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DE1592023B1 - Verfahren zum elektrischen Nutzen der Zersetzungsenergie von Alkalimetallamalgamen und Amalgamzersetzungsanlagen zur Durchfuehrung dieses Verfahrens - Google Patents

Verfahren zum elektrischen Nutzen der Zersetzungsenergie von Alkalimetallamalgamen und Amalgamzersetzungsanlagen zur Durchfuehrung dieses Verfahrens

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Publication number
DE1592023B1
DE1592023B1 DE19661592023 DE1592023A DE1592023B1 DE 1592023 B1 DE1592023 B1 DE 1592023B1 DE 19661592023 DE19661592023 DE 19661592023 DE 1592023 A DE1592023 A DE 1592023A DE 1592023 B1 DE1592023 B1 DE 1592023B1
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DE
Germany
Prior art keywords
amalgam
alkali metal
cell
decomposition
electrode
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Withdrawn
Application number
DE19661592023
Other languages
English (en)
Inventor
Marcel Mathis
Jean Schmitt
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Potasse Et Prod Chim S A
Original Assignee
Potasse Et Prod Chim S A
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Potasse Et Prod Chim S A filed Critical Potasse Et Prod Chim S A
Publication of DE1592023B1 publication Critical patent/DE1592023B1/de
Withdrawn legal-status Critical Current

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    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01MPROCESSES OR MEANS, e.g. BATTERIES, FOR THE DIRECT CONVERSION OF CHEMICAL ENERGY INTO ELECTRICAL ENERGY
    • H01M8/00Fuel cells; Manufacture thereof
    • H01M8/22Fuel cells in which the fuel is based on materials comprising carbon or oxygen or hydrogen and other elements; Fuel cells in which the fuel is based on materials comprising only elements other than carbon, oxygen or hydrogen
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C25ELECTROLYTIC OR ELECTROPHORETIC PROCESSES; APPARATUS THEREFOR
    • C25BELECTROLYTIC OR ELECTROPHORETIC PROCESSES FOR THE PRODUCTION OF COMPOUNDS OR NON-METALS; APPARATUS THEREFOR
    • C25B1/00Electrolytic production of inorganic compounds or non-metals
    • C25B1/01Products
    • C25B1/34Simultaneous production of alkali metal hydroxides and chlorine, oxyacids or salts of chlorine, e.g. by chlor-alkali electrolysis
    • C25B1/36Simultaneous production of alkali metal hydroxides and chlorine, oxyacids or salts of chlorine, e.g. by chlor-alkali electrolysis in mercury cathode cells
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C25ELECTROLYTIC OR ELECTROPHORETIC PROCESSES; APPARATUS THEREFOR
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    • C25B1/42Decomposition of amalgams
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C25ELECTROLYTIC OR ELECTROPHORETIC PROCESSES; APPARATUS THEREFOR
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    • C25B5/00Electrogenerative processes, i.e. processes for producing compounds in which electricity is generated simultaneously
    • YGENERAL TAGGING OF NEW TECHNOLOGICAL DEVELOPMENTS; GENERAL TAGGING OF CROSS-SECTIONAL TECHNOLOGIES SPANNING OVER SEVERAL SECTIONS OF THE IPC; TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
    • Y02TECHNOLOGIES OR APPLICATIONS FOR MITIGATION OR ADAPTATION AGAINST CLIMATE CHANGE
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    • Y02E60/00Enabling technologies; Technologies with a potential or indirect contribution to GHG emissions mitigation
    • Y02E60/30Hydrogen technology
    • Y02E60/50Fuel cells

