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DE1568191A1 - Verfahren zur Herstellung von Seilliglaucosidin-alpha-L-rhamnosid aus Seilla meritima alba - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Seilliglaucosidin-alpha-L-rhamnosid aus Seilla meritima alba

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Publication number
DE1568191A1
DE1568191A1 DE19661568191 DE1568191A DE1568191A1 DE 1568191 A1 DE1568191 A1 DE 1568191A1 DE 19661568191 DE19661568191 DE 19661568191 DE 1568191 A DE1568191 A DE 1568191A DE 1568191 A1 DE1568191 A1 DE 1568191A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
usual
extraction
proscillaridin
active ingredients
conjunction
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DE19661568191
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Franz Pattermann
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
CH Boehringer Sohn AG and Co KG
Original Assignee
CH Boehringer Sohn AG and Co KG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by CH Boehringer Sohn AG and Co KG filed Critical CH Boehringer Sohn AG and Co KG
Publication of DE1568191A1 publication Critical patent/DE1568191A1/de
Pending legal-status Critical Current

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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61KPREPARATIONS FOR MEDICAL, DENTAL OR TOILETRY PURPOSES
    • A61K36/00Medicinal preparations of undetermined constitution containing material from algae, lichens, fungi or plants, or derivatives thereof, e.g. traditional herbal medicines
    • A61K36/18Magnoliophyta (angiosperms)
    • A61K36/88Liliopsida (monocotyledons)
    • A61K36/896Liliaceae (Lily family), e.g. daylily, plantain lily, Hyacinth or narcissus
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07JSTEROIDS
    • C07J19/00Normal steroids containing carbon, hydrogen, halogen or oxygen, substituted in position 17 by a lactone ring

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  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Natural Medicines & Medicinal Plants (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
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  • Public Health (AREA)
  • Veterinary Medicine (AREA)
  • Pharmaceuticals Containing Other Organic And Inorganic Compounds (AREA)
  • Saccharide Compounds (AREA)

Description

CH. üoeliringer dohn, Ingeliiein as Rhein
Verfahren zur Herstellung von öcilliglaucosidin-a-L-rhamnosid aus öcilla meritima alba
Wie aus den ausführlichen Untersuchungen von Stoll et al "bereits bekannt ist (vergl. Ullmanns Enzyklopädie der technischen Chemie, 3. Auflage, Bd. 8 (1957), Seite 234 und folgende), enthält die weiße lleerzwiebel, Scilla (= ürginea) maritima Baker L., Yar. alba, eine Reihe von pharmakoIogisch interessanten herzaktiven Grlykosiden.
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BAD ORIGINAL
Davon hat insbesondere das Proscillaridin A in neuerer Zeit erhebliche therapeutische 3edeutun~ gewonnen,
Es wurde nun überraschenderweise t;e:"unüen, daß aus der weißen Keerzwiebel noch ein weiteres, in der Literatur bisher nicht beschriebenes Glykosia abgetrennt werden kann.
Bei der Gewinnung des neuen Glykosicis kann cian von den bei eier Proscillaridin Α-Gewinnung anfallenden Mutterlaugen ausgehen, die ein besonders wirtschaftliches Ausgangsmaterial darstellen. Die Gewinnung von Proscillaridin A erfolgt nach literaturbekannten Verfahren, indem :aan frische oder getrocknete weiie Le er zwiebeln unter .lri.sseiz\iEn..tz /'er rentiert, den Jermentierunrsbrei r.it einem geeigneten Lösungsmittel extrahiert, die Extrakte durch üblicne Keinigungsschritte von Ballaststoffen befreit und anschließend das durch fermenta-■^iven Abbau entstandene Proscillariäin A durch Kristallisation abtrennt (s. z. B. Stoll HeIv. Xnia. Acta 16/703 (1933) oder DAS 1 198 434). Die Kristallisationslaugen enthalten das neue G-lykosid zusammen mit restlichen Proscillaridin A und weiteren Ballaststoffen in größeren Mengen.
