DE1583748A1 - Herstellung von poly-poroesen Mikrostrukturen - Google Patents
Herstellung von poly-poroesen MikrostrukturenInfo
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Description
North American Bockwell Corporation, Sl Segundo/Calif.,V.St.A.
Herstellung von poly-poröaen Mikrostrukturen
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von porösen Strukturen unter
Anwendung neuer Arbeitsweisen auf dem Gebiet der Metallkeramik, sowie eine formel zur genauen Berechnung der Porosität
in einer gebildeten Struktur.
Poröse Meta list rukturen finden Anwendung als
filter, fileKtrodet, u?jd Ionisatoren. Weitere Anwendung smöglicüKeitett
sind aelbst-gokunite körper, in denen eine
zweite Phase in den bereits vorliegenden Poren angeordnet
wird.
Schon vor der vorlietenden järfinduu^ sind
einige Arbeiten über die Bildung poröser Körper unter 'Anwendung von Met&llkeramik-Arbeitsweiaen erschienen.
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BAD ORIGINAL
-a-
XIn typisches Beispiel für derartige Arbeiten nach dem
bisherigen Stand der Technik ist die USA-Patent schrift
2 672 415, Ii welcher ein Verfahren zur Bildung von porösen
Silber-Körpern gelehrt wird. Gemäß den Lehren dieser
USA-Patentschrift wird Silberpulver mit eineu subli&ierbaren
porenbilöenden material, wie z.B. AaEioLiLmhyaro^encarbonat,
gemischtj das Gemisch wird verpreat, auf eine
Temperatur erhitzt, bei der das Ammoniuiüaydrogericarbonat
verflüchtigt und entfernt wird, und dann gesintert. Das entstehende Produkt besteht aus poröse.. Silberteilcnen, die
dauerhaft zu einer zusammenhängenden kasse mit unregelmäßigen
Zwischenräumen zwischen den porösen Teilchen verbünde.. *
■ind· Wie es j.n der oben genannten USA-Pat ent schrift angegeben wird, und wie es auch nach dem Stand der Technik
üblich let, wird die Porosität ollein durch die hinzuge^
fügte Menge an porenbildendem Material geregelt.
Bei den Verfahren nach dem bisherigen Stand der
Technik wurde der Teilchengröße das Grundmaterials oder
der Teilchengröße des porenbildenden Materials wenig
Beachtung geschenkt. Ss wurden keine Maß nähre η unternommen,
üb die Abmessung, Form und Verteilung der Poren zur üraitlung"optimaler
Por ο al tat sei gen schäften zu regeln.
Außerdem wurde nach dem Stand der Technik, für den die oben
angegebene USA-Patentschrift ein Beispiel ist, kein Versuch
unternommen, mehr als ein porenbildendes Material gleichzeitig
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BAD
1583743
zu verwenden, um gie Verteilung der Porösiät oder den
Berührungebereich zu verändern. Auch die Anwendung eines
porenbildeuden Materials zur Regelung der Durchlässigkeit
wurde nicht in Betracht ^esogetu..Wie es in der oben genannten
USA-Patent if chrift angegeben ist, konnten nsch dam Stand
der Technik PorositäteL im allgemeinen nicht ÜDer etwa 85 % erreicht weraen.
Ziel der vorl is tor.den Erfin-uag ist eic Verfahren
zur Herstellung poröser Stmitt ur<=t^, in denen die irpue ,
Verteilung und Fora der Poreu zur jSrzielung optimaler
Eigenschaften geregelt *ird.
Die Lösung des vorstehend erörterten Problems
wird gemäß dieser Erfindung erzielt, indem wan die Teilchen
des die Grundmas&e bildenden Lett-rials mit mindestens
β in eta porenbildecide:. Pulver in Verhältnissen mischt, die
mit Hilfe der folgenden Formel bestimmt werceui
worin V - Volumenfrsktion (induziert) Porent'ldner
Pm · ^ellwand (Zwischenraum-)-Jirosität
F · Zellwand atärke in Grürddaese-Ieilchendurchxaesaern
d - Grundnasse-Teilchondurciiiaesser
D ■ Eurchnesser des ersten Porenbildners
uod worin die Voluuenfrsation und Pulverteilchec.CurcLnxeaser
so ausgfiwäLlt w-?roea, ca£
:; ' ~"rz=»· 1 ist.
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BAD ORIGINAL
Die vorliegende ifrfinduDg emöglicht zum erstenmal
auf dem Gebiet der ;■. etallkermaik ein iwittel zur Bildung
Ton porösen Körpern unter Verwendung der relativen Größen des Grundmaterials und des porenbildenden Materials« Die
Gessmtporosität nach dem erfindungagemäßen Verfahren kann
über 95 % liefcen. Weiterhin Können zwei oder mehr Größenbereiche
von induzierter Porosität in den erfindungsgemäß gebildete»... poräsen Körperl zurückbehaüvüen werden.
