DE1218122B - Kippbares Giessgefaess fuer eine Giessmaschine zum Giessen von Metallwerkstuecken - Google Patents
Kippbares Giessgefaess fuer eine Giessmaschine zum Giessen von MetallwerkstueckenInfo
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Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND DEUTSCHES 40S7BW PATENTAMT
AUSLEGESCHRIFT
Int. CL:
B22d
Deutsche KL: 31c-25/01'
Jofefl
Nummer: 1218 122
Aktenzeichen: E 20207 VI a/31 c
Anmeldetag: 19. November 1960
Auslegetag: 2. Juni 1966
Auslegetag: 2. Juni 1966
P-si BLu:) ga.i2.eg
^mtgBU.'V'tJOTIttH.
Die Erfindung betrifft ein kippbares Gießgefäß für eine Gießmaschine zum Gießen von Metallwerkstücken,
insbesondere auf Leichtmetallbasis, mit einer die in die Formhöhlung mündende Eingußöffnung
aufweisenden Deckelplatte, in der eine oder mehrere zur Formhöhlung führende Eingußbüchsen aus
wännekapazitivem Material vorgesehen sind.
Es sind an sich kippbare Gießgefäße für Gießmaschinen zum Gießen von Metallwerkstücken bekannt,
die mit einer Deckelplatte ausgestattet sind, welche die in die Fprmhöhlung mündende Eingußöffnung aufweist. Mit entsprechenden Gießgefäßen
können keine hoch qualitativen Werkstücke erzeugt werden, insbesondere nicht solche aus Leichtmetalllegierungen.
Beim Kippen des Gießgefäßes werden die unvermeidlich auf dem Schmelzgutspiegel angeordneten,
vor allem bei Leichtmetallegierungen erheblichen Oxyde einschließlich eines gewissen Luftvolumens
in die Formhöhlung gezwungen. Die besondere Bauform dieser Gießgefäße verlangt im übrigen
einen geteilten Einguß.
Bei anderen Gießgefäßen für Gießmaschinen zum Gießen von Metallwerkstücken ist es bereits bekannt,
einen ungeteilten Einguß in Form einer oder mehrerer zur Formhöhlung führender Eingußbüchsen aus
wärmekapazitivem Material, beispielsweise legiertem Stahl, vorzusehen. Hierbei ist es ebenfalls bekannt,
die Eingußbüchsen so auszubilden, daß ihr Durchlaufquerschnitt in Richtung des Gußstückes zunimmt.
Auch bei diesen Gießgefäßen läßt es sich nicht vermeiden, daß oxydische Einschlüsse durch die Eingußbüchsen
bis in die Kokille gelangen. Es bestehen im übrigen Schwierigkeiten, einen möglichst kurzen,
beim Öffnen der Form sicher und einfach herauszuziehenden Eingußzapfen zu erhalten. Im allgemeinen
tritt deshalb bei diesen Maschinen auch eine große Menge von Kreislaufmaterial auf.
Bei Niederdruckgießmaschinen insbesondere zur Herstellung von Radkörpern ist es bereits bekannt,
ein Steigrohr während der gesamten Betriebszeit der Maschine in die Schmelze eintauchen zu lassen. Diese
Ausgestaltung vermeidet zwar, daß die auf dem Schmelzgutspiegel schwimmenden Oxyde in die Form
gedrückt werden. Die entsprechenden Maschinen sind jedoch, da sie gasdicht verschlossen sein müssen,
bedienungstechnisch und wartungstechnisch von erheblichem Nachteil, insbesondere bei leicht oxydierendem
Schmelzgut. Die Steigrohre frieren erwartungsgemäß leicht ein; sie verlangen deshalb im allgemeinen
zusätzliche Heizeinrichtungen. Es bereitet Schwierigkeiten, eine möglichst eng begrenzte Erstarrungszone
unter Erzielung eines nur kurzen Ein-Kippbares Gießgefäß für eine Gießmaschine zum
Gießen von Metallwerkstücken
Anmelder:
Fa. WiIh. Engstfeld,
Fa. WiIh. Engstfeld,
Heiligenhaus (RhId.), Hauptstr. 47
Als Erfinder benannt:
ίο Paul Junghanns,
ίο Paul Junghanns,
Herbert Frede, Heiligenhaus (RhId.);
Friedhelm Bürger, Velbert
Friedhelm Bürger, Velbert
gußzapf ens zu erhalten. Hierzu sind besondere Verschlußmittel notwendig, die die Formhöhlung gegenüber
dem Steigrohr abschließen, wenn die Formhöhlung gefüllt ist. Je nach Art der Verschlußmittel
ao lassen sich nur bestimmte Gußstücke herstellen.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, ein gattungsgemäßes Gießgefäß so auszubilden, daß bei herstellungstechnisch
einfacher und gebrauchsgünstiger Bauform durch Ausnutzung der Oberflächenspannung
der Schmelze erreicht ist, daß beim Gießen weitgehendst nur reines Metall ohne oxydische Einschlüsse
durch die Eingußbüchse in die Kokille gelangt.