Das neue Glykosid ist überraschenderweise und ganz im Gegensatz zum Proscillaridin A recht hydrolysenbeständig, was erfindungsgemäß zu einer einfachen und wenig aufwendigen Gewinnungs- und Reinigungsmethode ausgenutzt werden kann. Dazu
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IAL
weiden die wie oben be schrieuen erhältlichen Kristallisationalaugen der Proacillaridiii A-Aufareeitung eingedampft, der .Rückstand in einer:, ^eigneten Lösungsmittel wie s. B. Lethanol gelöst und mit verdünnten Säuren (vorzugsweise mit 1 '/Siger wäJriger »Schwefelsäure) kurze Seit am Rücjcflui erhitzt. Das hierbei aus der.: restlichen Proscillaridin A entstehende Scillaridin Ia3t sich einfach (beispielsweise durch filtration) abtrennen. Die neaktionslosung wird sodann auf für öcilla-Glykoside an ^icli bekannte Weise weiter gereinigt. -Beispielsweise kann man durch wiederholtes Ausschütteln der Lösung rät Tetrachlorkohlenstoff die restlichen Aglykone und anaere Ballaststoffe abtrennen und das Iloh-Glykosiä durch Reextruktfon der netnanolisch-schwefelsauren Lösung nit öhloroforu bsw. Chlorofοrn/Lethanol isolieren, liacii Eindampfen der so -^euonnenen Extrakte kann man den Glykosidrückstand durc-i O^rcnrto-grapMe an eine:a IZieselgel mit 3 ,ί> Wasserzusatc ui.ter Terv/endung eines x'ließnittels aus KethylenchloridZi^ethanol (100:3) vorreinigen. Aus den nit dem neuen Glykosid angereicherten .Fraktionen kann dieses anschließend nittels einer weixeren Jhrona-cographie an Eieselgel mit 50 ^ "»/asserzusats unter Verwendung eines Pliefinittels aus wassergesättigtem Essigester-1.ethanol (100:0,5) in Form von büschelfcrmig angeordneten Nadeln gewonnen v^erden, die durch Unkristallisation aus heißeu 50 /tigeni waSrigen Acebori gereinigt v.'erden können.
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. BAD ORIGINAL
Auf diese Weise dargestelltes, im Vakuum über Phosphorpentoxyd bei 800C getrooknetes Glykosid erfeab bei der Elementaranalyse die Zusammensetzung C « 65,25 #, H « 7,36 f> und 0 * 27,65 $.
Daraus errechnet man sich die Summenformel C,qH.q0q»1/2 HgO,
Das neue Glykosid ist durch folgende Kenndaten charakterisiert:
Schmelzpunkt: P « 197 - 98° (Zersetzung), unkorr. Optische Drehung: α ^0 - -45,O0+ 2° (c - 1, Methaaol) UV-Spektrum: Max. bei 298 nm (log c ■ 3,75) IR-Spektrum: Max, bei 2700, 1710, 1630 und 1535 om ,
wie aus Pig. 1 hervorgeht, die das Infrarotspektrum des neuen Glykoeids, aufgenommen als KBr-Preßling, zeigt. Farbreaktionen: a) mit Liebermann-Burohard-Reagenz:
Farbübergang von violettrosa über blau nach blaugrün.
b) mit Rosenheim-Reagenz: negativ
c) mit heißer, konz. Ameisensäure: Grünfärbung.
Kenndaten bei Dünnschichtchromatographie auf Kieselgel-G-Platten nach dreimaligem Entwickeln mit waesergesättigtem Ameisensäureäthylester als Pließmittel (Nachweis durch Besprühe u mit 20 tigern SbOl-):
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Bad
10 00
Ef =0,35, Farbe: schmutzig-grüngrau. Zum Vergleich Prosoillaridin: Rf = 0,42, Farbe: blauviolett.
Bei der Umsetzung des Glykosids mit Acetanhydrid in wasserfreiem Pyridin entsteht eine Tui-O-acetylverbindung von der Zusammensetzung C,gH.gO12 ^ ~ ^8-800C unkorr., α 2° a -41,0° +20C=I Methanol).
Die saure Hydrolyse des Glykosids bei verschärften Bedingungen ( 5 Stunden bei 1050C mit 1 feiger, wäßriger Schwefelsäure) liefert ein Aglykon von der Zusammensetzung C24H28°4· (P = 223-280C; a^° = -151° (CHCl3). Diese Kenndaten entsprechen den aus der Literatur bekannten Werten für Anhydrosoilliglaucosidin (Stoll et al, HeIv. j£, 2513 (1952)\ Als Zuckerkomponente wurde aus der Hydrolyselösung L-Rhamnose isoliert, welche durch Bestimmung des Schmelzpunktes, der optischen Drehung und durch chromatographischen Vergleich identifiziert wurde. Das aus dem Zucker hergestellte p-Bromphenylhydrazon zeigte ebenfalls die für Ii-Rhamnose-pbromphenylhydrazon charakteristischen Werte.
