DE1468284C - Verbessertes Verfahren zur elektrochemischen Fluorierung organischer Säurehalogenide - Google Patents
Verbessertes Verfahren zur elektrochemischen Fluorierung organischer SäurehalogenideInfo
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Description
Das elektrochemische Verfahren, das die vorliegende Erfindung betrifft, 1st auf dem Stand der Technik
als elektrolytisches Verfahren zur Herstellung von Fluor enthaltenden Kohlenstoffverbindungen bekannt
und in den USA.-Patentschriften 2 519 983, 2 717 871 und 2 732 398 und in »Fluorine Chemistry«, Bd. 1,
S. 417 und 418, herausgegeben von J. H. Simon s,
Academic Press Inc., 1950, beschrieben. Das Verfahren kann mit einer Elektrodenanordnung, die aus alternierend angeordneten und dicht beieinanderstehenden
Eisenplatten als Kathoden und Nickelplatten als Anoden besteht, durchgeführt werden. Die an die Zelle
angelegte Spannung liegt dabei im Bereich von etwa 4 bis 8 Volt Gleichstrom; die Zelle kann bei atmosphärischem Druck und bei Temperaturen unterhalb von
etwa 0 bis 200C oder auch bei höheren Temperaturen und Drücken betrieben werden. Die organische Ausgangsverbindung
wird vorzugsweise schon zu Anfang dem flüssigen Fluorwasserstoff in einer Menge zwischen
etwa 5 und etwa 20 Gewichtsprozent zugemischt. Sowohl die organische Ausgangsverbindung als auch
der Fluorwasserstoffelektrolyt werden von Zeit zu Zeit in dem Maße, in dem sie verbraucht werden, wieder
aufgefüllt. Das abgehende Gasgemisch wird durch eine Kühlfalle geleitet, in der die Hauptmenge der entwickelten
Fluorwasserstoffdämpfe kondensiert wird. Der verflüssigte Fluorwasserstoff wird dann wieder
zurück in die Zelle geleitet. Die fluorierten Verfahrensprodukte sind in dem flüssigen Fluorwasserstoff unlöslich
und setzen sich entweder am Boden der Zelle ab oder verdampfen zusammen mit dem Fluorwasserstoff
und anderen gasförmigen Produkten. Sie können leicht durch Ausfrieren und Kondensieren gewonnen
werden.
Die erste der obengenannten Patentschriften betrifft das Grundverfahren der elektrochemischen Fluorierung
im allgemeinen. Die zweite der obenerwähnten Patentschriften betrifft besonders die elektrochemische
Fluorierung von Carbonsäurehalogeniden, und die dritte Patentschrift betrifft Sulfonsäurehalogenide.
Nach dem Verfahren dieser Patentschriften erfolgt die Fluorierung, indem alle an Kohlenstoff gebundenen
Wasserstoffatome durch Fluoratome ersetzt und aromatische Ringe oder ungesättigte Struktureinheiten
gegebenenfalls durch Fluoranlagerung abgesättigt werden.
Bei der Herstellung fluorierter Säurehalogenide aus Carbonsäurehalogeniden ist das Verfahren durch verhältnismäßig
niedrige Ausbeuten an dem erwünschten offenkettigen Produkt infolge Spaltung und Cyclisierung
gekennzeichnet. Oft ist das gewünschte Produkt eine fluorierte cyclische Verbindung, jedoch war bisher
kein Verfahren bekannt, die Reaktion in eine bestimmte Richtung zu lenken und entweder die cyclische oder
die offenkettige Verbindung bevorzugt vor der anderen entstehen zu lassen. Es ist sehr erwünscht, ein Verfahren
zur Verfügung zu haben, bei dem die Ausbeute an gewünschtem fluoriertem Säurehalogenid erhöht
wird und bei dem die Spaltung vermindert oder in Grenzen gehalten werden kann.
Die Erfindung ist eine Verbesserung des Verfahrens zur elektrochemischen Fluorierung organischer Säurehalogenide.
Heim erfindungsgemälten Verfahren wird durch die
Wahl geeigneter Aiisgangssubstanzen die Ausbeute an
fluorierten Säureluilogeniden erhöht, die Selektivität
und Ausbeule der elektrochemischen Reaktion auf das offcnkeltige oder this cyclische fluorierte Derivat des
Ausgangs-Säurehalogenides gelenkt und eine Spaltung
der Kette des Ausgangsmaterials verhindert.
