DE1592307C3 - Verfahren und Vorrichtung zur Besei tigung des in den Entsaurerschwaden der Schwefelwasserstoffnaßwasche angereicher ten freien Ammoniaks unter gleichzeitiger Verbrennung des Schwefelwasserstoffs - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zur Besei tigung des in den Entsaurerschwaden der Schwefelwasserstoffnaßwasche angereicher ten freien Ammoniaks unter gleichzeitiger Verbrennung des SchwefelwasserstoffsInfo
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Description
40
In dem Hauptpatent 1 163 786 ist ein Verfahren zur völligen Beseitigung des gesamten in Koksofengasen
enthaltenen, mit Wasser ausgewaschenen und in den sogenannten Entsäurerschwaden der nach
dem Ammoniakkreislauf-Verfahren betriebenen Schwefelwasserstoffnaßwäsche angereicherten freien
Ammoniaks durch Zersetzung in Stickstoff und Wasser beschrieben, das aus der Kombination
folgender, an sich bekannter Maßnahmen besteht:
Die Entsäurerschwaden werden in ihrer Gesamtheit verbrannt, die Verbrennungswärme des Ammoniaks
wird in Form von hochgespanntem Dampf gewonnen, das Kondensat abgezogen und aus den
Verbrennungsgasen Schwefelsäure gewonnen.
Bei diesem Kombinationsverfahren kann die gemeinsame Verbrennung von Ammoniak und
Schwefelwasserstoff in dem gewöhnlich auf Kokereien vorhandenen Verbrennungsofen für die Schwefel-Wasserstoffschwaden
durchgeführt werden. Mit den vorhandenen Einrichtungen kann 70- bis 8O°/oige
verkaufsfähige Schwefelsäure hergestellt werden, indem dem Umstand Rechnung getragen wird, daß
durch Mitverbrennung des Ammoniaks sehr viel mehr Wasserdampf entsteht, als zur Herstellung von
70- bis 8O°/oiger Säure erforderlich ist.
Aus diesem Grunde wird hinter einem Abhitzekessel und vor der katalytischen Oxydation der
Überschußanteil des Wassers kondensiert. Die Kondensation erfolgt zweckmäßig bei hoher Temperatur,
z. B. bei 70° C, weil auf diese Weise nur ein unbedeutender Verlust an Schwefeldioxyd eintritt. Der
erforderliche Abhitzekessel wird den größeren abzuführenden Wärmemengen angepaßt.
Bei der Erzeugung von 70- bis 80%iger Schwefelsäure wird nicht das ganze Volumen der Verbrennungsgase
durch den Abhitzekessel geführt, sondern eine Teilmenge um den Abhitzekessel herumgeleitet und dahinter wieder mit dem . abgekühlten
Verbrennungsgasstrom vereinigt.
Das Verhältnis von gekühlten und ungekühlten Verbrennungsgasen wird dabei so gewählt, daß ihre
Mischtemperatur bei 400 bis 450° C liegt. Das ist die Temperatur, mit der die Verbrennungsgase in die
katalytische Oxydationsanlage, in der ihr SO2-Gehalt
zu SO3 oxydiert wird, eintreten.
Dadurch, daß nur ein Teil der Verbrennungsgase durch den Abhitzekessel geleitet wird, bleibt auch
ein Teil der Verbrennungswärme des NH3 unausgenutzt, und weil dabei nur aus einem Teil der
Verbrennungsgase Wasser auskondensiert wird, bleibt die Konzentration der erzeugten Schwefelsäure auf
70 bis 80 % begrenzt.
Wenn zur Erzeugung von hochkonzentrierter, z. B. 96%iger Schwefelsäure die gesamten Verbrennungsgase durch den Abhitzekessel geführt werden, so
wird zwar die gesamte Verbrennungswärme des Ammoniaks zur Erzeugung von Dampf nutzbar gemacht;
es muß dann aber entsprechend mehr Wasser auskondensiert und das auf etwa 30 bis 40° C abgekühlte
gesamte Verbrennungsgas wieder auf die Eintrittstemperatur in die katalytische Oxydation,
d. h. auf 400 bis 450° C, erhitzt werden. Ein solches Verfahren ist nur dann technisch fortschrittlich,
wenn dazu keine Fremdwärme benötigt, sondern Abwärme des Prozesses benutzt wird.
Die Entsäurerschwaden der Schwefelwasserstoffnaßwäsche enthalten auch die in den Koksofengasen
vorhandenen Cyanverbindungen, die bei der gemeinsamen Verbrennung mit H2S Stickoxyde bilden
und den Stickoxydgehalt der durch die Naßkatalyse erzeugten Schwefelsäure verursachen. Es ist bekannt,
daß die Neigung zur Aufnahme von Stickoxyden und Bildung von Nitrosylschwefelsäure mit steigender
Konzentration der Schwefelsäure anwächst. Aus diesem Grunde besteht gegen die Herstellung von
hochkonzentrierter Schwefelsäure auf dem Wege der Naßkatalyse allgemein das Vorurteil, daß eine Säure
erhalten würde, die auf Grund ihres hohen Gehaltes an Stickoxyden nicht verkaufsfähig sei.
