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Elektrische Behandlungsvorrichtung Die Erfindung betrifft die elektrische
Trennung von Dispersionen, deren kontinuierliche Phase aus Ö1, z. B. irgendeinem
Kohlenwasserstoff, oft einem Erdöldestillat, besteht, während die disperse Phase
kleine Teilchen enthalt, die mit dem 01 der kontinuierlichen Phase genügend unmischbar
sind und darin als kleine passen vorliegen. Die disperse Phase kann flüssig oder
halbflüssig sein und zum Teil aus Feststoffen bestehen; gewöhnlich besteht sie aus
einem Material mit höherer elektrischer Leitfähigkeit als sie das Öl der kontinuierlichen
Phase aufweist. Das Material der dispersen Phase ist gewöhnlich von wässriger Natur
und kann sauer oder alkalisch sein. In vielen Fällen handelt es sich um Reaktionsprodukte
eines Reagenses mit bestimmten Bestandteilen des Öls.
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Die Erfindung betrifft ein verbessertes Verfahren zur
zur
elektrischen Trennung von Dispersionen, deren kontinuierliche Phase aus Öl besteht,
während eines Durchganges längs einer Vielzahl von Zwischenräumen zwischen Elektroden,
in denen in einer Richtung verlaufende elektrische Hochspannungsfelder erzeugt sind,
wobei ein Strom der Dispersion in jeden Elektrodenzwischenraum an einem Eingang
ein tritt und ein Strom behandelten Öls jeden Elektrodenzwischenraum an einem Ausgang
verläßt, dadurch gekennzeichnet, daß das Material des einen dieser Ströme durch
eine oder mehrere Meßöffnungen fließt, die an dem entsprechenden Eingang oder Ausgang
nahe den entsprechenden Enden dieser Elektrodenzwischenräume angeordnet sind.
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Die Erfindung schlägt auch eine Vorrichtung zur Durchführung des
oben beschriebenen Verfahrens vor, die eine Vielzahl von Seite an Seite angeordneten
Zellen, Mittelelektroden in diesen Zellen, die gegen diese Zellen iso liert sind,
wobei ein langer und enger Behandlungs-Elektrodenzwischenraum in den Zellen zwischen
den Zellenwänden und den Mittelelektroden entsteht, Meßöffnungen nahe den busgangsenden
der Zellen und eine Hochspannungs-Potentialquelle aufweist, die entsprechend mit
den Zellen und den Mittelelektroden verbunden ist, um elektrische Hochspannungsfelder
in den Behandlungszwischenräumen aufzubauen Die Erfindung schlägt ein verbessertes
Verfahren vor, bei dem ein Strom der Dispersion in jede Zelle an einem Eingang eintritt
und ein Strom des behandelten Öls jede Zelle
Zelle an einem Ausgang
verläßt, wobei der eine dieser Ströme, gewöhnlich der Strom aus behandeltem Ö1,
durch eine oder mehrere Meßöffnungen an dem Ende einer jeden Zelle fließt.
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Ein weiteres lierkmal der Erfindung ist es, daß die Meßöffnungen
verhältnismäßig klein in bezug auf das hindurchtretende Flüssigkeitsvolumen gemacht
werden, um diese Flüssigkeit zu drosseln und einen Druckabfall über jede Öffnung
herzustellen. Durch eine solche Anordnung ist es möglich, die Durchflüsse der zahlreichen
Zellen gleich zu halten. Ziel der Erfindung ist ein verbessertes Verfahren und eine
Vorrichtung, die auf diesen Wegen arbeitet.
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Jede starke Drosselung eines Stromes, der dispergierte feinzerteilte
Materie enthält, zeigt zusätzlich das Bestreben, die Bestandteile zu mischen und
die gewünschte Trennung der Bestandteile zu erschweren. Es ist bis jetzt vorgeschlagen
worden, die zu behandelnde Dispersion in die Zellen oder in eine Eingangszone eines
mit den Zellen in Verbindung stehenden Behälters einzuführen, indem eine große Anzahl
kleiner Offnungen verwendet wird, die oft in der Zahl der Zahl der Zellen entsprechen.
Die Folge davon ist ein beachtlicher Druckabfall über jede dieser kleinen Öffnungen,
wenn Ströme gleichen Volumens aus ihnen austreten sollen. Diese Druckabfälle haben
jedoch ein zusätzliches Mischen der Bestandteile der Dispersion zur Folge, was die
gewünschte schnelle Trennung behindert.