Gegenstand der Erfindung ist ein verbessertes Verfahren zur elektrochemischen Fluorierung organischer
Säurehalogenide unter Verwendung von Nickel, einer Nickellegierung, Siliciumcarbid oder Kohle als Anode
und einer Metallkathode, flüssigem Fluorwasserstoff als Elektrolyten und einer Zellspannung zwischen
4 und 8 Volt Gleichstrom, dadurch gekennzeichnet, ίο daß man als Ausgangsstoffe teilweise halogensubstituierte Carbonsäurehalogenide oder Sulfonylhalogenide
verwendet, die
a) insgesamt bis zu 12 Kohlenstoffatome aufweisen, b) eine organische offene Kette von mindestens
2 Kohlenstoffatomen am Säurehalogenidrest tragen,
c) im Kettengerüst nur Kohlenstoff und höchstens 1 Sauerstoffatom als Heteroatom aufweisen, wobei
in letztem Falle der Hetero-Sauerstoff vom Säurehalogenidrest durch mindestens 1 Kohlenstoffatom
getrennt ist,
d) mindestens 1 Kohlenstoffatom in der Kette aufweisen, das noch Wasserstoff trägt oder unge-
sättigt ist, wobei
e) im Falle der Herstellung eines offenkettigen Produktes das dritte und/oder vierte Atom der organischen
Kette, wenn die genannten Atome Kohlenstoffatome sind, durch Fluor oder Chlor substituiert sind (wenn das dritte Atom Sauerstoff
ist, muß das vierte Atom der organischen Kette ein halogensubstituiertes Kohlenstoffatom sein),
und
f) im Falle der Herstellung eines cyclischen Produktes mit fünf Ringgliedern am dritten Atom der organischen
Kette eine Substitution durch Brom ode Jod (an Kohlenstoff) vorliegt und
g) im Falle der Herstellung eines cyclischen Produktes mit sechs Ringgliedern am vierten Atom der organischen Kette eine Substitution durch Brom oder Jod (an Kohlenstoff) vorliegt.
g) im Falle der Herstellung eines cyclischen Produktes mit sechs Ringgliedern am vierten Atom der organischen Kette eine Substitution durch Brom oder Jod (an Kohlenstoff) vorliegt.
Der Kern der Erfindung liegt in der Verwendung neuer Ausgangsverbindungen zur Herstellung Fluor
enthaltender Säurehalogenide und cyclischer Äther.
Erfindungsgemäß werden die Stelle der Halogensubstitution in der Kette der Ausgangsverbindungen
und die Art der Halogensubstitution dazu benutzt, die Struktur des hergestellten Produktes sowie die Ausbeute
und Selektivität des gewünschten Produktes zu regeln bzw. zu lenken.
Die gasförmigen Halogene (Chlor und Fluor) neigen dazu, wenn sie an einem Kohlenstoffatom hängen,
dieses Kohlenstoffatom und selbst benachbarte Atome gegen Reaktionsangriff und/oder Spaltung zu stabilisieren.
Der entgegengesetzte Effekt tritt ein, wenn das substituierende Halogenatom Brom oder Jod ist, weil
diese Halogene im Verlauf der elektrochemischen Fluorierung leicht entfernt werden. Daher läßt sich
erfindungsgemäß die Art der Halogensubstitution dazu vet wenden, einen Reaktionsangriff oder eine
Spaltung an der Halogensubstitutionsstelle oder dem benachbarten Punkt zu provozieren oder zu verhindern.
Die Stelle des Kohlenstoffatoms, bei dem der Wasserstoff durch Halogen substituiert ist, bestimmt
den Punkt, an dem die Reaktion oder Spaltung angreift, oder den Punkt erhöhter Beständigkeit und
damit auch die Struktur des Produktes der elektrochemischen Reaktion, wenn von einer Verbindung
ausgegangen wird, die einen Carbonsäurehalogenldrest oder einen Sulfonylhalogenidrest trägt. Wenn das
Säurehalogenid eine Kettenlänge aufweist, die so groß ist, daß sich ein Fünf- oder Sechsring bilden kann,
kann durch Wahl des richtigen Halogens an der geeigneten Stelle die Bildung eines Ringes durch Cyclisierung infolge intramolekularer Reaktion entweder
verhindert oder begünstigt werden. Sogar die ungesättigten Carbonsäurehalogenide haben eine Neigung,
während der elektrochemischen Fluorierung Ringverbindungen zu bilden. Die elektrochemische Fluorie·
rierung von Saurehalogenlden, die keine Halogen· substitution an der am Säurehalogenidrest hängenden
Kette enthalten, führt daher zu einem Prodaktgemisoh
aus sowohl cyclischen als auch nichtcyclischen Verbindungen. Die Substitution eines gasförmigen Halogens an ein Kohlenstoffatom, das das fünfte oder
sechste Atom eines möglichen Ringes ist, vermindert oder verringert wirksam die Ringbildung, wodurch die
Ausbeute an nichtcyclischen fluorierten Produkten und damit die Selektivität der elektrochemischen
Reaktion ganz allgemein erhöht wird.
