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DE1570739A1 - Verfahren zur Herstellung von aliphatischen Polycarbonaten - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von aliphatischen Polycarbonaten

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Publication number
DE1570739A1
DE1570739A1 DE19651570739 DE1570739A DE1570739A1 DE 1570739 A1 DE1570739 A1 DE 1570739A1 DE 19651570739 DE19651570739 DE 19651570739 DE 1570739 A DE1570739 A DE 1570739A DE 1570739 A1 DE1570739 A1 DE 1570739A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
chloromethyl
propanediol
carbonic acid
acid ester
dissolved
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DE19651570739
Other languages
English (en)
Inventor
Dipl-Chem Dr Ernst Klesper
Dipl-Chem Dr Hans Zoebelein
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Henkel AG and Co KGaA
Original Assignee
Henkel AG and Co KGaA
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Henkel AG and Co KGaA filed Critical Henkel AG and Co KGaA
Publication of DE1570739A1 publication Critical patent/DE1570739A1/de
Pending legal-status Critical Current

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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08GMACROMOLECULAR COMPOUNDS OBTAINED OTHERWISE THAN BY REACTIONS ONLY INVOLVING UNSATURATED CARBON-TO-CARBON BONDS
    • C08G64/00Macromolecular compounds obtained by reactions forming a carbonic ester link in the main chain of the macromolecule
    • C08G64/20General preparatory processes
    • C08G64/30General preparatory processes using carbonates
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08GMACROMOLECULAR COMPOUNDS OBTAINED OTHERWISE THAN BY REACTIONS ONLY INVOLVING UNSATURATED CARBON-TO-CARBON BONDS
    • C08G64/00Macromolecular compounds obtained by reactions forming a carbonic ester link in the main chain of the macromolecule
    • C08G64/02Aliphatic polycarbonates
    • C08G64/0208Aliphatic polycarbonates saturated
    • C08G64/0225Aliphatic polycarbonates saturated containing atoms other than carbon, hydrogen or oxygen
    • C08G64/0233Aliphatic polycarbonates saturated containing atoms other than carbon, hydrogen or oxygen containing halogens

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Medicinal Chemistry (AREA)
  • Polymers & Plastics (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Polyesters Or Polycarbonates (AREA)

Description

  • "Verfahren zur Erstellung von aliphatischen Polycarbonaten Es ist bekannt, Polycarbonate durch Ringöffnungspolymerisation aus aliphatischen, ringförmigen Carbonaten, gegebenenfalls durch Einwirkung von basischen Katalysatoren, bei erhöhter Temperatur herzustellen. So hat man beIspielsweise durch Erhitzen von Trimethylencarbonat in Gegenwart von Kaliumcarbonat ein glasiges, farbloses Polymerisationsprodukt erhalten.
  • Ferner hat man auch cyclische Carbonate des Propandiols-i,3, welche in 2-Stellung einen oder zwei Alkylreste enthalten, der Ringöffnungspolymerisation unterworfen. Bei den bekannten Verfahren resultieren relativ niedermolekulare Produkte, welche entsprechend niedrige Erweichungs- und Schmelzpunkte aufweisen und daher für viele technische Anwendungszwecke nicht brauchbar sind. Halogensubstituierte aliphatische Polycarbonate sind bisner nicht bekannt geworden.
  • Es wurden nun aliphatische Polycarbonate gefunden, welche im wesentlichen aus Einheiten der Fornel bestehen, wobei R einen aliphatischen Rest bedeutet. Der Rest R enthält vorzugsweise 1 bis 12, insbesondere 1 bis 4,Kohlenstoffatome. Die cyclischen Kohlensäureester werden hergestellt durch Polymerisation von 2-Alkyl-2-chlormethyl-propandil-1,3, gegebenenfalls im Gemisch mit 2,2-Bis-[chlormethyl]-propandiol-1,3.
  • Die als Ausgangsmaterial zu verwendenden monomeren cyclischen ohlensäureester von 2-Alkyl-2-chlormethyl-propandiol-1,3 sollen in möglichst reiner Form vorliegen. die können in an sich bekannter Weise auf folgendem Wege hergestellt werden.