iiie Porosität in metal ikeBuisciien iSrzeugpisser» kann
als Ergebnis vou entweder Zwischenraum- (intenstltial) oder
induzierten Poren beschrieben werden. Die Zwischenraum-Poren
sind diejenigen Hohlräume, üb »wischen benachbarten *
Teilchen in eineia mehr oder weniger dicht gepackten Aggregat
gebildet werden. Demgegenüber werden die induzierten Poren durch die geordnete überbrückung von Teilchen erzeugt,
welche durch Zugebe eines pulverförmiger Forenbildners
hervorgerufen wird. Das Porenvolumen wird hierbei nachfolgend erzeugt durch Entfernung des Porenbildners
durch Herauslösen, Verdampfung oder Zersetzung. Im Falle
von zusaiuiiengesetzten Strukturen kann der Porenbildner
als ein Bestand teil des Endproduktes verbleiben.Sie Regelung der Eigenschaften Jeder Porenstruktur mit Zwischenraum-Poren
beruht in erster Linie auf der Größe, Form
und Größenverteilung der Metallpulver. Nichtveräichtete
Porena^gregate, wie Kugeln, sina regelmäßige äquiaxiale
(eyuiaxed) Teilchen, welche in eines: unregelmäßigen
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Poren-Netzwerk verteilt sind und JO bis 30 % Foroaiät
enthalten. Größe und Fora der Poren aiüd eine direkte
Junktion der Größe und iorm des Pulvere. Demgegenüber
sind die Netzwerk-Anordnungen mit induzierten Poren üblicherweise entsprechend der Größe und Form des hinzugefügten
Porenbildners ausgebildet. Dies trifft insbesondere zu, wenn die Größe und das Volumen der Teilchen
des For en bild ne rs in Bezug auf die Metallpulver ansteigen.
Die Durchn. aser der induzierten Poren Können um Größenordnungen
größer als der Durchmesser per Let al It ei Ic he η sein,
und Porositäten aber 90 % sind erfindungsgeci-iß erzielbar.
Sin Teil dieser Porosität besteht a us. feineren Zwischenraum-Poren
in den Wänden der induzierten Poren, welche zu der gesamten inneren Verbindung und Dur cn la a si g-Κ ei t der
Struktur beitragen. Daraus fc,eht mit anderen vVorten hervor,
daß die Eigenschaften der Zwischenraum-Porosität eng von
der Große, Jona and Verteilung der Pulverteilchen abhängen,
wobei jede Pore von einer dicht gepackten Anordnung aue 4-6 Teilchen umgeben ist, Die Größe und form
der Poren hingegen, welche durch Packung in Lückenanordnung
(by packing defects) erzeugt werddn, braucht nur geringe
Beziehung zu der Größe uod Fora der PuIv er teilchen zu* haben,
da eine Pore, die durch eine atark ausgebildete Lücke
(gross defect) als eine Überbrückung gebildet wird, von mehreren hundert Teilchen umgeben sein kann·
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8AD On
Die Erfindung betrifft ein Verfahret! zu*
genauen mikrostruktur eilen Segelung der Poroaitätaeigenschaften
von metallkeramisch hergestellten Körpern.
Diese Körper enthalten sowohl das Zwiachenraum-Porenvolumen,
das zwischen benachbarten, dicht gepackten Teilchen gebildet wird, als auch dia durch die Teilchen
eines porenbildenden Pulvers induzierten Poren. Jedes Pulver, das gemäß den met all keramisch en Arbeitsweisen
verarbeitet werden kann, ist zur Herstellung der erfindun^sgemäßen
Strukturen verwendbar. So können solche Gruridmassenpulver keramische Materialien, Cermet (cerm-ts),
iüetalle, Legierungen und sogar Polymerisate, wie z.B.
Polyphenylenpulver, sein. Selbstverständlich müssen die Porenbildner β ο ausgewählt werden, da2 sie einen Schmelzpunkt
unterhalb demjenigen des gegebenen Grundaassepulvere
•ufwtiaen. la wird nun auf die Zeichnungen Bezug genoa*«*,
la d«n#o
fig· 1 eine bildlich» Darstellung einer erfindungegemäBen
porösen Mikr ©struktur ist.
?ig. 2 ist eine Mikrophotographie einer porösen Struktur gemäß der Erfindung.
Pig. 3 ist eine weitere Mi»k ro phot ο graphic einer
porösen Struktur gemäß der Erfindung.
Fig. Λ ist eine graphische Darstellung, welche die Beziehung verschiedener zur Bildung der erfinduügagemäßeu
Körper verwendeter Parameter zel^.t.
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BAD C
Lie Verfahren nach dem bisherig.·.·!! Stand der
Technik waren hineichtlich des GesamtbereicLes der Porosität
und Durchlässigkeit begrenzt, da diQ vorher rächend«
Porosität vom Zwibcnenrauiu-Typ war. Dios trifft auch far
die obengenannte USA-Patentschrift 2 6?2 145 zu, aus der
hervorgeht, daß große Poren zwischen den a^loaerierten
Silberteilchen vorlagen. Der besondere Fortschritt der vorliegenden Ar find ung besieht sich auf cie jhatv.icKlung
und He^eIur.g von systematisch gepecKteii "Fehlst el Ie a "
(faultü) in einer verfestigten Pulvermabte, uil porösen
iwikrostrujcturen eine spezielle'unJ wertvolle Abmecsune
zu verleihen. Die inauzierte Porosität, iu ie^eno'jtz zu
den Zwiachenraum-foraen, bildet zusammen mit Z,v.iachenrauia-Poren
eine poly-poröae Struklur.
