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DE1482452C3 - Windsichter mit mehreren mit Ab stand übereinander angeordneten, von Sichtluft quer durchströmten Sicht gruppen - Google Patents

Windsichter mit mehreren mit Ab stand übereinander angeordneten, von Sichtluft quer durchströmten Sicht gruppen

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Publication number
DE1482452C3
DE1482452C3 DE1482452A DE1482452A DE1482452C3 DE 1482452 C3 DE1482452 C3 DE 1482452C3 DE 1482452 A DE1482452 A DE 1482452A DE 1482452 A DE1482452 A DE 1482452A DE 1482452 C3 DE1482452 C3 DE 1482452C3
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DE
Germany
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air
funnel
particles
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funnels
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Expired
Application number
DE1482452A
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English (en)
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DE1482452A1 (de
DE1482452B2 (de
Inventor
Russel Eugene Ogden Dunes Ind. Manley (V.St.A.)
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Individual
Original Assignee
Individual
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Publication date
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Publication of DE1482452A1 publication Critical patent/DE1482452A1/de
Publication of DE1482452B2 publication Critical patent/DE1482452B2/de
Application granted granted Critical
Publication of DE1482452C3 publication Critical patent/DE1482452C3/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B07SEPARATING SOLIDS FROM SOLIDS; SORTING
    • B07BSEPARATING SOLIDS FROM SOLIDS BY SIEVING, SCREENING, SIFTING OR BY USING GAS CURRENTS; SEPARATING BY OTHER DRY METHODS APPLICABLE TO BULK MATERIAL, e.g. LOOSE ARTICLES FIT TO BE HANDLED LIKE BULK MATERIAL
    • B07B4/00Separating solids from solids by subjecting their mixture to gas currents
    • B07B4/02Separating solids from solids by subjecting their mixture to gas currents while the mixtures fall

Landscapes

  • Combined Means For Separation Of Solids (AREA)
  • Manufacture And Refinement Of Metals (AREA)

Description

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durch das System bedingte Grenzen gesetzt sind. In nungen sind z. B. besonders bei Gießsanden (z. B.
vielen Fällen wird aber in der Praxis eine besonders zur Herstellung von Präzisionsgußformen) und in der
hohe Trennschärfe gefordert, so daß man bisher in Spezialglasherstellung sehr wertvoll. Durch die Er-
solchen Fällen auf andere Klassierverfahren, z. B. findung können sie auf wirtschaftliche Weise ge-
das Sieben, zurückgreifen mußte. 5 wonnen werden.
Ein Windsichter mit mehreren übereinander an- Da es unvermeidlich ist, daß sehr feine Körnungen
geordneten Sichtgruppen, und zwar zum Trennen von von Luftstrom über die Auslaßtrichter hinweg mit-
Silber- und Golderzen, ist aus der britischen Patent- gerissen werden, bildet man den Windsichter erfin-
schrift 17 827 von 1892 bekannt. Die in der obersten dungsgemäß mit Vorteil so aus, daß die Leitflächen
Sichtgruppe gesichteten Teilchen fallen bei dieser ίο des Leitflächenpakets in der Richtung des Luftstroms
bekannten Anordnung etwa senkrecht nach unten ansteigend ausgebildet sind, und daß zwischen der
und werden dort erneut einem Luftstrom ausgesetzt. Zuströmseite der Leitflächen und der Abströmseite
— Auch diese bekannte Anordnung hat dieselben der Auffangtrichter ein Durchlaß für aus den Leit-
Nachteile wie diejenige nach der eingangs genannten flächen nach unten fallendes Sichtgut vorgesehen ist.
deutschen Patentschrift, denn auch hier können grob- 15 Auf diese Weise werden diese feinen Körnungen vom
körnige Teilchen, die durch irgendwelche stochasti- Leitflächenpaket aufgefangen und können durch den
sehen Prozesse, insbesondere den Zusammenstoß Durchlaß nach unten fallen. Unter anderem wird
zweier oder mehrerer Teilchen, in Richtung zum hierdurch der Staubgehalt der aus dem Windsichter
Feinkorn verschleppt worden sind, nur noch in austretenden Luft verringert, so daß ein eventuell
Richtung zu noch feineren Gleichfälligkeitskiassen 20 nachgeschaltetes Filter weniger stark belastet wird,
mitgerissen werden, d. h. auch hier sind der erreich- In besonders zweckmäßiger Weise wird dabei der
baren Trennschärfe besonders beim feinkörnigen Windsichter so ausgebildet, daß die Leitflächen auch
Anteil systembedingte Grenzen gesetzt. quer zur Richtung des Luftstroms ansteigend aus-
Windsichter verschiedener Bauarten sind außer- gebildet sind. Das im Leitflächenpaket gesammelte
dem noch aus zahlreichen anderen Patentschriften 25 Feinstgut wird hierdurch im wesentlichen zu einer
bekannt. Seitenwand des Sichters geleitet, an der eine relativ
Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zu- niedrige Luftgeschwindigkeit herrscht, und kann des-
grunde, bei einem Windsichter mit mehreren im Ab- halb dort bequem abgeleitet werden. Da die Teilchen
stand übereinander angeordneten, von Sichtluft hierbei auf den Leitflächen rollen, statt auf ihnen zu
duchströmten Sichtgruppen die Trennschärfe gegen- 30 gleiten, wird die Abnutzung der Leitflächen auf ein
über den bekannten Konstruktionen zu erhöhen. Minium herabgesetzt. Besonders einfach wird eine
Erfindungsgemäß wird dies bei einem eingangs solche Konstruktion ferner dadurch, daß die Leitgenannten Windsichter dadurch erreicht, daß die flächen eben ausgebildet sind und parallel zueinander Ausläufe aller Trichter jeder Sichtgruppe im Bereich liegen, da ein solches Leitflächenpaket preiswert, unterhalb der Sichtgutaufgabestelle dicht hinterein- 35 z.B. aus Blechen, hergestellt werden kann,
