DE1545280A1 - Entschwefelungsverfahren - Google Patents
EntschwefelungsverfahrenInfo
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- C10—PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
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- C10G27/00—Refining of hydrocarbon oils in the absence of hydrogen, by oxidation
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Description
. Patentanwalt 17, Feb. 1966
Dr. W. KOhI
Esso Research and Eng. Go.
Beschreibung
ESSO RESEARCH AMD ENGINEERING COMPANY, Elizaheht, New Jersey, V.St,A.
Ent s chwe felungsverfahren
Für diese Anmeldung wird die Priorität vom 2j5. Februar I965
aus der amerikanischen Patentanmeldung Serial No. 4-JÄ 64j5
in Anspruch genomman.
Die vorliegende Erfindung betrifft eins Verbesserung bei der
Entschwefelung eines Kohlenwasserstoffgemischs. Insbesondere
betrifft sie die Entschwefelung von schweren Kohlenwasserstoff
fraktionell, ©insohltesslich Rückständen. In noch speziel·
- 1 908848/09*1
lerer Form betrifft die Erfindung die Entschwefelung von
Thiophen und ttrlophenhaltigen Verbindung durch Oxydation
des Thiophene zu einem SuIfon und anschliessende Aufspaltung
des Rings des SuIfons durch Kontakt mit einer Alkalibase,
wodurch das SuIfon in ein Furan übergeführt wird.
Die Luftverunreinigung ist für die gesamte Welt zu einem
Problem ständig steigender Bedeutung geworden. Rückstandsheizöle, die merkliche Mengen Schwefel enthalten, bilden
schädliches SO2 beim Verbrennen, und kürzlich vorgenommene
Untersuchungen 2;^igen, dass die Menge an schädlichem SOp in
der Atmosphäre ständig anwächst. Diese Verbindungen stellen, abgesehen davon, dass sie zu einem im allgemeinen hohen Grad
an Unbehagen derjenigen führen, dia Iy* Gebieten, in denen
sie vorhanden sind, leben müssen, auch eine ausserordentlioh hohe Gefahr für die Gesundheit dar und haben erheblich zu
dem wachsenden Vorhandensein von Erkrankungen des Atmungssystems
beigetragsn.
Es wurde bereits viel Zeit für den Verbuch, diese allgemeine
Situation zu verbessern, aufgewendet. Bedauerlieherweise v/a~
ren die Methoden recht teuer und führten nicht zu den gewünschten
Ergebnissen. Bei bisherigen Entschwefelungauntersuchungen
wurden entweder säure° oder basekatalysierte Arbeitsweisen
angewendet. Säurekatalysierte Arbeitsweisen haben Versuche bei
der Entschwefelung mit Schwefelsäure, Aluraiiiiumoxyd, ICIeael-
909848/0921 bad original
säure-Aluminiumoxyd, Bauxit, Zinkoxyd-Aluminiumoxyd-Gemischen,
Aktivkohle, Zeolithen und Metalloxyder, um nur einige eben zu
nennen, umfasst. Verschiedenste Faktoren waren für den beschränkten
Erfolg dieser Art von Verfahren verantwortlich. Im Falle der Verbindungen vom Thiophen-Typ, die erheblich
Widerstandsfähißer gegen Entschwefelung sind, ist der aromatische
Ring gegen einen Angriff durch Säuren empfindlicher als die entsprechenden Benzolderivate. In einem sauren Medium
können Thiophen und seine Derivate zu stabilen Trimeren und Pentameren bei etwa 10O°C (212°F) polymerisiert werden. Diese
Polymerisationsreaktion 1st den Kondensations- und Polymerisationsreaktionen
von Pyrrolen in Gegenwart von Säuren ähnlich. Da bei der Entschwefelung im allgemeinen viel höhere
Temperaturen angewendet werden, dürfte der Polymerisationsgrad und das Molekulargewicht der Polymeren oder Copolymeren
noch grosser sein. Dies würde die Tatsache erklären, dass
grosso Mengen an harzhart1gern Material und Koks bei vielen
bisherigen säurekatalysierten Entschwefelungsuntersuohungen
beobachtet wurden. Dieses Problem verhindert eindeutig, dass eine cäurekatalysJ.erte Reaktion eine brauchbare Entsehwefelungsarbeltsweise
ist.
