DE1290631B - Quecksilberdampfdrucksteuereinrichtung mit einem Amalgam bildenden Material und Einrichtungen zur Stabilisierung des Amalgams - Google Patents
Quecksilberdampfdrucksteuereinrichtung mit einem Amalgam bildenden Material und Einrichtungen zur Stabilisierung des AmalgamsInfo
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Description
1 2
Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zur Steue- ten Quecksilberdampfdrucksteuereinrichtungen verrung
des Quecksilberdampfdruckes einer Quecksil- sehenen und üblicherweise in waagerechter Stellung
berniederdruck-Entladungslampe, die ein Amalgam betriebenen Leuchtstofflampen häufig Quecksilbereines
Metalls aufweist, wobei das Amalgam auf einem dampfdrücke erzeugten, welche die optimalen Drücke
durchbrochenen Träger, der das Amalgam in dessen 5 überschritten. Weitere Untersuchungen haben gezeigt,
flüssigem Zustand festhält, verankert ist, nach daß die Ursache hierfür auf die Wanderung des
Patent 1246120. Amalgams aus seiner anfänglich gleichmäßigen Ver-
Wie an sich bekannt, muß der Quecksilberdampf- teilung innerhalb der zellenförmigen Struktur der
druck innerhalb einer Leuchtstofflampe zur Erzielung drahtgitterförmig ausgebildeten Dampfdrucksteuereiner
optimalen Lichtausbeute während des Betriebes io einrichtung zur Spitze und zu der im geringsten Abinnerhalb
bestimmter Grenzen verbleiben. Die Steue- stand zur Kathode angeordneten Kante dieser Einrung
des Quecksilberdampfdruckes wird mit steigen- richtung zurückzuführen ist.
der Betriebstemperatur der Lampe zunehmend Aus ungeklärten Gründen neigt das Amalgam
schwieriger und bildet daher für die im Handel be- dazu, in Richtung höherer Temperaturen zu wandern,
findlichen sogenannten »hochbelasteten« Leuchtstoff- 15 wodurch es sich bei Fortdauer des Lampenbetriebes
lampen und für die in geschlossenen Gehäusen ange- an der Spitze der Hülse sammelt und schließlich über
ordneten Leuchtstofflampen üblicher Belastung erheb- die Hülsenkante auf den rohrförmigen Glasschaft
liehe Konstruktionsschwierigkeiten. tropft. Wenn der Glasschaft bereits benetzt ist, fließt
Das gewünschte Maß der Dampfdrucksteuerung das Amalgam relativ rasch über die Glasoberfläche
läßt sich erzielen, wenn eine bestimmte Metallmenge, 20 zur Kathode, wodurch Amalgam aus der hülsenartig
z. B. Indium, im Lampeninneren an einer Stelle ange- gestalteten Einrichtung in einem Maße ausfließt, das
ordnet wird, an der das Metall mit dem Quecksilber in bestimmten Fällen zu einer im wesentlichen amalunter
Bildung eines Amalgams reagiert, das in gezün- gamfreien Steuereinrichtung führt,
detem Zustand der Lampe bei einer vorgewählten Diese Wanderung des Amalgams führt zu einer
Temperatur zur Wirkung gelangt. Da der Queck- 25 Schwächung des Lampenbetriebes, wobei das Amalsilberdampfdruck
— betrachtet bei gleicher Tempera- garn bei seiner Annäherung an die Kathode mit forttur
— über einem solchen Amalgam niedriger ist als schreitend höheren Temperaturen arbeitet. Das
über flüssigem Quecksilber, behält das Amalgam die Amalgam verliert dabei stufenweise die Fähigkeit,
Fähigkeit der Steuerung des Quecksilberdampfdruk- den Quecksilberdampfdruck zu steuern, was gegebekes
über einen erheblich größeren Bereich der Umge- 30 nenfalls dazu führen kann, daß die Leuchtstofflampe
bungstemperatur bei, als dies das bei üblichen lediglich als übliche Lampe arbeitet, in der ein kon-Leuchtstofflampen
verwendete kondensierte Queck- densiertes Quecksilberbad als Steuerzentrum dient,
silberbad vermag. Derzeit sind die Ursachen für diese Wanderung des
Es hat sich gezeigt, daß das Amalgam bildende Amalgams bzw. für dieses Transportphänomen noch
Metall mühelos in die Lampenanordnung eingefügt 35 nicht restlos geklärt. Diese Wanderung bildet für die
werden kann, wenn dieses zwischen zwei Teile aus Herstellung und den Vertrieb von Leuchtstofflampen,
durchbrochenem Material, z. B. zwischen zwei Draht- die mit Quecksilberdampfdrucksteuereinrichtungen
gitter, gepreßt und die erhaltene, lamellenförmig aus- mit Amalgam versehen sind, einen schwerwiegenden
gebildete Anordnung zu einer Hülse gekrümmt wird Nachteil.
