DE1497431C3 - Kühleinrichtung für den Belichtungszylinder eines Photokopiergeräts - Google Patents
Kühleinrichtung für den Belichtungszylinder eines PhotokopiergerätsInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Kühleinrichtung für den eine oder mehrere rohrförmige Kopierlampen umschließenden
Belichtungszylinder eines Photokopiergeräts gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1.
Wegen der Erhitzung des Belichtungszylinders derartiger Photokopiergeräte durch die Wärmestrahlung
der Kopierlampen ist es erforderlich, den Belichtungszylinder zu kühlen, damit das Photokopiermaterial
nicht durch Erhitzung auf dem Belichtungszylinder nachteilig beeinflußt wird. Wenn Kopierlampen mit
einer verhältnismäßig kleinen Leistung verwandt werden, reicht die Anordnung eines Gebläses am einen
Ende des Belichtungszylinders aus, um einen Kühlluftstrom durch den Belichtungszylinder hindurchzuleiten.
Bei Photokopiergeräten mit Kopierlampen mit höherer Leistung finden dagegen Systeme mit einer Luftverteilungsleitung
Verwendung, die innerhalb des Belichtungszylinders vorgesehen ist und über ein Röhrensystem
an ein Gebläse angeschlossen ist. Bei einem bekannten Photokopiergerät mit einer Kühleinrichtung
der eingangs genannten Art (DT-Gbm 17 09 277) findet
eine Kühlluftleitung Verwendung, die als ein sich von beiden Seiten der Pausfläche nach der Mitte hin verjüngendes
Düsenrohr ausgebildet ist, welches in der Nähe seines engsten Querschnitts durch eine Trennwand unterteilt
ist, so daß eine Stauwirkung eintritt. Dabei wird als nachteilig angesehen, daß eine verhältnismäßig große
Gebläseleistung erforderlich ist, wenn eine ausreichende Kühlung insbesondere in einem hohlzylindrischen
Belichtungszylinder erzielt werden soll. Außerdem wäre eine möglichst gleichmäßige Kühlung entlang
der gesamten Länge des Belichtungszylinders wünschenswert, weil bei Zonen mit verschiedenen
Oberflächentemperaturen dunklere bzw. hellere Teile auf den hergestellten Photokopien sichtbar werden
könnten. Auch bei anderen bekannten Raumaufteilungen in dem Belichtungszylinder, wobei der Lampenraum
durch eine von Luft umspülte Platte vom übrigen Zylinderraum abgetrennt ist (US-PS 33 07 465), kann
keine ausreichend gleichmäßige Kühlung erzielt werden. Bei den bisher bekannten Kühleinrichtungen kann
andererseits die gewünschte Gleichmäßigkeit der Kühlung nur durch einen besonderen Aufwand erzielt werden,
beispielsweise durch die Verwendung komplizierter Rohrsysteme. Wenn jedoch zur Vermeidung komplizierter
Systeme stärkere Gebläse verwendet werden, ergibt sich nicht nur ein erhöhter Leistungsbedarf, sondern
auch eine Geräuschbelästigung beim Betrieb des Photokopiergeräts.
Es ist deshalb Aufgabe der Erfindung, eine Kühleinrichtung der eingangs genannten Art derart zu verbessern,
daß mit einem möglichst geringen konstruktiven Aufwand eine gleichmäßigere Kühlung entlang der gesamten
Länge des Belichtungszylinders erfolgen kann, ohne daß ein Gebläse mit besonders hoher Leistung
erforderlich ist. Diese Aufgabe wird bei einer Kühleinrichtung der eingangs genannten Art erfindungsgemäß
durch die kennzeichnenden Merkmale des Anspruchs 1 gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung
sind Gegenstand der Unteransprüche.
An Hand der Zeichnung soll die Erfindung beispielsweise näher erläutert werden. Es zeigt
F i g. 1 eine perspektivische und teilweise weggebrochene
Ansicht eines Belichtungszylinders mit einer darin befindlichen Luftverteilungsleitung und einer Lampe
und
Fig.2 einen Längsschnitt entlang der Linie 11-11 in
Fig. 1.