ander in der Reihenfolge der Trichter liegen, sowie Eine besonders vorteilhafte Ausführungsform erin Luftstromrichtung hinter den Sichtgruppen ein gibt sich nach einem weiteren Merkmal der Erfindung Leitflächenpaket und anschließend ein Sauggebläse dadurch, daß nebeneinander mehrere Windsichterangeordnet sind. Dadurch, daß jeweils die Ausläufe einheiten angeordnet sind, daß ein Aufgabetrichter aller Trichter einer Sichtgruppe dicht hintereinander 40 zum Zuführen von zu sichtendem Gut zu jeder der in der Reihenfolge der Trichter liegen, wird das in Windsichtereinheiten durch im Trichter gebildete dieser Sichtgruppe erzeugte Sichtgutspektrum in der Kammern vorgesehen ist, daß zwischen den Kamfraktionierten Reihenfolge geordnet der darunter mern Trennwände vorgesehen sind, die ab einer liegenden Sichtgruppe zugeführt. Dies ermöglicht es, bestimmten Höhe des zu sichtenden Gutes von diedie Gesamtheit des zu klassierenden Gutes im Luft- 45 sem überströmbar sind, und daß von den einzelnen strom der neuen Sichtgruppe erneut aufzufächern Kammern des Aufgabetrichters jeweils eine Schütt- und damit Klassierungsfehler bei allen Körnungen rinne zu einer Windsichtereinheit führt. Auf diese zu korrigieren, weil einmal bei jeder neuen Sichtung Weise kann man die einzelnen Windsichtereinheiten die Feinstgutanreicherung am Grobkorn stärker ver- relativ schmal halten, so daß sich in ihnen jeweils mindert wird (bessere Desagglomeration) und weil 50 eine praktisch wirbelfreie Luftströmung ergibt, was zum anderen durch das bereits vorgeordnete Zufüh- bei Verwendung eines einzigen großen durchgehenren zur neuen Aufgabestelle die Fehlausträge durch den Windsichters nicht möglich wäre. Außerdem gegenseitige Behinderung der Teilchen ganz wesent- können die einzelnen Einheiten nach Bedarf zulich verringert werden. Nach der erstmaligen Sich- und abgeschaltet werden und daher jeweils unter tung ist es nämlich so, daß an der Aufgabestelle 55 optimalen Bedingungen arbeiten. : auf der strömungsabwärts gelegenen Seite im wesent- Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung erlichen nur noch Fein- und Feinstgut austritt, auf geben sich aus der nachstehenden Beschreibung,
der strömungsaufwärts gelegenen Seite dagegen im Ih den Zeichnungen sind beispielsweise Ausfühwesentlichen nur noch Grobkorn, so daß ein gegen- rungsformen des Erfindungsgegenstandes veranseitiger Teilchenstoß ungleicher Teilchen immer mehr 60 schaulicht.
entfällt und damit auch das hierdurch bedingte Fehl- F i g. 1 zeigt schematisch eine Vorrichtung zur
korn. Verarbeitung von Fließsand vom Steinbruch über
Beim Endprodukt, also den verschiedenen Kör- die Verarbeitungsvorgänge bis zur schließlichen nungen des zu sichtenden Gutes, erhält man aus Lagerung des klassierten Materials in Silos;
diesem Grund eine ausgezeichnete Trennschärfe, und 65 F i g. 2 zeigt in größerem Maßstab einen teilweisen zwar mit sehr einfachen, raumsparenden Mitteln, in senkrechten Längsschnitt durch einen Vorratstricheiner einzigen kompakten Vorrichtung, und völlig ter, der das zu klassierende Material aufnimmt und automatisch. Die erzielten, scharf fraktionierten Kör- dasselbe an die Zellen des Windsichters abgibt;
F i g. 3 zeigt schematisch in kleinerem Maßstab eine Zelle eines pneumatischen Windsichters mit abgenommener Seitenwand, im Längsschnitt nach der Linie 3-3 der Fig. 1;
F i g. 4 zeigt schematisch in gleichem Maßstab eine Vorderansicht der Zelle des Windsichters;
F i g. 5 zeigt in größerem Maßstab einen senkrechten Längsschnitt durch den unteren Teil der Zelle des Windsichters, welcher zwei Trichteranordnungen und ihre relative Lage zueinander veranschaulicht;
F i g. 6 ist eine F i g. 5 ähnliche Ansicht, zeigt aber einen weiter nach unten reichenden Längsschnitt, um die Einheit der unteren Auffangtrichter und der darunter angeordneten Auffangbehälter zu veranschaulichen;
F i g. 7 zeigt in kleinerem Maßstab einen senkrechten Längsschnitt der oberen Aufgabestelle und der dazwischenliegenden Trichteranordnung in der Zelle des Windsichters; ao
F i g. 8 zeigt in größerem Maßstab den unteren Teil der Zelle des Windsichters im senkrechten Längsschnitt nach der Linie 8-8 der F i g. 5.
Fig. 1 zeigt eine Gesamtübersicht; eine Sandsteinformation bzw. -schicht 10 unterhalb einer Erdschicht 12 wird durch Sprengen mit in Löcher 14 eingeführte Sprengladungen abgebaut, wobei das abgebaute Material in Haufen 16 gesammelt wird; der Sand wird mittels einer Pumpe 24 in ein Wasch- und Trockengebäude 26 gepumpt; der getrocknete Sand wird durch eine Fördervorrichtung 28 einem Aufgabetrichter 32 eines Windsichters zugeführt; der Sand wird von dem Trichter 32 in einzelne Sichterzellen 34 geführt, um dort klassiert zu werden; der klassierte Sand wird in Speichersilos weitergeleitet.
Wie in F i g. 2 genauer dargestellt ist, wird der getrocknete Sand oder sonstiges Material aus der Fördervorrichtung 28, z. B. einem Becherwerk, in den Aufgabetrichter 32 entleert. Dieser führt das Material in parallelen Strömen einer Reihe von Windsichterzellen 34 zu, die unterhalb des Aufgabetrichters nebeneinander angeordnet sind. Der Aufgabetrichter weist Seitenwände 36, eine Bodenwand 38 und mehrere senkrechte Scheidewände 40 auf, die sich über einen Teil der Höhe der Seitenwände nach oben erstrecken. Die Scheidewände unterteilen den Trichter 32 in Kammern 42, deren Anzahl derjenigen der Zellen 34 entspricht. Am Boden jeder Kammer ist in der Mitte eine Auslaßöffnung 44 vorgesehen, welche sich in eine Schüttrinne 46 fortsetzt, von denen jede Material einer der Zellen 34 zuführt. Unterhalb jeder Auslaßöffnung 44 ist in der Schüttrinne ein zum Öffnen oder Schließen dienender Schieber 48 angeordnet, der mit einer öffnung 50 versehen ist.
