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DE1597522A1 - Als Kopie oder lithographische Druckvorlage verwendbares Bildaufnahmeblatt - Google Patents

Als Kopie oder lithographische Druckvorlage verwendbares Bildaufnahmeblatt

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Publication number
DE1597522A1
DE1597522A1 DE19661597522 DE1597522A DE1597522A1 DE 1597522 A1 DE1597522 A1 DE 1597522A1 DE 19661597522 DE19661597522 DE 19661597522 DE 1597522 A DE1597522 A DE 1597522A DE 1597522 A1 DE1597522 A1 DE 1597522A1
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DE
Germany
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parts
weight
lithographic
recording sheet
coating
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Application number
DE19661597522
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English (en)
Inventor
Ormsbee Ruth E
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AB Dick Co
Original Assignee
AB Dick Co
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Publication date
Application filed by AB Dick Co filed Critical AB Dick Co
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Pending legal-status Critical Current

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    • GPHYSICS
    • G03PHOTOGRAPHY; CINEMATOGRAPHY; ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ELECTROGRAPHY; HOLOGRAPHY
    • G03FPHOTOMECHANICAL PRODUCTION OF TEXTURED OR PATTERNED SURFACES, e.g. FOR PRINTING, FOR PROCESSING OF SEMICONDUCTOR DEVICES; MATERIALS THEREFOR; ORIGINALS THEREFOR; APPARATUS SPECIALLY ADAPTED THEREFOR
    • G03F7/00Photomechanical, e.g. photolithographic, production of textured or patterned surfaces, e.g. printing surfaces; Materials therefor, e.g. comprising photoresists; Apparatus specially adapted therefor
    • G03F7/004Photosensitive materials
    • G03F7/06Silver salts
    • G03F7/07Silver salts used for diffusion transfer

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Photosensitive Polymer And Photoresist Processing (AREA)
  • Printing Plates And Materials Therefor (AREA)
  • Silver Salt Photography Or Processing Solution Therefor (AREA)

Description

Die Erfindung bezieht sich auf die Herstellung von -.Kopien'bzw. Vervielfältigungen mit Hilfe des Diffusions-Übertragungs-Umkehrverfahrens, und sie betrifft insbesondere die Herstellung eines Bildaufnahmeblatts, das sowohl als Blatt zur Herstellung einzelner Kopien wie auch als Vorlage benutzt werden kann, mittels deren eine größere Zahl von Kopien im Wege der lithographischen Vervielfältigung hergestellt werden kann. Genauer gesagt sieht die Erfindung eine lithographische Vorlage vor, die mit Hilfe des Diffusions-Übertragungs-Umkehrverfahrens mit einem Bild versehen werden kann, und die auch ein einziges, eine Kopie tragendes Blatt bilden kann»
Zwar gtehen Kopierblätter zur Verwendung bei der Herstellung jeweils- einer einzigen Kopie mit Hilfe des Diffusions- Ubertragunge-Umkehrverfahrens bereite seit einiger Zeit zur -Verfügung, dooh lassen: sich dies® Blätter gewöhnlich nioht als
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lithographische Vorlagen verwenden, mittels deren eine größere Zahl von Kopien von guter Qualität hergestellt werden können, wenn die Blätter mit Hilfe des Diffusions-Übertragungs-Umkehrverfahrens mit einem Bild versehen worden sind.
