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DE1567262A1 - Verfahren und Vorrichtung zum Behandeln von Zuckerrohr - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zum Behandeln von Zuckerrohr

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Publication number
DE1567262A1
DE1567262A1 DE1965M0066064 DEM0066064A DE1567262A1 DE 1567262 A1 DE1567262 A1 DE 1567262A1 DE 1965M0066064 DE1965M0066064 DE 1965M0066064 DE M0066064 A DEM0066064 A DE M0066064A DE 1567262 A1 DE1567262 A1 DE 1567262A1
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DE
Germany
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tissue
stalk
juice
bark
stalks
Prior art date
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DE1965M0066064
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English (en)
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DE1567262C3 (de
DE1567262B2 (de
Inventor
Miller Robert Boothe
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Individual
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Individual
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Publication of DE1567262B2 publication Critical patent/DE1567262B2/de
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Publication of DE1567262C3 publication Critical patent/DE1567262C3/de
Expired legal-status Critical Current

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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C13SUGAR INDUSTRY
    • C13BPRODUCTION OF SUCROSE; APPARATUS SPECIALLY ADAPTED THEREFOR
    • C13B10/00Production of sugar juices
    • C13B10/02Expressing juice from sugar cane or similar material, e.g. sorghum saccharatum
    • C13B10/025Treatment of sugar cane before extraction

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Biochemistry (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Medicines Containing Plant Substances (AREA)
  • Preparation Of Fruits And Vegetables (AREA)
  • Processing Of Solid Wastes (AREA)
  • Solid-Sorbent Or Filter-Aiding Compositions (AREA)
  • Carbon And Carbon Compounds (AREA)

Description

Dr. Ing. E. *ER*ENFELD. Patantonwqltf KCLLN. UniversitatsstraBe 31
Dr. Expl.
Λ*Ιοβ· Aktenzeichen \
zur Eineob. ν«» 21.7*1965 CS- Named.Anm. Robert Boothe Miller*"
Verfahren und Vorrichtung zum Behandeln von Zuckerrohr.
Die Erfindung bezieht sich auf ein neues Verfahren und eine neue Vorrichtung zur Verarbeitung von Zuckerrohr, wobei der von Natur aus in den Halmen vorhandene zuckerhaltige Saft unter bisher nicht angewendeten Bedingungen aus den Halmen entfernt und aus den Halmen neue Güter hergestellt werden. Beim erfindungsgemäßen Verfahren werden viele bei den bisher bekannten Verfahren und Vorrichtungen auftretende Nachteile vermieden. So wird erfindungsgemäß nicht nur die Bearbeitung des Zuckerrohrs intensiviert und die Menge an aus dem Zuckerrohr entferntem zuckerhaltigem Saft erhöht, sondern es wird beim erfindungsgemäßen Verfahren auch die Produktion von Bagasse und der Anfall von sonstigen Abfallprodukten, die bisher in den meisten Fällen als unerwünscht angesehen x«xrden sind, vermieden. .
Bei bekannten Verfahren und Vorrichtungen fällt der rohe Saft,, der zu dem gewünschten Zuqkerproöukfc aufgearbeitet werden kann, nur in relativ υΐΰ?®ίϊ2®~ι? Fora ano Demzufolge sind durch lange Jaö?© h&i¥lm?Qä ¥©?seM@ciQa© liii^ichtiissgon ziw Aufarbeitung die- ss*1 eizißti Ivää&n βΘΏ&ίυ aa. lfe^MiiifsisilsoBgea ©nthaltenden Saft© entwickelt"WoS5OGn-O Xieher ιιο$?<3Ώ. Msäiex5 niok&t. nw? fife3 öi® übliche
M $7/1 ·■*»·'^ BADORSGiNAL
Zerkleinerung vergleichsweise schwere Maschinen, die sehr viel Energie verbrauchen, um die Zuckerrohrhalme loszutrennen, damit man den Saft aus dem inneren Stengelgewebe auspressen kann, notwendig, sondern infolge der zahlreichen Verunreinigungen, die der verdünnte Saft enthielt, wurden auch noch aufwendige und ausgedehnte Anlagen zur Gewinnung des Zuckers in reiner Form benötigt.
Beim erfindungsgemäßen Verfahren und der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist die übliche Zerkleinerung des Zuckerrohrs nicht notwendig, und infolgedessen können die mit dem Zerkleinerungsvorgang zusammenhängenden Probleme umgangen werden. Beim erfindungsgemäßen Verfahren wird die Qualität des natürlichen, aus dem Zuckerrohr gewonnenen Saftes verbessert und es werden neue Produkte aus dem Zuckerrohr in einer solchen Form gewonnen, wie sie bisher mit üblichen· Verfahren nicht erhältlich waren. Solche zusätzlichen Produkte sind beispielsweise 1.) Wachs, das sich so reinigen läßt, daß es als Handelsprodukt eingesetzt werden kann, 2.) ein Epidermis-Material, das man aufarbeiten kann, 3.) ein Rindenprodukt, das lange Pflanzenfasern in vergleichsweise unbeschädigtem Zustand enthält und gut geeignet ist zur Weiterverarbeitung zu verschiedenartigen Handelsprodukten und das als solches verwendet werden kann, und 4.) ein flockenförmiges Markprodukt, das sich für zahlreiche Zwecke verwenden läßt. Dieses Verfahren und diese Vorrichtung vermeiden die Gewinnung von Ba- , gasse, die , wie zuvor erwähnt, meistenteils einen unerwünscnten Rückstand der konventionellen Zuckerrohrgewinnungsverfahren darstellt.
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BAD ORIGINAL
Das erfindungsgemäße Verfahren und die erfindungsgemäße Vorrichtung werden nachstehend anhand der beiliegenden Zeichnungen beschrieben, In denen beispielsweise Ausführungsformen des Erfinduing sge gen Standes dargestellt sind. Es zeigen;
Fig. 1 ein Schaubild, in dem die verschiedenen Verfahrensschritte des erfindungsgemäßen Verfahrens illustriert sindj
Fig. 2 den Hauptteil der erfindungsgemäßen Vorrichtung, sohematisoh im Seitenaufrißj
Fig. 5 eine Draufsicht auf die in Fig. 2 gezeigte Ausführungsformi
Fig. 4 eine abgeänderte Ausführungsform zum Auspressen des Saftes aus dem Stengelgewebe, im Seitenaufriß}
Fig. 5 die Einrichtung zur Beförderung der Zuekerrohrhalme, vergrößert, gemäß 5-5 der Fig. 2;
Fig. υ Walzen zum Separieren der Halmteile, vergrößert, gemäß t>-6 der Fig. 2j
Fig. 7 eine Einrichtung zum Umdrehen der Stengelglieder, perspektivisch und vergrößert gezeigt;
Fig. ö eine abgeänderte Form der erfindungsgemäßen Vorricntung, in Seitenansicht, scnematisch dargestellt;
BAD ORIGINAL 009826/0298
Fig. 9 eine Draufsicht auf die Ausführungsform der Fig. 8 gemäß 9-9 der Fig. 8, als Querschnitt;
Fig.10 eine Enddraufsicht auf ein Zinkengehäuse einer abgeänderten Vorrichtung;
Fig.11 eine Draufsicht auf einen Schnitt nach 11-11 der Fig. 1Oj
Fig.12 eine Draufsicht auf eine ZerSpaltungsvorrichtung einer abgeänderten Ausführungsformj
Fig.IJ eine Endsicht der Verspaltungsvorrichtung der Fig. 12, im Schnitt, nach Γ5-13 der Fig. 12J
Fig.14 im seitlichen Aufschnitt eine Vorrichtung zur Entfernung des inneren Stengelgewebes bei einer wiederum abgeänderten AusfUhrungsformj
Fig.15 eine Bndansicht,im Schnitt, eines Teiles einer Walze einer Vorrichtung zur Entfernung des inneren Stengelgewebes;
Fig.16 eine Seitenansicht einer Vorrichtung zum Auswaschen der Rindenteile in einer wiederum abgeänderten Ausführungsform der erfindungsgemäöen Vorrichtung;
Fig.17 eine Enddraufsicht auf die Vorrichtung zum Auswaschen der Rindenteile der Fig. l6j und
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BAD ORiGiNAL
Pig.l8 scheraatisch einen Erntewagen, an den eine erfindungsgemäße Vorrichtung transportabel montiert ist.
In Pig. 1 sind die einzelnen Verfahrensschritte des erfindungsgemäßen Verfahrens sbhematisch veranschaulicht. Gemäß diesen Verfahren kann das Zuckerrohr auf dem Feld in bisher üblicher Art geerntet werden, und zwar entweder von Hand oder mittels einer mechanisch arbeitenden Erntemaschine. Vorzugsweise werden die Blätter vor der weiteren Behandlung der Halme entfernt.
Im Zusammenhang mit diesem anfänglichen Verfahrensabschnitt bei der Ausübung des erfindungsgemäßen Verfahrens soll auf einen besonderen Vorteil, der sehr erhebliche Auswirkungen hat, aufmerksam gemacht werden. Üblicherweise wird der obere Teil jedes Zuckerrohrhalmes, der die grünen Blätter enthält, entfernt. Bei den konventionellen Verfahren zur Behandlung von Zuckerrohr werden irgendwelche Teile von grüen Blättern, die an den Halmen verblieben sind, mit zerkleinert, und dabei werden jegliche Säuren, die. in diesen Teilen der grünen Blätter vorhanden sind, in den Zuckersaft verpreßt. Infolge der Anwesenheit solcher Säuren in dem Saft kann eine Neigung zur Hydrolyse von Saccharose in Glucose oder Fructose auftreten. Beim erfindungsgemäßen Verfahren hingegen kann der Saft nicht durch solche Einwirkungen verschlechtert werden^ selbst dann nielit5 wenn eine unnötige Menge an Teilen von
η
grües Blättern an &©n Halmen verbleibts üenn die Säuren aus den ■
nlehfc mit «Jea Saft gusasimeiikoinm®n<>
BAD ORfGiNAL - 5 -
Nachdem die Halme abgeerntet sind, wird das Zuckerrohr vermittels üblicher Reinigungsanlagen oder RohrwaBDhvorrichtungen gereinigt. Dies ist für die Gewinnung von hochgesättigtem Saft, wie er beim erfindungsgemäßen Verfahren anfällt, nicht unbedingt erforderlich, denn die an den Zuckerrohrhalmen von der Ernte her verbleibenden Verunreinigungen werden nicht in den Saft übergeführt, jedoch ist der WaöDhvorgang zweckmäßig, wenn man die Rindenteile aufzuarbeiten beabsichtigt.
In diesem Stadium weicht das Verfahren erheblich von den üblichen bisher in der ganzen Welt zur Aufarbeitung von Zuckerrohr ausgeübten Verfahrensmethoden ab. Es wird nicht das Zuckerrohr, wie es geerntet wird, als Gesamtmasse behandelt, sondern tatsächlich wird jeder einzelne Zuckerrohrhalm gesondert bearbeitet. Wenn es auch für manchen so aussehen mag, als sei ein solches Vorgehen unpraktisch für eine Massenproduktion von Zuckerprodukten, so kann dem entgegengehalten werden, daß die besonders hervorragenden Ergebnisse, die man erhält, jegliche Nachteile überwiegen, die mit der Behandlung, bei der die Zuckerrohrhalme jeder gesondert den Verfahrensmaßnahmen unterworfen werden, verbunden sein könnten. Die in Pig. 1 mit 10 bezeichneten Halme werden geerntet, und dann werden die Blätter entfernt, was mit 11 bezeichnet ist. Das Waschen 12 des Zuckerrohrs kann in üblichen Reinigungsanlagen oder Rohrwaschvorrichtungen vorgenommen werden. Bei IJ in ι Fig. 1 ist angegeben, daß die Halme gesondert verarbeitet werden, was im Gegensatz zu der bisherigen Arbeitswelse, bei der die Halme als Gesamtmasse der weiteren Verarbeitung unterzogen werden, einen Unterschied darstellt.
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BAD
Als nächster Schritt wird das als Oberhaut vorhandene Wachs von jedem Halm gesondert außen entfernt, wie dies bei 14 angegeben ist. Das Wachs haftet von Natur aus an der Rinde an und wird in Staub- oder Pulverform entfernt. Dagegen wird nichts unternommen, urn das Rolirwachs, das innerhalb der Rinde vorhanden ist, zu entfernen. Es können auch einige Halme gleichzeitig verarbeitet werden, und darum sind mehrere Verfahrensstufen 14 veranschaulicht neben einem Kästchen, das mit 15 bezeichnet ist und durch das angezeigt werden soll, daß jeder Halm gesondert zu behandeln ist und nicht die Halme als Ganzes, und daß einige Halme auch gleichzeitig verarbeitet werden können. Das außen anhaftende Wachs, das man bei dieser Aufarbeitung von mehreren Halmen gesondert erhält, wird gesamm/elt, wie dies bei 16 angezeigt ist, und es kann bei 17 zu handelsüblichen Wachsprodukten Ib gereinigt und aufgearbeitet werden. Nachdem das Wachs entfernt ist, wird die Epidermis, wie in I9 angegeben, entfernt, und die dünnen Fasern, die meist einen Teil der Epidermis darstellen, werden bei 20 gesammelt und bei 21 weiterverarbeitet, und man gewinnt daraus die Einzelbestandteile 22, z.B. die Kieselsäure oder sonstige Verbindungen.
Jeder der Halme IJ, von dem das äußere Wachs und die Epidermis abgetrennt sind, wird mittels mechanischer Vorrichtungen weiterbehandelt, und dabei wird der ganze Halm durch einen Längsscnnitt iii stiel Teile ^efeeilt, so daß das innere Stengelgewebe offen liegt. Dieses Längsversehnaäen der Halme hat den 2weck, daß die Rinde der Halme letztlich in Form so langer zusammenhängender Stücke, wie eben möglich, anfällt und daß zu gleicher Zeit der Halm offen gelegt wird, damit das den Saft enthaltende innere
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Stengelgewebe freiliegt. Obwohl das erfindungsgemäße Verfahren mit Vorteil so durchgeführt wird, daß die Halme längsseits in zwei Teile getrennterden, kann man auch jeden einzelnen Halm längs-
seits in mehr als zwei Teile aufspalten oder die Rinde nur an einer Seite aufschneiden.