Die folgenden teilweise halogensubstituierten Säurehalogenide sind zur Herstellung der entsprechenden offenkettigen halogensubstituierten Säurehalogenide verwendbar:
Ausgangsverbindung:
CH3CHFCOF
CH3CF2COF
CH2 = CFCOF
CH3CH2CF2COF
CF3CH2CH2COF
CF3CH2CH2COCl
CF3CH = CHCOCl
CH3CH2CHFCOF
(CH3)2CFCOF
CH3CHFCHFCH2CHFCOCi
C4H9CF2C2H4COCl
CHF2CF2OC2H4COCi
CHFCICF2OC2H4COCl
CHFCICF2OCH2COCi
CClHaCF2CH2CF2CHaCF2SO2F
CH3CH2CHFSO2F
CH3CH2CF2SO2F
CF3CHBrCH2COCl
Hauptprodukt:
CF3CF2COF
CF3CF2COF
CF3CF2COF
CFaCF2CFgCOF+c-C4F8O
CF3CF2CF2COF
CF3CF2CF2COF
CF3CF2CF2COF
CF3CFaCF2COF+c-C4FBO
(CF3)2CFCOF+c-C4F8O
CF3CF2CF2CF2CF2COf
C7F111COF
C2F6OC2F4COF
CCIF2CF2Oc2F4COF
CClFaCF2OCF2OCF2COF
CClF3C6F10SO2F
C3F7SO2F
C3F7SO8F
C3F7COF
Die folgenden Verbindungen sind typische Beispiele für teilweise halogensubstituierte aliphatische Säurehalogenide,
die zur Herstellung der vollständig halogenierten cyclischen Äther verwendbar sind:
Ausgangsverbindung:
CH2BrC2H4COCl
CH3CHBrC2H4COCl
CH2BrC3H8COCl
CH2BrC2H4COCl
CH3CHBrC2H4COCl
CH2BrC3H8COCl
C3H7CHBrCHBrC2H4COCl -->
CHBrCaH4CF2COCI ->
Die folgenden Beispiele dienen dem besseren Verständnis der vorliegenden Erfindung.
Hauptprodukt:
.C-C4F8O
C-CF3C4F7O
C-C5F10O
C-C3F7C6F9O
C-C1F1AF7O
C-C6F10O-I-C-CF3C4F7O
.C-C4F8O
C-CF3C4F7O
C-C5F10O
C-C3F7C6F9O
C-C1F1AF7O
C-C6F10O-I-C-CF3C4F7O
In eine Standardzelle, wie oben und in den vorgenannten
Patentschriften beschrieben, wurden 1900 g wasserfreier HF, 5 g Natriiimfluorid und 80 g 4,4,4-Trinuorbutyrylflu'orid,
CF3CG2CH2COF, gegeben. Die
Zelle wurde mit 25 Ampere und 5,3 bis 5,9 Volt Stunden lang betrieben. 4,4,4-Trifluorbutyrylfluorid
wurde zusätzlich mit einer Geschwindigkeit von 16,8 g
je Stunde in den ersten 7 Stunden eingeführt.
