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DE1296657B - Elektrohydraulischer Regler - Google Patents

Elektrohydraulischer Regler

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Publication number
DE1296657B
DE1296657B DES80987A DES0080987A DE1296657B DE 1296657 B DE1296657 B DE 1296657B DE S80987 A DES80987 A DE S80987A DE S0080987 A DES0080987 A DE S0080987A DE 1296657 B DE1296657 B DE 1296657B
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DE
Germany
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controller
regulator
setpoint
power
speed
Prior art date
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Pending
Application number
DES80987A
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English (en)
Inventor
Dipl-Phys Dr Claus
Dipl-Ing Dietrich
Ernst
Kessler
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Siemens Corp
Original Assignee
Siemens Corp
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Publication date
Priority to NL296751D priority Critical patent/NL296751A/xx
Application filed by Siemens Corp filed Critical Siemens Corp
Priority to DES80987A priority patent/DE1296657B/de
Priority to CH968963A priority patent/CH417636A/de
Priority to JP38044314A priority patent/JPS5239121B1/ja
Priority to US302812A priority patent/US3238376A/en
Priority to GB32790/63A priority patent/GB1041059A/en
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Pending legal-status Critical Current

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    • HELECTRICITY
    • H02GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
    • H02PCONTROL OR REGULATION OF ELECTRIC MOTORS, ELECTRIC GENERATORS OR DYNAMO-ELECTRIC CONVERTERS; CONTROLLING TRANSFORMERS, REACTORS OR CHOKE COILS
    • H02P9/00Arrangements for controlling electric generators for the purpose of obtaining a desired output
    • H02P9/04Control effected upon non-electric prime mover and dependent upon electric output value of the generator
    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F01MACHINES OR ENGINES IN GENERAL; ENGINE PLANTS IN GENERAL; STEAM ENGINES
    • F01DNON-POSITIVE DISPLACEMENT MACHINES OR ENGINES, e.g. STEAM TURBINES
    • F01D17/00Regulating or controlling by varying flow
    • F01D17/20Devices dealing with sensing elements or final actuators or transmitting means between them, e.g. power-assisted
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
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    • HELECTRICITY
    • H02GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
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    • H02P23/00Arrangements or methods for the control of AC motors characterised by a control method other than vector control
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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Power Engineering (AREA)
  • Control Of Turbines (AREA)
  • Control Of Eletrric Generators (AREA)

Description

  • Die Erfindung betrifft einen elektrohydraulischen Regler für das Frischdampfventil einer Dampfturbine.
  • Bei einem derartigen bekannten Regler wird das Zuflußregulierorgan der Turbine von einem Servomotor verstellt, der mittels eines eine Rückführung aufweisenden Steuerkolbens betätigt wird. Auf den Steuerkolben wirken über mechanische Gestänge gleichzeitig ein Drehzahlregler und ein elektrisch arbeitender Leistungsregler. Da jeder dieser Regler zunächst nur sein eigenes Regelziel zu erreichen trachtet - der Drehzahlregler eine konstante Drehzahl und der Leistungsregler eine konstante Leistung -würden sie bei Verstellung des Sollwertes von nur einem Regler zunächst gegeneinander arbeiten. Um den Einfluß des einen Reglers auf den anderen zu kompensieren bzw. zu begrenzen, sind bei dem Leistungsregler seine Ausgangsgröße begrenzende und so seinen Wirkungsbereich festlegende Anschläge vorgesehen. Eine direkt die Ausgangsgröße des Drehzahlreglers beeinflussende, durch ein Handrad über ein Getriebe betätigbare Lasteinstellvorrichtung führt dann über eine Kurvenscheibe, die den nichtlinearen Verlauf der Kraftmaschinenleistung in Funktion des Hubes der Lasteinstellvorrichtung korrigiert, mechanisch den Sollwerteinsteller des Leistungsreglers in einer solchen Weise nach, daß er bei Normaldrehzahl innerhalb des erwähnten Wirkungsbereiches verbleibt und so die vorgenommene Lasteinstellung unverändert beläßt.
