DE1584911B2 - Verfahren zur biologischen Reinigung von Abwasser mittels Scheibentauchtropfkörpern und Kläranlage zur Durchführung des Verfahrens - Google Patents
Verfahren zur biologischen Reinigung von Abwasser mittels Scheibentauchtropfkörpern und Kläranlage zur Durchführung des VerfahrensInfo
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Description
gesetzt ist. Das Verfahren gemäß der Erfindung hat den Vor-
8. Kläranlage nach einem der Ansprüche 2 teil, daß der in den Wannen des biologischen Bebis7,
dadurch gekennzeichnet, daß wenigstens handhmgsbeckens in Fließrichtung gesehen ansteieine
Wanne einen trapezförmigen Querschnitt 65 gende, gegebenenfalls überschüssige Sauerstoff durch
aufweist. eine Erhöhung der Schlammkonzentration besser
9. Kläranlage nach einem der Ansprüche 2 ausgenutzt und die Wuchsfläche für den biologischen
bis8, dadurch gekennzeichnet, daß wenigstens Rasen, d.h. die Scheibenanzahl der Scheibentauch-
tropfkörper, bei gleicher Reinigungsieitung kleiner gehalten werden kann als ohne die erfindungsgemäße
Rückführung. Die Steigerung des Schlammgehaltes kann an die gegebenen Verhältnisse im biologischen
Behandlungsbecken, sogar an wechselnde Verhältnisse und automatisch regulierbar angepaßt werden.
Dadurch hat man es in der Hand, sich an die wechselnde Belastung und den jeweiligen Sauerstoffgehalt
in den einzelnen Wannen des biologischen Behandlungsbeckens anzupassen und damit die Leistungsfähigkeit
der Anlage erheblich zu steigern.
Die zur Durchführung des Verfahrens gemäß der Erfindung verwendbare Kläranlage mit einem Vorklärbecken,
einem wenigstens zwei in Fließrichtung hintereinander angeordnete und je in eine Wanne
eintauchende Scheibentauchtropfkörper aufweisenden biologischen Behandlungsbeckens und einem
Nachklärbecken, das mit einer Rückführleitung für den Rücklaufschlamm verbunden ist, ist dadurch gekennzeichnet,
daß die Rückführleitung für den Rücklaufschlamm mit dem biologischen Behandlungsbekken
über der Anzahl der Scheibentauchtropfkörper entsprechende Zweigleitungen verbunden ist, die je
mit einem Ventil zur Steuerung der Rücklaufschlammenge versehen sind und je gesondert in eine mit
einem Scheibentauchtropfkörper versehene Wanne in Fließrichtung gesehen vor dem Scheibentauchtropfkörper
münden.
Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Kläranlage nach der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt und wird nachstehend näher
erläutert. Es zeigen
F i g. 1 und 2 im Längsschnitt und in Draufsicht eine Kläranlage gemäß der Erfindung.
Die erfindungsgemäße, in den F i g. 1 und 2 dargestellte Kläranlage ist mit einem Vorklärbecken 1, mit
einem biologischen Behandlungsbecken 11 und Nachklärbecken 7 wie bekannte Kläranlagen dieser
Art aufgebaut. Jedoch ist der Querschnitt der Wannen des biologischen Behandlungsbeckens 11 trapezförmig
ausgebildet, und seine ebenen Innenflächen 12 haben von der Peripherie der Scheibentauchtropfkörper
einen größeren Abstand als bei bekannten Anlagen. Der Wasserspiegel in den einzelnen Wannen
des biologischen Behandlungsbeckens 11 kann durch verstellbare Wehre 20 eingestellt und damit den jeweiligen
Erfordernissen angepaßt werden.
Der wesentliche Unterschied gegenüber den bekannten Anlagen besteht bei der erfindungsgemäßen
Kläranlage darin, daß der Rückführschlamm aus dem Nachklärbecken 7 mittels eines Drucklufthebers
23 in die Rückführungsleitung 13 gefördert wird.
