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DE1208299B - Verfahren zur Dehydratisierung von Eisensulfat-Heptahydrat zu Monohydrat - Google Patents

Verfahren zur Dehydratisierung von Eisensulfat-Heptahydrat zu Monohydrat

Info

Publication number
DE1208299B
DE1208299B DEK46714A DEK0046714A DE1208299B DE 1208299 B DE1208299 B DE 1208299B DE K46714 A DEK46714 A DE K46714A DE K0046714 A DEK0046714 A DE K0046714A DE 1208299 B DE1208299 B DE 1208299B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
sulfuric acid
iron sulfate
sulfate heptahydrate
monohydrate
dehydration
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEK46714A
Other languages
English (en)
Inventor
Dipl-Ing Guenter Diettrich
Dipl-Chem Dr Franz Krueger
Dipl-Chem Dr Richard Svoboda
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Kloeckner Humboldt Deutz AG
Original Assignee
Kloeckner Humboldt Deutz AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Kloeckner Humboldt Deutz AG filed Critical Kloeckner Humboldt Deutz AG
Priority to DEK46714A priority Critical patent/DE1208299B/de
Publication of DE1208299B publication Critical patent/DE1208299B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01GCOMPOUNDS CONTAINING METALS NOT COVERED BY SUBCLASSES C01D OR C01F
    • C01G49/00Compounds of iron
    • C01G49/14Sulfates

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Inorganic Chemistry (AREA)
  • Inorganic Compounds Of Heavy Metals (AREA)

