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DE1417725B2 - Verwendung eines Katalysators auf der Basis von Halogeniden des Kupfers, des Lanthans oder der Lanthaniden und der Alkalimetalle für die Oxychlorierung bzw. Oxybromierung von Kohlenwasserstoffen - Google Patents

Verwendung eines Katalysators auf der Basis von Halogeniden des Kupfers, des Lanthans oder der Lanthaniden und der Alkalimetalle für die Oxychlorierung bzw. Oxybromierung von Kohlenwasserstoffen

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DE1417725B2
DE1417725B2 DE1417725A DE1417725A DE1417725B2 DE 1417725 B2 DE1417725 B2 DE 1417725B2 DE 1417725 A DE1417725 A DE 1417725A DE 1417725 A DE1417725 A DE 1417725A DE 1417725 B2 DE1417725 B2 DE 1417725B2
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copper
catalyst
oxychlorination
lanthanum
lanthanides
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Willem Frederik Amsterdam Engel
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Shell Internationale Research Maatschappij BV
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Publication date
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Description

Die Erfindung betrifft die Verwendung eines Katalysators aus einer Kombination verschiedener Metallchloride, wie er an sich für die Herstellung von Chlor nach dem Deacon-Prozeß bekannt ist, für die Oxychlorierung bzw. -bromierung von Kohlenwasserstoffen.
Bei Oxychlorierungen wird ein Gemisch aus Chlorwasserstoff und/oder Chlorgas, einem sauerstoffhaltigen Gas, wie Luft, und dem zu chlorierenden organischen Ausgangsstoff an einem Katalysator umgesetzt. Nach einem anderen bekannten Verfahren wird die Chlorierung in zwei Stufen ausgeführt. In der ersten Stufe wird der sogenannte »Deacon«-Katalysator mit HCl und/oder Cl8 und O2 behandelt, wobei dieser Chlor aufnimmt. In der zweiten Stufe erfolgt dann die Reaktion der organischen Substanz mit dem so aktivierten Katalysator, wobei der organische Ausgangsstoff durch vom Katalysator übertragenes Chlor chloriert wird (deutsche Auslegeschrift 1079 020, 1 137 424, 1 249 246, 1 025 849, 1 047 760, deutsche Patentschrift 539 176, britische Patentschrift 587 969).
Erfindungsgemäß wird nun für eine Oxychlorierung bzw. Oxybromierung von Kohlenwasserstoffen ein Katalysator verwendet, der auf einem inerten Trägermaterial eine Kombination von a) einem Kupferchlorid oder -bromid, b) einem oder mehreren Chloriden oder Bromiden von Lanthan oder der Lanthaniden und c) einem oder mehreren Alkalichloriden oder -bromiden aufweist, wobei das Gewichtsverhältnis von Kupfer: Lanthan oder Lanthaniden zwischen 3 : 1 und 1:3 und das Grammatomverhältnis Alkalimetall : Kupfer zwischen 0,3 bis 3, vorzugsweise 0,8 bis 1,2 liegt. Vorzugsweise ist das Gemisch der Metallchloride auf einem Träger in Form von Kieselgel aufgebracht, das eine spezifische Oberfläche von mindestens 200 m2/g und eine durchschnittliche Porengröße von mindestens 60 Ä hat.
Bei der Oxychlorierung von Kohlenwasserstoffen mit Chlorwasserstoff und Luft oder Sauerstoff hängt die günstigste Reaktionstemperatur von der Art des Kohlenwasserstoffs ab. So kann z. B. Benzol bei 275 bis 300° C zu Monochlorbenzol chloriert werden, Äthylen reagiert in besten Ausbeuten bei Temperaturen von ungefähr 315°C zu 1,2-DichIoräthan, bei höheren Temperaturen zu höher chlorierten Produkten, und Methan gibt bei einer Oxychlorierungsreaktion die höchsten Ausbeuten an Methylchlorid und Methylenchlorid bei ungefähr 450° C.