  • Zunächst wird das entsprechende 1,1,1-Trimethylolalkan durch Umsetzen mit Thionylchlorid in gegenwart von Pyridin in den cyclischen Schwefligsäureester des 2-Alkyl-2-chlormethylpropandiols-1,3 überführt. Diese Reaktion ist in der deutschen Patentschrirt 375 d05 für die Herstellung des cyclischen Schwefligsäureesters des 2-Bis-[chlormethyl]-propandiols-1,3 beschrieben. Im vorliegenden alle würde die allgemeine Reaktionsgleichung lauten
    Alkyl CH2OH 30012 Alkyl \/cd2 CH2O
    0 2 30C12
    C 0 3 = 0 (1)
    HOCH2 CH2OH Pyridin C1CH2 CH2O
    Durch Verseifen des nach der obigen Gleichung erhaltenen cyclischen Schwerligsäureesters mit Wasser in Gegenwart von Säuren kann auf einfache Weise unter Abspaltung von S02 das 2-Alkyl-2-chlormethyl-propandil-1,3 der allgemeinen Formel (11) erhalten werden.
    Alkyl/CH20H
    c
    ClCH/> C cOH
    Diese @eaktion ist in der deutschen Patentschrift 575 503 für die Herstellung des 2-bis-[chlormethyl]-propandiols-1,3 beschrieben.
  • Durch Umsetzen mit Diarylearbonaten, wie z.B. Diphenylcarbonat, oder auch mit Phosgen, erhält man aus den 2-Alkyl-2-chlormethyl-propandiolen-1,3 die entsprechenden cyclischen Kohlensäureester. Diese haben die allgemeine Formel
    Alyl CH, 0
    C C-O ; LF)
    0
    ClCH2 cH,o
    2 <
    Der Alkylrest des 2-Alkyl-2-chlormethyl-propandiols-1 soll 1 bis 12, insbesondere 1 bis 8, Kohlenstoffatome aufweisen.
  • Die Herstellung von monomeren cycl@@chen Kohlensäureestern obiger Formel kann bei Verwendung von Diarylcarbonaten ohne wo itere Lösungsmittel durchgeführt werden. Zweckmäßig kann loch die Verwendung von Lösungsmi tteln, wie z.B.
  • Dioxan, Tetrahydrofuran, Dimethyläther des Äthylenglykols und ähnlichen dann sein, wenn man den cyclischen Kohlensäureester mittels Phosgen herstellt.
  • Die Reationstemperatur bei der Herstellung des monomeren Esters. richtet sich nach den eingesetzten Reaktionskomponenten und einem eventuell verwendeten Lösungsmittel. bei der Umsetzung von 2-Alkyl-2-chlormethyl-propandiolen-1,3 mit Diphenylcarbonat liegt dIe Reaktionstemperatur im allgemeinen zwischen 120 und 2500 C, insbesondere zwischen 160 und 2200 C. DieReaktionszeiten betragen je nach Temperatur und den sonstigen äußeren bedingungen etwa 1/2 bis 6 Stunden.
  • Die Herstellung der monomeren Kohlensäureester aus den 2-Alkyl-2-chlormethyl-propandiolen-1,3 nach einem der vorgenannten Verfahren kann sowohl diskontinuierlich als auch in eeigneten Apparaturen kontinuierlich durchdeführt werden.
  • Zur @ufarbeitung wird der @nsatz zur Herstellung der monomeren cyclischen Kohlensäurtester von 2-Alkyl-2-chlormethyl-propandiolen-1,3 zunächst destilliert, wobei ein großer Teil der Verunreinigungen oder auch Lösungsmittel abgetrennt wird. Nach einmaliger Destillation ist der cyclische Kohlensaureester im allgemeinen für die Polymerisation noch nicht genUgend rein.
  • Er wird daher zweckmäbig noch frastioniert destilliert und/oder umçristallisiert. Zu diesem Zweclc kann man ihn zunächst mit Lösungsmittel von gutem Lösungsvermögen, wie etwa Dioxan, Tetrahydrofuran, Methanol, Äthanol, Propanol, Isopropanol, Aceton, Benzol, ;?oluol oder Xylol, behandeln und ihn später durch Zusatz einer uen monomeren cyclischen Kohlensäureester schwer lösenden organischen, machbaren Flüssigkeit, wie beispielsweise Diäthyläther oucr aliphatische Kohlenwasserstoffe, zur Kristallisation bringen. Als zweckmäßig nt es sich ferner erwiesen, den cyclischen Kohlensäureester des 2-Alkyl-2-chlormethyl-propandiols-1,3 durch Extraktion mit einem nur wenig lösenden Lösungsmittel aus einer Hülse, beispielsweise im Soxhlet, umzukristallisieren. Hierzu können beispielsweise Diäthyläther, Diisopropyläther allein oder im uemisch mit aliphatischen Kohlenwasserstoffen oder Chlorkohlenwasserstorren, wie Heptan, Octan, Benzin, Methylenenlorid oder Tetrachlorkohlenstoff, verwendet werden. bei den cyclischen Kohlensäureestern von 2-Alkyl-2-chlormethylpropandiolen-i,5 handelt es sich-um bisher noch nicht beschriebene Substanzen, ebe@so wie bei ihren Polyaerisationsprodukten .