Wenn gesagt wird, daß die Halme als Ganzes verarbeitet werden, so soll damit zum Ausdruck gebracht werden, daß die Halme nicht vor dem Entfernen des Wachses und der Epidermis zerschnitten oder in Längsrichtung zerteilt werden. Da Zuckerrohrhalme selten exakt geradlinig wachsen, können solche Halme, die besonders verwachsen sind, in kleinere Teilstücke durch Zerteilung des Stengelquerschnittes zerlegt werden, damit sie sich leichter behandeln lassen. Solche kürzeren Stengelteile werden ebenso wie die in ihrer Gesamtlänge vorhandenen Stengel als Gesamtstengel bezeichnet.
Nachdem das innere Stengelgewebe, das Mark, durch Längszerteilung der Halme freigelegt ist, wird das Mark sorgfältig aus der Rinde entfernt, ohne daß das Mark gequetscht wird, um den Saft auszupressen. Zuvor ist der Halm nicht einem solchen Druck ausgesetzt, daß eine merkliche Menge an Saft austritt; und ferner wird die Rinde lediglich durch den einzelnen Schnitt durchtrennt, jedoch keiner sonstigen Zerkleinerungswirkung und keinen sonstigen physikalischer Kräften unterworfen. Nachdem das Markgewebe aus der Rinde herausgeschält wird, wird daraus in nachfolgenden Bearbeitungsschritten der Saft entfernt. Die Rinde liegt in Form von schmalen Streifen vor, die so lang sind wie die ursprünglichen Halmstücke. In Pig.l sind bei 2j5 die Gesamthalme angezeigt, nachdem sie die zur Ent-
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fernung der Epidermis vorgesehene Arbeitsstufe durchlaufen haben. Die Arbeitsstufe der Entfernung des inneren Markgewebes ist bei veranschaulicht. Bei 26 ist vermerkt, daß das innere Markgewebe, 4as aus der Behandlung von einer Vielzahl von Zuckerrohrhalmen anfällt, gesammelt wird, und bei 27 ist die von dem Mark befreite Rinde gekennzeichnet.
Das Mark, das sorgfältig von der Rinde getrennt worden ist, so daß keine nennenswerte Menge an Saft abgequetscht wurde, stellt, wie gefunden wurde, 75 bis 80 % des Zuckerrohrs dar und enthält etwa 16 - 18 % Zucker, der in verschiedenen Arten in dem Saft gelöst - ist. Dieses Mark ist eine leichte, flockige Masse aus Zellenbestandteilen oder Parenchym-Gewebe. Beim Abquetschen erhält man aus diesem Markgewebe den darin enthaltenen Saft in einfacher Weise, und demzufolge kann man den gewünschten Zuckersirup aus dem Markgewebe mit vergleichsweise niedrigem Druck abpressen, wie dies bei 28 angezeigt ist. Man kann den Saft von dem Mark entweder in einem Trockenverfahren, d.h. ohne Anwendung von V/asser, entfernen, oder man kann das Markgewebe in V/asser, suspendieren und dann ausquetschen, so daß der Zucker aus den Gewebezellen durch die Wände der Gewebezellen austritt und in das Wasser übergeht, aus dem der Zucker wiedergewonnen werden kann. Normalerweise ist die Zugabe von großen tJassermengen zu dem Saft nicht sehr erwünscht, weil dies die Zuckerkonzentration erniedrigt und weil man dann in späteren Arbeitsgängen diese zugesetzten Wassermengen entfernen muß, um den Zucker in kristalliner Form zu erhalten. Wenn man mechanische Auspreßvorrichtungen verwendet, so ist es daher vorteilhaft, wenn man die Menge an zugesetztem Wasser so niedrig wie möglich halt.
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Die Tatsache, daß beim erfindungsgemäßen Verfahren nur geringe Wassermengen zugesetzt werden brauchen, stellt einen wesentlichen Unterschied gegenüber den bisher bekannten Verfahren dar, worin sehr große Mengen an Wasser dem zerkleinerten Zuckerrohrmaterial während der Zerkleinerungsvorgänge zugesetzt werden müssen, damit man aus dem festen Material die Gesamtmenge des in den Halmen enthaltenen Zuckers extrahieren konnte. Bei den konventionellen Verfahren ist es ganz wesentlich, Wasser zuzugeben, wohingegen beim erfindungsgemäßen Verfahren die Zugabe von Wasser zwecks geeigneter Extraktion des Saftes aus dem inneren Stengelgewebe nicht erforderlich ist, wenn es such gegebenenfalls wünschenswert sein mag, geringeMengen V/asser zwecks Gewinnung des Gesamtzuckergehaltes mitzuverwenden.
Nachdem der Zuckersirup aus dem Feststoff ausgepreßt ist, liegt dieses Material in leichter, lockerer, flockenartigerForm vor. Diese Flocken des inneren Stengelgewebes lassen sich leicht dadurch trocknen, daß man sie der Luft aussetzt, und sie nehmen sehr schnell den geeigneten Feuchtigkeitsgehalt auf. Diese Markflocken können zu erwünschten Handelsprodukten aufgearbeitet oder als Brennmaterial verwendet werden.
In Tabelle I sind Zahlenwerte, wie sie bei der Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens auftreten, angegeben und zwar die eingesetzten Drücke, die Prozentgehalte an Saft, der aus Markproben, die aus dem Zuckerrohr gewonnen wurden, ausgepreßt werden konnte. Das von der Rinde getrennte Mark wurde in einer Stempelpresse zwecks Entfernung des Saftes aus den Festteilen des Gewebes
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verpreßt. Die Bezeichnung "erste Auspressung" gibt den Zuckergehalt in Prozent an, der aus dem Rohmark ohne Zusatz von irgendwelchem Wasser gewonnen werden konnte. Die Zahlenwerte in den Spalten "erste Wäsche", "zweite Wäsche" und "dritte Wäsche" wurden wie folgt erhalten: Das Markgewebe wurde mit Wasser eben benetzt, man ließ das Wasser eindringen,und dann wurde das Material in die Presse eingegeben. Die in dem Markgewebe enthaltene Flüssigkeit wurde unter dem gleichen Druck ausgepreßt, wie er in der Tabelle für die erste Auspressung angegeben ist. Da es bei der Zuckergewinnung meist üblich ist, die Menge an zugegebenem Wasser anzugeben als Prozentzahl, bezogen auf das zerkleinerte Zuckerrohr, wurde in der nachstehenden Tabelle diese Handhabung beibehalten.
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erste Tabelle 1 erste Wäsche zweite Wäsche Λ Ϊ» J>\ PV Λ Φ Wäsche
Auspres- Zucker zugege Zucker zugege zugege
Druck ο sung
Γ7ι ι /■» 1^-^n ^i
{%) benes {%) benes 156726z benes
in kg/cm ciUCKcr Wasser Wasser dritte Wasser
(#) (#) Zucker (*)
7 1 ($)
2,6 1>5 5 1,2 10 15
7,03 1,0 10 0,6 20 30
l4,l 0,7 20
2,7 1,7 5 1 3 10 0,8 15
1,2 10 0> 20 0,3
21,1 0,8 20
2,6 1,5 5 1,2 10 0,9 15
1,0 10 0*6 20 30
21,1 0,7 20
1,1 0,3 5 0,1 10 0,8
0,2 10 0,3
70,3 0,1 20
2,2 1,2 5 0,9 10
0,8 10 0,4 20
IO5 0,6 20
2,4 1,4 5 1,0 15
1,0 10 0,5 20
141 0,7 20
1,1 0,3 5 0,1 10
0,2 10
176 0,1 20
2,2 1,2 5 0,9 10
0,8 10 0,4 20
2bl 0,6 20
2,2 1,2 5 0,9 10
0,8 10 0,4 20
422 0,6 20
2,2 1,2 5 0,9 10
0,8 10 0,4 20
562 0,6 20
2,2 1,2 5 0,9 10
0,8 10 0,4 20
703 0,6 20
2,1 1,1 5 0,8 10
0,7 10 0,4 20
844 0,4 20
2,1 1,1
0,7
0,4
5
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0,8
0,4
10
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1,1 0,3 5 0,1 10
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Aus Tabelle I kann man die mit dem erfindungsgemäßen Verfahren erzielbaren,besonders vorteilhaften Ergebnisse ersehen. Es ist -erkennbar, daß bei Drücken über etwa J,0J> kg/cm2 der Zuckergehalte« der resultierenden Markflocken im Bereich von etwa 1,1 bis 2,7 % liegt, wenn eine Auspressung und keine nachfolgende Wäsche mit Wasser vorgenommen wird. Dies kann man mit Zahlenwerten vergleichen, die sich bei konventionellen Verfahren ergeben. Die Zahlenwerte in Tabelle I zeigen weiterhin, daß ohne irgendwelchen Zusatz von V/asser überhaupt der Zucker aus dem Markgewebe in gleichen oder höheren Mengen gewonnen werden kann als bei bekannten Verfahren, bei denen Wasser zugesetzt werden muß. Weiterhin ist ersichtlich, daß dann, wenn man geringere Mengen an Wasser, als sie in bisher laufenden Verfahren verwendet werden, einsetzt, beim erfindungsgemäßen Verfahren tatsächlich der gesamte Zuckergehalt aus dem Markgewebe gewonnen werden kann. Ferner lassen die Zählenwerte in Tabelle I auch noch erkennen, daß beim erfindungsgemäßen Verfahren gleiche oder bessere Ausbeuten an Zucker anfallen, die unter Einsatz von sehr viel niedrigeren Drücken, im Vergleich mit den bisher üblichen Zerkleinerungsmethoden, erhalten werden. Dies bedeutet, daß sehr viel weniger aufwendige und weniger schwere Vorrichtungen als bisher für die Gewinnung von Zuckersirup notwendig sind. Es kann erwähnt werden, daß die hydrualischen Pressen, wie sie in üblichen Zerkleinerungsvorrichtungen manchmal eingesetzt werden, bis zu 550 t schwer sein können. Es wurde gefunden, daß es beim erfindungsgemäßen Verfahren besonders zweckmäßig ist, mit Drücken im Be-
o reich von etwa 7,03 bis etwa 70,5 kg/cm zu arbeiten. In diesem Druckbereich läßt sich ein ausreichender Prozentgehalt des Saftes aus den Zuckerrohrhalmen auspressen, so daß die Weiterver-
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arbeitung ökonomisch wird. Man kann den prozentualen Gehalt des gewonnenen Saftes dadurch erhöhen, daß man höhere Drücke einsetzt, jedoch sind dennoch nicht so hohe Drücke erforderlich, wie sie zur Gewinnung des Saftes gemäß bisher bekannten Zerkleinerungs-Arbeitsmethoden üblich sind. Abgesehen davon, daß die erforderlichen Einrichtungen weniger aufwendig sind, läßt sich beim erfindungsgemäßen Verfahren das rohe Stengel- oder Markgewebe mit weniger Kraft und weniger maschinellem Aufwand aufarbeiten, nachdem es von dem Gesamthalm abgetrennt und in die Preßvorrichtung zur Extraktion des Saftes eingebracht worden ist, verglichen mit den üblichen Verfahren, bei denen die Halme als Ganzes in die Zerkleinerungseinrichtungen eingebracht werden. Wie aus Fig. 1 ersichtlich, geht man bei der weiteren Aufarbeitung des aus dem inneren Gewebe 29 gewonnenen Saftes so vor, daß dieser gereinigt und filtriert wird, wie bei JO vermerkt. Danach wird der gereinigte Saft 31 eingedampft,- der Kristallisation unterworfen und der kristalline Zucker 33* wie bei 32 vermerkt, abgetrennt.
Man kann auch alternativ gegenüber dem mechanischen Abquetschen des Markgewebes den Zucker aus dem Markgewebe durch Diffusion alleine entfernen, d.h. dadurch, daß man Wasser durch das Gewebe hindurchfließen läßt und den Zucker aus dem V/asser gewinnt, ohne daß man mechanische Druckvorgänge einschaltet. Da der Wirkungsgrad eines Diffusionsverfahrens abhängig ist von der Fläche des Materials, die tatsächliche Berührung mit dem Wasser hat, ergeben sich beim erfindungsgemäßen Verfahren, bei dem der Saft aus dem inneren Stengelgewebe entfernt wird, und das innere Stengelgewebe alleine der Einwirkung von Wasser ausgesetzt wird,
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erheblich bessere Wirkungsgrade, verglichen mit den bisherigen Verfahren zur Entfernung von Zucker aus den bei der Zerkleinerung des Gesamthalmes anfallenden Stücken. Wenn man zerkleinerte Gesamthalme der Einwirkung von Wasser aussetzt, so stellen sich die Rindenteile dem Durchfluß von Wasser entgegen und halten das Wasser von dem inneren Stengelgewebe ab, Perherhin werden aus den Rindenteilen Verunreinigungen ausgewaschen und gelangen in das Wasser. Wenn man jedoch, wie erfindungsgemäß vorgeschlagen, das innere Stengelgewebe zunächst von der Rinde abtrennt und dann nur dieses Markgewebe dem Diffusionsbad aussetzt, dann erhält man eine vollständigere Berührung aller Gewebeteile mit dem Was-
serj man benötigt folglich ein geringeres Verhältnis von Wasser zu Feststoff, die Zeit, die erforderlich ist, um den Zucker zu entfernen, wird beträchtlich erniedrigt, es werden geringere Mengen an Verunreinigungen mit dem Zucker in das Wasser eingebracht, und das Diffusionsverfahren ist in jeder Hinsicht v/irksamer und weniger aufwendig. Diese Ausführungsform des erfi-ndungsgemäßen Verfahrens zur Gewinnung des Zuckers aus dem inneren Stengelgewebe ist daher sehr viel vorteilhafter als das bisher zur Behandlung der gesamten Halme eingesetzte Diffusionsverfahren.