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Description

Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum elektrischen Nutzen der Zersetzungsenergie von Alkalimetallamalgamen, bei dem das im Amalgam enthaltene Alkalimetall in Brennstoffzellen anodisch zu Hydroxyd aufoxydiert und der dabei entwickelte Strom insbesondere zur Elektrolyse von Alkalihalogenid verwendet wird, sowie auf Amalgamzersetzungsanlagen zur Durchführung dieses Verfahrens.
Bei der Elektrolyse von Alkalichloriden in wäßriger Lösung in Elektrolysezellen mit Quecksilberkathode ίο entstehen in der Primärzelle Chlor und Alkalimetall- ' amalgam. In der Sekundärzelle wird bei der Zersetzung des Alkalimetallamalgams mit Wasser in Gegenwart. eines Katalysators Wasserstoff und Alkalihydroxyd gebildet, das in wäßriger Lösung bleibt.
Für viele Industriezweige ist nun die Gewinnung von Wasserstoff als Nebenprodukt nicht sonderlich interessant, während eine Verminderung des Energieverbrauchs für die Elektrolyse zu einer Senkung der Herstellungskosten führen würde.
Es ist daher bekannt, die im Amalgam enthaltene erhöhte chemische Energie zur Erzeugung von elektrischer Energie zu verwenden. Man ersetzt zu diesem Zweck die Sekundärzelle zur Zersetzung des Amalgams durch eine Zelle, die entweder der Primärzelle für die Alkalihalogenidelektrolyse derart entgegengeschaltet ist, daß ihre Eigenspannung von der an den Klemmen der Primärzelle erforderlichen Spannung abzuziehen ist oder mit einem unabhängigen Kreis zur Nutzung der erzeugten elektrischen Energie verbunden ist.
""* Im nachfolgenden wird die Bezeichnung »Zelle« in allgemeiner Weise für alle Anordnungen benutzt, welche .die Erzeugung eines elektrischen Stromes durch Zersetzung des in einer industriellen Elektrolysezelle gebildeten Amalgams ermöglichen.
Die Zelle benutzt als »Brennstoff« die verdünnte Lösung von Alkalimetall im Quecksilber. Dieses Amalgam (bzw. das darin enthaltene Alkalimetall) wird unter Entwicklung eines elektrischen Stromes durch Sauerstoff, Luft oder ein sauerstoffhaltiges Gas zu Alkalihydroxyd oxydiert. Das Amalgam verläßt die Primärzelle mit einer Konzentration von 0,2 bis 0,4%, fließt entlang einer Metallelektrode, die es vollständig bedeckt, und befindet sich in Kontakt mit dem Elektrolyten, der durch die wäßrige Lösung des entstehenden Alkalihydroxyds gebildet wird.
Die Hydroxydkonzentration ist eine Funktion des Durchsatzes des Elektrolyten (oder von Wasser) und ändert sich von etwa 2% am Eingang des Elektrolyten (oder von Wasser) bis auf etwa 50% am Ausgang der Zelle. Der Alkalimetallamalgamelektrode gegenüberstehend befindet sich eine poröse Elektrode, durch die Sauerstoff rein oder in Form von Luft oder einer anderen Gasmischung hindurchtritt.
Das Alkalimetall geht als vollständig dissoziiertes Hydroxyd in Lösung. Dieser Prozeß, der einen Transport von elektrischer Ladung umfaßt, ist gleichbedeutend mit der Erzeugung von elektrischem Strom. Das Amalgam bildet die Anode der Zelle, und die poröse Sauerstoffelektrode ist die Kathode. Die beobachtete elektromotorische Kraft der Zelle beträgt 1,8 bis 1,9 Volt, und der erhaltene Strom wird als Elektrolysestrom für die Primärzelle verwendet und ermöglicht je nach Oberfläche der Zelle die Einsparung von bis 40% der für die Elektrolyse notwendigen Leistung.
Das obige Verfahren hat jedoch einige Nachteile.
Insbesondere ist die Stromdichte in der Zelle gegenüber den hohen in den Primärzellen verwendeten Stromdichten gering. Bei kontinuierlichem Betrieb liegt die Stromdichte. der Zelle in der Gegend von 100 mA/cm2 bei etwa 1 Volt. Wegen dieser geringen Stromdichte sind die Abmessungen einer Zelle außerordentlich groß und führen damit zu sehr hohen Konstruktionskosten.
