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Verfahren zur Herstellung eines Zier- oder Dichtung streifens mit
ausgezeichneter Biegsamkeit.
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Die Brfindung betrifft streifenartige Gefüge und insbesondere Streifen
mit einem gewöhnlich U-förmigen Querschnitt zum Binfassen von Kanten und Festklemmen
an Kantenflanschen o.dgl., z.B. an Kraftfahrzeugen, die der Verschönerung, Abdichtung
oder ähnlichen Zwecken dienen. Ausserdem bezieht sich die Erfindung auf Verfahren
zum Herstellen derartiger Streifen.
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Die Erfindung macht sich in erster Linie zur Aufgabe, ein streifenartiges
Gefüge zu liefern, das durch seine hervorragende Biegsamkeit in Längs-und. Querrichtung,
durch das anziehende Aussehen, das der Aussenfläche verliehen werden kann, und durch
die Leichtigkeit gekennzeichnet ist, mit der es an Kantenfianschen o.dgl. angedrückt
oder an diese befestigt werden kann, wobei deren unterschiedliche Stärke oder Ausbuchtungen
in Längs- oder Querrichtung keine Behinderung
bilden.
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Die Erfindung macht sich ferner zur Auf gabe, einfache und wirtschaftliche
Verfahren zur Herstellung derartiger Streifen zu liefern, insbesondere von Kernstücken
für diese Streifen, durch die das streifenartige Gefüge seine ausgezeichnete Biegsamkeit
erhält, und die Anbringung einer Verzierung auf der Aussenfläche der Kernstücke,
so daß die Streifen ein gefälliges Aussehen erhalten.
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Bine besondere Aufgabe der Erfindung ist, einen Streifen mit gewöhnlich
U-förmigem Querschnitt der genannten Art zu liefern, der aus einem bedeckten Kernstück
besteht, das aus einer Reihe von einzelnen, völlig getrennten und nachgiebigen Blechteile
zusammengesetzt ist, die verhältnismäßig schmal sind und eng nebeneinander auf der
Länge des Streifens angebracht sind.
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Diese Kernstücke ermöglichen dadurch, daß sie untereinander nicht
verbunden sind, eine freie Beweglichkeit des Streifens, so daß dieser in LBngs-
oder Querrichtung oder anderweitig zu Bogen o.-dgl. gebogen werden kann, wobei eine
größtmögliche Anpassung und Einheitlichkeit mit den verschiedensten Kantenflanschen
usw., an die er befestigt wird, erzielt wird, ohne daß ein Aufwölben oder eine ähnliche
nachteilige Verformung der Hülle eintritt, die das Kernstück umgibt.
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Bine weitere kennzeichnende Aufgabe der Brfindung ist, einen Streifen
der beschriebenen Art zu liefern, bei dem der Stoff,
mit dem die
einzelnen Kernstücke bedeckt werden, im Innern des Streifens mit Rippen versehen
ist, die sich gegenüberliegen und in Längsrichtung verlaufen und nachgiebig und
biegsam sind und nachgiebig, aber fest eingreifen können, so daß ein sicherer Halt
des Streifens an dem Kantenflansch o.dgl. gewährleistet ist, an denen der Streifen
befestigt werden soll. Die Rippen konvergieren gegeneinander und erstrecken sich
gegen den oberen Teil des Streifens, damit die-ser leicht an dem Kantenflansch o.dgl.
befestigt werden kann.
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Bine noch andere, besondere Aufgabe der Erfindung ist, einen Streifen
mit U-förmigem Querschnitt der genannten Art zu liefern, der mit einem oder mehreren
Dichtungsteilen oder-abschnitten versehen werden kann, so daß ein derartiger Streifen
nicht nur der Formgebung, der Verzierung oder als Abschluß dient, sondern auch zum
Abdichten von Rissen und Unebenheiten in Nach barschaft des Kantenflanschs dgl.,
an dem er angebracht wird.
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Bine noch andere Aufgabe der Erfindung ist, einen Streifen der beschriebenen
Art zu liefern, dessen äussere Fläche,- d.h. die Oberfläche der Binhüllung, in geeigneter
Weise gemustert ist, z.B. durch Prägen mit einem gewünschten Muster, beispielsweise
so, daß eine Gewebe- oder Lederimitation o.dgl. entsteht, wobei die Prägung oder
eine andere Verzierung die gesamte Aussenfläche des Streifens bis zu den freien
Enden der Seitenwände des Streifens in äusserst wirtschaftlicher Weise bedeckt.
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Weitere Aufgaben und Ziele der Erfindung und deren Vorteile werden
aus der nachstehenden Beschreibung einiger Ausführungsbeispiele im Zusammenhang
mit den beigefügten Zeichnungen deutlich werden.