  • Diese eingangs- und ausgangsseitige Verkopplung von Drehzahl- und Leistungsregler hat aber - abgesehen von der verhältnismäßig umständlich arbeitenden Mechanik bei der vorstehend geschilderten Ausführung - eine Reihe von Nachteilen und läßt noch viele Wünsche offen. So ist z. B. beim Hochfahren, beim Lastabwurf und beim Speisen des von der Turbine angetriebenen Synchrongenerators in ein Inselnetz eine schnell wirksame und nicht wie bei der bekannten Anordnung durch den Leistungsregler zunächst behinderte Drehzahlregelung zweckmäßig, während andererseits beim Arbeiten des von der Turbine angetriebenen Synchrongenerators auf ein starres Verbundnetz eine reine Leistungsregelung vorteilhaft wäre, wobei der Sollwert des Leistungsreglers in einem großen Bereich freizügig und schnell an die einzelnen sich beim Betrieb der Turbine ergebenden Forderungen anpaßbar ist. Trotzdem muß bei Bedarf der Drehzahlregler sofort zur Verfügung stehen.
  • Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß das Frischdampfventil von einem öffnungsregler in Abhängigkeit von seiner Stellung geregelt wird und als Sollwert entweder eine von der Drehzahl oder eine von der Leistung abhängige Größe wühl- ; weise aufschaltbar ist.
  • Es wird damit möglich, das Regelverhalten der Dampfturbine bei ihren sämtlichen Betriebsarten zu optimieren, d. h. in möglichst günstiger Weise ablaufen zu lassen.
  • Vorteilhaft hierzu ist es, nach einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung,- wenn sowohl die von der Drehzahl als auch die von der Leistung abhängigen Größen das Ausgangssignal je eines überlagerten Reglers sind.
  • Normalerweise wird man die Ausgangssignale des Leistungs- bzw. des Drehzahlreglers mittels Relais-oder mittels elektronischer Schalter auf den Eingang des Öffnungsreglers zur Wirkung bringen. Nach einem weiteren Merkmal der Erfindung kann dies auch selbsttätig erfolgen, indem die Ausgangssignale der überlagerten Regler einem an sich bekannten Selektivgerät zugeführt sind, welches jeweils nur das kleinste dieser Ausgangssignale auf den Eingang des Öffnungsreglers durchschaltet, wobei dem Sollwert des jeweils nicht benötigten Reglers ein Zusatzsollwert zugefügt ist. Dieser wird dadurch selbsttätig außer Eingriff gebracht, weil er dem Öffnungsregler eine größere Öffnung vorschreiben würde als der andere, betriebsmäßig im Eingriff stehende Regler. Der so außer Eingriff gesetzte Regler übt jedoch eine zusätzliche überwachungsfunktion aus, weil er bereitsteht, sofort einzugreifen, wenn sich sein Istwert durch die Wirkung des anderen überlagerten Reglers dem durch den Zusatzsollwert eingestellten Grenzwert nähert. Auf diese Weise kann eine ungewollt hohe Belastung bei der Drehzahlregelung vermieden werden oder ein gefährliches Ansteigen der Drehzahl, z. B. bei Lastabwurf während der Leistungsregelung.
  • In einer Weiterbildung der Erfindung kann dem Öffnungsregler zusätzlich das Ausgangssignal eines Teilreglers über das Selektivgerät zuführbar sein, dessen Regelgröße der Polradwinkel eines von der Turbine angetriebenen Synchrongenerators ist. Der Sollwert dieses Teilregelkreises wird dann auf eine dem Kippwinkel entsprechende Größe eingestellt, gegebenenfalls unter Einhaltung eines gewissen Sicherheitsabstandes. Bei normalen Betriebsfällen, in denen sich ein Wert des Polradwinkels einstellt und der kleiner ist als der eingestellte vorgenannte Grenzsollwert, erscheint am Ausgang des Polradwinkelteilreglers ein Wert, der weit über dem des Reglers liegt, der gerade im Regeleingriff ist. Dies wird im allgemeinen der Leistungsregler sein. Nähert sich nun der Polradwinkel dem Grenzsollwert, so verkleinert sich das Ausgangssignal des Polradwinkelteilreglers, bis es im Extrem verschwindet. Spätestens dann aber übernimmt der Polradwinkelteilregler die weitere Regelung und verhindert ein weiteres Öffnen der Stehorgane und damit ein Kippen der Maschine.
  • Der Sollwert des Leistungsreglers ist nun unabhängig von den Erfordernissen bei einer Drehzahlregelung an die speziellen Gegebenheiten bei der Leistungsregelung anpaßbar. Vorteilhaft ist es hierzu in weiterer Ausgestaltung der Erfindung, wenn der Sollwert des Leistungsreglers zusammengesetzt ist aus einem konstanten und einem der Differenz zwischen der Netzfrequenz und einer konstanten Frequenz, vorzugsweise von 50 Hz proportionalen Anteil. Auf diese Weise kann dann die für den Parallelbetrieb erforderliche statische Regelkennlinie gebildet werden.
  • Gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung kann der Sollwert des Leistungsreglers über eine Laständerungsbegrenzung geführt werden. Dadurch wird sichergestellt, daß der Turbine nur solche Laständerungen abverlangt werden können, die von der Materialbeanspruchung her zulässig sind.
  • Es kann sich empfehlen, eine optimal schnelle Ausregelung im Leistungsregelkreis nur dann zuzulassen, wenn gewisse, die Anlage, insbesondere den Kessel, gefährdende Kriterien nicht unter- bzw. überschritten werden. Dies erfolgt gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung dadurch, daß ein Begrenzergerät von Kesselgrößen beaufschlagte Verstärker enthält, deren Ausgänge einseitig begrenzt sind, in der Weise, daß nach überschreiten bestimmter Grenzwerte der Kesselgrößen der Sollwert des Leistungsreglers erniedrigt wird.
  • Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in den F i g. 1 und 2 beschrieben.
  • In F i g. 1 ist mit 1 ein elektrischer Öffnungsregler bezeichnet, dessen Ausgangsgröße auf einen elektrohydraulischen Verstärker 2 wirkt. Der elektrohydraulische Verstärker bestimmt die Öffnung H des Frischdampfventils.
  • Eine der Öffnung H entsprechende Spannung wird über ein Glättungsglied 3 auf den Eingang des Öffnungsreglers 1 zurückgeführt. Bei dem öffnungsregler 1 handelt es sich zweckmäßigerweise um einen PD-Regler, dessen Vorhalt in an sich bekannter Weise auf die Summe der kleinen Zeitkonstanten des eben beschriebenen Öffnungsregelkreises abgestimmt ist. Es kann sich jedoch im Einzelfall auch die Anwendung eines P-, IP- oder IPD-Reglers empfehlen.
  • Die Regelstrecke besteht nun aus dem mit 4 bezeichneten, die Energiezufuhr darstellenden Block, der bei einer Dampfturbine aus dem Hochdruck-, Mitteldruck- und Niederdruckteil besteht und vereinfacht die in dem Block 4 dargestellte Übergangsfunktion aufweist. Am Ausgang des Blocks 4 tritt das mechanische Moment M auf, mit welchem der Synchrongenerator beaufschlagt wird. An dessen Ausgang wird eine der Maschinendrehzahl n proportionale Spannung als Istwert auf den im Eingangskreis eines Drehzahlreglers 6 (überlagerter Regler) liegenden Vergleichspunkt 7 geführt. Als Sollwert dient eine von einer konstant einstellbaren Sollwertquelle gelieferte Gleichspannung n*. Der Drehzahlregler 6 verstärkt die Regelabweichung und gibt sie auf einen Eingang eines mit 8 bezeichneten Selektivgerätes. In analoger Weise wird ein zweiter Eingang dieses Selektivgerätes 8 vom Ausgang des Leistungsreglers 9 (überlagerter Regler) beaufschlagt, dem P* als Sollwert und ein der Turbinenabgabeleistung entsprechender Istwert P zugeführt ist.
  • Wie durch die gestrichelte Wirkungslinie angedeutet werden soll, kann darüber hinaus noch ein weiterer Teilregler 10 vorgesehen werden mit dem Polradwinkel als Regelgröße.
  • Den Eingangskreisen der beiden Regler 6 und 9 werden an den Vergleichspunkten 7 und 11 jeweils über die Schaltglieder 12 und 13 zusätzliche Sollwerte An* und ,1 P* zugefügt, worauf später noch näher eingegangen wird.