Das aus dem Trichter 32 zugeführte Material wird in jeder der Zellen 34 in mehreren aufeinanderfolgenden Stufen pneumatisch gesichtet. In jeder Stufe werden die einzelnen Fraktionen der klassierten Teilchenströmung gesammelt. Nach jeder Sammelstufe, mit Ausnahme der Endstufe, werden die Teilchenfraktionen aus der Sammelgruppe geordnet und gleichzeitig in benachbarten Strömungen in den Luftstrom der folgenden Stufe zur erneuten Sichtung fallengelassen. Die im Verlaufe der Sichtung von den Luftströmungen mitgeführten Teilchen werden ausgeschieden und als eine Endfraktion von feinsten Teilchen gesammelt. Sämtliche in der Endstufe gesammelten Fraktionen und die Fraktion der mitgeführten Feinstteilchen werden anschließend zu Speichersilos weitergeleitet.
Gemäß den F i g. 3 und 4 besteht jede Zelle 34 aus zwei im Abstand voneinander liegenden parallelen senkrechten Seitenwänden 52 und 54, einer senkrechten Rückwand 56 und einer nach oben und rückwärts geneigten Bodenwand 58. Die Zelle umschließt von links nach rechts in F i g. 3 eine Sichtkammer 60, einen Teilchenabscheider 61 mit einer Leitflächenkammer 62, und eine Auslaßkammer 64. Die Vorderseite der Sichtkammer ist für den Eintritt von Luft offen und steht mit der Außenluft oder einer Quelle erhitzter Luft od. dgl. in Verbindung. Ein entsprechender offener Rahmen 66 erstreckt sich von der Sichtkammer nach links, wie in F i g. 3 dargestellt, um eine Lufteintrittsöffnung zu den Zellen 34 zu bilden.
Die Sichtkammer 60 ist in vier übereinander liegende benachbarte Sichtgruppen 68, 70, 72 und 74 unterteilt. Am oberen Ende der obersten Sichtgruppe 68 ist ein Speisetrichter 76 angeordnet, der sich quer zur Zelle von der einen Seitenwand 52 zu der anderen Seitenwand 54 erstreckt. Der Trichter umfaßt eine vordere Haltewand 77 und einen Trog, der durch eine hintere Bodenwand 78 und eine vordere Bodenwand 80 gebildet wird. Die hintere Bodenwand 78 ist nach oben und hinten unter einem Winkel geneigt, der dem Ruhewinkel des zu trennenden Materials nahekommt. Die vordere Bodenwand 80 ist nach oben und vorne geneigt und liegt nach oben hin im Abstand von der hinteren Bodenwand, um den Durchgang des körnigen Materials zwischen denselben zu ermöglichen. Die hintere Bodenwand 78 bildet auch die obere Wand der Sichtkammer 60.
Das Material wird aus dem Vorratstrichter 32 durch die Schüttrinne 46 zugeführt und sammelt sich in einem Haufen 82 auf den Bodenwänden 78 und 80, der bis an die Schüttrinne 46 reicht. Das Material tritt aus dem Speisetrichter mit einer Geschwindigkeit aus, die mittels einer Klappe 84 geregelt wird, welche an der vorderen Bodenwand 80 schwenkbar gelagert ist. Am Rahmen 66 ist eine Einstellstange mit einem Knopf 86 befestigt, die mit der Klappe 84 verbunden ist, um sie gegen die hintere Bodenwand 78 hin oder von derselben weg zu bewegen. Das körnige Material geht zwischen den Bodenwänden hindurch und sammelt sich auf der Rückseite der Klappe. Wenn die Klappe nach vorne geschwenkt wird, fließt eine Strömung von Teilchen auf der hinteren Bodenwand 78 zwischen ihr und der Klappe. Da die Bodenwand unter einem Winkel geneigt ist, der dem Ruhewinkel nahekommt, rollt das Material auf dieser geneigten Ebene nach unten statt zu rutschen. Die Stellung der Klappe relativ zur hinteren Bodenwand bestimmt die Menge der Strömung. Infolge der Rollwirkung bewegen sich die feineren Teilchen nach der Unterseite und die gröberen Teilchen nach der Oberseite der Strömung, wodurch die Teilchen in eine vorklassierte Stellung gebracht werden.
Das körnige Material wird in jeder der vier aufeinanderfolgenden Stufen in den Sichtgruppen 68, 70, 72 und 74 auf ähnliche Weise pneumatisch gesichtet. In der ersten Stufe wird die Bewegung des Materials entlang der Wand 78 durch eine Prallplatte 88 aufgefangen, wobei die Geschwindigkeit stark ab-
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gebremst wird. Es fällt dann von dieser Aufgabe- und dritte Trichterreihen 94 und 96 den Boden der stelle unter Schwerkraftwirkung in die oberste oder Sichtgruppen 70 und 72. Eine Endsammlerreihe 98 erste Sichtgruppe 68 durch den Schlitz 90, der durch bildet den Boden der Sichtgruppe 74 als Endstufe, die mit der Bodenwand 78 verbundene Platte 88 α Die Trichterreihen 92, 94, 96 weisen die gleiche und die Prallplatte 88 gebildet wird. Dieser Schlitz 5 Konstruktion auf, die Endreihe 98 ist aber für die ist verhältnismäßig eng und erstreckt sich quer zur endgültige Sammlung des gesichteten Materials ausZelle von der einen Seitenwand 52 zu der anderen gebildet.
Seitenwand 54. Eine Luftströmung wird durch die In den F i g. 5, 6 und 8 sind die dritte Trichter-Sichtgruppe 68 geleitet und geht in der Querrichtung reihe 96 und die Endsammlerreihe 98 genauer dardurch die Strömung der fallenden Teilchen hindurch. io gestellt. Jede Reihe umfaßt acht Einzeltrichter 100, wie das in der Zeichnung durch die unbezifferten 102, 104, 106, 108, 110, 112, 114, die von der Pfeile angegeben ist. Die Luft wird nach oben und Vorderseite zur Rückseite der Sichtgruppe in einer hinten mit einer Strömungsgeschwindigkeit geleitet, Reihe angeordnet sind. Die Sammeltrichter sammeln die ausreicht, um die Strömung der Teilchen aus- die aufeinanderfolgenden einzelnen Fraktionen der einanderzureißen und das zu behandelnde Material 15 klassierten Teilchen in der Richtung der Luftströpneumatisch zu sichten. In jeder der folgenden mung in jeder Sichtgruppe, um die Fraktionen dicht Sichtgruppen wird ein ganz ähnlicher Vorgang aus- benachbart in die folgende Sichtgruppe fallen zu geführt: die nachstehende Beschreibung ist auf alle lassen zwecks weiterer pneumatischer Sichtung oder Sichtgruppen anwendbar. Wiederklassierung in derselben. Die Sammeltrichter
Die Luftströmung bewirkt, daß sich die Teilchen- 20 werden von Haltestützen 116 und von Halteschienen strömung entsprechend den physikalischen Eigen- 118 getragen, die auf den gegenüberliegenden Seitenschaften des Materials fächerartig in Strömungsrich- wänden 52 und 54 durch entsprechende Mittel betung ausbreitet, während die Teilchen weiter herab- festig sind, wie z. B. durch Bolzen 120 und 122. fallen, wobei die Verteilung von der Dichte und/oder Die Sammeltrichter werden vorzugsweise aus dünden Oberflächeneigenschaften und/oder den End- 25 nem Blech hergestellt, z. B. aus verzinktem Blech, geschwindigkeiten der Teilchen abhängig ist. Die und sie sind einander ähnlich ausgebildet,
größten und schwersten Teilchen werden von der Der Sammeltrichter 100 besteht vom aus einem Luftströmung am wenigsten und die leichtesten und nach oben gerichteten Scheidewandabschnitt 130, kleinsten Teilchen am meisten beeinflußt, während einem schrägen Sammelabschnitt 128 und einem die mittleren Dichten und Größen dazwischenfallen. 30 senkrechten, nach unten gerichteten Auslaßabschnitt Fast alle Teilchen fallen auf die Böden der Sicht- 132, hinten aus einem nach oben gerichteten gruppe, um dort gesammelt zu werden. Die Luft- Scheidewandabschnitt 136, einem schrägen Sammelströmung ist derart geregelt, daß während der Erzeu- abschnitt 134, und einem senkrechten, nach unten gung der gewünschten Klassierung die geringstmög- gerichteten Auslaßabschnitt 138.
