DE1570844B2 - Verfahren zum herstellen von hochpolymeren durch polykondensation - Google Patents
Verfahren zum herstellen von hochpolymeren durch polykondensationInfo
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Description
Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zum der Polykondensation unterworfen werden.
Herstellen von Hochpolymeren durch Polykonden- Bei der Verwendung von Kugeln, Kuben, Zylindern,
Herstellen von Hochpolymeren durch Polykonden- Bei der Verwendung von Kugeln, Kuben, Zylindern,
sation, das dadurch gekennzeichnet ist, daß ein Vor- Linsen, Körnern, Plättchen, Tabletten, beträgt der
produkt des herzustellenden Polykondensats nach 55 Diffusionsweg vorteilhaft 0,05 bis 5 mm, bei Folien-Verformung
auf Teilchen definierter Form und Größe flitter und Fasern 0,001 bis 0,5 mm.
in festem Zustand weiterkondensiert wird, gegebenen- Die Herstellung der Teilchengemische erfolgt durch
in festem Zustand weiterkondensiert wird, gegebenen- Die Herstellung der Teilchengemische erfolgt durch
falls in kontinuierlicher Weise. Mischen vor der Polykondensation. Man kann aber
Es wurde festgestellt, daß der Verlauf der Poly- auch durch Abtrennen bestimmter Teilchengrößenkondensation
von der Diffusion der bei der Reaktion 60 Fraktionen über Siebe nach beendeter Polykondenjeweils
abgespaltenen Verbindung aus den aus dem sation eine Steuerung der Molekulargewichtsvertei-Vorkondensat
gebildeten Teilchen und somit vom lung erzielen. Die Ausführung dieses Arbeitsganges
kürzesten Weg zur Oberfläche abhängt. Bei kurzem im technischen Rahmen geschieht in den hierfür übli-
und einheitlichem Weg zur Oberfläche entstehen chen Aggregaten.
Produkte mit einer engen Molekulargewichtsvertei- 65 Das Molekulargewicht der auf Teilchen verformten
lung. Ist der Diffusionsweg lang und uneinheitlich, Vorprodukte kann in weiten Grenzen schwanken,
entstehen Produkte mit breiter Verteilung. Durch da es sich nach den zu erzielenden Effekten im Endeine
definierte Formgebung gelingt es, den Diffusions- produkt sowie nach den Reaktionsbedingungen und
3 4
apparativen Gegebenheiten richtet. Im Fall der Poly- sation zugesetzt werden. Die Zugabe geeigneter Mono-
esterkondensation aus Terephthalsäure und Äthylen- mere ist ebenfalls denkbar, sofern sie die Polykon-
glykol kann das Molekulargewicht des Vorkonden- densation nicht stören. Diese Monomeren können
sates zwischen 200 und 10 000 oder höher liegen. sogar parallel zur Kondensationsreaktion für sich
Während nach oben keine Grenzen gesetzt sind, wird 5 polymerisieren oder auf das gebildete Polykondensat
der untere Molekular bereich durch den Schmelz- im Teilchen aufpfropfen.
punkt des Vorproduktes festgelegt. Für den gegebenen Man kann aber auch nach dieser Arbeitsweise die
Fall sollte das besonders günstig erscheinende Mole- Polykondensation von Gemischen artfremder Teilkulargewicht
durch Vorversuche ermittelt werden. chen, wie beispielsweise aus Polyamid- und Polyester-Die
Weiterkondensation der Teilchen definierter io Vorprodukten, mit gezielter Molekulargewichtsvertei-Form
und Größe wird bei Temperaturen unterhalb lung, wie sie unter den Bedingungen der Polykondendes
Schmelzpunktes des jeweiligen Produktes durch- sation in der Schmelze nicht möglich ist, erreichen,
geführt. Die Temperatur ist deshalb von Fall zu Fall Im Gegensatz zu bisherigen Polykondensationsmethoverschieden.