und die Hülse auf einen der Lampenschäfte aufge- 40 Bei der gleichzeitig mit der vorliegenden Erfindung
stülpt wird. vorgeschlagenen Steuereinrichtung ist das Amalgam
Eine Steuereinrichtung sowie eine mit dieser bildende Metall in diskrete Abschnitte zerteilt, und es
Steuereinrichtung versehene Leuchtstofflampe sind werden Komponenten verwendet, unter deren Wirim
Hauptpatent beschrieben. kung die thermischen Eigenschaften und die Fähig-
Untersuchungen an Lampen, die mit lamellenför- 45 keit, das Amalgam auf der Steuereinrichtung zu bemig
zusammengesetzten sowie hülsenförmig ausgebil- wahren, verbessert werden. Untersuchungen der
deten Steuereinrichtungen versehen waren, ergaben, Lampenlebensdauer (über 5000 Betriebsstunden), die
daß das Amalgam bildende Metall während des Ein- mit Steuereinrichtungen dieser Art durchgeführt wurschmelzens,
z. B. der Glasschäfte in den Lampen- den, zeigten, daß das Amalgam auch bei diesen Einkorben,
schmolz und daß gelegentlich ein Teil des 50 richtungen noch in einem bestimmten Maße zur
geschmolzenen Metalls während der Lampenherstel- »Wanderung« neigt, und zwar insbesondere bei Verlung
von der Steuereinrichtung abtropfte. Zur Behe- wendung von Indium-Quecksilberamalgam mit
bung dieses Nachteiles wurde vorgeschlagen, die 90 Atomprozent Indiumanteil. Enden der hülsenartig ausgebildeten Steuereinrich- Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zu-
tung mit einer Substanz zu bedecken, die das Metall 55 gründe, eine Quecksilberdrucksteuereinrichtung der
oder Amalgam nicht ohne weiteres benetzt, oder die vorgenannten Art zu schaffen, die wenig aufwendig
hülsenartig ausgebildete Steuereinrichtung mit einem herstellbar ist und die Wanderung des Amalgams
Rand zu versehen, der frei von Amalgam bildendem während der Lebensdauer der Leuchtstofflampe oder
Metall ist. Eine Steuereinrichtung dieser Art ist gleich- einer sonstigen Einrichtung entweder unterbindet
zeitig mit dieser Erfindung vorgeschlagen worden. 60 oder auf annehmbare Werte beschränkt.
Untersuchungen der Lebensdauer, die an Leucht- Eine weitere Aufgabe der Erfindung besteht in der
stofflampen durchgeführt wurden, die mit den vorge- Schaffung einer Leuchtstofflampenhalterung, die mit
nannten sogenannten »dichten« hülsenartig ausgebil- einer Quecksilberdampfdrucksteuereinrichtung verdeten
Quecksilberdampfdrucksteuereinrichtungen ver- sehen ist, die ein Amalgam bildendes Metall aufweist
sehen waren, offenbarten einen beim Betrieb dieser 65 und derart ausgebildet ist, daß das Amalgam wäh-Lampen
auftretenden weiteren Nachteil. Dieser Nach- rend der beschränkten Lebensdauer der Lampe auf
teil machte sich dann bemerkbar, wenn die mit den der Halterung verbleibt und die Fähigkeit der Steuevorstehend
aufgezeigten und mit Indium imprägnier- rung des Dampfdruckes beibehält.