Die Rinde macht etwa 20 - 25 ^ des Gesamthalmes aus. Es wurde gefunden, daß die nach der Abtrennung des inneren Markgewebes von den Rindenteilen verbleibende Rinde noch etwa 1 - 2 £ Zucker, bezogen auf den Gesamtgehalt des Zuckers im Zuckerrohr, enthält. Meistenteils stammt dieser Zucker in den Rindenteilen aus solchen Zellen des inneren Stengelgewebes, die beschädigt waren und aus denen der Saft in die Rinde eindringen konnte. Dieser
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in den Rindenteilen enthaltene Zucker in einfacher Weise auf verschiedene Arten gewonnen werden. Es wurde gefunden, daß der Zuckergehalt einer sauber von dem innerenStengelgewebe entfernten Rinde vergleichsweise niedrig und unterhalb des Wertes liegt, der bei üblichen Verfahren meistenteils in der Bagasse erhalten wird, und der üblicherweise 2 - k % Restzucker, berechnet auf das Gewicht der Bagasse, ausmacht. Die Entfernung des Zuckers aus den Rindenteilen ist bei ^4 veranschaulicht, und der Zuckersaft ist bei 35 angezeigt. Der aus den Rindenteilen ausgezogene Saft kann bei 36 direkt dem Saft, der aus dem inneren Stengelgewebe 29 erhalten wurde, zugegeben werden, oder man kann ihnen gesondert aufarbeiten, bevor man ihm dem Saftanteil 29 zugibt. Bei einigen handelsüblichen Arbeitsweisen mag es nicht zweckmäßig sein, auch noch aus den Rindenteilen den Saft auszuziehen.
In den Figuren 2 und 3 ist schematisch eine Vorrichtung zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens zur Behandlung von Zuckerrohr dargestellt. Die ganzen Zuckerrohrhalme, wie beispielsweise der Halm 40, werden vorne in die Vorrichtung eingeführt, nachdem sie entblättert und vorzugsweise gewaschen worden sind. Es können geeignete Einrichtungen, wie beispielsweise ein trichterförmiges Gerät kl, eingesetzt werden, um dem Halm die nötige Führung zu geben. Der Zuckerrohrhalm 40 wird sofort zwischen zwei elektrisch getriebene Walzen 42 und 44 gefaßt, die zu einer Zug- und Führungswalzenvorrichtung 45, wie sie in Fig. 5 veranschaulicht ist, gehören. Die Walzenvorrichtung 45 dient dazu, den Halm 40 in gestreckter Lage zu halten und ihn durch die Gesamtvorrichtung durchzuführen. Die Walze 42 hat eine nachgjäoige
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kreisförmige Oberfläche, ähnlich einem Ballongummi, und ist auf einer drehbaren'WeHe 46, die über ein Zahnrad oder eine Leitrolle 47 angetrieben wird, befestigt. Die Welle 46 kann mittels geeigneter Schellen 48 auf- und abgleitbar auf Schellen 49 befestigt sein» Die Walze 44 hat eine konkave äußere umlaufende oberfläche 50, die in einem ausreichend weiten Abstand von der Walze 42 angeordnet ist, daß dazwischen der Halm 40 gefaßt werden kann. Die Walze 44 ist auf einer drehbaren, mit tels eines Zahnrades oder ■einer Treibrolle 42 angetriebenen Welle 5I befestigt. Die Walze 42 kann zu der Walze 44 hin-oder von dieser fortbewegt werden, so daß sie in der Lage ist, sich der unterschiedlichen Durchmesser der Halme, der Knoten und der Sproßglieder anzupassen. Die beiden Walzen 42 und 44 werden durch die Schwerkraft oder durch geeignete leichte Federn 53 so eng zusammengehalten, daß die Oberfläche der Walze 42 den Halm 40 erfassen kann, während dieser geführt und durch die konkave Oberfläche 50 in der gewünschten Richtung gehalten wird. Dadurch, daß die Oberfläche der Walze 42 nachgiebig ist, wird sichergestellt, daß der Halm 40 nicht so hart gequetscht wird, daß die Zellen des inneren Gewebes des Halmes zerr stört werden. Die Walzen 42 und 44 können auch umgekehrt angeordnet sein, d.h. die Walze 42 kann als untenliegende und die Walze 44 kann als obere Walze installiert werden.
Der gesamte Halm 40 wird mittels der Walzeneinrichtung 45 durch die ersten Stationen des Behandlungsverfahrens hindurchgeführt, und zwar durch eine rotierende Bürste 55 in Form einer Regenbogenhaut, die der Halm 40 passiert. Die rotierende Bürste hat Drahtborsten 56 oder aus einem sonstigen ausreichend steifen
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Material geformte Borsten, beispielsweise aus Nylon oder dgl. Die Borsten 56 sind gegenüber der Längsachse des Zuckerrohrs radial angeordnet und rotieren in einer Ebene, die senkrecht zu dem Weg des Halmes steht. Da die Borsten 56 im Kreis rotieren und über die äußere Oberfläche des Halmes 40 schürfen, wird das Wachs an der Oberhaut entfernt, wenn die Halme die Bürste passieren. Durch die Borsten 56 wird das Wachs aufgepickt, das in Form von Staub oder Pulver vorliegt, und kann durch Absaugen oder verschiedenen Luftdruck durch eine Leitung 57 von den. Borsten abgezogen und für Aufarbeitungszwecke gesammelt werden. Mittels der Borsten 56 läßt sich auch sonstiger außen anhängender Schmutz entfernen, der sich nicht hatte abwaschen lassen. Die Borsten 56 sind so lang und so biegsam, daß das Wachs zwar entfernt wird, daß sie jedoch nicht in die Rinde eindringen. Es wurde gefunden, daß insbesondere Borsten mit' beachtlicher Biegefähigkeit, die sehr schnell rotieren, geeignet sind, um das Wachs zu entfernen. Man kann beim erfindungsgernäßen Verfahren jedoch auch sonstige Einrichtungen, beispielsweise Abstreifvorrichtungen,ebenso gut wie die Borsten 56 zur Entfernung des Wachses einsetzen.
In einem gewissen Abstand von der Bürste 55 ist eine zweite rotierende Bürste 59, die ähnlich gebaut ist wie die Bürste 55> angeordnet, und durch diese läuft der Halm 40 hindurch, nachdem er zwei Spann- und Führungsrollen 60 und 6l passiert hat. Die , Bürste 59 hat Borsten 62, die etwas länger und etwas weniger biegsam sind als die Borsten 56. Die Borsten 62 kratzen über die Oberfläche des Halmes und entfernen die dünne Epidermisschicht von den härteren faserförmigen Gefäßbündeln, die die Rinde ausmachen. Dabei wird jedoch die Rinde nicht durchstochen und die
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Fasern werden nicht gebrochen.
Danach wird der ganze Halm 40 nochmals von einer weiteren Rolleneinrichtung 45 erfaßt, die den Halm 40 in eine Schneideinrichtung in Form eines stationären Messers oder Schneide 43, das in dem Weg des Halms angeordnet ist, führt. Anstelle der speziellen stationären Sehn; ide 6^ können auch sonstige Schneideinrichtungen für den Halm eingesetzt werden, beispielsweise kann ebenso gut eine bewegliche Säge verwendet werden. Gleichgültig aber, welche Form für die Schneidvorrichtung für den Halm verwendet wird, in jedem Falle darf das innere Markgewebe in dem Halm nicht einem so starken Druck ausgesetzt werden, daß eine nennenswerte Menge des Saftes ausgepreßt wird. Es ist vielmehr erwünscht, daß der Saft in dieser Verfahrensstufe so weitgehend wie möglich in dem inneren Markgewebe zurückgehalten wird, damit er in einer späteren Arbeitsweise extrahiert werden kann.
Nachdem der nunmehr in Form von zwei Stücken vorliegende Halmaus der Schneidvorrichtung ausgetreten ist, wird er in die nächste Behandlungsstufe weitergeführt, wo er auseinander getrennt wird und mittels zwei kraftgetriebenen Spreizrädern 65 und 66, wie sie in Fig. 6 veranschaulicht sind, vorwärts bewegt wird. Die beiden Hälften des Halmes 40 werden mittels der Rücken an Rücken angeordneten, eine kegelstumpfförmige Oberfläche aufweisenden Räder 6b und 66 aufeinandergedrückt und mittels der Scheiben 67 und 66 in der gewünschten Lage gehalten. Die beiden Hälften des Halmes oO sind in Fig. 6 im Querschnitt gezeigt und mit 40a und 40 b bezeichnet. Die kegelstumpfförmigen Oberflächen an den entsprechenden Seiten der Spreizräder ö5 und 66 dienen zum Eingreitel
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in den Rindenteil einer Hälfte des Halmes; der innere weiche Gewebeteil wird nicht berührt. Da die Rinde hart und steif ist im Vergleich mit dem inneren Gewebeteile', wird, sofern überhaupt, nur ein geringer Druck auf das innere Gewebe ausgeübt, und infolgedessen kann der Saft nicht ausgequetscht werden. Man kann auch nur ein Rad, entweder das Rad 65 oder das Rad 66,mit einem zylindrisch geformten Rad einsetzen, um die Halm-Hälften zu behandeln.
Nachdem die Halmhälften 40a und 40b aus den Spreizrädern 65 und ausgetreten sind, werden sie in die nächste Stufe geführt, die eine Dreh- und Ausrichtvorrichtung 70 für den Halm darstellt und dazu dient, die Halmhälften 40a und 40b mit einer Vierteldrehung zu verdrehen, so daß das innere Gewebe oder das innere Markteil nach unten, gelegen kommen und der äußere gebogene Rindenteil nach oben hin gelegen ist. Die Ausrichtevorrichtung 70 besteht aus einem senkrecht sich erstreckenden dünnen Plattenteil Jl, der über einen gebogenen Teil 72 in einen horizontal sich erstreckenden Plattenteil 73 verläuft. Die Halmhälften berühren den senkrechten Teil und laufen an diesem entlang, und wenn sie den horizontalen Teil 73 erreichen, sind sie in geeigneter Weise ausgerichtet.
In der nächsten Stufe trifft der Halm auf ein Paar egalisierende Räder 75 und 76, durch die die Halmhälften geleitet werden und die sie für die folgende Verfahrensstufe vorbereiten. Das Rad 75 kann eine abgeflachte zylindrische Oberfläche aufweisen, die mit der Rinde in Eingriff steht, während das Rad 76 eine biegsame Oberfläche haben kann, einen Luftreifen darstellen kann, und die beiden Räder zusammen dienen dazu, die Rinde etwas abzuflachen und die Halmhälften etwas mehr nach außen aufzuspreizen, damit eich
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das innere Gewebe daraus vollständig entfernen läßt, jedoch ohne einen so starken Druck auszuüben, daß nennenswerte Mengen an Saft -aus dem inneren Gewebe ausgepreßt werden. Die beiden Räder 75 und 76 dienen zusätzlich dar'zu, die Halmhälften 40a und 40b weiter vorwärts zu führen in die nächstfolgende Verfahrensstufe, und zwar müssen die Halmhälften zu dieser Zeit vergleichsweise vorsichtig voranbewegt werden.
Die Kräfte, die auf den Halm aufgebracht v/erden, dad.t dieser geöffnet wird und die nötige Vorbereitung erhält, damit das innere Markgewebe aus der Rinde entfernt werden kann, sind folgende: Der gesamte Halm wird in Längsrichtung vorangestoßen mittels Halmführungsvorrichtungen, die einen begrenzten radialen Druck auf den gesamten Halm ausüben, der jedoch nicht nennenswert auf das innere Gewebe zur Einwirkung kommt. Die längsgerichteten Kräfte'werden von außen auf die Rinde aufgebracht. Durch die Walzen 42 und 44 wird beispielsweise eine Kraft auf den Halm zur Ausübung gebracht, die sich in tangentialer Richtung und nicht in rau .aler Richtung auswirkt. Der gesamte Halm wird durch eine geringe Schneidwirkung zertrennt, und dabei ist es notwendig, die Rinde zu durchschneiden, damit das mit dem Saft beladene innere Gewebe nach außen zu liegen kommt. Die Schneid- oder Trennkräfte werden mit einem so geringen Druck wie möglich auf die Rinde aufgebracht, so daß auch das innere Gewebe nur einem ganz geringen Druck ausgesetzt zu werden braucht. Dabei soll der Schneidergang auf die Rinde in Längsrichtung ausgeübt werden, da die faserförmigen Gefäßbündel sich längs erstrecken und demzufolge dann nur ein Minimum an Kraft aufgewendet zu werden braucht. Dann wir__d die Rinde zur Bewegungsrichtung quer auseinandaqgestoßen und eine Vierteldrehung
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gedreht, und zwar in der Weise, daß dieentsprechenden Kanten der beiden Hälften, längs denen der Schnitt erfolgt ist, in umgekehrten Drehrichtungen gedreht werden, so daß das frisch durchschnittene innere Gewebe in beiden Hälften in der gleichen Richtung zu liegen kommt. Die Kräfte, mit denen man diese Drehung der Halmhälften bewirkt, werden auf die Rinde zur Einwirkung gebracht. Als nächstes wird die Rinde noch mehr geöffnet in der Weise, daß sie aus der natürlichen gebogenen Form in eine abgeflachte Form gebracht wird, so daß das innere Markgewebe noch vollständiger nach außen zu liegen kommt und daß das innere Gewebe und der Rindenteil gegeneinander abgegrenzt werden, bevor sie voneinander getrennt werden. Diese Behandlung des Halms wird durchgeführt, ohne daß eine nennenswerte Menge an Saft aus dem inneren Gewebe ausgepreßt wird.
