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DE1278292B - Alarmglasscheibe - Google Patents

Alarmglasscheibe

Info

Publication number
DE1278292B
DE1278292B DEC42427A DEC0042427A DE1278292B DE 1278292 B DE1278292 B DE 1278292B DE C42427 A DEC42427 A DE C42427A DE C0042427 A DEC0042427 A DE C0042427A DE 1278292 B DE1278292 B DE 1278292B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
glass pane
glass
alarm
pane
strip
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Withdrawn
Application number
DEC42427A
Other languages
English (en)
Inventor
Gino Zoccolini
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
NIEDERLASSUNG VEREINIGTE GLASW
Compagnie de Saint Gobain SA
Original Assignee
NIEDERLASSUNG VEREINIGTE GLASW
Compagnie de Saint Gobain SA
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by NIEDERLASSUNG VEREINIGTE GLASW, Compagnie de Saint Gobain SA filed Critical NIEDERLASSUNG VEREINIGTE GLASW
Publication of DE1278292B publication Critical patent/DE1278292B/de
Withdrawn legal-status Critical Current

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Classifications

    • GPHYSICS
    • G08SIGNALLING
    • G08BSIGNALLING OR CALLING SYSTEMS; ORDER TELEGRAPHS; ALARM SYSTEMS
    • G08B13/00Burglar, theft or intruder alarms
    • G08B13/02Mechanical actuation
    • G08B13/04Mechanical actuation by breaking of glass

Landscapes

  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Burglar Alarm Systems (AREA)
  • Joining Of Glass To Other Materials (AREA)