Diese verzweigt sich in drei Zweigleitungen 14,15 und 16, die zur Regulierung des Schlammdurchflusses
mit Ventilen 17, 18 und 19 ausgestattet sind. Diese Ventile können durch Sauerstoffmeßgeräte 21
gesteuert werden, deren Spürorgane an der Zufluß- und/oder der Abflußseite der zugehörigen Wannen,
insbesondere aber an der Abflußseite derselben angeordnet sein können. Die gestrichelten Linien 22
sollen die Leitungen darstellen, welche die Sauerstoffmeßgeräte mit den Ventilen verbinden.
Die Zweigleitung 14 mündet vor dem ersten Scheibentauchtropfkörper
unterhalb des Wasserspiegels in der Nähe des Bodens der Wanne. Die Zweigleitungen
15 und 16 münden zwischen zwei Scheibentauchtropfkörpern oberhalb bzw. unterhalb des Wasserspiegels
in die Wannen. Der Überschußschlamm aus der Nachklärung wird wie üblich entweder mit
Wasserüberdruck über ein zeitgesteuertes Absperrventil in einen Schlammschacht abgelassen und von
dort durch eine wasserstandabhängig geschaltete Pumpe in den Zulauf der Vorklärung gefördert. Das
Wasser kann aber auch mittels eines zeitgesteuerten Drucklufthebers aus der Nachklärung direkt in den
Zulauf der Vorklärung gepumpt werden. Der Überschußschlamm wird in üblicher Weise mit Schlamm
aus der Vorklärung in einem Faulraum ausgefault.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (7)
1. Verfahren zur biologischen Reinigung von 5
Abwasser mittels Scheibentauchtropfkörpern, bei
Abwasser mittels Scheibentauchtropfkörpern, bei
dem das zu reinigende Abwasser zunächst in ein Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur biologi-Vorklärbecken,
von dort in ein mit wenigstens sehen Reinigung von Abwasser mittels Scheibenzwei
in Fließrichtung hintereinander angeordne- tauchtropf körpern, bei dem das zu reinigende Abten
und je in eine Wanne eintauchenden Schei- i° wasser zunächst in ein Vorklärbecken, von dort in
bentauchtropfkörpern versehenes biologisches ein mit wenigstens zwei in FHeßrichtung hintereinan-Behandlungsbecken
und anschließend in ein der angeordneten und je in eine Wanne eintauchen-Nachklärbecken
geführt wird, aus dem Rücklauf- den Scheibentauchtropfkörpern versehenes biologischlamm
in regelbarer Menge zurückgeführt sches Behandlungsbecken und anschließend in ein
wird, dadurch gekennzeichnet, daß *5 Nachklärbecken geführt wird, aus dem Rücklaufder
Rücklaufschlamm jeder einzelnen der mit schlamm in regelbarer Menge zugeführt wird,
einem Scheibentauchtropfkörper versehenen Die Erfindung betrifft ferner eine Kläranlage zur Wanne des biologischen Behandlungsbeckens Durchführung des Verfahrens.
einem Scheibentauchtropfkörper versehenen Die Erfindung betrifft ferner eine Kläranlage zur Wanne des biologischen Behandlungsbeckens Durchführung des Verfahrens.