In der folgenden Verfahrensstufe werden die Halmhälften mit einer Einrichtung 80 zusammengebracht, die zur Trennung des inneren Gewebes von der Rinde dient. Diese Einrichtung bO enthält eine obere Walze 81, die als Kontrollwalze dient und eine flache, zylindrische Oberfläche hat, die mit der oberen Wölbung der Rinde in Eingriff steht. Fe'ner ist eine untere bürstenartige Walze 82 vorgesehen. Die Borsten 83 der Bürstenwalze 82 rotieren in den Bewegungslauf der Halmhälften. Die Rotation der Borsten 83 kann im Uhrzeigersinn oder entgegen der Uhrzeigerdrehrichtung verlaufen, wie beispielsweise in Fig. 2 JzeigtJ es hat sich dabei gezeigt, daß eine Drehung im Uhrzeigersinn wirksamer ist. Die Borsten 85 können aus Draht oder einem geeigneten sonstigen Material geeigneter Länge bestehen und dienen dazu, das innere
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Markgewebe innen aus der Rinde vorsichtig auszukratzen. Meistenteils erfolgt eine wirksame Entfernung in der Weise, daß das Markgewebe von oben durch die Borsten 43 erfaßt wird. Die Borsten berühren die Rinde aus tangentlaier Richtung. Durch die Borsten wird wenig oder überhaupt keine Druckwirkung in Richtung senkrecht zur Laufrichtung der Rinde auf das innere Markgewebe ausgeübt. Dadurch wird verhindert, daß eine nennenswerte Menge an Saft aus dem Markgewebe austritt.. Beim erfindungsgemäßenVerfahren kann anstelle der Einrichtung 80 auch sonstiges Gerät vorgesehen sein, um das innere Markgewebe aus der Rinde zu entfernen.
Bei der Arbeitsweise, bei der das innere Markgewebe wirksam von der Rinde abgetrennt wird, läßt man die Rinde kontinuierlich zu einem Punkt welterbewegen, der hinter dem Punkt liegt, bis zu dem das Markgewebe transportiert wird. Die eigentliche Abtrennung wird dann mittels mechanischer Mittel vervollständigt, beispielsweise mit Bürsten, die in einer von der Bewegungsrichtung der Rinde verschiedenen Richtung geführt werden. Die Bürsten berühren das innere Gewebe und führen das Gewebe von der Rinde weg, jedoch nicht zu der Rinde hin. Da notwendigerweise ein gewisser Druck aufgewendet worden muß, um das innere Markgewebe tatsächlich von der Rinde abzuziehen, können einige Zellen des inneren Gewebes brechen und es kann Saft frei werden, jedoch wird dadurch, daß die mechanischen Mittel sich relativ zu der Bewegungsrichtung des inneren Gewebes bewegen und dadurch, daß das innere Markgewebe von der Rinde wegtransportiert wird, die Hauptmenge an freigewordenem Saft, sofern überhaupt solcher Saft freigeworden ist, von dem neu zutretenden inneren Gewebe absorbiert und mit diesem
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weggeführt, so daß, wenn überhaupt, nur sehr wenig Saft, in die Rinde hineingetrieben wird.
Eine zweite solche Einrichtung 86 1st in einem Abstand von der ersten Einrichtung 80 zur Trennung des inneren Markgewebes von der Rinde angeordnet und enthält eine Regulierwalze 87 und eine untere Bürstenwalze 88, die ähnlich ist wie die Bürstenwalze 82, die jedoch Borsten 89 hat, die etwas steifer und etwas kürzer sind als die Borsten 83; dies bezweckt, daß praktisch das gesamte innere Markgewebe von der Rinde abgetrennt wird. Die Geschwindigkeit, mit der die Bürsten umlaufen, kann ebenfalls verschieden eingestellt werden, so daß verschiedene Arten von Kräften aufgewendet werden, um das innere Bindegewebe abzutrennen. Es können auch noch zusätzliche Einrichtungen, wie beispielsweise die Einrichtungen 80 und 86, vorgesehen werden, die dazu dienen, das anhängende innere Markgewebe zu entfernen. Zwischen den Einrichtungen 80 und 86 sind zwei Spannwalzen 91 und 92 vorgesehen, die zur Führung der Halmhälften dienen.
Das innere Markgewebe, das von der inneren Seite der Rinde entfernt worden ist, enthält den größten Teil des in den Rohrzuckerhalmen vorhandenen Zuckers. Man kann, um das Entfernen des inneren Markgewebes von den Bürsten 82 und 89 zu unterstützen, ein strömendes Medium, beispielsweise Luft, durch Leitungen 94 und 95 durchdrücken und das Markgewebe von den Bürsten abblasen und auf Transportbänder 96 und 97 bringen, auf denen das Markgewebe zur weiteren Verarbeitung fortgelegt wird. Die Transportbänder 96 und 97 erstrecken sich von den Bürsten 82 und 89 nach unten und treffen sich an einem Punkt, an dem zwei Schaber 99 und 100
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das Markgewebe von dem Transportband abnehmen, so daß das Markgewebe auf zwei Längswalzen 102 und 103 fällt. Die Walzen 102 und -105 sind gegeneinander geführt und jede wird in Drehbewegung gehalten, so daß das Markgewebe zwischen diesen Walzen hindurchgequetscht wird, nachdem es die Transportbänder 96 und 97 verlassen hat. Durch das Zerquetschen zwischen den Walzen 102 und 103 wird der Saft aus dem Markgewebe ausgepreßt in dem Maße, wie dieses zwischen den Walzen hindurchgedrückt wird und auf ein Transportband 104 fällt, das die Markflocken zur weiteren Verarbeitung forttransportiert. Der Saft bleibt oben auf den rotierenden Walzen in V-förmigen Durchbrüchen, die durch anliegende obere Oberflächen der Walzen gebildet werden, und wird durch geeignete Leitungen, wie beispielsweise die Leitung IO6, oben von den Walzen abgeleitet und zur Weiterverarbeitung gesammelt.
Zwar sind'in Pig. 2 zwei Walzen 102 und 103 veranschaulicht als Einrichtungen zum Auspressen des Saftes aus dem Markgewebe, jedoch kann die Extraktion des Saftes aus dem Mark£,. T«3be auch durch sonstige Einrichtungen, beispielsweise mittels einer Kolbenpresse, vorgenommen werden. In Fig. 4 ist eine kontinuierlich arbeitende Schraubenpresse 110 schematisch veranschaulicht, die eingesetzt warden kann und in der das Markgewebe von den Transportbändern 96 und 97 in einen Trichter 111 fällt. Die Markflocken werden bei 112 entfernt, und der Saft läuft bei 113 ab. Man kann den Saft von dem inneren Markgewebe auch mittels einer Zentrifuge oder in einem Diffusionsapparat gewinnen. Die zahlreichen Arten, in denen der Saft aus dem Markgewebe abgezogen werden kann, stellen einen der beeonderen Vorteile des erfindungsgemäßen Verfahrens dar. Die Unterschiede zwischen den schweren Mahlvorrich-
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tungen, die bei derzeit bekannten Verfahren angewendet werden und mit denen man verdünnten Saft aus dem ge saunten Halm erhält und der zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens eingesetzten Vorrichtung, in der der Saft aus dem inneren Markgewebe extrahiert wird, sind bedeutend bereits vom Standpunkt der Aufwendigkeit der Vorrichtungen.
Nachdem der Saft aus dem inneren Markgewebe entfernt worden ist, ist dieses noch etwas feucht, trocknet jedoch an der Luft schnell. Es ist praktisch vollständig frei von Verunreinigungen oder Fremdsubstanzen. Es kann verwendet werden zur Herstellung von α-Cellulose für Kunstseide, zur Herstellung von Explosivstoffen und zur Gewinnung von aktiver Absorptionskohle für Entfärbungsmittel. Seine hohe Absorptionsfähigkeit macht das Material zum geeigneten Träger für vielerlei Substanzen. Es ist auch eine geeignete Quelle für Furfural. Wenn man Markgewebe aus Zuckerrohr, das nach bisher bekannten Verfahren aufgearbeitet worden ist, verwendet hat, so mußte man es von den zerkleinerten Rindenteilen der Bagasse abtrennen, und selbst dann enthielt es noch zahlreiche Verunreinigungen. Markgewebe, das man beim erfindungsgemäßen Verfahren und aus den für dieses Verfahren eingesetzten erfindungsgemäßen Vorrichtungen gewinnt, ist demgegenüber frei von Verunreinigungen.
Den Saft führt man von den Rindenteilen der vom Markgewebe be- , freiten Halmhälften 40a und 40b dadurch ab, daß man die Rindenstreifen durch eine Wringeinrichtung oder zwei rotierende Druckwalzen 120 und 121 führt. Unter gewissen Umständen, beispielsweiße je nach der Härte der Rinde, kann dies ausreichend sein, um den Hauptteil des Saftes von der Rinde zu entfernen. Zusätzlich
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zu den beiden Walzen 120 und 121 kann man zum Befeuchten der Rinde beispielsweise Sprühdüsen 123 und 124 vorsehen. Es kann eine zweite Wringeinrichtung ader nochmals zwei Preßwalzen 125 und 126 vorgesehen sein, mit. denen die Rinde ausgequetscht und das zugesetzte Wasser mit dem Restzucker fest ausgepreßt wird. Der aus der Rinde ausgepreßte Saft kann in beliebigen Vorrichtungen gesammelt werden, beispielsweise können Saugleitungen 128 und 129 vorgesehen sein; es kann auch mittels eines einfachen Durchlasses der Saft gesammelt werden. Der aus der Rinde stammende Saft sollte gesondert weiterbehändeIt werden, da er mehr Verunreinigungen enthält als der aus dem inneren Markgewebe gewonnene Saft; er kann jedoch auch direkt dem aus dem inneren Markgewebe in der Leitung 106 gesammelten Saft beigegeben werden.
Die Halmhälften 40a und 40b, aus denen der Saft ausgepreßt ist, und die als Rindenstreifen bezeichnet werden» ei können auf eine Anzahl verschiedene Arten welterbehandelt werden. Sie können gesammelt und ohne Schwierigkeiten gelagert werden, da sie schnell an der Luft trocknen, ohne daß dazu mechanische Trockeneinrichtungen notwendig wären. Die Rindenstreifen bringen kein Problem mit sich. Beispielsweise können die Streifen vollständig verbrannt werden, während Bagasse, wie man sie bei bekannten Verfahren als einen feuchten Rückstand aus dem Zuckerrohr erhält, in speziell konstruierten öfen verbrannt werden muß. Der Anfall von Rindenstreifen anstelle von Bagasse ist ein weiterer erheblicher Vorteil des erfindungsgemäßen Verfahrens. Während man Bagasse manchmal gesondert aufarbeitet, um das Markgewebe von den zerkleinerten Rindenfasern abzutrennen, fallen beim erfindungsge-
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mäßen Verfahren und beim Arbeiten in der erfindungsgemäßen Vorrichtung das Markgewebe und vergleichsweise unzerstörte Fasern in Form von Rindenstreifen bereits als solche gesondert an. Ferner ist das beim erfindungsgemäßen Verfahren gewonnene Markgewebe erheblich weniger verunreinigt als das aus Bagasse abgetrennte Markgewebe .
Die allgemeine Anordnung einer etwa_s abgeänderten Vorrichtung 140 zur erfindungsgemäßen Behandlung von Rohrzucker ist in den Figuren 8 und 9 gezeigt. Es sind hintereinander eine Anzahl von Behandlung sstufen zur Durchführung der verschiedenen Maßnahmen an den Zuckerrohrhalmen angeordnet. Die Halme werden einzeln, einer nach dem anderen, in die Vorrichtung 140 eingeführt, und ^ede.r Halm wird mit kontinuierlicher schneller Bewegung durch die Vorrichtung hindurchgedrückt. Während jeder Halm 142 durch die Vorrichtung durchwandert, wird er in die Grundkomponenten, das ist Wachs, Epidermis, einschließlich losen äußeren Fasern, inneres Markgewebe mit der Hauptmenge des Saftes, der darin zurückgehalten ist und Rindenfasern, zerteilt. Diese Bestandteile können weiterverarbeitet werden, so daß alle diese aus dem Zuckerrohr-, halm anfallenden Komponenten für den Endverbrauch geeignet vorliegen, wie dies zuvor ausgeführt worden ist.
Ein ganzer Zuckerrohrhalm 142 wird vorne in die Vorrichtung l40 eingeführt, vorzugsweise nachdem er entblättert und gewaschen worden ist. Es können geeignete Einrichtungen, beispielsweise eine tJunnelförmige Leitvorrichtung 144 vorgesehen SeIn4 die dazu dienen, den Halm 142 zu führen, und dieser wird sofort zwischen den beiden ersten kraftgetriebenen Walzen 146 und 148 gefaxt· Die
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untere Walze 146 hat eine konkave Aussparung, die rundherum außen angeordnet ist, während die obere Walze 148 vorzugsweise eine biegsame Oberfläche hat und ähnlich wie ein pneumatischer Reifen wirkt. Die Walzen l46 und 148 arbeiten zusammen und leiten den Halm und führen ihn vorwärts. Ein zweites Walzenpaar 150 und und ein drittes Walzenpaar 154 und I56 sind ähnlich konstruiert wie das erste Walzenpaar 146 und l48j und ebenso wie das erste Walzenpaar dienen sie dazu, den Halm auf seinem schnellen Weg durii die Vorrichtung 140 zu leiten und vorwärtszuführen.
Der gesamte Zuckerrohrhalm 142 wird in die erste Behandlungsstufe 158 geleitet, in der das äußere Wachs entfernt wird. In. dieser Stufe ist ein Zinkengehäuse I60, das im einzelnen in den Figuren 10 und 11 dargestellt ist, vorhanden. Darin befindet sich ein geeigneter Rahmen I62 in Form einer einheitlichen kastenförmigen Konstruktion, der kanalförmige Teilstücke 164 mit offenen Seiten hat. Eine Anzahl Platten I66 sind in Längsrichtung der Vorrichtung l40 im Abstand voneinander a .eordnet, also entlang des Weges, den der Zuckerrohrhalm 142 nimmt, und sie sind mittels Abstandhalter in ihrer Lage gehalten. Schienen 17O in dem Teil 164 greifen in Vorsprünge 172 an den Ecken der Platten I66 ein. Jede Platte 166 hat eine große mittlere öffnung 176, in der ein flacher Ring I78 gelagert ist, dessen . äußerer Durchmesser etwas schmäler ist als der Durchmesser der Öffnung 176. Eine Reihe von biegsamen Teilen, wie beispielsweise Sprungfedern I80, erstrecken sich ringsum von im bestimmten Abstand angeordneten Punkten zwischen dem Ring 178 und der Platte 166 und dienen als alleinige Tragelemente für den Ring, so daß der Ring quer zu dem Bewegungsweg des Zuckerrohrhalm&42
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verschoben werden kann.