Description

  • Alarmglasscheibe Die Erfindung betrifft eine mit einem elektrischen Leiter versehene Alarmglasscheibe, bei der auf der Glasscheibe eine elektrisch leitende Schicht aufgebracht ist, die an einen elektrischen Stromkreis angeschlossen ist und die bei einer Beschädigung der Glasscheibe zerstört wird, wodurch Alarm-bzw. Schutzvorrichtungen in Tätigkeit gesetzt werden.
  • Es sind Alarmglasscheiben der genannten Art bekannt, bei denen dünne Widerstandsdrähte in der plastischen Zwischenschicht einer aus zwei Silikatglasscheiben und einer Zwischenschicht aus Kunststoff bestehenden Verbundglasscheibe eingebettet sind. Die Widerstandsdrähte sind dabei, wenn das System wirksam sein soll, in geringem gegenseitigem Abstand angeordnet. Solche Scheiben haben sich hervorragend bewährt, sind jedoch infolge ihres Aufbaus verhältnismäßig teuer. Außerdem sind die Widerstandsdrähte immer sichtbar und können unter Umständen sichtstörend wirken.
  • Es sind ferner Alarmglasscheiben bekannt, bei denen auf einer normalen Glasscheibe Streifen aus einer Silbersuspension aufgetragen sind (deutsches Patent 368 930) oder bei denen durchsichtige leitende, aus Zinnchlorid bzw. Zinnoxyd bestehende Beläge auf der Glasscheibe aufgebracht sind (deutsches Patent 967 727).
  • Bei diesen bekannten Alarmglasscheiben müssen die leitenden Streifen bzw. Schichten im wesentlichen auf der gesamten Oberfläche der Glasscheibe aufgebracht werden, wenn man sichergehen will, daß bei einer Zerstörung der Glasscheibe tatsächlich auch der leitende Streifen zerstört wird. Ist der gegenseitige Abstand der Windungen des leitenden Streifens zu groß, dann ist es möglich, zwischen den Streifen beispielsweise ein Loch in die Glasscheibe zu schneiden, durch das hindurch ein Diebstahl ausgeführt werden kann.
  • Auf der gesamten Oberfläche der Glasscheibe aufgebrachte leitende Streifen stören jedoch erheblich die Durchsicht. Selbst wenn man praktisch unsichtbare Streifen aufbringt, bleibt der wesentliche Nachteil, daß einmal das Aufbringen der Streifen mit erheblichem Aufwand verbunden ist und daß zum adern eine absolute Sicherheit für die Alarmauslösung im Falle der Zerstörung der Glasscheibe nicht gegeben ist.
  • Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, demgegenüber ein verbessertes System einer Alarmglasscheibe zu schaffen, durch das die Nachteile der bekannten Lösungen vermieden werden.
  • Die Erfindung besteht ihrem Grundgedanken nach darin, daß die Glasscheibe aus vorgespanntem Glas besteht.
  • Bei der erfindungsgemäßen Alarmglasscheibe werden die an sich bekannten Eigenschaften des vorgespannten Glases ausgenutzt, daß es bei einer Beschädigung oder Zerstörung nicht nur lokal, sondern auf seiner gesamten Fläche momentan in kleine Krümel -zerbricht. Infolge dieser Eigenschaften ist es nicht mehr notwendig, den leitenden Streifen auf der gesamten Scheibenoberfläche aufzubringen, sondern es genügt, wenn ein verhältnismäßig kurzer Streifen an irgendeiner Stelle aufgebracht ist. So kann der Streifen z. B. in der Nähe einer Kante angebracht sein, so daß er nach dem Einbau der Glasscheibe gegebenenfalls verdeckt ist. Bereits ein einige Zentimeter langer und größenordnungsmäßig 1 mm breiter Streifen ist bei der erfindungsgemäßen Verwendung einer vorgespannten Glasscheibe ausreichend.
  • Ein weiterer Vorteil bei der Verwendung einer vorgespannten Glasscheibe besteht darin, daß diese sich beim Bruchvorgang in ihrer Ebene infolge der vielen Sprünge insgesamt etwas ausdehnt, also gewissermaßen wächst. Dieses Wachsen ist bedingt durch das schockartige Zerbrechen der gesamten Glasscheibe, wodurch die einzelnen Glassplitter geringfügig auseinandergedrückt werden. Diese Eigenschaft des vorgespannten Glases bewirkt, daß die Alarmglasscehibe nach der Erfindung mit großer Sicherheit zu dem. gewünschten Zerreißen des leitenden Streifens führt, wobei es völlig unerheblich ist, an welcher Stelle der Glasscheibe der leitende Streifen sitzt und an welcher Stelle die Glasscheibe zerstört wird.
  • Es ist allerdings erforderlich, daß der leitende Streifen aus einem Material besteht, dessen Bruchdehnung geringer ist als die Dehnung, die die Glasscheibe bei dem Bruch erfährt. Mit anderen Worten, es müssen für den leitenden Streifen sehr spröde Materialien verwendet werden. Ferner muß der leitende Streifen auf seiner ganzen Länge fest auf der Glasoberfläche haften und muß so dünn sein, daß die beim Bruch der Glasscheibe auftretenden Kräfte mit Sicherheit zum Zerreißen des leitenden Streifens führen. Unter diesen Umständen führt jede Beschädigung der Glasscheibe, die zu einer Zerstörung der Glasscheibe führt, mit großer Sicherheit auch zu einer Zerstörung des Leiters und damit zur gewünschten Alarmauslösung.
  • Normale Metallstreifen sind für diesen Zweck unbrauchbar. Ihre Bruchdehnung ist größer als die Dehnung infolge des Wachsens der Glasscheibe, so daß sie nicht zerreißen. Dagegen haben sich Streifen aus elektrisch leitenden Fritten, also spröde Emails, in denen elektrisch leitende Partikeln eingelagert sind, bewährt, beispielsweise die unter dem Handelsnamen »Leitsilber« bekannten 'Zusammensetzungen aus metallischem Silber und niedrigschmelzenden Glasfritten,- die auf der Glasoberfläche bei erhöhten Temperaturen eingebrannt werden. Zweckmäßigerweise erfolgt dabei das Einbrennen dieser Zusammensetzung in einem Arbeitsgang mit der Erwärmung der Glasscheibe für den Vorspannprozeß: Das Auftragen der pastenförmigen Aufschlämmung kann nach jedem bekannten Verfahren erfolgen. Besonders saubere Begrenzungen der Streifen lassen sich mit dem bekannten Siebdruckverfahren erzielen.