Die Wahl der günstigsten Reaktions- den in Schmelze oder Pulver gestattet das Verfahren
temperatur hat aber auch den besonderen Verhält- 15 der Erfindung die Herstellung von Polykondensaten
nissen, wie unter anderem Beständigkeit der Ausgangs- mit gezielter und definierter Molekulargewichtsvertei-
und Endprodukte und der Reaktivität des Systems, lung und großer Einheitlichkeit. Während es bisher
Rechnung zu tragen. Die Reaktion kann auch bei nicht möglich war, zur Steuerung der Reaktionsansteigenden
Temperaturen durchgeführt werden. Sind bedingungen und apparativen Gegebenheiten diese
die Endprodukte kristallin, ist es vorteilhaft, die zu 20 einheitlich reproduzierbar zu erreichen, ist dies nach
kondensierenden Teilchen längere Zeit bei Temperatu- dem erfindungsgemäßen Verfahren durch die Wahl
ren zu halten, bei denen die Polykondensate zu kri- des geeigneten Diffusionsweges über die Form der
stallisieren beginnen. Durch diese Maßnahme kann Teilchen leicht zu bewerkstelligen. Auch kann man
ein Verkleben der Teilchen und eine Krustenbildung die Breite der Molekulargewichtsveiteilung leicht
an der Wand der Apparatur ausgeschlossen werden. 25 durch die Änderung des Mischungsverhältnisses der
Die Weiterkondensation wird in einem Temperatur- Teilchengrößen beeinflussen. '
bereich, der zwischen der Schmelztemperatur und Auf Grund dieser Möglichkeiten kann man im
etwa 100° C, vorzugsweise 50° C darunter liegt, durch- Betrieb die Produktion rasch und ohne Schwieriggeführt.
In praktischen Versuchen hat es sich als be- keiten auf Polykondensat-Typen mit den verschiesonders
zweckmäßig erwiesen, die Weiterkonden- 30 densten Molekulargewichtsverteilungsbreiten umstelsation
in einem Temperaturbereich durchzuführen, len, was gerade vom anwendungstechnischen Gesichtsder
möglichst nahe unterhalb der Schmelztemperatur punkt aus sehr erwünscht ist. Da man sich in solchen
liegt, wobei er jedoch so zu wählen ist, daß die Einzel- Fällen durch langwierige Versuche die Rezeptur zur
partikelchen nicht zusammenbacken. Dieser Bereich Herstellung von Produkten mit gewünschter veränderliegt
z.B. bei 13 bis 10° C unterhalb der Schmelz- 35 ter Molekulargewichtsverteilung erarbeiten muß, gehen
temperatur. Für die Weiterkondensation wird bis solche Produktionsumstellungen bei den bisherigen
zur Erzielung der gewünschten Molgewichtsvertei- Polykondensationsmethoden auf Kosten der Wirtlung
eine gewisse Zeit benötigt, die je nach dem ein- schaftlichkeit. Die Arbeitsweise des Verfahrens ergesetzten
Produkt und der angewandten Temperatur möglicht jedoch leicht eine rasche Umstellung, da
in weiten Grenzen schwankt. Im allgemeinen liegt 40 durch die definierte Teilchengröße und gezielte Teildiese
Zeit zwischen einigen Minuten bis mehrere chengrößenverteilung, die Einstellung des neuen Pro-Stunden,
beispielsweise 10 Minuten bis 10 Stunden duktes sofort und reproduzierbar geschehen kann,
oder mehr. Bei der praktischen Durchführung des Das Verfahren ist auch auf die Herstellung von
Verfahrens haben sich Zeiten für die Durchführung Block-Copolykondensaten anwendbar,
der Polykondensation von etwa 30 Minuten bis etwa 45 . 4 Stunden als besonders zweckmäßig herausgestellt. Beispiel 1
