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Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Sammeln und Überführen
von Bogen, z. B.
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Druckbogen, mit einer Bogenfördereinrichtung, einer Sammeltrommel
zur aufeinanderfolgenden Aufhahme und Sammeln einzelner Bogen und einer Einrichtung
zum Abnehmen eines Bogenpaketes von der Sammeltrommel.
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Es sind verschiedene Ausführungen von Sammel-und Überführungsmechanismen
bekannt, bei denen geschnittene Papierbahnen oder Papierbogen über eine Fördervorrichtung
einer Sammeltrommel zugeführt werden, welche an ihrem Umfang eine Mehrzahl solcher
Bogen zu einem Paket sammelt und dann das Bogenpaket von der Sammeltrommel zu einem
Stapel geleitet wird.
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Bei einer bekannten Vorrichtung zum Sammeln und Überführen von Bogen
wird zum Überführen der Bogen auf die Sammeltrommel ein Zuführförderband verwendet,
welches die Bogen nacheinander der Sammeltrommel zuleitet, die zum Halten der Bogen
am Umfang - mit Ausnahme einer Zuführstelle - von Förderbändern umschlungen ist.
Zum Sammeln der Bogen auf der Trommel bzw. zum Abnehmen des gesammelten Paketes
von der Sammeltrommel ist es bekannt, gesteuerte Zungen vorzusehen (deutsche Patentschrift
678 472). Weiter ist bei Vorrichtungen der vorgekennzeichneten Art die Verwendung
eines Luftstrahles auf die Kante eines Bogens bekannt, um die Bogen abzulenken und
auszurichten, insbesondere um mittels Leitbahnen oder Leitzungen auszusortierende
Bogen auf einen Ausschuß stapel abzulegen.
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In der Praxis hat sich herausgestellt, daß Bogen, insbesondere Druckbogen,
mit hoher Qualität, die allgemein sehr glänzend sind, durch Kratzen beschädigt werden
können, wenn sie nicht mit großer Sorgfalt gehandhabt werden. Dies gilt insbesondere
bei der Verwendung von Vorrichtungen der vorgekennzeichneten Art unter Verwendung
mechanischer Sammel- und Abstreiffinger. Dieser Nachteil könnte dadurch verringert
werden, daß die Finger mit Substanzen überzogen werden, z. B. einem Polyamid, jedoch
kann ein Kratzen nicht vollständig ausgeschlossen werden.
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Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung zum Sammeln
und Überführen von Bogen, insbesondere Druckbogen, zu schaffen, bei welcher das
Auftreten von Kratzspuren an den Bogen vermieden wird, wenn zum Lenken der Bogen
auf die Sammeltrommel und zum Abführen eines Bogenpaketes von der Sammeltrommel
keine mechanischen Mittel verwendet werden.
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Die Lösung der Erfindung liegt bei einer Vorrichtung der eingangs
genannten Art darin, daß zum Andrücken des Bogens am Trommelumfang eine erste Blasdüseinrichtung
im Bereich der Zuführungsstelle über der Trommel und zum Abnehmen der gesammelten
Bogen im Inneren der mit einem porösen bzw. perforierten Umfangsmantel versehenen
Trommel eine zweite Blasdüseinrichtung vorgesehen sind, und daß beide sich über
die gesamte Trommellänge erstreckenden Blasdüseneinrichtungen in Abhängigkeit voneinander
steuerbar sind.
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Nach einer Ausführungsform der Erfindung kann zur Steuerung des Luftstromes
zu den Blasdüsen in der Leitung zwischen der Druckluftquelle und den Blasdüsen eine
rotierende St-eüerscheibe rnit Durch^ lässen vorgesehen sein, welche die Steuerung
des
Luftstrahles der Blasdüsen in dem richtigen Augenblick vornimmt.
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Die Steuerung des Luftstromes für die Blasdüsen kann nach einer abgewandelten
Ausführungsform der Erfindung auch über nockengesteuerte Luftventile erfolgen, oder
es kann ein nockengesteuerter Schalter zum Betätigen von Solenoidventilen vorgesehen
sein, welche den Luftstrom zu den Blasdüsen steuern.
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In der Zeichnung sind Ausführungsformen der Erfindung beispielsweise
dargestellt.