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Zur Lösung dieser Aufgabe ist die Steuereinrich- geschmolzen sind. Die Lampenhalterungen 14 sind
tung dadurch gekennzeichnet, daß der Träger aus jeweils mit einem glasartigen Lampenschaft 15 und
einem ersten durchbrochenen Element besteht, auf einer Kathode 16 versehen. Jede Kathode 16 ist mit
dessen einer Seitenfläche ein relativ weiches metalli- Leitungsdrähten 17, 18 verbunden. Die Leitungs-
sches Material aufgebracht ist, wobei das metallische 5 drähte 17, 18 sind in den Lampenschaft 15 einge-
Material eine Affinität zum Quecksilber besitzt und schmolzen und mit den Enden eines Trägers 20 ge-
mit diesem unter Bildung von Amalgam reagiert, und koppelt. Die Träger 20 sind jeweils mit den einen
auf dessen anderer Seitenfläche ein zweites durch- Stirnenden des Lampenkolbens 12 verbunden. Die
brochenes Element angeordnet und deckungsgleich Kathode 16 ist eine Wolframdrahtspule, die mit
mit dem ersten Element ausgerichtet ist. io einem elektronenemittierenden Material bedeckt und
Bei einem bevorzugten Ausführungsbeispiel nach zwischen zwei vergrößerten Anoden 22 angeordnet
der Erfindung wird als Amalgam bildendes Metall ist. Die eine der beiden Halterungen 14 ist mit einem
Indium verwandt, das auf die eine Seitenfläche eines Röhrchen 23 versehen, das abgeschmolzen wird,
groben in dem ersten durchbrochenen Element ent- nachdem das Lampeninnere evakuiert, mit Queckhaltenen
Nickeldrahtgitters aufgepreßt ist, wobei ein 15 silber versetzt und mit einem geeigneten Startergas,
in dem zweiten durchbrochenen Element enthaltenen wie z. B. Argon, Neon oder einem Gemisch hieraus,
feines Kupferdrahtgitter — die freien Oberflächen gefüllt worden ist. Die Innenoberfläche des Lampendieses
Gitters werden anschließend oxydiert — auf kolbens 12 ist mit einer üblichen Schicht 13 aus ultradie
andere Seitenfläche des Nickeldrahtgitters aufge- violettempfindlichem Phosphor bedeckt,
bracht wird, um eine lamellenförmig zusammen- so Die Steuerung des Quecksilberdampfdruckes im gesetzte Anordnung zu bilden, die zu einer Hülse ge- Inneren der Lampe 10 während des Lampenbetriebes krümmt wird. Das dieser Art erzielte unterschiedliche wird durch eine lamellenförmig zusammengesetzte Benetzungsvermögen und die erhaltenen unterschied- sowie hülsenartig ausgebildete Steuereinrichtung 24 liehen mechanischen Kräfte, unter deren Wirkung das erzielt. Diese Steuereinrichtung ist durch eine Draht-Amalgam auf der Steuereinrichtung verbleibt, bewir- 35 federklemme 25 im bestimmten Abstand von der ken in Verbindung mit der Aufteilung des Indiums Kathode auf dem Lampenschaft 15 angeordnet. Die in einzelne Abschnitte und der Schaffung indium- Steuereinrichtung 24 enthält eine bestimmte Menge freier Ränder gemäß den erwähnten gleichzeitig mit eines relativ weichen Metalls, wie z. B. Indium dieser Erfindung gemachten Vorschlägen, daß das od. dgl., das eine Affinität zum Quecksilber aufweist Amalgam während der Lebensdauer der Lampe in 30 und mit diesem unter Bildung von Amalgam reagiert, der Steuereinrichtung verbleibt. Das Amalgam bildende Material reagiert mit dem