Das erfindungsgemäße Verfahren kann im Vakuum In einem beheizbaren, mit Thermometer, Kolonne
und bei Normaldruck ausgeführt werden. Die Ver- und angeschlossenem Kühler versehenen Rührkessel
Wendung von Inertgasen kann, muß jedoch nicht wird ein Gemisch aus 6000 Gewichtsteilen Dimethylerforderlich
sein. Sie ist verständlicherweise bei oxy- 50 terephthalat, 4800 Gewichtsteilen Äthylenglykol und
dationsempfindlichen Produkten unerläßlich. Das 1,38 Gewichtsteilen Zinkacetat (· 2H2O) innerhalb
Verfahren ist in bezug auf technische Ausführung von 190 Minuten allmählich auf 220° C erhitzt,
sehr wandlungsfähig und wird in den üblichen, für Während dieser Zeit destillieren 1975 Gewichtsteile
diesen Zweck geeigneten Apparaturen ausgeführt. Bei Methanol ab. Nach Zugabe von 1,5 Gewichtsteilen
der Verwendung entsprechender Aggregate kann es 55 Triphenylphosphit und 1,8 Gewichtsteilen Antimonauch
kontinuierlich durchgeführt werden. Die Be- trioxyd wird das überschüssige Glykol innerhalb
wegung der Teilchen während der Reaktion ist zweck- von 30 Minuten bei langsam auf 270° C ansteigender
mäßig, jedoch nicht erforderlich. Temperatur und kontinuierlich auf 1,8 Torr fallenden
Die Polykondensation nach dem erfindungsgemäßen Druck im Gefäß abgetrieben. Danach wird das Ge-Verfahren
kann auch in Anwesenheit anderer, an 60 misch 30 Minuten bei 1,8 Torr Vakuum auf 275° C
der eigentlichen Reaktion nicht beteiligter Substanzen erhitzt, wobei ein Vorkondensat entsteht. Die spezistattfinden,
die nach der Verarbeitung auf Form- fische Viskosität des Vorkondensats, gemessen im
gebilde besondere Effekte, wie beispielsweise als Anti- Ubbelohde-Viskosimeter als l°/oige Lösung in einem
statikum, Weichmacher, Stabilisator, Pigmente jeg- Gemisch Phenol—TetrachloräthanCMischungsverhältlicher
Art, Füllstoffe, Modifizierungs- und Schaum- 65 nis 60:40) bei 250C, berechnet nach der Formel
mittel und Vernetzer, hervorrufen sollen. Selbst- ^ verständlich können auch Gemische dieser Substan- γ, ti λ ~~ °
zen den Teilchen vor oder während der Polykonden- *v' T1
(T1 = Durchlaufzeit der Lösung, T0 = Durchlaufzeit
des Lösungsmittels), beträgt 0,3.
Dieses Vorprodukt wurde gemahlen und das gemahlene Gut in eine nicht zu kleine Anzahl von Fraktionen
nach der Teilchengröße unterteilt, im gewählten Beispiel in 8 Teilchenfraktionen, die in der nachfolgenden
Tabelle 1 in der Spalte 1 (Reihenfolge der Fraktionen) und Spalte 3 (Teilchendurchmesser) aufgeführt
sind.
Bei der vorgenommenen Mahlung ergaben sich für die 8 Teilchenfraktionen die in Spalte 2 der Tabelle
1 angegebenen gewichtsprozentualen Anteile an dem Vorprodukt. Je nach Dauer und Intensität der
durchgeführten Mahlung wird sich die anteilsmäßige Beteiligung der 8 Teilchenfraktionen an dem gemahlenen
Vorprodukt verschieben.
Die 8 Teilchenfraktionen wurden jede für sich durch Erhitzen unter Rühren in einem Vakuumgefäß bei
2500C und 0,4 Torr Vakuum auf die Dauer von 50 Minuten der Polykondensation unterworfen. Man
•erhielt so aus den einzelnen Teilchenfraktionen 1 bis 8 Polykondensate mit den in Spalte 4 und 5 der
Tabelle 1 angegebenen und nach der oben beschriebenen Methode ermittelten Werte für ihre spezifischen
Viskositäten und die daraus errechneten mittleren Molekulargewichte.
