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DE1495627A1 - Lineare Polyaether aus Oxacyclobutanderivaten,die in 3-Stellung durch halogenhaltige Gruppen disubstituiert sind,und Verfahren zu ihrer Herstellung - Google Patents

Lineare Polyaether aus Oxacyclobutanderivaten,die in 3-Stellung durch halogenhaltige Gruppen disubstituiert sind,und Verfahren zu ihrer Herstellung

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Publication number
DE1495627A1
DE1495627A1 DE19601495627 DE1495627A DE1495627A1 DE 1495627 A1 DE1495627 A1 DE 1495627A1 DE 19601495627 DE19601495627 DE 19601495627 DE 1495627 A DE1495627 A DE 1495627A DE 1495627 A1 DE1495627 A1 DE 1495627A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
weight
parts
polymerization
oxacyclobutane
polymer
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DE19601495627
Other languages
English (en)
Inventor
Dipl-Chem Dr H Frischkorn
Dipl-Chem Dr Kl Weissermel
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Hoechst AG
Original Assignee
Hoechst AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Hoechst AG filed Critical Hoechst AG
Publication of DE1495627A1 publication Critical patent/DE1495627A1/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08GMACROMOLECULAR COMPOUNDS OBTAINED OTHERWISE THAN BY REACTIONS ONLY INVOLVING UNSATURATED CARBON-TO-CARBON BONDS
    • C08G65/00Macromolecular compounds obtained by reactions forming an ether link in the main chain of the macromolecule
    • C08G65/02Macromolecular compounds obtained by reactions forming an ether link in the main chain of the macromolecule from cyclic ethers by opening of the heterocyclic ring
    • C08G65/04Macromolecular compounds obtained by reactions forming an ether link in the main chain of the macromolecule from cyclic ethers by opening of the heterocyclic ring from cyclic ethers only
    • C08G65/06Cyclic ethers having no atoms other than carbon and hydrogen outside the ring
    • C08G65/16Cyclic ethers having four or more ring atoms
    • C08G65/18Oxetanes

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Medicinal Chemistry (AREA)
  • Polymers & Plastics (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Polyethers (AREA)

Description

H95627
FARBWERKE HOECHST AG. vormals Meister Lucius & Brüning Aktenzeichen: P 14 95 627.5 - Fw 3128
Datum: 15. Oktober 1969
Dr.Eg/br
Lineare Polyäther aus Oxacyclobutanderivaten, die in 3-Stel£ung durch halogenhaltige Gruppen disubstituiert sind, und Verfahren zu ihrer Herstellung
Die Polymerisation von Oxacyclobutan und zahlreichen ir? 2-, 3- oder 4-Stellung substituierten Derivaten in Gegenwart Von Friedel-Crafts-Katalysatoren zu linearen Polyäthern ifit bekannt : /
CH2 CH2
2
j > /EJ-CH2- C#2 - CH2J? n
0 ^- CH2
Es wurde nun gefunden, daß lineare Polyäther durch Polymerisation von Oxacyc lobut ander ivaten, die in 3/^te llung durch halogenhaltige Gruppen disubstituiert sind/'in Anwesenheit eines indifferenten organischen Lösungsmittels oder im Block in Gegenwart von Friede1-Crafts-Katalysatorrri oder in Gegenwart metallorganischer Katalysatorsysteme be£ Temperaturen zwischen -800C und +1500C vorteilhaft hergestellt werden können, wenn Oxacyclobutane der allgemeinen Foi^el
Unterlagen (Art 7 J1 Abs. 2 Nr. I Satz 3 des Andvunjugea. v. 4.9.1967)
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in der R1 und R„ jeweils eine gesättigte Polyhalogen-alkoxyalkylgruppe bzw. R- eine Halogenalkylgruppe und R„ eine gesättigte Polyhalogenalkoxy-alkylgruppe bedeuten, gegebenenfalls in Gegenwart von Oxacycloalkanen, polymerisiert werden.
Beispielsweise können R- und R„ folgende Bedeutungen haben:
I. Rl - CH0Cl R0 - CH2OCF2-CF2H
II. Rl - CH9Cl R9 - CH2OCF2-CFClH
III. Rl - CH2C1 R2 - CH2OCF2TCFH-CF3
IV. Rl - R2 - CH2OCF2-CF2H
V. Rl -R2- CH2OCF2-CFClH
VI. Rl - R2 - CH2OCF2-CCl2H
überraschenderweise führt die Polymerisation der neuen Monomeren I bis III nach dem erfindungsgemäßen Verfahren zu hochmolekularen, thermostabilen, gummielastischen, farblosen Polymerisaten. Die Polymerisate sind gegenüber Synthese-Kautschuk und zum Teil auch gegenüber Natur-Kautschuk durch eine weit größere Defo-Härte und Defo-Elastizität gekennzeichnet (vgl. Beispiele 1 und 2).
Weiterhin ist überraschend, daß die Polymerisation der neuen Monomeren IV bis VI nach dem erfindungsgemäßen Verfahren zu hochmolekularen, kristallinen Polymerisaten mit einem Erweichungspunkt über 120°C führt. Diese Polymerisate sind in den meisten Fällen - im Gegensatz zu dem Polymerisat des 3,3-Bis (chlormethyl)-oxacyclobutans - sehr leicht vernetzbar und werden hierbei in Produkte übergeführt, die in den üblichen organischen Lösungsmitteln unlöslich sind.
