DE1583333B1 - Induktor zum Oberflaechenhaerten von langgestreckten mit einem Flansch versehenen Werkstuecken unterschiedlichen Durchmessers - Google Patents
Induktor zum Oberflaechenhaerten von langgestreckten mit einem Flansch versehenen Werkstuecken unterschiedlichen DurchmessersInfo
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Description
1 2 ■-
Die Erfindung bezieht sich auf das induktive Heizleiterschleifen in Richtung senkrecht zur Werk-Oberflächenhärten
solcher Werkstücke, die im Stückachse aber unmöglich machen würde,
wesentlichen aus einem langgestreckten zylindri- Der Erfindung liegt nun die Aufgabe zugrunde,
sehen Schaft bestehen, der mindestens an einem Ende einen Induktor zur Erzeugung einer unbeträchtigt
in einen, beispielsweise tellerförmigen, Flansch mit 5 durchlaufenden Härteschicht an solchen Werkeinem
zum Schaft wesentlich größeren Durchmesser stücken nach dem Gesamtflächenumlaufverfahren
ausläuft. In dieser Weise geformte Werkstücke wer- anzugeben, die aus einem langgestreckten im wesentden
beispielsweise als Hinterachswellen, Hinterrad- liehen zylindrischen Schaft unterschiedlichen Durchwellen
und Getriebewellen im Kraftfahrzeugbau ver- messers und mindestens einem Flansch mit unterwendet,
und es ist in zunehmendem Maße erwünscht io schiedlichem, jedoch wesentlich größerem Durchbzw,
erforderlich, diese Werkstücke auf der gesamten messer zusammengesetzt sind, und bei dem. die im
Oberfläche, d. h., unter Einbeziehung der Oberfläche Zusammenhang mit den vorbekannten bzw. bereits
des Schaftes, hochbelasteten Bereichen des Flansches vorgeschlagenen Verfahren oder Einrichtungen auf-
und der Hohlkehle zwischen beiden einer induktiven tretenden genannten Schwierigkeiten vermieden
Oberflächenhärtung zu unterziehen. 15 werden.
Es ist bereits vorgeschlagen worden, diese minde- Der Induktor gemäß der Erfindung ist dadurch
stens an einem Ende mit einer Verdickung oder gekennzeichnet, daß die Heizleiter je zwei sich im
einem Flansch versehenen Wellen nach dem Gesamt- wesentlichen in axialer Richtung erstreckende Leiterflächenumlaufverfahren
induktiv zu härten, iieim äste aufweisen, von denen jeweils mindestens zwei
induktiven Härten nach dem Gesamtflächenumlauf- ao zu verschiedenen Heizleitern gehörende im Grenzverfahren
werden in bekannter Weise die rotations- bereich der Einflußzonen der beiden Heizleiter an
symmetrischen Werkstücke, mit konstanter Ge- ihren Endflächen durch eine Isolierschicht voneinschwindigkeit
um ihre Symmetrieachse rotierend, von ander getrennt * aneinander - stoßen und daß jeweils
einem die gesamte Länge des Werkstückes über- mindestens zwei in den genannten Grenzbereichen
streichenden Induktor in der Oberfläche erhitzt und 25 an die axialen Leiteräste anschließenden Stromzudurch
Abschrecken gehärtet. führungen nebeneinander und sich axial überlappend
Dieses Härteverfahren hat sich in der Praxis auch angeordnet sind. *-'::':: . -" /;;
bei der Behandlung der erwähnten Wellentypen gut Nach einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erbewährt;
es hat sich allerdings als außerordentlich findung sind die Stoßstellen von jeweils zwei zu
nachteilig erwiesen, daß für jede Welle mit vor- 30 verschiedenen Heizleitern gehörigen axialen Leitergegebenen
Dimensionen des Schaftes und des Flan- ästen axial gegeneinander versetzt. ';■>.
sches ein dem Werkstück genau angepaßter Induktor Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung des' erfinverwendet
werden muß, wenn das vorgeschriebene derischen Induktors ist dadurch gekennzeichnet, daß
oder erwünschte Härteergebnis erzielt werden soll. ein auswechselbarer Heizleiter -(Hauptheizleiter) für
Dieser Nachteil tritt insbesondere immer dann 35 die Behandlung des zylindrischen Schaftes und ein
sehr deutlich zutage, wenn ein Hersteller oder ein weiterer auswechselbarer Heizleiter (Nebenheizleiter)
Anwender ein Vielfalt von gleich langen Wellentypen für die Behandlung des Flansches sowie der Hohlmit
den unterschiedlichsten Schaft- und Flansch- kehle zwischen Schaft und Flansch vorgesehen ist.
