DE1492381B1 - Vorrichtung an Autoklaven und aehnlichen,druckdichten Behaeltern - Google Patents
Vorrichtung an Autoklaven und aehnlichen,druckdichten BehaelternInfo
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Description
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrich- Autoklav 1 über das Filter 19, die Leitung 20, das
tung an Autoklaven und ähnlichen, druckdichten Be- Ventil 21, die Erhitzungsvorrichtung 11 und den
hältern mit einem Wasserbehälter, einer Evakuie- Speiseleitungsabschnitt 12 eingeführte Luftmenge zu
rungsleitung und Ventilen zur Druckregelung und regulieren.
einer Speiseleitung, wobei durch letztere ein Vor- 5 Der Betrieb der Vorrichtung gemäß der Erfindung
wärmmedium und ein Sterilisationsmittel, Vorzugs- umfaßt fünf Vorgänge, nämlich
weise Dampf, zum Autoklav od. dgl. geleitet werden ^ die Vorwärmung,
kann. ·.,,,· b) den Aufbau des Druckes im Autoklav,
Neuerdings werden an einen Autoklav bestimmte c) das Sterilisieren mit Druckänderungen,
Anforderungen gestellt, wie z. B. kurze Stenhsierungs- io d) dag Nachtrocknen und
zeit, trockenes Sterilisierungsgut und Verhinderung e) das Ausgleichen des Unterdruckes,
von Wiederinfektion des Gutes bei Druckausgleich.
von Wiederinfektion des Gutes bei Druckausgleich.
Forschungen in jüngerer Zeit haben nämlich erwie- Jeder dieser Vorgänge soll im folgenden für sich
sen, daß ein zu hoher Wassergehalt, beispielsweise in beschrieben werden.
Textilien beim Sterilisieren, die Sterilisierungszeit be- 15
Textilien beim Sterilisieren, die Sterilisierungszeit be- 15
trächtlich verlängert. Gewisses Material, wie z.B. a>
vorwärmung
Leder, kann durch zu hohen Wassergehalt im Zu- Beim Vorwärmen arbeitet die Pumpe 4, während
sammenhang mit hoher Temperatur beschädigt das Ventil 10 geschlossen und die Ventile 21 und 14
werden. geöffnet sind. Das Wasser wird durch die Speiselei-
Zur Lösung dieser Aufgabe ist die erfindungsge- 20 tungsabschnitte 3, 5 und die Leitung 7 zur Wassermäße
Vorrichtung an Autoklaven und ähnlichen, strahlpumpe 18 gespeist, so daß in der Evakuierungsdruckdichten
Behältern dadurch gekennzeichnet, daß leitung 13 ein Unterdruck erzeugt wird. Dabei wird
in einem ersten Teil der den Wasserbehälter und den die Luft durch das Filter 19, die Leitung 20, die ErAutoklav
verbindenden Speiseleitung eine Pumpe hitzungsvorrichtung 11, wo sie aufgewärmt und steriderart
angeordnet ist, daß einerseits eine über die 25 lisiert wird, und weiter durch den Speiseleitungsab-Evakuierungsleitung
an den Autoklav angeschlossene schnitt 12 zum Autoklav 1 gesaugt, so daß die in die-Wasserstrahlpumpe
betrieben, andererseits über eine sem vorhandene Luft verdrängt und durch vorgein
der Leitung angeordnete Erhitzungsvorrichtung wärmte, sterile Luft ersetzt und auch das Sterilisie-Dampf
oder aus einer vor dieser in die Speiseleitung rungsgut gut vorgewärmt wird,
mündenden, über ein Filter mit der Atmosphäre 30
mündenden, über ein Filter mit der Atmosphäre 30
verbundenen Leitung Luft in den Autoklav gefördert b) der Aufbau des Druckes
werden kann, und daß zur Regelung des Druckes im Die Pumpe 4 ist in Betrieb, und die Ventile 14 und Autoklav Ventile in der Evakuierungsleitung, vor der 21 sind geschlossen. Das Ventil 10 ist geöffnet, und Erhitzungsvorrichtung in der Speiseleitung und in der der im Autoklav 1 auf einen gewünschten Wert aufLuftleitung vorgesehen sind. 35 zubauende Druck wird durch das Reduzierventil 9
werden kann, und daß zur Regelung des Druckes im Die Pumpe 4 ist in Betrieb, und die Ventile 14 und Autoklav Ventile in der Evakuierungsleitung, vor der 21 sind geschlossen. Das Ventil 10 ist geöffnet, und Erhitzungsvorrichtung in der Speiseleitung und in der der im Autoklav 1 auf einen gewünschten Wert aufLuftleitung vorgesehen sind. 35 zubauende Druck wird durch das Reduzierventil 9
Die Erfindung wird nachstehend an Hand der eingestellt. Auch in diesem Falle strömt das Wasser