Diese Ergebnisse zeigen, daß es sich bei dem neuen Grlykosid um das Scilliglaucosidin-a-L-rhamnosid handelt.
Das Glykosid ist wegen seiner herzaktiven Wirkung pharmakologisch interessant! es ist ferner als Zwischenprodukt sur Herstellung neuer herzaktiver Glykoside verwendbar«
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SAD ORiGIIMAL
Das erfindungsgemäß erhältliche Glykosid kann mit Hilfe der übliohen galenisehen Hilfe- und Trägerstoffe, Lösungsmittel und Lösungsvermittler formuliert sowie mit anderen herzaktiven Substanzen (beispielsweise Glykoaiden von Scilla- oder Digitalistyp, Pyrimido-Pyrimidinderivaten sowie mit gleichzeitig lösungsvermittelnd wirkenden Theophyllinderivaten wie 7-ß-0xypropyltheophyllin) kombiniert werden. Auch Kombinationen mit Substanzen anderer pharmakodynamischer Wirkung, beispielsweise mit Sympaticomimetioa, können vorgenommen werden. Als orale Dosis für das neue Glykosid kommen 0,1 - 3» vorzugsweise 0,15 - 1 mg in Betracht.
Die folgenden Beispiele erläutern die Erfindung, ohne sie zu beschränken:
A. Herstellung
Getrocknet· Meerzwiebeldroge wird nach Zusatz von Wasser fermentiert und anschließend mit einem geeigneten Lösungsmittel wie z. B. Methanol, Chloroform, oder Essigester extrahiert. Nach der üblichen Aufarbeitung und Reinigung der Extrakte wird das Prosoillaridin A in bekannter Weise durch Kristallisation aus Methanol isoliert. Die dabei anfallenden Mutterlaugen werden eingedampft und die erhaltenen Rückstände zu Scilliglaucosidin-q-L-rhaanosid aufgearbeitet.
380 g Slykosidrückstand der Proscillaridin-A-Aufarbeitung
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werden in 3,8 Ltr. Methanol heiß gelöst und unter Rühren mit 3,8 Ltr. 5O0C warmer, 1 #iger wäßriger Schwefelsäure versetzt. Die Lösung wird auf dem Wasserbad 30 - 45 Minuten unter Rüokfluß erhitzt und anschließend wird das durch Hydrolyse der Eroscillaridin-A-reBte gebildete Scillaridin A heiß abgesaugt. Man erhält 35 g rohes Scillaridin-A.
Die erkaltete Lösung wird zweimal mit je 1 Ltr. Tetrachlorkohlenstoff ausgerührt, wobei das restliche Scillaridin-A, andere Aglykone und lipophile Verunreinigungen (insgesamt 39 g Trockenrückstand) entfernt werden. Die wäßrig-methanolische Lösung wird zur Isolierung des neuen Glykosids zweimal mit je 1 Ltr. Chloroform und anschließend dreimal mit 3e 0,5 Ltr. einer Mischung von Chloroform/Methanol (1:1) ausgerührte Die abgetrennten Chloroform- bzw. Chloroform1/ Methanolextrakte werden im Yskiium bei IrI0G Badtemp^ ratur zur Trockne eingedampft, wobei 215 g eines hellgelb gefärbten Glykosidrückstandes erhalten werden.
Zur Abtrennung der Hauptmenge an störenden Begleitstoffen wird der Rückstand einer Vorreinigung durch Säulenchromatographie unterworfen.
