DE1454204A1 - Verfahren und Einrichtung zum Panieren von Fischen oder Fischteilen im elektrostatischen Feld - Google Patents
Verfahren und Einrichtung zum Panieren von Fischen oder Fischteilen im elektrostatischen FeldInfo
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Description
Abschrift
Verfahren und Einrichtung zum Panieren von Fischen
oder Fischteilen im elektrostatischen Feld
Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Einrichtung
zum Panieren von zur Weiterverarbeitung bestiniiaten Fischen oder Fischteilen, insbesondere eine Mechanisierung von
Paniervorgängen.
Bekanntlich müssen Rohfische, bevor sie für den Verbrauch,
weiter verarbeitet werden, aus Geschmacksrüctasichten einerseits und zum anderen zur Erzielung einer guten Saftigkeit
des Produktes paniert werden. Die Panierung erfolgte meist
noch von Hand. Es wurden jedoch auch 3ur Mechanisierung
des Paniervorganges Trommelanlagen geschaffen. Bei den
vorhandenen Trommelanlagen wird zwar eine ausreichende Panierung erzeugt, jedoch tritt ein erhöhter Mehlverbrauch
auf, da das nicht vom Fisch gebundene Mehl in der feuchten Trommel verbleibt und dort Klumpen bildet, so daß es nicht
mehr zum Panieren benutzt werden kann. Weiterhin wird der Fisch durch die rotierende Bewegung der Trommel beschädigt.
Die Erfindung hat sich die Aufgabe gestellt, die genannten Nachteile zu beseitigen und eine Vorrichtung zu schaffen,
durch die der Paniervorgang weitgehendst mechanisiert ist.
Erfindungsgemäß werden die Fische kontinuierlich durch
ein elektrostatisches Feld bewegt, hier gleichmäßig mit Mehl beaufschlagt, abfallende Mehlteilchen aufgefangen
und dem Panierprozeß wieder zugeführt. Entsprechend diesem
Verfahren besteht die Einrichtung aus einem mit einer regelbaren Antriebsvorrichtung vorgesehenen Förderband,
einem Mehlbehälter, einem als Vibrator ausgebildeten Tisch mit Sieb, ReiÄigungsbürsten und aus einer Schwitzstrecke
auf einem Transportband,
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Dabei ist der Mehrbehälter mit einem Düsensystem verbunden,
welches eine gleichmäßige Mehlstreuung hervorruft. Desweiteren ist nach der Erfindung in der Mitte des Elektrodensystems ein
Bewegungsorgan angebracht, das für eine geringfügige Verschiebung der Fische sorgt. Nach einem weiteren Merkmal der Erfindung sind
dem Luftschacht Strömungsbldche zugeordnet.
Die Erfindung soll nachstehend an einem Ausführungsbeispiel
näher erläutert werden.
In den zugehörigen Zeichnungen zeigen:
Fig. 1 Eine schematische Darstellung einer Paniervorrichtung
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Fig. 2 Eine schematische Darstellung einer weiteren Ausführungsform einer Paniervorrichtung
Fig. 3 Draufsicht entsprechend Fig. 2
Fig. 3 Draufsicht entsprechend Fig. 2
Erfindungsgemäß gelangt durch die Einwirkung der elektrosta- .
tischen Kräfte das Paniermehl zur Oberfläche der Fische. Im Raum zwischen den negativ geladenen Spitzenelektroden und den
Fischen, die eine entgegengesetzte Ladung haben, werden die verschiedenen Gase des Luftstromes infolge der hohen Feldstärke
ionisiert. Die entstehenden negativen Ionen werden von der Sprühelektrode
durch die Kräfte- des elektrostatischen Feldes mit hoher Spannung abgestoßen und reißen bei ihrer Bewegung in Richtung
auf die Fischoberfläche sämtliche Mehlteilchen mit sich, die
sich im Elektrodensystem befinden. Durch diese Stoßionisierung, die mit hoher Geschwindigkeit erfolgt, bildet sich ein starker
elektrischer Wind, der für eine hohe und gleichmäßige Panierung
sorgt, , '
Im Ausführungsbeispiel nach Fig. 1 werden die Fische oder
Fischteile durch einen Verteiler 1 gleichmäßig auf ein Draht-Förderband 2 gelegt, daß sich durch das elektrostatische Feld
bewegt, wo die Fischoberfläche von beiden Seiten gleichmäßig mit Mehl beaufschlagt wird. Durch ein regelbares Getriebe kann
die Förderbandgeschwindigkeit un somit die Stärke der Mehl-
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'·■■"■■ - 3 - .