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Die Zeichnungen stellen dar: Fig. 1 eine perspektivische An-sicht
eines Streifens gemäß einer Ausführungsform der Erfindung, in der die Einhüllung
des Kernstücks in strichpunktierter Linie auf dem rückwärtigen Teil d-es Streifens
angegeben wird, - um die einzelnen und voneinander getrennten, schräg verlaufenden
Kernteile zu zeigen; Fig. 2 einen Querschnitt in Längsrichtung entlang der Linie
2-2 von Fig. 1, bei dem ein Teil der Binhüllung auf der rückwärtigen Seite des Streifens
fortgelassen wurde, damit die schräg verlaufenden Kernteile sichtbar werden; Fig.
3 eine Aufsicht auf den Streifen von Fig. l und 2 in ebener Form, d. h. ehe er U-förmig
gebogen wird,-wobei ein Teilder Binhüllung herausgebrochen wurde; Fig. 4 eine perspektivische
Ansicht einer leicht abgewandelten Form des Streifens nach der Brfindung, in der
der Streifen, an einen Kantenflansch p.dgl. festgeklemmt, gezeigt wird; Fig. 5,
6 und 7 perspektivische Ansichten von noch anderen Streifen nach der Erfindung,
wob-ei die Streifen mit längsgerichteten abdichtenden Teilen versehen sind,
Fig.
8 und 9 Querschnitte noch anderer Streifen nach der Erfindung, wobei der Streifen
der Fig. 8 eine Dichtung aus Kautschuk besitzt, die durch eine Verankerung im U-förmigen
Streifen getragen wird, und wobei der Streifen von Fig. 9 zwei Dichtungen besitzt,
die sich in Längsrichtung erstrecken, von denen eine dem oberen Ende der einen Seitenwand
des Streifens und die andere dem freien Ende der entgegengesetzten Seitenwand des
Streifens benachbart ist; fig. 10 einen Querschnitt durch den Türpfosten einer Karosserie
mit der angrenzenden Tür, wobei der Türpfosten an den gegenüberliegenden Seiten
mit dem Streifen nach der Erfindung versehen ist; Fig. 11 eine ähnliche Ansicht
wie Fig. 10, bei der der Türpfosten der Karosserie mit einem anderen Streifen nach
der Erfindung versehen ist; Fig. 12 einen senkrechten Querschnitt durch einen Teil
des Streifens von Fig. 6, wobei der verwendete Streifen eine Abdichtung besitzt,
die sich in Längsrichtung erstreckt, die entsprechend gebogen ist; Fig. 13 - 20
Ansichten der verschiedenen Stufen bei der Herstellung eines Streifens nahh der
Brfindung, wobei Fig. 13 eine perspektivische Ansicht eines Streifens mit einem
Metallkern darstellt, dessen rückwärtiger Teil in Querrichtung geschlitzt ist ;
Fig. 14 eine ähnliche Ansicht wie Fig. 13, bei der der Kern anstelle der Nuten mit
Schlitzen in Querrichtung versehen ist;
Fig. 15 eine perspektivische
Ansicht des Kernstreifens von Fig. 14, nachdem der Streifen gestreckt worden ist,
wodurch die Schlitze zu Nuten in Querrichtung erweitert wurden ; Fig. 16 eine perspektivische
Ansicht des Streifens von Fig. 13 oder 15, bei der der Streifen mit zwei längsgerichteten
Schwächungsnuten versehen ist, die seitlich voneinander abgesetzt sind und die quer
verlaufenden Nuten in Nach barschaft ihrer Bnden unterteilen; Fig. 17 eine perspektivische
Ansicht des Kernstreifens von Fig. 16, bei der der Stoff, der alle Teile ausser
den seitlichen Enden des Kernstreifens einhüllt, dargestellt wird, wobei eine Stelle
aufgebrochen gezeigt wird, so daß sie im Schnitt zu sehen ist, und wobei die Binhüllung
des Kerns an einer Aussenseite des Streifens mit einem Paar von biegsamen, längsgerichteten
Rippen zum Festklemmen versehen ist, die seitlich voneinander abgesetzt sind; Fig.
18 eine Ansicht der anderen Seite des bedeckten Streifens von Fig. 17, die die Verzierung
zeigt, mit der die Aussenfläche der Binhüllung versehen ist; Fig. 19 eine Ansicht
ähnlich wie Fig. 17, beider die Seitenkanten des Kernstreifens ausserhalb der längsgerichteten
Schwächungsnuten entfernt sind; Fig. 20 eine Ansicht ähnlich wie Fig. 19, bei der
die Öffnungen in der Seitenwand der Einhüllung geschlossen sind, die durch Bntfernen
der' Seitenteile des Kernstreifens entstehen.