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F i g. 1 ist eine schematische Ansicht einer bevorzugten Ausführungsform
der Erfindung; F i g. 2 ist eine Ansicht der Honigwabenfiäche der bevorzugten Sammeltrommel
gemäß der Erfindung; Fig. 3 ist eine Längsschnittansicht der Ausführungsform gemäß
Fig. 1; Fig. 3 A ist eine senkrechte Schnittansicht nach Linie 3A-3A der Fig. 3;
Fig. 4 ist eine auseinandergezogene Ansicht einer bevorzugten Luft-Zeitgebereinrichtung
gemäß der Erfindung; Fig. 5 ist eine Ansicht einer abgeänderten Ausführungsform
einer Luft-Zeitgebereinrichtung gemäß der Erfindung; F i g. 6 ist eine Ansicht einer
weiteren abgeänderten Ausführungsform einexLuft-Zeitgebereinrichtung gemäß der Erfindung.
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Gemäß F i g. 1 sind Förderbänder 10 und 12 vorgesehen, die durch
eine nicht dargestellte zweckentsprechende Vorrichtung mit konstanter Geschwindigkeit
angetrieben werden und zusammenarbeiten, um bahnförmiges bzw. bogenförmiges Material,
beispielsweise Papier, in in Abständen liegenden Intervallen zu einer Sammeltrommel
14 zu führen, deren Umfangsgeschwindigkeit konstant und der Geschwindigkeit der
Förderbänder 10 und 12 identisch ist. Ein Bogen 16, der zuvor von dem Vorderende
einer laufenden Bahn abgeschnitten worden ist, wird auf die hohle und perforierte
Sammeltrommel 14 durch Luftströme 20 und 21 geführt, die aus Luftströmungseinrichtungen
18 und 19 bei Ankunft des Vorderendes des Bogens 16 an der Sammeltrommel 14 abgegeben
werden. Die Luftströme 20 und 21 richten das Vorderende des Bogens 16 auf die perforierte
Sammeltrommel 14 und zwischen die Trommel 14 und die Bänder 22. Der Bogen 16 wird
auf der Trommel 14 gehalten, wenn diese sich dreht, indem die Bänder 22 rund um
Scheiben 24, Rollen 26, 28, 30 und 32, rund um Scheiben 34 und rund um die Sammeltrommel
14 zurück zu den Scheiben 24 laufen. Die Bänder 22 werden durch Eingriff mit der
Trommel 14 angetrieben und laufen somit mit der gleichen konstanten Geschwindigkeit
wie die Sammeltrommel 14.
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Im gewöhnlichen Betrieb werden vier Bögen 16 auf der Trommel 14 gesammelt
und, wenn ein fünfter Bogen 16 sich über die Bänder 10 und 12 der Trommel 14 nähert,
werden die Vorderenden der vier auf der Trommel 14 befindlichen Bögen 16 von der
Trommel 14 durch einen Luftstrom 36 weggeblasen, der zum richtigen Zeitpunkt aus
einer Luftströmungseinrichtung 38 abgegeben wird und durch die perforierte Trommel
14 hindurchgeht. Die vier Bögen bilden zusammen mit dem fünften Bogen ein ebenes
bzw. gleichmäßiges Paket von fünf Bögen, das zuerst durch Bänder 10 und Abbremsbänder
40 und dann durch Abbremsbänder 40 und 42 mit der Geschwindigkeit
der
Trommel 14 von der Trommel 14 weggeführt wird. Wenn das Hinterende des aus fünf
Bögen bestehenden Pakets von der Trommel 14 freikommt, durchlaufen die Bänder 40
und 42 einen Verzögerungs- und Beschleunigungskreislauf, wobei sie ihre Geschwindigkeit
zunächst verzögern, um das aus fünf Bögen bestehende Paket auf einen Aufnehmetisch
abzugeben, auf welchem das Papier gestapelt wird, und wobei sie danach sich auf
die Geschwindigkeit der Trommel 14 in der richtigen Zeit beschleunigen, um das nächste
aus fünf Bögen bestehende Paket aufzunehmen.