  • Der Sollwert P* enthält einen konstanten Wert P*. Dieser kann beispielsweise von einem an einer Gleichspannung liegenden Potentiometer stammen, dessen Abgriff entweder von Hand oder von einem übergeordneten Netzregler verstellt wird. Der konstante Sollwert Pl* gelangt über ein Begrenzergerät 14 an den Vergleichspunkt 11. Dem Sollwert Pl* wird ein zweiter Sollwert P2* zugefügt, welcher einer Spannung entspricht, die der Differenz zwischen der Netzfrequenz und einer konstanten Frequenz von 50 Hz proportional ist. Zur Bildung dieses zweiten zusätzlichen Sollwertes P,* kann zweckmäßigerweise ein Differenzgatter 15 vorgesehen werden, welches die konstante Frequenz f * eines Quarzoszillators mit einer von der Netzfrequenz abgeleiteten Frequenz fNe(z in der Weise vergleicht, daß an seinem Ausgang eine Frequenz entsteht, die der Differenz der beiden vorher erwähnten Frequenzen entspricht. Das Ausgangssignal des Differenzgatters 15 gelangt dann über einen Frequenz-Spannungsumsetzer 16 und ein Proportionalglied 17 an den Summierpunkt 34. Durch Verändern des beim proportionalen Glied 17 angedeuteten Einflusses C kann der Proportionalanteil gewählt werden, mit dem ein Unterschied zwischen der konstanten Frequenz f * und der Netzfrequenz zur Anforderung einer entsprechenden Abgabeleistung wirksam wird. Auf diese Weise wird die Neigung der statischen Frequenz-Leistungskennlinie (Statik) bestimmt. Die als Proportionalglied bezeichnete Einrichtung 17 kann z. B. aus einem Potentiometer bestehen, das an einer Spannungsquelle liegt. C würde dann die Stellung seines Potentiometerabgriffes bedeuten.
  • Es soll nun im folgenden die grundsätzliche Wirkungsweise der gegenseitigen Ablösung der dem öffnungsregler 1 überlagerten Regler erläutert werden. Dabei ist angenommen, daß zunächst nur der Drehzahlregler 6 und der Leistungsregler 9 einander ablösen sollen. Beim Hochfahren der Turbine im Leerlauf bis zur synchronen Drehzahl des Verbundnetzes soll eine reine Drehzahlregelung der Turbine durch den Drehzahlregler 6 erfolgen. Für diesen Betriebsfall ist eine relativ geringe Energiezufuhr, also ein kleiner Wert der Öffnung H erforderlich. Wird daher dem Leistungsregler 9 ein zusätzlicher Sollwert A P* aufgeschaltet, der dem Öffnungsregler 1 ein größeres Eingangssignal liefert als der Drehzahlregler 6, so kann nur das Ausgangssignal des letzteren als Sollwert H* am Eingang des Öffnungsreglers 1 wirksam werden, da das Selektivgerät 8 eine Minimumauswahl trifft. Der Leistungsregler 9 ist damit außer Betrieb gesetzt, und die Turbine wird etwa entsprechend der in F i g. 2 mit I bezeichneten Charakteristik hochgefahren. Beim Erreichen der der Netzfrequenz entsprechenden Drehzahl und gleichzeitig mit Anschaltung des Synchrongenerators an das Verbundnetz wird der Zusatzsollwert An* des Drehzahlreglers 6 zugeschaltet. Da die Drehzahl der Maschine nun vom Netz her festgelegt ist, liefert auf Grund der Differenz zwischen dem Sollwert (n* + A n*) und dem Drehzahlistwert n, welcher der Netzfrequenz entspricht, der Drehzahlregler 6 ein Signal, welches das des Leistungsreglers 9 übersteigt. Es wird also im Verbundbetrieb auf diese Weise der Drehzahlregler 6 außer Betrieb gesetzt, und die Leistungsabgabe der Maschine wird bei konstanter Drehzahl vom Leistungsregler 9 bestimmt, wie dies in F i g. 2 durch die mit 1I bezeichnete Kennlinie angedeutet ist.
  • Der Drehzahlregler 6 kann zweckmäßigerweise ein I- oder ein PI-Regler sein. Grundsätzlich ist jedoch auch ein Proportionalregler an dieser Stelle denkbar. Da jedoch im allgemeinen der Betrieb am starren Netz überwiegt, für diesen Fall also der Drehzahlregler stets außer Funktion bleiben soll, müßte bei Verwendung eines Proportionalreglers dafür gesorgt werden, daß der Zusatzsollwert An* eine genügend große Langzeitkonstanz aufweist. Bei Verwendung eines I- oder PI-Reglers hingegen ist man von dieser Anforderung weitgehend frei, da bekanntlich das Ausgangssignal eines Reglers mit Integralverhalten bei noch so kleinem, dauernd von Null verschiedenem Eingangssignal einen maximal möglichen Festwert erreicht.