Dies wird erfindungsgemäß dadurch erreicht, daß eine Gießschnauze des Gießgefäßes mit einer ungeteilten
Deckelplatte verschlossen ist und daß die Eingußbüchse bzw. Eingußbüchsen frei vorstehend
derart in der Gießschnauze angeordnet sind, daß sie sich in Normalstellung des Gießgefäßes oberhalb des
Schmelzgutspiegels befinden.
Eine vorteilhafte Baufonn besteht dabei erfindungsgemäß
darin, daß im Inneren des Gießgefäßes vor der die Eingußbüchsen aufweisenden Kammer
der Gießschnauze eine Schürze angebracht ist, die einen Spalt unterhalb des Schmelzgutspiegels frei läßt.
Zufolge dieser Ausgestaltung ist eine baulich einfache, im Gebrauch und in der Wartung günstige
gattungsgemäße Gießmaschine geschaffen, die es gestattet, hochqualitative Werkstücke, insbesondere
solche aus Leichtmetallegierungen, beispielsweise Aluminium - Magnesium - Legierungen, in schneller
Folge herzustellen. Beim Kippen des Gießgefäßes tauchen die Eingußbüchsen aus ihrer Stellung oberhalb des Schmelzgutspiegels in die Schmelze ein. Es
wurde gefunden, daß bei diesem Eintauchen von der stets vorhandenen Oxydschicht auf dem Schmelzgutspiegel
so gut wie nichts in die Formhöhlung gelangt. Die Oberflächenspannung der Schmelze bedingt, daß
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die Eingußbüchsen zunächst in den Schmelzgutspiegel eingetaucht sein müssen, bevor der Druck erreicht ist,
der notwendig ist, daß die Schmelze durch die Eingußbüchse in die Formhöhlung einströmt. Gleichzeitig
tritt der vor allem gebrauchstechnische Vorteil s auf, daß innerhalb der Eingußbüchse eine scharf begrenzte
Erstarrungszone vorliegt, so daß nur ganz kurze Eingußzapfen entstehen, die geringe Mengen
an Kreislaufmaterial bedingen und die auch nach Öffnen der Kokille leicht herausgezogen werden können.
Das frei vorstehende Ende der Eingußbüchse wird von der in der gegenüber der Eingußbüchse
sprunghaft erweiterten Gießschnauze in Kippstellung vorhandenen Schmelze stark aufgeheizt. Die Erstarrungszone
liegt deshalb innerhalb der Eingußbüchse nahe der Formhöhlung. Der Eingußzapfen kann in
der Eingußbüchse nicht hängenbleiben. Die diesbezüglichen, beim ungeteilten Einguß bisher vielfach
bestehenden Schwierigkeiten sind beseitigt. Die ungeteilte Deckelplatte bringt dabei noch den Vorteil,
daß ein einfaches Auswechseln selbst bei gefülltem Gießgefäß möglich ist, um andere Gußstücke zu gießen.
Die leichte Entnehmbarkeit der nur kurzen Eingußzapfen ermöglicht es dabei gleichzeitig mehrere
Eingußbüchsen in die gleiche Formhöhlung zu führen, was ebenfalls für die Erzielung homogener Gußstücke
von Vorteil ist. Die Vorsehung einer an sich bekannten Schürze, die einen Spalt unterhalb des
Schmelzgutspiegels frei läßt, dient zur weiteren Sicherung des Zieles, nur reines Metall ohne oxydische
Einschlüsse in die Kokille zu bringen.
In der Zeichnung ist die Erfindung in einer beispielsweisen
Ausführungsform dargestellt. Es zeigt
Abb. 1 einen Längsschnitt durch das Gießgefäß in einer Gießmaschine,
Abb. 2 eine Vorderansicht gegen die Kokille,
Abb. 3 einen Schnitt nach der Linie A-B der Abb. 2.
Die dargestellte Gießmaschine besitzt das Gestell 20, in welchem uin die Achse der Zapfen 21 kippbar
gelagert das birnenförmige Gießgefäß 22 angeordnet ist. Letzteres ist von einem Mantel 23 umgeben und
an seiner Füllöffnung von einer Heizhaube 24 verschlossen.
Das Gießgefäß 22 bildet die Gießschnauze 25 aus, und zwar etwa in Höhe der Lagerzapfen 21. Diese
tritt durch eine Tragplatte 26 hindurch, welche mit dem Gießgefäß 22 fest verbunden ist. Auf der Tragplatte
26 ist das eine Halbteil 27 der Kokille befestigt. Das andere Halbteil 28 der Kokille sitzt am Ende
eines Schwenkarmes 29, der um einen Lagerzapfen 30 an einem am Gießgefäß befestigten Ausleger 31
schwenkbar ist und daher die Kippbewegung des Gießgefäßes mitmacht.
