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DE1292611B - Verfahren zum kontinuierlichen Herstellen von Trinkbranntwein - Google Patents

Verfahren zum kontinuierlichen Herstellen von Trinkbranntwein

Info

Publication number
DE1292611B
DE1292611B DEJ20985A DEJ0020985A DE1292611B DE 1292611 B DE1292611 B DE 1292611B DE J20985 A DEJ20985 A DE J20985A DE J0020985 A DEJ0020985 A DE J0020985A DE 1292611 B DE1292611 B DE 1292611B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
column
product
brandy
drinking
fractionation column
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEJ20985A
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Heinz
Panzer
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Schott AG
Original Assignee
Jenaer Glaswerk Schott and Gen
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Jenaer Glaswerk Schott and Gen filed Critical Jenaer Glaswerk Schott and Gen
Priority to DEJ20985A priority Critical patent/DE1292611B/de
Priority to GB45500/62A priority patent/GB1023698A/en
Publication of DE1292611B publication Critical patent/DE1292611B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B01PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
    • B01DSEPARATION
    • B01D3/00Distillation or related exchange processes in which liquids are contacted with gaseous media, e.g. stripping
    • B01D3/001Processes specially adapted for distillation or rectification of fermented solutions
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C12BIOCHEMISTRY; BEER; SPIRITS; WINE; VINEGAR; MICROBIOLOGY; ENZYMOLOGY; MUTATION OR GENETIC ENGINEERING
    • C12HPASTEURISATION, STERILISATION, PRESERVATION, PURIFICATION, CLARIFICATION OR AGEING OF ALCOHOLIC BEVERAGES; METHODS FOR ALTERING THE ALCOHOL CONTENT OF FERMENTED SOLUTIONS OR ALCOHOLIC BEVERAGES
    • C12H6/00Methods for increasing the alcohol content of fermented solutions or alcoholic beverages
    • C12H6/02Methods for increasing the alcohol content of fermented solutions or alcoholic beverages by distillation

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Genetics & Genomics (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Biochemistry (AREA)
  • Bioinformatics & Cheminformatics (AREA)
  • Food Science & Technology (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Wood Science & Technology (AREA)
  • Zoology (AREA)
  • Alcoholic Beverages (AREA)
  • Vaporization, Distillation, Condensation, Sublimation, And Cold Traps (AREA)
  • Preparation Of Compounds By Using Micro-Organisms (AREA)