liehe Menge feinster Teilchen mitgerissen wird. Die 35 Die Scheidewand- und Sammelabschnitte der vorLuftströmung fließt wie in F i g. 3 durch Pfeile dar- deren und hinteren Sammlerteile bilden zusammen gestellt durch die Sichtgruppe schräg nach oben. einen Sammeltrog. Vom Scheidewandabschnitt 130 Eine geringe Menge feinster Teilchen wird trotz- bzw. vom Sammelabschnitt 128 erstrecken sich nach dem mitgerissen, und dieselben werden fast voll- innen gebogene Seitenflanschen 140 und 142, die anständig durch den Abscheider 61 entfernt, wie nach- 40 grenzend an die Seitenwände 52 und 54 angeordnet stehend beschrieben wird. Diese Ergebnisse werden sind. Die Sammlerteile 134,136 haben ähnliche nach unter Verwendung einer verhältnismäßig geringen innen gebogene Seitenflanschen 144 und 146. Die Geschwindigkeit der Luftströmung erzielt, die bei- Auslaßabschnitte 132 und 138 sind dicht nebeneinspielsweise für das Sichten von Silika- oder Feldspat- ander in paralleler Lage angeordnet, um einen engen sanden im Bereich von weniger als 150 m/min liegen 45 Auslaßkanal 139 zu bilden. Die Auslaßabschnitte kann. werden von den ersten beiden einer Reihe von
Die Sichtvorrichtung ist so ausgebildet, daß eine senkrechten Schlitzen 147 in jeder der Haltestützen
konstante, aber wirbelfreie Strömung gewährleistet 116 aufgenommen, die den Trichter 100 tragen,
ist. Bei der dargestellten bevorzugten Ausführungs- Der zweite Sammeltrichter 102 weist einen
form beträgt die Breite der Zellen 34 zwischen den 50 Sammelabschnitt 148 auf, der nach oben und hinten
Seitenwänden 52 und 54 ungefähr 30 cm, damit diese geneigt ist, parallel zum vorhergehenden Sammel-
Bedingung erfüllt wird. Die Anordnung einer Reihe abschnitt 134 und im Abstand von demselben. Seine
von Zellen ermöglicht eine genaue Kontrolle der Seitenflansche 150 stützen auch den vorhergehenden
Abmessungen der Zellen, während die Menge des Abschnitt 134 und wirken als Abstandsstücke. Ein
dem Vorratstrichter 32 zugeführten Materials ver- 55 nach oben gerichteter Scheidewandabschnitt 152 ist
ändert werden kann. mit der hinteren Kante des Sammelabschnitts 148
Die pneumatisch gesichteten Teilchen werden durch fest verbunden und hat Seitenflanschen 154. Der eine Anzahl von Sammeltrichtern in jeder Sicht- Scheidewandabschnitt 152 ist in einem Abstand vom gruppe in einzelnen Fraktionen gesammelt. Eine erste Scheidewandabschnitt 136 des ersten Sammeltrich-Reihe 92 von Trichtern ist in der Sichtgruppe 68 der 60 ters 100 angeordnet. Sie bilden zusammen einen ersten Stufe angeordnet und bildet den Boden der- zweiten Trog zur Sammlung einer zweiten Teilchenseiben. Die Reihe erstreckt sich in der Querrichtung fraktion. Ein senkrechter Auslaßabschnitt 156 ist von der einen Seitenwand 52 zu der anderen Seiten- mit der vorderen Kante des Sammelabschnitts 148 wand 54 und in der Längsrichtung von der Vorder- des zweiten Sammeltrichters fest verbunden und seite der Kammer bis zu einer Stelle, die im Abstand 65 wird von einem Schlitz 147 in der Haltestütze aufvom Abscheider 61 liegt und dicht an denselben an- genommen. Der Auslaßabschnitt ist parallel zum grenzt, der die Rückseite der Kammer bildet. In hinteren Auslaßabschnitt 138 des ersten Sammelähnlicher Weise bilden dazwischenliegende zweite trichters und bildet mit diesem einen engen senk-
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rechten Auslaßkanal 158 für den Auslaß der zweiten Material nach Teilchengröße oder -dichte klassiert
Fraktion. worden ist, die in der gleichen Reihenfolge abnehmen,
Die übrigen Sammeltrichter sind in ähnlicher in der sie durch die Luftströmung klassiert werden.
Weise ausgebildet, um nacheinander die dritte bis Infolgedessen ist die Klassierung in der ersten Stufe
achte Teilchenfraktion zu sammeln und austreten 5 wenig genau. Wenn andererseits in den aufeinander-
zu lassen. Sie erstrecken sich nach oben und hinten folgenden Sichtgruppen 70, 72 und 74 die gleichen
und enden mit dem achten Sammeltrichter 114, der Bedingungen der Luftströmung, Abmessungen und
einen Auslaßabschnitt 160, einen Sammelabschnitt Abstände zur Anwendung gelangen, werden in den
162 und Seitenflanschen 163 und einen Scheidewand- aufeinanderfolgenden Stufen zunehmend konzen-
abschnitt 164 mit Seitenflanschen 165 aufweist. Der io trierte oder scharfe Fraktionen abgetrennt und ge-
Sammelabschnittl62 sitzt auf den Halteschienen 118, sammelt. Die feineren Teilchen werden nach hinten
die die Sammlereinheit abstützen. Der Scheidewand- und die größeren Teilchen nach vorne bewegt, bis
abschnitt 164 liegt angrenzend an den Abscheider sie richtig klassiert sind.
