DE1491679B1 - Beatmungsvorrichtung - Google Patents
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Claims (3)
1 2
Es sind Beatmungsvorrichtungen bekannt, die ein Alle die genannten Geräte haben schließlich noch
zu den Atemorganen des Patienten führendes Gas- den Nachteil, daß in den zum Patienten führenden
leitungsrohr enthalten, durch das intermittierend Leitungen sowie Apparatebauteilen sich die Feuch-Nährgas
in die Atemorgane des Patienten gedrückt tigkeit niederschlagen kann. Es kann auch z. B.
wird. Die Ausatemluft kann bei diesen Geräten über 5 Feuchtigkeit in den Rückschlagventilen kondensieren,
eine Ausatemleitung unmittelbar ins Freie ent- wodurch deren Arbeit beeinträchtigt wird,
weichen. Es sind aber auch solche Geräte bekannt, Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die bei denen die Ausatemluft durch einen Unterdruck beschriebenen Nachteile zu vermeiden und eine Voraus den Atemorganen des Patienten abgesaugt wird. richtung zu schaffen, durch die die angefeuchtete Zur Erzeugung eines Über- bzw. Unterdrucks können io und erwärmte Luft nicht übermäßig abgekühlt wird unterschiedliche Vorrichtungen, wie insbesondere und die Funktionsfähigkeit der vor- und nachgeschalelektrisch angetriebene Gebläse, Injektorgebläse teten Bauteile durch Kondensation des Wasserdampod. dgl., mit entsprechenden Umschaltvorrichtungen fes beim Abkühlen nicht beeinträchtigt wird. Die dienen. Erfindung betrifft eine Beatmungsvorrichtung mit zu
weichen. Es sind aber auch solche Geräte bekannt, Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die bei denen die Ausatemluft durch einen Unterdruck beschriebenen Nachteile zu vermeiden und eine Voraus den Atemorganen des Patienten abgesaugt wird. richtung zu schaffen, durch die die angefeuchtete Zur Erzeugung eines Über- bzw. Unterdrucks können io und erwärmte Luft nicht übermäßig abgekühlt wird unterschiedliche Vorrichtungen, wie insbesondere und die Funktionsfähigkeit der vor- und nachgeschalelektrisch angetriebene Gebläse, Injektorgebläse teten Bauteile durch Kondensation des Wasserdampod. dgl., mit entsprechenden Umschaltvorrichtungen fes beim Abkühlen nicht beeinträchtigt wird. Die dienen. Erfindung betrifft eine Beatmungsvorrichtung mit zu
Es sind weiterhin Beatmungsgeräte bekannt, die 15 den Atemorganen führendem Gasleitungsrohr für das
im sogenannten offenen System arbeiten. Bei diesen Nährgas und einer Vorrichtung zum Anfeuchten und
Geräten wird die Einatemluft ganz aus der umgeben- Erwärmen der Atemluft. Die Erfindung besteht darin,
den Atmosphäre entnommen und die Ausatemluft daß das Zuleitungsrohr mitsamt dem Einatemventil
ganz oder teilweise in die Umgebung ausgestoßen. und einer in die Gasleitung eingeschalteten Luft-
Andererseits sind auch Beatmungsgeräte mit so- 20 anfeuchtungsvorrichtung innerhalb eines über etwa
genanntem geschlossenem System bekannt, bei denen 35° C erwärmten Gehäuses angeordnet sind. Durch
die Ausatemluft ganz oder teilweise wiederum für die Erfindung ergibt sich der Vorteil, daß eine Kon-
die Einatemluft verwendet wird, nachdem die Kohlen- densation von Feuchtigkeit in den dem Luftanfeuch-
säure aus der Ausatemluft entfernt und gegebenen- ter vor- und nachgeschalteten Bauteilen der Vorrich-
falls weitere Gase zugesetzt werden. Derartige Be- 25 tung vermieden wird.
atmungsgeräte werden auch für Narkose- und Weitere Ausbildungen der Erfindung sind Gegen-
Anästhesiezwecke verwendet, wobei Narkose- bzw. stand der Unteransprüche und sind an Hand des in
Anästhesiemittel dem Nährgas zugesetzt wird. Bei der Zeichnung schematisch dargestellten Ausfüh-
den Geräten besteht die Möglichkeit, daß die zu den rungsbeispiels eines Teiles eines Beatmungsgeräts er-
Atemorganen geführte Luft zu trocken ist. Diese 30 läutert.