Der Glaszylinder 1 eines nicht dargestellten Fotokopiergeräts wird um seine Achse durch daran angreifende
Transportbänder gedreht. Eine Lampe 2, die aktinisches Licht erzeugt, befindet sich etwa in der Mitte des
Zylinders und ist an dem Gerät befestigt, so daß sie sich nicht mit dem Zylinder drehen kann.
Entlang der Lampe 2 erstreckt sich eine ebene Platte 3, die entlang der Innenwand an jeder Seite des Zylinders
einen Schlitz 4 freiläßt. Die Platte 3 unterteilt den Raum im Inneren des Zylinder 1 in zwei Kammern, deren
Volumina sich nicht stark unterscheiden. In der Platte 3 sind eine Reihe von Luftdüsen 5 ausgebildet,
die alle die gleiche Größe haben. Die Schlitze 4 haben zusammen einen größeren Gesamtquerschnitt als die
Luftdüsen 5.
An der Platte 3 ist eine sich verjüngende Luftverteilungsleitung 6 angeordnet. Am rechten Ende in F i g. 1
ist die Luftverteilungsleitung 6 in einem kleinen Abstand von der Innenwand des Zylinders 1 angeordnet,
welcher radiale Abstand der Breite der Schlitze 4 entspricht. Die obere Kante der sich zum anderen Ende
verjüngenden Luftverteilungsleitung 6 verläuft entlang der oberen Kante der Platte 3. Dagegen wird der Abstand
der unteren Kante der Luftverteilungsleitung 6 entsprechend deren Verjüngung von der unteren Kante
der Platte 3 fortschreitend größer. Am linken Ende wird die durch die Platten 3 und deren Wandung 6 ge-
bildete Luftverteilungsleitung durch eine Wand 7 (F i g. 2) verschlossen.
In F i g. 2 sind Halterungsrollen 8 für die Halterung des Belichtungszylinders 1 dargestellt, die an Wänden
9,10 des Geräts angeordnet sind. An der rechten Wand 10 in F i g. 2 ist eine Gebläseleitung 11 eines Ventilators
12 zur Kühlung des Belichtungszylinders befestigt. Die Gebläseleitung 11 ist derart ausgebildet, daß der Ventilator
bei diesem Ausführungsbeispiel nur Gebläseluft in die Luftverteilungsleitung 6 hineindrückt. Am linken
Ende des Zylinders ist in der Wand 9 (F i g. 2) eine Öffnung vorgesehen, an die eine Luftauslaßleitung 13 angeschlossen
ist, deren Querschnitt gleich demjenigen des Zylinders 1 ist, so daß diese genau mit dem Zylinder
fluchtet. Die Kühleinrichtung arbeitet wie folgt:
Während der Drehung des Zylinders 1 und dem Betrieb der Lampe 2 wird Wärme erzeugt, die teilweise
durch eine gleichmäßige Kühlung abgeleitet werden soll. Zu diesem Zweck drückt der Ventilator 12 über die
Gebläseleitung 11 Luft in die Luftverteilungsleitung 6. Über diese Luftdüsen 5 tritt diese Luft allmählich in die
Kammer ein, in der die Lampe 2 angeordnet ist. Von dort strömt die Luft teilweise über die Schlitze 4 in die
Kammer auf der anderen Seite der Platte 3. Auf diese Weise wird eine gleiche und gleichmäßig verteilte Luftmenge
jedem Teil des Zylinders zugeführt, wobei ferner die Luft nach ihrer Erwärmung nicht die Kühlung
der Zylinderteile beeinträchtigt, die mehr stromabwärts liegen, sondern zum größten Teil über die Schlitze 4
zur anderen Seite der Platte 3 ausströmt. Der Querschnitt der Luftverteilungsleitung 6 ist überall hinreichend
groß für die hindurchströmende Luftmenge, die in Strömungsrichtung abnimmt, während die diese Leitung
verlassende Luft durch einen Teil des Zylinders abströmen kann, dessen Querschnitt allmählich zum
Auslaßende zunimmt. Es hat sich gezeigt, daß auf diese Weise eine sowohl ausreichende als auch sehr gleichmäßige
Kühlung des Zylinders mit einem kleinen Ventilator erzielt werden kann.