61, wobei zwischen denselben ein Durchlaß 166 Gemäß den Fig. 5, 6 und 8 umfaßt die End-
freibleibt. 15 sammlerreihe 98 eine Reihe von Sammlern 100 α bis
Die Auslaßkanäle 139, 158 und die folgenden 114 a, die nach der pneumatischen Sichtung in der Kanäle haben gleiche Breite, die bei der bevor- letzten Stufe entsprechende Fraktionen sammeln, zugten Ausführungsform ungefähr 6,25 mm beträgt. Die Endsammler bestehen ebenso wie die dazwischen-Der bevorzugte Neigungswinkel der nach hinten ge- liegenden Trichter aus Blechwänden mit Seitenrichteten Sammelabschnitte 134,148 und der folgen- 20 flanschen. Da nach der Sammlung keine weitere den Abschnitte sowie des nach vorne gerichteten Klassierung erfolgt, bestehen die Endsammler nur Sammelabschnitts 128 liegt im Bereich von ungefähr aus oberen Scheidewandabschnitten zur Unterteilung 34 bis 38° zur Waagerechten, je nach dem Ruhe- der fallenden Strömung der Teilchen und aus unwinkel des zu trennenden Materials. Mit Ausnahme teren Auslaßabschnitten, welche in die entsprechendes Scheidewandabschnitts 164 des hintersten Trich- 25 den Sammelbehälter 100 b bis 114 b führen. Der ters 114 erstrecken sich die Scheidewandabschnitte erste Sammler 100 α weist daher zwei nach oben im allgemeinen in der Richtung des Weges der gerichtete Scheidewandabschnitte 130 a und 136 a fallenden Teilchen in der Nähe derselben. Die Ein- auf, welche eine Trogöffnung bilden, die unterhalb trittsöffnungen zu den Sammeltrichtern, die sich zwi- des Auslaßkanals 139 des ersten Trichters 100 in sehen den Scheidewandabschnitten erstrecken, sind 3° der vorhergehenden Reihe 96 angeordnet ist. Der im allgemeinen parallel zur Richtung der Luft- zweite Sammler 102 α weist einen nach oben gerichströmung. teten und nach vorne geneigten Scheidewandabschnitt
Gemäß F i g. 5 sind die ersten beiden Scheide- 152 α auf usw. bis zum letzten Sammler 114 α in der wandabschnitte 130 und 136 in jeder Sammlereinheit Reihe, der einen im wesentlichen senkrechten Scheideim wesentlichen senkrecht, entsprechend dem nahe- 35 wandabschnitt 164 a aufweist. Die einzelnen Scheidezu senkrechten Fall der größeren und schwereren wandabschnitte entsprechen den Abschnitten 130, Teilchen. Die folgenden Scheidewandabschnitte der 136,152 bzw. 164 der dazwischenliegenden Samm-Trichter 102 bis 112 sind in fortschreitend grö- ler. Der erste Sammler 100 α ist ferner durch zwei ßerem Maße nach vorne geneigt, entsprechend der innere, im Abstand voneinander liegende, senkrechte zunehmend größeren waagerechten Komponente der 40 Leitflächen 167 und 168 in drei Schächte unterteilt, Bewegung, die den kleineren und leichteren Teilchen um die Luft zu zwingen, über das obere Ende des erteilt wird. Der hinterste Scheidewandabschnitt 164 ersten Sammlers 100 a hinweg zu streichen. Die Auserstreckt sich im wesentlichen senkrecht, um eine laßabschnitte 132 a, 138 a, 156 a bzw. 162 a und die leichte Fraktion von feinen Teilchen aufzufangen, unteren Enden der Sammlerleitwände 167 und 168 die sich zum größten Teil in waagerechter Richtung 45 werden von Schlitzen 170 der in senkrechter Richbewegen. Bei Verwendung der bevorzugten Kon- rung geschlitzten Halteschienen 172 aufgenommen, struktion der dünnwandigen Sammler haben die Die Schienen sind an den gegenüberliegenden Seiten-Scheidewandabschnitte dünne obere Kanten, welche wänden 52 und 54 durch Bolzen 174 befestigt,
die Anzahl der Teilchen, die gegen diese Kanten Die Geschwindigkeit der Luftströmung in jeder stoßen und möglicherweise in die falschen Sammler 50 Sichtgruppe 68, 70, 72, 74 ist vorzugsweise die fallen, auf ein Mindestmaß herabsetzen. Die sich gleiche wie jene in jeder anderen Sichtgruppe. Der ergebende Trennung der Fraktionen ist sehr scharf. senkrechte Abstand zwischen dem Auslaßkanal 90
Die Geschwindigkeiten der Teilchen, die auf den und der ersten Reihe 92, die Abstände zwischen den Sammelabschnitten nach unten rollen, werden bei einzelnen dazwischenliegenden Reihen 92,94,96 und ihrem Eintritt in die Auslaßkanäle nahezu auf Null 55 der Abstand zwischen der dritten dazwischenliegenverringert. Es ist wichtig, daß die durch die Sicht- den Reihe 96 und dem Endsammler 98 sind gleich, gruppen fallenden Teilchen ihren Fall jeweils mit Vorzugsweise ergibt sich bei Verarbeitung von Sannahezu gleichen und geringen Geschwindigkeiten den eine Fallhöhe zum ersten Sammler in jeder beginnen. Reihe von ungefähr 137,5 mm. Bei der dargestellten
Aus F i g. 3 ist ersichtlich, daß die anfänglich 60 Ausführungsform beträgt der waagerechte Abstand
aus dem Auslaßkanal 90 austretenden Teilchen in von der Vorderseite des Auslaßkanals 90 bis zur
der ersten Sichtgruppe 68 etwas anders nach unten Rückseite der Sichtkammer 60 ungefähr 350 mm.
fallen als in den folgenden Sichtgruppen, wenn sie Wie F i g. 7 zeigt, sind die zweiten und dritten
aus den dazwischenliegenden Trichterreihen 92, 94, Trichterreihen 94 und 96 in stromabwärts liegender
96 austreten, und zwar infolge der Anordnung der 65 Richtung fortschreitend ein kurzes Stück nach hinten
verschiedenen Auslaßkanäle. Außerdem ist das Aus- versetzt Bei der dargestellten Ausführungsform sind
gangsmaterial eine willkürliche Mischung von Teil- die Mittellinien der ersten Trichter 100 der Reihen
chen, während das aus den Sammlern austretende 92, 94 und 96 in der Sichtkammer 60 fortschreitend
ii
um ungefähr 9 mm nach hinten versetzt. Wie F i g. 5 zeigt, ist der Endsammler 98 relativ zur dazwischenliegenden Trichterreihe 96 in ähnlicher Weise nach hinten versetzt. Diese Konstruktion bewirkt eine Verschiebung der aus einer Trichterreihe fallenden Teilchen relativ zu den Sammlern in der folgenden Einheit, so daß größere Teilchen, die sich auf irgendeine Weise zu weit in stromabwärts liegender Richtung bewegt haben, relativ zu den Trichtern nach vorne bewegt werden.