Bei der Verwendung der erfindungsgemäßen Katalysatoren geht die Oxyhalogenierung sehr schnell und auch bei einer relativ niederen Temperatur. Die großen Vorteile sind dabei, daß das Kupferchlorid kaum, wenn überhaupt, sich verflüchtigt und daher kaum zu
ίο irgendeiner Korrosion führt. Ein weiterer wichtiger Vorteil ist die hohe Selektivität bei der erfindungsgemäßen Oxychlorierung. So können Alkene so gut wie vollständig in Dichloralkane umgesetzt werden, bei denen nur Chloranlagerung und keine Substitution stattfindet. Darüber hinaus kann das Verfahren sehr gut in einer Wirbelschicht durchgeführt werden.
Bei der Oxychlorierung wird Kupfer(II)-chlorid in Kupfer(I)-chlorid umgewandelt. Es muß daher der Katalysator regeneriert werden, indem er mit einem chlorhaltigen Gas oder einem sauerstoffhaltigen Gas (z. B. Luft) und Chlorwasserstoff zusammengebracht wird. In letzterem Fall bildet sich zuerst Kupferoxychlorid, welches dann mit HCl CuCl2 ergibt. Man ■) wendet vorzugsweise ein ungefähr stöchiometrisches Verhältnis O2: HCl an. Die Regenerationstemperatur kann ungefähr dieselbe wie die Chlorierungstemperatur sein, beispielsweise zwischen 175 und 300° C.
Die Oxychlorierung und die Regenerierung des Kupferchlorids können in getrennten Stufen durchgeführt werden, es ist jedoch auch möglich, die beiden Vorgänge zu vereinigen. In diesem Fall wird nur ein einziger Gasstrom benötigt, der außer der oder den zu chlorierenden Substanz(en) Chlor oder/und Sauerstoff und Chlorwasserstoff und gegebenenfalls ein Verdünnungsmittel, wie Stickstoff, enthält.
Dadurch können sich stationäre Betriebsbedingungen einstellen, bei denen in der Zeiteinheit die gleiche Menge CuCl entsteht und CuCl2 rückgebildet wird.
Unter den Chloriden der Alkalimetalle wird Kaliumchlorid bevorzugt, aber auch Natriumchlorid und Lithiumchlorid geben gute Resultate. Wird ein niederer Schmelzpunkt der Mischung der Chloride angestrebt, ist es angebracht, eine Mischung von Alkalimetallchloriden zu verwenden. Zu diesem Zweck können ,., auch andere Verbindungen, vorzugsweise Chloride, v anderer Metalle wie von Silber, Blei oder Zink zugegeben werden.
Hinsichtlich der Auswahl aus der Gruppe Lanthan/ Lanthaniden, deren Halogenide im erfindungsgemäß angewandten Katalysator vorliegen, wird besonders das unter der Bezeichnung »Didym« im Handel erhältliche Gemisch bevorzugt, in dem nicht nur Praseodym und Neodym, sondern z. B. in der Hauptsache Lanthan und Neodym und geringe Mengen Praseodym und Samarium enthalten sind. Ein handelsübliches »Didym« enthält 45 % La2O3, 38 % Nd2O3,11 % Pr6Oj1,
4% Sm2O3 und andere 2% Substanzen. Auch Cer ist sehr brauchbar.
Da der erfindungsgemäß angewandte Katalysator bei wesentlich tieferen Temperaturen schmilzt als die einzelne Chloride, sind sie je nach den Reaktionsbedingungen während der Chlorierung und/oder Regeneration unter Umständen ganz oder teilweise flüssig. Als Träger dienen verschiedene Substanzen, wie sie für Katalysatoren allgemein üblich sind, z. B. Bimsstein oder keramische Stoffe. Die besten Ergebnisse erhält man mit Kieselgel als Träger. Der Katalysator auf dem Träger weist im allgemeinen einen Kupfer-
gehalt von 1 bis 20 Gewichtsprozent, berechnet auf Metall, bezogen auf Gesamtmenge Metall -f Träger, auf. Der Gesamtgehalt der seltenen Erdmetalle liegt auf gleicher Weise berechnet in den entsprechenden Grenzen.