  • Falls der leitende Streifen sowohl hinsichtlich seiner Materialeigenschaften wie seiner Dimensionen den oben angegebenen Forderungen entspricht, kann selbstverständlich auch jedes andere geeignete Material verwendet werden, wie z. B. Zinnchlorid und/ oder Zinnoxyd. Die Eignung der Materialien läßt sich durch einfache Versuche feststellen.
  • In Weiterbildung der Erfindung kann die vorgespannte Glasscheibe über eine plastische Zwischenschicht mit einer gleich großen, nicht vorgespannten Glasscheibe verbunden werden,. Diese nicht vorgespannte Glasscheibe wird zweckmäßigerweise auf der Innenseite angeordnet, und sie verhindert, daß durch das augenblickliche Zerspringen der vorgespannten Glasscheibe die Fenster- bzw. Türöffnung freigegeben wird Ferner ist es möglich, eine erfindungsgemäße Alarmscheibe mit einer weiteren normalen Verbundglasscheibe zu kombinieren, indem sie mit dieser in bekannter Weise über einen ° Abstandsrahmen verbunden wird. Eine Verbundglasscheibe hat infolge ihres Aufbaus eire besonders hohe einbruchhemmende Wirkung, die noch erhöht werden kann, wenn die plastische Zwischenschicht, die Üblichärweise aus Polyvinylbutyral besteht, in einer Stärke von etwa 1 mm oder mehr ausgeführt und/oder die Anzahl der Glasscheiben und/oder Zwischenschichten erhöht wird.
  • Die Erfindung wird an Hand der Zeichnungen erläutert: Diese zeigen in -Fig: 1 die erfindungsgemäße Alarmglasscheibe in ihrer -einfachsten Ausführungsform, F i g. 2 eine abgewandelte Ausführungsform der erfindungsgemäßen Alarmglasscheibe, F i g. 3 bis 7 verschiedene Ausführungsformen, bei denen die vorgespannte Glasscheibe mit einer gleich großen, nicht vorgespannten Glasscheibe zu einem Verbund verklebt ist, F i g. 8 eine einbruchhemmende Ausbildung der erfindungsgemäßen Alarmglasscheibe und F i g. 9 und 10 Teilansichten von zwei verschiedenen einbruchhemmenden Ausführungen mit innenliegendem leitendem Streifen.
  • Wie F i g. 1 zeigt, ist auf der Glasscheibe l aus vorgespanntem Glas in Kantennähe parallel zu der Kante ein leitender Streifen 2 aus einer elektrisch leitenden Zusammensetzung, z. B. einer Aufschlämmung metallischer Silberpartikeln in einer niedrigschmelzenden Fritte, aufgebracht. Der Streifen ist im Zuge der Vorapannungsbehandlung der Glasscheibe eingebrannt. An seinen Enden ist der leitende Streifen 2 zu Anachlußstücken 3 verbreitert, auf denen die Anschlußdrähte 4 entweder unmittelbar oder gegebenenfalls reit Hilfe besonderer Anschlußelemente angelötet sind.
  • Bei der in F i g. 2 dargestellten Ausführungsform ist der leitende Streifen 5 in Form einer Schleife aufgetragen. Bei dieser Ausführung liegen die Stromänschlußstücke 3 dicht beieinander, was für die Nabelzuführung vorteilhaft ist. Bei dieser Ausführung ist außerdem eine noch größere Sicherheit gegeben, daß beim Bruch der vorgespannten Glasscheibe 1 der leitende Streifen wirklich unterbrochen wird. Da die Glasscheibe beim Bruch in unregelmäßige Bruchstücke zerfällt, ist nämlich die Längenänderung zweier parallel angeordneter Streifen unterschiedlich. Infolgedessen tritt in jedem Fall, auch wenn die Glasscheibe am Rand fest eingespannt ist und beim Bruch nicht zusammenfällt, eine Stromunterbrechung ein.
  • F i g. 3 zeigt eine Ausführungsform, durch die verhindert wird, daß beim Bruch der vorgespannten Glasscheibe die gesamte öffnung freigegeben wird. Sie besteht aus einem Verbund, bei dem die den leitenden Streifen 5 tragende vorgespannte Glasscheibe 1 mit Hilfe einer plastischen Zwischenschicht 6, etwa aus Polyvinylbutyral, mit einer gleich großen nicht vorgespannten Glasscheibe 7 verbunden ist. Bei der hier dargestellten Ausführungsform ist der leitende Streifen 5 auf der Außenseite der vorgespannten Glasscheibe aufgebracht.
  • Falls der leitende Streifen 5 auf der Innenseite der vorgespannten Glasscheibe, d. h. auf der mit der nicht vorgespannten Glasscheibe verbundenen Seite aufgebracht werden soll, dann muß, wie F i g. 4 zeigt, die plastische Zwischenschicht 6 im Bereich des leitenden Streifens 5 ausgespart sein. Eine solche Aussparung ist bei 8 dargestellt. Andernfalls ist die Gefahr gegeben; daß der Leitstreifen mit- der plastischen Zwischenschicht 6 bzw. mit der nicht vorgespannten` Glasscheibe 7 verklebt, wodurch die Sicherheit der Alarmauslösung gefährdet werden kann. Die Anschlußkabel 4 können -durch die Bohrung 9 in -der nicht vorgespannten Glasscheibe zugeführt werden. Zur Veranschaulichung ist die Aus= führung nach F i g. 4 in F i g. 5 im Schnitt dargestellt.
  • Eine Abwandlung der zuletzt beschriebenen Ausführung zeigen- F i g. 6 und 7, Der Unterschied- besteht darin, daß-zum Zwecke des elektrischen An-Schlusses die- eine Glasscheibe nicht durchbohrt zu werden braucht, sondern daß die Anschlußstücke 3 des leitenden Streifens 5 über die Kante der vorgespannten Glasscheibe 1 herübergeführt sind und die Anschlußkabel4 infolgedessen auf der Außenseite des Verbundes mit dem leitenden Streifen verbunden sind. Auch diese Ausführung ist in F i g. 7 noch einmal im Schnitt dargestellt.
  • Die in den F i g. 8 bis 10 dargestellte Ausführung stellt eine besonders einbruchsichere Verglasung dar. Sie besteht aus der vorgespannten Alarmglasscheibe 1 und der mit dieser über den Abstandsrahmen 10 verbundenen Verbundglasscheibe 11, die ihrerseits aus den beiden Silikatglasscheiben 12 und 13 und der plastischen Zwischenschicht 14 aus Polyvinylbutyral besteht.
  • Der leitende Streifen 2 kann vorteilhafterweise auf der Innenseite der vorgespannten Glasscheibe aufgebracht sein. Die Anschlußdrähte 4 können dabei entweder, wie in F i g. 3 dargestellt, durch Bohrungen in der Verbundglasscheibe 11 oder durch Bohrungen in dem Abstandsrahmen 10, der zweckmäßigerweise aus Metall besteht, herausgeführt werden.

