DE1584329C - Vorrichtung zur Herstellung von Wellplatten aus Asbestzement oder ähnlichem Material - Google Patents
Vorrichtung zur Herstellung von Wellplatten aus Asbestzement oder ähnlichem MaterialInfo
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Description
35
Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zur Herstellung von Wellplatten aus Asbestzement
oder ähnlichem Material, bestehend aus einer Anzahl paralleler Wellkörper, deren Abstand voneinander
zwischen zwei Grenzen veränderbar ist, und einer über diese Wellkörper gelegten, als Unterlage für die
herzustellende Wellplatte dienenden und mit Perforationen Versehenen Membran, die bei größtem Abstand
der Wellkörper voneinander gestreckt ist und sich bei gegenseitiger Annäherung der Wellkörper
zwischen diesen einsenkt und so die gewellte Form für die herzustellende Platte bildet, wobei mittels
eines unter Unterdruck setzbaren Raumes eine Ansaugung der herzustellenden Platte über die Perforationen
gegen die Membran stattfindet.
Bei einer bekannten Vorrichtung (italienische Patentschrift 562 920) ist die Membran im Bereich zwisehen
den Auflagestellen auf den Wellkörpern mit zahlreichen Perforationen versehen. Nach Auflegen
der zu wellenden Flachplatte auf die gespannte Membran wird die Unterseite der Membran einem Unterdruck
ausgesetzt, und es werden zugleich die Wellkörper bis auf einen Abstand zusammengeschoben,
der der gewünschten Wellenlänge entspricht. Infolge des auf der Unterseite herrschenden Unterdrucks wie
auch infolge ihres Eigengewichts und des Gewichts der dafaufliegenden Platte senkt sich dabei die Membran
zwischen den Wellkörpern ein und bildet so die gewellte Form für die herzustellende Platte.
Diese bekannte Vorrichtung hat den Nachteil, daß im Betrieb ein verhältnismäßig großer Raum mit gegeneinander
beweglichen Teilen unter Unterdruck gehalten werden muß. Ein weiterer Nachteil besteht
darin, daß die zu wellende Platte in ihren Bereichen zwischen den auf den Wellkörpern ruhenden Scheiteln
durch den Unterdruck hach'.unten gezogen wird. Als Folge davon kann es vorkommen, daß im Verlauf
des Wellvorganges trotz des Vorhandenseins einer Unterlage die herzustellende Wellplatte im Bereich
der Wellenscheitel so stark gereckt wird, daß feine Risse im Material auftreten. Solche Risse beeinträchtigen
sowohl die Festigkeit als auch die Witterungsbeständigkeit der hergestellten Wellplatten.
Eine andere bekannte Vorrichtung zurHerstellung von Wellplatten aus Asbestzement (deutsche Auslegeschrift
1 058 418) arbeitet in der Weise, daß eine ebene Asbestzementplatte zunächst von einer Reihe
von Saugköpfen ergriffen und angehoben wird und daß die Platte dann durch gegenseitiges Annähern
der Saugköpfe infolge ihres Durchhanges in die Wellenform gebracht wird. Der Nachteil dieser Vorrichtung
besteht darin, daß die herzustellende Wellplatte keinerlei stützende Unterlage hat und lediglich an
den Saugköpfen hängt, so daß infolge des freien Durchhanges der Wellplatte unerwünschte Materialdehnungen
auftreten können.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung der eingangs erwähnten Art derart
zu verbessern, daß ein Auftreten von-Rissen im Bereich
der Wellenscheitel der Wellplatten vermieden wird und daß außerdem die unter Unterdruck stehenden
Räume konstruktiv einfacher sind.
Zur Lösung dieser Aufgabe wird gemäß der Erfindung eine Vorrichtung der eingangs genannten Art
so ausgebildet, daß die Membran ausschließlich im Bereich der Scheitel der Wellkörper die Perforationen
aufweist, daß der unter Unterdruck setzbare Raum im Innern der Wellkörper angeordnet ist und
daß die Wellkörper mit den Perforationen der Membran deckungsgleiche Perforationen aufweisen.