  • Die cyclischen Kohlensäureester können allein oder Im Gemisch verwendet werden. Ebenso ist es möglich, sie teilweise durch den cyclischen Kohlensäureester des 2,2-Bis-[chlormethyl]-propandiols-1,) zu ersetzen. Im allgemeinen erhält man bei Mitverwendung des zuletzt genannten cyclischen Kohlensäureesters sowie in den hallen, in denen die Alkylkette kurz ist, härtere.
  • Produkte als bei Verwendung längere Alkylreste enthaltender cyclischer Kohlensäureester des 2-Alkyl-2-chlormethyl-propandiols-1, 3.
  • Die Polymerisation kann allein durch Erwärmen auf Temperaturen von 120 bis 200° C, insbesondere 130 bis 130° C, bewirkt werden. Sie beginnt im allgemeinen etwas oberhalb der Schmelztemperatur der entsprechenden Monomeren der Kohlensäureester.
  • Die Polymerisation kann beschleunigt werden durch Zugabe von im wesentlichen im Reaktionsgemisch unlöslichen bekahnten Umesterungskatalysatoren. Es kommen hier in Frage: Natriummethylat, Natriumisopropylat, Kalium-tert.-butylat, Natriumsilikat, Kaliumsilikat, Kalziumox å, Bariumoxid, Xalziumcarbonat, Magnesiumcarbonat und dergleichen mehr.
  • Die Ringöffnungspolymerisatior kann in Abwesenheit oder in vegenwart von Lösungsmitteln durchgeführt werden. Aus praktischen Gründen wird man jedoch m@glichst auf die Versendung von Lösungsmittel verzichten und die Polymerisation in der Schmelze vornehmen.
  • Zur Reiniguhg der geb@ldeten linearen Polycarbonate können dieselben in Lösungsmittel@., wie etwa Dioxan, Tetrahydrofuran, Dimethylformamid, gelöst werden und anschlie@end durch e@@e das Polywere :ie Cbr.t.i'e SlJSi&?.it augLflit werden, wie z.B. @ethanol, @th@@ol, Isopropanol, D@äthyläther.
  • Die iilLren Koje.'Uue r des L-Ai;'l-2-c'1or:ethyi-pro-@andiols-1,3 bzw. @hre Mischpolymerisate mit dem cyclischen ohlensäureester des 2,2-bis-[chlormethyl]-propandiols-1,3 steller thermoplastische Kunststoffe dar, welche in Abhängigkeit von ihrer Zusammensetzung und dem Molekulargewicht auf der Koflerbank einen Erweichungsbereich von etwa 50 bis 150° C aufweisen. Aus ihnen können durch Spritzen oder Pressen @olien oder Formkörper hergestellt werden und aus der Schmelze lassen sich Fäden ziehen. Die Folien und Fäden sind kalt verstreckbar und zeigen gute mechanische Eigenschaften. Aufgrund der Löslichkeit in verschiedenen Lösungsmitteln können die neuen Polymeren auch als Rohstoffe zur Herstellung von Uberzügen verwendet werden Herstellung des Ausgangsmaterials: A) Herstellung des cyclischen Schwefligsäureesters von 2-Methyl-2-chlormethyl-propandiol-1,3 Ansatz: 960 g Trimethyloläthan (8,0 Mol) 2088 z Thionylchlorid (17,6 Mol) 189,6 g Pyridin (2,4 Mol) Trimethyloläthan und Pyridin wurden in einem 6-l-Rundkolben vorgelegt. Unter Rühren von Hand wurde innerhalb 55 Minuten das Thionylchlorid zugetropft. Durch Kühlung mit einem Eiswassergemisch wurde die Temperatur zwischen 30 und 480 C gehalten. Es wurde 17 Stunden stehen gelassen und anschließend auf dem Dampfbad 3 Stunden erhitzt. Nach Zugabe von 1600 ml kaltem Wasser wurde weitere 15 Minuten auf dem Dampfbad erhitzt, durchgeschüttelt und dann abkühlen gelassen. Die wässrige Phase wurde im Scheidetrichter abgetrennt und die organische Phase zweimal mit je 1000 ml kaltem Wasser auageschüttelt. Die organische Phase wurde im Wasserstrahlvakuum destilliert. Nach einem aus Wasser bestehenden Vorlauf wurde die zwischen 106 und 1;20 C bei 16 Torr übergehende ölige Flüssigkeit aufgefangen, Die Ausbeute betrug 905 g.