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Vor der e-ingehenden Beschreibung der dargestellten Streifen, die
einige Aus-eührungsformen der Erfindung -zeigen sollen, soll angemerkt werden, daß
die Streifen nach der Erfindung auch gegebenenfalls anders geformt sein können.
Ausserdam versteht sich von selbst, daß die für die- Beschreibung verwendete Ausdrucksweise
keinerlei Abgrenzung der Erfindung beabsichtigt, die lediglich durch die beigefügten
Patentansprüche umrissen wird.
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Die Figuren 1 - 3 stellen Streifen dar, die eine Ausführungsmöglichkeit
der Erfindung bilden und einen U-förmigen Querschnitt besitzen und aus einem bogenförmigen
Oberteil oder einer Krone l und einem Paar von Seitenwänden 2 und 3 bestehen, die
hier nach innen geneigt sind oder gegeneinander konvergieren. Wie andere Streifen
nach der Erfindung sind diejenigen der Fig. 1 - 3 aus einem nachgiebigen 1kern und
einer Einhüllung 4 zusammengesetzt, wobei der Kern aus einer Reihe quergerichteter
Teile oder Elemente 5 besteht, die über seine Länge verteilt, verhältnismäßig schmal
und nicht miteinander verbunden sind. Aufgrund dieser Anordnung aus schmalen, unverbundenenStreifen
-5, die die -Kernteile darstellen erhältt der : Strei-fen eine hervorragende Biegsamkeit
in Längs- und Querrichtung, so daß er leicht und frei gebogen, verdreht oder anderweitig
bearbeitet werden kann, ohne daß Ausbuchtungen oder andere unerwünschte Verformungen
der Einhüllung 4 auftreten. Auf diese Weise kann sich der Streifen der Aussenfläche
eines
Kantenflansches o.dgl. anpassen, unabhängig davon, ob dieser gebogen oder gekrümmt
ist, wenn der Streifen an diesen befestigt wird. Obwohl die Kernteile 5 jede gewünschte
Länge erhalten können, sind sie vorzugsweise so lang, daß sie in Nachbarschaft der
freien Kanten der Seitenwände des Streifens enden, wie die Figuren 1 - 3 zeigen.
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Vorzugsweise bestehen die Teile 5 aus verhältnismäßig dünnem Stahlblech,
wie nachstehend erläutert werden wird, und werden aus einem einzigen Metallstreifen
hergestellt und in der Einhüllung 4 mit Hilfe eines neuartigen und wirtschaftlichen
Verfahrens angebracht, das einen Teil der Erfindung bildet. U ein Ausbuchten der
Binhüllung 4 zu verhindern, wenn der Streifen gebogen oder verdreht wird, und um
dem Streifen die gewünschte Stärke oder Festigkeit ohne Verlust an Biegsamkeit zu
verleihen, werden die Teile 5 in dichter AuPeinanderfolge angebracht. Vorzugsweise
werden die Teile in der dargestellten Weise mit einem geringen Abstand voneinander
angeordnet, wobei diejenigen Teile der Einhüllung 4, die sich durch die Zwischenräume
erstrecken, wie Ziffer 6 in den Figuren 2 und 3 angibt, die Binhüllung an den gegenüberliegenden
Seiten der Kernteile zusammenfassen. Falls gewünscht, können die Kernteile 5 überwiegend
angrenzend Seite an Seite liegen. In diesem Fall sind die Kernteile vorteilhafterweise
perforiert o.dgl., so daß die Binhüllung an den gegenüberliegenden Seiten der Kernteile
verbunden ist.
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Die Einhüllung 4 kann aus einem beliebigen, geeigneten Stoff bestehen.
Bine Binhüllung aus einem weichgemachten Polyvinylchlorid
ist indeseen
besonders günstig und wird bevorzugt, da ein derartiger Stoff recht wetterfest ist,
die gewünschte Blastizität besitzt und sich leicht strangpressen läßt, so daß eine
Verbindung mit den Kernteilen 5 erzeugt wird. Um ein gefälligeres Aussehen der Binhüllung
zu erzielen, die beliebig gefärbt sein kann, wird die Oberfläche vorzugsweise mit
einem Muster versehen, siehe Fig. 7. Wie nachstehen beschrieben werden wird, läßt
sich das Muster auf einfache und wirtschaftliche Weise, z.B. durch Prägen, herstellen,
so daß beispielsweise ein Gewebe, Leder o.dgl. vorgetäuscht wird.
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Wie aus den Figuren 1 und 2 ersichtlich, kann die Oberfläche der Binhüllung
gemustert sein und ist vorzugsweise auch gemustert. Brstreckt sich das Muster bis
zu den freien Kanten der Seitenwände des Streifens, dann ist die Vortäuschung eines
Gewebes, Leders o.dgl. weitgehend gelungen.