Die Entschwefelung unter alkalischen Bedingungen würde somit als der besser geeignete Weg erscheinen. Ermutigende Ergebnisse
wurden mit alkalischen Systemen erzielt, doch lassen die Ergebnisse noch viel zu wünschen übrig. Unter milden Be-
- 3 -909848/092 T bad orig,nai
dingungen war das wirksamste bisher gefundene Reagens metal-
- lisches Natrium, das Schwefel von der thiophenischen Art
leicht unter Bildung von Natriumsulfid angreift. Metallisches Kalium scheint ebenfalls wirksam zu sein. Die üblichen PoIymerisatiortsprobleme
werden jedoch auch hier wieder angetroffen, doch sind sie nicht annähernd so vorherrschend wie im
Falle der sauren Katalyse. Das Hauptproblem bei der Verwendung der alkalischen Arbeltsweise besteht darin, dass die Regenerierung
des Alkalimetalls eine ausserordentlich schwierige Aufgabe ist. Die einzige durchführbare Regenerierungsarbeitsweise,
die bisher festgestellt wurde, ist die elektrochemische Reduktion, und diese ist so ausserordentlich teuer,
dass sie vom wirtschaftlichen Standpunkt aus fast untragbar ist.
Vor kurzem wurde in der US-Patentschrift 3 I63 593 «in Verfahren zur Entschwefelung von Schwerölen beschrieben. Genäse
dieser Patentschrift wird der Zustand des Schwefels durch Oxydation geändert. Die Entfernung von Schwefelverbindungen in
dem oxydierten Zustand wird jedoch durch extreme Hitze bewirkt, und dies ergibt eine Situation, die ebenfalls nicht zufriedenstellend
let. Diese Patentschrift wird später noch welter erörtert
.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist die Bereitstellung eines vorteilhaften Entschwefelungsverfahrens.
- 4 -909848/0921 BAP original
Erfindungsgemäss wird ein Verfahren bereitgestellt, mit dessen
Hilfe die bisherigen Probleme, die bei der Entschwefelung angetroffen
wurden, ausgeschaltet iverden.
Erfindungsgemäss wird eine Thlophen oder Thiophenverbiradungen
enthaltende Kohlenwasserstoff fraktion mit eiEiem Oxydationsmittel
bei ReaktionsbediaguDgen in Kontakt gebracht und das Th'iophen
zum SuIfon oxydiert, wonach das SuIfon mit einem Alkalihydroxid in Kontakt gebracht und die Sühwefel-Kohlenstoff-Bindung
in dem SuIfon gelöst wird. Aufgrund dieser Lösung
oder Spaltung kann eine Kohlenwasserstofffraktion mit herabgesetztem
Schwefelgehalt gewonnen werden.
Die folgende eingehendere Beschreibung der Erfindung umfasst Erörterungen über einen theoretischen Mechanismus bezüglich
der Arbeitsvorgänge. Es sei jedoch bemerkt, dass hierdurch keine Bindung aß irgendeinen besondere Mechanismus vorgenommen
werden soll.
Die vorliegende Erfindung lässt sich auf die Behandlung von
allen Kohlenwasserstoffölen anwenden, in denen eine merkliche
Anzahl von Molekülen ein Schwefelatom enthält. Jede Kohlenwasserstoff
fraktion, die Thiophene oder Thiophenderivate enthält,
kann behandelt werden, doch dürfte die Hauptanwendung des Verfahrens
in der Behandlung von Rückständen, entweder atmosphärisehen
Rückständen, Vakuumrüekständen oder Rückständen aus ge-
90984Ι/θ911 bad
sonderten Verfahren, wie beispielsweise der katalytischen
*
Crackung, liegen.