Description

  • Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum kontinuierlichen Herstellen von Trinkbranntwein, bei welchem durch einmalige Verdampfung vergorener Flüssigkeiten oder Maischen aus zucker- oder stärkehaltigen Früchten unter Anwendung einer Rauhbranntkolonne und einer damit in Verbindung stehenden Fraktionierkolonne im oberen Teil der Fraktionierkolonne ein stark alkoholhaltiges Produkt abgezogen und eine fuselölhaltige Fraktion in der unteren Hälfte der Fraktionierkolonne oberhalb des Sumpfes abgeführt wird, mit dem Kennzeichen, daß das am unteren Ende der Fraktionierkolonne anfallende, schwach alkoholhaltige Sumpfprodukt mit dem stark alkoholhaltigen Produkt gemischt wird.
  • Die Erzeugung von Destillaten aus. Wein, Obst und Korn erfolgt üblicherweise durch periodisches Herstellen eines Rohbzandes aus Brennwein oder Maischen und anschließende mehrmalige Destillation des Rohbrandes zu Feinbrand. Es ist verständlich, daß das mehrmalige Brennen einen beträchtlichen Energie- und Materialaufwand erfordert. Man hat daher auch schon vorgeschlagen, den Rohbrand kontinuierlich zu gewinnen. An sich lag es auch nahe, die Herstellung des Feinbrandes kontinuierlich zu gestalten und darüber hinaus den Verdampfungsvorgang des Roh- und des Feinbrandes miteinander zu verbinden. Die Vorschläge, die die kontinuierlich arbeitende Rauhbrandkolonne verlassenden Brüden anschließend zu fraktionieren, konnten jedoch nicht zu einem befriedigenden Ergebnis führen, da die auf diese Weise erhaltenen Produkte keineswegs in der Qualität den Erzeugnissen entsprachen, welche durch mehrmalige Destillation gewonnen urden. Es zeigte sich nämlich, daß das Endprodukt' einerseits nachteilige Stoffe enthielt und andererseits wertgebende Komponenten vermissen ließ.
  • Bei diesem bekannten Verfahren wird das Endprodukt dem oberen Teil einer Fraktionierkolonne entnommen, d. h., daß das Fertigprodukt durch einmalige Verdampfung der aus zucker- oder stärkehaltigen Früchten durch Gärung erhaltenen Flüssigkeiten oder Maischen unter Anwendung einer Fraktionierkolonne gewonnen wird, wobei die im Sumpf der Fraktionierkolonne sich ansammelnden, schwach alkoholhaltigen Produkte ausgeschieden, d. h. in den Kreislauf der Rauhbrandkolonne zurückgegeben wurden, zumal man der Auffassung war, daß gerade die fuselölhaltigen Produkte sich am unteren Ende der Fraktionierkolonne ansammeln.
  • Es wurde auch schon vorgeschlagen, in der Fraktionierkolonne die Kondensatoren, welche die zur Gegenstromdestillation notwendige Menge Konden-= sat niederschlagen, so zu bemessen - und _ einzustellen, daß die leichtflüchtigen Anteile der Brüden diese umkondensiert passieren und dadurch nicht mehr im Gegenstrom auf die Fraktion gelangen.
  • Desgleichen ist es bekannt, die im oberen Teil der Fraktionierkolonne erhaltenen Stoffe dem Fertigprodukt zuzuführen, da diese Fraktionen vielfach wertvolle Aromastoffe enthalten.
  • Es wurde nun überraschend gefunden, daß ein Trinkbranntwein von ebenso guter Qualität wie der der mehrfach diskontinuierlich destillierten Brände dadurch erhalten werden kann, daß das bei der kontinuierlichen Destillation im oberen Teil der Fraktionierkolonne anfallende, stark alkoholhaltige Produkt mit dem Sumpfprodukt der Fraktionierkolonne verschnitten wird. Dies ist völlig unerwartet, denn es war zu erwarten, daß alle flüchtigen Stoffe, die ja die wesentlichen Aromakomponenten der Branntweine darstellen und die ja auch bei der diskontinuierlichen mehrfachen Destillation der Branntweine in das Kopfprodukt übergehen, auch bei der kontinuierlichen Destillation in ihrer Gesamtheit im oberen Teil der Fraktionierkolonne erscheinen müßten.
  • Es hat sich aber gezeigt, daß bei der kontinuierlichen fraktionierten Destillation wertvolle flüchtige Stoffe, insbesondere Säuren, im Sumpf der Fraktionierkolonne zurückbleiben und auch dann nicht in das Produkt der Fraktionierkolonne gelangen, wenn man den Sumpf der Fraktionierkolonne auf die Rauhbrandkolonne zurückgibt, wie man es bisher vorgeschlagen hat. Viehmehr reichern sich bei diesem bekannten Verfahren diese wertvollen Stoffe im Sumpf der Rauhbrandkolonne an und werden mit diesem verworfen.
  • Eine eingehende Untersuchung hat dies bewiesen. Bei diesem Versuch wurde Brennwein auf eine Destillationsapparatur gegeben, die aus einer Rauhbrandkolonne und einer unmittelbar nachgeschalteten Fraktionierkolonne bestand. Es wurde 60 Minuten destilliert, dann wurden die einzelnen Proben gezogen und die Produkte auf Säuren untersucht. Die nachfolgende Tabelle zeigt die Ergebnisse:
    Produkt Produkt- Säure im
    menge Produkt*
    Eingesetzter Brennwein . . 1000 ml 2,178 g
    Sumpf der Rauhbrand-
    kolonne ............. 390 ml 0,440 g
    Sumpf der Fraktionier-
    kolonne . . . . . . . . . . . . . 380 ml 1,642 g
    Produkt der Fraktionier-
    kolonne . . . . . . . . . .... 246 ml 0,062 g
    * Berechnet als Essigsäure.
    Wie diese Ergebnisse zeigen, gelangen diese Säuren nur zu einem verschwindend kleinen Teil in das Produkt der Fraktionierkolonne; wird der Sumpf der Fraktionierkolonne aber auf den Kopf der Rauhbrandkolonne zurückgegeben, dann sammelt sich ein erheblicher Teil dieser flüchtigen Säuren ebenfalls im Sumpf der Rauhbrandkolonne an und wird mit diesem kontinuierlich abgezogen.
  • Die Ursache für dieses Verhalten liegt darin, daß diese wasserdampfflüchtigen Säuren zwar mit den schwach alkoholhaltigen, aber stark wasserhaltigen Dämpfen der Rauhbrandkolonne aus dieser abgetrieben werden können, mit steigendem Alkoholgehalt in der Fraktionierkolonne jedoch ihre Flüchtigkeit verlieren und sich dadurch im Sumpf der Fraktionierkolonne ansammeln.
  • Das Verfahren gemäß der Erfindung wird an Hand der Zeichnung näher erläutert. Die Zeichnung zeigt beispielsweise und schematisch eine Fraktionierkolonne, wie sie zur Durchführung des Verfahrens gemäß der Erfindung geeignet ist. Die der Fraktionierkolonne vorgeschaltete Rauhbrandkolonne ist der übersichtlichkeit halber weggelassen.
  • Durch die Leitung 1 werden die zu entgeistenden Brüden zugeführt und gelangen in die Säule der Fraktionierkolonne 2. Das am Destillationsaufsatz 3 anfallende Destillat wird entnommen und nach Küh- Jung durch den Kühler 4 in das Sammelgefäß 5 geführt. Dieses Destillat bildet die Hauptmenge des gewonnenen Produktes und wird erfindungsgemäß mit dem am unteren Ende 6 der Fraktionierkolonne anfallenden, schwach alkoholhaltigen Produkt verschnitten. Hierzu wird dieses Produkt nach Kühlung durch den Kühler 7 durch die Leitung 8 ebenfalls dem Sammelgefäß 5 zugeführt.
  • Wie bei den bekannten Verfahren wird eine fuselölhaltige Fraktion am Destillationsaufsatz 9 durch die Leitung 10 abgeführt. Das am Destillationsaufsatz 11 anfallende Destillat enthält für das Endprodukt unwesentliche Bestandteile und wird durch die Leitung 12 nach Kühlung durch den Kühler 13 in ein Hilfssammelgefäß 14 abgeführt.
  • Sowohl die Menge des am Destillationsaufsatz 3 abgenommenen Destillates als auch die Menge der am Destillationsaufsatz 11 abgenommenen unerwünschten Bestandteile können durch Hähne 15 und 16 geregelt werden.
  • Da die im Kopf der Fraktionierkolonne anfallenden Stoffe vielfach wertvolle Bestandteile enthalten, können diese über die Leitung 17, den Kühler 18 und die Leitung 19 ebenfalls dem Sammelgefäß 5 und damit dem Endprodukt zugeführt werden. Treten in dieser letzten Fraktion unerwünschte Bestandteile auf, so werden diese durch öffnen des Hahnes 20 in das Hilfssammelgefäß 14 abgeführt und damit ausgeschieden.
  • Das Verfahren gemäß der Erfindung gestattet es, aus einer einmalig verdampften Flüssigkeit oder Maische, die aus zucker- oder stärkehaltigen Produkten durch Gärung erhalten ist, kontinuierlich einen Feinbrand zu erzeugen und hierbei die Abtrennung unerwünschter Bestandteile und die Erhaltung wertvoller Bestandteile wunschgemäß zu steuern, so daß Produkte von besonders hoher Qualität gewonnen werden.
  • Von besonderer Bedeutung ist es, daß alle mit Dämpfen oder Flüssigkeiten in Berührung kommenden Teile aus Glas hergestellt sind und somit keine Geschmacksbeeinträchtigung durch Metalle auftreten kann.