bracht wird, um eine lamellenförmig zusammen- so Die Steuerung des Quecksilberdampfdruckes im gesetzte Anordnung zu bilden, die zu einer Hülse ge- Inneren der Lampe 10 während des Lampenbetriebes krümmt wird. Das dieser Art erzielte unterschiedliche wird durch eine lamellenförmig zusammengesetzte Benetzungsvermögen und die erhaltenen unterschied- sowie hülsenartig ausgebildete Steuereinrichtung 24 liehen mechanischen Kräfte, unter deren Wirkung das erzielt. Diese Steuereinrichtung ist durch eine Draht-Amalgam auf der Steuereinrichtung verbleibt, bewir- 35 federklemme 25 im bestimmten Abstand von der ken in Verbindung mit der Aufteilung des Indiums Kathode auf dem Lampenschaft 15 angeordnet. Die in einzelne Abschnitte und der Schaffung indium- Steuereinrichtung 24 enthält eine bestimmte Menge freier Ränder gemäß den erwähnten gleichzeitig mit eines relativ weichen Metalls, wie z. B. Indium dieser Erfindung gemachten Vorschlägen, daß das od. dgl., das eine Affinität zum Quecksilber aufweist Amalgam während der Lebensdauer der Lampe in 30 und mit diesem unter Bildung von Amalgam reagiert, der Steuereinrichtung verbleibt. Das Amalgam bildende Material reagiert mit dem
Die Erfindung wird nachstehend an Hand der Quecksilber derart, daß eine über einen großen Bezeichnungen
näher erläutert. Darin zeigt reich der Umgebungstemperatur wirksame Steuerung
F i g. 1 eine teilweise geschnittene Ansicht einer des Quecksilberdampfdruckes erhalten wird,
mit einer Quecksilberdampfdrucksteuereinrichtung 35 Die vorliegende Erfindung betrifft die nachstehend
nach der Erfindung versehene Leuchtstofflampe, wo- beschriebene verbesserte Ausbildung der Steuer-
bei ein Teil des Lampenkolbens entfernt ist, einrichtung.
F i g. 2 eine Draufsicht auf eine Steuereinrichtung Gemäß dem in den F i g. 2 bis 5 gezeigten Ausfüh-
vor ihrer Ausbildung zu einer Hülse, rungsbeispiel nach der Erfindung weist die Steuer-
F i g. 3 einen Schnitt gemäß der Linie III-III in 40 einrichtung 24 einen inneren Streifen 26 aus Drahtgit-
F i g. 2 in vergrößertem Maßstab, ter auf, der in einen Streifen 28 aus Indium oder
F i g. 4 eine Stirnansicht der Steuereinrichtung nach einem anderen geeigneten Amalgam bildendem Mate-
F i g. 2 und 3 in hülsenartiger und zur Halterung auf rial eingebettet ist. Wie am besten aus den F i g. 3
dem Lampenschaft geeigneter Ausbildung. und 4 ersichtlich, ist der Drahtgitterstreifen 26 in den
F i g. 5 in vergrößertem Maßstab einen Schnitt 45 Bereich der einen Seite des Indiumstreifens 28 einge-
durch einen Lampenschaft samt Steuereinrichtung ge- bettet, so daß der überwiegende Teil des Indiums auf
maß der Linie V-V in F i g. 1, wobei Teile der Steuer- der hierzu abgekehrten Seitenfläche des Drahtgitters
einrichtung weggebrochen sind, angeordnet ist. Ein zweites Drahtgitter 30 wird gegen
F i g. 6 in auseinandergezogener perspektivischer die kleine Menge Indium angepreßt, derart, daß das
Darstellung Teile der Steuereinrichtung eines weite- 50 Indium durch die Öffnungen des Gitters 26 hindurch-
ren Ausführungsbeispieles nach der Erfindung, dringt und das Gitter 30 gemäß F i g. 3 bis 5 teilweise