Crackung, liegen.
Zu Beginn wird das Th^ophen, zu Erläuterungszwecken beispielsweise
Dibenzothiophen, der Behandlung mit einem oxydierenden
Mittel unterzogen. Das Thiophen kann gewünschtenfalls
in einem öl gelöst sein. Diese Behandlung führt zur Bildung des SuIfons. Im Falle von blbenzothiophen ist das
Sulfon Dibenzothiophensulfon oder Dibenzothiophendioxyd. Das erfindungsgeraäss verwendete Oxydationsmittel kann irgendeines
der verschiedenen bekannten Oxydationsmittel sein. Das bevorzugte Mittel ist jedoch Wasserstoffperoxyd in einem verdünnten
wässrigen sauren Katalysator, wie Essigsäure. Verschiedenste Reagentien können anstelle des Wasserstoffperoxyds
verwendet werden, einschliesslich von Alkallperjodaten,
-perchloraten, -chromaten und -permanganaten, Metalloxyden wie
beispielsweise Mangandicxyd oder Chrom(III)~oxyd, Perchlorsäure
und unterchloriger Säure, Hydroperoxyden, wie beispielsweise tert.-Butylhydroperoxyd, Persäuren, wie beispielsweise Perameisensäure,
Pereasigsäure, Pertrichloressigsäure, Perbenzoesäure
und Per ph thai säure. Dei» saure Katalysator kann eine Sauerstoffenmineralsäure,
wie beispielsweise Schwefelsäure, Salpetersäure
und Chlorsäuren, eine organische Carbonsäure, wie beispielsweise Ameisensäure , Essigsäure, Trichloressigsäure,
Chloressigsäure, Dichloressigsäures und Benzoesäure , Sulfonsäuren«
wie beispielsweise Benzolsulfonsäure und Carboxyber—
zolsulfonsäure> oder ein Gemisch von diesen sein. Es wurde ge-
909^87092
. funden, dass ein wirksames Säurekatalysatorsystem, das auch
leicht aus dem Reaktionsgemische wiedergewinnbar ist, eine
wässrige Lösung von 1 bis 50 Voljfi Sciwefelsäure mit 1 bis 50
Vol# Essigsäure umfasst. Zu 100 Teilen dieser gemischten Säurelösung
werden 10 bis 50 Teile 30 j6iges Wasserstoffperoxyd zugegeben. Vorzugsweise wird das Oxydatlonsmedium zubereitet,
indem 1 bis 10 Teile Eisessig und 20 bis 40 Teile konzentrierte
Schwefelsäure zu 50 bis 70 Teilen Wasser zugegeben werden,
zu dem 10 bis 25 Teile 30 J^iges Wasserstoffperoxyd zugegeben
werden. 1 bis 5 Volumina von Thiophen enthaltendem öl können
mit 1 Volumen des Oxydationsmediums behandelt werden. Das
Thiophen oder ein Thiophenderlvat enthaltende Ol sollte mit dem Oxydationsmedium für eine Zeitspanne von 10 bis 120 Minuten,
vorzugsweise von 20 bis 90 Minuten, ganz besonders bevorzugt von ^O bis 60 Minuten, in Kontakt gebracht werden. Die
Temperaturen für die Reaktion variieren von 38 bis 1500C (100
bis 3000P), ganz besonders bevorzugt von 93 bis 121°C (200
bis 2500P). Die Drucke können Umgebungsdrucke bei Temperaturen
unterhalb 1070G (225°P) oder schwach Uberatmosphärische
Drucke bei Temperaturen zwischen 107 und 150°C (225 und 3000F)
sein. Nach etwa 40 bis 60 Minuten ist das Thiophen in das
SuIfon übergeführt. Die Reaktion ist zu 90 bis 100 % vollständig.