Bei dem beschriebenen Ausführungsbeispiel wird die Kühlluft nur über das rechte Ende der Luftverteilungsleitung
in F i g. 1 zugeführt. Wenn jedoch eine besonders wirksame Kühlung erzielt werden soll, die auch für
Lampen mit einer größeren Wärmeentwicklung verwendet werden kann, wird zweckmäßigerweise die
Kühlluft nicht nur in die Luftverteilungsleitung, sondern auch direkt in den Zylinder am rechten Ende in F i g. 1
gedruckt. In diesem Fall erfolgt eine Hauptströmung von Kühlluft in axialer Richtung durch die Kammer, in
der sich die Lampe befindet. Durch die Luftdüsen werden aus der Luftverteilungsleitung tangential gerichtete
Kühlluftströme ständig diesem Hauptstrom zugeführt. Diese Kühlluftströme bewirken eine intensive Durchwirbelung
der Hauptströmung und verdrängen einen Teil der Hauptströmung in die auf der anderen Seite
der Platte liegende Kammer. Auf diese Weise erfolgt die Hauptströmung in axialer Richtung mit nahezu
konstanter Durchflußgeschwindigkeit, mit einem im wesentlichen gleichen Volumen und einer im wesentlichen
gleichen Temperatur, so daß eine sehr gleichmäßige Kühlung erzielt wird, die darüber hinaus wegen der
Durchwirbelung der Hauptströmung mit hohem Wirkungsgrad erfolgt. Die Menge der zu der Kammer hinter
der Platte verdrängten Luft nimmt allmählich auf ihrem Weg zum Auslaßende hin zu. Da die Luft jedoch
wegen des abnehmenden Querschnitts der Leitung einen Raum mit allmählich größer werdendem Querschnitt
durchströmen kann, kann diese Luft leicht ausströmen.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
Claims (3)
1. Kühleinrichtung für den eine oder mehrere rohrförmige Kopierlampen umschließenden Belichtungszylinder
eines Photokopiergeräts, mit einer an eine Gebläseleitung angeschlossen, sich verjüngenden
Luftverteilungsleitung mit Luftdüsen innerhalb des Belichtungszylinders, dadurch gekennzeichnet,
daß der Zylinderinnenraum durch eine in axialer Richtung angeordnete Platte (3) in zwei
Kammern unterteilt ist, daß in der einen Kammer eine sich von dem Ende des Belichtungszylinders, an
das die Gebläseleitung (11) angeschlossen ist, zu dessen anderem Ende verjüngende, an diesem anderen
Ende verschlossene Luftverteilungsleitung (6) angeordnet ist, welche durch einen Teil der Platte
(3) begrenzt wird, in dem die Luftdüsen (5) angeordnet sind, daß die die Kopierlampe (2) umgebende
andere Kammer über Schlitze (4) zwischen der inneren Mantelfläche des Belichtungszylinders (1) und
den angrenzenden Längskanten der Platte (3) mit der einen Kammer auf der Außenseite der Luftverteilungsleitung
(6) verbunden ist, daß der Gesamtquerschnitt der Schlitze (4) mindestens gleich dem
Gesamtquerschnitt der Luftdüsen (5) ist, und daß ein Luftauslaß nur an dem Ende des Belichtungszylinders
vorgesehen ist, an das das verschlossene Ende der Luftverteilungsleitung angrenzt.
2. Kühleinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden durch die Platte (3)
getrennten Kammern etwa gleich groß sind.
3. Kühleinrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Querschnitt der an
das Ende des Belichtungszylinders (1) angeschlossenen Gebläseluftleitung (11) gleich dem Querschnitt
des Belichtungszylinders ist.
Applications Claiming Priority (3)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| NL6510002 | 1965-08-02 | ||
| NL6510002A NL6510002A (de) | 1965-08-02 | 1965-08-02 | |
| DEC0039635 | 1966-07-18 |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1497431A1 DE1497431A1 (de) | 1969-06-04 |
| DE1497431B2 DE1497431B2 (de) | 1975-11-13 |
| DE1497431C3 true DE1497431C3 (de) | 1976-06-24 |
Family
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