Kondensierte man ein Gemisch, das wieder aus den 8 Teilchenfraktionen des gemahlenen Vorproduktes
(Vorkondensat), wie in der Tabelle 1 angegeben, zusammengesetzt ist, indem das Gemisch in einem
Vakuumgefäß bei 0,4 Torr Vakuum 50 Minuten lang bei einer Temperatur von 2500C gerührt wurde, so
erhielt man ein Polykondensat, dessen spezifische Viskosität nach der oben angegebenen Methode mit
dem Wert von 0,748 ermittelt wurde. Daraus errechnet sich ein mittleres Molekulargewicht (Zahlenmittel)
von 16 700.
• Durch Mischen mehrerer Teilchenfraktionen des Vorproduktes miteinander in gleichen oder unterschiedlichen
Mengen und Polykondensation dieser Mischungen hat man es in der Hand, die Eigenschaften
der hergestellten Polykondensate weitgehend nach Wunsch zu gestalten, d. h. die spezifische Viskosität
und damit ihre Molekulargewichtsverteilung erfindungsgemäß nach Belieben zu steuern.
| Teilchen fraktion Nr. |
Gewichts prozent |
Durch messer in mm |
η spez.*) | MJ -IQ3**) |
| 1 | 30 | 1,00 bis 2,20 | 0,689 | 15,3 |
| 2 | 20 | 0,75 bis 1,00 | 0,740 | 16,5 |
| 3 | 15 | 0,60 bis 0,75 | 0,833 | 18,6 |
| 4 | 10 | 0,50 bis 0,60 | 0,890 | 20,0 |
| 5 | 10 | 0,40 bis 0,50 | 0,969 | 21,9 |
| 6 | 8 | 0,30 bis 0,40 | 1,014 | 23,0 |
| 7 | 5 | 0,20 bis 0,30 | 1,070 | 24,3 |
| 8 | 2 | <0,20 | 1,088 | 24,5 |
Werden die im Beispiel 1 angegebenen, aus dem Vorprodukt gebildeten Teilchenfraktionen (Korngrößenfraktionen)
jede für sich bei 250° C und 0,4 Ton-Vakuum 120 Minuten lang unter Rühren polykondensiert,
so erhält man Polykondensate; deren spezifische Viskosität und mittleres; -Molekulargewicht nach
C ο η i χ aus- Tabelle 2 ersichtlich sind. -■·■·.··· ' -
| Tabelle 2. | η spez. | M7-W3 | |
| - Teilchen fraktion Nr. |
Durchmesser in mm |
0,972 | 21,9 |
| 1 | 1,00 bis 2,20 | 1,101 | 22,9 . |
| 2 | 0,75 bis 1,00 | 1,313 | 30,0 |
| 3 | 0,60 bis 0,75 | 1,437 | 33,0 |
| 2O 4 | 0,50 bis 0,60 | 1,476 | 33,8 |
| 5 | 0,40 bis 0,50 | 1,589 | 36,5 |
| 6 | 0,30 bis 0,40 | 1,623 | 37,2 |
| 7 | 0,20 bis 0,30 | 1,665 | 38,8 |
| 8 | <0,2 | ||
*) Wegen der hohen Kristallinität der so erhaltenen Polyester
können diese im Gegensatz zu dem oben beschriebenen Vorprodukt, das man bei 80° C löst, erst bei Temperaturen
oberhalb von 120° C in Lösung gebracht werden, zusätzliches Rühren oder Schütteln beschleunigt den Lösungsvorgang.
**) IvTn ist das mittlere Molekulargewicht (Zahlenmittel), berechnet
nach C ο η i x, »Makromolekulare Chemie« 26, (1958), S. 22.
Die für ein Gemisch der 8 Teilchenfraktionen in
dem im Beispiel 1 angegebenen gewichtsprozentualen Verhältnis ermittelte mittlere spezifische Viskosität
beträgt 1,023, aus der sich ein Molekulargewichts-Zahlenmittel von 23 000 errechnet.