Der Erfindung liegt die Lösung der Aufgabe zugrunde, auf dem Wege der Naßkatalyse ohne Aufwendung
von Fremdwärme hochkonzentrierte, verkaufsfähige Schwefelsäure, d. h. eine solche mit
niedrigem Stickoxydgehalt, herzustellen.
Es wurde gefunden, daß man im Zuge des Verfahrens zur völligen Beseitigung des gesamten in
Koksofengasen enthaltenen, mit Wasser ausgewaschenen und in den sogenannten Entsäurerschwaden
der nach dem Ammoniakkreislauf-Verfahren betriebenen Schwefelwasserstoffwäsche angereicherten
freien Ammoniaks durch Zersetzung in Stickstoff und Wasser, das nach Patent 1 163 786 als
Kombination folgender, an sich bekannter Maßnahmen durchgeführt wird:
3 4
a) Verbrennung der Entsäurerschwaden in ihrer das Verbrennungsgas durch Leitung 23 mit etwa
Gesamtheit, " , 30° C aus und wird in dem Filter 24 von mit-
b) Gewinnung der Verbrennungswärme des Am- gerissenem Wasser befreit. Das abgestreifte Wasser
moniaks in Form von hochgespanntem Dampf, lauft ,du{"ch Leitung 25 m den direkten Kuhler 20
5 zurück. Das von nussigem Wasser befreite Gas tritt
c) Ausschleusung des Kondensats aus den Ver- durch Leitung 26 in den Trockner 27 ein, der durch
brennungsgasen, Leitung 49 und die Verteilereinrichtung 50 mit 97-
d) Gewinnung von Schwefelsäure aus den Ver- bis 98%iger im Prozeß anfallender Schwefelsäure
brennungsgasen, beschickt wird. Die Säure entzieht dem Ver-
jo brennungsgas Wasserdampf, und 96%ige Säure läuft
ohne Aufwendung von Fremdwärme auch hoch- durch Leitung 51 in den Sammelbehälter 52 für
konzentrierte, z. B. 96%ige Schwefelsäure mit niedri- Produktionssäure. Das getrocknete Gas verläßt den
gem Stickoxydgehalt herstellen und die Ver- Trockner durch Leitung 28 und wird in dem Wärmebrennungswärme
des gesamten Ammoniaks in Form austauscher 29 im Austausch gegen die durch von hochgespanntem Dampf gewinnen kann, wenn 15 Leitung 36 unten aus dem Katalyse-Oxydationsman
die Gesamtheit der aus den Entsäurerschwaden Turm 33 austretenden, etwa 400° C heißen oxydiererhaltenen
Verbrennungsgase durch die Abhitze- ten Gase auf etwa 3100C aufgeheizt. Die oxydierten
kessel führt und kühlt, das Kondensat abtrennt und Gase werden dabei auf etwa 120° C abgekühlt,
die Verbrennungsgase im Wärmeaustausch mit der ' Die vorgewärmten Verbrennungsgase werden bei der Oxydation zu SO3 des SO,-Gehaltes der 20 durch Leitung 30 dem Wärmeaustauscher 31 zu-Verbrennungsgase frei werdenden Reaktionswärme geführt, in dem sie weiter auf etwa 410° C aufgeheizt wieder auf die Eintrittstemperatur in den Oxydations- werden. Für den Wärmeaustausch werden hierbei reaktor aufheizt. Es hat sich gezeigt, daß die er- dem Oberteil des Oxydationsturms 33 durch Leitung findungsgemäß erzeugte hochprozentige Schwefel- 34 entnommene, etwa 490° C heiße Oxydationsgase säure einen niedrigeren Gehalt an Stickoxyden auf- 25 verwendet. Mit etwa 390° C werden sie durch weist als hochprozentige Schwefelsäure, die nach Leitung 35 dem Oxydationsturm unterhalb der Ent-Mitverbrennung des Ammoniaks erhalten wird. Es nahmestelle wieder zugeführt. Die auf 4100C vorsind zwar bereits Verfahren bekannt, bei denen erhitzten Verbrennungsgase werden dem Kopf des SO2haltige Gase, die dem Oxydationsreaktor zu- Oxydationsturms durch Leitung 32 zugeführt. Die einem vorgeschlagenen Naßkatalyseverfahren ohne 30 oxydierten Gase treten nach Wärmeaustausch im geführt werden, im Wärmeaustausch gegen bereits Wärmeaustauscher 29 durch Leitung 37 (mit e'wa katalysierte SO3haltige Gase aufgeheizt werden 120° C) in den Säurekondensationsturm 38 ein, (deutsche Auslegeschriften 1066 557 und 118 168, dessen Oberteil aus dem Zwischenbehälter 43 über deutsche Patentschrift 1 210 422). Dabei handelt es ■ Leitung 44, Pumpe 45, die Leitungen 46 und 47 sosich jedoch um Röstgase mit einem geringen Wasser- 35 wie Verteileinrichtung 48 mit der 30° C warmen 97-dampfgehalt, aus denen ohne besondere Vorkehrun- bis 98n/oigen, im Kondensationsturm anfallenden gen hochkonzentrierte Schwefelsäure zu gewinnen Schwefelsäure beschickt wird. Der Schwefeltrioxydist, während die erfindungsgemäß zu verarbeitenden und Wassergehalt der Verbrennungsgase wird hier Gase bzw. Schwaden von Natur aus und durch die von der Schwefelsäure aufgenommen, und die von Mitverbrennung des Kokereiammoniaks einen sehr 40 SO.