  • Die Wirkungsweise der in F i g. 1 dargestellten Regelanordnung wird nun auch bei den anderen möglichen Fällen der Betriebsführung der Turbine verständlich. Bei Lastabwurf, d. h. bei plötzlichem Abtrennen des Synchrongenerators vom Verbundnetz. wird wieder eine reine Drehzahlregelung erforderlich. Der Zusatzsollwert d n* wird daher durch das Schaltglied 12 abgeschaltet und der Zusatzsollwert A P* durch das Schaltglied 13 zugeschaltet. Dies kann zweckmäßigerweise so bewirkt werden, daß die Betätigung der vorgenannten Schaltglieder in Abhängigkeit vom Betrag oder dem Gradienten der Leistungsänderung gebracht wird. An dieser Stelle kann z. B. die auch unter der Bezeichnung Lastsprungrelais bekanntgewordene Einrichtung eingesetzt werden. Beim Arbeiten auf ein nicht starres Netz bzw. beim Alleinbetrieb des Synchrongenerators auf ein Eigennetz wird entsprechend der Zusatzsollwert A n* abgeschaltet und der Leistungsregler 9 außer Betrieb gesetzt. Werden bei den beiden letzteren Betriebsfällen statische Drehzahl-Leistungs-Kennlinien erforderlich, so kann dem Drehzahlregler 6 durch an sich bekannte Rückführungsmittel ein Proportionalverhalten verliehen werden, sofern er ein solches nicht ohnehin schon besitzt.
  • Ein wichtiges Element stellt das im Leistungssollwertkreis angeordnete Begrenzergerät 14 dar, welches die Möglichkeit gibt, als wesentlich angesehene Einlußgrößen zur Wirkung zu bringen. Im dargestellten Ausführungsbeispiel dieses Begrenzergerätes ist eine Laständerungsbegrenzung 18 vorgesehen, welche die zulässige zeitliche Laständerung der Turbine festlegt nach Art des in ihrem Blocksymbol dargestellten sogenannten Scherendiagramms. Innerhalb dessen gestrichelten Bereiches ist eine sofortige Laständerung und damit auch eine sofortige Weitergabe des entsprechenden Sollwertbefehles möglich. Beim Erreichen der Grenzkurven a oder b wird der Sollwertbefehl entsprechend derselben verzögert.
  • Zur Erläuterung der Wirkungsweise der Laständerungsbegrenzung 18 sei angenommen, daß der Synchrongenerator gerade seine halbe Nennleistung abgeben möge. Der Ausgangswert des als Sollwertumformer wirkenden 17bertragungsgliedes 18 befindet sich dann ebenfalls bei 50 % seines Stellbereiches. , Wird nun - etwa durch plötzliches Verändern des konstanten Anteils P1* des Sollwertes des Leistungsreglers 9 - ein Befehl gegeben, der die Turbine zur Abgabe ihrer vollen Nennleistung auffordern würde, so wird sich das Ausgangssignal der Laständerungs-Begrenzung 18 zunächst nur bis zu dem Wert verändern, der durch die Grenzkurve a bestimmt ist, was bei dem dargestellten Diagramm etwa 75 % Nennlast entspricht. Sodann würde das umgeformte Sollwert Signal entsprechend der Sollwertkurve a langsam ansteigen, bis der zur Abgabe von 100% Nennlast entsprechende Sollwert erreicht ist. Die Charakteristik des in F i g. 1 dargestellten Scherendiagramms ist im Einzelfall an die jeweils verwendete Turbine anzupassen. Die technische Realisierung einer derartigen Laständerungsbegrenzung kann z. B. durch mit RC-Gliedern beschalteten Gleichstromverstärkern erfolgen, deren jeweils maßgebende Zeitkonstanten abhängig sind von Größe und Änderung des Eingangssignals. Auch durch Proportionalverstärker, die mit entsprechend bemessenen verzögernden bzw. nachgebenden Rückführungen beschaltet sind, kann das vorstehend beschriebene übertragungsverhalten bewirkt werden.
  • In dem Begrenzergerät 14 ist eine weitere Möglichkeit vorgesehen, auf den Sollwert P* des Leistungsreglers 9 Einfluß zu nehmen, und zwar bei Vorliegen bestimmter, die Anlage gefährdender Kriterien. Es handelt sich dabei um solche Grenzwerte, die unmittelbar durch Ändern des Sollwertes P* de5 Leistungsreglers erreicht bzw. vermieden werden können. Zu diesem Zweck sind an die Eingangs-5 klemmen 19 und 20 zweier gleichartig aufgebauter Verstärker 21 und 22 Spannungen T und D gelegt, wobei z. B. T eine Spannung bezeichnen soll, die der Frischdampftemperatur, und D eine Spannung bezeichnen soll, die dem Frischdampfdruck am Kesselaustritt entspricht. Diese Spannungen werden mit durch Potentiometer 23 und 24 einstellbaren Grenzwerten verglichen. Wesentlich ist, daß durch die einseitige Ausgangsbegrenzung der Verstärker 21 und 22 ein korrigierender Regeleingriff erst dann erfolgt, wenn die genannten Grenzwerte unter- bzw. überschritten werden. In diesem Fall entsteht an dem betreffenden Verstärkerausgang ein zusätzliches Sollwertsignal, das in Abhängigkeit von der vorhandenen Abweichung vom eingestellten Grenzwert auf eine Verkleinerung bzw. Vergrößerung der Öffnung H des Frischdampfventils gerichtet ist.