Die Produkte wurden aus dem abgehenden Wusserstoffstrom
in Kühlfallen, die auf —80 und —17O'C
gekühlt waren, kondensiert. Insgesamt wurden 142,5 g Produkt in tier ersten und 34,8 g in der nachgeschalte-
ten Falle erhalten. Die Analyse dieser Produkte ergab Geschwindigkeit von 11,8 g je Stunde in den ersten
eine Ausbeute an CeF,COF von über 60 % der Theorie, 30 Stunden organischer Ausgangsstoff nachgeliefert,
verglichen mit einer Ausbeute von nur etwa 34% aub Der Ansatz lief 46 Stunden bei einem durchschnitt-
dem unsubstltuierten Butyrylfluorid. Die Ausbeute an liehen Strom von 17,5 Ampere bei 6 Volt. Rohpro-
0-C4F8O betrug weniger als 1%, verglichen mit 24% S dukte wurden mit einer Geschwindigkeit von 13 g je
aus Butyrylfluorid. Stunde erhalten. Die Ausbeute an CgF5OCi1F4COOH
von Jodtrifluormethan zu Acrylsäure unter üblichen die aus dem unsubstituierten Material erhalten wurde.
schließende Behandlung mit HF in das Säurehalogenid die Ausbeute nicht erhöhte oder die Selektivität der
übergeführt. Zelle nicht verbesserte, so daß Substitution besser am
· ι Ii vierten Kohlenstoffatom oder an dem dem Sauerstoff
_. ,„ ...,. L . ,, .. Die Ausgangsverbindung wurde durch Umsetzung
C4HBCFjjC2H4COCl, tischen Medium und Umwandlung der Säure zum
Chlorid durch Umsetzung mit Thionylchlorid herge- und 900 g wasserfreier HF wurden zu Anfang in die ao stellt.
elektrochemische Standardzelle gegeben. Die Zelle B e i s d i e 1 V
wurde mit der halben Beschickung und infolgedessen
auch mit der Hälfte des normalen Stromes, 20 Ampere Die anfängliche Beschickung der Standardzelle be-
und 4,9 Volt, betrieben. Die Zelle wurde 110 Stunden stand aus 1850 g wasserfreiem HF, 5 g NaF und 150 g
in Betrieb gehalten, wobei organisches Rohmaterial 35 CICFHCFgOCaH^COCl. Die Zelle arbeitete glatt bei
mit einer Geschwindigkeit von 5,7 g je Stunde in den 40 Ampere und 5,4 bis 5,8 Volt, wobei zusätzlich orgaersten
93 Stunden zugegeben wurde. Aus der Zelle nischer Ausgangsstoff mit einer Geschwindigkeit von
wurden flüssige Produkte mit einer durchschnittlichen 30,5 g je Stunde während 140 Stunden zugesetzt wurde.
Geschwindigkeit von 9,7 g je Stunde erhalten. Die gas- Zur Aufrechtcrhaltung des Flüssigkeitsniveaus in der
förmigen Produkte wurden bei —8O0C (0,6 gje Stunde) 30 Zelle wurde wie gewöhnlich HF periodisch zugefügt,
kondensiert. Die Analyse der Produkte zeigte, daß die Die Endprodukte wurden mit einer Geschwindigkeit
Substitution der beiden 4-Stellungen im unsubstitu- von 34 gje Stunde erhalten. Das Hauptrodukt bestand
ierten Octanoylchlorid als Ausgangsmaterial die Aus- aus CIC8F4OC8F4COF, das in 60%iger Ausbeute erbeute
an C7F16COF von 14 auf 31 % der Theorie er- halten wurde.
höhte und die Ausbeute an C-C3F7C6F0O von 32 auf 35 Die Ausgangsverbindung wurde wie in Beispiel 111,
16% verminderte. Es führte außerdem zu einer vor- ausgehend von Trifluorchloiäthylen an Stelle des
rangigen Bildung des C-C3F7C6F9O mit6-Ringstruktur Tetrafluoräthylens, hergestellt,
im Gegenstaz zum sonst üblichen 5-Ring. . . .