  • Analyse. gef. ber. für C = 32,91 % 32,53 % Cl = 18,96 %, 19,10 % 19,20 % .
  • S = 17,28 %, 17,01 % 17,34 ; Herstellung von 2-Methyl-2-chlormethyl-propandiol-1 ,3 Ansatz: 630 g Cyclischer Schwefligsäureester von 2-Methyl-2-chlormethyl-propandiol-1 3 630 g Wasser 630 g konz. Salzsäure Die drei Komponenten wurden in ein 3-l-Becherglas gegeben.
  • Es bildete sich dabei eine wässrige und eine organische Phase.
  • Das Gemisch wurde solange erhitzt, bis die beiden Phasen sich unter starker SO2 -Entwicklung während etwa 30 Minuten bei 900 C vereinigt hatten. Es wurde dann in eine große Abdampfschale überführt und unter Rühren auf der Heizplatte währena 3 bis 4 Stunden langsam auf 1400 C erhitzt, bis alles Wasser abgetrieben war.
  • Die zurückbleibende Schmelze wurde noch warm in 225 g Chloroform gelöst und nach Abkühlen und schneller Zugabe von 875 ml Ather zuerst bei Zimmertemperatur und dann in einer Eis-Kochsalz-Mischung auskristallisiert. Es wurde abgesaugt und bei 500 C 6 bis 7 Stunden im Vakuumtrookenschrank getrocknet.
  • Ausbeute 320 g.
  • Analyse: gef. ber. für C5H11O2Cl c = 43,36 ffi 43,35% Cl = 24,83 % 25,60 X OHz = 804,7 809 Herstellung des cyclischen Kohlensäureesters von 2-Methyl-2-chlormethyl-propandiol-1 3 Ansatz: 277 g 2-Methyl-2-chlormethyl-propandiol-1,3 (2 Mol) 428 g Diphenylcarbonat (2 Mol) Die Schmelze des 2-Methyl-2-chlormethyl-propandiol-1,3 in einem Destillationskolben wurde zunächst durch troptenweiße Zugabe von Tri-n-butylamin-neutralisiert. Dann wurde du Diphenylcarbonat zugegeben und auf 2200 C erhitzt. Du entstehende Phenol destillierte ab. Es wurden 362 g Phenol aufgefangen.
  • Der im Sumpf verbliebene rohe cyclische Kohlensäureester Von 2-Methyl-2-chlormethyl-propandiol-1, 3 wurde nunmehr unter hitzen mit der fächelnden Flamme im Ölpumpenvakuum (0,1 bis 0,8 Torr) rasch zwischen 130° und 170° C überdestilliert.
  • Bs wurden 210 g Destillat erhalten.
  • Das erhaltene rohe Produkt wurde mit 60 ml Dioxan versetzt und erwärmt. Dann wurde die erhaltene Lösung unter Hühren in 2 1 äthyläther eingegossen. Nach etwa 2 Minuten begann die Kristallisation. Nachdem sich keine weiteren Kristalle mehr abschieden, wurde abgesaugt und bei 400 C im Vakuumtrockenschrank 3 Stunden getrocknet. Ausbeute 140 g vom Schmelzpunkt 81° C.
  • 100 g des Kristallisats wurden dann in 30 ml Dioxan gelöst und diese Lösung in ein Gemisch aus 300 ml Dioxan und 450 ml Xthylather eingegossen. Nach eintägiger Kristallisation bei Zimmertemperatur wurde in eine Kältemischung von etwa 100 C eingesetzt, abgesaugt und das Kristallisat mit Petroläther nachgewaschen. Das so erhaltene cyclische Carbonat des 2-Methyl-2-chlormethyl-propandiols-1,3 hatte einen Schmelzpunkt von 980 C.
  • Ein besonders reines Produkt kann erhalten werden, wenn man nochmals mit einem gemisch aus einem Teil Methylellchlorid und 2 Teilen äthyläther aus der Hülse umkristallisiert. So kann man besonders schnell polymerisierende Produkte erhalten.
