zweiter Hebel 7 ist ebenfalls
im Drehpunkt 2 gelagert. An ihm greifen eine Membran-, dose 8 des thermostatischen Systems und eine als Zugfeder auegebildete
Zusatzfeder 9 an. Letztere kann mit Hilfe einer Justierschraube 10 in ihrer Spannung verändert werden, um die
gewünschte Gefriertemperatur zu erreichen. Dieser zweite
Hebel 7 liegt unter normalen Betriebsbedingungen mit einem Anschlag 11 am ersten Hebel 1 an, so daß sich das Hebelpaar
1, 7 unter dem Einfluß einerseits der beiden Federn 3 und 9
und andererseits der Membrandose 8 yerschwenkt. Hierbei
druckt der Hebel 1 auf das Betätigungsglied 12 eines elektrischen
Kontaktsystems 13 und schaltet dementsprechend den Motor der Kältemaschine um bzw. aus (Fig. 1 und 2).
Auf das linke Ende 14 des Hebels 1 kann ein Druckknopf 15
wirken, der axial verschiebbar im Gehäuse gelagert ist. Beim Niederdrücken des Knopfes 15 geht das rechte Ende 16 des
Hebels 1 in die Höhe und greift hinter die Raste 17 einer durch eine Feder 18 belasteten, in einem festen Drehpunkt
gelagerten, winkelförmigen Verriegelungsklinke 20. Hierdurch wird die Sollwertfeder 3 und das Kontaktsystem 13 in einer
Stellung verriegelt, in der der elektrische Kontakt geschlossen ist, so daß der Motor im Dauerlauf betrieben wird.
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■ - j -
Alsdann ist nur noch der Hebel 7 unter dem Einfluß der Zusatzfeder
9 und der Membrandose 8 wirksam· Dieser Zustand bleibt während der gesamten Gefrierperiode erhalten (Fig. 3).
Am freien Ende des zweiten Hebels 7 ist an einem Verlängerungsstück
21 ein Mitnehmer 22 angebracht, in dessen Bahn der Schenkel 23 der winkelförmigen Verriegelungsklinke 20 liegt.
Wenn die Verdampfertemperatür auf einen vorgegebenen tiefen
Wert abgesunken ist, reicht die Kraft der relativ schwachen Zusatzfeder 9 aus, um den Hebel 7 gegen die Kraft der Membrandose
8 soweit nach unten zu ziehen, daß der Mitnehmer 22 auf den Schenkel 23 trifft, die Verriegelungsklinke 20 verschwenkt
und dadurch den ersten Hebel 1 entriegelt (Fig. 4). Eine
Anschlagschraube 24 sorgt dafür, daß die Anordnung wegen einer zu hohen Fühlertemperatur einschaltet.
In diesem Augenblick wird das Kontaktsystem 13 abgeschaltet und die normale Betriebsstellung des Verdampferthermostaten
wieder hergestellt. Die Verdampfertemperatur kehrt allmählich in den normalen Temperaturbereich zurück und der Kältemittelverdichter
beginnt dann wieder gemäß den Figuren 1 und 2 intermittierend zu arbeiten.
Die veranschaulichte Zeichnung gibt nur ein Schema des Erfindungsgedankens·
Die konstruktive Ausgestaltung kann die verschiedensten Formen annehmen. Beispielsweise kann die
Zusatzfeder auch als Druckfeder ausgebildet sein. Sie kann zwischen die beiden Hebel 1 und 7 geschaltet werden. Als
Kontaktsystem kommt hauptsächlich ein Sprungschalter in Frage.
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Claims (4)
1. Verdampferthermostat, bei dem eine einstellbare Sollwert-Feder und ein thermostatisches System auf ein elektrisches
Kontaktsystem wirken und zur Festlegung der Abschalttemperatur während einer neben dem Normalbetrieb vorgesehenen,
willkürlich einschaltbaren Gefrierperiode eine Zusatzfeder vorgesehen ist, dadurch gekennzeichnet, daß
zum Einschalten der Gefrierperiode das elektrische Kontaktsystem (13) verriegelbar ist und daß die Zusatzfeder (9)
im Normalbetrieb zusammen mit der Sollwert-Feder (3) und dem thermostatischen System (Θ) auf das Kontaktsystem
und während der Gefrierperiode nur zusammen mit dem thermostatischen System auf die Verriegelungsvorrichtung
(16, 17) wirkt.
2. Verdampferthermostat nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch einen ersten, das Kontaktsystem (13) betätigenden Hebel
(1), an dem die Sollwert-Feder (3) angreift und der durch eine Handhabe (15) mit einer Verriegelungsklinke (20)
in Eingriff gebracht werden kann, und durch einen zweiten Hebel (7), an dem das thermostatische System (Θ) und die
Zusatzfeder (9) angreifen, der mittels eines Anschlages (11) am ersten Hebel sich abzustützen und mittels eines
Mitnehmers (22) die Verriegelungsklinke (20) zu lösen vermag.
3. Verdampferthermostat nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,
daß die Zusatzfeder (9) schwächer als die Sollwert-Feder (3) ist.
4. Verdampferthermostat nach einem der Ansprüche 1-3, dadurch gekennzeichnet, daß die Handhabe (15) zur Verriegelung
ein Druckknopf ist.
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Unterlagen (Art. 7 S 1 Abs. 2 Nr. l Sau 3 dee ÄntterungsBee. ν. 4. a
Verdampferthermostat nach einem der Ansprüche 1-4, dadurch gekennzeichnet, daß die Verriegelungsklinke
(20) ein Winkelhebel ist, dessen einer Schenkel eine Raste (17) zum Festhalten des freien Endes (16) des
ersten Hebels (1) trägt und an dessen anderem Schenkel (23) der Mitnehmer (22) des zweiten Hebels (7) angreift.
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L e e r s e t t e
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1966
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