Wird der Katalysator in einem Wirbelschichtverfahren angewandt, sind Korngrößen zwischen 0,02 und 0,12 mm, insbesondere zwischen 0,2 und 0,3 mm zu bevorzugen. Äthylen läßt sich mit dem erfindungsgemäß angewandten Katalysator praktisch quantitativ bei ungefähr 250° C zu 1,2-Dichloräthan umsetzen, was mit den bekannten Oxychlorierungskatalysatoren keineswegs möglich ist, da diese eine geringe Aktivität aufweisen.
Die Herstellung der erfindungsgemäß angewandten Katalysatoren geschieht z. B. in folgender Weise:
Träger (für Beispiel 1, 2, 4 und 5): Kieselgel mit einer durchschnittlichen Porengröße von 14 nm und einer spezifischen Oberfläche von 313 m2/g. Der Träger wurde 2 h bei 500° C entwässert und anschließend mit einer Lösung der Chloride von Kupfer, Didym und Kalium getränkt, getrocknet und 3 h im Luftstrom auf 250° C erhitzt. Er enthielt dann 10% Kupfer, 5% Didym und 6,2% Kalium (berechnet als Metall) bezogen auf die Summe der Metalle + Träger. Das Gewichtsverhältnis Cu: Didym betrug 2, das Grammatomverhältnis K: Cu 1.
B e i s ρ i e 1 1
Chlorierung von Äthylen:
Äthylen wurde bei Atmosphärendruck über ein festes Bett des obigen Katalysators in einer Menge von 67 l/h · kg, bezogen auf Katalysator, und zwar bei 3 Reaktionstemperaturen, geleitet. Als Chlorierungsmittel diente das Kupfer(II)-chlorid, das mit einem HCl/Luft-Gemisch regeneriert wurde.
Zeit zur vollständigen Umwandlung von CuCl2 in Cu2Cl2 min ..
Ausbeute Chlorkohlenwasserstoffe g je kg Katalysator auf
Träger
Ausbeute C2H4Cl2 g/kg
Wirkungsgrad %
Selektivität der C2H4-Umwand-
lung %
C2H4Cl2 im flüssigen Reaktionsprodukt Gewichtsprozent
Reaktionstemperatur, °C
225 I 250 I 275
80
60
60
93
99
99,8
40
64
64
99,2
100
99,5
65,5 63,5 100
Der Wirkungsgrad des Katalysators ergibt sich aus der freigesetzten Chlormenge, geteilt durch die theoretische Chlormenge χ 100 nach der Gleichung 2 CuCl2 -» Cu2Cl2. Die Selektivität der C2H4-Umwandlung wird ausgedrückt durch die Menge C2H4, die in C2H4Cl2 umgewandelt wurde, dividiert durch die Gesamtmenge umgesetztes C2H4 · 100.
Die Umsetzungsgeschwindigkeit von C2H4 an verschiedenen Zeitpunkten der Chlorierung kann aus folgender Tabelle entnommen werden.
Zeit nach
Reaktionsbeginn
0 5 A C2H4 übergeleitet und umgesetzt bei:
Minuten 10 225° C
15
20 55
ίο 25 46
30 35
35 28
40 21
50 16
15 70 12
80 10
8
,2
0
250° C 275° C
85 90
76 87
57 57
25 20
11 7
5 3
2 0
0
Vergleichsversuch
Es wurde Bimsstein als Träger verwendet (72,2% SiO2, 13,7% Al2O3, 6,5% K2O, 4,7% Na2O) und nur mit Kupferchlorid getränkt. Kupfergehalt des Katalysators: 10%.
Äthylen wurde bei 250° C über das Katalysatorbett geleitet, nach ungefähr 2 h waren nur 70 % des CuCl2 in Cu2Cl2 umgesetzt. Wurde Äthylen bei über 300° C übergeleitet, so waren in 30 Minuten 85 % CuCl2 in Cu2Cl2 umgesetzt. Das flüssige Reaktionsprodukt enthielt weniger als 95% 1,2-Dichloräthan und noch 9 andere Chlorierungsprodukte.