Bs ist schwierig, eine lithographische Vorlage herzustellen, die mit Hilfe des Diffusions-Übertragungsverfahrens mit einem Bild versehen werden kann, denn ein solches Blatt muß
ι bestimmte Eigenschaften aufweisen, um eine lithographische Reproduktion zu ermöglichen? erstens benötigt man ein Blatt mit hoher Haßfestigkeit und Maßstabilität, damit bei der Herstellung von Kopien unter Verwendung von Druckfarbe eine wiederholte Benetzung mit einem wässerigen Abweismittel imd mit einer oleophilen Druckfarbenkomposition möglich istj zweitens muß das Blatt eine in Wasser nicht lösliehe, Wasser aufnehmende, jedoch Druckfarbe abweisende Pläche besitzen^ drittens müssen die Oberflächeneigenschaften des Blatts derart sein, daß ein kritisches Gleichgewicht !zwischen der Wasseraufnahmefähigkeit
* der bildfreien Teile und der Farbaufnahmefähigkeit der Bildteile besteht, damit das wässerige Abweismittel, mit dem das Blatt zuerst benetzt wird, vorzugsweise von den bildfreien hydrophilen Teilen der mit dem Bild versehenen Vorlage aufgenommen wird, während das ausgefällte Silberbild, das auf die Oberfläche durch eine Diffusionsübertragung mit Hilfe eines belichteten Negativs aufgebracht wird, das wässerige Abweismittel abweist und vorzugsweise duroh die oleophile Farbkomposition benetzt wird, wenn die Vorlage zum Zweok der Herstellung üinsr Kopie eingefärbt wird.
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Bis jetzt ist es bei der Anwendung des Diffusions-Übertragungs-Umkehrverfahrens nur möglich, eine lithographische Platte zu verwenden, die eine Unterlage aus Aluminium umfaßt, wobei die Unterlage eine Fläche aufweist, die so "behandelt ist, daß sie hydrophil und für lithographische Zwecke verwendbar ist, z.Bo durch eine Reaktion mit einem wasserlöslichen Silikat, mit Acrylsäure oder durch eine anodische Behandlung zur Erzeugung einer Oxydschicht, wobei die lithographische Fläche mit eineia Kernbildungsmittel versehen ist, z.B. mit kolloidalem Silber, Silbersulfid> Kadmiumsulfid oder der- { gleichen, um eine Kernbildung bei der Umwandlung des löslichen Silberhalogenidkomplexes zu bewirken, der aus den unbelichteten Teilen des Hegativs heraus diffundiert, so daß Silber in form eines Druckfarbe annehmenden, Wasser abweisenden Bildes auf der lithographischen Fläche des Aluminiumblatts niedergeschlagen wird·
Solche lithographischen Platten aus Aluminium sind natürlich teuer, und sie eigaen sich nicht zur Verwendung als Einzelkopien, so daß sich die Verwendung solcher Platten auf (| jPälle beschränkt,' in denen eine sehr große Zahl von Kopien hergestellt werden soll·
Ferner werden bereits Platten der genannten Art für die lithographische Vervielfältigung hergestellt, die eine mit einem Überzug versehene Unterlage aus Papier umfassen, wobei die Papierunterlage ein Harzbindemittel enthält, um dem Papier die erforderliche ITaßfestigkeit zu verleihen, und wobei die Unterlage einen Überzug aus Gelatine trägt, der das Kernbildungsmittel enthält. Solche Papiere von hoher Naßfestigkeit
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wirken nicht als lithographische Blätter, so daß es zur Herstellung einer Platte zur lithographischen Vervielfältigung erforderlich ist, die Oberfläche der Platte nach dem Aufbringen des Bildes mit einer-säurehaltigen Itzkoinposition zu behandeln, um die bildfreien Teile der Platte in eine hydrophile, Farbe abweisende lithographische Fläche zu verwandeln. Die Durchführung mehrerer Schritte zur Vorbereitung einer mit einem Bild versehenen Vorlage für die lithographische Vervielfältigung ist unerwünscht, da sie einen großen Aufwand an Zeit, " Arbeit und Materialien bedingt; außerdem ist es immer noch schwierig, eine einwandfreie Vorlage zur Herstellung einer großen Zahl von Kopien guter Qualität zu erzeugen.