Der im Beispiel 1 beschriebene Ansatz zur Herstellung von Polyalkylenterephthalat wird durch
45 Minuten dauerndes Erhitzen bei 275° C und 1,8 Torr Vakuum zu einem Vorkondensat polykondensiert.
Das so erhaltene Vorprodukt wird in bekannter Weise zu Bändern von 0,7 mm bzw. 1,5 mm
Durchmesser verarbeitet. Die Bänder werden anschließend im Bandgranulator auf kubische Teilchen
geschnitten. Jede der beiden Granulattypen wird für sich in einem beheizten Drehrohr innerhalb von
2 Stunden von 130 auf 2500C erhitzt und anschließend
bei 0,4 Torr Vakuum und 2500C 3 Stunden polykondensiert.
Ein Gemisch aus 70 Gewichtsteilen Granulat des Durchmessers 0,7 mm und 30 Gewichtsteilen
des 1,5 mm dicken Granulats wird in gleicher Weise, wie vorstehend bei den Granulat-Typen
angegeben, erhitzt und anschließend polykondensiert. Der Einfluß, den Teilchendurchmesser
und anteilmäßige Beteiligung von Teilchen mit verschiedenem Teilchendurchmesser an einer Mischung
auf die Molekulargewichtsverteilung hat, ist aus Tabelle 3 zu ersehen.
| Nr. | Durchmesser in mm | η spez. | M7-103 . |
| 1 | 0,7 | 0,92 | 20,8 |
| 2 | 1,5 | 0,73 | 16,3 |
| 3 | Gemisch aus | 0,86 | 19,43 |
| 70 Gewichts | |||
| prozent Nr. 1 | |||
| 30 Gewichts | |||
| prozent Nr. 2 |
Claims (5)
1. Verfahren zum Herstellen von Hochpoly- von Teilchen mit langem Diffusionsweg oder mit
meren durch Polykondensation, dadurch ge- kurzem Diffusionsweg oder durch Mischen solcher
kennzeichnet, daß ein Vorprodukt des 5 Teilchen mit langem oder kurzem Diffusionsweg,
herzustellenden Polykondensate nach Verformung die Molekulargewichtsverteilung nach Wunsch zu
auf Teilchen definierter Form und Größe im steuern.
festen Zustand weiterkondensiert wird, gegebenen- Als Vorprodukt wird im Sinne der Erfindung ein
falls in kontinuierlicher "Weise. niedermolekulares Umsetzungsprodukt der für die
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch ge- ίο Herstellung der Polykondensate erforderlichen Auskennzeichnet,
daß die nach Form und Größe gangsverbindungen mit definiertem Schmelzbereich
definierten Teilchen in Formen von Kuben oder bezeichnet Bei der Herstellung von Polyäthylen-Zylindern
angewendet werden. terephthalat ist es üblicherweise der Terephthalsäure-
3. Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch bisoxyäthylester oder vorkondensiertes Polyäthylengekennzeichnet, daß die nach Form und Größe 15 terephthalat. Beim Polyamid aus Adipinsäure und
definierten Teilchen von Vorprodukten von her- Hexamethylendiamin kann das Vorprodukt adipinzustellenden
Polyestern oder Polyamiden oder saures Hexamethylendiamin oder ein Vorkondensat Polyimiden im festen Zustand weiterkondensiert mit niedrigem Molekulargewicht sein.
werden. Unter Polykondensationsproduktionen werden die
4. Verfahren nach Anspruch 1 bis 3, dadurch so Reaktionen verstanden, bei denen unter Abspaltung
gekennzeichnet, daß die Weiterkondensation im einer leicht flüchtigen Verbindung hochmolekulare
Vakuum oder bei Normaldruck durchgeführt wird. Polymere gebildet werden. Das erfindungsgemäße
5. Verfahren nach Anspruch 1 bis 4, dadurch Verfahren läßt sich zur Herstellung von Polykondengekennzeichnet,
daß die Weiterkondensation in säten, wie hochpolymeren Carbonsäureanhydriden,
Gegenwart von reaktionsinerten, gegebenenfalls 25 Hydraziden, Triazolen, Aminotriazolen, Tetrazinen,
in Gasform vorliegenden Substanzen durchgeführt. Ureiden, Thioureiden, Thioamiden, Imiden, Chinwird.