F i g. 7 eine Draufsicht auf die zusammengefügte in das Indium eingebettet ist. Hierdurch werden die
Anordnung nach F i g. 6, beiden streifenförmigen Drahtgitter 26, 30 zusam-
F i g. 8 eine Stirnansicht auf die Steuereinrichtung mengepreßt und eine lamellenförmig zusammenge-
nach F i g. 6 und 7. 55 setzte Anordnung 24 geschaffen, die ohne Auflösen
Der Gegenstand nach der vorliegenden Erfindung bearbeitet und gekrümmt bzw. gebogen werden kann,
ist für verschiedene Arten elektrischer Entladungs- Gemäß F i g. 2 weisen die beiden Drahtgitterstreifen
einrichtungen, die zur Steuerung des Dampfdruckes 26 und 30 die gleiche Ausbildung und die gleichen
eines bestimmten Metalls oder bestimmter Zusätze Abmessungen auf. Beide Drahtgitterstreifen sind zuentsprechende
Einrichtungen benötigen, verwendbar. 60 dem deckungsgleich zueinander ausgerichtet. Der
Die Lehre nach der Erfindung ist jedoch insbesondere Indiumstreifen 28 ist kürzer und schmaler und mittig
für Leuchtstofflampen geeignet und wird daher nach- zwischen den beiden Drahtgitterstreifen angeordnet,
stehend an Hand von Leuchtstofflampen erläutert. so daß ein indiumfreier Rand B geschaffen wird, der
A f.., ,. ... sich vollständig längs dem Rand der Steuereinrichtung
Ausfuhrungsbeispiel I 6g 24 erstrec],t. |us |er Darstellung nach F i g. 4, wo-
Die F i g. 1 zeigt eine Leuchtstofflampe 10, wobei nach die Einrichtung 24 hülsenförmig ausgebildet ist,
übliche Halterungen 14 in die Stirnenden eines rohr- ist zu ersehen, daß der überstehende Teil des Indium-
förmigen lichtdurchlässigen Lampenkolbens 12 ein- Streifens 28 die Innenfläche und der nach außen ge-
5 6
kehrte freie Teil des Gitterstreifens 30 die Außen- fertigt wird, das den Austritt des Amalgams aus dem
fläche der hülsenartig ausgebildeten Einrichtung bil- inneren Gitter und dessen Aussickern auf das äußere
det. Demnach liegt der überwiegende Teil des In- Gitter unterbindet.
diums 28 gegen den Glasschaft 15 an, wenn die Vorzugsweise wird das äußere Gitter in sämtlichen
Steuereinrichtung 24 gemäß F i g. 5 auf der Halterung 5 Fällen aus Kupfer oder einem sonstigen gut wärme-14
angeordnet ist. Das Indium ist somit tief im Inne- leitenden Material gefertigt, das eine gleichmäßige
ren der Steuereinrichtung 24 angeordnet und steht in Verteilung der Wärme in der Steuereinrichtung beunmittelbarer
Berührung mit dem Schaft 15. wirkt.
Die Wanderung des Indiums und des hieraus ge- Nach Fig. 2 bis 5 wird das innere Gitter 26 im
bildeten Indium-Quecksilberamalgams auf der vorge- ισ Unterschied zum äußeren Gitter 30 vorzugsweise aus
nannten Stelle wird durch den erfindungsgemäßen einem Draht stärkeren Durchmessers hergestellt, um
Vorschlag unterbunden, den äußeren Drahtgitterstrei- die thermischen Eigenschaften der Steuereinrichtung
fen 30 aus einem feineren Gitter zu fertigen, als den 24 günstig zu beeinflussen. Bei Verwendung eines
inneren Drahtgitterstreifen 26 (s. Fig. 3 bis 5). inneren Gitters aus Nickel-und eines äußeren Gitters
Untersuchungen an l,5-Amper-96-Zoll-Tl 2-Leucht- 15 aus Kupferdraht sind gute Ergebnisse erzielbar, wenn
stoff lampen mit einem Lampenkolbendurchmesser die Gitter aus Kupferdrähten mit etwa 0,14 mm bzw.