ä und Wasserdampf befreiten Gase verlassen den großen Gehalt an Wasserdampf haben, weshalb das Kondensationsturm durch Leitung 39 mit etwa Problem der Herstellung von hochkonzentrierter 50° C. Am Fuß des Kondensationsturms wird die Schwefelsäure aus solchen Gasen mit den bekannten 97- bis 98%>ige Schwefelsäure durch Leitung 40 mit Mitteln nicht zu lösen ist. etwa 5O0C abgezogen und in dem Riesel- oder
die Verbrennungsgase im Wärmeaustausch mit der ' Die vorgewärmten Verbrennungsgase werden bei der Oxydation zu SO3 des SO,-Gehaltes der 20 durch Leitung 30 dem Wärmeaustauscher 31 zu-Verbrennungsgase frei werdenden Reaktionswärme geführt, in dem sie weiter auf etwa 410° C aufgeheizt wieder auf die Eintrittstemperatur in den Oxydations- werden. Für den Wärmeaustausch werden hierbei reaktor aufheizt. Es hat sich gezeigt, daß die er- dem Oberteil des Oxydationsturms 33 durch Leitung findungsgemäß erzeugte hochprozentige Schwefel- 34 entnommene, etwa 490° C heiße Oxydationsgase säure einen niedrigeren Gehalt an Stickoxyden auf- 25 verwendet. Mit etwa 390° C werden sie durch weist als hochprozentige Schwefelsäure, die nach Leitung 35 dem Oxydationsturm unterhalb der Ent-Mitverbrennung des Ammoniaks erhalten wird. Es nahmestelle wieder zugeführt. Die auf 4100C vorsind zwar bereits Verfahren bekannt, bei denen erhitzten Verbrennungsgase werden dem Kopf des SO2haltige Gase, die dem Oxydationsreaktor zu- Oxydationsturms durch Leitung 32 zugeführt. Die einem vorgeschlagenen Naßkatalyseverfahren ohne 30 oxydierten Gase treten nach Wärmeaustausch im geführt werden, im Wärmeaustausch gegen bereits Wärmeaustauscher 29 durch Leitung 37 (mit e'wa katalysierte SO3haltige Gase aufgeheizt werden 120° C) in den Säurekondensationsturm 38 ein, (deutsche Auslegeschriften 1066 557 und 118 168, dessen Oberteil aus dem Zwischenbehälter 43 über deutsche Patentschrift 1 210 422). Dabei handelt es ■ Leitung 44, Pumpe 45, die Leitungen 46 und 47 sosich jedoch um Röstgase mit einem geringen Wasser- 35 wie Verteileinrichtung 48 mit der 30° C warmen 97-dampfgehalt, aus denen ohne besondere Vorkehrun- bis 98n/oigen, im Kondensationsturm anfallenden gen hochkonzentrierte Schwefelsäure zu gewinnen Schwefelsäure beschickt wird. Der Schwefeltrioxydist, während die erfindungsgemäß zu verarbeitenden und Wassergehalt der Verbrennungsgase wird hier Gase bzw. Schwaden von Natur aus und durch die von der Schwefelsäure aufgenommen, und die von Mitverbrennung des Kokereiammoniaks einen sehr 40 SO.ä und Wasserdampf befreiten Gase verlassen den großen Gehalt an Wasserdampf haben, weshalb das Kondensationsturm durch Leitung 39 mit etwa Problem der Herstellung von hochkonzentrierter 50° C. Am Fuß des Kondensationsturms wird die Schwefelsäure aus solchen Gasen mit den bekannten 97- bis 98%>ige Schwefelsäure durch Leitung 40 mit Mitteln nicht zu lösen ist. etwa 5O0C abgezogen und in dem Riesel- oder
Das erfindungsgemäße Verfahren wird durch die 45 Röhrenkühler 41 auf etwa 30° C gekühlt. Durch
Figur beispielsweise erläutert. Leitung 42 gelangt die Säure in den Behälter 43, von
Durch die Leitung 1 werden die Entsäurer- dem aus sie zum Teil auf den Säurekondensationsschwaden
und durch Leitung 3 wird Luft dem Ver- turm zurückgefördert und zum Teil auf Trockner 27
brennungsofen 2 zugeleitet. Die 1000 bis 1400° C gegeben wird, in dem sie zu 96°/oiger Produktionsheißen
Verbrennungsgase treten durch Leitung 5 aus 50 schwefelsäure verdünnt wird.