Claims (4)

  1. Patentansprüche: 1. Mit einem elektrischen Leiter versehene Alarmglasscheibe, bei der auf der Glasscheibe eine elektrisch leitende Schicht aufgebracht ist, die an einen elektrischen Stromkreis angeschlossen ist und bei einer Beschädigung der Glasscheibe zerstört wird, wodurch Alarm- bzw. Schutzvorrichtungen in Tätigkeit gesetzt werden, d a -durch gekennzeichnet, daß die Glasscheibe (1) aus vorgespanntem Glas besteht.
  2. 2. Alarmglasscheibe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die elektrisch leitende Schicht in Form eines Streifens (2; 5) außerhalb des Hauptsichtbereiches der Glasscheibe (1) und vorzugsweise entlang einer Kante derselben aufgebracht ist.
  3. 3. Alarmglasscheibe nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die vorgespannte Glasscheibe (1) mit einer nicht vorgespannten Glasscheibe (7) mit Hilfe einer plastischen Zwischenschicht (6) zu einer Verbundglasscheibe verbunden ist.
  4. 4. Alarmglasscheibe nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die vorgespannte Glasscheibe (1) über einen Abstandsrahmen (10) mit einer aus wenigstens zwei über eine plastische Zwischenschicht (14) miteinander verbundenen Einzelglasscheiben (12, 13) bestehenden Verbundglasscheibe (11) verbunden ist.
DEC42427A 1966-05-24 1967-05-24 Alarmglasscheibe Withdrawn DE1278292B (de)

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