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U95627
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Die bisher vorliegenden Kenntnisse Über die Polymerisation von Oxacyclobutanen ließen nicht voraussehen, daß die Polymerisation der Monomeren I bis III zu gummielastischen Produkten führt, während die Polymerisation der Monomeren IV bis VI kristalline Produkte ergibt, die für gänzlich andere, weitere V /endungsgebiete der Technik außerordentlich vorteilhafte Eigenschaften aufweisen. Ferner war nicht zu erwarten, daß die Polymerisate aus den Monomeren IV bis VI, die zwar ebenso wie die Polymerisate des 3,3-Bis(chlormethyl)-oxacyclobutans kristallin sind, sich in so ausgezeichneter Weise vernetzen lassen.
Die aus den Monomeren I bis VI hergestellten Polymerisate sind aus wiederkehrenden Einheiten der Formel
R-.
- OCH2 - C - CH2 -
aufgebaut und besitzen ein mittleres Molekulargewicht von mehr als 10 000.
Die Herstellung der Oxacyclobutanderivate I vis VI erfolgt durch Umsetzung von 3-Chlormethyl-3-hydroxymethyl-oxacyclobutan bzw. durch Umsetzung von 3,3-Dihydroxymethyl-oxacyclobutan mit den entsprechenden fluorhaltigen Olefinen in Gegenwart basischer Katalysatoren, vorzugsweise in Gegenwart von Alkalialkoholaten,
nach an sich bekannten Verfahren, l
Y2 -C-
I -CH2
CH2OH
+ CF2-CF2 . + CF2-CFCl
CF2-CF-CF3
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CH2OH
λ:
CH2-C- CH2OH + 2CF2=CF2 > IV
+ 2CF2-CFCl > V
VI
Die Oxacyclobutanderivate I bis VI stellen hochsiedende, stabile Flüssigkeiten dar, die vorteilhaft durch fraktionierte Destillation unter vermindertem Druck gereinigt werden.
^ Die Polymerisation der Monomeren im Block, in Dispersion oder ■ in Lösung erfolgt in Gegenwart von Friedel-Crafts-Katalysatoren wie beispielsweise BF3, SnCl4, SbCl5, ZnCl2 oder PF5. Diese Katalysatoren können sowohl als solche oder in Form der bekannten Komplex- und salzartigen Verbindung zur Anwendung kommen.
Darüber hinaus sind nach dem erfindungsgemäßen Verfahren mit besonderem Vorteil metallorganische Verbindungen, vorzugsweise Al-organische Verbindungen, in Kombination mit halogenhaltigen organischen Verbindungen als Katalysatoren für die Polymerisation der 3,3-disubstituierten Oxacyclobutane geeignet.
) Im einzelnen seien beispielsweise folgende Al-organische Verbindungen genannt: Tri-methyl-aluminium, Tri-räthyl-aluminium, Tri-isobutyl-aluminium und Tri-octyl-alurainium, ferner Di-isobutyl-aluminiumhydrid, Di-äthyl-äthoxy-aluminium, Diäthyl-aluminiumchlorid, Methyl-aluminium-dichlorid, Xthylaluminium-dichlorid und Xthyl-aluminiumsesquichlorid.
Geeignete halogenhaltige organische Verbindungen, die in Kombination mit den oben aufgeführten metallorganischen Verbindungen einen für die Polymerisation von Oxacyclobutanen hochwirksamen Katalysator liefern, sind organische Halogenverbindungen, bei denen die Beweglichkeit des Halogens gleich groß
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oder kleiner ist als die des Methyl-£t~chloräthyl-äthers. Unter Ilalogenbeweglichkeit wird die Hydrolysegeschwindigkeit in Äthanol verstanden.
Beispielsweise seien genannt: Epichlorhydrin, Methyl-ß-chloräthyl-äther und Cyclohexyt-C^-chloräthyl-äther.
Die Menge an metallorganischer Verbindung bzw. an metallorganischen Verbindungen kann in weiten Grenzen variiert werden und ist abhängig von der Reaktionsfähigkeit des Monomeren und ä den gewählten Polymerisationsbedingungen. Oft genügen zum Auslösen der Polymerisation nach dem erfindungsgemäßen Verfahren bereits Spuren von metallorganischen Verbindungen, vorzugsweise Al-organischen Verbindungen, in Kombination mit organischen Halogenverbindungen. Im allgemeinen bewegt sich die Konzentration der metallorganischen Komponente zwischen 0,001 und 10 Gewichtsprozent, vorzugsweise zwischen 0,01 und 4 Gewichtsprozent, bezogen auf das Gewicht des eingesetzten Monomeren. In gleicher ekler ähnlicher Größenordnung bewegt sich die Konzentration der halogenhaltigen Komponente.
Bei Verwendung von Metall- bzw. Nichtmetallhalogenid-Katalysatoren bewegt sich die Konzentration zwischen 0,01 und 10 Ge- ' wichtsprozent, vorzugsweise zwischen 0,1 und 5 Gewichtsprozent, bezogen auf das Gewicht des Monomeren.
Im allgemeinen nimmt mit steigender KataIysatorkonzentration die Polymerisationsgeschwindigkeit zu. Außerdem werden im allgemeinen für die Polymerisation in Anwesenheit eines indifferenten organischen Lösungsmittels höhere Katalysatormengen als für die Blockpolymerisation benötigt..