Claims (1)

  1. Patentanspruch: Verfahren zum kontinuierlichen Herstellen von Trinkbranntwein, bei welchem durch einmalige Verdampfung vergorener Flüssigkeiten oder Maischen aus zucker- oder stärkehaltigen Früchten unter Anwendung einer Rauhbranntkolonne und einer damit in Verbindung stehenden Fraktionierkolonne im oberen Teil der Fraktionierkolonne ein stark alkoholhaltiges Produkt abgezogen und eine fuselölhaltige Fraktion in der unteren Hälfte der Fraktionierkolonne oberhalb des Sumpfes abgeführt wird, d a d u r c h g e -kennzeichnet, daß das am unteren Ende der Fraktionierkolonne anfallende, schwach alkoholhaltige Sumpfprodukt mit dem stark alkoholhaltigen Produkt gemischt wird.
DEJ20985A 1961-12-08 1961-12-08 Verfahren zum kontinuierlichen Herstellen von Trinkbranntwein Pending DE1292611B (de)

Priority Applications (2)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEJ20985A DE1292611B (de) 1961-12-08 1961-12-08 Verfahren zum kontinuierlichen Herstellen von Trinkbranntwein
GB45500/62A GB1023698A (en) 1961-12-08 1962-12-03 Production of potable spirits

Applications Claiming Priority (1)

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DEJ20985A DE1292611B (de) 1961-12-08 1961-12-08 Verfahren zum kontinuierlichen Herstellen von Trinkbranntwein

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DE1292611B true DE1292611B (de) 1969-04-17

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CN102827882B (zh) * 2005-09-30 2014-09-17 东能量生成股份有限公司 废物部分的不加压预处理、酶法水解和发酵
CN117264724B (zh) * 2023-11-21 2024-01-30 中集安瑞醇科技股份有限公司 风味烈酒蒸馏塔

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GB1023698A (en) 1966-03-23

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