Die verjüngte Gießschnauze 25 des Gießgefäßes 22 ist mit einer ungeteilten Deckelplatte 32 verschlossen.
In dieser sitzen die Eingußbüchsen 33. Sie bestehen aus schmelzwiderstandsfähigem und wärmekapazitivem
Material. Sie erweitern sich kegelförmig zur Kokille hin. Sie ragen frei vorstehend derart in das
Innere der gegenüber den Eingußbüchsen 33 sprunghaft erweiterten Gießschnauze 25, daß sie sich in
Normalstellung des Gießgefäßes (Abb. 1) oberhalb des Schmelzgutspiegels χ befinden.
Im Inneren des Gießgefäßes 22 ist vor der die Eingußbüchsen
33 aufweisenden Kammer der Gießschnauze 25 eine Schürze 34 angebracht, die einen
Spalt unterhalb des Schmelzgutspiegels χ frei läßt.
An dem kippbar gelagerten Gießgefäß 22 greift die Kolbenstange 35 eines Kraftzylinders 36 an, der sich
gegen das Gestell 20 abstützt. Ebenso greift an den Schwenkarm 29 unter Vermittlung von Kniehebelgliedern
37,38 die Kolbenstange 39 des Kraftzylinders 40 an. Dieser ist an den Gelenkbolzen 30 des
Auslegers 31 abgestützt, während das eine Kniehebelglied 38 an einer Strebe 41 und das andere Glied
am Schwenkarm 29 angelenkt ist. Durch taktmäßige Betätigung z.B. mittels einer Steuerungsvorrichtung
kann der Schwenkarm 29 mittels des Zylinders 40 bewegt werden, wobei die Kokillenhalbteile 27,28
entweder geschlossen gehalten oder voneinander in eine Öffnungsstellung treten. Des weiteren kann
durch eine entsprechend taktmäßige Betätigung des Zylinders 36 das Gießgefäß 22 in die Gießstellung
gekippt und wieder in die Grundstellung gebracht werden.
In Gießstellung ist das Gießgefäß 22 gekippt, so
daß die Eingußbüchsen 33 unter den Schmelzgutspiegel treten und die Schmelze unter dem statischen
Druck in die Kokille 27,28 hineinfließt. Nach dem Erstarren des Metalls in der Kokille entsteht in der
kegelförmig zur Kokille hin erweiterten Eingußbüchse 33 ein Eingußzapfen, der zufolge der aus der
Schmelze zugeführten Wärme mindestens auf den in die Gießschnauze 25 frei vorstehenden Abschnitt der
Eingußbüchse 33 teigigweich bis flüssig bleibt. Wird das Gießgefäß 22 zurück in seine Grundstellung gekippt,
so reiß das Metall innerhalb der Eingußbüchse ab, und es verbleibt ein Eingußzapfen, der sich leicht
beim Öffnen der Kokille mit dem Gußstück ausheben läßt.
Claims (2)
1. Kippbares Gießgefäß für eine Gießmaschine zum Gießen von Metallwerkstücken, insbesondere
auf Leichtmetallbasis, mit einer die in die Formhöhlung mündende Eingußöffnung aufweisenden
Deckelplatte, in der eine oder mehrere zur Formhöhlung führende Eingußbüchsen aus wärmekapazitivem
Material vorgesehen sind, dadurch gekennzeichnet, daß eine Gießschnauze
(25) des Gießgefäßes (22) mit einer ungeteilten Deckelplatte verschlossen ist und daß
die Eingußbüchse bzw. Eingußbüchsen (33) frei vorstehend derart in der Gießschnauze (25) angeordnet
sind, daß sie sich in Normalstellung des Gießgefäßes oberhalb des Schmelzgutspiegels befinden.
2. Gießgefäß nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß im Inneren des Gießgefäßes
(22) vor der die Eingußbüchsen (33) aufweisenden Kammer der Gießschnauze (25) eine Schürze
(34) angebracht ist, die einen Spalt unterhalb des Schmelzgutspiegels (x) frei läßt.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Französische Patentschrift Nr. 685 114;
USA.- Patentschriften Nr. 1602 987,1 803 300,
Französische Patentschrift Nr. 685 114;
USA.- Patentschriften Nr. 1602 987,1 803 300,
2440 960,2794224;
~L.Frommer, »Handbuch der Spritzgußtechnik«
Berlin 1933, S. 428.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
609 577/355 5.66 © Bundesdruckerei Berlin
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| DEE20207A DE1218122B (de) | 1960-11-19 | 1960-11-19 | Kippbares Giessgefaess fuer eine Giessmaschine zum Giessen von Metallwerkstuecken |
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ID=7070218
Family Applications (1)
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