Zeichnung, die schematisch eine Vorrichtung gemäß zu der Wasserstrahlpumpe 18. Durch den Speiseleider
Erfindung zeigt, näher erläutert. tungsabschnitt 8 strömt das Wasser in die Erhitzungs-
Die Vorrichtung gemäß der Erfindung besteht aus vorrichtung 11, wo es durch die Düse 22 eingespritzt
dem Autoklav 1 selbst, einem Wasserbehälter 2 so- 40 und verdampft wird. Der dadurch erhaltene Dampf,
wie diese verbindenden Rohrleitungen mit in diesen der erforderlichenfalls getrocknet werden kann, aber
eingesetzten Ventilen, einer Pumpe und einer Er- nicht überhitzt werden soll, strömt weiter durch den
hitzungsvorrichtung, wobei die Erfindung in der be- Speiseleitungsabschnitt 12 zum Autoklav 1 und versonderen
Anordnung dieser Teile zu sehen ist. Von drängt die in diesem vorhandene Luft, welche über
dem Wasserbehälter 2 führt ein Speiseleitungsab- 45 die mit einem Ausgleichsventil 16 versehene Leitung
schnitt 3 zu einer Pumpe 4, von welcher ein Speise- 15, die Evakuierungsleitung 13 und die Wasserstrahlleitungsabschnitt
5 weitergeht und sich bei 6 in die pumpe 18 zum Wasserbehälter 2 abzieht. Dank der
Leitung 7 und den Speiseleitungsabschnitt 8 ver- im voraus vorgenommenen Aufwärmung der Luft,
zweigt; in letzteren sind ein Reduzierventil 9 und ein des von der Wasserstrahlpumpe 18 in der Evakuie-Regulierventil
10 eingesetzt. Die Leitung 8 führt zu 50 rungsleitung 13 erzeugten Unterdruckes und des
einer in einen Speiseleitungsabschnitt 12 des Auto- Überdruckes in dem Speiseleitungsabschnitt 12 erklavs
1 eingesetzten Erhitzungsvorrichtung 11. Ferner folgt dieser Verlauf sehr schnell. Sobald Dampf durch
führt vom Autoklav 1 eine zu dessen Evakuierung das Ausgleichsventil 16 zu strömen beginnt, wird
dienende Evakuierungsleitung 13 zum Wasserbehäl- dieses aufgewärmt und schließt sich dann, wonach der
ter 2. In die Evakuierungsleitung 13 ist ein Ventil 14 55 Druck im Autoklav 1 schnell steigt, da zum Bilden
eingesetzt, das mit einer mit einem Ausgleichsventil von Kondenswasser keine Energie verbraucht wird.
16 versehenen Nebenleitung 15 parallel geschaltet ist. Der Druck im Autoklav 1 nimmt selbsttätig den
An die Evakuierungsleitung 13 ist ferner ein Unter- Druck in dem Speiseleitungsabschnitt 8 an.
druckreservoir 17 angeschlossen. Die Leitung 7 mün- ._,.,.. ^t.
det mit einer Ejektordüse in die Evakuierungsleitung 60 c) Sterilisieren mit Druckanderungen
13 und bildet so eine Wasserstrahlpumpe 18, mit Durch wechselweises öffnen der Ventile 10 und 14 deren Hilfe in der Evakuierungsleitung 13 ein Unter- kann man auf einfache Weise schnelle und große druck erzeugt wird. Von einem Filter 19 auf dem Druckänderungen bewirken. Hierdurch wird die Wasserbehälter 2 geht eine mit einem Ventil 21 ver- Sterilisierung beschleunigt unter anderem dadurch, sehene Leitung 20 zu dem Speiseleitungsabschnitt 8 65 daß Lufteinschlüsse gelöst und entfernt werden, so und mündet zwischen dem Ventil 10 und der Er- daß sie nicht mehr hindernd auf die Sterilisierung hitzungsvorrichtung 11 in diesen Abschnitt ein. Die einwirken.
Leitung 20 besitzt eine Drosseldüse, um die in den Der Druck wird durch Schließen der Ventile 10
druckreservoir 17 angeschlossen. Die Leitung 7 mün- ._,.,.. ^t.
det mit einer Ejektordüse in die Evakuierungsleitung 60 c) Sterilisieren mit Druckanderungen
13 und bildet so eine Wasserstrahlpumpe 18, mit Durch wechselweises öffnen der Ventile 10 und 14 deren Hilfe in der Evakuierungsleitung 13 ein Unter- kann man auf einfache Weise schnelle und große druck erzeugt wird. Von einem Filter 19 auf dem Druckänderungen bewirken. Hierdurch wird die Wasserbehälter 2 geht eine mit einem Ventil 21 ver- Sterilisierung beschleunigt unter anderem dadurch, sehene Leitung 20 zu dem Speiseleitungsabschnitt 8 65 daß Lufteinschlüsse gelöst und entfernt werden, so und mündet zwischen dem Ventil 10 und der Er- daß sie nicht mehr hindernd auf die Sterilisierung hitzungsvorrichtung 11 in diesen Abschnitt ein. Die einwirken.