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Damit der Streifen an einem Kantenflanschoder einem entsprechenden
Teil, an den er angedrückt werden soll,fest haftet, wird der Streifen der Figuren
1 - 3 mit einem Paar biegsamer Rippen versehen, die sich innen an den gegenüberliegenden
Seitenwänden des Streifens entlangziehen, so daß dieser leicht an einem Kantenflansch
ocdgl. festgeklemmt werden kann. Wie Fig. 1 darstellt, bilden die Rippen 8 eine
Binheit mit der Einhüllung 4 und erstrecken sich an der Innenseite der Seitenwände
des Streifens mit einem gewissen Abstand von ihren freien Längskanten nach innen
und aufwärts gegen den oberen Teil 1 des Streifens. Wie Fig. 1 zeigt, besitzen
die
freien Längskanten der Rippen 8 vorzugsweise einen geringen Abstand voneinander,
so daß eine gute Befestigung gewährleistet wird. Obwohl die Rippen 8 einen beliebigen
Winkel mit den SeitEnwänden bilden dürfen, erleichtern Rippen (beim Streifen der
Figuren 1 - 3), die gegen den oberen Teil 1 der Anordnung konvergieren, das Andrücken
des Streifens an einen Kantenflansch o.dgl., was einleuchtet.
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Fig. 4 zeigt einen Streifen, der eine leicht abgewandelte Ausführungsform
der Erfindung darstellt und der an einen zweiteiligen Kantenflansch 9 festgeklemmt
werden kann, z.B, an den Kantenflans-Ch des Türpfostens einer Karosserie.
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Wie man erkennen kann, ist der obere Teil des Streifens von Fig.
4 etwas flacher ausgebildet, und die Seitenwände eines derartigen Streifens verlaufen
gewöhnlich parallel zueinander und konvergieren nicht wie die des Streifens der
Figuren 1 - 3.
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Ausserdem ist die Einhüllung 10 unterhalb oder ausserhalb der verlängerten
Rippen 11 und 12 von größerer Stärke (siehe Ziffer 13), wodurch der Streifen in
seinem Gefüge in Nachbarschaft der freien Längskanten seiner Seitenwände versteift
wird, ohne daß er an Biegsamkeit einbüßt, die den Streifen nach der Erfindung kennzeichnet.
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Falls gewünscht, können die Rippen aller gezeigten Streifen zur Brhöhung
ihrer Biegsamkeit in Längsrichtung geschlitzt sein.
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So-werden die Rippen 11 und 12 des Streifens von Fig. 4 als in Längsrichtung
ihrer unteren oder äusseren Flächen geschlitzt dargestellt (siehe Ziffer 14). Wie
der Streifen der Figuren 1 - 3 besitzt der Streifen von Fig. 4 selbstverständlich
einen Kern, der aus quergerichteten, einzelnen Teilen 15 besteht, die nachgiebig
und nicht miteinander verbunden sind.
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Die Figuren 5, 6 und 7 zeigen Streifen nach der Erfindung, die sich
in erster Linie von dem Streifen der Figuren 1 - 3 dadurch unterscheiden, daß sie
mit zusätzlichen Teilen versehen sind so daß eine Abdichtung oder Überbrückung ermöglicht
wird. Diese Teile erstrecken sich entlang der gemusterten Aussenfläche der Binhüllung
auf der einen Seite des oberen Teils des Streifens.
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Der Streifen von Fig. 5 besitzt einen zusätzlichen, röhrenförmigen
Teil 16, der aus einem inneren und einem äusseren röhrenförmigen Stück zusammengesetzt
ist. Wie gezeigt, besteht der äussere röhrenförmige Teil 17 aus dem gleichen Material
wie die Binhüllung 18, z. B. aus weichgemachtem Polyvinylchlorid, und ist"wärmegedichtett
oder anderweitig an die Binhüllung gebunden. Der innere röhrenförmige Teil 19 besteht
in diesem Fall aus Schaumgummi. Auf diese. Weise bewirkt der innere Teil nicht nur
eine verstärkte Nachgiebigkeit
und eine Verbesserung der Bigenschaften
des zusätzlichen Teils, condern verhindert auch, wie einleuchtet, jede Ausbuchtung
des äusseren Teils 17 aus Polyvinylchlorid, wenn der Streifen bei Verwendung gebogen
wird. Wie die gemusterte Aussenfläche 20 der Binhüllung 18 ist auch die Aussenfläche
21 des zusätzlichen Teile 16 vorzugsweise in der gezeigten Weise gemustert oder
anderweitig in geeigneter Weise verziert.