Wie aus den Beispielen ersichtlich ist, kann die Polymerisation sowohl in Abwesenheit als auch in Gegenwart von indifferenten
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organischen Lösungsmitteln durchgeführt werden. Geeignete Lösungsmittel sind vor allem halogenhaltige Kohlenwasserstoffe wie CHgCl2, CIICl3 und CCl4, da die Monomeren in diesen Lösungsmitteln auch bei tiefen Temperaturen gut löslich sind, ferner auch Mischungen von halogenhaltigen Lösungsmitteln mit aliphatischen Kohlenwasserstoffen wie Pentan, Hexan und Heptan.
Die Temperatur, bei der die Polymerisation durchgeführt wird, kann in einem weiten Bereich schwanken und richtet sich weitgehend nach dem Katalysatortyp, dem Monomeren und dem Lösungsmittel. Hochmolekulare Polymerisate werden mit Metall- bzw. Nichtmetallhalogeniden im allgemeinen nur bei Temperaturen unterhalb
erhalten.
unterhalb 00C, vorzugsweise im Bereich von -80 bis -20°C
Bei Verwendung der beschriebenen metallorganischen Katalysatorsysteme erhält man hochmolekulare Polymerisate bereits bei Zimmertemperatur. In manchen Fällen ist es hier sogar günstig, vorwiegend bei einigen Blockpolymerisationsansätzen, Temperaturen im Bereich von 30 bis 150 C zu wählen.
Die Polymerisation ist im allgemeinen nach 30 Minuten bis 15 Stunden beendet.
Die Aufarbeitung der Blockpolymerisate erfolgt nach Zerkleinerung vorteilhaft durch Auswaschen mit einem das Polymere nicht lösenden Lösungsmittel, beispielsweise mit Methanol.
Xtherlösliche Polymerisate können auch air Reinigung in Äther gelöst und durch Eintropfen der Lösung in einen aliphatischen Kohlenwasserstoff wieder ausgefällt werden.
Die Aufarbeitung der Dispersionspolymerisate erfolgt zweckmäßig so, daß der Feststoff zunächst abfiltriert und dann mehrmals mit Methanol, gegebenenfalls unter Zusatz einer Spur Äthanolamin, ausgewaschen wird.
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Die Polymerisate werden bei erhöhter Temperatur, beispielsweise bei Temperaturen zwischen 50 und 100 C, getrocknet.
Die Polymerisation der in 3-Stellung mit halogenhaltigen Gruppen disubstituierten Oxacyclobutane kann sowohl kontinuierlich als auch diskontinuierlich durchgeführt werden.
Die Oxacyclobutanderivate können sowohl untereinander als auch mit anderen Oxacycloalkanen copolymeriftiert werden. Als geeignete Copolymerisationskomponenten seien beispielsweise die folgenden genannt:
a) Oxacyclopropane, z.B. Propylenoxyd;
b) Oxacyclobutane, t. B. 3,3-Bis(chlormethyl)-oxacyclobutan;
c) Oxacyclopentane, z.B. Tetrahydrofuran;
d) Oxacyclooctane, z.B. l,3,6-Tri-.oxa-cyclooctan.
Besonders die Kombination von Monomeren, die in der Homopolymeriaation ein zähes, gummielastisches Polymerisat liefern, mit Monomeren, die in der Homopolymerisation ein sehr sprödes kristallines Polymerisat liefern, führt zu anwehdungstechnisch interessanten Copolymerisaten, die sich durch hohe Festigkeit, große Zähigkeit und geringe Sprödigkeit selbst bei hohen •Temperaturen auszeichnen. Die nach dem erfindungsgemäßen Verfahren herstellbaren kristallinen Polymerisate haben Schmelzpunkte oberhalb 120°C und sind thermoplastisch zu Folien und Formkörpern beliebiger Art verarbeitbar. Sie können auch nach dem Schmelzspinnverfahren zu Fäden versponnen werden.
Die nichtkristallinen und gummielastischen Polymerisate sind zum Teil in den gebräuchlichen Lösungsmitteln unlöslich und selbst bei Temperaturen um 20O0C noch beständig.
Alle Polymerisate sind sehr vielseitig zu modifizieren. So gelingt z.B. eine Vulkanisation nach an sich bekannten Methoden
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mit mehrwertigen Aminen in Gegenwart von Metalloxyden wie MgO oder ZnO, die als Säurefänger dienen. Zuweilen beobachtet man auch bereits während der Polymerisation der Oxacyclobutane in Gegenwart von Al-organischen Verbindungen, vorwiegend bei der Blockpolymeriaation, bei Temperaturen um 50°C eine Vernetzung der Polymerisate.
Das Einarbeiten von Füllstoffen wie Kieselgel, BaSO4, CaCO3 oder Ruß ist ebenfalls möglich. In manchen Fällen empfiehlt es sich, die Polymerisation bereits in Gegenwart der Füllstoffe durchzuführen. Man erreicht durch diese Maßnahme eine günstige Verteilung des Füllstoffes im Polymerisat.
Vor der Verarbeitung werden die Polymerisate zweckmäßigerweise stabilisiert, beispielsweise mit Phenolen, mit ein- oder mehrfach substituierten Phenolen, mit Phenoläthern oder mit Phenolestern. Die Einarbeitung der Stabilisatoren in das Polymerisat kann in einer beliebigen Form, die für eine möglichst weitgehende Verteilung geeignet ist, erfolgen.
Die Herstellung der Monomeren wird nachstehend beschrieben.