Zu diesem Zeitpunkt beginnt die zweite Phase der Reaktion.
Das SuIfon wird mit einem Alkalihydroxyd in Kontakt gebracht.
- 7 -909848/0921
BAD ORfQiMAL
Die bevorzugte zu verwendende Base ist Natriumhydroxyd, doch
werden ebenso erfolgreiche Ergebnisse mit Kaliumhydroxyd erzielt. Die Base wird mit dem SuIfon für eine Zeitspanne von
10 Minuten bis.zu 5 oder 6 Stunden in Kontakt gebracht. Zumindest
5 Mol Base sind je Mol SuIfon erforderlich. Die Kontaktzeit
beträgt insbesondere 2 bis 6 Stunden, vorzugsweise 3 bis 5 Stunden. Die Temperaturen für die Reaktion variieren
zwischen etwa 175 und 400°C (350 und 75O0P), vorzugsweise
von 232 bis 3160C (450 bis 600°F). Die anzuwendenden Drucke
betragen von 0 bis 7 atü (0 bis 100 psig). Nach etwa 5 Stunden zeigt eine gaschromatographische Bestimmung, dass zumindest
90 % des SuIfons in Dibenzofuran übergeführt sind.
Der angenommene Mechanismus für diese Reaktion ist nachfolgend durch die Gleichungen (1), (2) und (3) gezeigt:
+ NaH
(1)
(2)
+ Na2SO5 + H2O
(3)
BAD ORIGINAL
Di,e Verwendung eiaer starken Base zur Öffnung des Sulfone
in Stufe 2 und Entfernung des Schwefel» in Form von Sulfit weist zahlreiche Vorteile auf, die eins ausgeprägte Verbesserung
gegenüber dem Verfahren der US-Patentschrift 3 16J
bieten, bei welchem Wärme zur Ringö'ffnung verwendet wird. Zunächst
werden viel mildere Bedingungen in dem erfindungsgemässen
Verfahren angewandtt, und dies ist stets erwünscht. Ausserdem
ist es bei Anwendung eines Systems, bei welchem eine Crackungsöffnung des Rings durch Wärme erzielt wird,
fast unmöglich, grössere Moleküls in die Behandlung einzubsziehen,
Beispiele von solchen grb'sseren Molekülen slüd Tetraphenylthlophen,
Diaeenaphtho [ 1,2-b, 19,25 -d jthlophei?. und
Anthra[2,1,9~ede]thianaphthen. Sohllesslioh werden, und dies
ist vielleicht von allem das wichtigste, unerwünschte Crackreaktionen
von Kohlenwasserstoffen durch die Verwendung der Base vermieden. ArbeitegMiigs bei hohen Temperaturen begünstigen
auch die Bildung von saugen Bestandteilen, die unerwünschte
Polymerisat!onsreaktionen katalysieren.
Er'fiiidungsgemäss können auch andere Basen, einschliesslich
Kaliumhydroxyd, Cäsiumhydroxyd, Rubidiumhydroxyd und Eariumhydroxyd
verwendet werden, Basen, i=?ie beiKpIelsweise" CuO,
Ga(OH)2, Na2CO., und K2GO5 sind nicht wirksam. Nur die Hydroxyde
der Alkalimetalle sind wirdsam.
Die folgenden Beispiele erläutern die Erfindung, ohne sie zu beschränken.
- 9 ~
909848/0921 8AD
λο
Das folgende Beispiel zeigt die praktische Durchführung der vorliegenden Erfindung» Etwa 0,1 Mol Dibanzothicphen wurden
mit einem Oxydationsmittel in Kontakt gebracht. Das Oxyda-
tionsinlttel bestand aus O .,2 Mol HpO2 in 200 ecm Essigsäure.