Wenn sich daher die Sichtzelle in Betrieb befindet, fällt ein willkürliches Gemisch von Teilchen aus dem Aufgabekanal 90, und die Teilchen werden in der ersten Reihe 92 in Fraktionen gesammelt. Die anfängliche Sichtung ist wenig genau, und einige Teilchen werden weiter stromabwärts gesammelt als beabsichtigt, während sich andere Teilchen stromaufwärts von ihren richtigen Trichtern befinden. Bei der Klassierung der zweiten Stufe werden die einmal klassierten Teilchen aus der ersten Einheit ungefähr in der richtigen Klassierungsreihenfolge fallen gelassen, so daß die erneute pneumatische Sichtung eine genauere Verteilung der Teilchen in der fallenden Strömung bewirkt. Jene Teilchen, die anfänglich zu weit stromaufwärts waren, werden stromabwärts bewegt. Jene Teilchen, die anfänglich richtig klassiert waren, verbleiben in ihren richtigen Unterteilungen oder Schichten der Strömung. Die Verschiebung der zweiten Reihe 94 der Trichter ermöglicht, daß Teilchen, die zu weit stromabwärts waren, stromaufwärts nach .der Vorderseite der Einheit bewegt werden, wo die größeren Teilchen gesammelt werden. So kann beispielsweise ein Teilchen von 0,30 mm, das versehentlich in die Fraktion von 0,11 mm gelangt ist, bei jedem folgenden Fall um einen Trichter vorrücken und schließlich in den richtigen Trichter gelangen, indem es von den Fraktionen von 0,11 bis 0,15 mm zu den Fraktionen von 0,20 bis 0,30 mm gelangt.
Das vorstehend beschriebene Rollen der Teilchen auf den Trichterabschnitten 134,148 und den folgenden Abschnitten, welches bewirkt, daß sich die größeren Teilchen an die Oberseite bewegen und auf der Vorderseite jeder Strömung herabfallen, unterstützt die Herstellung der richtigen Reihefolge der Teilchen. Eine weitere Wiederklassierung in der gleichen Weise erfolgt in der dritten und vierten Stufe mit dem Ergebnis, daß in der Endsammlerreihe 98 sehr scharfe und konzentrierte Fraktionen gesammelt werden.
Die Endsammler 100 α bis 114 α sind mit den entsprechenden Sammelbehältern 100 b bis 114 b ausgerichtet, die darunter in einer Reihe angeordnet sind (Fig. 3 und 6). Am hinteren Ende der Reihe der Behälter ist ein zusätzlicher Behälter 176 vorgesehen, und eine hintere Wand 178 erstreckt sich von demselben unterhalb des Abscheiders 61 nach oben. Der letzte Sammler 114 α liegt nach vorne im Abstand vom Abscheider 61, so daß Material hinter den Trichter fällt. Dieses Material wird zwischen dem letzten Trichter und der hinteren Wand 178, die als zusätzlicher Trichter wirkt, im Endbehälter 176 gesammelt. Wie die Fig. 1 und 4 zeigen, sind die Sammelbehälter als Kanäle mit geneigten Böden ausgebildet, wie bei 179 angedeutet ist. Diese Kanäle leiten die abgetrennten Teilchen zu Fallschächten, die zu einer Reihe von Silos 100 c bis 114 c und 176 c führen, in welche die gesammelten Fraktionen entleert werden. Die Kanäle liegen unterhalb der Reihe der Zellen 34, und jeder Kanal sammelt aus allen Zellen die gleiche Fraktion, um dieselbe zur Speicherung abzuführen.
Gemäß den F i g. 3 und 8 ist in der Leitflächenkammer 62 eine Vielzahl von im Abstand voneinander liegenden, parallelen, ebenen Blechleitflächen 180 angeordnet, um auf der stromabwärts liegenden Seite der Sichtkammer 60 den Teilchenabscheider 61
ίο zu bilden. Der Abscheider hat die doppelte Aufgabe, die Luftströmung durch die Klassierkammer nach oben zu lenken sowie die mitgeführten feinen Teilchen auszuscheiden und sie zwecks Sammlung in die Sichtkammer zurückzuführen. Die Leitflächen erstrekken sich von der einen Seitenwand 52 zu der gegenüberliegenden Seitenwand 54 der Leitflächenkammer, sowie von ihrer an die Sichtkammer angrenzenden Vorderseite bis zu der an die Auslaßkammer 64 angrenzenden Rückseite. Wie Fig. 3 zeigt, sind die Leitflächen von der Vorderseite zur Rückseite der Leitflächenkammer vorzugsweise unter einem Winkel von ungefähr 40° zur Waagerechten nach oben geneigt. Wie F i g. 8 zeigt, sind die Leitflächen auch von der einen Seitenwand 52 zur anderen Seitenwand 54 unter einem Winkel von ungefähr 45° nach oben geneigt. Mit den betreffenden Winkeln von 40° und 45° beträgt der diagonale Neigungswinkel der Leitflächen von der Vorderseite zur Rückseite der Kammer ungefähr 65°. Das bevorzugte Material zur Herstellung der Leitflächen ist dünnwandiges Blech, wie z. B. verzinktes Blech, wie es auch zur Herstellung der Sammler verwendet wird.
Die Leitflächen 180 liegen in dichtem Abstand voneinander, der bei der dargestellten Ausführungsform ungefähr 12,5 mm beträgt. Die Konstruktion gewährleistet, daß die Teilchen auf die Leitflächen fallen, statt mitgeführt zu werden. Die Teilchen strömen auf den Leitflächen gegen die Vorderseite der Leitflächenkammer nach unten, und zwar infolge der Neigung von vorne nach hinten sowie auch gegen die eine Seitenwand 52, und zwar infolge der Neigung von der einen Seite zur anderen. Da die Leitflächen unter den angegebenen Winkeln angeordnet sind, rollen die Teilchen auf den Leitflächen statt zu gleiten, wodurch die Abnützung der Leitflächen auf ein Mindestmaß herabgesetzt wird. Es wird bei einer Geschwindigkeit der Luftströmung von 1,2 m/s selbst ein Teilchen von 0,055 mm aus der Luftströmung herausfallen.