JtB »urde gefunden, däi die Notwendigkeit de·
■tvuktufwtUa Zoetmnenhali;·« von porösen Strukturen,
ins besonder· von Materialien, die über 5° ?ol.-£ Foren enthalten,
sich aus dem Zuaaamenhalt des Porenwand-Netzwerkes
ergibt. Außerdem muß zur Herstellung von zusammengesetzten Strukturen, die dia Phase enthalte:., welche während
des Betriebes entfernt iird, der Zusammenhalt der
Grundmasse sichergestellt sein, um cie Desaggregation (disintegration) der Zweitpha&en-erschöpften Zone (secondphase-depleted
zone) zu verhindern.. Um eine Anleitung zur Bildung der erfindungstemääen strukturen zu gebeu, so daß
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BAD CF.SQINAI
-8-
die Größen und Volumenfrakt ionen der Grundmaase Porenbildungapulverteilchen angemessen auszuwählen, wurde die
folgende annähernde geometrische Beziehung abgeleitett
worin V_ » Volumenfraktion (induziert) Porenbildner
?m - Zellwand (Zwiachenraua-)-Pbroeität
N ■ Zellwand-Stärke in Grund ma BBe-tfeilchendurchmeesern
dffi * Durchmesser ger Grund ma e set eilchen
D_ - Durchmesser des.θreten Porenbildners
Volumenfraktionen und Pul vertex lchen-Durchmeseer werden ao
auegewählt, daß
Aue der obigei formel geht hervor, daß wenn N » 1
let, eine Struktur gebildet werden kann, worin die Porenwand-Stärke der Gfundmasae potentiell nur alia einem Teilchen
des Grundoassepulvers besteht. Eia solcher Körper ist in
Fif. 1 gezeigt, woria d is weißen Teilcneti einzelne Teilcheci
von Nickelpulver in 750fach3r Vergrößerung, sind. Ler duritile Bereich, der die v<eißan i'eilcherj Uü^ibt, urofaöt
das poröse If st ζ werk· Die gezeigte dtruktur besitzt eine
Gesamtporosität von etwa 95 #· ?i6· 2 zeigt einen erfindungagemäß hergestellten porösen Molybdän-^Körper in Hfacher
Vergrößeruhg, der eine Gesamtporoaität von etwa $6 % besitzt·
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- BAD ORiQiNAL
Ka wurde gefunden, daß die Erfind ung außerordentlich
gute Ergebnisse zeigt, wenn man zwei Arten von Porenbildnern verwendet. Die beiden Arten können als
harte und weiche Porenbildner bezeichnet werden. Der harte Porenbildner erzeugt die größeren induzierten Poren in dar
Struktur. Ohne die Zugabe eines zweiten, weichen Porenbildners wird die Zwischenraum-Porosität der Porenwand im
wesentlichen als Ergebnis der Pulver-Verfestigung gebildet und ähnelt einer Struktur ohne induzierte Poren. Der zweite,
weiche Porenbildner erhöht beim Verdichten der Pulvermasse
die Porosität der Porenwand, wodurch der innere Zusammen-· halt des größeren induzierten Porenvolumens verbessert wird.
Der Netzeffekt erhöht die Durchlässigkeit und den Zusammenhalt
des Poren-Netzwerkes zu einem induzierten Poren-Netzwerk in den Poren »and en. Dies wird, wie gezeigt, während
der Verdichtung err«iel3fe| b*ü *&&& ®s sich als ein Hineinpressen
dee weiJ&en Porenbildners in das Pulver der Grundmasse
vorstellen. Z.B. könnte der harte Porenbildner Harnstoff- und das weiche Porenmaterial Kampher sein. Ein solches
Gemisch aus Metallteilchen mit d en beideo Poreubildnern würde
bei der Verdichtung große Poren um den Harnstoff herum bilden,
während sich der weiche Kampher zwischen die Ketallteilchen,
die den-Harnstoff-P'orenbildner umgebeu, pressen
würde. In der obigen formel bedeutet P den Volumen-^-Anteil
dieses weichen Porenbildners. Durch Anwendung der obigen
Fprmel kann man auf diese Weise sowohl dia induzierte Porosit
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als auch die Zwischenraum-Porosität in dea dia -roden Poren
umgebenden Wänden regeln.
üs wird nun .Bezug, genommen auf Fig. 1, in der die
Teilchen der -Metal l-Grundmasae 11 die induzierten Poren
12 umgeoen. Zwischen den benachbarten Teilcaea 11 9iod
kleine Zwischenraum-Poren 13 ausgebildet, was zur Verbindung
der größeren induzierten Poren aurcn die Grundmasse
hindurch dient. Da die Darstellung nur zweidimensional ist,
könuen nicht alle Zwischetxraua-Poraa gesehen werden.
Als Alternative zu einem weichen Porenmaterial,
wie z.B. Eampher, kann das zur Bildung der Zwischenraum-Porosität*
verwendete Material aus einem viel feiner verteil^ ten Pulver als der Porenbildner, der die großen induzierten
Poren »zeugt, bestehen. Das sehr feine Pulver würde sich
in it dem die Grundaasse bildenden Pulver mischen oder es
könnte «£efe zwischen dieses gepreßt werden, im selben Sinne
wie im Falle' von Kampher.
Ss wird darauf hingewiesen, daß die Anwendung der
Formel eine Annäherung aa e in erwünscht es EiiJcro»]uko ist.
Sine Unre^eimabiili^it hiasicLtlich der Teilctient-robe ULd_
die Wirkung der-Verdichtung der teat se verhindert ahn Erreichen
des genauen erwünschten iadargeDaisses, wie öle Formel
ea anzeigt. Jedoch kann man durch Anwendung der Formel die
gewünschte Porosität durch die gesamte Struktur annähgrungaweiae
bestimmen, obgleich nian bei einem, gegebenen Querschnitt
.nicht genau das von der Formel angezeigte .Ergebnis erreichen
mag.