Eine Serie von biegsamen Teilen in Form von Zinken 184, die aus steifem, aber faltbarem Material hergestellt sind, wie beispielsweise federndem Metall, werden in S-Form verformt und auf jeden Ring 178 befestigt. Das vordere Ende I86 jeder Zinke 184 erstreckt sich über die vordere Fläche des Ringes 178 und wird darauf verschweißt oder auf irgendeine Weise lösbar befestigt. Die verschiedenen Zinken 184 erstrecken sich durch den Ring und bis zur Rückseite des entsprechenden Ringes in etwa konischer Form, und der ganze Zuckerrohrhalm 142 läuft dortihindurch, wenn er schnell durch die Vortichtung l40 getrieben wird. Die rückwärtigen Enden I88 der Zinken 184 erstrecken sich im wesentlichen senkrecht zu dem Bewegungsweg des Halmes und dienen mit dazu, eine öffnung oder ein Regenbogendiaphragma zu bilden, das, je nach der Natur des. federnden Metalles, aus denen die Zinken 184 hergestellt sind, und je nach der S-förmigen Konfiguration, automatisch je nach der Abmessung der auf ihrem Weg durch sie hindurchlaufenden ganzen Halme eingestellt werden kann. Die rückwärtige Kante jeder. Endes I88 der verschiedenen Zinken 184 ist geschläft und gebogen und dient als Bürsten- oder Abstreiferfläche zum direkten Eingriff mit der äußeren Oberfläche der durchlaufenden Halme. Jeder der verschiedenen Ringe I78 des Zinkengehäuses I60 hat eine Anzahl von rundherum im Abstand voneinander angeordneten und sich nach rückwärts erstreckenden Zinken 184, die sich längsseitig überlappen. Ebenso wie zwischen den verschiedenen Ringen 178 in der Vorrichtung 160 sind jedoch auch die Zinken 184 auf den verschiedenen Ringen in ihrer radialen Lage zueinander einige Grade verschoben, so daß
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die Zinken sie überlappen und dennoch sich radial gegeneinander erstrecken, wie dies bei I90 gezeigt ist. Dadurch wird sichergestellt, daß ein Halm, der durch das Zinkengehäuse I60 hindurchläuft, auf seiner gesamten Oberfläche von den verschiedenen scharfen Enden der Zinken berührt und die Oberfläche vollständig abgeschabt wird. Eine genügend große Anzahl von Ringen 178 mit Zinken 184 sollte vorhanden sein, damit der Halm in ausreichendem Maße abgeschabt wird und eine beachtliche Menge an anhaftendem Wachs entfernt wird. .
Das Zinkengehäuse 160 ist innerhalb eines Gehäuses 194 angeordnet. Das anhaftende Wachs, das in Form von Staub oder Pulver anfällt, wird aus dem Gehäuse I60 durch dessen offene Seiten entfernt und wird in dem Gehäuse 194 zurückgehalten, aus dem es z.B. mittels Luft bei 196 ausgeblasen und dann für die weitere Verarbeitung gesammelt werden kann.
In der nächsten Stufe 200, in der der sich vorwärts bewegende Halm behandelt wird, 1st ein Zinkengehäuse 202 enthalten, das praktisch die gleiche Konstruktion wie das Zinkengehäuse I60 hat. In der Stufe 200 werden die Epidermis und die losen, an der äußeren Oberfläche des Halmes anhängenden Pasern eventuell zusammen mit dem zusätzlichen Wachs entfernt. Der Unterschied zwisehen dem Zinkengehäuse I60 und dem Zinkengehäuse 203 ist die Charakteristik der Zinken und die normale Größe des Regenbogendiaphragmas. Die verschiedenen Zinken 184 in dem Zirikengehäuse 160 sind etwas mehr biegsam als die Zinken des zweiten Gehäuses 202, und der Durchmesser des Regenbogendiaphragmas, das von den Zinken 1Ö4 in dem Gehäuse I60 gebildet wird, ist etwas größer als
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der des entsprechenden Regenbogendiaphragmas in dem zweiten Gehäuse 202. Das Zinkengehäuse 202 sitzt innerhalb eines Gehäuses 206, in dem die Epidermis u/id das sonstige von dem Halm entfernte Material zurückgehalten wird, und das wiederum beispielsweise mittels eines Luftstromes bei 208 entfernt und für eine/i weitere Verarbeitung gesammelt wird.
In der Stufe I58 wird soviel wie möglich des anhaftenden Wachses von dem Halm entfernt und gesammelt, ohne daß irgendwelches sonstige Material von der Außenseite des Halmes mitentfernt wird. Die Charakteristiken der Zinken 184 in dem Zinkengehäuse l60 werden je nach dem gewünschten Zweck bestimmt. Auf der anderen Seite wird bei 200 von dem Halm das verbleibende Material, beispielsweise die Epidermis, das außen an den harten Rindenfasern anspitzt,, entfernt, und diese Maßnahmen dienen dazu, das Äußere der Halme von Schmutz und Verunreinigungen zu reinigen, ohne daß die Rindenfasern brechen oder sonstwie beschädigt werden. Entsprechend sollten die Charakteristiken der Zinken 184 des Zinkengehäuses 202 je nach dem gewünschten Zweck bestimmt werden.
Der gesamte Zuckerrohrhalm 142 wird, nachdem seine äußere Oberfläche gereinigt worden ist, durch die Walzen 154 und 156 zu einer drjfcben Stufe 210 geführt, die aus einem Zerkleinerungsgerät 212, wie es in den Figuren 12 und 1J> veranschaulicht ist, besteht, und das dazu dient, den ganzen Halm 142 in Hälften zu zerschneiden oder zu zerteilen. Die Zerteilvorrichtung 212 enthält einen oberen biegsamen Arm 216 und einen unteren biegsamen Arm 218/ die beide vollständig gleich konstruiert sind. Der obere Arm 216 hat vordere Armteile 220 und 222 und rückwärtige Armteile 224 und 226} der
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untere Arm 218 hat entsprechend vordere Armteile 228 und 230 und rückwärtige Armteile 232 und 234. Die Arme sind in Parallelogrammart angeordnet. Jedem Arm 216 und 2l8 ist eine obere Gleitplatte 236 und eine untere Gleitplatte 238 zugeordnet.
Die vorderen Armteile 220 und 222 des oberen Armes 216 und die obere Gleitplatte 236 sind drehbar gegeneinander zu einem stationären Kreuzverband 240 in der Vorrichtung l40 mittels eines Bolzens 242 angeordnet. Die Vorderseite der oberen Gleitplatte 236 hat eine längliche öffnung 244, die den Bolzen 242 aufnimmt, so daß die Platte 263 vorwärts aus ihrer in Pig. 12 gezeigten Lage gleiten kann, ebenso wie der Schaft um den Bolzen. In ähnlicher Art haben die vorderen Armteile 228 und 23O des unteren Armes 218 und die unsere Gleitplatte 238 eine drehbare Verankerung zu einem anderen stationären Kreuzteil 246 der Vorrichtung l40 durch einen Bolzen'248.
Die rückwärtigen Armteile 224 und 226 und die obere Gleitplatte 236 sind mittels eines rückwärtigen Bolzens 250 drehbar miteinander verbunden, und in ähnlicher Weise sind die rückwärtigen Arme 232 und 234 mit der unteren Gleitplatte 238 drehbar um einen unteren Bolzen (nicht gezeigt) angeordnet. Der Bolzen 25O und der entsprechende untere Bolzen sind gegeneinander und gegen die Bolzen 242 und 248 bewegbar, wenn die Seitenplatten 236 und 238 nach vorne sich bewegen, und sie sind ferner geeignet, in einem Bogen um die Bolzen 242 und 248 zu schwingen.
Der vordere Armteil 220 und der rückwärtige Armteil 224 des oberen Armes 216 sind drehbar verbunden über eine vertikale Welle 254, die
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sich nach unten erstreckt und an der der vordere Armteil 228 und der rückwärtige Armteil 2^2 des unteren Arms 218 in Achsrichtung drehbar befestigt sind. In ähnlicher Weise sind der vordere Armteil 222 und der rückwärtige Armteil 226 auf einer vertikalen Welle 286 drehbar gelagert, die sich nach unten erstreckt, und auf der der vordere Armteil 250 und der rückwärtige Armteil 2j54 in Achsrichtung drehbar miteinander befestigt sind,'und die gemeinsame Achse liegt im rechten Winkel zu der Bewegungsrichtung des Halmes 142 gegenüber der Welle 254.
Eine Führungstromrnel 260 dient dazu, die Welle 254 in Drehbewegung zusetzen, und eine Fütr ungstrommel 262 ist vorgesehen, um die Welle 256 in Rotation zu bringen. Falls erforderlich, werden Abstandshalter 26^ vorgesehen. Eine obere Spannfeder 264 und eine untere Spannfeder 266 erstrecken sich dazwischen hindurch und zwingen ständig die Wellen 254 und 256 zusammen. Ein Schneidmesser 270 erstreckt sich senkrecht zwischen der oberen Gleitplatte 2^6 und der unteren Gleitplatte 2^8 und ist lösbar befestigt mittels Bolzen 272 an Halteelementen 274, die an den entsprechenden Gleitplatten fest ansitzen. Das Messer 27O ist rückwärts und in der Mitte der Trommeln 260 und 262 eingesetzt.
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Die gegliederte Konstruktion der Schneidvorrichtung 212 macht die Anpassung an die gewundenen und gekrümmten Formen der Zuckerrohrhalme möglich, und dadurch wird sichergestellt, daß die Halme in zwei praktisch gleiche Längsteile durchgeschnitten werden, unabhängig davon« daß der Halm an Knickstellen und Biegungen aufgespalten werden muß. Wenn die Vorrichtung arbeitet, dann greift der vorwärtslaufende Halm zwischen den Trommeln 260 und 262 ein, und je nach seinen Windungen und Biegungen zwingt er die gesamte Schneidvorrichtung 212 dazu, in der einen oder anderen Richtung um die vertikalen Achsen der vorderen Bolzen 242 und 24b zu schwingen. Der Halm drückt die Trommeln 260 und 262 gegen die Kraft der Federn 264 und 266 auseinander. Durch diese Spreizkraft werden die gleitenden Platten 2^6 und 2^8 vorwärtsgedrückt infolge der Scherenwirkung der oberen und unteren Arme, jedoch bleibt das Schneidmesser 270 stets in Mittellage zwischen den Trommeln 260 und 262 angeordnet, unabhängig von dem Durchmesser des Halmes und unabhängig von dem Ausmaß seiner Krümmung. Ferner bietet die Schneidvorrichtung 212 Infolge ihrer gegliederten Konstruktion der Bewegung des Halmes nur geringen Widerstand.
In der darauffolgenden Verarbeitungsstufe 276 werden die beiden Hälften des Zuckerrohrhalmes 270 und 280 auseinandergespreizt und mittels einer eine halbe Drehung ausführenden Vorrichtung 242 umgedreht, wobei die beiden Halmhälften 27b und 2Ö0 um eine Vierteldrehung verdreht werden, so daß das innere Markgewebe oder die innere Oberfläche nach unten gerichtet werden und der äußere gebogene Rindenteil nach oben zu liegen kommt. Die Drehvorrichtung 262 besteht aus zwei Führungswalzen 2öfc und 28b, die in einem gewissen Abstand voneinander angeordnet sind, so daß die Halmhälften 276 und 2oO dazwischen eingebracht werden können, und diese
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Walzen können frei um vertikale Achsen rotieren.
In direktem Anschluß an die Walzen 286 und 288 ist eine DrehVor-
richtung 290 angeordnet, die eine sich riach unten erstreckende dünne Platte 292 aufweist, die in der Richtung liegt, aus der die Halmhälften 278 und 280 kommen. Die gegenüberliegenden Seiten der Platte 292 sind so ausgebildet, daß sie allmählich in einen horizontal sich erstreckenden Plattenteil 294 einbiegen. Die Halmhälften liegen daran an und gleiten entlang den Seiten der vertikalen Platte 292. Wenn sie den horizontalen Plattenteil 294, erreicht haben, sind sie in die richtige Lage feebracht. Am rückwärtigen Ende der Dreheinrichtung 290 werden die Halmhälften 278 und 280 zwischen zwei Walzen 29b und 3OO aufgenommen, die dazu dienen, die Halmhäiften durch die Vorrichtung hindurchzuführen und voranzutreiben.
In der folgenden Behandlungsstufe 302, in der die Halmhälften behandelt werden, ist eine Einrichtung zum Entfernen des inneren Markgewebes JQk angeordnet, in der das Markgewebe von der Rinde der Halme abgetrennt wird, ohne daß aus dem Markgewebe eine nennens werte Menge an Saft entfernt wird, und ohne daß die natürliche Festigkeit und die relative Anordnung der Rindenfasern zerbrochen oder in anderer Weise zerstört wird.
Die Einrichtung zum Entfernen des Markgewebes, die im einzelnen in Fig. 14 dargestellt ist, enthält eine tüllenförmige Führung
306, in der die Halrnhälften 278 und 2bO aufgenommen und in die Einrichtung zur Entfernung des inneren Markgewebes 304 geleitet werden. Ein geeignetes Gehäuse 308 umgibt die Teile der Einrichtung 304, bildet mit den Teilen eine Einheit und dient zur Auf-
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nähme des inneren Markgewebes, wenn dieses von der Rinde gelöst wird.
In direktem Anschluß an die Rückseite der tüllenförmigen Führung 306 und innerhalb des Gehäuses 308 ist eine Plattform 310 vorhanden, die einen leicht gekrümmten Bodenteil 312 hat, der sich rückwärts von der Führung 306 erstreckt. Die Plattform 310 ist innerhalb des Gehäuses 308 so angeordnet, daß sie in vertikaler Richtung gegenüber der Bewegungsbahn der Halmhälften bewegt werden kann. Eine solche Bewegung läßt sich durch eine Stange 314 vornehmen, die an der Plattform 310 befestigt ist und sich senkrecht nach oben über das Gehäuse 308 erstreckt. Eine obere Plattfeder 318 ist an dem Gehäuse 308 befestigt und nimmt den oberen Teil der Stange 314 oberhalb des Gehäuses gleitbar auf. Eine untere Druckfeder 320 umgibt die Stange 31^- zwischen der unteren Plattfeder 316 und der oberen Plattfeder 318 und drückt gegen Dichtungsscheiben 322, wodurch die Plattfedern 316 und 318 in Längsrichtung voneinander weggedrückt werden. Eine obere Druckfeder 312 umgibt das obere Blech 318 und drückt gegen das Gehäuse bei 326 . und eine Kappe 328, die auf dem oberen Ende der Stange 31^ mittels eines Drehgewindes aufsitzt, drückt di^Ötange nach oben.