Die Teilchen trachten danach, sich auf den Leitflächen an der Vorderseite der Leitflächenkammer 62 angrenzend an die Seitenwand 52 zu sammeln, von wo sie an der Seitenwand nach unten zwischen den Sichtgruppen 68 bis 74 und den Leitflächen des Abscheiders 61 fallen, wie bei 166 für die Endsammler 98 angegeben ist. Die Strömung geht hinter dem letzten Sammler 114 a vorbei, sowie zwischen demselben und der hinteren Wand 178 hindurch und wird im Endbehälter 176 gesammelt.
Die Konstruktion des Teilchenabscheiders 61, insbesondere die Anordnung der Leitflächen 180, beseitigt zu einem großen Teil das Problem der Kaskadenschaltung. Wenn die Leitflächen nur in einer Richtung von vorne nach hinten geneigt sind, werden die von den Leitflächen jeweils herabfallenden Teilchen in den Raum unterhalb der Leitflächen geblasen. Sie fallen auf die folgende Leitfläche, strömen über deren vordere Kante usw. über die Reihe der
Leitflächen nach unten. Auf jeder Leitfläche tritt ein Verlust von ungefähr 5°/o feiner Teilchen auf, die zwischen den Leitflächen hindurch geblasen und abgeführt werden. Bei Verwendung der Kaskadenschaltung wäre daher der summierte Verlust übermäßig groß. Die Schleifwirkung der Teilchen würde die Leitflächen übermäßig abnützen und demgemäß würde auch die Wirksamkeit des Vorganges verringert. Bei Verwendung des Abscheiders gemäß der Erfindung fallen die Teilchen gesammelt in einer verhältnismäßig ruhigen Zone angrenzend an die eine Seitenwand in ihren Sammler.
Der Teilchenabscheider entfernt dabei im wesentlichen alle feinen Teichen aus den Luftströmungen, so daß der Verlust vernachlässigbar ist und das Staubproblem vermindert wird.
Die Luft strömt aus dem Abscheider 61 in die Auslaßkammer 64, wie in F i g. 3 durch die Pfeile angegeben ist. Die Geschwindigkeiten der Strömung durch die Sichtgruppen 68 bis 74 und durch den Abscheider werden durch drei Dämpfer 182, 184 und 186 geregelt. Die Dämpfer bestehen als Platten, die am Abscheider gelenkig befestigt sind und ihn in vier übereinander liegende Abschnitte von gleicher Größe teilen, wobei sich die Dämpfer vom Abscheider nach oben erstrecken. Die oberen Enden der unteren Dämpfer liegen ein kurzes Stück oberhalb des unteren Endes des oberhalb angeordneten Dämpfers, um die Luft nach oben zu lenken und eine gleichmäßige Luftströmung zu erzeugen. Die Dämpfer werden durch eine mit einem Knopf 188 versehene Einstellstange betätigt, die mit den Dämpfern gelenkig verbunden und von der Außenseite der Rückwand 56 zugänglich ist.
Bei einer bevorzugten Betriebsweise wird jeder Dämpfer so eingestellt, daß in den Sichtgruppen gleiche Strömungsgeschwindigkeiten herrschen. Die Dämpfer können aber selbstverständlich auch ortsfest angeordnet sein. Der obere erste Dämpfer 182 wird daher so eingestellt, daß sein oberes Ende ungefähr in einem Viertel des Abstandes zwischen dem Abscheider und der Rückwand 56 liegt. Das obere Ende des zweiten Dämpfers 184 wird auf ungefähr die Hälfte des Abstandes und das obere Ende des dritten Dämpfers 186 wird auf ungefähr drei Viertel des Abstandes eingestellt. Die Breite der Auslaßkammer 64 beträgt bei der bevorzugten Ausführungsform ungefähr 30 cm, ihr Querschnitt ungefähr 900 cm2. Es ist zu bemerken, daß restliche Teilchen, die mit den Luftströmungen entweichen und sich im Abführungskanal ausscheiden, in den Abscheider durch Schwerkraftwirkung zurückgeführt werden, indem sie nach unten fallen und auf den Dämpfern 182 bis 186 und der Bodenwand 58 zur Vorderseite gelangen.
Bei der dargestellten Ausführungsform wird die Luft durch jede Zelle 34 durch eine Gebläseeinheit 190,192 bewegt, die angrenzend an das obere Ende der Auslaßkammer 64 und teilweise innerhalb desselben angeordnet ist. Die Sichtkammer und der Abscheider liegen auf der Saugseite des Gebläses. Gewünschtenfalls können auch andere Einrichtungen verwendet werden, um die Luft durch die Zelle zu leiten, und die Zelle kann entweder unter Druck oder unter Saugwirkung stehen.
Beim Betrieb des Windsichters werden eine oder mehrere Zellen 34 in Betrieb genommen, je nach der Menge des Materials, das dem Vorratstrichter 32 zugeführt wird. Zuerst wird die erste Zelle in Betrieb genommen, und wenn das Material über die Scheidewände 40 (F i g. 2) hinausgeht, können die folgenden Zellen in Betrieb genommen werden. Dies kann automatisch, halbautomatisch oder von Hand geschehen. Bei der dargestellten Anordnung geht der ganze Zufluß in die erste Zelle, bis ihr Flülltrichter gefüllt ist, und der Zufluß geht dann automatisch auf die zweite Zelle und die folgenden Zellen über. Wenn zu irgendeinem Zeitpunkt eine Stockung des Zuflusses eintritt, leeren sich die Zellen in umgekehrter Reihenfolge.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen

Claims (6)

1 2 . tereinander liegende Sammel-und Auslaßrichter auf- Patentansprucne: weisen, in denen das zunächst von der Aufgäbestelle
1. Windsichter zum Klassieren von Sichtgut, oberhalb des in Strömungsrichtung ersten Trichters der mit mehreren mit Abstand übereinander an- obersten Sichtgruppe herabfallende Sichtgut zu einem geordneten, von Sichtluft quer durchströmten 5 Körnungsspektrum auseinandergezogen, die Frak-Sichtgruppen, die in Luftstromrichtung hinter- tionen von den Trichtern aufgefangen, gesammelt einander liegende Sammel- und Auslaßtrichter und jeweils erneut der Wirkung des etwa quer zur aufweisen, in denen das zunächst von einer Auf- Fallrichtung des Gutes verlaufenden Luftstroms gabestelle oberhalb des in Strömungsrichtung unterworfen und von der darunter liegenden Trichterersten Trichters der obersten Anordnung herab- io reihe aufgefangen sowie gesammelt nach unten weifallende Sichtgut zu. einem Körnungsspektrum tergegeben werden.