I. 3-Chlor»ethyl-3-(l · ,1f ,2 ' ,2 '-tetraf luoräthoxy)-methyl-oxacyclobutan C7H9ClF4O2
Die Herstellung erfolgt durch Umsetzen von 3-Chlormethyl-3-hydroxymethyl-oxacyclobutan mit Tetrafluoräthylen in Benzol in Gegenwart von ca. 5 Gewichtsprozent Natriumamid, bezogen auf das Gewicht de:
und 10 bis 30 atü.
'auf das Gewicht des Oxacyclobutanderivates, bei 50 bis 100 C
Eigenschaften:
Kp2 5 660C; n£° 1,4012
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Molekulargewicht:
ber. 236,6 ; gef. 234, 235
Elementaranalyse (GewicHsprozent):
ber. gef.
35,5 35,6
3,9 4,1
Cl
15,0 15,0
32,1 30,4
II. 3-Chlormethyl-3-(lt,ll,2l Ttrifluor-2'-chloräthoxy)-methyloxacyclobutan C7H9F3Cl2O2
Die Herstellung erfolgt durch Umsetzen von S-Chlormethyl-S-hydroxymethyl-oxaeyclobutan mit Trifluoräthylen in Gegenwart von ca. 4 Gewichtsprozent Natrium, bezogen auf das Gewicht des Oxacyclobutander!vates, in flüssigem, wasserfreien Ammoniak bei -35°C.
Eigenschaften:
Kp1 62 - 63,5°C;
1,4300
Molekulargewicht:
ber. 253,1
Elementaranalyse (Gewichtsprozent):
33 C 3 H Cl 0 P 5
ber. 33 ,2 3 ,6 28, 2 22, 2
gef. ,6 ,8 28, 21,
III. 3-Chlorraethyl-3-(l · ,1f ,2 f,3 · ,3 »,3 '-hexaf luor-propoxy)· methyl-oxacyclobutan CgHgFC102
Die Herstellung erfolgt durch Umsetzen von 3-Chiormethy1-3-hydroxymethyl-oxacyelobutan mit Perfluorpropylen in Benzol
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H956./
- ίο -
Fw 3128
in Gegenwart von 4 Gewichtsprozent Natriumamid, bezogen auf das Gewicht des Oxacyclobutanderivates, bei 30 bis 60 C und 3 bis 7 atü.
Eigenschaften:
Kp4 73 0C
Molekulargewicht:
ber. 286,6
Elementaranalyse (Gewichtsprozent):
C 5 3 H 12 Cl 39 F
ber. 33, 6 3 ,2 12 ,4 37 ,8
gef. 34, ,3 ,9
IV. 3,3-Bis/rit,l',2l,2l-tetrafluoräthoxy)-methyl7-oxacyclobutan
Die Herstellung erfolgt durch Umsetzen von 3,3-Dihydroxymethyl-oxacyclobutan mit Tetrafluoräthylen in Dioxan in Gegenwart von 4 Gewichtsprozent Kalium, bezogen auf das Gewicht des Oxacyclobutanderivates,bei 80 bis 1100C und 20 bis 30 atü.
Eigenschaften:
67,8°C; n2,0 1,3578
Molekulargewicht:
ber. 318,2 ; gef. 321
Elementaranalyse (Gewichtsprozent):
C 0 3 H F 8
ber. 34, 1 3 ,2 47, 6
gef. 34, ,2 48,
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INSPECTED,
U95627
- li -
Fw 3128
V. 3,3-Bis/Tl·,1·,2'-trifluor-2f-chloräthoxy)-methyl7-oxa-
cyclobuTan
C9H10F6C12°3
Die Herstellung erfolgt durch Umsetzen von 3,3-Dihydroxymethyl-oxacyclobutan mit Trifluorchloräthylen in wasserfreiem, flüssigen Ammoniak bei -35°C in Gegenwart von 3 Gewichtsprozent Natrium, bezogen auf das Gewicht des Oxacyclobutanderivates.
Eigenschaften:
Kp001 77°C; η™ 1,4008
Molekulargewicht: ber. 351,1; gef.
Elementaranalyse (Gewichtsprozent):
ber. gef.
30,8 31,0
2,9 3,0
Cl
20,2 20,4
32,5 32,2
VI. 3,3-Bis/Tl ·,1*-difluor-2',2'-dichloräthoxy)-methyl7-oxacyclo-
butan
C9H1OC14F4°3
Die Herstellung erfolgt durch Umsetzen von 3,3-Dihydroxymethyl-oxacyclobutan mit Difluor-dichloräthylen in Dioxan in Gegenwart von 3 Gewichtsprozent Kalium, bezogen auf das Gewicht des Oxacyclobutanderivates, bei 20 bis 300C.
Eigenschaften: KP0,005 93°C;
Molekulargewicht: ber. 383,9; gef.
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Fw 3128
Elementaranalyse (Gewichtsprozent):
ber. gef.
28,2 28,8
2,7 2,7
Cl
36,9 36,5
19,8 19,2
Die Polymerisation de*r Monomeren I bis VI wird durch die folgenden Beispiele erläutert.