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Der Streifen der Fig. 6 besitzt einen zusätzlichen Teil, der der
Abdichtung oder Überbrückung dient und aus einer nach aussen gerichteten, biegsamen
Rippe 22 besteht, die in diesem Fall aus dem gleichen Stoff wie die Einhüllung 23
besteht, z.B. aus weichgemachtem Polyvinylchlorid, und "wärmeg5dichtetft oder anderweitig
an die Einhüllung gebunden ist.
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Wie nachstehend erläutert werden wird, (siehe Fig. 12), wird der zusätzliche
Teil, d.h. die Rippe 22, des Streifene von Fig. 6 für die Abdichtung oder Überbrückung
in Querrichtung gebogen.
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Obwohl jeder der beschriebenen Streifen an der Innenfläche der Seitenwände
mit einem einzigen Paar von gegenüberliegenden Rippen versehen ist, die der Befestigung
an einem Kantenflansch o.dgl. diemen, kännen, falls gewünscht, zwei Paare seicher
Rippen angebracht werden, wie Fig. 6 zeigt. Wie dargestellt, ist das eine Rippenpaar
(Ziffer @4 und 25) an etwa der gleichen Stelle angebracht wie die Rippe@ der beschriebenen
@treifen und das . Paar (Ziffer 26 und 27 ) zwischen dem ersten Paar und dem oberen
Teil oder der Krope
des Gefüges. Die Anbringung von 2 Paaren von
rippen liefert eine erhöhte -Sicherheit für die Befestigung des Streifens an einem'Kantenflansch
o.dgl., obgleich gewöhnlich ein einziges Rippenpaar für eine gute und sichere Anbringung
des Streifens ausreicht.
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Der Streifen von Pig. 7 besitzt einen zusätzlichen Teil für die Abdichtung
und Überbrückung, der aus einer einzigen, hohlen Röhre 28 besteht, die aus einem
elastischen Stoff, d.h. aus Kautschuk oder einem kautschukartigen Material, besteht
und an die Binhüllung 29 angenäht oder anderweitig befestigt ist, die, wie erwähnt,
aus Polyvinylchlorid bestehen kann.
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Zur Befestigung ist die Röhre 28 mit einem verhältnismäßig schmalen
Flansch 30 versehen, der eine Binheit mit ihr bildet und von gleicher Länge ist
und der an einen entsprechenden Flansch 31 an der Binhüllung 29 angenäht oder anderweitig
befestigt is,t, so daß er diesen überlappt.
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Wie die gemusterte Aussenfläche der Binhüllung 29 ist auch die Aussenfläche
der abdichtenden Kautschukröhre 28 vorzugsweise gemustert. Um eine gegensätzliche
Uirkung zu erzielen, kann das Muster der Röhre 28 so gewählt werden, daß ein Leder
vorgetäuscht wird, während das Muster dor Binhüllung die nachahmung eines Gewebes
darstellt. Da dio Kautschukröhre 28 wie die Binhüllung 29 von beliebiger Farbe sein
können, läßt sich auf diese Weise ein besonders anziehendes Aussehen erzielen.
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Wie bereits erwähnt, sind die zusätzlichen abdichtenden Teile der
Figuren 5, 6 und 7 entlang einer Seitenwand des oberen Teils der Streifen angebracht.
In Fig. -8 hingegen wird ein Streifen nach der Erfindung gezeigt, dessen abdichtender
Teil in Nachbarschaft der freien Längskante der einen der beiden Seitenwände des
Streifens angebracht ist.
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Fig. 8 zeigt einen Streifen mit einem zusätzlichen Teil in Form einer
elastischen, hohlen Rähre 32 aus Kautschuk oder einem kautschukartigen Material,
die sich nach einer Seite des Streifene in Nachbarschaft derfreien Längskante der
Seitenwand 33 erstreckt. Zur Halterung der abdichtenden Röhre 32 ist eine Verankerung
34 vorgevehen, die eine Einheit mit der Röhre 32 bildet und von gleicher Länge ist
und im Gefüge des Streifens liegt, d.h. sich über die Innenfläche der Seitenwand
kann den oberen Teil 55 erstreckt.
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Falls gewünscht, kann die Verankerung 34 in den benachbarten Teil
der Einhüllung (Ziffer 36) in geeigneter Weise eingreifen, obwohl selbstverständlich
ein Ineinandergreifen der Teile nicht wesentlich ist. Wie die bereits beschriebenen
Streifen besitzt auch der Streifen von Fig. 8 ein Paar gegen überliegender Rippen
37 und 38, mit deren Hilfe er an einem Kantenflansch o.dgl. fesgeklemmt werden kann.
Wie erersichtlich, ist aber lediglich die Rippe 37 ein Teil der Einhüllung. Die
andere Rippe 38 ist ein Teil der Verankerung 34 des Zusatzteiles, aber die beiden
Rippen 37
und 38 wirken in gleicher Weise wie diejenigen der anderen
Gefüge zusammen, so daß der Streifen von Fig. 8 gut an einem Kantenflansch o.dgl.
befestigt werden kann.