Aufgabe der Erfindung ist daher eine Verbesserung dieses Verfahrens in der Weise, daß in den verwendeten Zellen höhere Stromdichten erreicht werden können. Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die Alkalimetallamalgamelektroden abwechselnd Stromentnahmeperioden und stromlose Erholungsperioden durchlaufen, in denen sie ihre anfängliche EMK bzw. Stromdichte zumindest angenähert wieder erlangen.
Soll der von der Brennstoffzelle gelieferte Strom für den Betrieb der Elektrolysezelle ausgenutzt werden, so ist es zweckmäßig, dieser mehrere Brennstoffzellen zuzuordnen, die wechselweise als Stromlieferant dienen. Eine für die Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens bevorzugte Amalgamzersetzungsanlage ist dadurch gekennzeichnet, daß der bzw. den Alkalimetallamalgamelektroden der Brennstoffzellen mindestens zwei Sauerstoffelektroden zugeordnet sind, die über eine Umschalteinrichtung wahlweise in einen Speisestromkreis für einen Verbraucher einschaltbar sind.
Eine solche Anlage läßt sich mit Vorteil in der Weise weiterbilden, daß die Umschalteinrichtung einen rotierenden Wechselschalter gnthält, und weiterhin ist es günstig, wenn die Umschalteinrichtung mit einer automatischen Steuerung gekoppelt ist, welche die jeweilige EMK bzw. Stromdichte der zugehörigen Alkalimetallamalgamelektrode zum Eingangssignal hat.
Zur weiteren Erläuterung der Erfindung sind im folgenden Ausführungsbeispiele für zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens brauchbare Amalgamzersetzungsanlagen beschrieben, die in der Zeichnung dargestellt sind. In dieser zeigt:
F i g. 1 ein Schema für das Prinzip einer Amalgamzersetzungszelle,
F i g. 2 ein Schaltschema für eine erste Ausführungsform für eine Anlage gemäß der Erfindung und
Fig. 3 und 4 analoge Schaltbilder für zwei weitere Ausführungsformen für erfindungsgemäße Anlagen. Gemäß F i g. 1 wird eine Brennstoffzelle 1 durch einen Stahlbehälter 2 gebildet, in den das Alkalimetallamalgam 3 bei 4 gemäß irgendeiner üblichen Art und Weise eintritt. Der Boden 5 des Behälters 2 ist vollständig mit Amalgam 3 bedeckt und leicht geneigt, so daß das Amalgam 3 abfließen kann. Der Boden 5 des Behälters 2 und das Amalgam 3 bilden zusammen die Amalgamelektrode, die über die Klemme 6 mit einem (nicht gezeigten) Nutzungskreis verbunden ist. Das »entamalgamierte« Quecksilber 7 läuft über eine Flüssigkeitsbrücke 8 und verläßt die Zelle durch einen Stutzen 9.
Die poröse Sauerstoffelektrode 10 steht der Amalgamelektrode gegenüber. Die Elektrode 10 wird durch den Einlaß 11 mit einem sauerstoffhaltigen Gas beschickt, beispielsweise mit Luft; der Überschuß des sauerstoffhaltigen Gases wird durch den Auslaß 12 abgezogen. Das Wasser für die Zersetzung des Amalgams 3 tritt in den Behälter 2 bei 13 ein. Der Flüssigkeitsspiegel 14 der Lösung 15 des sich bildenden
Alkalihydroxyds wird durch einen Überlauf 16 konstant gehalten, über den die Lösung mit einem Gehalt von etwa 50% Alkalihydroxyd abfließt. Die Sauerstoffelektrode 10 ist mit einem Nutzungskreis über die Klemme 17 verbunden.
Gemäß der Erfindung wird vorgesehen, 'den durch die Zelle 1 an den Klemmen 6 und 17 gelieferten Strom nur während der ersten Betriebsminuten auszunutzen. Es wurde nämlich beobachtet, daß die Stromdichte während der Inbetriebnahme der Zelle etwa zweimal so hoch ist wie bei kontinuierlichem Betrieb; die Stromdichte nimmt rasch ab und erreicht nach einigen Minuten einen konstanten Wert von größenordnungsmäßig 100 mA/cm2. Auf Grund der partiellen Depolarisation der Elektroden ist die Leistung der Zelle bei kontinuierlichem Betrieb also um mehr als die Hälfte der während einiger Minuten bei Inbetriebnahme der Zelle verfügbaren Leistung geringer.