Die beiden Reakbionskompc-nenten wurden in einem Glasgefäss
bei einer Temperatur von 100°0 i212°P) etwa 1 Stunde lang in
Kontakt gebracht. Das Reaktionsgamiseh wurde gut in Bewegung
gehalten. Nach dieser Zeitspanne wurde eine 90 #ige Ausbeute
an Dibansothiophensulfon erhalten, Dies wurde durch
Schmelzpunkt und gasohrömatographlsoha Daten bestimmt. Ansohliessend
wurde das DibenzothiophsnsuIfon in 750 ecm Mineralöl
gelöst 5 und etwa 0',5 Mol NaOH wurden mit der Lösung vermischt. Das Gemisch wurde für eine Zeitspanne '/on etwa
3 Stunden in einem Glasgefäsa bei 200üC (3920F) erhitzt. Der
angewendete Druck war Umgebungsdruck, Nach dieser Zeitspanne
wurde eine vollständige Umwandlung des SuIfons beobachtet,
und es wurde ein etwa äquimolaras Gemisch von Nafcrium-2-phenylbenzolsulfonat
und Nat-rium-a-pheir/lphenoi.at erhalten,
Das Sulfonat wurde ilur?jh Überführung in sein Sulfonylchlarid
mittels PGl- identifiziert, und das Fhenolat wurde dursh Infrarot-Prüfung
nachgewiesen, Das GüiHlsch von Thsnolat und
Sulfonat wurde dann mit einem 5 Mol Überschuss NaOH feai 300°€
(572°P) 5 Stunden lang behardelt, Na^h dieser 2sitsp*inai» war
eine 90 #ige Ausbeute an Dibsiizofuran erzielt. Das Furan wurde
durch Gaschromatographie und Massenspektrographie identifiziert
-10-
909848/0921
8AD ORIGINAL
In diesem Beispiel wurden genau die Bedingungen von Beispiel 1
mit der Ausnahme angewendet, dass anstelle von Natriumhydroxyd
0,5 Mol Kaliumhydroxyd verwendet wurden. Es wurden die folgenden Ergebnisse festgestellt. Nach S-stündigem Erhitzen bei
2560C (492OF) wurde eine 90 #ige Ausbeute an Natrium-2-pheny1-phenolat
und eine 10 #ige Ausbeute an Dibenzofuran erhalten.
Eine weitere Reaktion war unmöglich, da das mit dem KOH verbundene
Wasser ein stürmisches Reaktionsgemisch erzeugte. Bas Vorhandensein von Ί Mol Wasser unterdrückte auch die Ringschlussreaktion,
die zu dem Furan führt.
In diesem Beispiel wurde die Oxydation in identischer Weise wie in Beispiel 1 durchgeführt. Nachdem das Sulfon erhalten
war, wurden anstelle der 0,5 Mol NaOH 0,5 Mol Ca(OH)2 zugegeben.
Die Reaktionsbedingungen während der Oxydation und der Zugabe der Base waren mit denen von Beispiel 1 Identisch.
Nach mehreren Stunden zeigte eine Gaschromatographie, dass keine Umwandlung des SuIfon» in das Furan stattgefunden hatte.
In allen oben beschriebenen Beispielen wurden keine unerwünschten
säurekatalysierten Nebenreaktionen beobachtet'. Ausserdem wurde eine Temperatur von 200 bis 300Or: (392 bis 572°F) angewendet,
und dies zeigt, dass hohe Temperaturen [399 bis 538°G (750 bis 1000°F)] zur Erzielung der gewünschten Ergebnisse
nicht erforderlich sind.