durchmessern bei geringer Stückzahl pro Wellentype Die Nutzanwendung der Erfindung besteht nun
zu härten hat. Abgesehen von der hohen Kapital- 40 darin, daß die Schäfte der unterschiedlichen F^nschinvestition
für die Vielzahl der Induktoren ist auch wellentypen einer Typengruppe meist mit" einem
das häufige Umrüsten der induktiven Härteeinrich-■<■;;■ einzigen Induktor gehärtet werden können. C^
tung mit erheblichen Verlusten an Produktionszeit Die Trennlinie zwischen beiden Heizleiter^ wird
und somit mit vermeidbaren finanziellen Verlusten in vielen Fällen vorteilhaft möglichst nahe an die
verbunden. 45 Hohlkehle herangelegt sein, damit der Nebenheiz-Aus der deutschen Auslegeschrift 1 228 645 ist leiter einerseits optimal geformt werden kann und
nun ein Verfahren zum induktiven Härten der Lager- der durch ihn zu heizende Schaftbereich möglichst
stellen von Kurbelwellen bekannt, bei dem zur Be- klein bleibt. Der Hauptheizleiter braucht daher bei
rücksichtigung des unterschiedlichen Wärmeabflusses der induktiven Erhitzung bzw. beim induktiven
in den verschiedenen -Bereichen einer" zusammen- 50 Härten einer Vielzahl von FIanschwellentyp6i: nicht
hängenden Härtezone jeder dieser Bereiche von einer ausgewechselt zu werden, sondern dies ist lediglich
zugehörigen, von den anderen Heizleiterschleifen für die Nebenheizleiter erforderlich. Eine solche
galvanisch getrennten, Heizleiterschleife induktiv Maßnahme spart nicht unbeträchtliche Investitionserhitzt
wird. kosten, sondern auch erhebliche Rüstzeiten ein.
Ein solches Verfahren ist· auch in der britischen 55 Weitere Einzelheiten, der "Erfindung werden aus
Patentschrift 1 030 047 näher beschrieben, bei dem den Abbildungen ,deutlich. Es zeigen
die Oberfläche des Lagerzapfens durch eine erste Abb. la und"Ib zwei unterschiedlich dimensio-
Heizleiterschleife und die der Hohlkehle und der nierte Flanschwellen,
anschließenden Kurbelwellenwange durch eine zweite A b b. 2 in stark schematisierter Weise die An-Heizleiterschleife
erhitzt wird. Um eine Diskontinui- 60 Ordnung von Haupt- und Nebenheizleiter, tat des Härtebildes im Grenzbereioh der Einfluß- A b b. 3 und 4 die Ausgestaltung der Stromzufüfozonen
beider Heizleiterschleifen zu vermeiden, sind rung zu den Heizleitern an den Stoßstellen,
die Heizleiterschleifen dort (F i g. 2) in azimuthaler A b b. 5 in stark schematisierter Weise eine
Richtung versetzt. Bei einer derartigen Versetzung Schaltungsanordnung zur Durchführung des Härtewürden
bei vielen Anwendungsfällen die beiden 65 Verfahrens.
Heizleiterschleifen aber einen Winkelbereich von Die Flanschwellen gleicher Länge gemäß den
mehr als 180° einnehmen, was die Zuführung des Abb. la und Ib weisen grundsätzlich die gleiche
Werkstückes in seine Arbeitsstellung relativ zu den Form auf, nämlich einen langgestreckten zylindri-
sehen Schaft 1, der an seinem linken Ende mit einem
tellerförmigen Flansch 2 versehen ist, und auf der rechten Seite in eine Vielkeilverzahnung 3 ausläuft.
Beide Flanschwellen unterscheiden sich durch die unterschiedlichen Schaft- und Flanschdurchmesser.
Außerdem soll die Härteschicht 4 bei dem Werkstück gemäß Abb. Ib in der Flanschoberfläche
unmaßstäblich anders sein als beim Werkstück gemäß Abb. la. Von der unterschiedlichen Länge
der Härtezone im Flansch 2 beim Werkstück gemäß Abb. Ib abgesehen, ist die Härteaufgabe bei beiden
Werkstücken jedoch identisch, nämlich Härtung der gesamten Schaftoberfläche unter Einbeziehung der
Hohlkehle 5 und der Vielkeilverzahnung 3. Diese Härtung muß zur Vermeidung von Zonen verminderter
Festigkeit aus einer Wärme heraus erfolgen, d. h. der gewünschten Härteschicht entsprechend
muß im Werkstück eine unbeeinträchtigt durchgehend erhitzte Oberflächenschicht erzeugt werden.
Dies geschieht mit einem Induktor gemäß Ab b. 2,
der einen Hauptheizleiter mit den Lßiterästen 6 und 6' sowie einen Nebenheizleiter mit den Leiterästen 7
und T enthält. Die Heizleiteräste 6, 6' bzw. 7, T werden durch die Verbindungen 6" bzw. 7" und die
Stromzuführungen 8, 8' bzw. 9,9' zu sich über dem Werkstück schließenden Heizleiterschleifen ergänzt.
Die beiden zueinander gehörenden Heizleiteräste jeder Heizleiterschleife sollen nicht mehr als 180 Winkelgrade
auf der Oberfläche voneinander entfernt sein.