Um die vorteilhaften Start- oder Anfangseigenschaften der Zelle für den kontinuierlichen Betrieb ausnutzen zu können, wird gemäß der Erfindung vorgeschlagen, zumindest zwei in der Weise abwechselnd betriebene Zellen zu verwenden, so daß die jeweils in Betrieb befindliche Zelle unter optimalen Leistungsbedingungen arbeitet. Unter der Annahme, daß zwei Zellen verwendet werden, schaltet man die erste Zelle ab, bevor sie die untere Grenzleistung erreicht. Die zweite Zelle, die während der Ausnutzung der ersten Zelle abgeschaltet ist, wird dann in Betrieb genommen, bis deren Leistung den unteren Grenzwert erreicht. Man verwendet dann wieder die erste Zelle und setzt den Nutzungszyklus entsprechend fort.
Dieser Elektrodenwechsel kann automatisch erfolgen, indem man die Vorrichtung derart steuert, daß sie sich ausschaltet, wenn der von der Elektrode abgegebene Strom den minimal zulässigen Wert unterschreitet. Die Steuerung kann ebensogut durch überwachung der Spannung der Sauerstoff- oder Luftelektrode gegenüber einer Bezugselektrode erreicht werden.
Die (für einen kontinuierlichen Betrieb) erforderliche Anzahl von Zellen richtet sich nach der notwendigen Betriebspause für jede Zelle und ihren Betriebszeiten. Diese beiden Zeiten werden selbst wiederum bestimmt durch die Geschwindigkeit des Leistungsabfalls der Zelle im Betrieb und durch die Geschwindigkeit der Erholung der Charakteristiken bei unbelasteter abgeschalteter Zelle. Die Ladungsentnahme- bzw. Entladungs- und die Wiederaufladungs- bzw. Erholungskurven der Zelle in Abhängigkeit von der Zeit werden durch zahlreiche Faktoren beeinflußt, wie durch die Temperatur, die Amalgamkonzentration, die Konzentration des Elektrolyten und die Charakteristiken der porösen Elektrode. Im übrigen hat die Leistungsabfallkurve eine viel stärkere Steigung als die Wiederäufladungsk-urve.
tx sei die Zeit für die Erholung der Charakteristiken einer Zelle im unbelasteten Zustand, der Leistung entnommen wurde, und
t2 die zulässige Betriebszeit einer Zelle, die willkürlich festgelegt sein kann auf die Zeit, in der die abgegebene Leistung die untere Grenzleistung erreicht.
Nennt man-"ii die Zahl der einzubauenden Zellen, so kann dieser Wert aus η hergeleitet werden, das folgendermaßen definiert ist:
indem man η auf die nächst höhere ganze Zahl aufrundet, wenn η selbst keine ganze Zahl ist. Die Erfahrung zeigt, daß sich die Werte für J1 und t2 in gewissen Fällen langsam in Abhängigkeit von der Betriebsdauer der Zellen entwickeln bzw. verändern können. Unter solchen Bedingungen ist es notwendig, die Einstellung periodisch zu wiederholen, indem man entweder die Zeiten J1 und t2 auf ihre Anfangswerte zurückbringt (durch Behandlung der Elektroden) oder indem man die Zahl N der eingesetzten Zellen in der Weise verändert, daß sie wieder der Gleichung (1) entspricht.
Die weiter oben angegebene Art der Steuerung läßt diese Komplikation nicht in Erscheinung treten, indem sie eine automatische Ausführung dieser Einstellung ermöglicht.
Für das bessere Verständnis der erfindungsgemäß erreichbaren Leistungserhöhung werden nachfolgend zwei Beispiele mit Zahlenangaben zur Erläuterung angeführt.
Beispiel 1
Man verwendet eine Zelle mit 95 cm2 Oberfläche
und mit einer wäßrigen Lösung von Kaliumhydroxyd als Elektrolyten mit einer Konzentration von 42%.
Tabelle 1
Betriebscharakteristik
30
Die in Tabelle 1 angegebenen Werte zeigen, daß die Leistung unmittelbar nach der Inbetriebnahme fortlaufend abnimmt und nach Ablauf von etwa 10 Minuten einen konstanten Wert erreicht.