Description

  • Verfahren zur Dehydratisierung von Eisensulfat-Heptahydrat zu Monohydrat Die Erfindung bezieht auf ein Verfahren zur Dehydratisierungvon Eisensulfat-Heptahydrat in fester Form zu Monohydrat.
  • In Eisenbeizereien und Titanweißfabriken fallen in ständig zunehmendem Maße erhebliche Mengen an Eisensulfat-Heptahydrat in fester Form an, die wegen stark-er Verunreinigung der Abwässer nicht so wie bisher in die Flüsse abgeleitet werden können.
  • Es ist bekannt, Eisensulfat-Heptahydrat bei Temperaturen über 65'C in das bei diesen Temperaturen allein beständige Monohydrat überzuführen und dieses unter ständiger Zugabe von Eisensulfat-Heptahydrat und Wasser in Breiform abzuziehen. Dieses Verfahren hat jedoch den Nachteil, daß sowohl zur Umwandlung des Eisensulfat-Heptahydrats als auch zur anschließenden Verdampfung des Wassers, z. B. in Sprühtrocknern. erhebliche Wärmemengen benötigt werden, die dem System zugeführt werden müssen. Weiterhin müssen die Wärmeverluste, welche sowohl infolge Wasserverdampfung während des Umwand-Jungsprozesses als auch durch die Strahlungsverluste des Umwandlungsbehälters auftreten, durch zusätzliche Wärmezufuhr von außen gedeckt werden. Dieses führt zu hohen Betriebskosten.
  • Der Erfindung liegt nun die Aufgabe zu-runde, ein Verfahren zu schaffen, weiches die obenerwähnten Nachteile vermeidet und in einfacher Weise eine besonders wirtschaftliche Umwandlung von Eisensulfat-Heptahydrat in Monohydrat ermöglicht. Dies wird dadurch erreicht, daß die Dehydratisierung des Eisensulfat-HeptahydratsdurchEinwirkungvonSchwefelsäure erfolgt. Das Heptahydrat wird dabei auf eine niedrige Hydratstufe mit einem Wassergehaft von etwa 1,5 Mol abgebaut. Diese Hydratstufe stellt ein Gemisch aus Monohydrat und Anteilen von Dihydrat dar. Überraschenderweise hat es sich gezeigt, daß das Eiseilstilfat-Monohydrat in verhältnismäßig grobk-örni,aer Form anfällt, so daß eine Trennung der Flüssigkeit mit Hilfe von Filtern und Schleudern ohne Schwieri(#keit und mit nur geringen Kosten möglich ist. Das auf diese Weise gewonnene Monohydrat und Dilivdrat kann anschließend sehr leicht zu Eisenoxyd und'Schwefelsäure weiterverarbeitet werden.
  • LJin Eisensulfat, das gelöst in einer schwefelsauren F-isenbetzablatige vorliegt, auszufällen, wird nach eineni bekannten Verfahren die Ablau-e in konzentrierte Schwefelsäure eingetragen. Hierbei handelt es sich jedoch nicht unn einen Entwässerungsvorgang, sondern um eine Ausfällung von Eisensulfat ans einer Lösung, die darauf beruht, daß das Löslichkeitsprodukt des Eisensulfates herabgesetzt wird. Im Übrigen #%eist dieses bekannte Verfahren den erheblichen Nachteil auf, daß das Eisensulfat-Monohydrat in einer sehr feinen pulverförmigen Form ausfällt, so daß die Trennung des Monohydrats von der Flüssigkeit äußerst schwierig ist.
  • In weiterer Ausgestaltung der Erfindung wird die aus der Entwässerungsanlage abfließende, durch Aufnahme des Kristallwassers aus dem Eisensulfat-Heptahydrat verdünnte Schwefelsäure zur Aufkonzentrierun- einer Schwefelsäureanlage zugeführt. Dies bringt den Vorteil mit sich, daß das aus dem Heptahydrat entzogene Kristallwasser gleichzeitig als Zusatzwasser innerhalb der Schwefelsäureproduktion verwendet und eine Wasserzugabe im Säuresystem überhaupt entfällt oder zumindest stark eingeschränkt werden kann.
  • In der Zeichnung ist schematisch eine Anlage wiedergegeben, mittels der das erfindungsgemäße Verfahren beispielsweise durchgeführt werden kann.
  • Aus einer Schwefelsäureanlage 1 wird ein Teil der Produktionssäure über eine Zulaufrinne 2 in einen Eindicker 3 gepumpt. Gleichzeitig wird der Schwefelsäure in der Zulaufrinne 2 über eine Leitung 4 Eisensuliat-Heptahydrat kontinuierlich zugetnischt. Die der Schwefelsäure zugemischte Menge an Eisetistilfat-Heptahydrat entspricht dabei einer bestimmten aus dem Eindicker 3 ablaufenden gewünschten Schwefelsäurekonzentration.
  • Unter Einwirkung der Schwefelsäure auf das Eisensulfat-Heptahydrat wird diesem bei gleichzeitiger Verdünnung der Säure Wasser entzo-eii.
  • Das eingedickte Eisensulfat-Monohydrat-Säureg - misch gelangt aus dein Eindicker 3 über ein Ablaßrohr 5 in eine Zentrifuge 6. Die aus dein Eindicker 3 überlaufende klare verdünnte Schwefelsäure wird über eine Leitun- 7 in die Schwefelsäurcanlace 1 zur Aufkonzentrierung zurückgepumpt. Da die Löslichkeit l# z# von Eisensulfat in konzentrierter Schwefelsäure verhältnismäßig gering ist und mit fallender Säurekonzentration zunimmt, ist der Verdünnungsgrad der Säure zweckmäßig so zu wählen, daß der Eisengehalt in der Produktionssäure ein schädliches Maß nicht erreicht. Maßgebend für den Eisengehalt in der Schwefelsäure ist dabei der Verwendungszweck.
  • In der Zentrifuge 6 wird das eingedickte Eisensulfat-Monohydrat-Säuregemisch trockengeschleudert und von dort über ein Fördermittel 8 einem Spaltungsofen 9 aufgegeben. Das in der Zentrifuge 6 anfallende Filtrat wird über eine Leitung 10 der Schwefelsäureanlage wieder zugeführt und dort nochmals aufkonzentriert. Etwaige dem Eisensulfat-Monohydrat noch in geringen Mengen anhaftende Schwefelsäure stört nicht, da dieselbe im Spaltungsofen zersetzt wird. Das sich in diesem bildende SO, wird durch den im Spaltungsofen als Brennstoff verwendeten Elementarschwefel, welcher besonders in den oberen Etagen einen gewissen Partialdruck aufweist, zu SO2 reduziert und von dort über eine Rohrleitung 11 zur Schwefelsäureherstellung der Schwefelsäureanlage 1 aufgegeben. Das beim Spaltungsprozeß anfallende Eisenoxyd wird zur weiteren Verarbeitung der Eisenverhüttung zugeführt. Ausf ü hrungsbei spiele 1. Grünes Eisenvitriol von der Zusammensetzung FeSO, - 7 H,0 wurde zusammen mit Schwefelsäure mit einem Gehalt von 78 % H,SO, und 0,02 0/, Fe in einen Eindicker geleitet. Die überlaufende Säure wies eine Konzentration von 68 "/, H,SO, und einen Eisengehalt von 0,06 0/, auf. Der auf etwa 1200 gfl Feststoff eingedickte Unterlauf wurde in einer Zentrifugegeschleudert. DasSchleuderfiltrat enthielt0,1 0/,Fe. Der Wassergehalt des Schleudergutes lag bei 15 0/,.
  • Dieser geringfügige Eisengehalt in der Schwefelsäure ist in den meisten Fällen für weitere Verwendungszwecke zulässig. 2. Bei Verwendung der gleichen Ausgangsstoffe wie in Beispiel 1 wurden die Mengen verändert. Die überlaufende Säure hatte diesmal eine Konzentration von 45 010 H2S0, und einen Eisengehalt von 0,2 0/,. Das Schleuderfiltrat enthielt 0,27 0/, Fe, das Schleudergut wiederum 15 0/, H,0.
  • -Der im Gegensatz zu Beispiel 1 verhältnismäßig größere Anteil an Eisen in der Schwefelsäure ist nicht störend, wenn man die aufkonzentrierte Produktionssäure in Eisenbeizereien verwendet.