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Ein
Ein Ziel der vorliegenden Erfindung ist es, auf
das behandelte Öl Druckabfälle zu übertragen, die zur Sicherstellung eines gleichmäßigen
Durchflusses in den Zellen weckmäßig sind. Ein Druckabfall an dieser Stelle ist
nicht von Nachteil, da nur sehr wenige oder gar keine der feinverteilten Teilchen
in dem behandelten Öl zurückbleiben und das Problem der Behinderung einer späteren
Trennung eines feinverteilten Materials nicht auftritt.
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Andere Merkmale und Ziele der Erfindung sind die Verwendung erregter
Mittelelektroden, die an ihren unteren Enden getragen werden; die Isolierung der
erregten Elektroden durch Isolatoren in einem Abschnitt des Querschnitts eines Behälters,
der nicht durch Behandlungszellen eingekommen wird; die Erregung der Elektroden
einer elektrischen Behandlungsvorrichtung durch einen senkrechten Raum außerhalb
des Behälters; der Schutz der Isolatoren und der Buchsen durch Verwendung von Körpern
aus inertem Gas, die so angeordnet sind, daß die Regelung der Flüssigkeit-Gas-Grenzfläche
des einen dieser Körper aus inertem Gas gleichzeitig die Flüssigkeit-Gas-Grenzflächen
der anderen Körper regelt; der Aufbau eines elektrischen Hochspannungs-Hilfsfeldes
nahe den Eingangsenden der Zellen durch Eiktroden, die quer zu den Achsen der Zellen
liegen; die besondere Einstellung der einen dieser querliegenden Elektroden, wodurch
die Intensität des elektrischen Eilfsfeldes einstellbar ist; und die Einführung
der Dispersion in einen Äquipotential-
Aquipotential- oder feldfreien
Abschnitt einer Singangszone einer elektrischen Behandlungsvorrichtung.
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In den Zeichnungen ist: Fig. 1 ein senkrechter Schnitt durch die
eine Form einer elektrischen Behandlungsvorrichtung nach der Erfindung, der den
inneren Nufbau zeigt, wobei Teile weggebrochen sind, um das Innere einer Zelle und
eines Isolator-Tragraumes zu zeigen; Fig. 2 ein 4uerschnitt gemäß der Linie 2-2
der Fig.l; Fig. 3 ein Querschnitt gemäß der Linie 3-3 der Fig.1; und Fig. 4 eine
reilansicht des Isolatorträgers.
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Die Erfindung umfaßt eine Vielzahl dünnwandiger, Seite an Seite angeordneter
Zellen lo, die an jeder Umgebung brauchbar sind, jedoch innerhalb eines Behälters
12 und elektrisch mit diesem verbunden gezeigt werden, so daß eine erste oder Singangszone
13 an dem einen Ende der Zellen und eine zweite oder Ausgangszone 14 an dem entgegengesetzten
Ende der Zellen bestehen. Der Behälter 12 kann zylindrisch oder von anderer Form
sein, wobei seine Hauptachse senkrecht oder horizontal verlaufen kann. Es wird hier
als Beispiel ein senkrechter Zylinder angegeben, wobei die Zellen um eine senkrechte
Achse herum gruppiert sind und die Zonen 13 und 14 in diesem Fall unter bezw. über
den Zellen liegen.
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Die Wände der dargestellten Zellen bestehen aus langgestreckten wänden
16, die seitlich die Innenräume der Zellen
Zellen trennen, und einer
Endwand 17 (Figur 1) für jede Zelle. Diese letztere kann ein Teil eines Kopfstückes
oder Deckels 18 sein, der quer über dem gesamten querschnitt des Behälters liegt
und mit diesem abdichtend verbunden ist. Ein oder mehr kleine Löcher sind durch
den Deckel an der Spitze oder dem lusgang einer jeden Zelle gebohrt, die die Meßöffnungen
20 durch die Endwände 17 der Zellen bilden, durch die das behandelte Cil hindurch
muß, wenn es von dem oberen Innenraum der Zellen zu der Ausgangszone 14 und anschließend
durch ein mit einem Ventil versehenes Ausgangsrohr 21 fließt. Die Zellen sind mit
quadratischem tuerschnitt dargestellt, können jedoch auch andere querschnittsformen
aufweisen.