AD ORiSIMAL
So besieht sich in der vo rat ahead en Formel V auf
die Posenbildner-Volumenfraktion des ersten harten Poienbildners,
während P_ eich auf die Zellwaod-Porosität
bezieht, welche durch den zweiten, weichen Poienbildnea?
gebildet wird. Beiepielsweise, wenn man eine Struktur herstellt
unter Verwendung von 25 YoI.-^ «ines ersten, harten
Porenbildnera und 1$ % eines weichen, zweiten Porenbildnera,
würde die Formel lautem
5 Λ °·" / v»!-ö,i5
Es ist ersichtlich, dab zahlreiche Veränderliche
suagewählt werden können, um die Porenstruktur wunschgemäß
herzustellen. Wollte man ein poröses Material mit einer sehr festen Struktur herstellen ,* so müßte man Il
erhöhen. Üit aod er en Worten, die Wandstärke, die die Poren-
atruktur umfaßt/müßte mehr einzelne Teilchen enthalten,
als andernfalls notwendig wäre. Weiin. der Teilchen-'.VaM-durcumecser
und der Durchmesser des erstsn Por^aDilö-i-?:'s.
festt-es^t^t sind, kanu I* vjrJinjert wer.1-iu, inj^i. .r.=^ s.2.
des VülUü.eii des zwgitea t-oTeuei !dinars ^rh.on.r, v.'iihr-„3 uaa
die Volume:; fr Aktion des ersten ior ?i»bilaa^rs b-:-iDch"lt.
Sins, graphische Darstel lur^· .ähnlich der in Fi^. 3 g-azeigten
kann hergestellt, weraei:, so aa.i ilsu. fir "eines gew_'.hlr.en
Wert eines der Paraiaeter der verbl^ibeaäe aasgev.-Ab.lt v:eröen
*kann, der erforderlich ist uc die erwünschte poröse Struktur
zu erhalten.
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Dae Grundverfahren der Erfindung wird
angewendet, um außerdem abgestufte pcröie Strukturen
herzustellen, indem man einzelne Älemente homogener
Mikrostrukturen aufeinanderfolgend kombiniert. So kann
jede komplexe Struktur auf Baukaatenweise aufgebaut werden
durch aufeinanderfolgende Verdichtung einzelner Volumina einer speziellen Pulvermaase. Dies wird durch isoetatische
Verdichtung erzielt, oftmals unter Verwendung von geformten
starren Dornen und biegsamen äußeren Preßformen. Pulver der annähernden Zusammensetzung werden getrennt verpreßt,
um die erforderlichen Zwischenraum- und induzierten Poren-Mikrostrukturen
zu entwickeln. Io könnte eine erste, um einen Dorn herum ausgebildete Schicht eine vollständig
unter schied liehe Zusammensetzung and Porosität als die
nächstfolgende, um die erste herum ausgebildete Schicht
aufweisen.
In vielen Fällen dient die gebildete poröse
Struktur als ein Lagerungsmittel für ein zweites Material. Nach der isostatischen Verdichtung der Struktur wird sie dann
gesintert, wodurch das porenbildende Material sublimiert,
gelöst usw. wird und die poröse Struktur zlrückbleibt.
Oftmals wird eine zweite Phase in eine fertiggestellte voll gesinterte Grundmasse eingeführt, und auf diese Weise können
die Eigenschaften der Grundmasse, wie z.B. Durchlässigkeit, Porengröße und Porosität, und der Grad der Verbindung zw±~'
gehen den Teilchen, vorbestimmt und nicht verändert werden.
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'..■■'■■ ' ' BAD On:!:<sy;al
Beispiele für derartige MaterialieD sind Metalle wie z.B.
Zn, 3n, Cu, Ag, Pb und !legierungen derselben· Die 3inführüng
einei zweiten Phaae in einer porösen Grundmaaae
kann auf ν er ach ie dene Weise ausgeführt «erden. Die fertige
Grundmasse wird durch Infiltrierung in Berührung mit einer
geschmolzenen zweiten Phase gebracht, und zwar unter Vakuum oder in einer Schutz atmosphäre. Wenn das geschmolzene Material
die Gr und mass θ benetzt, wird es durch die Wirkung der Kapillarkräfte in die Poren hineingezogen. Wenn die Kapillar krafte
nicht ausreichen, um das Porenvolumen vollständig zu
füllen, lönnen Abwandlungen des Infiltrierungsvarfahrens
angewendet werden. Z.B. kann die Zugabe von Detergentien · au dem noch nicht verdichteten Pulver, zur fertigen Grund masse
oder zu dem Kühlmittel erfolgen, um die Binnetzung der Grundmaaae zu fördern. In größeren Maßstäben kann die
Anwendung von Druck oder Vakuum-Druck-Imprägnierungs-Arbeitagängen,
das vollständige Eintauchen der Grunddbs39, Sntgasungszusätse
zu der zweiten*Phase, oder die direkte
Infiltrierung und Verfestigung erforderlich sein.
So ist, wie vorstehend erörtert, die vorliegende
Erfindung auf1 jedes pulverisierte Material anwendbar, das
der isostatischen Verdicht ung mit den üblichen metallkeramischen
Arbeitsweisen unterworfen werden kann. Dazu gehören Metallpulver, Keramikpulver , Polymerisate und dgl. Beispiele
für verschiedene metallische Grundmaterialien, die jedoch
nicht als begrenzend aufzufassen sind, sind Nickel, Wolfram,
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BAD
Molybdän und andere feuerfeste Metalle, ihre Legierungen *
und dgl·· Der Größeabereich der zur Bildung des Grundmaterials Verwendeten Pulver reicht von 0,1 bis 100 M,
Zu den genannten harten Porenbildnern, die verwendet «erden, um die relativ großen Poren,in der Struktur zu bilden,
gehören Materialien «ie z.B. Ammoniumcarbonat, Ammoniumhydro
ge ncirbonat und Harnstoff. Dieee harten Porenbildner
liegen im Größenbereich von 1 - 1000 ii. Der «eiche Porenbildner
umfaßt z.B. Stoffe «ie Kaepher und Stearinaäure.