Beispiel 1
Polymerisation von 3-Chlormethyl-3-(l·,!',2't2'-tetr&tluoräthoxy)-oxacyelobutan (Monomeres I)
Unter Ausschluß von Luft und Feuchtigkeit werden 93 Gewichtsteile des Monomeren I mit 130 Gewichtsteilen Methylenchlorid vereinigt und bei -5°C mit 0,9 Gewichtsteilen Aluminiumtriäthyl versetzt. Dann werden unter Rühren 2,5 Gewichtsteile Epichlorhydrin tropfenweise zugesetzt, und der Ansatz wird bei -5 bis +250C weiter gerührt. Die Polymerisation setzt sehr rasch ein. Im Verlauf der Polymerisation bildet sich ein sehr zähes, gummielastisches Polymerisat. Zur Aufarbeitung wird ,,-das Polymerisat zerkleinert, mehrmals mit heißem Methanol ausgekocht und bei 80 C im Vakuum getrocknet. Es hinterbleibt ein sehr festes, milchig trübes, gummielastisches Polymerisat, das in den gebräuchlichen organischen lösungsmitteln wie Alkohol, Äther, Halogenkohlenwasserstoffen oder Ketonen unlöslich ist.
Auf der Koflerbank 30 Minuten lang erhitzt, bleibt das Polymerisat ohne Verfärbung bis 190°C formbeständig. Bei 220°C tritt langsam Abbau unter Verfärbung ein.
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Fw 3128
Ausbeute: 91 Gewichtsteile Analyse:(Gewichtsprozent):
36,2
4,1
Cl
15,3
31,0
Zur weiteren Charakterisierung des Polymerisates werden nach DIN 53 514 Defo-Härte und Defo-Elastizität bestimmt. Hierzu werden Prüfkörper unter folgenden Verarbeitungsbedingungen hergestellt:
a) Vorbeizen;
b) Pressen:
3 Minuten lang bei 220uC;
1 Minute lang bei 220°C unter einem Druck von
150 kg/cm2; c) Abktthlen: 2 Minuten lang unter einem Druck von 150 kg/cm
Die erhaltenen Prüfergebnisse werden in der folgenden Tabelle den Ergebnissen, die mit einem nicht modifizierten Natur-Kautschuk und einem Synthese-Kautschuk (cold-rubber aus Butadien und 25 % Styrol) erhalten wurden, gegenübergestellt.
Polymerisat Defo-Härte Defo-Elastizität
Polymerisat nach
Beispiel 1
Natur- Kautschuk
Synthese-Kautschuk
6000
3000 - 4000
900 - 1000
59
30-50
20
Beispiel 2
Polymerisation von 3-Chiormethyl-3-(l%l ',2f-trifluor-2·-
chloräthoxy)-methyl-oxacyclobutan (Monömeres II)
Unter trockenem Stickstoff werden 110 Gewichtsteile des Monomeren II und 145 Gewichtsteile Methylenchlorid auf -lo°C ab^ gekühlt und mit 1 Gewichtsteil Aluminiumtriäthyl vereinigt.
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Anschließend werden unter Rühren 3,5 Gewichtsteile Epichlorhydrin zugesetzt. Die Polymerisation setzt nach wenigen Minuten ein. Der Polymerisationsansatz wird bei -5 bis +250C gehalten. Im Verlauf der Polymerisation fällt ein zähes, gummielastisches Polymerisat aus. Zur Aufarbeitung wird die Polymerisat in Methylenchlorid unter Rückfluß gelöst und nach Zusatz von 2 Gewichtsteilen Methanol mit Pentan ausgefällt. Das Polymerisat wird bei 800C im Vakuum getrocknet.
Ausbeute; 96 Gewichtsteile.
Das Polymerisat ist sehr zäh und von gummielastischer Beschaffenheit. Die reduzierte Viskosität, gemessen in einer 0,1 gewlcbtsprozentigen CH^Cl^-Lösung bei 25°C, beträgt 3,37 dl/g. Auf einer Kofier-Bank 30 Minuten lang erhitzt, bleibt das Polymerisat bis 150°C formbeständig und beginnt sich oberhalb 190 C langsam zu zersetzen.
Analyse (Gewichtsprozent):
I c H Cl F
gef. I 33,6 3,8 28,1 21,2
Zur weiteren Charakterisierung des Polymerisates werden nach DIN 53 514 Defο-Härte und Defo-Elastizität bestimmt. Hierzu werden Prüfkörper unter folgenden Verarbeitungsbedingungen hergestellt:
a) Vorheizen: 3 Minuten lang bei 240°C;
b) Pressen: 3 Minuten lang bei 240°Cvunter eine» Druck
von 150 kg/cm2;
c) Abkühlen: 5 Minuten lang unter einem Druck von 150kg/cm,
Xs werden folgende Werte ermittelt:
1) Defo-Härte 2000
3) Defo-Slastizität 50 -
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Beispiel 3
Copolymerisation von 3-Chlor»ethyl-3-(l' ,1 \2'-trif luor-2'· chloräthoxy)-aethyl-oxacyclobutan (Monomeres II) mit 3,3-Bis(chlormethyl)-oxacyclobutan
85 Gewichtsteile 3,3-Bis(chlormethyl)-oxacyclobutan, 14 Gewichtsteile des Monomeren II und 145 Gewichteteile Methylenchlorid werden unter Feuchtigkeits- und Luftausschluß auf -5°C abgektthlt und mit 1 Gewichtsteil Aluminiumtriäthyl vereinigt. Dann werden unter Rühren 3,5 Gewichtsteile Epichlorhydrin tropfenweise zugesetzt. Die Polymerisation setzt nach wenigen Minuten ein. Im Verlauf der Polymerisation fällt das Polymerisat aus. Zur Aufarbeitung wird das zähe, feste Polymerisat zunächst zerkleinert, dann mehrmals unter Rückfluß mit Methanol ausgekocht und bei 8O°C im Vakuum getrocknet.