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Die Dispersion tritt in die Zellen bei den Eingängen ein, d.h. hier
bei den offenen unteren Enden der Zellen, die mit der Singangszone 13 in Verbindung
stehen. Eine erregte Mittelelektrode 24 ist in jeder Zelle angeordnet, deren unteres
Ende aus dem Eingangsende der Zelle hervorsteht. Die hervorstehenden Enden sind
mit einem Löcher aufweisenden Gebilde 25 verbunden, welches diese Elektroden aufrecht
stehend tragt, wobei ihre oberen Enden bis kurz vor die Endwände 17 reichen. Der
die Elektroden tragende Teil des Löcher aufweisenden Gebildes 25 besteht aus im
abstand voneinander angeordneten uerstangen 26 verschiedener Länge mit Paaren oberer
und unterer Tragteile 27 bzw. 28 darauf und darunter, die einen Löcher aufweisenden
den
Rahmen bilden. Die oberen und unteren Tragteile 27 und 28 sind starr und weisen
Paare miteinander fluchtender Öffnungen auf, wobei jedes Paar den unteren Abschnitt
einer entsprechenden Mittelelektrode 24 fest aufnimmt.
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Die Halterung der Elektroden 24 an ihren unteren Enden stellt eine
genauere Zentrierung der Elektroden in dem Eingangsbereich der Zellen lo sicher,
wo eine zentrierte Anordnung kritischer bzw. entscheidender ist, als nahe den Ausgangsabschnitten
der Zellen. In den Ausgangsabschnitten ist das behandelte Öl zwischen den Elektroden
24 und den Zellenwänden von hohem Widerstand, und eine genaue Zentrierung ist nicht
kritisch. Nahe den Eingangsabschnitten der Zellen ist der Gehalt an Material in
disperser Phase höher, und der daraus folgende niedrigere widerstand macht eine
genaue Zentrierung der Elektroden notwendig, um eine Lichtbogenbildung oder einen
schlechten Betrieb zu verhindern.
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Das Löcher aufweisende Gebilde 25 hängt an Isolatoren 29 in Isolatortragräumen
30, die größer sind als die Zellen und in Abständen des querschnittes des Behälters
angeordnet sind, die nicht von den Zellen lo eingenommen werden. Bei der quadratischen
Zellenform, die gezeigt wird, sind vier Gebiete des uerschnitts praktisch als diagonal
gegenüber liegende Paare vorgesehen. Jeder Isolatortragraum 30 ist an seinem Boden
offen und kann außen durch die Behälterwand oder durch eine äußere Wand 31 (Fig.
2) begrenzt
begrenzt werden, die mit der Gruppe der Zellen verbunden
ist. Jeder Isolator kann von dem Boden seines Raumes 30 aus eingeführt und auf ähnliche
Weise für eine Inspektion oder Reparatur entfernt werden. Um dies zu erleichtern,
kann die obere Halterung eines jeden Isolators seitlich durch auseinanderstrebende
Stangen 32 (Figur 4) in die richtige Stellung geführt werden, die an einem Träger
33 befestigt sind, wobei ihre hinteren Abschnitte sich über dem Träger erstrecken,
um eine die Muttern 34 der Isolatorhaltung aufnehmende Tasche zu bilden. Jeder Isolator
besitzt einen Aufhänger 35, der an seinem unteren Ende mit dem Löcher aufweisenden
Gebilde 25 tragend verbunden ist. Die Spitze jedes Raumes 30 ist geschlossen, wie
z.B. durch den Deckel 18, um eine Gastasche zu bilden, die ein inertes Gas enthtilt,
welches das Öl oder die Dispersion daran hindert, bis zu dem Isolator zu steigen.
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Das Löcher aufweisende Gebilde und die Elektroden 24 werden durch
eine Leitung 36 erregt, die sich seitwärts und nach oben in einen senkrechten Raum
37 erstreckt, welcher durch ein an der Spitze geschlossenes Rohr 38 außerhalb des
Behälters gebildet wird. Ein seitliches Rohr 39 führt von diesem Rohr zu einer IIochspannungsquelle
40, gewöhnlich einem Netzgerät, das ein in einer Richtung verlaufendes HochspannungsFtential
von einer echselstromversorgung liefert. Eine Einlaßbuchse 41 trägt den Leiter zu
der Hochspannungsklemme der Quelle 4o, wobei die andere Klemme
Klemme
dieser Quelle geerdet und elektrisch mit dem Behälter 12 verbunden ist. Ein Tragflansch
42 für die Buchse 41 bildet eine Gastasche 43 darunter, die ein inertes Gas enthielt,
wiches das Öl oder die Dispersion an einem Steigen in dem senkrechten Raum bis zu
einer Berührung des Unterteils der Buchse hindert. Der Raum über dem Flansch 42
kann mit einem dielektrischen Öl gefüllt sein.