Die Lösung des zweiten Porenbildners in flüchtigen organischen Lösungsmitteln wie Äther oder Aceton Kann zur gleich- ·
mäßigen Verteilung innerhalb der Pulvermasse beitragen, obgleich eine solche Maßnahme nicht notwendig iat. Die
weichen Porenbildner können nach dem Einfrieren in flüssigem
Stickstoff oder Trockeneis/Aceton gemahlen und ausgesiebt
«erden.
Außer diesen nicht-pulverförmigen Formen des
weichen Porenbildners können auch sehr feine Pulver aus
einem Material wie z.B. dem oben angegebenen harten Porenbildner
zur Bildung einer zweifach abgestimmten (bimodal) Größenverteilung verwendet werden, wobei die feinere Größe
zur Bildung der Zwischenraum-Poren dient. Der Größenbereich
des feinpulverisierten Porenbildnera liegt zwischen 0,01
und 10 /ι · Die gemischten, zur Bildung der porösen Struktur
verwendeten Pulver werden im allgemeinen in eine biegsame
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BAD"
. -15-
fora *ufi einem Material «ie z.B. Polyvinylchlorid gebsacht
upd dann gemäß den in der metallJe*iaiechen Induetrie
üblichen Aybeitaweiae iaoatatiach verpreßt, Die verdichtete
Maaae wird dann auf die Sintertemperatur des Pulvers, daa
die Gr und ma β ee bildet, erhitzt, um die Sinterung zu erreichen.
Während diesea Vorganges «erden das harte und daa
weiche porenbildende Material im allgemeinen auegetrieben
oder aublimiert, wobei lowohl die großen Pored ala auch die
Zwischenraum-Poren in der Struktur zurückbleiben.
Der Preß-Brücke zur Verdichtung des Pulvers hängen
von der gewünschten Verdichtung" und dem verwendeten Materialtyp
s b. iSin weiter Bereich dieser Drücke, von 35 bis
■■■■"■ 2
5270 kg/cm ist geeignet. Werden vielschichtige Strukturen
gebildet, a0 wird die erste Schicht üblicherweise nicht bei
zu hohen Brücken verdichtet, wobei jede nachfolgende Schicht
bei zunehmend höheren Drücken ν erpreit wird. Dies geschieht,
um eine gute Bindung zwischen den Schichten zu erzielen.
Be eine a tar k verdichtete Schicht keine Überfläche aufweist,
die eich leicht mit der nächstfolgenden Schicht verbindet,
wird ea bevorzugt, die Drücke allmählich zu steigern. Bei
einer drei achic ht igen Struktur, z.B. können d ie Drücke im
Bereich von 141 kg/cm für die erste gebildete Schicht,
2 ' 2
IO50 kg/ca fü* die zweite Schicht und 2610 kg/cm für die
dfitte Schicht liegen.
Bisher let die Erfindung unter Bezugnahme auf die
.Anwendung von Porenbildnern erörterr worden, die während dee
0Qt8U/Ö2S4
-■■;■■ : . .' BAD .ük
Sinterarbeitsganges a us der Struktur entfernt «erden.
Wie bereits angegeben, wird die gesinterte poröse Struktur
oftmals später mit einem Kühlmittel oder anderen Materialien
imprägniert, welches das Betriebsmaterial ist. Sa ist gemäß dieser Srfladung möglich, selbst-gekühlte zusammengesetzte
Strukturen herzustellen, indem pan die Grundmasse
zusammen mit Kühlmittel pulvern verarbeitet, falls die ,Bestandteile während der verbindenden Sinterung miteinander
verträglich sind. Die zusammengesetzten Mikrostrukturen , die mit Hilfe der Arbeitsweise, der gemeinsamen Verarbeitung
hergestellt werden sind, können als analog den
induzierten Porenstrujrturen betrachtet werden, in denen
der PorenbiIdner nicht aus der Grundmesse entfernt wird.
Ähnliche Gesichtspunkte sind hinsichtlich der Teilchengrößeaverteilung
von Grundms3se und ρ ο ren bilden^ en Pulvern
zu beachten, wie bei den indizierten Strukturen, um den inneren Zusammenhalt der Grund masse in Kühliüittslphasen
sicherzuoüellen. Z.B. kann der innere Zusammenhalt leichter
erreicht werden, wenn die Teilchengröße des porenbildeod en
Pulvera relativ zur {Teilchengröße der Grundmasse größer
gewählt wird, da die Volumenfraiction des PorenbiüxSnera in
der zusammengesetzten Struktur erhöht "wird. Beispiele für
Porenbildner, welche während des S interns des Grund materials
nicht entfernt werden, sind feuerfeste Oxide (Al2O,, ZuO2,
HfO2, ThO2) und feste Schmiermittel (MoS2, WS2).