Tabelle 2
Entwicklung der EMK unmittelbar
nach dem Abschalten
Zeit Stromdichte Spannung Leistungsdichte
[min] [mA/cm2] [mV] [mW/cm2]
0 179 950 170
1 137 800 109
2 132 750 99
3 126 700 88
4 121 700 84
5 116 700 81
10 106 700 74
20 106 700 74 N
Zeit [min] EMK [mV]
0 750
1 1400
2 1600
3 1630
4 1660
5 1700
10 1750
20 1750
Die elektromotorische Kraft wächst rasch und erreicht nach Ablauf von etwa 10 Minuten einen konstanten Wert.
Bei diesem Beispiel sind also
J1 (die Erholungszeit) = 10 Minuten und f2 (die zulässige Betriebszeit) = 10 Minuten,
und die Zahl der zu installierenden Zellen ist gleich
η = Ν = 2.
Bei diesem Zellentyp werden also zwei Zellen benötigt.
Beispiel 2
Man verwendet eine Zelle mit 120 cm2 Oberfläche mit einer wäßrigen Lösung von Kaliumhydroxyd als Elektrolyten mit einer Konzentration von 42%.
Tabelle 3
Betriebscharakteristik
Zeit Stromdichte Spannung Leistungsdichte
[min] [mA/cm2] [mV] [mW/cm2]
0 100 640 64
1 88 500 44
2 75 420 31
3 69 380 26
4 62 350 22
5 60 340 20
10 60 340 20
Die ausnutzbare Leistung erreicht in 5 Minuten einen konstanten Wert.
Tabelle 4
Entwicklung der EMK unmittelbar nach dem Abschalten
Zeit [min] EMK [mV]
0 600
1 1100
2 1450
3 1550
4 1600
5 1650
10 1750
20 1750
Die Erholungszeit der Zelle beträgt etwa 10 Minuten. Bei diesem Beispiel sind
tL (die Erholungszeit) = 10 Minuten und Z2 (die zulässige Betriebszeit) = 5 Minuten.
Die Zahl der zu installierenden Zellen ist gleich
n = N = 3.
Bei diesem Zellentyp werden also drei Zellen benötigt.
Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren können Zellen mit geringeren Abmessungen verwendet werden. Die Oberfläche der porösen Elektrode ist vermindert, was dazu führt, daß ihre Charakteristiken homogener sind; die zirkulierende Quecksilbermenge ist geringer, und die Fabrikationsanlage nimmt eine kleinere Fläche ein.
Nachfolgend werden Beispiele für verschiedene Ausführungsformen an Hand der F i g. 2, 3 und 4 beschrieben, bei denen die der Fig. 1 entsprechenden Elemente die gleichen Bezugszeichen tragen.
Gemäß Fig. 2 umfaßt die Zelle 1 zwei poröse Elektroden 10 und 10', die in einem einzigen Behälter angeordnet sind. Ein Zweistufenumschalter 18 verbindet nacheinander die Elektroden 10 und 10' mit dem Nutzungskreis 19.
Gemäß F i g. 3 umfaßt die Zelle 1 noch zwei weitere poröse Elektroden 10 und 10', die über zwei nachgiebige bzw. biegsame Leiter 20 und 21 mit dem Nützungskreis verbunden sind. Eine mechanische Vorrichtung 22 hebt abwechselnd die Elektroden 10 und 10' aus dem Elektrolyten 15 heraus. Die Vorrichtung 22 kann eine Wippe oder Kippvorrichtung aufweisen (wie in F i g. 3 schematisch angedeutet ist) oder Nocken usw.
Gemäß F i g. 4 werden zwei vollständige Zellen 1 und 1' nacheinander durch einen rotierenden Wechselschalter 23 mit dem Nutzungskreis 19 verbunden. Die F i g. 2, 3 und 4 zeigen Ausführungsformen für die Verwendung von zwei Zellen. Wird eine größere Anzahl von Zellen benötigt, so kann die Zahl der porösen Elektroden (entsprechend den F i g. 2 und 3) oder der Zellen (analog zu F i g. 4) entsprechend vervielfältigt werden.
Für die Anwendung der Erfindung spielt der Typ der Primärzelle keine wesentliche Rolle; sie kann ein horizontaler oder ein vertikaler Elektrolysator sein. Die der Elektrolyse unterworfenen Lösungen können Lösungen von Chloriden oder Bromiden von Natrium, Lithium oder Kalium sein. Die porösen Elektroden können aus Kohle oder Metall bestehen.
Wie weiter oben angegeben ist, kann der durch die Zelle erhaltene elektrische Strom ausgenutzt werden, indem man die Zelle der Elektrolysevorrichtung entgegenschaltet oder auch direkt in einem unabhängigen (Nutzungs-) Kreis.