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Ein inertes Gas, z.B. Stickstoff, wird an die Tasche 4-3 durch eine
Abzweigung 45 eines Gasrohres 46 geliefert.
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Die Gas-Flüssigkeit-Grenzfläche 48 wird etwa auf der Höhe gehalten,
die durch einen Schwimmer 49 oder. ein anderes liöhenkontrollgerät gezeigt wird,
das für den Betrieb durch irgendeine geeignete Verbindungsvorrichtung, wie sie durch
die gestrichelte Linie 50 angedeutet ist, mit einem Ventil 51 in dem Versorgungsrohr
46 verbunden ist. Ein Seitenrohr 53 zweigt von diesem Versorgungsrohr bei 54 zu
jeder der Taschen der Isolatortragräume 30 ab und hält den Druck in jeder dieser
Taschen gleich dem Druck in der Tasche 43.
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Die Gas-Flüssigkeit-Grenzflächen aller fünf Taschen werden auf diese
Weise automatisch geregelt und praktisch durch die Wirkung des Schwimmers 49 in
der einen der Taschen gleichgehalten. Ein Meßgas 55 kann verwendet werden, um die
Höhe in der Tasche 43 zu überprüfen.
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Die zu behandelnde Dispersion kann aus einem Speicher gepumpt werden
oder das Ergebnis eines mischens von Öl aus einer
einer Pumpe 58
und Wasser oder Reagenz aus einer Pumpe 59 in einem Mischer 57 sein. Das Reagenz
kann eine saure oder eine alkalische Lösung sein, die mit irgendeinem Bestandteil
des Öles reagiert, um Reaktionsprodukte zu bilden, welche die disperse Phase der
Dispersion darstellen, wobei oft etwas von dem Reagenz ebenfalls vor7 handen ist,
wenn die Reaktion nicht vollständig gewesen ist.
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Diese oder eine andere Dispersion wird durch ein Versorgungsrohr
60 gepumpt und durch Öffnungen zahlreicher Abzweigrohre 62 an die Eingangszone 13
an seitlich angeordneten Stellen darin geliefert. Wie gezeigt wird, befindet sich
jede Öffnung an dem Ende eines Abzweigrohres, und ihr Strom wird durch eine kreisförmige
Stauplatte 63 verteilt. Eine Masse der Dispersion steigt entlang der Eingangszone
13, und ein Teil ihres feinverteilten Materials kann sich davon in dem Boden des
Behälters absetzen.
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Das abgetrennte Material wird von dem Boden durch ein Rohr 66 mit
einem Ventil 67 abgezogen, das, wie angezeigt, bei 68 mit einem Höhenkontrollsystem
verbunden ist, das, wie gezeigt, einen Schwimmer 70 aufweist, der auf die Stellung
der Grenzschichtzone 71 anspricht, um diese konstant zu halten.