Die Vorrichtung nach der Erfindung ist einfach und auch betriebssicher, da nicht der ganze Raum
unter der Membran unter Unterdruck steht, sondern nur die verhältnismäßig kleinen Hohlräume der
Wellkörper dichtzuhalten sind. Da die herzustellende Platte nur an den Wellenscheiteln an der Unterlage
festgehalten wird, ist beim Wellvorgang ein Dehnungsausgleich zwischen . dem konvexen und dem
konkaven Teil der Platte möglich, so daß ein Überrecken einzelner Plattenteile vermieden wird und keine
Risse im Bereich der Wellenscheitel auftreten.
Gemäß der Erfindung können die Wellkörper als Hohlkörper ausgebildet sein, deren Innenraum
unter Unterdruck gesetzt werden kann. Nach einem weiteren Vorschlag der Erfindung können die Wellkörper
als Rohre ausgebildet sein.
An Hand des in der Zeichnung dargestellten vereinfachten Ausführungsbeispiels wird die Erfindung
näher erläutert. Es zeigt
F i g. 1 einen vertikalen Längsschnitt durch die Vorrichtung bei gestreckter Membran,
F i g. 2 einen entsprechenden Schnitt bei gewellter Membran,
F i g. 3 die Draufsicht auf einen Teil der Vorrichtung gemäß F i g. 1 und
F i g. 4 einen Ausschnitt aus F i g. 2 in vergrößerter Darstellung.
Die dargestellte Vorrichtung weist sieben parallel
zueinander angeordnete rohrförmige Wellkörper 1 auf, von denen nur die ersten vier und der letzte gezeigt
sind. Die Wellkörper 1 sind mit Lagern 2 versehen, die auf zwei beidseitig der Wellkörperreihe liegenden
Führungsstangen 3, von denen in F i g. 3 nur eine gezeigt ist, verschiebbar angeordnet sind.
Der vierte, d. h. der in der Mitte der Reihe liegende Wellkörper 1 ist auf einem feststehenden Balken 4
befestigt, welcher außer dem zugehörigen Lager 2 auch eine parallel zur Führungsstange 3 verlaufende
Spindel 5 trägt. Die von den übrigen Wellkörpern 1 ausgehenden, quer zur Führungsstange 3 verlaufenden
Joche 6, an denen die zugehörigen Lager 2 befestigt sind, werden von der Spindel 5 durchdrungen.
Die Spindel 5 trägt Anschläge 7 und 8, welche je einen Verschiebebereich für die Wellkörper 1 bestimmen.
Liegen die Joche 6, wie gezeigt, an den Anschlägen 7 an, so ergibt sich der verhältnismäßig weite
gegenseitige Abstand der Wellkörper 1 gemäß Fi g. 1, liegen.sie jedoch an den Anschlägen 8 an, so
: haben die Wellkörper 1 den kleineren Abstand gemäß
F ig. 2.
Ein hydraulischer Stellmotor 9 mit einem an dem gemäß der Zeichnung zuäußerst links liegenden
Wellkörper 1 befestigten Zylinder 10 und einer den
j Balken 4 durchdringenden, mit dem zuäußerst rechts
liegenden Wellkörper 1 verbundenen Kolbenstange 11 dient zur Veränderung des Abstandes dieser beiden
Wellkörper 1. Die beiden äußeren Wellkörper 1 können mittels des Stellmotors 9 einander so weit genähert
werden, bis ihre Joche 6 an den zugehörigen Anschlägen 8 anliegen. Mit den Jochen 6 der beiden
äußeren Wellkörper 1 fest verbundene Spindeln 12 mit Anschlägen 13 und 14 sorgen dafür, daß bei Bewegung
der beiden äußeren Wellkörper 1 gegeneinander auch die übrigen Wellkörper 1 mit ihren Jochen
6 zum Anliegen an die entsprechenden Anschläge 8 der Spindel 5 kommen bzw. daß sie bei der
umgekehrten Bewegung der beiden äußeren Wellkörper 1 wieder in ihre ursprüngliche Lage mit Anliegen
ihrer Joche 6 an den zugehörigen Anschlägen 7 zurückkehren. Der Abstand der Wellkörper 1 voneinander
ist somit zwischen zwei Grenzen veränderbar. .