von 3,81 cm haben ergeben, daß bei Verwendung Nickeldrähten mit etwa 0,23 mm Durchmesser geeines
äußeren Drahtgitters 30 mit 80 Maschen oder fertigt werden. Öffnungen pro 2,54 cm und eines inneren Gitters 26 . .... t,o;c,„-Qi Ττ
mit 50 Maschen bzw. öffnungen pro 2,54 cm ausge- « Ausfuhrungsbeispiel II
zeichnete Ergebnisse erzielbar sind. Das äußere Gitter in den Fi g. 6 bis 8 ist ein weiteres Ausführungsist also hierbei weniger porös bzw. durchbrochen, als beispiel nach der Erfindung dargestellt, wonach gedas
innere Gitter und dient damit zum »Einsperren« maß dem erwähnten gleichzeitig mit dieser Erfindung
der Flüssigkeit und des Amalgams. gemachten Vorschlag für eine Steuereinrichtung das
Ein weiteres wesentliches Merkmal der Erfindung as Amalgam bildende Material in Abschnitte zerteilt
macht sich das Prinzip der unterschiedlichen Be- wird. Wie beispielsweise aus Fig. 6 ersichtlich, weist
netzung zu eigen, um den lagesicheren Verbleib des die Steuereinrichtung 24 λ zwei rechteckförmig aus-Amalgams
auf der Halterung 14 zu gewährleisten. gebildete Abschnitte 32 und 34 aus Indium od. dgl.
Hierbei ist das innere Gitter 26 aus einem Metall ge- auf, die im Abstand zueinander angeordnet sind. Die
fertigt, das durch Indium und Indium-Quecksilber- 30 beiden Abschnitte 32, 34 sind zu einem groben inneamalgam
stark benetzbar ist, während das äußere ren Drahtgitter 26 α und einem feineren äußeren
Gitter 30 aus einem Material hergestellt wird, das Drahtgitter 30 α jeweils mittig ausgerichtet. Die streidurch
Indium und Indium-Quecksilberamalgam nur fenartig ausgebildeten Abschnitte 32, 34 aus Indium
schwach benetzt wird oder zur Abstoßung von Amal- sind gegen die Rückseite bzw. innere Oberfläche des
garn neigt. 35 inneren Drahtgitters 26 a gepreßt, so daß ein Teil
Bei Verwendung von Indium sind zufriedenstel- des Indiums das Drahtgitter durchdringt und mit der
!ende Ergebnisse erzielbar, wenn ein Nickel oder benachbarten Seitenfläche des äußeren Drahtgitters
nickelplattiertes Drahtgitter als innere Komponente 30 α in Berührung gelangt. Hierdurch werden die
und ein Kupferdrahtgitter als äußere Komponente einzelnen Elemente miteinander verbunden bzw. verder
Steuereinrichtung verwendet wird. Es hat sich ge- 40 schweißt.
zeigt, daß durch das während des Einschmelzens der Die erhaltene lamellenförmig ausgebildete Anord-
Halterung und während anderer zur Lampenherstel- nung ist in F i g. 7 gezeigt. Die Indiumstreifen 32 und
lung erforderlicher Arbeitsschritte auftretende Er- 34 sind hierbei im Abstand zueinander angeordnet
hitzen auf der freien, nach außen gekehrten Seiten- und jeweils mit einem auch im Bereich der Längsfläche
und im Bereich der Ränder des Kupferdraht- 45 mitte der Drahtgitter 26 α, 30 α ausgebildeten indiumgitters
eine Oxydschicht gebildet wird. Untersuchun- freien Rand B versehen. Dieser Rand bewirkt in Vergen
haben darüber hinaus gezeigt, daß Kupferoxyd bindung mit der Anordnung der Indiumstreifen 32
durch das Amalgam nur schwach benetzbar ist. Die und 34 auf der nach innen gekehrten Seitenfläche der
vorgenannte Kupferoxydschicht dient daher als Steuereinrichtung24α (s. Fig. 8), daß das Indium
Sperre, welche die Durchdringung des Amalgams 50 aus dem Innenbereich der Einrichtung nicht abwandurch
das Kupfergitter und seine Wanderung zur dert. Wenn das Indium während der Lampeöherstel-Außenfläche
der Steuereinrichtung 24 unterbindet. lung schmilzt, fließt und überbrückt dies den zwischen
Rostfreier Stahl ist durch Indium und Indium- der Steuereinrichtung 24 α und dem Lampenschaft
Quecksilberamalgam ebenfalls nur schwach benetz- 15 vorhandenen kleinen Luftspalt. Das Amalgam
bar, weshalb sich also auch dieser Stahl zur Fertigung 55 wird hierauf in der bereits beschriebenen Weise io
des äußeren Gitters eignet. Auch die Kombination der fertigen Lampe, und zwar innerhalb der Steuereines
aus rostfreiem Stahl gefertigten äußeren Gitters einrichtung durch benetzenden Kontakt mit dem
mit einem inneren Nickeldrahtgitter hat sich als ge- Lampenschaft gebildet.