Leitung 20 besitzt eine Drosseldüse, um die in den Der Druck wird durch Schließen der Ventile 10
und 21 und öffnen des Ventils 14 gesenkt, so daß der Überdruck im Autoklav 1 durch die Evakuierungsleitung
13 über das geöffnete Ventil 14 herabgesetzt und im Autoklav 1 ein Unterdruck erzeugt
wird, der zur Trocknung von Sterilisierungsgut ausreicht. Da die Pumpe 4 während des ganzen Sterilisierungsverlaufes
in Betrieb bleibt, ist in der Evakuierungsleitung 13 zweckmäßig ein Unterdruckreservoir
17 angebracht, das während der Sterilisierungsdauer den Unterdruck speichert, wodurch die
momentane Unterdruckerzeugung bei der Drucksenkung verbessert und somit auch die Sterilisierzeit verkürzt
wird.
d) Nachtrocknung
Durch die Düse in der Leitung 20 wird eine Anpassung der Luftmenge, die durch die Leitung 20
geht, an die Wärmekapazität der Erhitzungsvorrichtung 11 und die Saugkapazität der Wasserstrahlpumpe
18 sowie ein optimales Nachtrocknen des Sterilisiergutes in ungewöhnlich kurzer Zeit erreicht.
Die sterile, warme Luft führt nämlich dem Sterilisiergut durch die obenerwähnte Kombination diejenige
Wärmemenge zu, die für ein schnelles Verdampfen des Wassers in Vakuum erforderlich ist. .
Das Nachtrocknen wird dadurch bewirkt, daß das Ventil 10 geschlossen wird und die Ventile 14 und
21 geöffnet werden. Die Luftzufuhr wird durch die Düse in der Leitung 20 so reguliert, daß das durch
die Wasserstrahlpumpe 18 entstehende Vakuum im Autoklav 1 auf einem solchen Wert gehalten wird,
daß das Sterilisiergut durch die einströmende sterile, warme Luft so stark erwärmt wird, wie zum Trocknen
erforderlich ist, und gleichzeitig wird das zum Trocknen erforderliche Vakuum mit Hilfe der
Wasserstrahlpumpe 18 aufrechterhalten.
e) Ausgleichen des Unterdruckes
Man schließt die Ventile 10 und 14, wonach der Druckausgleich über das Filter 19, die Leitung 20, das
geöffnete Ventil 21, die Erhitzungsvorrichtung 11 und den Speiseleitungsabschnitt 12 eintritt; dabei
wird die Luft in der Erhitzungsvorrichtung 11 sterilisiert und eine Rückinfizierung des Sterilisierungsgutes
verhindert.
Wie aus dem Vorstehenden hervorgeht, bietet die vorliegende Erfindung den Vorteil, daß man eine
schnelle und erfolgreiche Sterilisierung erreicht, ohne daß eine Rückinfizierung des Stcrilisiergutes zu befürchten
wäre.
Die Luftleitung 20 braucht nicht notwendigerweise mit ihrem einen Ende in ein Filter 19 einzumünden,
und dieses muß nicht unbedingt an dem Wasserbehälter 2 angebracht sein, obwohl ein Filter 19 die
Sicherheit der Sterilisierung natürlich steigert und es aus konstruktiven Gründen vorteilhaft ist, das Filter
ίο an der angegebenen Stelle anzubringen.
Claims (3)
1. Vorrichtung an Autoklaven und ähnlichen, druckdichten Behältern (1) mit einem Wasserbehälter,
einer Evakuierungsleitung (13) und Ventilen zur Druckregelung und einer Speiseleitung
(3, 5, 8, 12), wobei durch letztere ein Vorwärmmedium und ein Sterilisationsmittel, vorzugsweise
Dampf, zum Autoklav od. dgl. geleitet werden kann, dadurch gekennzeichnet, daß in
einem ersten Teil (3, 5) der den Wasserbehälter und den Autoklav verbindenden Speiseleitung (3,
5, 8, 12) eine Pumpe (4) derart angeordnet ist, daß einerseits eine über die Evakuierungsleitung
(13) an den Autoklav (1) angeschlossene Wasserstrahlpumpe (18) betrieben, andererseits über eine
in der Leitung (8, 12) angeordnete Erhitzungsvorrichtung (11) Dampf oder aus einer vor dieser in
die Speiseleitung (8) mündenden, über ein Filter mit der Atmosphäre verbundenen Leitung (20)
Luft in den Autoklav gefördert werden kann, und daß zur Regelung des Druckes im Autoklav Ventile
(14, 16) in der Evakuierungsleitung (10, 9) vor der Erhitzungsvorrichtung in der Speiseleitung
und (21) in der Luftleitung vorgesehen sind.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Ventil (14) in der Evakuierungsleitung
(13) von einer Leitung (15) umgangen ist, in der ein Ausgleichsventil (16) eingeschaltet
ist, das sich schließt, wenn es von Dampf durchströmt wird.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 und 2, gekennzeichnet durch ein an die Evakuierungsleitung (13) angeschlossenes Unterdruckreservoir
(17).
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen •COPY
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