Möglichkeit ist insbesondere dann nachteilig, wenn Durch eine nicht dargestellte Vorrichtung wird
die Einatemluft unter Umgehung des Mund-, Nasen- Nährgas unter Druck durch den Kanal 1 in die Vor-
und Rachenraumes den Atemorganen des Patienten zu- richtung gedrückt, während andererseits die Ausgeführt
wird, wie dies bei einer Trachealbeatmung der atemluft durch den Kanal 2 das Gerät verläßt. Die
Fall ist (deutsche Patentschriften 1126 073, 929 637). 35 Vorrichtung besteht aus einem Gehäuse 3, das durch
Es sind weiterhin Vorrichtungen zur physikalischen eine Heizung 4 auf 35° C, vorzugsweise über 37° C,
Behandlung der Atemwege mit mehreren von Druck- aufgeheizt wird. Das Gehäuse enthält folgende
luft durchströmten, einander umschließenden Räu- Bauteile: Der Zuführungskanal 1, an den der Druckmen
verschiedener Temperatur bekannt, in deren messer 5 angeschlossen ist, führt zu der Verneblungs-Inneren
sich ein Kühlmittelbehälter befindet. Das 40 vorrichtung 6, in die Wasser durch das Rohr 7 ein-Luftentnahmerohr
kann durch mehr oder minder gesprüht wird. Der Mündung des Rohres liegt eine tiefes Hineinschieben in einen Rohrstutzen am äußer- Prallscheibe 8 gegenüber. Überschüssiges flüssiges
sten Behälter wahlweise mit den unterschiedlichen Wasser kann durch das Rohr Ta abfließen.
Lufträumen verbunden werden. Das Luftentnahme- An die Verneblerkammer 6 schließt sich das Einrohr
ist weiterhin leicht auswechselbar und mit einem 45 atemventil 9 an, die über das starre Rohr 10, das
Wassersack versehen. Diese Vorrichtung dient zur beim Ausführungsbeispiel das Gehäuse 3 durchKühlung
der dem Patienten zugeführten Luft, wobei dringt, mit dem Tubus 11 verbunden ist, an den die
der Grad der Kühlung durch unterschiedlich tiefes nicht dargestellte Trachealkanüle angeschlossen ist.
Einschieben des Rohrstutzens in das Gerät eingestellt Die Ausatemluft strömt durch das starre Rohr 12
werden kann. Mit diesem Gerät werden die vorher 50 zu dem ebenfalls im Gehäuse untergebrachten Ausbeschriebenen
Nachteile nicht beseitigt. atemventil 13 und von dort zu dem Volumenmeß-
Es sind auch sogenannte Wechselatmungsapparate gerät 14. Die aufgezählten Bauteile sind zu einer
bekannt, durch die frische Luft nach Belieben an- Baueinheit zusammengefaßt und werden durch die
gefeuchtet, erwärmt, gekühlt und geatmet werden Heizung 4 vorzugsweise auf etwa 37° C aufgeheizt,
kann. So ist z.B. ein Respirator bekannt, der mit 55 Durch die erfindungsgemäße Vorrichtung ergibt
einem Anfeuchter ausgerüstet ist, in dem ein elek- sich der Vorteil, daß der Patient während der Ein-
trisches Heizelement untergebracht ist. Der Anfeuch- atmung auf etwa Körpertemperatur erwärmte Ein-
ter besteht aus einem Wasserbehälter, an dem einmal atemluft erhält, die außerdem auf jede gewünschte
das Beatmungsgerät und zum andern ein zum Pa- Feuchtigkeit gebracht werden kann. Ein weiterer
tienten führender Faltenschlauch angeordnet ist. Die 60 Vorteil besteht darin, daß sich aus der Feuchtigkeit
Ausatemluft führt gegebenenfalls über einen Falten- gesättigte Ausatemluft, wie flüssiges Wasser, nicht
schlauch zu einem Ausatemventil. Mit diesem Gerät in dem Ausatemventil und insbesondere nicht in dem
läßt sich der Feuchtigkeitsgehalt der eingeatmeten Volumenmeßgerät kondensiert und dadurch die Meß-
Luft nur in etwa festlegen, da der Grad der Feuchtig- ergebnisse beeinträchtigen kann,
keit von der zufälligen Außentemperatur abhängig 65 ..
ist. Je kühler die Außentemperatur ist, um so mehr ratentansprucne:
Feuchtigkeit kondensiert in dem zum Patienten füh- 1. Beatmungsvorrichtung mit zu den Atem-
renden Faltenschlauch. Organen führendem Gaszuleitungsrohr für das
Nährgas und einer Vorrichtung zum Anfeuchten und Erwärmen der Atemluft, dadurch gekennzeichnet,
daß das Zuleitungsrohr (1) mitsamt dem Einatemventil (9) und einer in die Gasleitung eingeschalteten Luftanfeuchtungsvorrichtung
(6) innerhalb eines über etwa 35° C erwärmten Gehäuses (3) angeordnet sind.
2. Beatmungsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ein an der Gaszuführungsleitung
angeordneter Druckmesser (5) innerhalb des Gehäuses (3) angeordnet ist.
3. Beatmungsvorrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß auch das
Ausatemventil (13) und ein in der Ausatemleitung (12) angeordnetes Volumenmeßgerät (14)
innerhalb des Gehäuses angeordnet sind.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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Applications Claiming Priority (1)
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Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
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Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
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Country Status (3)
| Country | Link |
|---|---|
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|---|---|---|---|---|
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Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE719077C (de) * | 1939-02-28 | 1942-03-28 | Johannes Bretschneider | Vorrichtung zur physikalischen Behandlung der Atmungswege |
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-
1966
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Patent Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE719077C (de) * | 1939-02-28 | 1942-03-28 | Johannes Bretschneider | Vorrichtung zur physikalischen Behandlung der Atmungswege |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
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