Weiterhin befindet sich das üernbildungsmittel in einem auf eine Fläche der Unterlage auf Papierbasis aufgebrachten Gelatineüberzug. Solche G-elatineüberzüge lassen sich nur unter Schwierigkeiten einwandfrei aufbringen, und sie bilden außerdem eine Oberfläche, die während der Entwicklung des Bildes mit Hilfe des Diffusions-Übertragungsverfahrens zu ™ Schwierigkeiten führt, da der Gelatineüberzug klebrig ist und so das Trennen des Negativs vom Positiv erschwert; ferner verzögert sich die Trocknung, und die Druckvorlage rollt sich ein, so daß man keine mit einem Bild versehene Vorlage erhält, die flach am Druckzylinder der Vervielfältigungsmaschine anliegt.
Ein Ziel der Erfindung besteht nunmehr darin,' die Herstellung einer mit einem Überzug versehenen, aus Papier bestehenden lithographischen Platte zu ermöglichen, die mit Hilfe
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eines belichteten Negativs unter Anwendung des Diffusions-Übertragungs-Umkehrverfahrens mit einem Bild versehen werden kann, die wahlweise direkt als Einzelkopie oder aber als eine ein Bild tragende lithographische Vorlage verwendet werden kann, ■ mittels deren sich zahlreiche Kopien im Wege der lithographischen Vervielfältigung herstellen lassen, bei der es nicht erforderlich ist, eine vorbereitende Atzung oder eine Ätzung nach dem Aufbringen des Bildes durchzuführen, um die bildfreien Teile hydrophil und für lithographische Zwecke geeignet zu ä machen, bei der sich, das gewünschte kritische Gleichgewicht zwischen der Farbaufnahmefähigkeit des auf der Platte erzeugten Bildes und der Y/asseraufnahmefähigkeit der bildfreien Teile . einstellt, bei der es nicht erforderlich ist, eine das Kernbildungsmittel enthaltende Deckschicht aus Gelatine vorzusehen, die nach dem Trennen der Platte von dem belichteten Negativ schnell trocknet, so daß man eine flache, flexible, ein Bild tragende Vorlage erhält, die sich auf dem Druckzylinder einer lithographischen Presse anbringen läßt, und mittels deren eine große Zahl von Kopien guter Qualität hergestellt werden kann.
Die Erfindung wird im folgenden an Hand schematischer Zeichnungen an einem AusfUhrungabeispiel näher erläutert.
Mg, 1 zeigt perspektivisch und teilweise im Schnitt ein erfindungsgemäßes Aufnahmeblatt.
Fig. 2 zeigt in einem Schnitt die Anordnung der verschiedenen Elemente, mittelo daran daa AufnahmebLabt mit Hilfe eines belichteton Negativs mit einem Bild voroahon werden kann, BAD ORIGINAL
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Fig. 3 ähnelt B1Ig. 1, zeigt jedoch das mit einem Bild versehene Aufnahmeblatto
Die Grundgedanken der Erfindung werden im folgenden an einem speziellen Beispiel für die Herstellung eines Bildaufnahmeblatts "bzw. einer Druckvorlage aus mit einem Überzug versehenem Papier beschrieben, und ferner wird das Ϋerfahren beschrieben, das durchgeführt werden muß, um eine mit einem Bild versehene lithographische Platte herzustellen, mittels deren entweder zahlreiche Kopien hergestellt werden können, oder die als Einzelkopie verwendet werden kann.
Beispiel 1
Aufnahmeblatt - Überzugskomposition:
20,0 cm5 Wasser
30,0 cm^ kolloidale Kieselsäure (30$ SiO2) 2,2 cm Matriumsulfid (0,5-proaentige Lösung) 3,0 cm Silbernitrat (0,5-prozentige Lösung)
»1,5 cm5 Polyvinylidenchlorid-Latex (60$ Peststoffe) Serfene H30 - Morton Chemical Company
0,25 g Acrylemulsion-Polymer (4696 Feststoffe) Rhoplex AC33 - Rohm & Haas Co.