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Die Trommell4 ist, wie oben beschrieben, eine hohle Trommel mit einer
offenen honigwabenartigen Fläche, die in Fig. 2 dargestellt ist. Die Fläche ist
aus Metallstreifen 44 und 46 hergestellt, die zusammengeschweißt sind, um eine sehr
starre offene Oberfläche zu bilden. Rollen mit offener Oberfläche bzw. perforierte
Rollen anderer Arten, beispielsweise Trommeln, die mittels gestanzter oder gebohrter
Löcher perforiert worden sind, können ebenfalls verwendet werden, jedoch wird die
Honigwabenrolle bevorzugt, und zwar zufolge ihrer Strukturfestigkeit und des unbegrenzten
großen offenen Bereichs.
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Wie am besten in F i g. 3 dargestellt, ist die perforierte Sammeltrommel
14 mittels Hohlwellen 50 und 52 getragen, die durch Lager 54 und 56 an Gestellteilen
58 und 60 abgestützt sind. Der Haupt antrieb für die Trommel 14 wird von einer nicht
dargestellten Antriebsvorrichtung über einen Zeitgeberriemen 57 zu einer Scheibe
59 übertragen, die auf der Welle 52 starr angeordnet ist. Eine Riemenscheibe 62
ist auf der Welle 50 starr angeordnet und treibt mittels eines Zeitgeberriemens
64 eine Riemenscheibe 66 auf einer Ventilwelle 68 an, die mittels eines Lagers 70
an einem Gestellteil 58 abgestützt ist. Ein Dreh-Zeitgeberventil 72 ist an der Ventilwelle
68 getragen, und eine Drehventilscheibe 74, die auf der Welle 68 angeordnet ist,
dreht sich mit dieser. Die Riemenscheibe 62 auf der Welle 50 treibt die Riemenscheibe
66 auf der Welle 68 in einem Verhältnis von 5 : 1 an, so daß für jeweils fünf Umdrehungen
der Welle 50 und der Trommel 14 die Riemenscheibe 66, die Welle 68 und die Drehventilscheibe
74 eine Umdrehung ausführen.
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An den Gestellteilen 58 und 60 sind weiterhin die Luftstrahleneinrichtungen
18 und 19 für das Ansammeln der Bögen angeordnet. Die Luftstrahleneinrichtungen
18 und 19 sind zwischen Luftverteilerleitungen 80 und 82 zweckentsprechend angeordnet,
welche an den Gestellteilen 58 und 60 durch nicht dargestellte zweckentsprechende
Einrichtungen starr angeordnet sind. Die Verteilerleitung 82 ist bei 84 durch ein
Rohrverschlußstück 85 verschlossen. Zum richtigen Zeitpunkt wird Luft durch das
Dreh-Zeitgeberventil 72 einer Leitung 86 zugeführt, welche das Ventil 72 mit der
Luftverteilerleitung 80 verbindet. Die Luftstrahleneinrichtungen 18 und 19 sind
perforiert, wie es durch Löcher bzw. Strahlen 90 und 91 (Fig. 3A) angedeutet ist,
so daß Luft aus ihnen abgegeben und in Richtung gegen den Außenumfang der Trommel
14 gerichtet werden kann. Die Luftstrahleneinrichtungen 18 und 19 sind in jeder
Hinsicht identisch, und die Strahlen 91 der Einrichtung 19 sind etwas aus der Senkrechten
gedreht, um dem zylindrischen Umfang der Trommel 14 zu entsprechen.
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Die HohIwellen 50 und 52 nehmen ein Zuführrohr
100 auf, das an den
Gestellteilen 58 und 60 mittels Lagerarmen 102 und 104 angeordnet ist, die mit den
Gestellteilen 58 und 60 starr verbunden sind.-Das Zuführrohr 100 ist bei 101 geschlossen.
Die-Überführungs-Luftstrahleneinrichtung 38 ist an Abstützungen 106 und 108 getragen,
die an Abstützungenll0 und 112 zweckentsprechend befestigt sind, welche ihrerseits
an dem Zuführrohr 100 angeordnet sind. Luftzufuhrdurchgänge 114 und 116 sind durch
Nippel 118 und 120, die an der Luftstrahleneinrichtung 38 befestigt sind, durch
Leitungen 122 und 124 und durch Nippel 126 und 128 gebildet, die an dem Zufuhrrohr
100 befestigt sind. Die tÇberführungs-Luftstrahleneinrichtung 38 ist perforiert,
wie es durch Löcher oder Strahlen 130 angedeutet ist, so daß Luft aus ihr zum richtigen
Zeitpunkt zum Abnehmen des gesammelten Papiers von der Trommel 14 abgegeben werden
kann.