und in Fließrichtung gesehen vor die einzelnen Bei einem Verfahren der eingangs erwähnten Art
Scheibentauchtropfkörper gesondert in regelbarer 2° ist es bekannt, den Rücklaufschlamm in das Vorklär-
Menge zugeführt wird. becken zurückzuführen. Da die Reinigungsleitung
2. Kläranlage zur Durchführung des Verfah- der biologischen Stufe einer Kläranlage grundsätzlich
rens nach Anspruch 1 mit einem Vorklärbecken, ^ wesentlichen einerseits von der Schlammkonzeneinem
wenigstens zwei in Fließrichtung hinterein- tration, die in der biologischen Stufe herrscht, und
ander angeordnete und je in eine Wanne eintau- 2S andererseits von der Aufenthaltszeit des Abwassers
chende Scheibentauchtropfkörper aufweisenden m der biologischen Stufe abhängt, muß, um nun die
biologischen Behandlungsbecken und einem Leistung einer mit Scheibentauchtropfkörpern ausge-Nachklärbecken,
das mit einer Rückführleitung rüsteten Kläranlage ohne Vergrößerung der Scheifür
den Rücklaufschlamm verbunden ist, dadurch benzahl zu erhohen, die Schlammkonzentration in
gekennzeichnet, daß die Rückführleitung (13) für 3° dem biologischen Ted der Anlage, nämlich m den
den Rücklaufschlamm mit dem biologischen Be- ™* Scheibentauchtropfkörpern versehenen Behältern
handlungsbecken (11) über der Anzahl der Schei- em Optimum erreichen. Das gleiche gilt fur die Aufbentauchtropfkörper
(2) ensprechende Zweiglei- enthaltszert des Abwassers m diesem Teil. Man
tungen (14, 15, 16) verbunden ist, die je mit |telJte nUD■/«*» daßdaf Optimum m der biologischen
einJn Ventil (17, 18, 19) zur Steuerung der 35 Stufe nur dann erreicht werden kann, wenn bei genu-Rücklaufschlammenge
versehen sind und je ge- fnd großer Sauerstoffzufuhr jeder einzelne Scheisondert
in eine mit einem Scheibentauchtropfkör- bentauchtropfkorper die fur mn gunstige Schlammper
versehene Wanne in FHeßrichtung gesehen konzentration vorfindet. Außerdem stellte man fest,
vor dem Scheibentauchtropfkörper (2) münden. daß *ei dem emSf & ff^ten bekannten Verfah-
,„,.., la u ι j j u 4o ren der Sauerstoffgehalt m den mit den Scheiben-
3. Klaranlage nach Anspruch 2, dadurch ge- tauchtropfkö em 8 versehenen Wannen des biologikennzeichne^
daß jedes Ventil (17 bis 19) durch Behandlungsbeckens in Fließrichtung gesehen
em Sauerstoffgerät (21) gesteuert wird^ das yQn ψ zu rf stark fi SQ ^^ ^,
den Sauerstoffgehalt m der zugehörigen Wanne „^ erträgliche Maß oft überschritten wurde,
abtastet
abtastet. 45 B6J1n Belebtschlammverfahren rechnet man nämlich,
4. Kläranlage nach Anspruch 3 dadurch ge- daß der nomale Sauerstoffgehalt bei 1 bis 2 mg/1 Kekennzeicb.net,
daß die Spurorgane des Sauerstoff- solL Ein höherer Sauerstoffgehalt ist unwirtmeßgerates
(21) an der Abflußseite der zugehön- schafth'ch
gen Wanne angeordnet sind. Der Erfmdung !iegt demnach die Aufgabe zu-
5. Kläranlage nach einem der Ansprüche 2 5o gründe, ein Verfahren der emgangs genannten Art so
bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Zweiglei- weiterzubilden, daß in jeder der mit Scheibentauchtungen
(14 bis 16) oberhalb des Flüssigkeitsspie- tropfkörpern versehenen Wannen ein Optimum hingeis
in die Wanne münden. — - sichtlich des zur biologischen Reinigung erforderli-
6. Kläranlage nach einem der Ansprüche 2 chen Sauerstoffgehalts eingestellt werden kann.
bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Zweiglei- 55 Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch ge-
tungen (14 bis 16) am Boden der Wanne mün- löst, daß der Rücklaufschlamm jeder einzelnen der
den. mit einem Scheibentauchtropfkörper versehenen
7. Kläranlage nach einem der Ansprüche 2 Wanne des biologischen Behandlungsbeckens und in
bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß ein zugleich Fließrichtung gesehen vor die einzelnen Scheiben-Sauerstoffanreicherung
hervorrufender Druck- 6o tauchtropfkörper gesondert in regelbarer Menge zuluftheber
(23) für die Schlammrückführung ein- geführt wird.
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