Beispiel 2
In diesem Fall wurde ein Katalysator auf obigem Träger mit folgenden Metallgehalten (als Chloride) angewandt: Kupfer 1%, Didym 1%, Kalium 0,6%.
Ein Gasgemisch aus 720 cm3/l Luft, 600 cm3/l HCl und 300 cm3/l Äthylen wurde über 10 g Katalysator bei 275°C geleitet. Es erfolgte eine 93 %ige Umsetzung für O2, HCl und Äthylen; das Reaktionsprodukt enthielt 98,5% 1,2-Dichloräthan; es wurde praktisch kein O2 gebildet (< 0,05%).
Dieser Versuch wurde bei 250° C wiederholt, die Umsetzung für O2, HCl und Äthylen betrug 70%; das Reaktionsprodukt enthielt 99,3% 1,2-Dichloräthan.
f5 Beispiel3
Chlorierung in der Wirbelschicht:
Träger: Kieselgel mit einer durchschnittlichen Porengröße von 7 nm, einer spezifischen Oberfläche von ; 442 m2/g und einer Teilchengröße von 0,2 bis 0,3 mm, er enthielt ungefähr 0,2 Gewichtsprozent Natrium und wurde mit einer Lösung der Chloride von Kupfer, Didym und Kalium getränkt. Der Katalysator enthielt, berechnet auf Summe der Metalle + Träger, 5 % Kupfer, 5 % Didym, 2,8 % Kalium und 0,2 % Natrium. Als Reaktor diente ein Rohr von 1,5 m Länge und 11 mm lichter Weite, in dem obiges Gasgemisch den Katalysator in der Wirbelschicht hielt. Das Gasgemisch von Äthylen, Luft und Chlorwasserstoff war stöchiometrisch, Gasdurchsatz 810 l/h · kg, das entspricht einem Äthylendurchsatz von 150l/h · kg. Die Reaktion fand bei einer Temperatur von 25O0C statt. Während des Betriebs schwankte die Höhe der Wirbelschicht zwischen 1,0 und 1,2 m, der Rest des Rohrs diente als Austragzone. Die Umsetzung betrug 50%, das flüssige Reaktionsprodukt enthielt 99,7% 1,2-Dichloräthan, Rest Trichloräthan. Es wurde keine Oxy-
dation des Äthylens zu Kohlendioxid, Kohlenmonoxid oder anderen sauerstoffhaltigen Verbindungen beobachtet.
Der Versuch wurde unter sonst gleichen Bedingungen bei 275°C wiederholt. Umwandlung: 75%, das flüssige Reaktionsprodukt enthielt mehr als 92%, 1,2-Dichloräthan, wobei keine Nebenreaktionen .zu·-. beobachten waren. ..■.,...
B e i s ρ i e 1 4
Der Katalysator auf obigem Träger enthielt 1% Kupfer, 1% Didym und 0,6% Kalium, bezogen auf die Summe der Metalle + Träger, als Chloride.
Technisches Äthylen, bestehend aus 11,4 Volumprozent H2, 45,4 Volumprozent CH4, 36,2 Volumprozent C2H4, 4,3 Volumprozent C2H8 und 2,7 Volumprozent N2, wurde mit der stöchiometrisch erforderlichen Menge HCl und Luft (berechnet auf Äthylen) gemischt und das Gasgemisch mit 368 l/h · kg über den Katalysator geleitet, Reaktionstemperatur 2750C. Man erhielt für Äthylen und HCl eine Umsetzung von 80%, das Reaktionsprodukt enthielt 99,3% 1,2-Dichloräthan; es fand keine Bildung von Methan und Äthan statt.
Die Umsetzung von Wasserstoff zu Wasser oder Chlorwasserstoffsäure lag unter 1%. Dieses Beispiel zeigt deutlich die extrem hohe Selektivität des Katalysators.
B e i s ρ i e 1 5
Ein Katalysator auf obigem Träger, enthaltend 10% Kupfer, 5% Didym und 6,2% Kalium (als Chloride), wurde bei einer Reaktionstemperatur von 2500C für die Chlorierung von technischem Äthylen nach Beispiel 4 angewandt, Gasgeschwindigkeit bei 200 l/h ♦ kg Atmosphärendruck.