  • Vorteilhaft ist es in diesem Zusammenhang, den Verstärkern 21 und 22 durch die Kombination einer ohmschen mit einer kapazitiven Gegenkopplung ein verzögerndes Verhalten zu verleihen, so daß der Regeleingriff der Verstärker weich einsetzt.
  • Die in F i g. 1 dargestellte Anordnung läßt sich gegebenenfalls derart zwanglos erweitern, daß weiteren zu überwachenden Anlagekriterien je ein zusätzlicher Verstärker zugeordnet wird, dessen Ausgangsgröße dann ebenfalls auf den Summierpunkt 25 geschaltet ist.
  • Wie schon erwähnt, soll durch den proportionalen Anteil P,* des Sollwerts P* ein Leistungsbeitrag in den Fällen bereitgestellt werden, wo die Frequenz des Verbundnetzes z. B. infolge von Fehlbilanzen zwischen Verbrauch und Erzeugung von ihrer konstanten Frequenz f * abweicht. Es kann im Einzelfall sich als zweckmäßig oder notwendig erweisen, diesen Einfluß unabhängig von seiner Größe sofort wirken zu lassen. Zu diesem Zweck kann durch Betätigen eines Schalters 26 der Wert von P2* an der Laständerungsbegrenzung 18 vorbeigeführt werden, so daß also immer eine von der Turbine her unbegrenzte Stützung des Verbundnetzes erfolgen kann.

Claims (9)

  1. Patentansprüche: 1. Elektrohydraulischer Regler für das Frischdampfventil einer Dampfturbine, d a d u r c h g e -k e n n z e i c h n e t, daß das Frischdampfventil von einem Öffnungsregler in Abhängigkeit von seiner Stellung geregelt wird und als Sollwert (H*) entweder eine von der Drehzahl oder eine von der Leistung abhängige Größe wahlweise aufschaltbar ist.
  2. 2. Regler nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß sowohl die von der Drehzahl als auch die von der Leistung abhängigen Größen das Ausgangssignal je eines überlagerten Reglers (6, 9) sind.
  3. 3. Regler nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Ausgangssignale der überlagerten Regler einem an sich bekannten Selektivgerät (8) zugeführt sind, welches jeweils nur das kleinste dieser Ausgangssignale auf den Eingang des öffnungsreglers durchschaltet, wobei dem Sollwert des jeweils nicht benötigten Reglers (6, 9) ein Zusatzsollwert zugefügt ist.
  4. 4. Regler nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß dem Öffnungsregler zusätzlich das Ausgangssignal eines Teilreglers (10) über das Selektivgerät zuführbar ist, dessen Regelgröße der Polradwinkel eines von der Turbine angetriebenen Synchrongenerators ist.
  5. 5. Regler nach den Ansprüchen 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Sollwert (P*) des Leistungsreglers (9) zusammengesetzt ist aus einem konstanten (Pi*) und einem der Differenz zwischen der Netzfrequenz (fNetz) und einer konstanten Frequenz (f*), vorzugsweise von 50 Hz proportionalen Anteil (P,*).
  6. 6. Regler nach den Ansprüchen 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Sollwert (P*) des Leistungsreglers (9) über ein Begrenzergerät (14) geführt ist.
  7. 7. Regler nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß das Begrenzergerät (14) eine Laständerungsbegrenzung (18) enthält. B.
  8. Regler nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß nur der konstante Anteil (Pl*) des Sollwertes des Leistungsreglers (9) über die Laständerungsbegrenzung (18) geführt ist.
  9. 9. Regler nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß das Begrenzergerät (14) von Kesselgrößen beaufschlagte Verstärker (21, 22) enthält, deren Ausgänge einseitig begrenzt sind, in der Weise, daß nach Überschreiten bestimmter Grenzwerte der Kesselgrößen der Sollwert (P*) des Leistungsreglers (9) erniedrigt wird.
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