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Luft wird dem Zufuhrrohr 100 mittels einer Leitung 132 von dem Dreh-Zeitgeberventil
72 zugeführt.
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Die Luft tritt dann durch das Rohr 100 zu den Durchgängen 114 und
116 und dann zu der Überführungs-Luftstrahleneinrichtung 38, deren Löcher bzw. Strahlen
130 in Richtung gegen die Innenfläche der Trommel 14 gerichtet sind.
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Die Sammel-Luftstrahleneinrichtungen 18 und 19 sind vorzugsweise
aus rostfreiem Stahl gebildet und an beiden Enden mit Gewinde versehen sowie an
den Luftverteilerleitungen 80 und 82 mittels Stellmuttern 140 und 142 und Sicherungsmuttern
144 und 146 angebracht. Das Zufuhrrohr 100 ist vorzugsweise ebenfalls aus rostfreiem
Stahl gebildet Die Leitungenl22 und 124 sind mittels zweckentsprechender Schlauchklemmen
150 an den Nippeln 118, 120, 126 und 128 gehalten.
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Die bevorzugte Luft-Zeitgebereinrichtung, ein Dreh-Zeitgeberventil
72, ist am besten in F i g. 4 dargestellt. Das Ventil 72 weist eine Eintrittsventilplatte
152, die Drehventilscheibe 74, eine Austrittsventilplatte 154 und die Welle 68 auf.
Die Drehventilscheibe 74 ist für Drehung auf der Welle 68 mittels eines Keiles 156
auf der Welle 68 und geschlitzter Keilnuten 158,die in ihr gebildet sind, angeordnet.
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Die Eintrittsventilplatte 152 hat mit Gewinde versehene Zapfen 153,
die durch Löcher 159 in der Austrittsventilplatte 154 hindurchgehen und Federn 160,
Ringe 162 und Muttern 164 zum Zusammensetzen des Drehventils 72 aufnehmen. Die Eintrittsventilplatte
152 und die Austrittsventilplatte 154 sind mit reibungsarmen Verschleißflächen 155
und 157 versehen, beispielsweise mit Flächen aus einem Polyamid, einem Polytetrafluoräthylen
oder aus Messing, und die Flächen 155 und 157 sind durch irgendeine zweckentsprechende
Einrichtung an den Ventilplatten befestigt, beispielsweise durch Klebmittel oder
durch Schrauben.
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Die Drehventilscheibe 74 ist bei 170, 171, 172, 173 und 174 geschlitzt.
Der Drehabstand zwischen den Schlitzen 170 und 171, 171 und 172, 172 und 173 ist
gleich, wobei die Mitten der Schlitze in einem Abstand von 72P liegen und jeder
Schlitz in gleichem radialen Abstand von der Mitte der Scheibe 74 angeordnet ist.
Der Schlitz 174 ist ebenfalls in einem Abstand von 720 von den Schlitzen 173 und
170 angeordnet, liegt jedoch der Mitte der Scheibe 74 näher als die anderen gerade
beschriebenen Schlitze.
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Der Eintrittsventilplatte 152 wird mittels Leitungen 180 und 182,
Akkumulatoren 184 und 186, Druckreglernl
8.8 und 190 und einer Hauptluftzufuhrleitung
192 (F i g. 1) Luft zugeführt. Die Luftakkumulatoren 184 und 186 haben sich als
erwünscht gezeigt, um eine große Luftmenge dem Ventil 72 für kurze Zeitintervalle
zuzuführen und irgendwelche Druckschwankungen bzw. Druckstöße in der Luftzufuhr
auf einem Minimum zu halten. Demgemäß strömt Luft von dem Akkumulator 184 durch
die-Leitung 180 zu der Eintrittsventilplatte 152. Wenn ein Schlitz 170, 171, 172
und 173 mit einer Öffnung 194 in der Eintrittsventilplatte 152 und der Verschleißfläche
155 durch Drehung der Scheibe 74 in-Ausrichtung gelangt, strömt Luft durch den Schlitz
und- dann durch die Austrittsventilplatte 154 zur Leitung 86, die mit den Sammel-Lùftstrahleneinrichtungen
18 und 19 in Verbindung steht (F i g. 3). Zu jedem Zeitpunkt, zu welchem ein Schlitz
170, 171, 172 oder 173 mit der Öffnung 174 in Ausrichtung gelangt, strömt Luft durch
das Drehventil 72 zu den Sammel-Luftstrahleneirrichtungen 18 und 19.