Claims (2)

  1. Patentansprüche: 1. Verfahren zur Dehydratisierung von Eisensulfat-Heptahydrat in fester Form zu Monohydrat, dadurch gekennzeichnet, daß die Dehydratisierung des Eisensulfat-Heptahydrats unter Einwirkung von Schwefelsäure erfolgt.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ein Gemisch aus Schwefelsäure und Eisensulfat-Heptahydrat einer Entwässerungsanlage, z. B. einem Eindicker, Stromklassierapparat oder einer Kombination dieser Einrichtungen. aufgegeben wird. 3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die aus der Entwässerungsanlage abfließende klare, durch Aufnahme des Kristallwassers aus dem Eisensulfat-Heptahydrat verdünnte Schwefelsäure zur Aufkonzentrierung einer Schwefelsäureanla-e zugeführt wird. 4. Verfahren nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß der aus der Entwässerungsanlage abgezogene eingedickte Monohydratbrei in einer Zentrifuge trockengeschleudert wird. C In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschrift Nr. 561514.
DEK46714A 1962-05-11 1962-05-11 Verfahren zur Dehydratisierung von Eisensulfat-Heptahydrat zu Monohydrat Pending DE1208299B (de)

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DEK46714A Pending DE1208299B (de) 1962-05-11 1962-05-11 Verfahren zur Dehydratisierung von Eisensulfat-Heptahydrat zu Monohydrat

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
FR2357479A1 (fr) * 1976-07-05 1978-02-03 Metallgesellschaft Ag Procede pour la production d'acide sulfurique a partir d'acides residuaires et de sulfate de fer

Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE561514C (de) * 1929-10-22 1932-10-14 Ferdinand Fraensemeier Verfahren zur Behandlung schwefelsaurer Eisenbeizablaugen mit Gewinnung von wasserarmem Eisensulfat

Patent Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE561514C (de) * 1929-10-22 1932-10-14 Ferdinand Fraensemeier Verfahren zur Behandlung schwefelsaurer Eisenbeizablaugen mit Gewinnung von wasserarmem Eisensulfat

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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