Das 4,4-Difiuoroctanoylchloiid wurde durch Oxy- Beispiel Vl
dation von Octin-3-ol-l mit Chromsäure zu der ent- 40 Zu einer Standardzelle wurden anfangs 1880 g wassersprechende
Octinsäure, die mit Thionylchlorid zum freier HF, 5 g NaF und 120 g CICFHCF»OCH2COC1
Säurechlorid umgewandelt wurde, hergestellt. Das zugegeben. Für den Hauptteil des 78 Stunden daiicrnletztere
Produkt wurde mit wasserfreiem Fluorwasser- den Versuches wurde die Zelle mit 40 Ampere und
stoff zwecks Herstellung des gewünschten Materials 5,6 bis 6 Volt betrieben. Organischer Ausgangsstoff
umgesetzt. Alle Stufen wurden unter üblichen Durch- 45 wurde mit einer Geschwindigkeit von 49 g je Stunde
führungsbedingungen durchgeführt. zugesetzt. Die Ausbeute an CICF2CF2OCF2COf be-
. · 1 in trug 40% der Theorie im Vergleich zu einer Ausbeute t
0 e ' s P ' e ' '" von nur Spuren C2F6OCF2COF aus dem unsubstitu- I
In eine Standardzelle wurden 1850 g wasserfreier ierten Material. f
HF, 150 g eines teilweise fluorierten Rohmaterials, 50 Diese Ausgangsverbindung wurde in der gleichen |
HCF2CF2OC2H4COCI, und 5 g NaF eingefüllt. Die Weise wie die Ausgangsverbindung des Beispiels IV i
Zelle arbeitete glatt bei 40 Ampere und 5,3 bis 5,7 Volt hergestellt, nur daß Glykolsäure an Stelle der /5-Chlor- I
100 Stunden, wobei zusätzlich 31 g organisches Ma- propionsäure verwendet wurde. |
terial jede Stunde während 78 Stunden eingeführt \
wurde. Das Endprodukt wurde mit einer Geschwindig- 55 ' Beispiel VlI ξ
keit von 35 g je Stunde erhalten. Die Ausbeute an Zu einer Standardzelle wurden 1900 g wasserfreier \
C2F6OC2F4COF betrug 30% der Theorie, verglichen HF, 100 g BrCH2C2H4COCl und 5 g Natriumbifluorid |
mit 7% für das unsubstituierte Rohmaterial. gegeben. Die Zelle wurde mit 40 Ampere und 5,7 bis j
Die Ausgangsvcrbindung wurde durch Zugabe von 5,8 Volt betrieben, wobei zusätzlich organisches Ma- |
/f-Hydroxypropionsäure zu Tetrafluorethylen und 60 terial mit 19,8 gje Stunde zugefügt wurde. Die Aus- ·*
Umwandlung der Säure zum Säurehalogenid durch beute an C-C4F8O betrug 36% der Theorie im Vergleich k
Umsetzung mit Thionylchlorid gewonnen. zu 24% aus dem unsubstituierlen Rohmaterial. Die I
. ■ 1 iv Ausbeute an C3F7COF betrug 17% verglichen mit |.
U e ι s ρ 1 e I IV 34cyo aus J01n unsubstituierlen Material.
Eine Standardzelle mit der Hälfte der normalen 65 Die Ausgangsverbindung dieses Beispiel wurde
Beschickung wurde eingesetzt. Das heißt, zu Anfang durch Umsetzung von y-HydroxybuUersäurc mit litir |
wurden 100 g CF:,CHaOC2H4COCI und 900 g wasser- und Umwandlung der Säure zum Säurechlorid mit s
freier III·' eingefüllt. Anschließend wurde mit einer Thionylchlorid hergestellt. ;-.
Beispiel VIII
Eine Standardzelle wurde mit 1800 g wasserfreiem HF und 200 g CH3CHFCOF beschickt. Anschließend
wurde organisches Material mit einer Geschwindigkeit von 19,8 g je Stunde zugefügt. Die Zelle wurde mit
40 Ampere und 5,9 Volt etwa 70 Stunden laufen gelassen. Die Ausbeute an C2F5COF betrug 59°/0, bezogen
auf die Gesamtmenge des ausströmenden Gases, im Vergleich zu 44%. wenn Propionsäurefluorid als
Ausgangsmaterial verwendet wird, Wenn «,ix-Difluorpropionsäurefluorid
als Ausgangsmaterial unter sonst gleichen Arbeitsbedingungen eingesetzt wird, erhält
man eine Ausbeute von 86% an C2F6COF.
Dieses Beispiel zeigt, daß die Substitution durch Fluor am ^-Kohlenstoffatom einer Säurefluorid-Ausgangsverbindung
die Ausbeute an fluoriertem Säurefluorid wesentlich erhöht, indem die Decarboxylierung
auf ein Mindestmaß herabgesetzt wird.
Das Monofluorpropionsäurefluorid wurde durch
Umsetzung der entsprechenden Monochlorpropionsäure mit Kaliunifluorid und anschließende Umwandlung
zum Säurefluorid hergestellt. Die Difluorpropionsäure wurde durch Umsetzung des Äthylesters der
Brenztraubensäure mit SF4 und anschließende Hydro-,
lyse zur Säure hergestellt. Die Säure wurde dann nach üblichen Verfahren in das Säurefluorid überführt.