Claims (4)

Patentansprüche:
1. Verfahren zum elektrischen Nutzen der Zersetzungsenergie von Alkalimetallamalgamen, bei dem das im Amalgam enthaltene Alkalimetall in Brennstoffzellen anodisch zu Hydroxyd aufoxydiert und der dabei entwickelte Strom insbesondere zur Elektrolyse von Alkalihalogenid verwendet wird, dadurch gekennzeichnet, daß ihre Alkalimetallamalgamelektroden abwechselnd Stromentnahmeperioden und stromlose Erholungsperioden durchlaufen, in denen sie ihre anfängliche EMK bzw. Stromdichte zumindest angenähert wiedererlangen.
2. Amalgamzersetzungsanlage zur Durchfühführung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der bzw. den Alkalimetallamalgamelektroden (3) der Brennstoffzellen (1, Γ) mindestens zwei Sauerstoffelektroden (10,10') zu-
geordnet sind, die über eine Umschalteinrichtung (18,22,23) wahlweise in einen Speisestromkreis für einen Verbraucher (19) einschaltbar sind.
3. Amalgamzersetzungsanlage nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Umschalteinrichtung einen rotierenden Wechselschalter (18,23) enthält.
4. Amalgamzersetzungsanlage nach einem der Ansprüche 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Umschalteinrichtung mit einer automatischen Steuerung gekoppelt ist, welche die jeweilige EMK bzw. Stromdichte der zugehörigen Alkalimetallamalgamelektrode (3) zum Eingangssignal hat.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
009 587/339
DE19661592023 1965-12-29 1966-12-28 Verfahren zum elektrischen Nutzen der Zersetzungsenergie von Alkalimetallamalgamen und Amalgamzersetzungsanlagen zur Durchfuehrung dieses Verfahrens Withdrawn DE1592023B1 (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
FR44169A FR1475710A (fr) 1965-12-29 1965-12-29 Procédé perfectionné d'électrolyse d'halogénures alcalins avec cathode de mercure et installations pour mise en oeuvre

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE1592023B1 true DE1592023B1 (de) 1971-02-11

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ID=8597186

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Non-Patent Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
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BE691921A (de) 1967-05-29
NL6618275A (de) 1967-06-30
NL132908C (de)
FR1475710A (fr) 1967-04-07
GB1146869A (en) 1969-03-26

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