Die Plattform 310 hat vertikal sich erstreckende Seitenteile 330, die im Abstand \o neinander und den Bewegungsweg der Halmhälften durchquerend angeordnet sind, und die zur Führung der Hälften dienen. Oberhalb des Bodenteils 312 der Plattform 310 ist das Gehäuse mit einer oberen Führung 334 ausgerüstet, die eine Oberfläche 335 hat, die sich von der tüllenförmigen Führung 306 abwärts erstreckt. Der rückwärtige Teil der oberen Führung 334 weist eine
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herunterhängende' Glättvorrichtung 336 für den Halm auf, die an ihrem vorderen Teil 33Ö nach auswärts gebogen ist und die im ganzen gesehen im Schnitt halbkreisförmig ist und dazu dient, eine der Halmhälften aufzunehmen. Die innere Oberfläche weist im wesentlichen die gleiche Abmessung ist, wie sie die Hälften deH Halmes besitzen, wie dies in Fig. 14 veranschaulicht ist. Es sind zwei solche Glätteinrichtungen j5j56 nebeneinander auf der oberen Führung 334 angeordnet und jede davon nimmt eine der beiden Halmhälften 270 und 2üO auf.
Bm Anschluß und in Längsrichtung folgend auf jede der Glättvorrichtungen 336 ist eine zweite Glättvorrichtung 340 vorgesehen, die im wesentlichen den gleichen Aufbau und die gleichen Abmessungen wie die Glättvorrichtung 336 > wie sie in Fig. 14 dargestellt ist, hat. Die zweite Glättvorrichtung 340 ist an einer Stange 342 befestigt, die ihrerseits einstellbar an dem Gehäuse 304 mittels mit Gewinde versehenen Verbindungsstücken 344, die in Nuten 345 gehalten werden, ansitzt.
Unterhalb jeder der Glättvorrichtungen336 und der zweiten Glättvorrichtung 340 ist ein Rad 35O zum Entfernen des inneren Markgewebes angebracht, das sich auf einer mit einem Antrieb antreibbaren Achse 352 in schnelle Drehbewegung versetzen läßt, und die Achse 352 erstreckt sich quer zu dem Bewegungsweg der Halmhälften. Das Rad 350 hat eine Vielzahl von radial sich erstreckenden Schneidklingen 354, die im wesentlichen im gleichen Abstand voneinander an Punkten rundherum auf der Peripherie des Rades angeordnet sind. Die äußerste Kante 386 der Schneidklingen hat im wesentlichen die gleiche Konfiguration wie die inneren Oberflächen
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der Glättvorrichtungen 336 und der zweiten Glättvorrichtung 340. Das Rad 350 ist so gelagert, daß verschiedene Schneiden 354 durch die Glättvorrichtung 336 und die zweite Glättvorrichtung 340 hindurchlaufen, wenn das Rad sich in Drehung befindet. Das Rad 35O dreht sich in der durch den Pfeil A in Fig. 14 angezeigten Richtung, so daß die Schneidblätter 354 tangential gegenüber der obersten Oberfläche der Glättvorrichtung 336 und der zweiten Glättvorrichtung 340 in Richtung gegen die hereingeführten Halmhälften bewegt werden. Für die Schneidklingen können verschiedene Konstruktionen eingesetzt werden. Die spezielle gezeigte Konstruktion dient nur als Beispiel.
Das Rad 350 ist so gelagert, daß zwischen den inneren gebogenen Oberflächen der Glättvorrichtung 336 und der zweiten Glättvorrichtung 3^0 ein Zwischenraum verbleibt, wie dies bei B in Fig. 15 gezeigt ist. Die Rinde des Halmes läuft durch diesen Zwischenraum, ohne daß sie in nennenswerter Weise mit den Schneidklingen 354 in Berührung kommt, während die Schneidklingen das eintretende innere Markgewebe erfassen und tatsächlich mit sanftem Zug das innere Markgewebe von der Rinde abtrennen. Die Tiefe oder Dicke des Zwischenraums B kann durch Einstellung der Nuten 345 einreguliert werden, mit denen man die Lage der Stange 342 zu dem Rad yjO ändern kann. Durch den Zwischenraum B wird die Dicke der Rinde bestimmt, nachdem diese das Rad 350 durchlaufen hat.. Eine nachfolgende Führungsvorrichtung 350 nimmt die von dem inneren Markgewebe befreiten Rindenstreifen am hinteren Ende der zur Entfernung des Markgewebes vorgesehenen Einrichtung auf, und diese ist, ähnlich wie die Glättvorrichtun^en 336 und 340, im Querschnitt halbkreisförmig.
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Unterhalb des gebogenen Bodenteils 312 der Plattform 310 ist eine Sammelplatte 36O angeordnet, die nach unten zwischen der Vorderwand 362 und den Seitenwänden 364 der Plattform 310 abfällt. Geeignete Schienen 366 an den Seitenwänden 364 unterstützen die Führung der Plattform 310 während der vertikalen Bewegung. In dem Maße, wie das Rad 350 schnell rotiert, wird das innere Markgewebe von der Rinde durch die Schneiden weggeführt und gegen die Sarnrnelplatte 36O gestoßen, und dann fällt es in eine Sammelvorrichtung. Das Markgewebe enthält äie den Haupt teil des Zuckerrohrsaftes.
Die nach unten abfallende Oberfläche 335 der oberen Führung 336 und der vergleichsweise lange Abstand gegenüber der oberen Ausdehnung der Schneidklingen ist bedeutsam dafür, daß der Zug auf die Rinde reduziert ist, durch den möglicherweise die Rinde in ihrer Länge gezogen und quer gebrochen werden kann, was dazu führen würde, daß die kontinuierliche Arbeitsweise der Vorrichtung unterbrochen würde. Es wird außerdem dadurch vermieden, daß das innere Markgewebe in irgendeine Berührung mit den rotierenden Schneidmessern 354 kommt, und dadurch wird ein Gegendruck, wenn man so sagen kann, innerhalb des Markgewebes ausgeschaltet. Durch die automatische vertikale Bewegung der Plattform 3IO wird eine kontinuierliche Kraft auf die Halmhälften ausgeübt, so daß diese nach oben in geeignete Lage zu den Schneidmessern 354 koinmen, und daß die Rinde ganz genau durch den Zwischenraum B hindurchläuft, ohne daß sie in Kontakt mit den Schneidmessern 354 kommt. Nachdem das innere Markgewebe aus der Einrichtung JQk zur Entfernung dieses Markgewebes herausgefallen ist, wird es gesammelt und zu einer anderen Stelle transportiert, an welcher
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der wertvolle Zuckersaft aus dem Markgewebe entfernt wird.
- Die Rinde, die in Form von gebogenen Streifen vorliegt, wird aus der Einrichtung zur Entfernung des Markgewebes 304 in die nachfolgende Verarbeitungsstufe 370 geführt, in der eine Preßvorrichtung 372 angeordnet ist, die dazu dient, aus der Rinde jeglichen darin zurückgehaltenen Saft zu entfernen. Die Preßvorrichtung 372 besteht aus zwei ersten Walzen 376 und 378, die um horizontale Wellen 380 und 382 drehbar sind. Durch die Walzen wird die Rinde zerquetscht und abgeflacht, und es wird daraus jeglicher von Natur aus darin enthaltene Saft ausgepreßt. Dann wird die Rinde durch eine Sprühvorrichtung, in der Düsen 384 enthalten sind, hindurchgeführt, und aus den Düsen wird ein Wassernebel aus durch die Leitung 386 zugeführtem Wasser auf die durchlaufende Rinde aufgesprüht. Danach laufen die feuchten Rindenstreifen durch ein zweites Walzenpaar'388 und 39Oj das auf Wellen 391 und 392 montiert ist, und in diesen Walzen wird die zugefügte Feuchtigkeit aus der Rinde ausgepreßt, zusammen mit Zucker, der aus der Rinde durch die zugefügte Feuchtigkeit aus-, gelaugt sein mag. Zum Schluß sind2wei Ringwalzen 39^ und 396 angeordnet, die auf die Walzen 388 und 39Ο folgen. Die Flüssigkeit, die in den Walzen 376 und 378, 388 und 39Ο sowie 39^ und 396 aus der Rinde abgepreßt worden ist, wird gesammelt und zur Aufarbeitung und Gewinnung des darin enthaltenen Zuckers an eine geeignete Stelle transportiert. Man kann die Rinde auch einem Diffusionsvorgang unterwerfen, wenn man sie nicht abquetschen will. Dabei läßt man Wasser über und durch die Rinde hindurch fließen, damit der darin enthaltene Zucker gelöst wird, und dann gewinnt man den Zucker aus dem wasser.
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Die Achsen 380 uhd 391 der oberen Walzen 376 und 388 werden durch Lagerblöcke 400 an einer Stange 402 befestigt, die mittels Bolzen 4θ4 und 406 an einem Seitenteil 410 getragen wird. Nuten 412 können vorgesehen sein, damit man die Kraft, die durch eine Blattfeder 4l4 nach unten gegen die gegenüberliegenden Enden der Stange 402 gerichtet ist, variieren kann. Die Blattfeder 4l4 stellt sicher, daß ausreichender Druck aufgebracht ist, damit sich die Rinde ausquetschen läßt. Die Abwärtsbewegung der Walzen 376 und 3bÖ wird durch Haltebolzen 4l6 begrenzt, durch die ein geeigneter Freiraum zwischen den Walzen sichergestellt wird, so daß die Rindenfasern nicht zerstört werden können. Die unteren Wellen 382 und 392 werden angetrieben, damit sie die Rinde durch die "Vorrichtung hindurchdrücken. Ein Abstreifmesser 4l8 entfernt die Feuchtigkeit von der Oberfläche der Walze 378, und zusätzliche Messer dieser Art können verwendet werden, sofern dies erforderlich sein sollte.
Die Endbehandlung der Rinde erfolgt in der Stufe 420, die der Preßeinrichtung 372 nachgeordnet ist, und in der die Rindenstreifen chemisch behandelt werden, um sie gegen Zersetzung widerstandsfähig zu machen und ihnen Feuefeerbeständigkeit zu verleihen. Dafür kann ein Applikator 422 mit einem Trog 424, der oberhalb der Rindenstreifen angeordnet wird, vorhanden sein, der einen perforierten Vibrationsboden 426 besitzt und auf dem sich ein Vorratsbehälter für das Behandlungsmaterial, beispielsweise pulverisiertem Borax oder dgl., befindet. Ein Vibrationssieb 430 unterhalb des Troges 424 dient zur gleichmäßigen Verteilung des Behandlungsmaterials über die Rinde. Der Trog 424 und das Sieb 430 werden in einem Gehäuse 432 gehalten, durch das die Rinde hindurchläuft. Ein tüllenförmiger Boden des Gehäuses sammelt das überschüssige
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Behandlungsmaterial. Es kann ein Vibrator 4^6 an dem Gehäuse befestigt sein, der den Trogboden 426 und das Sieb 4j5O in Vibrationsbewegung versetzt. Zwei Walzen 440 und 442 dienen zum Vorantreiben der Rindenstreifen und sichern eine kontinuierliche Bewegung der Rinde aus der chemischen Behandlungsstufe 420 heraus. Danach kann man die Rinde für weitere Verarbeitung sammeln. Anstelle des Pulvers kann man auch das Behandlungsmaterial in flüssiger Form auf die Rinde aufbringen, und zwar beispielsweise dadurch, daß man das Material auf die Rinde aufsprüht, oder daß man die Rinde in die Flüssigkeit eintaucht.
Das erfindungsgemäße Verfahren zur Verarbeitung von Zuckerrohr kann mittels einer modifizierten, in den Fig. b - 17 veranschaulichten Vorrichtung durchgeführt werden in der Weise, daß zunächst das Wachs von der äußeren Oberfläche der gesamten Zuckerrohrhalme entfernt und gesammelt wird, und daß in dieser Verfahrensstufe ebenfalls Asche und sonstige lose äußere Fremdstoffe, die außen an dem Halm anhängen, entfernt werden. Dies kann man beispielsweise in der Art veranlassen, daß der gesamte Halm durch eine Eintrittsöffnung mit einer bestimmten Abmessung hindurchtritt, die Jedoch so eingerichtet ist, daß sie sich dem Halm angleicht, derart, daß der Hauptteil des Wachses entfernt wird, ohne daß Epidermis oder Rinde entfernt oder in nennenswertem Ausmaß zerstört wird.
Im nächsten Verfahrensschritt wird die Epidermis entfernt und gesammelt, dadurch, daß man die von dem Wachs befreiten ganzen Zuckerrohrhalme durch eine zweite Mundöffnung von vorbestimrr.ter Abmessung hindurchführt,, die wieder u-n so eingerichtet ist, daß
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sie sich dem Halm derart anpaßt, daß die Epidermis von der Rinde getrennt wird. Es bleiben dann die harten, festen Rindenfasern an der Außenseite des Halmes zurück.
Im nächsten Schritt werden die ganzen Halme in Längsrichtung gespafcen, also entlang ihrer längsten Ausdehnung, und zwar in zwei Teilstücke, die im wesentlichen halbkreisförmigen Querschnitt aufweisen. Danach werden die Halmhälften gedreht und mit der flachen Seite, das ist die Seite, an der das innere Markgewebe offen liegt, jeweils in die gleiche Richtung, zweckmäßig nach unten ausgerichtet.