eignet erwiesen, wenn mit 80 Atomprozent Indium Untersuchungen haben gezeigt, daß die mit den
versetztes Amalgam auf der Steuereinrichtung ver- 6a Dampfdrucksteuereinrichtungen nach der Erfindung
bleiben soll. Diese Kombination erwies sich bis zu ausgerüsteten Leuchtstofflampen während ihrer geeinem
Indiumanteil von 90 Atomprozent im Amal- samten Lebensdauer nicht zur Wanderung von Amalgam
als zufriedenstellend. gam neigen und mit konstantem Dampfdruck sowie
Da das Amalgam Glas stark benetzt, wird der ge- konstanter Lichtausbeute arbeiten,
wünschte Verbleib des Amalgams in dem zum Lam- 65 Zusammenfassend sei nochmals erwähnt, daß die
penschaft benachbarten Bereich der Steuereinrich- Erfindung zur Lösung der eingangs genannten Auftung
24 dadurch erzielt, daß das_ innere Gitter aus gaben vorschlägt, eine mit einem Amalgam bildenden
rostfreiem Stahl oder einem ähnlichen Material ge- Metall als steuerndes Medium versehene Quecksilber-
dampfdrucksteuereinrichtung zu verwenden, durch die, und zwar im Zusammenwirken konstruktiver und
funktioneller Merkmale, das Amalgam während der gesamten Lebensdauer der Lampe in bestimmten Bereichen
innerhalb der Lampe verbleibt.
Claims (11)
1. Einrichtung zur Steuerung des Quecksilberdampfdruckes einer Quecksilberdampfniederdruck-Entladungslampe,
die ein Amalgam eines Metalls aufweist, wobei das Amalgam auf einem durchbrochenen Träger, der das Amalgam in dessen
flüssigen Zustand festhält, verankert ist, nach Patent 1246120, dadurch gekennzeichnet,
daß der Träger aus einem ersten durchbrochenen Element (26, 26 a) besteht, auf dessen
einer Seitenfläche ein relativ weiches metallisches Material (28, 32, 34) aufgebracht ist, wobei das
metallische Material eine Affinität zum Quecksilber besitzt und mit diesem unter Bildung von
Amalgam reagiert, und auf dessen anderer Seitenfläche ein zweites durchbrochenes Element (30,
30 a) angeordnet und deckungsgleich mit dem ersten Element ausgerichtet ist.
2. Steuereinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß Teile des Amalgam bildenden
Materials (28 bzw. 32, 34) durch die Durchbrechungen des ersten durchbrochenen Elements
(26 bzw. 26 a) hindurchgreifen und mit der benachbarten Fläche des zweiten durchbrochenen
Elements (30 bzw. 30 a) in Berührung stehen, derart, daß die durchbrochenen Elemente in einstückig
sowie lamellenförmig ausgebildeter Verbindung zueinander stehen.
3. Steuereinrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Amalgam bildende
Material in mehrere getrennte Streifen (32, 34) zerteilt ist, daß diese Streifen im Abstand zu
den Stirnkanten des ersten durchbrochenen EIements(26a) angeordnet sind, derart, daß die
Streifen jeweils mit Bereichen (B) des ersten durchbrochenen Elements umgeben sind, die frei
von Amalgam bildenden Material sind.
4. Steuereinrichtung nach Anspruch 2,1 oder 3,
dadurch gekennzeichnet, daß der überwiegende Teil des Amalgam bildenden Materials (28 bzw.
32, 34) auf der vom zweiten durchbrochenen Element (30 bzw. 30 a) abgekehrten Seitenfläche
des ersten durchbrochenen Elements (26 bzw. 26 a) angeordnet ist.
5. Steuereinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß das erste durchbrochene Element (26 bzw. 26 a) durch das Amalgam bildende Material (28
bzw. 32, 34) leicht benetzbar ist, und daß das zweite durchbrochene Element (30 bzw. 30 a)
durch das Amalgam bildende Material weniger leicht benetzbar ist.
6. Steuereinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß die Größe und Anzahl der Durchbrechungen der ersten und zweiten durchbrochenen Elemente
(26 bzw. 26 a und 30 bzw. 30 a) unterschiedlich gewählt ist, derart, daß die Porosität des ersten
Elements größer ist als die Porosität des zweiten Elements.
7. Steuereinrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß das erste durchbrochene Element
(26 bzw. 26 a) aus Nickel und das zweite durchbrochene Element (30 bzw. 30 a) aus rostfreiem
Stahl gefertigt ist.
8. Steuereinrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß das erste durchbrochene Element
(26 bzw. 26 a) ein streifenförmiges Drahtgitter aus rostfreiem Stahl und das zweite durchbrochene
Element (30 bzw. 30 a) ein streifenförmiges Drahtgitter aus Kupfer enthält.
9. Steuereinrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß das erste durchbrochene Element
(26 bzw. 26 a) ein streifenförmiges Drahtgitter aus Nickel und daß das zweite durchbrochene
Element (30 bzw. 30 a) ein streifenförmiges Drahtgitter aus Kupfer enthält.
10. Steuereinrichtung nach Anspruch 9 oder 8, dadurch gekennzeichnet, daß die freien nach
außen gekehrten Seitenflächen des Drahtgitters aus Kupfer mit einer Kupferoxydschicht bedeckt
sind.
11. Steuereinrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß das Drahtgitter (26)
aus Nickel etwa 50 und das Drahtgitter (30) aus Kupfer etwa 80 Durchbrechungen pro 2,54 cm
aufweist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen 909 5Π/1369
Applications Claiming Priority (4)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| US38150364A | 1964-07-09 | 1964-07-09 | |
| US52489966A | 1966-02-03 | 1966-02-03 | |
| US52489866A | 1966-02-03 | 1966-02-03 | |
| US52490766A | 1966-02-03 | 1966-02-03 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1290631B true DE1290631B (de) | 1969-03-13 |
Family
ID=27503203
Family Applications (4)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEW39514A Withdrawn DE1246120B (de) | 1964-07-09 | 1965-07-09 | Quecksilberdampfniederdruck-Entladungslampe |
| DEW43297A Withdrawn DE1287215B (de) | 1964-07-09 | 1967-02-03 | Quecksilberdampfdruck-Steuereinrichtung mit einem abschnittweise Amalgam bildenden Metall |
| DEW43296A Withdrawn DE1290257B (de) | 1964-07-09 | 1967-02-03 | Quecksilberdampfdrucksteuereinrichtung fuer eine elektrische Entladungslampe, sowie Verfahren zur Herstellung dieser Lampe und Vorrichtung zur Durchfuehrung dieses Verfahrens |
| DEW43298A Withdrawn DE1290631B (de) | 1964-07-09 | 1967-02-03 | Quecksilberdampfdrucksteuereinrichtung mit einem Amalgam bildenden Material und Einrichtungen zur Stabilisierung des Amalgams |
Family Applications Before (3)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEW39514A Withdrawn DE1246120B (de) | 1964-07-09 | 1965-07-09 | Quecksilberdampfniederdruck-Entladungslampe |
| DEW43297A Withdrawn DE1287215B (de) | 1964-07-09 | 1967-02-03 | Quecksilberdampfdruck-Steuereinrichtung mit einem abschnittweise Amalgam bildenden Metall |
| DEW43296A Withdrawn DE1290257B (de) | 1964-07-09 | 1967-02-03 | Quecksilberdampfdrucksteuereinrichtung fuer eine elektrische Entladungslampe, sowie Verfahren zur Herstellung dieser Lampe und Vorrichtung zur Durchfuehrung dieses Verfahrens |
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