-beaufschlagung in. weiten Grenzen reguliert werden. Das für die
Panierung erforderliche Mehl wird oberhalb des Förderbandes bei
3 und unterhalb des Bandes bei 4 mittels Druckluft in das Elektrodensystem
geblasen. Durch ein besonderes Düsensystem in den Mehl kammern wird die gleichförmige Zuführung des Mehles sichergestellt.
Damit sich an der Fischoberfläche keine Ibdrücke vom Drahtband
bilden können, werden die Fische durch besondere Bewegungsorgane bekannter Art, die nicht näher erläutert sind, während des Durchlaufens
durch die Paniersone in ihrer Lage geringfügig verschoben. Die am Draht des Förderbandes etwa noch anhaftenden Mehlteilchen
werden laufend durch Reinigungsbürsten 5 beseitigt und
können somit nochmals dem Panierprozeß wieder zugeführt werden*
Auf Grund der Wasserbindungskraft bildet sich an der feuchten
Oberfläche der Fische eine teigige Masse, die auf der anschließenden Schwitzstrecke 6 antrocknet und dann einen festen, nicht
mehr klebenden Mehlpanzer ergibt, der beim Braten kross und knusprig wird.
Im Ausführungsbeispiel nach Fig. 2 und 3 füllt hier das Mehl
aus dem Mehlbehälter 1o auf einen Tisch, der als Vibrator 11
ausgebildet ist. Je nach der Schwingungszahl kann die Mehlförderung
beschleunigt bzw. verzögert werden. Durch das eingebaute Sieb 13| das auswechselbar ist, fällt das gesiebte und trockene
Mehl gleichmäßig in den Luftschacht 14·, wo es durch die Ventilatorkraft
des Lüfters 15 in einer entsprechenden Luftführung
gleichmäßig in das Elektrodensystem 16 geblasen wird. Zu diesem Zwecke sind hier Leitbleche angeordnet. Im elektrostatischen
Feld erfolgt dann die Mehlbeäufschlagung auf beiden Seiten der
Fische, Mehlteilchen, die nicht beaufschlagt wurden, fallen nach^.
unten in einen Auffangbehälter 1? und können dem Panierungsprozeß
wieder zugeführt werden. Die Fische oder Fischteile werden hierbei auch durch ein Fischförderband 12 kontinuierlich
durch das elektrostatische Feld gefördert, wobei die Bandgeschwindigkeit durch ein regelbares Getriebe entsprechend
der gewünschten Bemehlungsstärke geregelt werden kann«
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Claims (1)
- Patentansprüche1, Verfahren zum Panieren von Fischen dadurch gekennzeichnet, daß die Fische kontinuierlich durch ein elektrostatisches Feld bewegt, hier gleichmäßig mit Mehl beaufschlagt, abfallende Mehlteilchen aufgefangen und dem Panierprozeß wieder zugeführt werden.2, Einrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch ein, mit einer regelbaren Antriebsvorrichtung versehenen Förderband (2 bzw. 12), einem Mehlbehälter (lo).,. einem Sisch, ausgebildet als Vibrator (11) mit Sieb(13)ι zwei Reinigungsbürsten (5) und eine Schwitzstrecke (6) auf einem Transportband (7)·3, Einrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet,/ daß der Mehlbehälter (1o) mit einem Düsensystem (3 und 4) verbunden ist, das für eine gleichmäßige Mehlstreuung sorgt,4· Einrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß in der Mitte des Elektrodensystems (8 bzw. 16) ein Bewegungsorgan angebracht ist, das für eine geringfügige Verschiebung der Fische sorgt.5. Einrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß in dem Luftschacht (14) Strömungsleitbleche angeordnet sind.SVd. H. d.A. »
7.3.68903810/013 7
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-
1964
- 1964-02-03 DE DE19641454204 patent/DE1454204A1/de active Pending
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