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BAD
Sowohl die harten als auch die weichen porenbild end en
Materialien, die vorstehend als Beispiele angegeben «orden
•ind, sind leicht beim Brhitzen aublimierbar, ohne das
Grundmaterial ζ α serstören. Ss ist ferner außerdem wichtig,
daS diese Materialien beim Verdampfen keinen Bücketand
in der Gjtrundmasae zurücklassen. Es kann daher jedes geeignete Material, das diesen Gesichtspunkten entspricht, als
Poreabildner verwendet werden, wenn die mtfernung des
Materials aus der Grundnesse erwünscht ist. Bin weiterer,
Of f β nai ch11 ic her Geaichtap unkt b ei d er kuewahl ei m α getig~
neten Porenbildners ist die Tatsache, daß sich das Material
mit der gewählten Grünaues se nicht umsetzen darf, Inne zn a Ib
des gesetzten Grenzen kann so eine Vielzahl von Grund materialien
und Porenbildnern erfindungsgemäß mit Erfolg
angewendet werden. Weiterhin kann man, wie vorsteiieDd
erörtert, poröse Grundmaterialien herstellen, in denen die
Grundmasse mit einem Material ausgefüllt ist, welches
anschließend nur bei extrem hohen Temperaturen entfernt
wird. Z.B. enthält eine besondere, gemäß der Erfindung
hergestellte Struktur eine Grundmasae aus Nickel und darin
als Porenbildner Aluminiumf luorid. Ba3 Aluminiumfluorid ist
bei der Sinterung des Nickel-Grundmäterials nicht, aublimierbar.
Sa bleibt daher nach Beendigung der Sinterung indem
System erhalten. Der Gesamteffekt ist eine poröse Hickel- ·
Grundioease, die; mit 11uminiumf luorid infiltriert ist, oder
005844/0254
deren Poren damit ausgefüllt sind. Wird das Material nachher
extrem hohen Temperaturen unterworfen, ao sublimiert das
Aluminiumfluor id und dient zur Kühlung der Kicieel -Grundmasse.
Die erfiod urig-s^eoiäßen ifcerkinele werden hier slao
angewendet zur iärzeugung einer besonderen Struktur, in
welcher das- porenbilöende Material nachfolgend nutzbar
gemacht und während des Sinterns nicht aus der Struktur
entfernt wird. Unter diesem Gesichtspunkt kann praktisch
{jedes mit eintr gegebenen Grundmasse verträgliche Material
als Porenbildner verwendet werden, unabhängig davon, ob
es vor dem Sintern aublimierbar ist oder nicht.
Bio vorliegende Erfindung ist nicht auf die Anwendung
einer einzigen Teilchengröße des harten oder weichen Poren bild ness zur Bildung der Strukturen begrenzt. Oftmals
werden zur Erzieluäg einer Porenbildner-Packung von hoher
Dichte zwei- oder dreifach abgestimmte (bi- and tri-modal)
Gemische dieser Porenbildner verwendet. Die Wirkung der ■
verschiedenen Größen des Porenbildners entsprechend den verschiedenen
Vol.-% jeder Größe kann bestimmt werden, indem
man d ie Wirkung dieser Größe und ihres Prozentanteiles
einzeln unter Anwendung der erfindungs gemäß en Formel berechnet.
Vie in den nun folgenden Beispielen gezeigt wird,
gibt einen die Anwendung der erfindungagemäßen Formel die
Möglichkeit, eine poröse Struktur selektiv zu entwickeln
und maßgerecht herzustellen. Man kann die induzierte Porosität
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ßÄt)
ragaln, indem man einen ersten harten Porenbiläner verwendet.
Zusätzlich kann men die Stärke der Forenwände,
«ie oben angegeben, durch die Anzahl dar Met al It el lc hen-Dusch
messer des Grund materials regeln. Wenn man der. zweiten,
weichen Brenbildner hinzufügt, kann man tußerdem die
Zwischenraum-Porosität jb gel n. Sa ist ersichtlich, daß bei
Materialien mit hoher Struktur belastung die Wandstärke der
Poren größer sein eollte, als bei denjenigen !materialien,
<3ie keiner Belastung ausgesetzt sind. Zur weiteren -ä'rläuterung
der Erfindung folgen genaue Beispiele!
Bine poröse L'olybdän-Struktur wurde hergestellt.
Daa verwendete kolybdänmet al !pulver besaß eine Teilchengröße
von 6yü. Als Porenbildner wurde Harnstoff a usgewählt,
der mit dem luetall in einem Verhältnis von 75 %
Harnstoff und 25 % Metallpulver vermischt wuroe. Bar Forenbildner
besaß eine Teil ei. engröiie von. JCO w. Nach den Llischen
α66 Pulvers wurde d ie Mischung in eiLea zylind erförciige
Polyvinylchloria-Form gebracht. Die Forn wurde d ann i l eine
isoatatische Presse georacnt und eiueni BrucK vcn 703 kg/cm
unterworfei.. Nach. Entfernen aus der Presse isurae die Probe
anschließend 1 Stunde lang bei 1390 C gesintert. Die entstehende
Probe besaß einen Durchmesser von 15» 5 nim und
war 3»3 1^ ßtark^ Unter VerwenduEiii. d er vorstehenden bekannten
Faktoren erhält man
009844/0254 ,
( β ) χ H- 1 [ 1 - 0 75 \ I 1 \
\ 500 J ^r- y Qw$ j ^ τ -ο/
Löst man die Gleichung nach IT auf, so jsb die Poren-Wandstärke
gleich 8. kit snderen Worten, bei der obigen
Probe «ar die eioe einzelne induzierte Pore umgebende Wand
Holybdän-Teilchen stark, oder, enders auegedrückt, wiesen
die Wände innerhalb des gesamten porösen Material in allgemeinen
,eic» Stärke von 8 Molybdän-Teilchen auf. Die entstandene
gesinterte Molybdänprobe wurde mit üäolybdändiaulfid,
S,» infiltriert, indem man das Moiybdändiaulfid bei
1050 kg/cm in die Probe preßte. JSs wurd^ gefunden, daß
21 % Besthohlräume nach der Molybdändiaulfid-lmprägnierung
zurückgeblieben waren. Dies wurde" bestimmt, inaem man den
Unterschied zwischen der Gesamtporosität und dem Molybdändisulfid-Vol.-%-Är.teil
verwendete; es zeigt das erhöhte Ausmaß an Zwischen verbindung en zwischen d em Porenvolumen
des Materials.