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Die Dispersion wird einer einleitenden elektrischen Behandlung in
einem elektrischen Hilfsfeld unterworfen, das in der Eingangs zone 13 vor dem Löcher
aufweisenden Gebilde 25
Gebilde 25 aufgebaut ist, bevor sie in
die Hauptbehandlungsfelder eintritt, welche in den ringförmigen Zwischenräumen der
Zellen lo um die Elektroden 24 herum aufgebaut sind. Dieses elektrische Hilfsfeld
wird in einem Behandlungsraum 72 zwischen dem Löcher aufweisenden Gebilde 25 und
einer flachen, Löcher aufweisenden Hilfselektrode 75 aufgebaut. Diese Elektrode
besteht aus parallelen Rohren oder Stangen 76, die in querstäbe 77 eingebaut sind,
und tragt ein herabhängendes rohrförmiges Teil 79, welches longitudinal auf einem
Zapfen 80 gleiten kann, der sich von einem hervorstehenden Teil des Versorgungsrohres
60 senkrecht nach oben erstreckte enn die Stellung der Elektrode 75 in bezug auf
das Löcher aufweisende Gebilde 25 von außerhalb des Behälters eingestellt werden
soll, kann ein Handrad 82 vorgesehen werden. Dieses Handrad besitzt eine Welle 83,
die durch eine Stopfbüchse 84 hindurchgeht, wobei ihr inneres Ende relativ zu einem
Lager 85 drehbar gelagert ist. Ein biegsames Teil 86 wickelt sich um die Welle 83
auf, wenn diese gedreht wird, und hebt den Unterschenkel eines U-förmigen Teiles
88, dessen Oberschenkel an dem rohrförmigen Teil 79 befestigt ist. Eine Rückwärtsdrehung
der zelle erlaubt ein Herabsinken der Elektrode 75 aufgrund ihres Gewichts.
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Die Elektrode 75 ist elektrisch über ihre Stütze an dem Behalter geerdet
und bildet darunter einen Squipotential-oder feldfreien Raum, in den die eintretende
Dispersion entladen
entladen wird.
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Die obere Grenze des elektrischen Hilfsfeldes in dem Raum 72 kann
der die Elektroden tragende Rahmen des Löcher aufweisenden Gebildes 25 sein. Vorzugsweise
jedoch trägt das Löcher aufweisende Gebilde 25 einen getrennten Elektrodenteil.
Diese wird als eine Elektrode 9o gezeigt, die der Elektrode 75 gegenüberliegt und
durch Träger 91 getragen wird, welthe elektrisch mit dem obengenannten, die Elektroden
tragenden Rahmen verbunden sind. Die Elektrode 9o besteht aus Rohren oder Stäben
92, die parallel oder im Winkel zu den ähnlichen Teilen 76 der Elektrode 75 angeordnet
sind und dadurch Querstangen 93 gehalten werden.
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Das elektrische Hilfsfeld in dem Raum 72 bewirkt ein Zusammenwachsen
eines Teiles der feinverteilten Teilchen in der Dispersion zu größeren Tropfen oder
Massen. Das zusanmengewachsene Material fällt in den Körper 64. Die restliche Dispersion
tritt in die unteren Enden der Zellen lo ein und steigt entlang den ringförmigen
Benandlungsräumen dieser Zellen, wo sie einer weiteren elektrischen Behandlung ausgesetzt
wird, wie es noch beschrieben wird.
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Das behandelte Öl, das nun fast vollständig frei von feinverteiltem
Material ist, wird durch die eßöffnunge 20 gedrüokt und fließt durch das Rohr 21
aus der Behandlungs vorrichtung. Die eine oder mehr Keßöffnungen 20 für jede Zelle
regelt die Geschwindigkeit des Ifwärtsflusses in dieser Zelle und gleicht die Flußgeschwindigkeiten
in den verschiedenen
verschiedenen Zellen in einem Ausmaß wirkungsvoll
aneinander an, das nicht möglich ist, wenn das behandelte Öl durch offene obere
sonden der Zellen entladen werden würde.
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Zweckmäßigerweise ist der Druckabfall über jeder Meßöffnung sehr
viel höher als jeder kleine Druckatfall in den Abzweigrohren 62. Wenn eine Ie. Qöffnung
für jede Zelle verwendet wird, liegt ihr Durchmesser typischerweise in der Größenordnung
von 6,35 bis 19 mm für Behandlungsapparate großer Leistung und wird geringer sein,
wenn mehr als eine Öffnung für jede Zelle vorhanden ist, Zweckmäßigerweise wird
ein Druckabfall von etwa 9 bis 105 g/cm2 über jeder Meßöffnung hergestellt. In den
meisten Füllen wird der Druckabfall etwa 13 bis 44 g/cm betragen. Der niedrigste
Druckabfall wird zweckmäßigerweise so gewählt, daß er die gewünschte Angleichung
des Flusses an den verschiedenen Zellen bewirkt. Das Zellengebilde sollte zweckmäBigerweise
in dem Behälter verankert sein, um einer Verschiebung nach oben darin zu widerstehen,
insbesondere wenn die Längswände der Zellen aus dünnem oder leichtem Metall bestehen.