  • Analyse: gef. ber. für C6H9O3Cl C = 44,01 %, 44,08 % 43,77 % Cl = 21,40 %, 21,58 % 21,53 % B) Herstellung des cyclischen Schwefligsäureesters von 2-AthSl-2-chlormethyl-propandiol-l ,3 Ansatz: 1071,0 g Trimethylolpropan (3,0 Mol) 2088,0 g Thionylchlorid (17,6 Mol) 189,6 g Pyridin (2,4 Mol) Trimethylolpropan und Pyridin wurden in einem 6-l-Rundkolben vorgelegt. Unter Rühren von Hand wurde innerhalb 70 Minuten die Gesamtmenge an Thionylchlorid zugetropft. Während des Zutropfens wurde die Reaktionsmischung mit einem Eiswassergemisch gekühlt, um die Temperatur zwischen 20 und 400 C zu halten. Das Gemisch wurde dann 20 Stunden stehen gelassen und anschließend auf dem Dampfbad erhitzt. Die Temperatur des Reaktionsgemisches stieg dabei innerhalb von 3/4 Stunden auf 700 C und während weiterer 2 Stunden auf 1000 C an. Nach Zugabe von 2000 ml kaltem Wasser wurde weitere 20 Minuten auf dem Dampfbad erhitzt, durchgeschüttelt und abkühlen gelassen.
  • Die organische Phase wurde noch zweimal mit je 1500 ml kaltem Wasser ausgeschüttelt und dann destilliert. Zwischen 123 und 1260 C bei 16 Torr gingen 1063 g des Rohproduktes über.
  • Herstellung von 2-Äthyl-2-chlormethyl-propandiol-1,3 Ansatz: 250 g Cyclischer Schwerligsäureester von.2-Xthyl-2-chlormethyl-propandiol-1 3 250 g Wasser 250 g konz. Salzsäure Die drei Komponenten wurden in ein 2-l-Becherglas eingebracht, wobei sich eine wässrige und eine organische Phase bildete. Es wurde so lange erhitzt, bis sich beide Phasen unter starker S02-Entwicklung vereinigt hatten. Das Gemisch wurde dann in eine große abdampfschale gegossen und zur Entrernung des Wassers bis auf 140° C erhitzt. Die erhaltene Schmelze wurde auf ca. 400 C abgekühlt und aus einem Chloroform-Tetrachlorkohlenstoffgemisch (1 : 1) kristallisiert. Aus dem gleichen Lösungsmittelgemisch wurde nochmals kristallisiert. Nach dem Trocknen bei 40 C während 8 Stunden im Vakuumtrockenschrank wurden 155 g des 2-Äthyl-2-chlormethyl-propandiol-1,3 erhalten, F = 59-60 C.
  • Analyse: gef. ber. für C6H1302C1 Cl = 22,32 % 23,23 % 0HZ = 734,80 735 Herstellung des cyclischen Kohlensäureesters von 2-Äthyl-2-chlormethyl-propandil-1,3 Ansatz: 3G5 g 2-Äthyl-2-chlormethyl-propandiol-1,3 (2 Mol) 420 g Diphenylcarbonat Die Schmelze des 2-Äthyl-2-chlormethyl-propandiols-1,3 wurde ir; einem Destillationskolben mit Tri-n-butylamln neutralisiert.
  • Anschließend wurde nach Zugabe des Diphenylcarbonats auf 220 bis 2300 C erhitzt und das sich bildende Phenol bei einer Brtidentemperatur von 185 bis 1900 C über eine Vigreuxkolonne abdestilliert. Die letzten Mengen an Phenol wurden am Wasserstrahlvakuum abdestilliert. Es wurden 365 g Phenol erhalten.
  • Das im Sumpf verbliebene rohe cyclische Carbonat wurde nun mit der fächelnden Bunsenflamme im Ölpumpenvakuum bei 0,2 bis 0>8 Torr und 145 bis 1780 C destilliert. Es wurden 210 g Destillat erhalten.
  • Zur Reinigung wurde das Rohprodukt zunächst in Äther gelöst und durch langsames Abkühlen, zuletzt in einer Eis-Kochsalz-Mischung, kristallisiert. Das anfallende Produkt wurde in einem Soxhletextraktor mit einem Ather-Petroläther-uemisch (2 : 1) umkristallisiert. Man erhielt so einen schnell polymerisierbaren, reinen cyclischen Kohlensäureester des 2-Athyl-2-chlormethyl-propandiols-1,3.