0,1 cm Saponin (10-prozentige Lösung)
Die Überzugskomposition wird durch Aufwalzen, Aufgießen oder mit Hilfe eines anderen geeigneten Papierstreichverfahrens so aufgebracht, daß sich ein Gewicht des Überzugs von etwa 0,8 bis etwa 16,5 g/m2 (0.5 to 10,0 Pounds per 3000 square feet) ergibt, und zwar auf eine wasserbeständige Unterlage 10 aus Papier, z.B. eine wasserbeständige Unterlage des Fabrikats Sohoeller, oder auf Barytpapier oder dergleichen. $er Überzug
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nach Jig. 1 wird mittels Luft oder vorzugsweise zwangsläufig in einem Lufttrockenofen "bei einer Temperatur im Bereich von etwa 65 "bis etwa 150° C getrocknet·
Nach dem Zuschneiden von Bogen und dem Einstanzen von Löchern 14 in die Vorderkante jedes Bogens zum Befestigen der Bogen in Form lithographischer Druckvorlagen auf einem Druckzylinder einer lithographischen Presse ist das mit dem Überzug versehene Papier zur Verwendung als Aufnahmeblatt bereit.
Beispiel 2 - '
Bilderzeugung:
Wenn ein Bild mit Hilfe des Diffusions-Übertragungs-Umkehrverfahrens erzeugt werden soll, verwendet man ein Negativblatt 20 der gegenwärtig zur Erzeugung von Einzelkopien gebräuchlichen Art oder ein Negativ, wie es vorzugsweise bei den handelsüblichen Aluminiumplatten verwendet wird, auf die das Bild mit Hilfe des Diffusions-Übertragungs-Umkehrverfahrens aufgebracht wird. Solche Negativblätter, bei denen ein Silberhalogenid-Grelatine-Überzug 22 auf einem geeigneten Film 24 ä aus Kunststoff oder einer Unterlage aus Papier vorgesehen ist, werden von den Firmen Agfa-Gevaert, Inc., Peerless Photo Products, Inc. und Anken Chemical and Film Corporation auf den Markt gebracht; im letzteren Fall wird das Erzeugnis als Anken-Kontaktnegativ bezeichnet.
' Nach dem Belichten des Negativs mit Hilfe eines Originals oder einer anderen zu reproduzierenden Vorlage wird das belichtete Negativ in Flächenberührung mit der den Überzug tragenden Seite des Aufnahmeblatts gebracht, nachdem das belichtete
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Negativ oder sowohl das Negativ als auch das Aufnahmeblatt mit einer Entwicklerlösung "bekannter Art "benetzt worden ist "bzw. sind, z.B. der nachstehend genannten Zusammensetzung, die vor dem Gebrauch im Verhältnis von 1:1 mit Leitungswasser verdünnt wird·
Beispiel 3
Zusammensetzung des Entwicklers :.*
800,0 cm^ Wasser
3,0 g Phenidon
163,0 g Natriumsulfit
30,0 g Hydrochinon
30,0 g Natriumhydroxyd
20,0 g Natriumthiosulfat-Penta
3,0 g Kaliumbromid
0,95 ltr.Wasser zusätzlich
Beim Benetzen mit der Entwicklerlösung wird der belichtete J-'eil 26 des Silberhalogenidüberzugs zu Silber reduziert, während das Silberhalogenid in dem unbelichteten Teil 28 in einen löslichen Silberhalogenidkomplex verwandelt wird, der sich in der Lösung auflöst, um durch Diffusion aus dem belichteten Negativ in die den Überzug tragende Fläche des Aufnahmeblatts überführt zu werden.
Das in der Fläche des Aufnahmeblatts vorhandene Kerhbildungsmittel bewirkt, daß der Silberhalogenidkomplex zu kolloidalen Teilchen aus Silber oder einem anderen Produkt einer Reduktionsreaktion reduziert wird, das mit der den Überzug tragenden Fläche des Blatts feet verbunden wird und ein oleophiles
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- 9 - ■ ΙΑ-Druckfarbe annehmendes und Wasser abstoßendes Bild 50 auf einer im übrigen Druckfarbe abstoßenden, Wasser aufnehmenden, hydrophilen, in Wasser unlöslichen lithographischen Fläche bildet.