- 11 90 9 8 4 8/0921 bad original
Claims (10)
- Esso Res. and Eng. Co.PatentansprüchePatentansprücheVerfahren zur Herabsetzung des Schwefelgehalts einer thlophenhaltigen Kohlenwasserstofffraktion, dadurch gekennzeichnet, dass dieses Thlophen mit einem Oxydationsmittel bei Reaktionsbedingungen in Kontakt gebracht wird und so zu dem Sulfon-Zustand oxydiert wird, anschliessend dieses SuIfon mit einem Alkalihydroxyd in Kontakt gebracht und so die Schwefel-Kohlenstoff-Bindung in dem Sulfon gespalten wird und eine Kohlenwasserstofffraktion mit vermindertem Sohwefelgehalt gewonnen wird.
- 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass als Oxydationsmittel eine verdünnte wässrige Lösung einer organischen Carbonsäure, einer Mineralsäure und eines Oxydationsmittels verwendet wird.
- 3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass als Oxydationsmittel Wasserstoffperoxyd in einea- 12 -909848/0 921ORlGlNAtverdünnten wässrigen Säurekatalysator verwendet wird.
- 4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3* dadurch gekennzeichnet, dass das Alkalihydroxyd mit dem SuIfon bei einer Temperatur zwischen etwa I76 und >16°G {350 bis 6OO°P) in Kontakt gebracht wird.
- 5. Verfahren zur Herabsetzung des Schwefelgehalts einer Thiophen oder ein Thiophenderivat enthaltenden Kohlenwasserstoff fraktion nach einom der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Thiophen mit einem Oxydationsmittel, das 10 bis 50 Teile Wasserstoffperox?/d, 1 bis 50 Teile Essigsäure und 1 bis 50 Teile Mineralsäure in wässriger Lösung enthält, für eine Zeitspanne von 10 bis 120 Minuten bei einer Temperatur von 38 bis 149°C (500 bis 3009P) in Kontakt gebracht und so in Sulfoa übergeführt wird raid das Sulfon mit einem Alkalihydroxyd für sine Zeitspanne im Bereich zwischen 10 Minuten und 6 Stunden bei siner Temperatur von I76 bis 316°C (350 bis 600°F) in Kontakt gebracht und so in ein Furan übergeführt wird.
- 6. Verfahren nach einem- der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet s dass das behandelte Thiophen Dibenzothiophen ist.
- 7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Alkalihydroxyd mit dem Sulfon für eine- 13 - ■BAD ORIGiNAt80-0848/8821Zeitspanne von etwa 2 bis 6 Stunden in Kontakt gebracht wird.
- 8. Verfahren nach einem der Anspruchs 1 bis 71 dadurch gekennzeichnet, dass zumindest 5 Mol Alkalihydroxyd Je 1 Mol SuIfon mit diesem in Kontakt gebracht werdenο
- 9. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass als Alkalihydroxyd Kaliumhydroxyd oder Natriumhydroxyd verwendet wird.
- 10. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 9> dadurch gekennzeichnet, dass, als Katalysator ein verdünnter Säurekatalysator, der HpSOj, enthält, verwendet wird.- 14 -808848/09*1 bad oh.c.nai
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Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| WO1991007475A1 (en) * | 1989-11-22 | 1991-05-30 | The Secretary Of State For Defence In Her Britannic Majesty's Government Of The United Kingdom Of Great Britain And Northern Ireland | Improving storage stability of oils |
Families Citing this family (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| GB9903164D0 (en) * | 1999-02-15 | 1999-04-07 | Ici Plc | Sulpher removal |
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| FR2835846A1 (fr) * | 2002-02-14 | 2003-08-15 | Solvay | Procede de desulfuration d'un melange d'hydrocarbures |
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1966
- 1966-02-16 GB GB683866A patent/GB1132875A/en not_active Expired
- 1966-02-17 DE DE19661545280 patent/DE1545280A1/de active Pending
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| WO1991007475A1 (en) * | 1989-11-22 | 1991-05-30 | The Secretary Of State For Defence In Her Britannic Majesty's Government Of The United Kingdom Of Great Britain And Northern Ireland | Improving storage stability of oils |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| GB1132875A (en) | 1968-11-06 |
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