Las Verfahren von Beispiel 1 wurde wiederholt unter Verwendung derselben Mate rial man gen, mit der Abwandlung,
daß die 75 Vol.·*£ Porenbildner "aufgeteilt wurdqn in 32 Vol.~%
Harnstoff und 4J'Vol.-% eines zweiten, weichen Porenbildnors,
nämlich Kampfier. Unter Anwendung der erfindungagamäSen
?ormel wird berechnet, daß die WaMstärke der Poren 93
009844/02
Metall-Durchmesser ausmacht. Aa dieser Stelle wurde der
Verdichtungsdruck auf 1050 kg/cm erhöht, wobei die
entstandene Probe Abmessungen von 15»0 mm Durchmesser
und 4,6 mm Stärke aufwies. Die entstandene Struktur wurde
wiederum mit Molybdändisulf id imprägniert und zwar unter
2 Anwendung eines Druckes von 703 kg/cm . Ss zeigte sich
ein Anstieg von 22 Gew.-% hinsichtlich des Molybdändisulfid-Gehaltes
Ja dieser Porenstruktur gegenüber der vorigen, was einen größeren Anstieg an Por ο sit äts -^wL se hen verbindung anzeigt, und zwar auf Grund'des Hindurchpreaaens
des weichen .Forenbildners durch die-Metallpulver-Wände
und der anschließe öden Bildung von Poren in diesem Bereich.
Bine Porenstruktur aus Wolfram wurde hergestellt
unter Verwendung einer Pulver <-Tei Ic hengröße von 8 ja.
35 Vol.-% Harnstoff wurden, als Porenbildner verwendet.
Der Harnstoff besaß eine Teilchengröße von 6Ou. Vie bei
den vorausgegangenen Beispielen'wurde, das vermischte Pulvermaterial
in eine Polyvinyl-iorm gebracht, welche einem
■ . 2 ■ '
iso statischen.Druck von 1410 kg/cm unterworfen wurde.'
Die entstandene Probe besaß einen Durchmesser von 28,5 ms
und war 7,5 mm stark. Unter An»end üng der erfindungsgemäßen
Formel konnte bestimmt werden, da3 die Poren-Waodstärke
7 Metall-Durchmessar betrug. Die Durchlässigkeit dieser
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Struktur war 5,1 χ 10 cm . Dies wurde bestimmt anhand
des Druckabfalles bei verschiedenen Stickstof f-fließgeachwindigkeiten
durch die Probe und berechnet nach der Duwey- und Martern-Gleichung für das D*rcyAsche Gesetzt
Sas Verfahren von Beispiel 3 wurde wiederholt
unter Verwendung desselben ersten Porenbildnera, nämlich.
Harnstoff, uod von Wolfram-Pulver mit der gleichen Teilchengröße.
Jedoch enthielten die 35 Vol.-# Porenbildner
nun 28 Vol.-^J- Harnstoff und 7 % eines zweiten Porenbildners,
nämlich Kampher. Die Wandstärke erhöht sich auf 10 Metal 1-Durchmesser.
Die entstandene Probe, welche bei 14-10 kg/c»
gebildet wurde, besaß einen Durchmesser von 27,4 mm and we*.
8,1 m& stark. Bit Durchlässigkeit stieg auf Grund des Vo*-
• * —10 2
liegens des zweiten Porenbildoers auf 14 ζ 10 cm an,
«as einem instieg von 180 % entspricht·
Sine Struktur aus porösem Polyphenylen wurde
hergestellt, indem man ein Gemisch aus 33 Vol.-% Polypheny-1
en uad 67 FoI.-% Harnstoff mit aioer Größe von -200 mesh
verprai-te. Das Terpressen erfolgte iaostatisch bei 1050 kg/cm ·
Die entstandene Probe besaß einen Durchmesser von 12,7 am und war 16,3 lang. Das verpreßte Produkt wurde sodann in
Argon bei 100O0C eine Stunde lang gesintert. Die theoretische
Dichte eines Produktes mit den Abmessungen eines
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BAD
■■ ■ ■ ■ ■ " " - ■ χ
nicht^porbVaen Polyphenylen-Produktes würde 1,3 g/cnr
betragen, während die tatsächliche Dichte der geprüften
Probe 0,5 g/cnr betrug. Die Porosität wurde also rechnerisch zu 62 io bestimmt.
Sine vielschichtige Struktur in Form einer Düse zur Verwendung für BeketeLantriece wurde be rgestellt.
Sin ForniAQrn aus rostfreien Stahl m ά er gewünschten Buh en ge a te It wurde verweudet und in einen PoIyvinylchloridformsack
gebracht. Äine erste geformte Schicht
besaß die f öl gend e Zue amme na atz ung aus 1,5 Gew. -% Stteiinmäure
und Beet Wolfram. Das Wolfram bestand aus einem
Gemisch von 30 Gew.-^ sphärischem Pulver von *>200 meäh
und 70 Gew.-^ Pulver (Q)1 weldiea ein Pulver mit einer
Üellcb.engjföfle ist, die als "6,8 Pisher sub-aieve1* bezeichnet wird. Diese erste Schicht wurde isostatisch bei 2810
kg/ca τ erpreßt und besä ^ eine Stärke von 6,35 mm. Nach
dem Verpreaaan wurde der Formkern mit der Material schicht
entfernt und bis zu eioer Stärke von 3» 18 ^m einer spanabliebenaen
Bearbeitung unterworfen. Bine zweite ociü-cht,
die aus 1 % Stearinsäure und Best Wolfram mit sphärischen
Teilchen mit einer Größe von -325 bestand, wurde bei
5520 kg/c» verpreöt und war 3»13 mm stark. Lie dritte
Schicht bestend aus einer Hasse aus 30 Gew. -% Aianoniumcarbonat
und 70 % Wolfram- (^). Die·se o-chicht, die eine
BAD ORIGINAL
endgültige Porosität von 80 % aufwies, war 15,88 mm stark.