  • Analyse: gef. ber. für C7H11O3Cl C = 47,12 %, 47,3 % 47,10% Cl = 19.84 %, 19,93 % 19,85% C) Herstellung des cyclischen Schwefligsäureesters von 2-Propyl-2-chlormethyl-propandiol-l,j Ansatz: 200,0 g Trimethylolbutan (1,35 Mol) 323,0 g Thionylchlorid (2,71 Mol) 29,2 g Pyridin (0,37 Mol) Trimethylolbutan und Pyridin wurden vorgelegt und cas Thionylchlorid unter Rühren von Hand innerhalb von 40 Minute@ zugetropft. Bei gleichzeitiger Kühlung mit einem Eiswassergemisch stieg die Temperatur nicht über 350 C an. Nach de Stehen über Nacht wurde 2 Stunden auf dem Dampfbad erhitzt. Innerhalb von 30 Minuten stieg die Temperatur auf 60° C und während weiterer 90 Minuten auf 1000 C an. Dann wurde mit 250 ml heißem und darauf mit 250 ml kaltem Wasser ausgeschüttelt und die organische Phase im Wasserstrahlvakuum destilliert. Das Produkt ging bei 140 bis 1450 C und 16 Torr über. Ausbeute 202 g.
  • Herstellung von 2-Propyl-2-chlormethyl-propandiol-1,3 Ansatz: 200 g Cyclischer Schwerligsäureester von 2-Propyl-2-chlormethyl-propandiol-1,3 200 g Wasser 200 g konz. Salzsäure Die drei Komponenten wurden in ein 1-l-Becherglas gegeben und auf einer elektrischen Heizplatte so lauge erhitzt, bis sich beide Phasen unter SO2-Entwicklung vereinigt hatten.
  • Das Gemisch wurde in eine Abdampfschale überführt und auf der Heizi>latte bis zur völligen Entfernung des Wassers erhitzt, zuletzt auf 1400 C. Anschliekend wurde über eine 30 cm hohe, mit Raschigringen gefüllte Kolonne im Ülpumpenvakuum bei 0,15 bis 0,40 Torr und 103° bis 112° C destilliert.
  • Zur weiteren Reinigung wurden 30 g in einem gemisch aus 70 ml Tetrachlorkohlenstoff und 40 ml Petroläther gelöst und bei Temperaturen zwischen 0 und 100 ° C auskristallisiert. Ausbeute 25 g, F = 50° 0.
  • Analyse: gef. ber. für C7H15O2Cl C = 50,71 % 50,45 % Cl = 21,09 % 21,30 ,t>a 0HZ = 683,80 673 Herstellung des cyclischen Kohlensäureesters des 2-Propyl-2-chlormethyl-propandiols-1,3 Ansatz: 25,0 g 2-Propyl-2- chlormethyl-propandiol-1 (0,151 Mol) 29,7 g Diphenylcarbonat (0,138 Mol) Die Komponenten wurden auf eine Temperatur von 220 erhitzt und das bei der Reaktion Freeiwerdende Phen @@@@@lze bei einer Brüdentemperatur von 180 bis destilliert. Es wurden 25 g Phenol aufgefangen. Das im Sumpf zurückbleibende rohe Carbonat wurde im Ölpumpenvakuum bei 0,2 bis 0,60 Torr und 1220 bis 1900 C über eine Vigreuxkolonne destilliert. Es wurden 10 g Destillat erhalten.
  • Zur Reinigung wurden 10 g des Rohproduktes in 30 ml ether gelöst und bei 800 C auskristallisieren gelassen. Nach dem Absaugen wurde das Produkt mit Petroläther gewaschen und 2 Stunden bei 300 C im Vakuumtrockenschrank getrocknet.
  • Ausbeute 7 g, F = 540 C.
  • Es wurden dann in 20 ml Toluol gelöst, mit 20 ml Petroläther versetzt und bei 50 C im Kühlschrank auskristallisiert. Nach Absaugen und Nachwaschen mit Petroläther wurde 4 Stunden im Vakuumtrockenschrank bei 300 C getrocknet. Ausbeute 4,5 g, F = 65° C.
  • Analyse: gef. ber. für C8H1303Cl c = 50,10 X 49,9 % Cl = 18,72 18,41 % Beispiel 1 : 3 g des monomeren cyclischen Kohlensäureesters von 2-Athyl-2-chlormethyl-propandiol-1, 3 wurden in ein neues Reagenzglas ein gewogen und geschmolzen. Die Schmelze wurde im blpumpenvakuum entgast und das Reagenzglas im Vakuum abgeschmolzen.