Ausbeute: 92 Gewichtsteile
Das Polymerisat schmilzt im Bereich von 150 bis 160°C und läßt eich zu sehr zähen, elastischen Folien, die völlig transparent sind, verarbeiten.
Die reduzierte Viskosität, gemessen in einer 0,1 gewichtsprozentigen Losung in Tetrahydrofuran bei 25°C, beträgt 4,02dl/g.
Analyse (Gewichtsprozent)
C H Cl F
gef· 38,1 5,2 43,1 2,7
009812/1530
U95627 ·
- 16 - Fw 3128
Beispiel 4
Polymerisation von 3-Chlormethy1-S-(I',1',2',3■,3·,3·- hexafluorpropoxy)-methyl-oxacyclobutan (Honomeres III)
Unter Ausschluß von Feuchtigkeit und Luft werden β Gewichtsteile des Monomeren III mit 0,2 Gewichtsteilen Bpichlorhydrin vereinigt und bei Zimmertemperatur mit 0,07 Gewichtsteilen Aluminiumtriäthyl versetzt. Die Polymerisation setzt nach kurzer Zeit ein. Im Verlauf der Polymerisation steigt die Temperatur bis auf 34°C. Es resultiert ein fester Polymerisatblock, der in Methylenchlorid unter Rückfluß aufgelöst wird. Nach Filtration wird das ,Polymerisat mit Methanol ausgefällt und im Vakuum bei 50°Cgetrocknet.
Ausbeute; 4,5 Gewichtsteile
Das Polymerisat ist von zäher, gummielastischer Beschaffenheit. Auf der Kofier-Bank 30 Minuten lang erhitzt, bleibt es bis 210°C formbeständig. Die Dichte beträgt 1,51 g/ml.
Die reduzierte Viskosität, gemessen in einer 0,lgewichtsprozentigen Tetrahydrofuranlösung bei 25°C, beträgt 0,77 dl/g.
Analyse (Gewichtsprozent):
gef.
35,0
3,7
Cl
12,9
35,3
Beispiel 5
Polymerisation von 3,3-Bis/Tl *'tl *,2 f,2 '-tetrafluoräthoxy)· ■ethylT-oxacyclobutan (Monomeres IV)
32 Gewichtsteile des Monomeren IV werden mit 20 Gewichtsteilen Methylenchlorid und 20 Gewichtsteilen Pentan vereinigt, und dez; Ansatz wird auf O0C abgekühlt. Dann werden im Verlauf von 30 Minuten C.22 Gewichtsteile gasförmiges BF3 eingeleitet.
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Die Polymerisation setzt langsam ein. Im Verlauf der Polymerisation fällt das Polymerisat als feines Pulver aus. Nach beendigter Polymerisation werden unter Rühren 0,3 Gewichtsteile Äthanolaroin und 4 Gewichtsteile Methanol zugesetzt, dann wird der Feststoff abfiltriert und mehrmals mit Methanol unter Rückfluß ausgekocht. Das Polymerisat wird im Vakuum bei 80°C getrocknet. '
Ausbeute; 30 Gewichtsteile
Das Polymerisat schmilzt bei 1340C; es 1st in Aceton, Tetrahydrofuran und Dimethylformamid bei Raumtemperatur löslich. Die reduzierte Viskosität, gemessen in einer 0,1 gewichtsprozentigen Tetrahydrofuranlosung bei 25°C, beträgt 0,26 dl/g.
Analyse (Gewichtsprozent):
C H F
gef. 34,1 3,3 47,3
Beispiel 6
Polymerisation von 3,3-Bis/Tl ·,1',2',2»-tetrafluoräthoxy)-methyl7-oxacyclobutan (Monomeres IV)
Unter Ausschluß von Feuchtigkeit und Luft werden 45 Gewichtsteile des Monomeren IV mit 0,9 Gewichtsteilen Aluminiumtriäthyl und 2,2 Gewichtsteilen Epichlorhydrin vereinigt. Der Ansatz wird 24 Stunden bei 45 bis 50°C sich selbst überlassen. Die Polymerisation kommt langsam in Gang. Im Verlauf der Polymerisation bildet sich ein fester Polymerisatblock. Dieser wird nach Zerkleinerung mehrmals mit Methanol ausgekocht und im Vakuum bei 80°C getrocknet.
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- 18 - Fw 3128
Ausbeute; 36 Gewichtsteile - V?
Das Polymerisat schmilzt bei 158°C und ist, wahrscheinlich bedingt durch Vernetzung, in den gebräuchlichen organischen Lösungsmitteln unlöslich.
Analyse (Gewichtsprozent):
H .
34,1
3,4
43,3
Beispiel 7
Polymerisation von 3,3-Bis/Tl ·,1f ,2'-trifluor-2'-chlorathOXy)-eethyl7-oxacyclobutan (Monomeres V)
Unter Ausschluß von Feuchtigkeit und Luft werden 70 Gewichtsteile des Monomeren V nit 45 Gewichtsteilen Pentan, 35 Gewichtsteilen Methylenchlorid und 0,8 Gewichtsteilen Aluminiumtriäthyl bei 100C vereinigt. Anschließend werden unter Rühren 2 Gewichtsteile Epichlorhydrin tropfenweise augesetzt. Die Polymerisation setzt nach wenigen Minuten ein. Iu Verlauf der Polymerisation fällt das Polymere pulverförmig aus. Zur Aufarbeitung wird das Polymerisat mehrmals mit Methanol ausgekocht und dann im Vakuum bei 800C getrocknet.