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Der Streifen von Fig. 9 besitzt zwei zusätzliche Teile für die Abdichtung
und Überbrückung, die auf den gegenüberliegenden Seiten des Streifens angebracht
sind, wobei der eine Teil (Ziffer 39) sich entlang der Einhüllung ,,40 auf einer
Seite des oberen Teils 41 des Streifens erstreckt und der andere Teil (Ziffer 42)
sich entlang der Binhüllung 40 in Nachbarschaft der freien Längskante der Seitenwand
43 des Streifens erstreckt. Wie gezeigt, sind beide zusätzlichen Teile 39 und 42
röhrenförmig u4d aus dem gleichen Stoff wie die Einhüllung 40, z.B. aus Polyvinylchlerid,
und sind "wärmegedichtet" oder anderweitig in geeigneter Weise mit der Binhiillung
verbunden. Eutweder einer oder beide Teile können, wenn gewünscht, innen mit einem
geeigneten Material, beispielsweise einer' Schaumgummiröhre 44 (siehe Teil 42) ausgefüllt
sein. Wie die anderen Streifen ist der Streifen von Sig. 9 mit einem Paar gegenüberliegender,
biegsamer Rippen 45 und 46 zuM Festklemmen an einem Kanten-@lanech o.dgl. versehen.
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Obgleich die Kerne der Streifen von Fig., 6-9 nicht besondere beschrieben
wurden, leuchtet in, daß er Kern (wie der der Figuren 1 - 3) aus einer Reihe von
quergerichteten, nachgiebigen Teilen besteht, die sich Uher seine
Länge
verteilen und dicht neeneinander liegen, aber nicht miteinander verbunden sind.
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Wie vorstehend erwähnt, sind die Streifen nach der Brfindung besonders
geeignet für die Anbringung an Kantenflanschen o.dgl. und dienen der Formgebung
oder als Zier- oder Abschlußstreifen oder bei Anbringung von zusätzlichen abdichtenden
Teilen als Zierstreifen, die gleichzeitig einen Dichtungsstreifen liefern.
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Die Figuren 10 und 11 zeigen beispielsweise Türpfosten 48 und 49
einer Automobilkarosserie und Teile der Türen 50 bzw. 51, die mit diesen zusammenhängen.
Wie ersichtlich, sind an den Flanschen 52 und 53 an den Seiten der Türpfosten 48
von Fig. 10 Streifen nach den Figuren 5, 7 und 8 angebracht oder mit anderen Worten:
Streifen mit zusätzlichen Teilen für die Abdichtung und Überbrückung, die entlang
einer Seite des oberen Teils des Streifens angebracht sind. Obwohl die wesentliche
Abdichtung der Tür 50 durch eine herkömmliche Dichtung 54 geliefert wird, schließt
der zusätzliche Teil 55 des Streifens auf dem Flansch 53 die Lücke wirkungsvoll,
die-andernfalls zwischen Tür und Türpfosten in Nachbarschaft einer Zierkante 56
an der Innenseite der Tür entstehen würde. Bine ähnliche Aufgabe würde selbstverständlich
durch den zusätzlichen Teil 55 erfüllt, der an dem Flansch 52 des Türpfostens 48
befestigt ist.
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In Fig. 11 sind Streifen nach Fig. 9 an den Flanschen 57 und 58 an
den Seiten des Türpfostens 49 befestigt oder mit anderen Worten: Streifen mit zwei
zusätzlichen abdichtenden Teilen 60 und 61. Bei einer Ausführungsform nach Fig.
11 sind also keine von der Tür getragenen Abdichtungen zur Dichtung der Tür oder
zur Überbrückung der Lücke neben der Zierkante 62 der Tür erforderlich.
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Fig. 12 zeigt einen Ausschnitt, der darstellt, wie der Streifen von
Fig. 6 an einen Kantenflansch 63 befestigt ist, wobei die Rippen 25 und 27 so gebogen
sind, daß sie an dem Flansch festgeklemmt werden und die zusätzlichen abdichtenden
Teile 22 in Querrichtung gebogen sind, so daß sie eine Abdichtung gegen den Teil
64 liefern.