Das Aufnahmeblatt wird dann von dem Negativblätt getrennt. Dieser Trennvorgang läßt sich leicht durchführen, da · der Überzug 12 des Aufnahmeblatts keine Gelatine enthält, und da kolloidale Kieselsäure als wichtiger und hauptsächlicher Bestandteil in dem Überzug enthalten ist. Das von dem Negativ . getrennte ü|ufnahmeblatt trocknet augenblicklich, was möglicherweise auf das Vorhandensein von kolloidaler Kieselsäure in dem Überzug zurückzuführen ist. Jedenfalls kann das mit dem Bild, versehene Blatt direkt als Einzelkopie verwendet werden, oder man kann es sofort oder in einem späteren Zeitpunkt auf dem Druckzylinder einer lithographischen Presse befestigen, um es bei der Herstellung einer Anzahl gedruckter Kopien mit Hilfe des gebräuchlichen lithographischen Vervielfältigungsverfahrens zu verwenden. Es ist jedoch vorzuziehen, das Bild zu fixieren und die Platte zu konditionieren, indem man die das Bild tragen- " de fläche mit dem nachstehend beschriebenen Konditionierungsmittel behandelt.
Beispiel 4
Konditionierungsmittel*
69,5 osi5 Wasser
0,2 g Oarboxyinethylhydroxyäthyl-Öellulose - 43 low (Heroules Powder Qo.)
ZfO g Hatriiunnitrai; .
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1,0 g Ammoniumphosphat
19fO g Glycerin
7,0 g Äthylalkohol·
0,05 g Getylpyridiniumbromid
Das Konditionierungsmittel wird auf die Oberfläche des Bildaufnahmeblatts aufgestrichen, und zwar vor oder nach dem Anbringen des Blatts an dem Druckzylinder, und dann werden Kopien hergestellt, indem man zuerst die Oberfläche des Blatts ^ mit einem wässerigen Abweismittel benatzt, um die silberfreien bzw. bildfreien Teile 32 der Platte wirkungslos zu machen, und indem man dann die Platte mit einer ölhaltigen Farbkomposition benetzt, die von den benetzten bildfreien Teilen nicht aufgenommen wird, jedoch an den nicht benetzten oleophilen Teilen 30 haftet, so daß ein aus Druckfarbe bestehendes Bild von dem Blatt auf Abzugspapier oder dergleichen mit Hilfe eines direkten lithographischen Verfahrens oder aber auf ein Gummituch übertragen werden kann, wenn eine lithographische Offset-Vervielfältigung angewendet wird.
Es sei bemerkt, daß die Zusammensetzung der Entwicklerlösung und des Konditionierungsmittels für die Erfindung nicht von kritischer Bedeutung ist, denn man könnte auch photographisohe Entwickler und Konditionierungsmittel bekannter Art für lithographische Zweoke verwenden.
Ein wichtiger Grundgedanke der Erfindung besteht in der Verwendung des keine Gelatine enthaltenden Überzuge, der bei der Herstellung des Aufnahmeblatte auf die Unterlage aus Papier aufgebracht wird. Sa'lat nioirt wiohtig, daS dae Polyvinyliden-
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Chlorid und das Acrylemulsion—Polymer in der Überzugskomposition vorhanden ist, oder daß beide Stoffe zusammen in Kombination mit der kolloidalen Kieselsaure vorhanden sind, denn man kann jeweils den einen oder anderen Stoff verwenden oder allein mit der kolloidalen Kieselsäure arbeiten, wie es durch die folgenden Beispiele veranschaulicht wird.
Beispiel 5
30 cm Wasser -
30 enr3 kolloidale Kieselsäure (30$ SiO*-- Ludox LS- i
DuPont) c ;..■■■'.