Ausbeute; 58 Gewichtsteile
Ein Teil des Polymerisates wird in Aceton gelöst, in Wasser ausgefällt und getrocknet. Das Polymerisat-schmilzt bei ca. 130°C zu einer klaren Schmelze auf. Es läßt sich gut zu Folien verarbeiten. Es ist in vielen polaren Lösungsmitteln löslich.
Die reduzierte Viskosität, genossen in einer 0,1 gewicht sprc— eentigen'Tetrahydrofuranlösung bei 25°C, beträgt 2,1 dl/g.
12/1530 "original inspected.
H.95627
- 19 - Fw 3128
Analyse (Gewichtsprozent):
I c H Cl P
gef. I 30,8 3,1 2O,6 32,3
Beispiel 8
Polymerisation von 3,3-Β1β/Γ1 Sl\2*-trifluor-2'-chloräthoxy)· methyl7-oxacyclobutan (Monomeres V)
Unter Feuchtigkeitsaus8chlu& «erden 50 Gewichtsteile des Mono-Meren V alt 40 Gewichtsteilen Pentan und 15 Gewichtsteilen Methylenchlorid vereinigt. Der Ansatz wird auf 00C abgekühlt, und dann werden langsam 0,74 Gewichtsteile gasförmiges BF^ eingeleitet. Die Polymerisation kamt langsam in Gang. Ia Verlauf der Polymerisation fällt das Polymerisat als weißes Pulver aus. Mach beendigter Polymerisation werden dem Ansatz unter Rühren 2 Gewichtsteile Xthanolamin und 4 Gewichtsteile Methanol zugesetzt. Dann wird das Polymerisat abfiltriert, mehrmals mit Methanol unter HUckf IuB ausgekocht und la Vakuum bei 800C getrocknet.
Ausbeute: 49 Gewichtsteile
•Ein Teil des Polymerisates wird in Aceton gelost, in Wasser ausgefällt und getrocknet. Das Polymerisat schmilzt bei 128°C; aus der Schmelze lassen sich leicht Fäden ziehen. Das Löslichkeitsverhalten entspricht dem des nach Beispiel 7 hergestellten Polymerisates.
Die reduzierte Viskosität, gemessen in einer 0,1 gewichtsprozentigen Tetrahydrofuranlöeung bei 25°C, betragt O13 dl/g. < Das nach Beispiel 8 hergestellte Polymerisat 1st wesentlich
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- 20 - Fw 3128
niedermolekularer als das nach Beispiel 7 hergestellte Polymerisat .
Analyse (Gewichtsprozent):
gef.
30,8
3,1
Cl
20,1
32,2
Beispiel 9
Copolymerisation von i,3-Bis/Tl' ,1' ,2 '-trif luor-2 '-chloräthoxj)-methyl7-oxacyclobutan (Monomeres V) mit 3,3-Bis(chlorinethy])-oxacyclobutan
Unter Ausschluß von Feuchtigkeit und Luft werden 60 Gewichtsteile des Monomeren V, 19 Gewichtsteile 3,3-Bis(chlormethyl)<r oxacyclobutan, 50 Gewichtsteile Pentan und 37 Gewichtsteile Methylenchlorid bei 10°C mit 1,5 Gewichtsteilen Aluminiumtrifthyl vereinigt. Anschließend werden unter Rühren 3,7 Gewichtsteile Epichlorhydrin zugesetzt. Die Polymerisation kommt langsam in Gang. Im Verlauf der Polymerisation wird die Temperatur auf 25°C gesteigert. Das Polymerisat fällt als Pulver aus. Nach beendigter Polymerisation wird der Ansatz mit 2 Gewichtsteilen Methanol versetzt, das Polymerisat wird abfiltriert, mit Pentan unter Rückfluß mehrmals ausgekocht und im Vakuum ) bei 80°C getrocknet.
Ausbeute: 77 Gewichtsteile
Ein Teil des Polymerisates wird in Aceton gelöst, mit Wasser ausgefällt und getrocknet. Das Polymerisat schmilzt bei ca. 122 C klar auf, aus der Schmelze lassen sich gut Fäden ziehen. Das Polymerisat ist ebenfalls zur Folienherstellung geeignet.
009812/ 1 530
H95627
Fw 3128
Die reduzierte Viskosität, gemessen in einer O,lgewichtsprozentigen Toluoffisung bei 55°C, beträgt 0,55 dl/g.
Analyse (Gewichtsprozent):
I c H Cl F
gef. I 30,9 3,6 20,7 30,2
Beispiel 10
Polymerisation von 3,3-Bis/Tl ',1 '-dif luor-2 ',2 '-dichloräthoxy)-methyl7-oxacyclobutan (Monomeres VI)
Unter Luft- und Feuchtigkeitsausschluß werden 55 Gewichtsteile des Monomeren VI und 2,3 Gewichtsteile Epichlorhydrin mit 0,9 Gewichtsteilen Aluminiumtriäthyl vereinigt, und der Ansatz wird 24 Stunden lang bei 45 bis 500C sich selbst überlassen. Im Verlauf der Polymerisation bildet sich ein sehr harter Polymerisatblock. Dieser wird zerkleinert, mehrmals mit Methanol ausgekocht und im Vakuum bei 80°C getrocknet.