In __30 Minuten hatten bei 25O0C 75% des Chlors mit Äthylen reagiert. Das flüssige Reaktionsprodukt enthielt 99,6% 1,2-Dichloräthan, 10% des aktiven Chlors waren zu HCl umgesetzt. Es fand keine Bildung von Methan oder Äthan statt.
Beispiele
Träger: Kieselgel mit einer durchschnittlichen Porengröße von 14 nm und einer spezifischen Oberfläche von 313 m2/g. Er wurde 2 h bei 5000C entwässert und dann mit einer wäßrigen Lösung der Nitrate von Kupfer, Didym und Kalium getränkt, getrocknet und 3 h bei 25O0C in einem Luftstrom geglüht. Der Katalysator enthielt schließlich, berechnet auf die Summe der Metalle + Träger, Kupfer 5%, Didym 5% und Kalium 3,1%.
Ein Gemisch von Luft, HCl und Erdgas (Volumverhältnis 1:1: 0,5) wurde nun bei Atmosphärendruck über das Katalysatorbett mit einer Durchsatzgeschwindigkeit von 324 l/h · kg geleitet, Reaktionstemperatur 350° C. Das Erdgas war vorher durch eine Behandlung mit einer wäßrigen NaOH-Lösung und anschließend mit Aktivkohle gereinigt, es enthielt dann 4,9 Volumprozent N2, 0,1 Volumprozent O2, Rest CH4.
Umsetzung, bezogen auf Sauerstoff 95%, auf HCl 91%, auf Methan 30%, davon 7% zu CO und CO2 und 93% zu chlorierten Kohlenwasserstoffen. Das Reaktionsprodukt enthielt 60 Molprozent CH3Cl, 30 Molprozent CH2Cl2 und 10 Molprozent CHCl3.
Beispiel 7
Über den Katalysator nach Beispiel 3 wurde ein Gemisch von Benzol, HCl und Luft bei 3250C geleitet. Die Umsetzung von Benzol, die Selektivität für Monochlorbenzol und der Einfluß von überschüssigem Benzol ergeben sich aus folgender Tabelle:
C0H6 Molverhältnis
HCl
Luft
(Molverhältnis
bezogen auf O2)
Durchsatz
C6H8
kg/kg ■ h
Umsetzung
QH0
Molprozent
der Theorie
Selektivität für
C8H5Cl
1 1 2,4 0,52 67 74
1,7 1 2,4 0,88 73 88
2,4 1 2,4 1,25 75 89
2,6 1 2,4 1,35 77 93
4,0 1 2,4 2,08 75 96

Claims (2)

Patentansprüche:
1. Verwendung eines Katalysators in Form einer Kombination von a) einem Kupferchlorid bzw. -bromid, b) einem oder mehreren Chloriden bzw. -bromiden von Lanthan oder der Lanthaniden, c) einem oder mehreren Alkalichloriden bzw. -bromiden auf einem inerten Trägermaterial, wobei das Gewichtsverhältnis Kupfer: Lanthan oder Lanthaniden zwischen 3: 1 und 1: 3 und das Grammatomverhältnis Alkalimetall: Kupfer zwischen 0,3 und 3, vorzugsweise zwischen 0,8 und 1,2, liegt, zur Oxychlorierung bzw. Oxybromierung von Kohlenwasserstoffen.
2. Verwendung des Katalysators nach Anspruch!, wobei das Trägermaterial Kieselgel mit einer spezifischen Oberfläche von mindestens 200 m2/g und einer durchschnittlichen Porengröße von mindestens 60 Ä ist.
DE1417725A 1960-05-30 1961-05-29 Verwendung eines Katalysators auf der Basis von Halogeniden des Kupfers, des Lanthans oder der Lanthaniden und der Alkalimetalle für die Oxychlorierung bzw. Oxybromierung von Kohlenwasserstoffen Pending DE1417725B2 (de)

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