  • Es wurde in ein Ölbad von 1400 C überführt und darin belassen (etwa 2 Stunden). Nach beendeter Polynierisation wurde das Ülas zerschlagen und der Brocken des Polymeren in 20 ml wasserfreiem Dioxan unter ständigem Rühren unter Rückfluß gelöst. Durch Eingießen in 300 ml Methanol wurde das Polymere als fasrige Substang ausgefällt. Es wurde dann zerrieben, mit frischem Methanol ausgewaschen und 6 Stunden bei 80 bis 1000 C im Vakuumtrockenschrank getrocknet.
  • Ausbeute 2,0 g.
  • K-Zahl nach Fikentscher in einer 3%igen Lösung in Dioxan 43.
  • Erweichungspunkt auf der Koflerbank 129 bis 135 C Von dem Polymeren wurden bei 1400 C während 3 Minuten und 30 at etwa 0,16 bis 0,18 mm dicke Folien gepret. Das Löslichkeitsverhalten des Polymeren wurde an kleinen Stücken der Folien beobachtet.
  • Tabelle I
    12 Stunden bei Raumtemperatur 1 Minute kochen und abkühlen
    Benzol - keine Wirkung teilweise gelöst, Folie un-
    durchsichtig
    .Ohloroform - etwas weicher gelöst
    Äthylacetat - keine Wirkung keine Wirkung
    Fortsetzung von Tabelle I
    12 Stunden bei Raumtemperatur 1 Minute kochen und abkühlen
    Aceton - keine Wirkung keine Wirkung
    Tetrahydrofuran - etwas weicher teilweise gelöst, undurchsich-
    tig
    Dioxan - etwas weicher teilweise gelöst, weich
    Essigsäure - keine Wirkung teilweise gelöst, undurchsich-
    tig
    Dimethylformamid - keine Wirkung gelöst, fällt wieder aus
    Bemerkung: Nach Abdunsten des Lösungsmittels urden die etwas weicher gewordenen Proben wieder härter und elastischer.
  • Beispiel 2: 3 g des monomeren cyclisc.en Kohlensäureesters des 2-Äthyl-2-chlormethyl-propandiols-1,3 wurde. mit 9 mg wasserfre@em CaCl2 als Katalysator im evakuierter. : och @@cht für andere zwecke verwendeten Reagenzglas bei 140° C analog zu Versuch 1 polymerisiert und aurgearbeitet. Die Polymerisationszeit betrug 2G Minuten.
  • Ausbeute an faserartigem Produkt 2,1 g K-Zahl nach Fikentscher 55,3 in einer 1%igen Lösung in Dioxan.
  • Der Erweichungspunkt auf der Koflerbank lag bei 134° C.
  • Beispiel 3: 3 g des monomeren cyclischen Kohlensäureesters des 2-Methyl-2-ehlormethyl-propandiols-1,3 wurden im evakuierten Reagenzglas bei 1400 C zu Beispiel 1 polymerisiert und aufgearbeitet.
  • Ausbeute 1,9 g K-Zahl nach Fikentscher 41,6 in einer 3%igen Lösung in Dioxan.
  • Die zugfestigkeit betrug 2,2 bis 3,2 kp/mm2 be@ einer Folie von 0,24 mm Dicke.
  • Das Löslichkeitsverhalte@ der verpresten Folie wur wie folgt: Tubelle II
    12 Stunden bei Raumtemperatur 1 Minute kochen und abkühlen
    Heptan - kei@e Wirkung keine Wirkung
    Benzol - etwas weicher, gelöst
    et@as undurch-
    sichtiger
    @ylol - " gelöst
    Tetrachlorkohlenstoff ei etwa weicher, nichts gelöst
    Chloroform - gelögt gelöst
    Äthylacetat - @@@@@ weicher,
    etwas undurch-
    sichtiger tellweise gelöst, weich
    Butylacetat - " " " "
    Aceton " " " "
    Methyläthylketon - " " " "
    Tetrahydrofuran - gelöst gelöst
    Dioxan - " ".
    Methanol - keine Wirkung keine Wi@
    Propanol lt lt etwas weicher, undurchsichtig
    Essigsäure - etwas weicher, etwas gelöst, weich, fällt au@
    etwas undurch-
    sichtiger
    Dimethylformamdi - fast vollstän- gelöst
    dig gelöst
    Bemerkung: Nach Abdunsten des Lösungsmittels wurden @@@ Proben wieder härter und elastischer.
  • Beispiel 4: 3 g des monomeren cyclischen Kohlensäureesters des 2-Methyl-2-chlormethyl-propandiols-1,3 wurden, mit 9 mg CaCO3 als Katålysator im evakuierten Reagenzglas bei 1400 C analog Beispiel 1 polymerisiert und aufgearbeitet. Die Polymerisationszeit betrug 45 Minuten.