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Wie einleuchten wird, verursacht eine wirtschaftliche Herstellung
von Streifen, in denen eine Reihe von quergerichteten Teilen, die sich über die
Länge des Streifens verteilen, nachgiebig-und miteinander nicht verbunden s-ind,
zahlreiche Schwierigkeiten. Bin Verfahren, das die Schwierigkeiten äusserst zufriedenstellend
überwindet, ist in den Figuren 13 - ao dargestellt. Bin derartiges Verfahren ist
ein Teil der vorliegenden Erfindung Im wesentlichen besteht das Verfahren darin,
daß Blechstreifen von gewünschter Breite und Stärke und Nachgiebigkeit
mit
einer Reihe quergerichteter Nuten versehen werden, die über die Länge des Streifens
verteilt sind, wenn die Kernteile des Streifens einen gewissen Abstand voneinander
haben sollen, ober mit einer Reihe von quergerichteten Schlitzen, wenn die Kernteile
des Streifens überwiegend angrenzend Seite an Seite liegen sollen. Die Anbringung
von Nuten oder Schlitzen läßt sich mit Hilfe der üblichen Mittel leicht bewerkstelligen,
vorzugsweise aber in einem fortlaufend arbeitenden Verfahren.
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Der Streifen mit Kernteilen, die einen gewissen, geringen Abstand
voneinander aufweisen (siehe Fig. 1 - 3), besitzen eine größere Biegsamkeit, und
werden bevorzugt, weshalb das Verfahren zur Herstellung eines derartigen Gefüges
an erster Stelle beschrieben werden soll.
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Fig. 15 zeigt einen Blechstreifen 66 mit quergerichteten Nuten, der
die gewünschte Stärke, Breite und Nachgiebigkeit besitzt, in dem Nuten 67 einen
verhältnismäßig geringen Abstand voneinander aufweisen und in Nachbarschaft, aber
vor den Seitenkanten des Streifens enden, so daß Kantenteile 68 und 69 ohne Nuten
vorhanden sind. Wie,einleuchten wird, kann der Streifen 66 von Fig. 15 mit quer
gerichteten Nuten auf folgende Weise angefertigt werden: (a) durch ,Entfernen von
Querstreifen aus dem Metall (siehe Ziffer 70, Fig. 13) so daß die Nuten 67 entstehen
oder (b) durch einschlitzen
eines Streifens in Querrichtung (siehe
Ziffer 71, Fig. 14) und nachfolgendes Strecken des geschlitzten Streifens und Bearbeiten
der ungeschlitzten Seitenkanten'des Streifens, so daß die Schlitze 72 zu quergerichteten
Nuten werden.
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Nach diesem Arbeitsgang wird der Streifen mit den quergerichteten
Nuten, z.B. der Streifen 66 von Fig. 15, eingekerbt oder anderweitig geschwächt,
z.B. durch Binstanzen o.dgl., entlang zweier Linien 73 und 74, die sich in Längsrichtung
mit einem seitlichen Abstand voneinander erstrecken und die quergerichteten Nuten
67 in Nachbarschaft ihrer Enden schneiden (siehe Fig. 16), wobei die Seitenteile
68 und 69 des Streifens, die keine Nuten aufweisen, ausserhalb der Binkerbungen
zur Schwächung des Gefüges liegen.
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Nachfolgend wird der Kernstreifen 66 mit den quergerichteten Nuten
und längsgerichteten Binkerbungen in geeigneter Weise unter Ausnahme der äusseren
Teile der Seitenkanten 68 und 69 ohne Nuten (siede Fig. 17) mit den Deckschichten
75 und 76 an den gegenüberliegenden Flächen des Kernstreifens überdeckt oder eingehüllt,
die von beliebiger Dicke sein können, wobei die eine Schicht (Ziffer 75) eine Binheit
mit einem Paar gegenüberliegender Rippen 77 und 78 zur Befestigung des Streifens
bei Verwendung bildet. Vorzugsweise wird die Binhüllung des Kernstreifens, die die
Rippen
umfaßt, durch. Strangpressen aufgetragen, und da das ein
füllende Material durch die Nuten 67 des Kernstreifens dringt, werden die beiden
Schichten 75 und 76 der Binhüllung fest miteinander verbunden, wie in Fig. 17 durch
die herausgebrochene Stelle sichtbar wird. Wie vorstehend erwähnt, ist weichgemachtes
Polyvinylchlorid. ein besonders geeigneter Stoff für die Einhüllung, da es sich
leicht strangpressen läßt und zahlreiche andere erwünschte Bigenschaften besitzt.
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Der Stoff für die Binhüllung wird in erwärmtem Zustand über den Kernstreifen
stranggeprest und während er noch warm ist, wird die Aussenfläche der Deckschicht
76 in geeigneter oder gewünschter Weise gemustert, z.B. durch Prägen oSgl. Wie Fig.