2 cnr Uatriumsulfid (0,5-prozentige Lösung)
3 car Silbernitrat (0r5-prozentige Lösung)
4 cm5 Polyvinylidenchlorid-Latex (60^ Feststoffe) 4 em Saponin (10-prozentige Lösung)
Beispiel 6
15 cm V/asser
30 cm5 kolloidale Kieselsäure (30$ SiO9 - Ludox HS-DuPont) ■* ■
2 cm Natriumsulfid (0,5-prozentige Lösung) ' (|
3 cm^ Silbernitrat (0,5-prozentige Lösung) 0,5 cm Acrylemulsion-Polymer (46$ Feststoffe) 0,1 cm Saponin (10-prozentige Lösung)
Beispiel 7
100 g kolloidale Kieselsäure (Ludox LS - DuPont) 25 g Silbersulfid (0,34-prozentige Lösung) 25 g Silbernitrat (0,68-proaentige Lösung)
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Menge und Art des Kernbildungsmittels können entsprechend der Zusammensetzung des Entwicklers und der Zusammensetzung des Silberhalogenidnegativs variiert werden, doch ist es auch möglich, jedes bekannte Kernbildungsmittel zu verwenden. Beim Gebrauch von Natriumsulfid und Silbernitrat wird es gemäß der Erfindung vorgezogen, die Materialien im Verhältnis von etwa 1 Gewichtsteil Natriumsulfid auf 1 bis 1,5 Gewichtsteile Silbernitrat zu verwenden, doch ist es zulässig, diese Stoffe innerhalb eines Bereichs von 1 Gewichtsteil Natriumsulfid auf P 0 bis.2 Gewichtsteile Silbernitrat zu verwenden.
Verwendet man feste Harze in der Überzugskomposition, kann die Menge der festen Harze bezogen auf den Kieselsäuregehalt der kolloidalen Kieselsäure zwischen 9 Gewichtsteile SiO2 auf 0,25 bis 5,0 Gewichtsteile der kombinierten Harzpolymere und 9 Gewichtsteilen SiO2 auf 0,1 bis 4 Gewichtsteile des Harzmaterials variieren, wenn es sich um ein Acrylemulsions-Polymer handelt, oder zwischen 9 Gewichtsteilen SiO2 auf 0,5 bis 5,0 Gewichtsteile eines Harzbindemittels, wenn dieses P aus Polyvinylidenchlorid besteht; alle diese Zahlenangaben basieren auf dem Gehalt an festen Stoffen. Die Menge des Kernbildungsmittels kann innerhalb eines ziemlieh großen Bereichs variiert werden, was sich jeweils nach dem verwendeten Mittel richtet, doch wird es vorgezogen, eine Menge im Bereich von 0,1 bis 0,5 Gewichtsteilen des Kernbildungsmittels auf 9 Gewichtsteile SiO2 zu verwenden.
Bei dem Saponin handelt ee sich um einen Oberflächenaktiven Stoff, der aus Pflanzenglucosiden gewonnen wird, z.B.
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■■':.·■ - 15 - ' 1A-32 168
um Triterpenoidessaponin, doch ist der oberflächenaktive Stoff für die Rezeptur der überzugskomposition nicht unbedingt erforderlich, denn er dient in erster Linie zum Stabilisieren der Komposition, und es können auch andere oberflächenaktive Stoffe verwendet werden.
Aus der vorstehenden Beschreibung ist ersichtlich, daß die. Erfindung ein neuartiges und verbessertes Aufnahmeblatt vorsieht, das mit Hilfe des Diffusions-Übertragungs-IJmkehrverfahrens mit einem Bild versehen werden kann, wobei das Auf- i nahmeblatt entweder direkt als Einzelkopie oder als lithographische Druckvorlage verwendet werden kann, mittels deren sich zahlreiche Kopien guter Qualität erzeugen lassen.