oxalinen, Chinazolinen, Oxdiazolen, insbesondere
aber von Polyamiden und Polyestern anwenden. Die
Verwendung von mehr als difunktionellen Ausgangs-
Es ist bekannt, daß bei Polykondensationsreak- 3° verbindungen ist ebenfalls möglich, führt allerdings
tionen Polymere mit einer Molekulargewichtsvertei- zu verzweigten und vernetzten Polymeren. Die Auslung
entstehen, die der sogenannten »Flory-Ver- gangskomponenten können selbstverständlich einteilung«
entsprechen (P. J. F 1 ο r y, J. A m e r Chem. oder mehrfach substituiert sein oder Hetero-Atome
Soc. 58 [1936] S. 1877). Abhängig von der Wahl enthalten.
der Reaktionsbedingungen und den apparativen 35 Gemäß dem Erfindungsgedanken sind für die PolyGegebenheiten
erhält man Produkte mit verschieden kondensation Teilchen einzusetzen, bei denen der
breiter Kettenverteilung. Es konnte bisher allerdings Diffusionsweg, der der kürzesten Raumachse entnoch
kein exakter Zusammenhang von Reaktions- spricht, im Teilchen möglichst einheitlich ist, da dieser
bedingungen und Molekulargewichtsverteilung er- Weg die Gleichmäßigkeit und das Maß der Breite
mittelt werden. Wegen der Undefinierten und nur 4° der Molekulargewichtsverteilung bestimmt. Bei geschwierig
gleichmäßig zu gestaltenden Verhältnisse wünschter breiter Verteilung ist es daher möglich,
bei der Reaktion führt die übliche Polykondensation definierte Gemische von Teilchen mit unterschiedlichem
in der Schmelze und im Pulver stets nur zu molekular- Diffusionsweg weiterzukondensieren. Für die Heruneinheitlichen
und wenig reproduzierbaren Produk- stellung der Teilchen stehen viele Verfahren zur Verten.
Diese geringere Reproduzierbarkeit hat einen 45 fügung, die es gestatten, durch Verformen aus Schmelze
großen Einfluß auf die Gleichmäßigkeit der Produk- oder Pressen von Pulvern, Teilchen in der Form von
tion, so daß deshalb die Wirtschaftlichkeit erheblich Kugeln, Kuben, Zylindern, Tabletten, Plättchen und
beeinträchtigt wird. Da die Qualität von Fertigartikeln Folienfilter herzustellen. Man kann aber auch durch
wesentlich von der Breite der Molekulargewichts- Versprühen aus Lösung oder Schmelze Körner erverteilung
beeinflußt wird, besteht das Bedürfnis, 50 zeugen, die nach Klassifizierung nach Teilchengröße
diese gezielt zu steuern. in den Einzelfraktionen oder definierten Gemischen
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEK0055410 | 1965-02-27 |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1570844A1 DE1570844A1 (de) | 1970-03-19 |
| DE1570844B2 true DE1570844B2 (de) | 1972-11-09 |
Family
ID=7227451
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19651570844 Pending DE1570844B2 (de) | 1965-02-27 | 1965-02-27 | Verfahren zum herstellen von hochpolymeren durch polykondensation |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1570844B2 (de) |
Families Citing this family (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US5663281A (en) * | 1996-07-30 | 1997-09-02 | E. I. Du Pont De Nemours And Company | Process for preparing high molecular weight polyesters |
| US20070043185A1 (en) * | 2005-06-08 | 2007-02-22 | Alms Gregory R | Polymerization process |
-
1965
- 1965-02-27 DE DE19651570844 patent/DE1570844B2/de active Pending
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE1570844A1 (de) | 1970-03-19 |
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