Die vierte Schicht besaß eine mit derjenigen der ersten Schicht identische Zusammensetzung and wurde bei 703 Kg/cm
verpreßt j sie war ursprünglich 6,35 1^1 stark und wurde bia
zu einer Stärke von 3,18 mm bearbeitet. Ss wird darauf
hingewiesen, daß die vierte Schicht bei einem ziemlich niedrigen Druck verpreßt wurde. Lies beruht auf der Tatsache,
daß die dritte Schicht äußerst porös war und es nicht erwünscht wurde, diese Porosität nachteilig zu beeinflusse^
indem man einen extremen Druck von d-er vierten schicht hier
ausübte. Das Endprodukt wurde bei 12100G 2 Stunden lang in
einer Wasserstoffetmosphäre vorgesintert, um die Möglichkeit
der Bildung von Wolframoxid zu vermindern, inschließend
wurde das Material 2 Stunden lang bei 1650 0C in
einem Vakuum vorgesintert. Schließlich wurde es endgültig
4 Stunden lang bei 220O0C gesintert. Die entstandene poröse
Struktur wurde aodann eine Stunde lang in einer Wasseretoffatmoiphär·
bei 65O0C mit Zink infiltriert.
001844/0254
Claims (1)
- Patentansprüche .1. Verfahren zur Herstellung poröser Körper, wobei Teilchen eines die Grundnisse bildenden Materials, welches nach metallkeramischen Verfahren bearbeitet werden kann, mit mindestens einem porenbildenden pul vorform igen Material vermischt wird, die gemischten Pulver verdichtet werden und die verdichtete Masse gesintert wird, dadurch gekennzeichnet, daß das die Grundmasse bildende Material und das porenbildende Pulver in Verhältnissen gemischt werden, die durch die folgende Formel bestimmt ward ent1 1 ~ YP 1. - N ' dB2 T=X«osin V - Volumenfraktion (induziert) Porenbildner PM - Zellwanfl (Zwischenräume-Porosität 5 ■ Zellwanäetärlö in Grundialse-Tei Ic headiichues seinSl- Suxfchmeseer'dee ersten Porenbildnere und wobei die Volumenfraktionen und Pulverteilchen-Burch messer so ausgewählt werden, dass1 1st.2. Verfahr» nach Anspruch 1, dadurch gekenn* zeichnet, daß das porenbilflende Material aus der verdichteten Miachung a ublimiert wird.009844/02545· Verfahren nach Anspruch 1, dadurchgekennzeichnet, daß zwei porenbildende Materialien gemischt «erden, wobei ein erster, harter Porenbildner zur Bildung der induzierten Poren und ein zweiter Poranbildner zur Bildung von Zwischenraum-Poren verwendet wird.4·. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß als zweiter Poranbildner ein weiches, verpreB-bares Material oder ein fein verteiltes Pulver in einer Menge ausgewählt wird, welche der erwünschten Zwischenrauffl-Porosität entspricht.5· Verfahren nach Anspruch 3 oder 4·, dadurch gekennzeichnet, daß als zweiter Porenbildner ein fein verteiltes Pulver mit einer Teilchengröße von Q,01 bis 10 α oder ein weiches verpr eßbares Material ausgewählt wird.6. Verfahren nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß der erste aod der zweite Porenbildner keine Bückstände in der Grund masse zurücklassen, und daß weiterhin die Porenbildner vor Beend igung des Sintervorganges aus der verdichteten Masse eat f er nt werden.7· Verfahren nach Anspruch 3 oder 4, dadurchgekennzeichnet, daß. der zweite Zwischenraum-Porenbildneraublimierbar ist und keinen Rückstand in der Grundmasse zurückläßt.009844/.Q 254' BAD original158374«• - ■8, Verfahren nach Anspruch J, dadurch gekennzeichnet, daß der erste Porenbildner nach dem Sintern der verdichten Masse in der Grund ma a se verbleibt.9·-Poröse Körper, welche met al Ik er a misch zu verarbeitende Teilchen enthalten und um sublimierbare Poreabi ldnerteilcheu herum zu einer Grund messe gesintert worden sind, dadurch gekennzeichnet, da3 die Teilchen der Grundmasse gemäß der folgenden allgemeinen Formel gebildet wurden t
1 1 - Vp A 1 - N V 2 VP " Pm V worin V - Volumenfraktion (induziert) PorenbildnerP « Zellwand (Zwischenraum-)-Porosität - 3 » Zellwandstärke in Grundmesse-Teilchendurchmeseern 4a ■ GruQiaesae-Teilcbendurchmesser JL · Durohntsaer des ersten Porenbildnere und wobei die VoI uee nfrakt ionen und Pulverteilchen-Curch-■eaeer eo ausgewählt wurden, d«&1 ist.10. Körper nach Anspruch 9. dadurch gekenn zeichnet, daß die Grund na see-T ei Ic he η in ihrer Größe zwischen 0,1 bis 100 ii variieren.lich/BTeBADLeerseite
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