  • Ausbeute 2,3 g K-Zahl nach Fikentscher 90 in 1%iger Lösung in Dioxan.
  • Der Erweichungspunkt auf der Koflerbank lag bei etwa 1660 C.
  • Beispiel 5: 3 g des monomeren cyclischen Kohlensäureesters des 2-Eropyl-2-chlormethyl-propandiols-l,3 wurden im evakuierten Reagenzglas bei 1400 C analog zu Beispiel 1 polymerisiert und aufgearbeitet.
  • Ausbeute 1,9 g K-Zahl nach Fikentscher 72 in einer 1%igen Lösung in Dioxan.
  • Das Löslichkeitsverhalten war wie folgt: abelle III
    12 Stunden bei Raumtemperatur 1 Minute kochen und abkühlen
    Benzol - gelöst gelöst
    Chloroform - gelöst gelöst
    Äthylacetat - löst v.d. Ober-
    fl. her, un- gelöst
    durchsichtig
    Aceton - " teilweise gelöst, weich
    Tetrahydrofuran - gelöst gelöst
    Dioxan - gelöst gelöst
    Dimethylformamid - löst v.d. Ober-
    fl. her gelöst
    Beispiel 6: 5 g monomerer cyclischer Kohlensäureester des 2-Methyl-2-chlormethyl-propandiols-1,3 wurden zusammen mit 5 g monomerem cycli-Schem Kohlensäureester des 2-Äthyl-2-chlormethyl-propandiols-1,3 im evakuierten Reagenzglas bei 1400 C analog zu Beispiel 1 copolymerisiert und aufgearbeitet. Die Polymerisationszeit betrug 80 Minuten.
  • Ausbeute an faserartigem Produkt 7 g K-Zahl nach Fikentscher 48,1 in einer 3%igen Lösung in Dioxan.
  • Der Erweichungspunkt auf der Koflerbank lag bei 1200 C.
  • Beispiel 7: 5 g monomerer cyclischer Kohlensäureester des 2-Methyl-2-chlormethyl-propandiols-1,3 wurden zusammen mit 5 g monomerem cyclischem Kohlensäureester des 2-Propyl-2-chlormethyl-propandiols-1,3 im evakuierten Reagenzglas bei 1400 C analog zu Beispiel 1 copolymerisiert und aufgearbeitet.
  • Ausbeute 6,5 g K-Zahl nach Fikentscher 63,9 in einer 3%igen Lösung in Dioxan.
  • Das Produkt hatte eine kautschukartige Konsistenz.
  • Beispiel 8: 5 g monomerer cyclischer Kohlensäureester des 2-Methyl-2-chlormethyl-propandiols-1,3 wurden mit 5 g monomerem cyclischem Kohlensäureester des 2,2-Bis- rchlormethyil-propandiolS-1,3 3 im evakuierten Reagenzglas bei 140° C analog zu Beispiel 1 copolymerisiert und aufgearbeitet.
  • Ausbeute an faserartigem Produkt 6,5 g Der Erweichungspunkt lag auf der Koflerbank bei .1290 C.

Claims (5)

  1. Patentansprüche 1) Aliphatische Polycarbonate, die im wesentlichen aus Einheiten der Formel bestehen, wobei R einen aliphatischen Rest bedeutet.
  2. 2) Aliphatische Polycarbonate nach Anspruch 1, in denen R einen Alkylrest mit l bis 12, insbesondere 1 bis 4, Kohlenstoffatomen bedeutet.
  3. 3) Aliphatische Polycarbonate nach Anspruch 1 und 2, herstellbar durch Polymerisation von cyclischen Kohlensäureestern von 2-Alkyl-2-chlormethyl-propendiolen-1,3 in Gemisch mit cyclischem Kohlensäureester des 2,2-is- chlormethyl -propandiols-1,3.
  4. 4) Verfahren nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß man die Polymerisation bei Temperaturen von etwa 120 bis 2000 C, insbesondere zwischen 130 und 1800 C, durchführt.
  5. 5) Verfahren nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß man die Polymerisation unter Zusatz von im Reaktionsgemisch im wesentlichen unlöslichen Urnesterungskatalysatoren durchfUhrt.
DE19651570739 1965-02-27 1965-02-27 Verfahren zur Herstellung von aliphatischen Polycarbonaten Pending DE1570739A1 (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0068804A1 (de) * 1981-06-24 1983-01-05 Ppg Industries, Inc. Verfahren zum Herstellen eines im wesentlichen linearen Carbonatpolymeren

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