Danach werden die Rinde und das innere Markgewebe voneinander geteilt, und zwar bevor die Rinde abgeflacht wird. Dies erfolgt in der V/eise, daß man die Hälften entlang rotierenden Schneidmessern führt, die daran angreifen und das innere Markgewebe von der Rinde abnehmen, ohne daß die Rindenfasern angegriffen oder zerstört werden. Dabei ist es wichtig, daß die Führung und Lage der Halmhälften zu den Messern sorgfältig eingestellt wird. Die Hälften werden durch die Messer durch insgesamt drei Arten von Kräften beansprucht, (1) Jede Hälfte wird schnell in im wesentlichen horizontaler Richtung gegen die Messer bewegt. (2) Eine bestimmte Führungsbahn zwingt die vorderen Enden der in Bewegung befindlichen Hälften nach unten, tangential zu den Messernj und weil die Halmhälfte in Längsrichtung starr ist, bleibt der Hauptteil der Hälfte, die sich dem Messer nähert, in im wesentlichen horizontaler Lage. (ji) Vor den Messern wird eine konstante, nach unten gerichtete Federkraft auf die Hälften zur Einwirkung gebracht. Dadurch werden die Hälften federnd nach oben gespannt tangential mit den Messern ausgerichtet, und die Halmhälften können dadurch nicht von oben auf die
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Messer auftreffen. Vorzugsweise werden die Messer gegen das eingebrachte innere Gewebe gedreht.
Das innere Markgewebe, das den Hauptteil des Saftes enthält, wird von den Messern gesammelt und zur Weiterverarbeitung an einen anderen Ort übergeführt. Dann werden die zuvor beschriebenen Behandlung smaßnahmen an der Rinde vorgenommen, ohne daß diese in ihrer ursprünglichen natürlichen Form geändert wird, d.h., ohne daß die Rindenfasern nennenswert gegeneinander verschoben werden. Beispielsweise kann man das innere Markgewebe von der Rinde entfernen, wenn die Rinde gebogen ist. Wenn man in dieser Weise den Halm in seiner gebogenen Ausbildung behandelt, dann kann man die Trennung der Komponenten kontrollieren, insbesondere die Abtrennung des inneren Bindegewebes von der Rinde, die sich durchführen läßt, ohne daß man Saft aus dem inneren Markgewebe abtrennt.
Anschließend werden die Rindenstreifen abgeflacht und abgepreßt, dadurch, daß man sie durch einen ersten Satz von Drehwalzen führt, in denen die Streifen geformt werden und der Saft davon abgepreßt wird. Danach gibt man eine abgemessene Menge Wasser zu den Streifen, und dann quetscht man diese nochmals ab, um irgendwelchen noch zurückgebliebenen Zucker zu entfernen. Das Befeuchten und Abquetschen kann, falls erforderlich, widerholt werden, damit soviel wie möglich des in der Rinde vorhandenen Zuckers abgetrennt wird. Man kann stattdessen auch die Rinde einem Diffusionsvorgang unterwerfen. Danach wird die Rinde chemisch behandelt, um sie vor Zersetzung zu bewahren. Dann trocknet man und sammelt die Rinde. Das erfindungsgemäße Verfahren und die erfindungsgemäße Vorrichtung weichen von den bisher bekannten Methoden, bei denen die
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Zuckerrohrhalme von dem Feld in die Fabriken gebracht werden mußten und bei denen der Saft nach dem Zerkleinern des Zuckerrohrs daraus entfernt wird, erheblich ab. Die erfindungsgemäße Vorrichtung kann direkt auf dem Feld oder nahe bei in einem gesonderten Depot installiert werden, so daß nur kurze Förderwege für die frisch geschnittenen Zuckerrohrhalme anfallen. Die vergleichsweise geringe Abmessung und die geringe Aufwendigkeit der erfindungsgemäßen Vorrichtung gestatten die Einrichtung einer größeren Anzahl von Depots, verglichen mit den bisher bekannten Apparaten, worin für eine einzige Anlage ein großes Gelände zur Verfügung stehen muß. Das Zuckerrohr wird geschnitten und dann sofort zu einem Depot gebracht, wo das innere Markgewebe von der Rinde abgetrennt wird. Das Markgewebe, das noch den von Natur aus vorhandenen Saft enthält, kann mit einer alkalischen Lösung, beispielsweise Kalkmilch, behandelt werden, damit die natürliche Acidität des Saftes neutralisiert wird, und·dabei kann man die Inversion der Saccharose kontrollieren. Dann läßt sich das innere Markgewebe für sich in eine Fabrik zur folgenden Entfernung und Neutralisation des Saftes transportieren; danach kann der Saft in Zuckerprodukte aufgearbeitet werden. Man kann gegebenenfalls auch schon im Depot selbst den Saft von dem inneren Markgewebe trennen, so daß man nur noch den Saft in die Raffinerie zu transportieren braucht. Bei diesem Verfahren prüft man die Inversion der Saccharose sehr kurz, nachdem das Zuckerrohr geschnitten worden ist, und man braucht dann nur noch das innere Markgewebe in die Raffinerie zu transportieren. Dies ist sehr viel wirtschaftlicher, als wenn man den gesammten Zuckerrohrhalm transportieren muß. Das innere Markgewebe, das noch den Saft enthält, oder der Rohsaft, der aus dem Markgewebe abgetrennt worden ist, kann aufbewahrt werden.
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Da die erfindungsgemäße Vorrichtung in vergleichsweise kleinen Abmessungen gebaut werden kann, läßt sie sich an eine fahrbare mechanische Erntemaschine anhängen oder einteilig mit einer solchen Maschine bauen. Dazu kann die Vorrichtung auf eine geeignete Transportunterlage hinter eine übliche Zuckerrohrerntemaschine angehangen werden, so daß die Erntemaschine .und die Vorrichtung zusammen über die Zuckerrohrfelder fahren und die Zuckerrohrhalme direkt den verschiedenen oben beschriebenen Verfahrensstufen unterzogen werden. Diese Einrichtung ist schematisch in Fig. 18 veranschaulicht. Darin ist eine übliche Erntemaschine mit 444 bezeichnet, und diese schneidet das ausgewachsene Zuckerrohr 44S das dann sofort in die erfindungsgemäße Vorrichtung 446 eingegeben wird, die auf einer geeigneten Transportunterlage 447 montiert ist. Das Wachs, die Epidermis, das den Saft enthaltende innere Markgewebe und die Rinde werden gesondert aus der Vorrichtung gesammelt, wenn die Erntemaschine und die Vorrichtung durch die Felder fahren. Gegebenenfalls kann man den Saft aus dem inneren Markgewebe mittels einer auf dem Gestell *7 angeordneten geeigneten Vorrichtung abtrennen. Die Trockenprodukte können verpackt oder zu Ballen verpreßt werden, und das rohe innere Markgewebe oder der Saft können in geel/igneten Behältern 446 abgefüllt und diese, nachdem sie voll sind, abgesetzt" und später aufgesammelt und an den für die 'Weiterverarbeitung geeigneten Ort gebracht werden. Durch diese Maßnahmen, die mittels der erfindunüsgemäßeti Vorrichtung möglich sind, werden viele Einrichtungen überflüssig und demzufolge wird das Vefahren vergleichsweise wenig aufwendig gegenüber den bisher bekannten Verfahren zum Schneiden, Aufladen der auf dem Feld geschnittenen Zuckerrohrhalme und anschließendem Transportieren und Weiterverarbeiten der ganzen Halme in den Fabriken.
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Im Hinblick auf die bisher bekannte Verarbeitungsweise durch Zermahlen des Zuckerrohrs hat man beachtliche Arbeiten dem Problem zugewandt, ein Zuckerrohr mit einer weichen Rinde und einem Minimum an Wachs zu züchten. Das erfindungsgemäße Verfahren und die erfindungsgemäße Vorrichtung sind geeignet, praktisch jede unterschiedliche Zuckerrohrsorte zu verarbeiten, selbst wenn diese eine extrem harte Rinde hat, und ermöglichen ferner die Verarbeitung der hohen Wachsgehalte einiger ZuckerrohrSorten, wobei das Zuckerrohrwachs in wertvolle Endprodukte übergeführt werden kann«
Man kann das erfindungsgeraäße Verfahren und die erfindungsgemäße Vorrichtung vorteilhaft in Verbindung mit bereits bestehenden Raffinerie-Einrichtungen einsetzen. Da der Saft weniger Verunreinigungen enthält und einen hohen Brix-Wert hat, ist die Zuckeraufarbeitung sehr stark verbessert. Wie zuvor ausgeführt, werden erfindungsgemäß die Zuckerrohrhalme in gute Vorprodukte aufgearbeitet, und zwar in Wachs, Epidermis, Rindenfasern, flockiges Markgewebe und Saft. Bagasse wird nicht gewonnen? und dies allein kann als bedeutsamer Fortschritt gegenüber den bekannten Verfahren angesehen werden.
Patentansprüche
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Claims (1)

  1. Patentansprüche
    le Verfahren zur Behandlung von Zuckerrohrhalmen, dadurch gekennzeichnet, daß man das mit dem Saft beladene innere Markgewebe der Zuckerrohrhalme entfernt und sammelt, ohne daß man das Markgewebe oder andere Komponenten des Halmes zerkleinert.
    2. Verfahren nach .Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man zunächst das Wachs oon der Außenseite der ganzen Halme entfernt, dann die Epidermis von den ganzen Halmen entfernt, dann das innere Markgewebe und die Rinde voneinander trennt und danach den Saft aus dem Markgewebe entfernt.
    J5. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß man das Abtrennen in der Weise durchführ-t, daß die Halme im wesentlichen in Längsrichtung auf einem bestimmten Weg geführt werden und die Trennmaßnahmen an unterschiedlichen Punkten auf diesem Weg vorgenommen werden, und an jedem dieser Punkte die entsprechenden Komponenten gesammelt werden.
    4. Verfahren nach Anspruch 1-3* dadurch gekennzeichnet, daß in einem ersten Verfahrensschritt das äußere Wachs von· dem ganzen Halm abgetrennt wird, daß in einem zweiten Verfahrensschritt die Rinde und das innere Markgewebe voneinander getrennt werden, und daß in einem dritten Verfahrensschrltt der in dem Markgewebe enthaltene Saft von diesem abgetrennt wird.
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    ORiGiNAL INSPECTED
    5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß gleichzeitig eine Mehrzahl von ganzen Zuckerrohrhalmen kontinuierlich durch die verschiedenen Verfahrensstufen geführt werden, und daß man gesondert das Wachs, die Rinde, das iviarkgewebe und den Saft aus den mehreren Halmen sammelt.
    6. Verfahren nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß man zusätzlich den in der Rinde von Natur aus enthaltene Saft daraus abtrennt, nachdem man das innere Markgewebe von der Rinde entfernt hat.
    7. Verfahren nach Anspruch 4-6, dadurch gekennzeichnet,daß man das Wachs mittels einer Reihe von federnden Abstreifern entfernt, die starre Kanten aufweisen, die über die äußere Seite der Halme streichen.
    8. Verfahren nach Anspruch 4-7* dadurch gekennzeichnet, daß man das innere Markgewebe mittels rotierender Schneidmesser von der Rinde trennt.
    9. Verfahren nach Anspruch 1 - 8, dadurch gekennzeichnet, daß man die Rinde der Zuckerrohrhalme in Längsrichtung durchschneidet, ohne daß aus dem inneren Markgewebe eine nennenswerte Menge an Saft ausgepreßt wird, daß man danach das innere Markgewebe von der Rinde ohne Auspressen einer nennenswerten Menge von Saft aus dem Markgewebe abtrennt, und dann erst den Saft aus dem inneren Markgewebe entfernt.
    10. Verfahren nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß man
    den Saft aus derodnneren Markgewebe mittels Abpressen entfernt.
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    11. Verfahren nach Anspruch 9* dadurch gekennzeichnet, daß man den Saft aus dem inneren Markgewebe durch Diffusion abtrennt.
    12. Verfahren nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß man den Saft aus dem inneren Markgewebe durch Zentrifugieren abtrennt.
    15· Verfahren nach Anspruch 9 - 12, dadurch gekennzeichnet, ' daß man aus der Rinde den Saft abtrennt, nachdem das innere Markgewebe von. der Rinde entfernt worden ist.
    14. Verfahren nach Anspruch 1· - Ij5, dadurch gekennzeichnet, daß man direkt nach dem Abernten der Zuckerrohrhalme die Verarbeitung in einem Depot auf dem Feld oder in der Nähe des Feldes vornimmt .
    15. Verfahren nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß man in dem Depot das innere Markgewebe von der Rinde der Zuckerrohrhaline abtrennt, das innere Markgewebe aus dem Depot zu einer Raffinerie transportiert und dort den Saft aus dem inneren Markgewebe abtrennt und die weitere Aufarbeitung des Saftes vornimmt.
    16. Verfaliren nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß man in dem Depot das innere Markgewebe von der Rinde der Zuckerrohrhalme abtrennt, den Saft aus dem inneren Markgewebe extraliiert und diesen Saft aus dem Depot in die Raffinerie transportiert und dort die weitere Aufarbeitung des Saftes vornimmt.
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    BAD OBSGINAL
    17» Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 14 und 15, gekennzeichnet durch eine fahrbare Erntemaschine für Zuckerrohr und eine fahrbare, mit der Erntemaschine zuBanatnen transportierbare Vorrichtung zum Abtrennen von innerem Markgewebe von der Rinde aus den Zuckerrohrhalmen, nachdem diese geerntet worden sind.
    18. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrene nach Anspruch 14 und 16, gekennzeichnet durch eine fahrbare Erntemaschine und eine mit dieser Erntemaschine transportierbare Vorrichtung zur Abtrennung des inneren Markgewebes von der Rinde des Zuokerrohres und zur Extraktion des Saftes aus dem Markgewebe, nachdem die Zuckerrohrhalme geerntet worden sind.
    19. Vorrichtung nach Anspruch 17 und l8, dadurch gekennzeichnet, daß die neben der Erntemaschine vorhandene Vorrichtung eine Einrichtung zum Vorantreiben eines einzelnen Zuckerrohrhaie» » auf einem durch die Länge der Vorrichtung laufenden Weg, eine Sohneidvorrichtung zum Durchtrennen der Halme in Längsrichtung in längliche Teilstücke, eine Spreizvorrichtung zum Öffnen der Halmenteilstücke, eine Trennvorrichtung zum Abtrennen des mit dem Saft beladenen inneren Markgewebes von dem Rindenteil der Halmteilstücke und eine Vorrichtung zum Abtrennen des in dem inneren Markgewebe enthaltenen Saftes von diesen enthält.