auseinandergezogen,, die Fraktionen von den - Ein Windsichter dieser Art ist aus der deutschen , Trichtern aufgefangen, gesammelt und jeweils Patentschrift 90 345 bekannt, welche einen Winderneut der Wirkung des etwa quer zur Fall rieh- sichter zum Klassieren von Grießgut in Kleie und tung des Gutes verlaufenden Luftstromes unter- 15 Grießsorten verschiedener Körnung zeigt. Nach der worfen und von der darunter liegenden Trichter- Lehre dieser Patentschrift geht man so vor, daß in reihe aufgefangen sowie gesammelt nach unten der obersten Sichtgruppe zunächst die schwersten weitergegeben werden, dadurch gekenn- Grießkörner dem in Strömungsrichtung vordersten zeichnet, daß die Auslässe (132, 138, 156, Trichter zugeführt und in der Annahme, diese Frak- 160) aller Trichter (100 bis 114) jeder Sicht- 20 tion sei »vollständig rein«, dieser Anteil des Sichtgruppe (68, 70, 72, 74) im Bereich unterhalb guts abgeführt wird. Der Rest des Sichtguts wird' des Sichtgutaufgabekanals (90) dicht hinterein- weiteren Sammeltrichtern zugeführt, dort gesammelt ander in der Reihenfolge der Trichter liegen, und in der nächsten Sichtgruppe der Wirkung eines sowie in Luftstromrichtung hinter den Sichtgrup- schwächeren Luftslroms ausgesetzt, wobei wiederum pen eine Leitflächenkammer (62) und anschlie- 35 die schwersten Grießkörner (im vordersten Trichter) ßend ein Sauggebläse (190) angeordnet sind. abgeführt werden.
2. Windsichter nach Anspruch 1, dadurch ge- Neuere Forschungsarbeiten auf dem Gebiet des kennzeichnet, daß die Leitflächen (180) der Leit- Windsichtens, vgl. z. B. Wessel in Aufbereitungsflächenkammer (62) in der Richtung des Luft- Technik 1967, Seiten 417 bis 428, haben gezeigt, daß Stroms ansteigend ausgebildet sind, und daß 30 die Vorgänge beim Windsichten wesentlich komzwischen der Zuströmseite der Leitflächen (180) plexer sind, als man im Jahr 1896, also zu Entste- und der Abströmseite der Auffangtrichter ein hungszeit der deutschen Patentschrift 90 345, anDurchlaß (166) für aus 'den Leitflächen nach un- nahm. Beim Windsichten unterscheidet man drei ten fallendes Sichtgut vorgesehen ist. gleichzeitig ablaufende Teilverfahren, nämlich das
3. Windsichter nach Anspruch 2, dadurch ge- 35 Auflösen, das Aufspalten und das Abscheiden. Beim kennzeichnet, daß die Leitflächen (180) auch Auflösen, das besonders bei feuchtem Gut Schwierigquer zur Richtung des Luftstroms ansteigend aus- keiten bereiten kannv müssen zunächst die im Sichtgebildet sind. gut enthaltenen Agglomerate aufgelöst und in der
4. Windsichter nach Anspruch 3, dadurch ge- Strömung suspendiert werden. Erst dieses suspenkennzeichnet, daß die Neigung der Leitflächen 40 dierte Sichtgut kann dann in mehrere Gleichfällig- (180) in jeder der beiden Richtungen ungefähr keitsklassen aufgespalten und schließlich in verschie-40 bis 45° zur Waagerechten beträgt. . denen Trichtern abgeschieden werden. Bei der Auf-
5. Windsichter nach einem der Ansprüche 2 spaltung treten weitere Störfaktoren auf, weil durch bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Leit- das Zusammenstoßen leichter und schwerer Teilchen flächen (180) eben ausgebildet sind und parallel 45 Fehler auftreten und die Trennschärfe zwischen den zueinander liegen. einzelnen Gleichfälligkeitskiassen verschlechtern.
6. Windsichter nach einem der vorhergehenden Es ist also ein Irrtum, wenn in der deutschen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß neben- Patentschrift 90 345 ausgeführt ist, die in den eineinander (F i g. 4) mehrere Windsichterzellen (34) zelnen Sichtgruppen ausgeschiedenen Gleichfälligangeordnet sind, daß ein Aufgabetrichter (32, 50 keitsklassen seien »vollständig rein«. In Wirklichkeit F i g. 2) zum Zuführen von zu sichtendem Gut enthalten diese Klassen immer eine bestimmte Feinstzu jeder der Windsichterzellen (34) durch im gutanreicherung durch Haftung am Grobkorn, d. h. Trichter gebildete Kammern (42) vorgesehen ist, einen unter Umständen beachtlichen Anteil an Fehldaß zwischen den Kammern Trennwände (40) vor- korn. Ferner ist es auch unvermeidlich, daß bei gesehen sind, die ab einer bestimmten Höhe des 55 dieser bekannten Anordnung durch gegenseitige Bezu sichtenden Gutes von diesem überströmbar hinderung von Teilchen grobkörnige Teilchen zum sind, und daß von den einzelnen Kammern des Fein- und Feinstgut mitgerissen werden und dort Aufgabetrichters (32) jeweils eine Schüttrinne ebenfalls einen Fehlkornanteil bilden, der bei dieser (46) zu einer Windsichterzelle (34) führt. bekannten Anordnung ganz unvermeidbar ist. Bei
60 der Anordnung nach dieser deutschen Patentschrift wird also zwar durch das wiederholte Sichten der
— Anteil an Fehlkorn in den einzelnen Gleichfällig-
keitsklassen zurückgedrängt, doch ist dies nur in ganz bestimmten Grenzen möglich, da z.B. grob-
Die Erfindung betrifft einen Windsichter zum 65 körniges Fehlkorn, wenn es einmal zum Feinkorn Klassieren von Sichtgut, mit mehreren mit Abstand gelangt ist, dort auch im Rahmen der folgenden übereinander angeordneten, von Sichtluft quer durch- Sichtvorgänge auf keine Weise mehr ausgeschieden strömten Sichtgruppen, die in Luftstromrichtung hin- werden kann, so daß der erreichbaren Trennschärfe
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