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Aus F i g. 4 ist ersichtlich, daß der Schlitz 174 periodisch mit
einer Öffnungl96 in der Eintrittsventilplatte 152 und der Verschleißfläche 155 durch
Drehung der Scheibe 74 in Ausrichtung gelangt. Luft strömt dann von dem Akkumulator
186 durch die Leitung 182 zu der Eintrittsventilplatte 152, durch das Drehventil
72 zu der Leitung 132, die mit der Überführungs-Luftstrahleneinrichtung 38 in Verbindung
steht.
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Aus Vorstehendem ist ersichtlich, daß für jede Umdrehung der Scheibe
74 Luft viermal den Sammel-Luftstrahleneinrichtungen 18 und 19 und einmal der Überführungs-Luftstrahleneinrichtung
38 zugeführt wird.
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Im tatsächlichen Betrieb erreicht die Vorderkante eines Papierbogens
die Trommel 14 gerade dann, wenn ein Schlitz in der Scheibe 74, beispielsweise der
Schlitz 170, mit der Öffnung 194 in der Eintrittsventilplatte 152 in Ausrichtung
gelangt. Somit wird den Sammel-Luftstrahleneinrichtungen 18 und 19 Luft zugeführt
und aus diesen so lange abgegeben; solange der Schlitz 170 ~mit der Öffnung 194
ausgerichtet ist. Die Luft, die durch die Strahlen 90 und 91 der Luftstrahleneinrichtung
18 und 19 in Form eines kurzen Luftstoßes abgegeben wird, drückt die Vorderkante
des Papierbogens, beispielsweise des Bogens 16 in Fig. 1, auf die Trommel 14 und
zwischen die Trommel 14 und die -Bänder 22. Da die Trommel 14 sich fünfmal für jede
Umdrehung der Scheibe 74 dreht, wie es oben beschrieben ist, erreicht die Vorderkante
des nächstfolgenden Papierbogens die Trommel 14 gerade dann, wenn der Schlitz 171
mit der Öffnung 194 in der-Eintrittsventilplatte 152 in Ausrichtung gelangt. Dieser
Bogen wird ebenfalls mittels der Luftströme 20 und 21, die aus den Luftstrahleneinrichtungen
18 und 19 abgegeben werden, auf die Trommel 14 gedrückt, und er wird in genauer
Ausrichtung : auf dem zuvor auf der Trommel 14 angeordneten Bogen ZL6 angeordnet;
Wenn die Schlitze 172 und 173 mit der Öffnung 194 in Ausrichtung gelangen, werden-zwéi
weitere Papierbögen auf den bereits auf der Trommel14 gesammelten zwei Bögen angeordnet.
* Die Vorderkante eines fünften-Papierbogens eY-reicht die Trommel 14 gerade dann,
wenn der Schlitz 174 mit der Öffnung 196 in Ausrichtung gelangt, und Luft strömt
durch das Venti172, die Leitung 132, das Zufuhrrohr 100 und durch die Durchgänge:
114
und 116 zu der Überführungs-Luftstrahleneinrichtung 38. Luft wird aus den Öffnungen
oder Düsen 130 der Einrichtung 38 in Form eines Strahles oder Stoßes abgegeben,
der so lange andauert, wie der Schlitz 174 sich mit der Öffnung 196- in Ausrichtung
befindet. Der aus der Überführungs-Luftstrahleneinrichtung 38 abgegebene Luftstrom
36 drückt das aus vier Bögen bestehende Paket von der Trommell4 weg und zwischen
die Bänder 10 und 40, welche die vier Bögen und den fünften Bogen, der auf ihnen
angeordnet ist, von der Trommel 14 als ein aus fünf Bögen bestehendes Paket wegführen.
Das aus fünf Bögen bestehende Paket wird dann durch die Bänder 40 und 42 aufgenommen,
die eine programmierte Verzögerungsperiode durchlaufen, um das Paket an einer Aufnahmestation
abzugeben, wonach die Bänder 40 und 42 in der richtigen Zeit auf die Geschwindigkeit
der Trommel 14 beschleunigen, um das nächste gesammelte Bogenpaket aufzunehmen.