Ausbeute:
38 Gewichtsteile
Das Polymerisat schmilzt bei ca. 158 C und ist in den gebräuchlichen organischen Lösungsmitteln unlöslich.
Ana^se(Gewichtsprozent:
gef.
29,3
2,9
Cl
36,0
19,0
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U95627
Fw 3128
Beispiel 11
Polymerisation von 3,3-Bis/Tl',1 f-dif luor-2'^'-dichlor-athoxy). methylZ-oxacyclobutan (Monomeres VI)
Unter Feuchtigkeitsausschluß werden 100 Gewichtsteile des Monomeren VI in 195 Gewichtsteilen Methylenchlorid gelöst, und In diese Lösung werden bei -400C im Verlauf von 30 Minuten 3 Gewichtsteile gasförmiges BF„ eingeleitet. Die Polymerisation setzt langsam ein. Der Ansatz wird 12 Stunden lang bei -40 bis -25°C gerührt. Anschließend werden 100 Gewichtsteile Methylenchlorid, 10 Gewicht steile Methanol und 5 Gewichtsteile Xthanolamin zugesetzt. Dann wird das Polymerisat abfiltriert, in Aceton gelöst, mit Wasser ausgefällt und im Vakuum bei 80°C getrocknet.
Ausbeute: 64 Gewichtsteile
Das Polymerisat schmilzt bei ca. 146°C. Aus der Schmelze lassen sich Fäden ziehen. Die reduzierte Viskosität, gemessen in einer 0,1 gewichtsprozentigen Tetrahydrofuranlosung bei 25°C, beträgt 0,12 dl/g. Das Polymerisat ist löslich in Aceton, Tetrahydrofuran und Dimethylformamid.
Analyse(Gewichtsprozent):
gef.
28,8
2,9
Cl
36,0
19,1
009812/1530
1495527
- 23 - Fw 3128
Beispiel 12
Copolymerisation von 3,3-Bis(l*flf-difluor-2',2'-dichloräthoxymethyl)-oxacyclobutan (lionoaeres VI) mit 1,3,6-Trioxacyclooctan
Unter Feuchtigkeitsausschluß werden 100 Gewichtsteile des Monomeren VI zusammen mit 10 Gewichtsteilen 1,3,6-Tri-oxacyclooctan in 150 Gewichtsteilen Methylenchlorid gelöst, und in diese Lösung werden bei *40°C !■ Verlauf von 30 Minuten 3 Gewichtsteile gasförmiges BF9 eingeleitet. Man hält das
"O
Reaktionsgemisch dann 6 Stunden auf -30 C und anschließend 2 Stunden auf +2O0C. Die Aufarbeitung erfolgt wie im Beispiel 11. Man erhält 75 Gewichtsteile eines Copolymerisate vom Schmelzpunkt 131 C und einer reduzierten Viskosität, gemessen · in einer 0,1 gewichtsprozentigen Losung in Tetrahydrofuran bei 250C, von 0,15 dl/g. Es ist loslich in Aceton. Der C-H-Analyse zufolge enthält das Polymerisat 15 Gewichtsprozent !,S.e-Tri-oxacyclooctan.
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Claims (2)

Patentansprüche:
1. Linearo Polyäther, dadurch gekennzeichnet, daß sie aus wiederkehrenden Einheiten der allgemeinen Formel
- CH2 - C - CH2 - 0 -
aufgebaut sind, wobei R- und R„ jeweils eine gesättigte PoIyhalogen-alkoxy-alkylgruppe bzw. R1 eine Halogenalkylgruppe und R„ eine gesättigte Polyhalogen-alkoxy-alkylgruppe bedeuten, und gegebenenfalls daneben auch Einheiten der allgemeinen Formel
?3
enthalten, wobei η eine ganze Zahl von 1 bis 4 darstellt und
und
jeweils ein Wasserstoffatom oder eine Alkyl- oder
Halogenalkylgruppe bedeuten, und daß sie mittlere Molekulargewichte von mehr als 10 000 besitzen.
2. Verfahren zur Herstellung von linearen Polyäthern durch Poly merisation von Oxacj'clobutanderivaten, die in 3-Stellung durch halogenhaltige Gruppen d£substituiert sind, in
jhleue Unterlagen iah. 7 $ 1 ads. 2 i„r. 1 sau 3
• ν. 4. 9.19671
00981 2/ 1530
BAD ORiGfNAL
H95G27
- 25 - Fw 3128
Anwesenheit eines indifferenten organischen Lösungsmittels oder im Block in Gegenwart von Friedel-Crafts-Katalysatoren oder in Gegenwart metallorganischer Katalysatorsysteme bei Temperaturen zwischen -80 und +1500C1 dadurch gekennzeichnet, daß man Oxacyclobutane der allgemeinen formel
C-R2
CH2
in der R und R0 jeweils eine gesättigte Polyhalogen-alkoxy-
1 Δ
alkylgruppe bzw. R1 eine Halogenalkylgruppe und R eine gesättigte Polyhalogen-alkoxy-alkylgruppe bedeuten, gegebenenfalls in Gegenwart von Oxacycloalkanen, polymerisiert.
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DE19601495627 1960-03-31 1960-03-31 Lineare Polyaether aus Oxacyclobutanderivaten,die in 3-Stellung durch halogenhaltige Gruppen disubstituiert sind,und Verfahren zu ihrer Herstellung Pending DE1495627A1 (de)

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