Es sei bemerkt, daß man bei den vorstehend beschriebenen Ausführungsbeispielen die verschiedensten Abänderungen und Abwandlungen vorsehen kann, ohne den Bereich der Erfindung zu verlassen.
Pateatansprüoaai
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Claims (1)

  1. PATENTA IS P R Ü C H E
    1. Aufnahmeblatt, das mit Hilfe des Diffusions**Übertragungs-Umkehrverfahrens mit einem Bild versehen werden kann, gekennzeichnet durch ein Basisblatt aus Papier und einen auf eine Fläche des Basisblatts aufgebrachten Überzug, der im wesentlichen aus einer Kombination von kolloidaler Kieselsäure, eines Kernbildungsmittels zum Reduzieren eines löslichen Silberhalogenidkomplexes zu einem oleophilen, Druckfarbe annehmenden Bilderzeugungsmaterial und eines Harzbindemittels besteht, wobei der Überzug in Wasser nicht löslich ist und eine Wasser aufnehmende, Druckfarbe abweisende hydrophile lithographische Fläche bildet«
    2. Aufnahmeblatt nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet , daß es sich bei dem Aufnahmeblatt um eine lithographische Druckvorlage handelt.
    3· Aufnahmeblatt nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Kernbildungsmittel in dem Überzug in einer Menge im Bereich von 0,1 bis 0J.5 Gewichtsteilen auf 9 Gewiohtsteile der kolloidalen Kieselsäure (als SiO2 berechnet) vorhanden ist.
    4. Aufnahmeblatt naoh Anspruoh 1 bis 3, daduroh g e -kennzeichnet ι daß das Kernbfldungsmittel aus der
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    Gruppe gewählt ist, die Jiatriumsulfid und Silbernitrat umfaßt.
    5· Aufnahmeblatt nach. Anspruch 1 bis 4» dadurch g e k en η ze i c vh η et , daß das Harzbindemittel aus der Gruppe gewählt ist, die ein VinylChloridpolymer, ein Polyvinylidenchloridpolymer, ein Acrylatpolymer und ein Acrylatemulsionspolymer umfaßt.
    6. Aufnahmeblatt nach Anspruch 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Harzbindemittelkomponente in dem überzug in einer Menge im Bereich von 0,25 bis 5 Gewichtsteile auf 9 Gewichtsteile kolloidaler Kieselsäure (berechnet als SiQ2) vorhanden ist,
    7. Aufnahmeblatt nach Anspruch 1 bis 6, dadurch g e -
    ke η η ζ e i ohne t, daß das Harzbindemittel in dem Überzug in einer Menge im Bereich von 0,1 bis 4^0 Gewichtsteilen auf 9 Gewichtsteile-kolloidaler Kieselsäure (berechnet als SiOp) vorhanden ist, wenn das Harzbindemittel ein Acrylatpolymer oder ein Acrylatemulsionspolymer ist, und in einer Menge von 0,5 bis 5,0 Gewichtsteilen auf 9 Gewichtsteile kolloidaler Kieselsäure, wenn das Harzbindemittel ein Yinylchloridpolymer oder ein Polyvinylidenchloridpolymer ist.
    8. Aufnahmeblatt nach Anspruch 1 bis 7» dadurch g e £· . kenn ζ eich η e t , daß es sich bei dem Aufnahmeblatt um eine lithographische Platte handelt, die auf der Oberfläche des Überzugs ein Bild in Form eines oleophilen Reduktionsreaktionsproduktes des einer Kernbildüng unterzogenen Silberhalogenidkomplexes aufweist*
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    9. Mit einem Bild versehene lithographische Platte oder
    Druckvorlage nach Anspruch 8, gekennzeichnet durch längs der Vorderkante vorgesehene Mittel zum Befestigen des Blatts an einem Druckzylinder einer lithographischen Pressee
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DE19661597522 1965-09-20 1966-09-20 Als Kopie oder lithographische Druckvorlage verwendbares Bildaufnahmeblatt Pending DE1597522A1 (de)

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