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Eine andere Einrichtung als ein Dreh-Zeitgeberventil kann verwendet
werden, um zum richtigen Zeitpunkt eine Luftströmung zu den Sammel-Luftstrahleneinrichtungen
18 und 19 und der tÇberführungs-Luftstrahleneinrichtung 38 hervorzurufen. Beispielsweise
kann ein Tellerventil verwendet werden, wie es in F i g. 5 dargestellt ist.
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Ein Nocken 200 ist auf der Welle 68 an Stelle des Ventils 72 (F i
g. 3) angeordnet, und dieser Nocken 200 führt für jeweils fünf Umdrehungen der Trommel
14 eine Umdrehung aus. Der Drehabstand zwischen den Erhöhungen 202 und 204, 204
und 206, 206 und 208 des Nockens 200 beträgt 720, und der Drehabstand zwischen der
Erhöhung 208 und 202 beträgt 1440.
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Ein Ventil 210 für die Sammel-Luftstrahleneinrichtungen 18 und 19
ist in zweckentsprechender Weise über dem Nocken 200 angeordnet und hat zwei Luftdurchgänge
212 und 214, die durch ein Tellerventil 216 mit Bezug aufeinander allgemein geschlossen
sind. Eine Nockenrolle 218 ist an dem Ende des Ventilstößels 220 angeordnet und
durch eine Feder222 belastet. Die Nockenrolle 218 läuft auf dem Nocken 200.
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Die Zeitgabe des Ventils 200 ist derart, daß eine Erhöhung gerade
dann unter der Nockenrolle 218 vorbeigeht, wenn die Vorderkante eines Papierbogens
an der Trommel 14 ankommt. Eine Erhöhung, beispielsweise die Erhöhung 202, drückt
das Tellerventil 216 nach oben in die durch unterbrochene Linien dargestellte Stellung
217, so daß die Durchgänge 212 und 214 gegeneinander offen werden. Luft aus einem
Akkumulator, beispielsweise aus dem Akkumulator 184 gemäß F i g. 1, strömt durch
die Leitung 118, die Durchgänge 212 und 214 und die Leitung 86, welche gemäß vorstehender
Beschreibung mit den Sammel-Luftstrahleneinrichtungen 18 und 19 in Verbindung steht.
Luft wird aus den Luftstrahleneinrichtungen 18 und 19 in Form von Strahlen abgegeben,
welche den Papierbogen auf die Trommel 14 richten, wie es oben in Verbindung mit
dem Dreh-Zeitgeberventil 72 beschrieben ist. Drei weitere Bögen werden auf die Trommel
14 in übereinanderliegender Lage zu dem ersten auf der Trommel befindliöhen Bogen
gerichtet, wenn die Nockenerhöhungen204, 206 und 208 das Tellerventil 216 öffnen
unci Luft zu den Sammel-Luftstrahleneinrichtungen 18 und 19 strömt.
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.In.--Verbindung- mit Fig. » 5 ist zu bemerken, daß
ein
zweiter Nocken vorgesehen ist, der lediglich eine einzige Erhöhung 224 hat. Dieser
Nocken ist ebenfalls auf der Welle 68 getragen und in bezug auf den Nocken 200 derart
angeordnet, daß seine Erhöhung 224 von den Erhöhungen 208 und 202 des Nockens 200
jeweils in einem Abstand von 720 liegt. Ein Oberführungs-Luftstrahlentellerventil,
welches dem Sammel-Luftstrahlentellerventil 210 gemäß vorstehender Beschreibung
identisch ist, ist ebenfalls vorgesehen. Die Nockenerhöhung 224 öffnet das Überführungs-Luftstrahlenventil,
und Luft strömt von dem Akkumulator 186 durch die Leitung 182, durch das Oberführungs-Luftstrahlenventil
und die Leitung 132 zu der Überführungs-Luftstrahleneinrichtung 38, um die vier
zuvor auf der Trommel 14 gesammelten Bögen abzunehmen. Die vier Bögen werden von
der Trommel 14 durch den Luftstrahl abgenommen, der aus der Überführungs-Luftstrahleneinrichtung
38 gerade dann austritt, wenn die Vorderkante des fünften Papierbogens an der Trommel
14 ankommt.