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    20. Vorrichtung nach Anspruch I9, dadurch gekennzeichnet, daß" die Antriebseinrichtung für den Halm aus zwei im Abstand voneinander angeordneten, kraftgetriebenen Walzen besteht, von denen eine eine konkave periphere Oberfläche und die andere eine biegsame periphere Oberfläche aufweist, und die Oberflächen miteinander so in Eingriff stehen, daß der Halm dazwischen erfaßt und geführt wird.
    21. Vorrichtung nach Anspruch 19 oder 20, dadurch gekennzeichnet, daß die Schneideinrichtung aus1 einem in dem Bewegungsweg der Halme liegenden Schneidmesser besteht.
    22. Vorrichtung nach Anspruch 19 - 21, dadurch gekennzeichnet, daß die Abtrenneinrichtung für das innere Markgewebe von der Rinde aus einer mit Borsten versehen Bürste besteht, wobei die Borsten in einer Ebene parallel zu dem Bewegungsweg des Halmes rotieren und die Rinde tangential angreifen«
    2j5. Vorrichtung nach Anspruch I9 - 21, dadurch gekennzeichnet, daß die Abtrennvorrichtung für das innere Markgewebe von der Rinde aus rotierenden Schneidmessern besteht.
    24c Vorrichtung nach Anspruch 19 - 23, dadurch gekennzeichnet, daß die Abtrennvorrichtung für den in dem inneren Markgewebe enthaltenen Saft aus dem Markgewebe aus einer Preßvorrichtung besteht »
    25. Vorrichtung gemäß Anspruch I9 - 24, dadurch gekennzeichnet, daß zusätzlich eine Abtrennvorrichtung zum Abtrennen des in der Rinde enthaltenen Saftes aus der Rinde vorgesehen ist.
    009826/0298 BAD 0R1G1NAL - » - '
    26. Vorrichtung nach Anspruch 19 - 25, dadurch gekennzeichnet, daß zusätzlich Einrichtungen zum Abtrennen des Wachses von dem äußeren Halm und Einrichtungen zum Entfernen der Epidermis Halm vorgesehen sind.
    27. Vorrichtung gemäß Anspruch 26, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorrichtung zur Entfernung des Wachses aus einosit in einer quer zum Laufweg des Halmes liegenden Ebene rotierenden Borsten versehenen Bürste besteht.
    28. Vorrichtung nach Anspruch 26, dadurch gekesnzelehnet, daß die Einrichtung zur Entfernung des Wachses aus einer Anzahl von Sprungfedern mit starren Kanten besteht, die außen an dem Halm angreifen.
    29. Vorrichtung nach Anspruch 26 - 28, dadurch gekennzeichnet, daß die Einrichtung zur Entfernung der Epidermis aus einer mit in einer Ebene quer zur Bewegungsbahn der Halme rotierenden Br|osten versehenen Bürste besteht.
    50. Vorrichtung nach Anspruch 26 - 28, dadurch gekennzeichnet, daß die Einrichtung zur Entfernung der Epidermis aus einer Anzahl von Springfedern besteht, die mit der Außenseite des Halmes in Eingriff stehende starre Kanten aufweisen.
    31. Vorrichtung nach Anspruch 26 - 30, dadurch gekennzeichnet, daß zusätzlich öanweieinrichtungen für Wachs, Epidermis, Rinde, inneres Markgewebe und Saft aus einer Mehrzahl von gesonderten Halmen vorgesehen sind.
    009826/0291 bad o^ginau
    32. Vorrichtung nach Anspruch I9 - 31, dadurch gekennzeichnet, daß die zur Entfernung des außen an einem einzelnen Halm anhaftenden Materials vorhandenen Bürsten rund sind und eine Anzah^von sich radial erstreckenden Borsten haben, deren innere Enden im Abstand voneinander angeordnet sind, so daß sie einen längsseits entlanglaufenden Halm außen angreifen.
    33» " Vorrichtung nach Anspruch 19 - 32, dadurah gekennzeichnet, daß eine Anzahl von radial angeordneten biegsamen Gliedern vorhanden sind, deren angrenzende Enden im Abstund voneinander angeordnet sind, so daß sie eine bw? Aufnahme d©s Halms geeignete Öffnung bilden,und die Enden zum Abstreifen von Material von der Oberfläche des Zuokerrohrhalms bei d©r Relativbewegung u.®m HaIm^ väiä den biegsamen Gliedern g^g-^scÄsiissi-Sä3 gseignet sind«
    34 „ Vorrichtung ηο,οΐι kumpriich I9 « 33.5 stactor@li gekennzeichnet, daß in einem Gehäuse -v'Ifzq ftsiissiil v©si isa Abstand pejpallel sue inander angeordneten Ringen sü£ätglich vorgesehen ist^und daß diese Ringe an dem Gehäuse rßifctels nachgiebigen Verbindungsstücken so befestigt sind, daß die Hinge in einer beliebigen Richtung au dem Gehäuse bewegt werden können.
    35. Vorrichtung gemäS Anspruch 19 - 34» dadurch gekennzeichnet, daß die Schneidvorrichtung für einen einzelnen Halm aus einer Messerkombination besteht, die so gegenüber dem Laufweg des Halmes angeordnet ist, daß dieser längs in gesondere Teilstücke aufgeschnitten wird, und weiter gekennzeichnet durch eine Führung für die Halmteile mit einem sich vertikal zum Laufweg des Halms er-
    ge genstreckenden vorderen Teil, dessen überliegende Seiten so gebogen
    BADORiGSNAL 009828/0298
    sind, daß sie allmählich in einen sich horizontal erstreckenden rückwärtigen Teil übergehen.
    36. Vorrichtung nach Anspruch I9 - 35, dadurch gekennzeichnet, daß die Schneidvorrichtung für den sich in Längsrichtung bewegenden Halm aus einer Messerschneide und einer Haltevorrichtung für"die
    besieht
    Schneide', mit der diese in dem Lauf weg des Halmes gehalten und so zum Eingriff mit dem Halrafeebracht wird, daß das Messer den Krümmungen in dem Halm zu folgen vermag.
    37. Vortichtung nach Anspruch 19 - 35, dadurch gekennzeichnet, daß die Schneidvorrichtung für die Zerteilung des Halms in LKngsrichtung aus in Form eines Parallelogramms angeordneten Armen besteht, die drehbar aneinander angelenkt sind,und daß an eines der Anlenkpunkte eine Haltevorrichtung für die Arme vorgesehen ist und angelenkte und mit Bezug auf den ersten Anlenkpunkt seitlich verschiebbare Platten vorhanden sind, die sich zur gegenüber dea ersten Anlenkpunkt in dem Parallelogramm entgegengesetzten Seite erstrecken, und weiter dadurch gekennzeichnet, daS die Sohneideinrichtungen an diesen Platten befestigt und Haltevorrichtungen für den mit dem Halm im Eingriff stehenden Arm vorhanden sind, wobei die Platten und die Schneiden entsprechend der Biegung des Halas angeordnet sind und die Schneidmesser dadurch in Richtung des Laufweges des Halmes gehalten werden.
    38. Vorrichtung nach Anspruch 19 - 37, dadurch gekennzeichnet, daß die Einrichtung zum Voranschieben eines ganzen Halaes in Längsrichtung aus zwei Walzen besteht, deren jede gegenüberliegende kegelstumpfförmige Oberflächen mit einem üblichen großen Durchmesser hat, wobei die entsprechenden Durchmesser in der glei-
    009826/029«
    L - 56 -
    chen Ebene gelegen sind und wobei die entsprechenden Oberflächen der Walzen gemeinsam gegenüberliegende V-förmige öffnungen nach außen in der Oberfläche haben, die zum Eingriff in ausschließlich -den Rindenteil der Halmhälften geeignet angeordnet sind, so daß keine nennenswerte Menge an Saft aus dem Zuckerrohrmarkgewebe ausgepreßt werden kann.
    39· Vorrichtung nach Anspruch 19 - 38, dadurch gekennzeichnet, daß eine Einrichtung zum Abtrennen des inneren Markgewebes von der Rinde des Halmes angeordnet ist, die den Halm angreift, nachdem das Markgewebe nach außen gedreht worden ist, und daß auf dem Laufweg des Halmes nachfolgend eine Bürste angeordnet ist, durch die der Halm hindurchgeführt wird, und die eine Anzahl von radial sich erstreckenden rotierenden Borsten hat, deren äußere Enden so ausgerichtet sind, daß sie die innere Oberfläche der Rinde tangential angreifen und an dem inneren Markgewebe an-sttzen und das innere Markgewebe von der Rinde wegziehen.
    40. Vorrichtung nach Anspruch I9 - 39j dadurch gekennzeichnet, daß eine Führungsvorrichtung für die Halmhälften vorhanden ist, die eine tragende Oberfläche hat, die im allgemeinen §inen halbkreisförmigen Querschnitt aufweist, und die quer zum Laufweg des Halmes angeordnet ist und durch die die Halmhälfte hindurchgeführt wird, und ferner dadurch gekennzeichnet, daß ein mit Schneidmessern ausgerüstetes rotierendes Rad vorgesehen ist, dessen Schneidmesser eine halbkreisförmige Gestalt haben und in einem gewissen Abstand von der Oberfläche der Tragfläche angeordnet und geeignet sind, an dem Markgewebe anzugreifen und dieses aus der Rinde des Halmes in dem Maße zu entfernen, wie das Rad rotiert.
    . ,. Π Π ö Ö ·** i> t η Λ * λ
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    41. Vorrichtung nach Anspruch 40, dadurch gekennzeichnet, daß in der Führung Vörschubeinrichtungen für die Halmhälften vorhanden sind, mit denen die Halmhälften gegen die Schneidmesser geschoben werden, und daß federnde Einrichtungen angeordnet sind, mit denen die Halmhälften gegen die Oberfläche der Tragfläche gedrückt werden.
    42. Vorrichtung nach Anspruch 40 und 41, dadurch gekennzeichnet, daß verschiebbare Abstandsstücke zur Veränderung des Abstandes zwischen dem Schneidmesser und dieser Oberfläche vorhanden sind.
    4;5. Vorrichtung nach Anspruch 40 - 42, dadurch gekennzeichnet, daß die Führung eine zusätzliche Fläche zu dem rotierenden Rad hin aufweist, und allmählich in gleiche Richtung mit der Oberfläche der Auflage und gegen das Rad hin abfällt.
    44. Vorrichtung zum Abtrennen von Markgewebe aus der Rinde einer länglichen Halmhälfte, gekennzeichnet durch eine Gesamtführung mit einer oberen Oberfläche, die allmählich nach unten abfällt, und eine untere Bodenfläche, die gegen die obere Oberfläche
    nachgi*h!g
    /geneigt ist, eine Tragefläche mit im wesentlichen halbkreisförmiger Oberfläche, die sich von dem unteren Teil der oberen Oberfläche erstreckt, wobei die Gesamtführung zur Aufnahme und Führung einer Halmhälfte in die Oberfläche der Trägerfläche geeignet angeordnet ist, weiter gekennzeichnet durch ein rotierendes Rad, das Schneidblätter mit entsprechender halbkreisförmiger Ausbildung besitzt, die im Abstand von und tfeential bewegbar zu der Oberfläche der Tragefläche gegen die obere Oberfläche angeordnet und geeignet sind, an dem Markgewebe der Halmhälften anzugreifen und das Markgewebe von der Rinde des Halms zu entfernen, sowie eine Saarael-
    009826/0290 _ 58 _
    BAD
    vorrichtung unterhalb der Bodenfläche, die zur Aufnahme des losen, von den rotierenden Messern abgetrennten Markgewebes dient.
    45· Vorrichtung zum Behandeln von Zuckerrohr, gekennzeichnet durch Abtrenneinrichtungen zur Abtrennung des Saftes von dem inneren Markgewebe des Halmes, nachdem das Markgewebe von der Rinde entfernt worden ist, bestehend aus zwei 1*3; länglichen Walzen, die horizontal nebeneinander angeordnet sind und von öenen jede * gesondert in entgegengesetztem Drehsinn angetrieben wird, so daß die obere rotierende Oberfläche der entsprechenden Walze konvergiert, wobei der sich länglleh und horizontal erstreskende V-för-
    TtOQ
    mige , der vpn. diesen beiden Walzen gebildet wird, zur Auf nahm© d©s Msrkg^wefoes dlenfc* und wobei die Einrichtung so konstruiert ist, dm@ «$&& Markgewebe awl sehen den rotierenden Walzen unter Auspressen de® Saftes daraus hindurchgedrückt und der
    Trag
    Saft auf der Oberfläsfoe um1 UaLs©n in diss« Sse^sfeias&fefc verbleibt, und fernes* g@LS©aaa©ietoet &ur©h ©ine für den Saft aus diesem
    %6e ¥or4iöhtung zur Behandlung von Zuckerrohr mit Abtrenn einrichtungen für den Zuckersaft aus der Rinde, nachdem das innere Markgewebe von der Rinde abgetrennt worden ist, gekennzeichnet durch zwei Walken zum Abquetschen der Rinde zwischen diesen Walzen und zum Auspressen des-Zuckersaftes, weiterhin gekennzeichnet durch eine Feuchtigkeitszuführung zu der abgequetschten Rinde und ein zweites Paar Walzen zum Abquetschen der befeuchteten Rinde und zur Gewinnung des restlichen Zuckersaftes.
    BAD ORIGINAL 009826/0291
    β)
    47. Vorrichtung zur Behandlung von Zuckerrohr mit einer Führung und Antreibvorrichtung für einen einzelnen Halm, gekennzeichnet durch eine erste Walze mit einer konkaven,, peripheren Oberfläche, eine zweite Walze mit einer biegsamen peripheren Oberfläche, wobei die Oberflächen so weit voneinander entfernt sind, daß dazwischen ein einzelner Halm aufgenommen werden kann, und eine Einstelleinrichtung für den Zwischenraum zwischen den Oberflächen zur Anpassung an die verschiedenen Durchmesser des Halmes*
    - 60 009826/0290
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