18 zeigt, ist vorzugsweise die gesamte Aussenfläche 79 der Schicht 76 gemustert,
wobei die Musterung nach Belieben gewählt werden kann. Da die Teile 68 und 69 des
Kernstreifens, die keine. Nuten aufweisen, nach aussen über die Seitenkanten der
Deckschicht ragen (siehe Figt 17 und 18), kann die Musterung sich bis zu d-en Seitenkanten-der
Schicht ausdehnen. Selbstverständlich ist diese Möglichkeit für die Verzierung des
Streifens von größter Wichtigkeit, da das Aussehen des Streifens erheblich leiden
würde, wenn die Prägung oder eine andere Art der Verzierung der Aussenfläche der
Schicht 76, d . h. der sichtbaren Aussenfläche des Streifens, nachdem dieser U-förmig
gebogen wurde, vor den Aussenkanten der Deckschicht enden würde.
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Die Deckschichten 75 und 76 des Kernstreifens (siehe Fig. 17) erstrecken
sich nach aussen über die 'Iängsgerichteten Binkerbungen zur Schwächung des Gefüges
73 und 74 des Kernstreifens, aber nicht bis an die Aussenkanten der Seitenteile
68 und 69 des Streifens, die keine Nuten aufweisen. Auf diese Weise sind Teile der
Seitenkanten 68 und 69 für eine geeignete oder gewünschte Handhabung, z.B. eine
Biegung in entgegengesetzter Richtung, frei und können entlang der Binkerbungen
7 und 74 vom Kernstreifen abgebrochen werden.
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Nach dem Wegbrechen der Kantenteile 68 und 69 bleibt zwischen den
beiden einhüllenden Schichten 75 und 76 eine Reihe quergerichteter Kernteile zurück,
die sich mit geringem Abstand voneinander und ohne miteinander verbunden zu sein
über die Gesamtlänge des Streifens verteilen. Diese Teile werden mit der Ziffer
SO in den Figuren 17, 19 und 20 bezeichnet und entsprechen den Teilen 5 des Streifens
von Fig. l-3.
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Wie Fig. 19 darstellt, führt die Abnahme der Kantenteile 68 und 69
selbstverständlich dazu, daß Lücken oder längsgerichtete Öffnungen 81 zwischen den'zwei
Schichten 75 und 76 an den Aussenkanten entstehen. Der nächste Schritt des Verfahrens
nach der Erfindung ist also das Verschließen der Lücken oder Öffnungen 81 (siehe
Fig. 19 und 20), indem man die äusseren Kanten der -beiden einhüllenden Schichten
miteinander verbindet, z.B. durch eine"Heißschweißung". Auf
diese
Weise werden die einzelnen Kernteile, die nicht miteinander verbunden sind, vollständig
eingeschlossen (siehe Fig. ao).
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Der Streifen von Fig. 20 wird dann auf beliebige Weise so gebogen,
daß er einen U-förmigen Querschnitt erhält, und wenn er einen zusätzlichen Teil
für die Abdichtung oder Überbrückung erhalten sol-l, so kann dieser entweder vor
oder nach dem Biegen angebracht werden, was einleuchten wird.
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Wie erwähnt wurde, wird ein Streifen mit quergerichteten Schlitzen
(siehe Fig. 14) anstelle eines Streifens mit quergerichteten Nuten (siehe Fig. 15)
verwendet, wenn ein Streifen gewünscht wird, dessen unverbundene Kernteile überwiegend
angrenzen und nicht wie beim Streifen der Fig. 1 - 3 einen geringen Abstand voneinander
aufweisen. Bs ist verständlich, daß der Streifen mit quergerichteten Schlitzen in
gleicher Weise wie der beschriebene Kernstreifen mit quergerichteten Nuten (siehe
Fig. 16 - 20) bearbeitet und behandelt wird. Um die beiden einhüllenden Schichten
miteinander zu verbinden, wenn der Kernstreifen quergerichtete Schlitze aufweist,
können die Kernteile-zwischen den Schlitzen, die die Kernteile bilden, Öffnungen
o.dgl. sein, so daß der Stoff für die Binhüllung sie passieren kann; Aus der vorstehenden
Beschreibung geht hervor, daß die Streifen nach der Erfindung durch ihre ausgezeiohnete
Biegsamkeit
gekennzeichnet sind die auf der Anbringung von quergerichteten
Teilen beruht, die nicht miteinander verbunden, verhältnismäßig schmal sind und
sich über die Länge des Streifens verteilen, wobei sie entweder einen geringen Abstand
voneinander aufweisen oder überwiegend angrenzend Seite an Seite liegen. Diese Streifen
sind vorzugsweise dadurch gekennzeichnet, daß sie auf der gesamten sichtbaren Aussenfläche
gemustert oder verziert sind. Es leuchtet ein, daß die Erfindung auch ein Verfahren
für die Herstellung derartiger Streifen liefert, das ausserordenttich praktisch
und recht wirtschaftlich ist.
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Die Fachleute werden weitere Kennzeichen und Vorteile der Erfindung
erkennen.