Die Dicke dieser Zellenwande wurde in den beiliegenden Zeichnungen zum Zwecke der
Deutlichkeit der Darstellung übermäßig vergrößert. enn in einer Richtung verlaufende
elektrische Hochepannungsfelder verwendet werden, ist die Behandlung in den Zellen
das Ergebnis einer kombinierten zusammenwachsenden und
und elektrophoretischen
Wirkung. Die Zellen sind zweckmäßigerweise ausreichend lang, damit der Hauptteil
des Zusammenwacheens bzw. -fließens der vorhandenen feinverteilten Teilchen in den
unteren Abschnitten der Behandlungsrtume der Zellen stattfindet. Die Jirkung in
den obersten lbschnltten dieser Behandlungsräume ist zum größten Teil eine elektrophoretische
Wirkung, oel restliche und sehr kleine Teilchen ic in Richtung auf die eine oder
die andere er Elektroden, die durch die Zellenwände und die Mittelelektroden gebildet
werden, tewegen.
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Das zusammengewachsene oder elektrophorezierte Material setzt sich
in der. Körper 64 ab.
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Wenn genägend feinverteiltes Material unterhalb der Zellen abgetrennt
wurde, enthalt die in die Zellen eintretende Dispersion weniger als etwa 0,5 % feinverteiltes
Material, wie es auch zweckmäßig ist. Das aus den Meßöffnungen 20 austretende behandelte
Öl wird gewöhnlich nicht mehr als einige Tausendstel eines Prozentes an restlichem
feinverteiltem material enthalten, wenn Erdöldestillate behandelt werden ; oft liegt
der Prozentsatz sogar bei 0,0001 % (1 ppm.), üblicherweise jedoch im Bereich von
o,ooo2 bis o,ool % (2 bis lo ppm.). In der Ausgangskammer 14 wird nur eine sehr
geringe oder gar keine Trennung von feinverteiltem Material aus dem Öl stattfinden
wegen der geringen REstmenge und wegen der Turbulenz, die durch die aus den Meßöffnungen
20 auftretende Ströme erzeugt
erzeugt wird, die das behandelte
Öl in der Ausgangskammer 14 in einem turbulenten Zustand halten. Sollte irgendwelches
Absetzen stattfinden, kann das abgesetzte Material durch ein geeignet angeordnetes
Rohr 25 abgezogen werden, und kurze Nippel können sich um die Meßöffnungen erheben,
um das aufsteigende Öl durch den sich ergebenden Absetzraum, in den das Rohr 95
führt, zu leiten.
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Beste Ergebnisse werden erzielt, wenn die Erfindung nach den folgenden
Prinzipien aufgebaut und verwendet wird, obwohl die Erfindung nicht darauf beschränkt
ist, da einige Merkmale der Erfindung in Behandlungsvorrichtungen verwendet werden
können, die von ziemlich anderem Entwurf sind. Die Behandlungsräume rund um die
erregten Mittelelektroden sollten zweckmäßigerweise ein großes Verhältnis von Länge
zu Öffnung haben. Dieses Verhältnis liegt gewöhnlich im Bereich von etwa 12 bis
25 bei herkömmlichen Behandlungsvorrichtungen, kann jedoch auch im Bereich von etwa
8 bis 30 oder mehr liegen. Zellenweiten liegen gewöhnlich im Bereich von etwa 5
bis 40,6 cm, selten jedoch darüber. Die Mittelelektroden haben einen Durchmesser
im Bereich von etwa 6,3 mm bis zu einem großen Bruchteil der Zellenweite. Die zweckmäßigsten
Spannungsgradienten in den Hauptbehendlungsräumen innerhalb der Zellen betragen
gewöhnlich etwa 2,36 bis 14,2 kV/cm. Die Steiggeschwindtgkeit der Dispersion in
den Hauptbehandlungsräumen kann etwa 25,4 cm/min oder mehr betragen bei Dispersionen
Diepersionen
von schwereren Ölen, wie z.B. Rohöl Bei leichteren ölen, wie leichten Erdöldestillaten,
kann die Steiggeschwindigkeit bis zu etwa 128 cm/min betragen.
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Geringere Geschwindigkeiten können selbstverständlich verwendet werden,
wenn kein hoher Ausstoß erforderlich ist. Gleicherweise kann man von diesen Verhältnissen,
Elektrodenreiten und Gradienten, die oben vorgeschlagen werden, abweichen, wenn
weniger gute Ergebnisse zugelaseen werden können.