Für diesen Versuch wurde eine lO-Ampere-Laboratoriumszelle
verwendet. Die anfängliche Beschickung bestand aus 300 g wasserfreiem HF, 21 g Cl(CH2CFj)3SO2F und 1,5 g NaF. Nachfolgende
Sulfonylfluoridzugaben wurden mit einer Geschwindigkeit von 9 g je Stunde während des 60stündigen
Versuches zugefügt. Die durchschnittliche Stromstärke lag bei etwa 7,5 Ampere bei 6 bis 7 Volt. Der Hauptteil
des Chlors verblieb in den Produkten. Die Ausbeute an Sulfonylfluoriden insgesamt betrug etwa 50% der
Theorie, verglichen mit etwa 35% bei der unsubstituietten Ausgangsverbindung.
Diese Ausgangsverbindung wurde durch Telomerisation von Vinylidenfluorid mit Sulfurylchlorfluorid
als Telogen hergestellt.
Eine Standardzelle wurde mit 1940 g wasserfreiem HF, 60 g CeHi3CHClCH2SO2F und 5 g NaF beschickt.
Die organische Ausgangsverbindung wurde mit einer Geschwindigkeit von 10,8 g je Stunde während des
217 Stunden dauernden Versuches zugeführt. Die Stromstärke lag im Durchschnitt bei 40 Ampere bei
5,7 bis 6,0 Volt. Aus der Zelle wurden flüssige Produkte mit einer Geschwindigkeit von 9,8 g je Stunde
erhalten. Diese Produkte bestanden zu etwa 48,5%
aus C8F17SO2F, zu 14,3% aus C6F13CFClCF2SO2F
und zu etwa 10% aus C8F18. Die Verteilung und Ausbeute
an Produkt war etwa die gleiche wie für die unsubstituierte Ausgangsverbindung. Dieses Beispiel
zeigt damit die Notwendigkeit der Halogensubstitution am dritten Kohlenstoffatom (fünftes Atom des möglichen.
Ringes).
Diese Ausgangsverbindung wurde durch Zugabe von Sulfonylchlorfiuorid zu Octen-1 hergestellt.
Claims (2)
1. Verbessertes Verfahren zur elektrochemischen Fluorierung organischer Säurehalogenide unter
Verwendung von Nickel, einer Nickellegierung, Siliciumcarbid oder Kohle als Anode und einer
Metallkathode, flüssigem Fluorwasserstoff als Elektrolyten und einer Zellspannung zwischen 4 und
Volt Gleichstrom, dadurch gekennso zeichnet, daß man als Ausgangsstoffe teilweise
halogensubstituierte Carbonsäurehalogenide oder Sulfonylhalogenide verwendet, die
a) insgesamt bis zu 12 Kohlenstoffatome aufweisen,
a) insgesamt bis zu 12 Kohlenstoffatome aufweisen,
b) eine organische offene Kette von mindestens 2 Kohlenstoffatomen am Säurehalogenidrest
tragen,
c) im Kettengerüst nur Kohlenstoff und höchstens 1 Sauerstoffatom als Heteroatom aufweisen,
wobei in letzterem Falle der HeteroSauerstoff vom Säurehalogenidrest durch mindestens
1 Kohlenstoffatom getrennt ist,
d) mindestens 1 Kohlenstoffatom in der Kette aufweisen, das noch Wasserstoff trägt oder
ungesättigt ist, wobei
e) im Falle der Herstellung eines offenkettigen Produktes das dritte und/oder vierte Atom der
organischen Kette, wenn die genannten Atome Kohlenstoff atome sind, durch Fluor oder
Chlor substituiert sind (wenn das dritte Atom Sauerstoff ist, muß das vierte Atom der organischen
Kette ein halogensubstituiertes Kohlenstoffatom sein), und
f) im Falle der Herstellung eines cyclischen Produktes mit fünf Ringgliedern am dritten Atom
der organischen Kette eine Substitution durch Brom oder Jod (an Kohlenstoff) vorliegt und
g) im Falle der Herstellung eines cyclischen Produktes mit sechs Ringgliedern am vierten Atom
der organischen Kette eine Substitution durch
Brom oder Jod (an Kohlenstoff) vorliegt.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man als Ausgangsstoffe Säurehalogenide verwendet, die am «-Kohlenstoffatom
durch Fluor oder Chlor substituiert sind.
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