Zur Herstellung der Säule werden 2,2 kg Kieselgel (z. B. Üieselgel dsr !irma Merck, Zorngröße O305 - 0,20 mm) mit 110 ml Wasser befeuchtet und anschließend mit einem Metbylen-
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SAD
- O
(j:.1 ;u .1 d-' .otiiMio I n:;:i::j.'i
in einer Glanüfiule ein/;o-
Π :. " Π .y.-coijj ör'i ο !·:.'.; ϊμιπ warden in :,'Ό ml 1.ethyl enohlorid/ :.ti:ir .iui (]■"''■:·. - . rrV.'.i, ;■■;.' u!< ..;:)'lr ; c-eoen umi mit de;:i .;;lc.i c-x-n Jiönun :-nittel.-:^-::i r.i;:; (.::j!o . · tori -tpji.i crt. iJarj Elunt wiru in rT'-KtiüneM von 0,9 Ltr.. 'iui" 'efan.fon und die Zuaaraner.noi i'.un ; der »α naelxi^n Fra.itiuj.cr ''urci DMnnscliichtchruiaatO:';raphio kontiolliert. liaci. Durohi;our: von insgesamt 14 Ltr. L'ifiun,".; :i i-tcl κίΐ.ι; mHp -ό,ΊοΙ \,:y>x\...tanken r:iit eJnem Kf-rfert, ο er '.:J::oj- al^ cei co:.· neuen Glykoei^s i:jiM von der Üäule eluiert. Jie aiii· Vorluui ί'.., e/.'Ui^euen ?i'jktionen enthalten Hj L"rückenr'ici:ijx;;.nu. Lie ^iiöoMie^enüen i''raktionen (ins-"■!.::Mr.t '.i Ltr. jiluh~„)t die cos -'-'e3^:.te Ouilli-flaucosidin-o-L-'/'.ο .".iiCoid enth-'xl'.en, wexuen vereirii^"; unc das LösungsmitteJ in 7'il-:uu": bei ijO O .i?.ütemOeratur accestilliert. Als liücicotanu
ernält nan
73 r
r einer cchwgoh /*elL "of^roten üuLatanz. Zur
weiteren Leini'-unr: -.vira diese einer erneuten Chromatographie an Kieselrel unterworfen. Hierzu wird eine »Säule mit 1 kg Lie£el;;el unter Zusatz γόη 300 ml V/asser gefüllt, das Rohglykosid, gelöst in 200 ml eines Gemisches aus wassergesättigte.?. Essigester mr~ ,!ethanol (100:0,5), auf die Säule aufgetragen und mit den gleichen Lösungsnittelgeaisch chromatographiert. ITach eine':. Torlauf von 0,5 Ltr. wird das Glykosid von der oäule eluiert. Aus der Hauptfraktion (1 Ltr. Eluat) kristallisiert nach kurzer Zeit das neue Glykosid in büschelförmig angeordneten !Tadeln. Diese werden nach 24-stündiger
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Kristallisation abgesaugt, .-ewaschen und bei C~)':) i -\ Inkuura getrocknet.
Als Ausbeute eririlt man ">j,o & reinem Jcilliglaucosiciin-1-L-rhaimoöid. Aus den Kr.; r:t"illLsat;io-ns":utterlau^en Icjimei: nach erneuter Jhr'o ..atü£:rriD:ii e woitere Ό,5 i~ ^eJ J-lyiiosicio t;ewonnen werden.
Nach üiücristallisieren aiu> einen 4oe r,on-tf as se r./erlisch (1:1) erhält nian das Glykosid in farblosen "adeln. Diese besitzen nach Trocknen im Vaicuun bei 300J lier Phosphorpeuto-xyu einen F = 197 - 19'o°0 (Zersetzung) und eine op-cische .Drehung von a ^O _ -45,0° + 2° (in Kethanol).
B. Formulierung (Tropfen für orale Anwendung)
(-)-l-p-Hydroxyphenyl-2-aethylaninoäthanol-(l) 50,00 g
Neues Glykosid (=3cilliglaucosiuin--a-L-rhamnosid) 0,25 g 7-ß~0xypropyltheophyllin 200,00 g
Wa-SaIz der Äthylendiamintetraessigsäure
Weinsäure
Sac char in-Jüatriuni ·
p-Hydroxybenzoasäuremethylester p-Hydroxybenzoesäurepropylester Äthanol
aqua demineralisata . ad
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-L, PU er
1,50 g
3,75 S
1,00 S
0,45 g
15,00 g
75,00 g
1500,00 ml
Das neue Jlykosid wird in Äthanol gelöst, die Ester der p-Hydroxybenzoesäure in eier Gesamtmenge heißen Wassers gelost. Jach den Erkalten werden alle iibrigen Substanzen gelöst sowie die wäßrige Lösung mit der äthanolischen Lösung des neuen Glykosids vereinigt. 20 Tropfen sollen 1,5 ml Lösung entsprechen. Der pH-Wert der Lösung ist 3,0; er kann gegebenenfalls nit Puffer fest eingestellt werden.