Besondere Aufmerksamkeit muß auf die Gestaltung der Stoßstellen zwischen Haupt- und Nebenheizleiter
gelegt werden. Diese müssen in der Weise ausgebildet sein, daß die von ihnen erzeugten Heizzonen
unbeeinträchtigt ineinander übergehen. Diese Forderung wird dadurch erfüllt, daß — wie aus den
A b b. 3 und 4 hervorgeht — die parallel zum Werkstück verlaufenden Heizleiteräste 6' und T, durch die
Isolierschicht 10 getrennt, stirnseitig aneinanderstoßen, während die Stromzuführungen 8' und 9'
nebeneinander und hinsichtlich ihrer Heizwirkung überlappend angeordnet sind. Dabei kann — wie
aus A b b. 4 ersichtlich — die Stirnfläche jedes Heizleiterastes rechtwinklig zu den übrigen Oberflächen
des Heizleiterastes angeordnet sein. Mitunter kann es aber auch zweckmäßig sein, die Stirnflächen
schräg über- oder nebeneinander anzuordnen. Dadurch wird erreicht, daß die im Werkstück induzierten
Ströme in den Bereichen hoher Stromdichte, nämlich an den Stoßstellen, nahezu ausschließlich
in axialer Richtung fließen und durch die Stromzuführung lediglich eine vernachlässigbare Leistung
induziert wird.
Die Vergleichmäßigung der erhitzten Oberflächenschicht kann dadurch weiter verbessert werden, daß
— wie nicht dargestellt — die Stellen, an denen die Heizleiteräste 6' und T bzw. 6 und 7 aneinanderstoßen,
auf der Werkstücklänge gegeneinander versetzt angeordnet sind, d. h., beispielsweise ist die
Stoßstelle zwischen 6' und T in geringerem Abstand vom Werkstückende angeordnet als die Stoßstelle
zwischen 6 und 7.
Wie deutlich aus Abb. 4 zu erkennen, ist die Stromzuführung 8' zum Hauptheizleiter in vorteilhafter
Weise so ausgebildet, daß sie dem Nebenheizleiter gleichzeitig als Führung dient, wenn dieser
beim Austausch in Richtung des Pfeiles 11 von oben her eingesetzt wird.
In A b b. 5 ist eine Schaltungsanordnung gezeigt, mit welcher die Oberflächenaufheizung von Flanschwellen
weiter den praktischen Erfordernissen angepaßt und verbessert werden kann. Hauptheizleiter 6
und Nebenheizleiter 7 des Induktors sind über separate Transformatoren 12 und 13 an eine Mittel- bzw.
Hochfrequenzstromquelle angeschlossen. Durch die Kondensatoren 14 und 15 werden die Transformatoren
zu den erforderlichen Schwingkreisen ergänzt. Die Einspeisung des Stromes erfolgt über die Schalter
18 und 19, welche zu unterschiedlichen Zeiten und während unterschiedlicher Zeitspannen von den
Zeitgebern 16 und 17 betätigt werden können.
Es soll noch darauf hingewiesen werden, daß mit der neuen Vorrichtung und dem neuen Verfahren
nicht nur Werkstücke mit tellerförmigem Flansch behandelt werden können, sondern auch solche, die
entweder an einem oder beiden Enden des Schaftes glockenförmige oder konkav bzw. konvex gebogene
Flansche aufweisen.
Claims (3)
1. Induktor zur Erzeugung einer unbeeinträchtigt durchlaufenden Härteschicht an solchen
Werkstücken nach dem Gesamtflächenumlaufverf ahren, die aus einem langgestreckten, im wesentlichen
zylindrischen Schaft unterschiedlichen Durchmessers und mindestens einem Flansch mit
unterschiedlichem, jedoch wesentlich größerem Durchmesser zusammengesetzt sind, welcher
mindestens zwei galvanisch voneinander getrennte, sich über zugehörige Teile der Werkstückoberfläche
erstreckende Heizleiter aufweist, dadurch gekennzeichnet, daß die Heizleiter
je zwei sich im wesentlichen in axialer Richtung erstreckende Leiteräste (6, 6', 7, T) aufweisen,
von denen jeweils mindestens zwei zu verschiedenen Heizleitern gehörende (6, T bzw.
6', 7) im Grenzbereich der Einflußzonen der beiden Heizleiter an ihren Endflächen durch eine
Isolierschicht (10) voneinander getrennt aneinander stoßen, und daß jeweils mindestens zwei in
den genannten Grenzbereichen an die axialen Leiteräste (6, 6', 7, T) anschließenden Stromzuführungen
(8,9 bzw. 8', 9') nebeneinander und sich axial überlappend angeordnet sind.
2. Induktor nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Stoßstellen von jeweils zwei zu
verschiedenen Heizleitern gehörigen axialen Leiterästen (6, T bzw. 6', 7) axial gegeneinander versetzt
sind.
3. Induktor nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß ein auswechselbarer Heizleiter
(Hauptheizleiter 6) für die Behandlung des zylindrischen Schaftes (1) und ein weiterer auswechselbarer
Heizleiter (Nebenheizleiter 7) für die Behandlung des Flansches (2) sowie der Hohlkehle
(5) zwischen Schaft (1) und Flansch (2) vorgesehen ist.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
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