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Ein Deckel 18 mit seinen Meßöffnungen 20 ist brauchbar bei anderen
Elektrodenzwischenräumen oder bei Zellen mit einer anderen Querschnittsform, als
der oben dargestellten. Die Zellenwände können z. B. aus parallelen ebenen oder
konzentrischen Metallelektroden, undurchlöohert oder mit Löchern versehen, gebildet
werden, die elektrisch miteinander und mit dem Behälter verbunden sind. Eine oder
mehrere erregte Mittelelektroden können in einer Ebene in der Mitte zwischen jedem
solchen Elektrodenpaar angeordnet werden, wobei in diesem Fall die Elektrodenzwischenräume
der Zellen zwischen solchen erregten Mittelelektroden und den parallelen Elektroden
liegen. Solche Mittelelektroden können aus einer Platte, einem Gitter, aus Stäben
oder dergl. zusammengesetzt werden. Die Deckplatte 18 wird an dem einen Ende der
sich ergebenden Elektrodenzwischenräume, üblicherweise an dem Ausgangsende angeordnet.
Diese Deokwl tte kann mit den Enden einiger der Elektroden verbunden oder
oder
sehr dicht zu ihnen angeordnet sein. Ihre Meßöffnungen 20 sind so verteilt, daß
sie die Ströme in den verschiedenen Elektrodenzwischenräumen einander angleichen.
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Im folgenden wird als Beispiel der Prüfbetrieb der erfindung beschrieben,
wenn ein großer Strom (2400 m3/Tag) von Erdöldestillat, z.B. Kerosin, Heizöl, jungfraulichem
Gasöl usw., behandelt wird, das im Bereich von 165 bis 3380C siedet. Während einer
Temperatur von 22 bis 32°C wurden etwa 5 : wasser mit dem Destillatstrom vermischt,
wobei der Mischer 57 ein Mischventil ist, an dem ein Druckabfall im Bereich von
einem sehr niedrigen Wert, beinahe Null, bis etwa 1,40 kg/cm2 gehalten wird. Die
sich ergebende Dispersion wurde in den Äquipotentialraum unter der elektrode 75
geliefert, in dem ein großer Teil der wässrigen dispersen Phase sich vor dem Eintritt
in das Feld des Hilfebehandlungsraumes 72 abtrennte, wo zusätzlich Material in wässriger
Phase zusammenwuchs und in den Körper 64 fiel. £s wurden quadratische Zellen mit
einer Weite von 16,5 cm und einer Länge von 183 cm mit Mittelelektroden von 2,54
cm Durchmesser verwendet und durch ein in einer Richtung verlaufendes Potential
von 3o ooo bis 35 ooo Volt erregt. Eine Meßöffnung 20 mit 1,27 cm Durchmesser wurde
für jede Zelle verwendet. DerDruckabfall über diese Öffnung betrug etwa 18 g/cm2.
Das aus dem Rohr 21 austretende behandelte 01 enthielt nur etwa 0,0005 o, restliches
feinverteiltes
verteiltes Wasser.
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Eine ähnliche Prüfbehandlungsvorrichtung, die zur Alkalibehandlung
von Destillaten verwendet wird, die restliche Säure von einer vorangegangenen Behandlung
enthalten, erzeugt auf gleiche ;eise behandelte Öle, die bei Verlassen des Rohres
21 nur etwa 0,0005% restliches feinverteiltes wässriges Material enthalten, wenn
ein starkes Alkali (etwa 5 bis lo j wässrige Gitznatronlösung, etwa 15 bis 50 %
v stark) oder ein schwaches Alkali (etwa 0,2 bis 2 % wässrige tznatronlösung, etwa
1 bis 5 , stark) mit dem Destillatstrom vermischt wird. Eine. ihnliche Prüfbehandlungsvorrichtung,
die in der Säurebehandlung solcher Destillate bei Umgebungstemperatur durch Vermischen
von 9o bis 980 Schwefelsäure verwendet wird, erzeugt ausströmende wile, die weniger
als 0,001 % restliche Säure enthalten.
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Verschiedene Änderungen oder Modifikationen können vorgenommen werden,
ohne den Bereich der Erfindung zu verlassen, wie er in den folgenden Ansprüchen
festgelegt ist.
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Patentansprüche