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Claims (7)

I η tent a η s ρ r ü c h e
1. Verfahren cur herstellung von Dcilli^
riiaTiinosid aus weißer ^eerswiebol, dadurch fokennaei cfinet, dais nan bei- der Aufarbeitung der weißen lieerzwiobel* irot-icillaricin A-UaItI1-C '''ralrticmon, iriabos'onuere den k'ic'.:..:i. ^n..; von ilri stalli sati onslau.ren dc3r '-.bli-cLien Pro;jcillari.cin-A-Gewinnung, einer hydrolytischen rehandlunr unterwirft, dac aus den Proscillaridin A dabei entstehende Joill-'-riain abtrennt und die iieaktionsl-^unv n-.cii i"ir ei« r».ni ui.■:·..;n,- vc:i oGilla-Glykosideii an sich bekannten "-!othodcn au.'.'.'.rl: ei tot.
2. Verfahren nach Anaprucli 1, dadurch ^ekennneichr.e:. ■·'.'. man auf übliche 'weise gewonnene Lutte-laugen ae: /:.c i-aillr ridin Α-Gewinnung eindampft, den inc;v.3i:a:iä in .exiianol 1; st, die lösung kurzzeitig mit verdünnten 3:iuren erhi-;;:"", ü:s anfallende Scillaridin abtrennt, die Keaktionsl ;ειι::. zunächst mit Tetrachlorkohlenstoff und dann nit Chloroform sowie uhloroforiu/^-etlia:iol (1:1) extrahiert, die Ohloro:"or:.i bzw. uliloroforu-Iiethanol-Sxtrakte vereinigt und zur Trockene eindampft und den so gewonnenen Rückstand durch ühronatographie an Kieaelgel reinigt.
3. Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch ge-iennzeich.net, daß man den !Rückstand der bei der üblichen Proscillaridin A-
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"— J.. ti *~" —
Gewinnung on'"."I] enden utterl?;u(;en ..nt 1 ;«j ;-;ei w-'Luiger o(j!iwei'elG:''ure L1- :iolvs.i er;,, (i.".s ^n.'al] eum-: Jcillaridin no ti emit unc ."urT'.uhst aen u'ickctanu der durch Extraktion mit Glilorororn- bnv:. Jhlororori:i/..etiianol nach vorheriger Extraktion .".it TctraonlorliaJilGnntof:.' rev/onnencn Extrakte an Kiesel^el nit 5 ^ .Vasserzucatz unter 7erwenuun:" einerj jflließmittels von Kethylenchlorid/i.ethanol (100:5) und dann die an DCilliglaucosidin-a-L-rhamnosid angereicherten Fraktionen an Kieselgel nit 50 % Wasserzusatz unter Verwendung eines i'lieikiittels aus wassergesättigteiu Essigester/Methano^, (100:5) chronatorraphiert.
4. Als neue !Substanz Jcilliglaucosiüin-a-L-rharrinosid.
5. iharnazeutisohe Zubereitungen, enthaltend als Wirkstoff Jcilliglaucosidin-o-L-rhannosid in Verbindung mit üblichen pharnazeütisehen Hilfs- und/oder Trägerstoffen, Lösungsmitteln oder Lösung3vermittlern.
6. Pharmazeutisclie Zubereitungen, enthaltend als Wirkstoffe Scilliglaucosidin-a-L-rhannosid in Verbindung mit anderen herzaktiven Wirkstoffen sowie üblichen Hilfs- und/oder Tragerstoxfen, Lösungen oder Lösungsvermittlern.
7. Pharmazeutische Zubereitungen, enthaltend als Wirkstoffe Scilliglaucosidin-cr-L-rhamnosid in Verbindung nit anderen
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her inaktiven. ,/irKoto ■J.i'eri und/oder ,jynpai;ieo":i:.:etiua sowie üblichen Hills- und/oder 'i'r^erstofien, LJcuru;en oaer L"-sunt:öv-errnittluii'i.
β. iiethode sur Behandlung von Herzkrankheiten, duiurch gekenns ei ahnet, uai nan bcillitZlaucosiain-a-L-ihairinojid in Kenpen νυΐι 0,15 - 1,0 i-i^ verordnet.
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CH490427A (de) 1970-05-15
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FR7820M (de) 1970-05-20
GB1183239A (en) 1970-03-04
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