und in den Abhitzekessel 6 ein, in dem Dampf von Die Anordnung von zwei Wärmeaustauschern
40 atü erzeugt wird. Mit 250 bis 300° C treten die hintereinander (29, 31), von dem der erste die
Gase durch Leitung 7 aus dem Abhitzekessel 6 aus. Wärme der aus dem Oxydationsturm abziehenden
Bis hierhin entspricht die Figur der Figur der Patent- oxydierten Gase und der zweite die überschüssige
schrift 1 163 786. 55 Wärme im Oberteil des Oxydationsturms an die
Die Verbrennungsgase gelangen in den direkten gekühlten, dem Oxydationsturm zuströmenden Ver-
Kühler 20 und von dort in den unmittelbar darüber brennungsgase abgibt, sowie die Anordnung eines
installierten indirekten Kühler 21, dem Kühlwasser Trockners 27, dem die anfallende Schwefelsäure zu-
durch Leitung 54 zugeführt wird. Durch Leitung 22 geleitet wird und aus dem die Produktionsschwefel-
wird das Kühlwasser wieder abgezogen. Aus dem 60 säure direkt in den Sammelbehälter 52 abläuft, haben
Fuß des direkten Kühlers 20 wird das wäßrige Kon- sich als besonders vorteilhafte Prozeß-Schaltung für
densat mit der Temperatur, die dem Taupunkt ent- die Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens
spricht, d. i. 65 bis 70° C, durch Leitung 53 ab- zur Herstellung hochprozentiger Schwefelsäure bei
gezogen. Am Kopf des indirekten Kühlers 21 tritt Mitverbrennung des gesamten NH., erwiesen.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (2)
1. Verfahren zur völligen Beseitigung des gesamten in Koksofengasen enthaltenen, mit Wasser
ausgewaschenen und in den Entsäurerschwaden der nach dem Ammoniakkreislauf-Verfahren betriebenen
Schwefelwasserstoffnaßwäsche angereicherten . freien Ammoniaks durch Zersetzung in Stickstoff und Wasser nach Patent 1 163 786,
dadurch gekennzeichnet, daß zur Erzeugung hochprozentiger Schwefelsäure in an sich bekannter Weise die aus den Entsäurerschwaden
erhaltenen Verbrennungsgase durch Abhitzekessel geführt, gekühlt und das Kondensat
abgetrennt, mit im Prozeß anfallender Schwefelsäure getrocknet und danach im Wärmeaustausch
gegen die bei der Oxydation des SO2-Gehaltes der Verbrennungsgase frei werdende
Reaktionswärme auf die Eintrittstemperatur in den Oxydationsreaktor aufgeheizt wird.
2. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch
die Anordnung eines ersten Wärmeaustauschers (29), der die abgekühlten, dem Oxydationsturm
(33) zuströmenden Verbrennungsgase gegen die aus dem Oxydationsturm abziehenden oxydierten
Gase vorwärmt, und eines zweiten Wärmeaustauschers (31), der die vorgewärmten Verbrennungsgase
gegen dem Oberteil des Oxydationsturms entnommene Gase auf die,Eintrittstemperatur in den Oxydationsturm aufheizt, sowie
durch die Anordnung eines Trockners (27) im Wege (26,28) der gekühlten, dem Oxydationsturm zuströmenden Verbrennungsgase, der einen
Zulauf aus dem Säure-Kondensationsbehälter (38) besitzt.
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Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| DE2425393A1 (de) * | 1973-05-26 | 1974-12-12 | Mitsubishi Chem Ind | Verfahren zur herstellung von gereinigtem koksofengas |
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|---|---|---|---|---|
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1966
- 1966-08-05 DE DE19661592307 patent/DE1592307C3/de not_active Expired
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| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| C3 | Grant after two publication steps (3rd publication) | ||
| E77 | Valid patent as to the heymanns-index 1977 |