Als Unterlage für die herzustellende Wellplatte ist über die Wellkörper 1 eine Membran 15, beispielsweise
ein Gummituch, gelegt. Wie in F i g. 1 gezeigt, ist diese Membran 15 gestreckt, wenn die Wellkörper
1 den größten Abstand voneinander haben. Wie aus Fi g. 3 und 4 hervorgeht, weist die Membran 15
im Bereich der Scheitel der Wellkörper 1, und zwar ausschließlich in diesem Bereich, in Achsrichtung der
Wellkörper 1 verteilte Perforationen 16 auf. Diese Perforationen 16 stehen über deckungsgleiche Perforationen
17 der rohrförmigen Wellkörper 1 mit deren Hohlraum 18 in Verbindung.
Für die Herstellung einer Wellplatte wird zuerst bei auseinandergefahrenen Wellkörpern 1 (Fig. 1)
eine noch weiche flache Platte 19 auf die straff gespannte Membran 15 gelegt. Der Hohlraum 18 der
Wellkörper 1 wird durch nicht gezeigte Mittel unter Unterdruck gesetzt, so daß über die Perforationen 17
der Wellkörper 1 und die Perforationen 16 der Membran die Platte 19 in einer schmalen Zone längs des
Scheitels der Wellkörper 1 angesaugt und so festgehalten wird. Sodann werden mittels des Stellmotors 9
die Wellkörper 1 bis in die in F i g. 2 gezeigte Lage zusammengeschoben. Infolge ihres Eigengewichts
und des Gewichts der auf ihr liegenden Platte 19 hängt die Membran 15 zwischen den Wellkörpern
1 durch und nimmt so, zusammen mit der daraufliegenden Platte 19, eine wellenförmige Gestalt
an. Die so erhaltene Wellplatte wird hernach in bekannter Weise von der Unterlage abgehoben und
zum Erhärten abgelegt.
Ist eine Einstellbarkeit eines oder mehrerer Anschläge 7, 8,13 oder 14 vorgesehen, so können mit
der gleichen Vorrichtung auch Platten mit verschiedenen Wellenlängen, gegebenenfalls sogar mit unterschiedlichen
Längen der Wellen der gleichen Platte, hergestellt werden. Statt einer hydraulischen Vorrichtung
kann für die Verstellung der Wellkörperabstände auch eine pneumatische, elektrische oder rein mechanische
Vorrichtung verwendet werden.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (3)
1. Vorrichtung zur Herstellung von Wellplatten aus Asbestzement oder ähnlichem Material, bestehend
aus einer Anzahl paralleler Wellkörper, deren Abstand voneinander zwischen zwei Grenzen
veränderbar ist, und einer über diese Wellkörper gelegten, als Unterlage für die herzustellende
Wellplatte dienenden und mit Perforationen versehenen Membran, die bei größtem Abstand
der Wellkörper voneinander gestreckt ist : und sich bei gegenseitiger Annäherung der Wellkörper
zwischen diesen einsenkt und so die gewellte Form für die herzustellende Platte bildet,
wobei mittels eines unter Unterdruck setzbaren Raumes eine Ansaugung der herzustellenden
Platte über die Perforationen gegen die Membran stattfindet, dadurch gekennzeichnet,
daß die Membran (15) ausschließlich im Bereich so der Scheitel der Wellkörper (1) die.Perforationen
(16) aufweist, daß der unter Unterdruck setzbare Raum im Innern der Wellkörper (1) angeordnet
ist und daß die Wellkörper (1) mit den Perforationen (16) der Membran (15) deckungsgleiche
Perforationen (17) aufweisen.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Wellkörper (1) als Hohlkörper ausgebildet sind, deren Innenraum unter Unterdruck gesetzt werden kann.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Wellkörper (1) als Rohre
ausgebildet sind.
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