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Demgemäß wird ein aus fünf Bögen bestehendes Paket durch die Bänder
10 und 40 gemäß vorstehender Beschreibung von der Trommell4 weggeführt.
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Eine andere Art eines Ventils, das verwendet werden kann, um zum
richtigen Zeitpunkt Luft den Luftstrahleneinrichtungen 18, 19 und 38 zuzuführen,
ist ein in Fig.6 dargestelltes Solenoidventil. Ein Nocken 240 ist auf der Welle
68 an Stelle des Ventils 72 (Fig. 3) angeordnet, und er führt für jeweils fünf Umdrehungen
der Trommel 14 eine Umdrehung aus.
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Der Nocken 240 hat Erhöhungen 242, 244, 246 und 248, die mit Ausnahme
des Abstandes zwischen den Erhöhungen 248 und 242, die in einem Abstand von 1440
liegen, in einem Abstand von 720 angeordnet sind.
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Ein Sammel-Luftstrahlensolenoidventil 250 ist in zweckentsprechender
Weise über dem Nocken 240 angeordnet und weist eine Lufteintrittsleitung 180 und
eine Luftaustrittsleitung 86 auf, die gewöhnlich mit Bezug aufeinander geschlossen
sind. Ein Mikroschalter 256 ist vorgesehen mit einer Nockenrolle 258, die auf dem
Nocken 240 läuft.' Der Schalter 256 und das Solenoidventil 250 sind mit einer Quelle
elektrischer Energie durch Leitungen252, 253 und 254 zweckentsprechend verbunden.
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Die Zeitgabe des Nockens 240 ist der Zeitgabe des oben in Verbindung
mit Fig. 5 beschriebenen Nocken 200 identisch. Wenn eine Nockenerhöhung, beispielsweise
die Erhöhung 242, unter der Nockenrolle 258 hindurchgeht, wird der Schalter 256
geschlossen, und er erregt das Solenoidventil250, so daß die Luftleitungen 180 und
186 gegeneinander geöffnet werden und Luft den Sammel-Luftstrahleneinrichtung 18
und 19 zugeführt wird. Somit erregen die Nockenerhöhungen 242, 244, 246 und 248
das Ventil 250, wodurch Luftstrahlen hervorgerufen werden, um vier Papierbögen übereinanderliegend
auf der Trommel 14 anzuordnen.
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Ein anderer Nocken, ein anderer Mikroschalter und ein anderes Ventil,
die den gerade beschriebenen Bauteilen identisch sind, sind zum Zuführen von Luft
zu der Überführungs-Luftstrahleneinrichtung 38 vorgesehen. Dieser Nocken ist ebenfalls
an der Welle 68
angeordnet und hat eine Erhöhung 260, die in einem Abstand von 720
von den Nockenerhöhungen248 und 242 liegt. Die Nockenerhöhung 260 öffnet das Überfübrungs-Luftstrahienventil
durch Schließen des zugeordneten Mikroschalters, und Luft wird der Üb erführungs-Luftstrahleneinrichtung
38 zum richtigen Zeitpunkt zugeführt, um die zuvor auf der Trommel 14 gesammelten
vier Bögen abzunehmen. Die vier Bögen werden von der Trommell4 abgenommen, wenn
die Vorderkante eines fünften Bogens an der Trommel 14 ankommt, und ein aus fünf
Bögen bestehendes Paket wird durch die BänderlO und 40 von der Trommel 14 weggeführt.
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Aus der vorstehenden Beschreibung ist ersichtlich, daß Papierbögen
oder anderes Material durch andere Mittel als mechanische Finger gesammelt und überführt
werden können. Bei der gerade beschriebenen Ausführung bewegen sich alle mechanischen
Elemente, die während des Sammelns und Überführens mit dem Bogenmaterial in Berührung
kommen, mit der Geschwindigkeit des Bogenmaterials, so daß ein Zerkratzen zufolge
der Bewegung des Bogenmaterials über feststehende Einrichtungen vermieden ist.
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Die Sammel- und Überführungsvorrichtung gemäß der Erfindung kann
in vorteilhafter Weise in Verbindung mit Druckpressen verwendet werden, um bedruckte
Materialien, die von der Presse aufgenommen worden sind, zu sammeln und zu überführen.